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Überlebt dein Business deine Krankheit?
Peer Wandiger - 19 Kommentare - Geld verdienen, Gesundheit, Outsourcing, Selbständig - Ähnliche Artikel


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Der ein oder andere hat sich über die etwas häufigeren Gastartikel in den letzten 2 Wochen vielleicht schon gewundert.

Mal abgesehen davon, dass in letzter Zeit wieder häufiger Gastartikel-Angebote kommen, habe ich in den letzten 2 Wochen auch nicht so viel Zeit wie sonst gehabt.

Der Grund dafür: Meine Frau war im Krankenhaus (nichts ernstes und sie ist auch wieder zu Hause) und ich musste mich allein um die Kinder kümmern.

Das hat natürlich meinen normalen Zeitplan durcheinander gebracht und dafür gesorgt, dass ich weniger Zeit zum Bloggen hatte und Abends einfach auch viel müder war.

Die Erfahrung meiner Frau war doch neu für mich, da ich in meiner Selbständigkeit bisher nur ein paar Tage selber krank war und noch nie wirklich komplett außer Gefecht. Und so habe ich mir natürlich auch Gedanken darüber gemacht, was wohl mit meinem Business passiert, wenn ich mal für eine Woche oder auch für länger nicht selber arbeiten könnte.

Deshalb geht es heute um die Frage: “Überlebt dein Business deine Krankheit?”

Meine Situation

Wie sicher viele wissen, bin ich Webentwickler und Blogger. Das mache ich alles alleine, habe also keine Angestellten.

Was würde passieren, wenn ich 1 Woche, 1 Monat oder 6 Monate ausfallen würde?
Das wäre natürlich nicht so gut.

Da ich hauptsächlich von Dienstleistungen lebe, würde da natürlich sofort ein großer Teil der Einnahmen weg brechen. Kundenprojekte für Websites bleiben liegen. Und wenn ich da nichts abarbeiten kann, dann kann ich auch keine Rechnungen schreiben.

Ein gewisser Teil meiner Einnahmen als Webentwickler sind zwar passiv (z.B. Hosting-Leistungen), aber der Großteil hängt doch von meiner aktiven Arbeit ab.

Meine Webprojekte, vor allem die Blogs, sind auch von meiner aktiven Tätigkeit abhängig. Natürlich könnte man auch hier mit Gastartikeln einen kurzen Zeitraum überbrücken, aber die Besucherzahlen würde doch schon deutlich zurück gehen.

Aktuell kommen bei Selbständig im Netz rund 50% der Besucher von Google (rund 35.000 Besucher pro Monat), 25% von anderen Websites (rund 17.000 Besucher pro Monat) und 25% direkt auf meinen Blog (z.B. direkt eingetippt oder vom Feed).

Die 50% Google-Besucher würden wahrscheinlich noch ein Weilchen auf diesem Niveau bleiben, auch wenn es längerfristig sicher auch auf Grund fallender Rankings zurück gehen würde.

Die 25% von anderen Websites würden sicher um ein guten Teil zurück gehen, da darin auch Besucher von Twitter, Social News Sites und Facebook enthalten sind. Und wenn es keine aktuellen Artikel gibt, dann kommen von dort auch keine Besucher. Über Links auf anderen Blogs etc. würde ein Teil aber sicher auch noch in Monaten kommen.

Die direkten Besucher würden wohl am stärksten zurück gehen.

Alles in allem kann man wohl sagen, dass meine Arbeit als Webentwickler sofort und stark unter einem Ausfall leiden würde. Meine Blogs würden da etwas länger durchhalten, aber Blogs leben natürlich auch von aktuellem Content. Ein längerer Ausfall würde sich auch dort stark bemerkbar machen.

Das Geschäftsmodell absichern

Deshalb muss ich mich damit beschäftigen, mein Geschäftsmodell besser abzusichern. Und auch ihr solltet das tun.

Dazu sollte man natürlich erstmal analysieren, wie der aktuelle Stand ist. So ähnlich, wie ich das oben gemacht habe, aber gern noch ausführlicher.

Welche Einnahmequellen eurer Selbständigkeit würden wie schnell und in welchem Maße unter eurem Ausfall leiden?

Darauf basierend sollte man sich überlegen, welche Veränderungen man in seinem Geschäftsmodell umsetzt.

Das könnten sein:

  • Outsourcing
    Eine wichtige Maßnahme ist es sicher, nicht mehr alles selber zu machen. Als Webentwickler muss man ja nicht gleich wen einstellen, aber man könnte Aufträge an Dritte vergeben. So kann man zum einen mehr Aufträge annehmen und es ist nicht mehr nur die eigene Arbeitskraft, die Geld rein bringt. Outsourcing ist also nicht nur zur Einnahmesteigerung nützlich, sondern auch zur Absicherung.
  • Mitarbeiter
    Mitarbeiter einzustellen kann natürlich auch eine Option sein. Wenn man die Arbeit gut organisiert und den Mitarbeitern schon recht viel Verantwortung überträgt, dann können diese eine gewisse Zeit auch selbständig arbeiten. Wer sich als Chef allerdings ständig einmischt und bei jedem Handgriff über die Schulter schaut, der braucht sich nicht zu wundern, wenn es dann beim eigenen Ausfall nicht klappt. Auch Virtuelle Assistenten können hier eine Alternative sein.
  • Automatisierung
    Es gibt viele Möglichkeiten bestimmte Dinge zu automatisieren. So könnte man z.B. Teile von Blog-Inhalten automatisieren, in dem man bestimmte Daten oder Texte automatisch einließt und veröffentlicht. Bei Affiliate-Sites ist das z.B. öfters der Fall.
  • Mehr Standbeine
    Nicht jede Einnahmequelle bricht sofort ein, wenn man mal eine Weile nichts tut. So bauen Affiliates oft kleine Themen-Sites und machen dann Monate nichts daran.
  • Vorarbeiten
    Natürlich kann man auch Vorarbeiten. So könnte man Blogposts für ein paar Wochen immer im Voraus schreiben und einen Veröffentlichungstermin einstellen. Auch bei Online-Shops könnte man neue Produkte und Aktionen schon Wochen vorher vorbereiten und automatisch online gehen lassen.
  • Nicht mehr in, sondern außerhalb des Unternehmens stehen
    Das ist ein zentrales Konzept in Tim Ferriss Buch “Die 4 Stunden Woche“. Man baut sich ein Business auf, das am Ende (fast) komplett von externen Dienstleistern erledigt wird.
  • passives Einkommen stärken
    Ganz wichtig ist es, dass man sein passives Einkommen stärkt. Solche Einnahmen sind eben relativ unabhängig davon, ob ich gerade arbeite oder nicht. Beispiel wäre Hosting-Einnahmen als Webentwickler.

Den Ausfall versichern

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Neben den direkten Änderungen am eigenen Geschäftsmodell sollte man zusätzlich den möglichen Ausfall absichern.

Denn trotz aller Anpassung des eigenen Business, wird man wohl kaum 100% der normalen Einnahmen auch im Krankheitsfall (gerade wenn dies länger dauert) bekommen.

Deshalb sollte man sich überlegen, wie viel Prozent der Einnahmen wohl mittel- bis langfristig wegfallen und entsprechende Absicherungen tätigen.

Das könnten sein:

  • Kooperationen
    Es ist durchaus möglich, dass man sich mit Kollegen aus der selben Branche darüber abstimmt, dass man im Krankheitsfall den anderen unterstützt. Das sollte natürlich vertraglich fixiert werden und nur bei einem guten Vertrauensverhältnis gemacht werden.
  • Mitarbeiter und Partner
    Wie schon gesagt, können Mitarbeiter eine gute Absicherung sein. Auch Partner in der eigenen Firma können im Notfall die Firma weiterführen und den Einbruch klein halten.
  • Versicherungen
    Natürlich sind Versicherungen ein wichtiger Faktor. Krankentagegeld bzw. Krankenhaustagegeld zahlen für den Fall, dass ich krank bin und nicht arbeiten kann. Sozusagen das Gegenstück zur Lohnfortzahlung von Angestellten. Eine Unfallversicherung zahlt bei einem Unfall und die Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn es richtig hart kommt und man gar nicht mehr arbeiten kann.
  • Rücklagen
    Ganz wichtig sind auch Rücklagen. Diese sollte jeder Selbständige aufbauen und das nicht nur für größere Anschaffungen. Sondern eben auch für Einnahmeausfälle. Das kann eine Krankheit sei, aber es kann auch andere Gründe geben.

Ich habe eine Krankenhaustagegeld-Versicherung, da ich von dort sicher nicht mehr arbeiten kann. Und natürlich habe ich auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Man kann z.B. auch bei der Verwaltungsberufsgenossenschaft eine Versicherung abschließen. Da sind dann Arbeitswege und berufsbedingte Krankheiten versichert.

Gerade bei Versicherungen sollte man sich aber gut informieren und vergleichen.

Was werde ich ändern?

Von den eben genannten Absicherungen her bin ich eigentlich ganz gut aufgestellt.

Etwas mehr werde ich sicher bei meinem Geschäftsmodell ändern. Derzeit hängt doch sehr vieles von mir als Webentwickler und Blogger ab. Da werde ich in Zukunft weitere Standbeine aufbauen, die eher passives Einkommen erzeugen und somit nicht so sehr von meiner ständigen Anwesenheit abhängen.

Bei meinen Blogs hatte ich ja schon mal überlegt, in wie weit es sinnvoll und möglich ist, regelmäßige Mit-Autoren zu gewinnen. Diese Idee werde ich sicher weiter vorantreiben und schauen, wie ich mir vielleicht ein kleines “Redaktionsteam” aufbauen kann.

Und auch der Aufbau eines Outsourcing-Netzwerkes steht auf meiner ToDo-Liste. Dabei möchte ich allerdings mehr direkt mit einzelnen Personen kooperieren, als über Portale. Denn dann weiß diese Person einfach mehr über mein Business und kann auch selbständiger arbeiten.

Beispiele für andere Selbständige im Netz

Was können denn anderen Selbständige im Netz tun, um ihr Business besser auf den eigenen Ausfall vorzubereiten.

  • Shopbetreiber
    Hier ist es sicher eine gute Idee, einen externen Dienstleister mit der Bestellabarbeitung und dem Versand zu beauftragen. Das ist generell schon eine gute Idee und im Krankheitsfall natürlich extrem hilfreich. Die Inhalte des Shops (z.B. Aktionen) sollten schon recht weit und detailliert voraus geplant werden, damit diese zur Not auch jemand anderes umsetzen kann.
  • Dienstleister
    Das ist natürlich schwierig. 1:1 Dienstleistung wie Texter oder Webdesigner leben von einzelnen Projekten. Hier hilft es nur, weitere Standbeine aufzubauen, die nicht projektbezogen sind. So könnte der Texter Online-Kurse und eBooks verkaufen. Der Webdesigner könnte z.B. Hosting-Pakete vertreiben, eigene Layouts online verkaufen oder selber Projekte mit passiven Einnahmen erstellen.
  • Blogger
    Wie schon oben angesprochen könnte man Mitautoren einbinden, die im Notfall den Blog weiter füllen. Ansonsten sollten auch Blogger, die davon leben wollen/müssen, nach weiteren Einnahmen-Standbeinen Ausschau halten.
  • Affiliate
    Affiliates sind ja meist sowieso schon auf eher passives Einkommen aus. Viele Affiliates haben dutzende kleine Website-Projekte, die einmal erstellt werden und dann ohne große Änderungen auskommen. Die bringen einzeln zwar nicht so viel ein, in der Masse aber dann doch.

Weitere Tipps findet ihr im Artikel “Wie man sich entbehrlich macht und so das eigene Business sichert“.

Wie sichert ihr euer Business ab?

Habt ihr euch auf euren Ausfall vorbereitet?
Welche Maßnahmen habt ihr ergriffen, damit euer Business und auch eure Existenz nicht zusammenbricht, wenn ihr mal ausfallen solltet?

Scheibt einfach in die Kommentare. Danke.

Umfrage

Was passiert, wenn du längere Zeit nicht arbeiten kannst?

  • Mein Business bricht ohne mich zusammen. (48%, 48 Stimmen)
  • ich arbeite sowieso nicht mehr selber, sondern zähle nur noch das Geld. (19%, 19 Stimmen)
  • Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. (18%, 18 Stimmen)
  • Ich habe mein Business zu großen Teilen outgesourced. Es läuft auch eine Weile ohne mich. (8%, 8 Stimmen)
  • Ich habe Mitarbeiter, die eine Weile ohne mich klar kommen. (7%, 7 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 100 (1 Stimmen)

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Kommentare
19 Kommentare und Trackbacks zu 'Überlebt dein Business deine Krankheit?'

Kommentare zu 'Überlebt dein Business deine Krankheit?' mit RSS

  1. 1 Enrico kommentierte am 07.07.2010 um 12:49 Uhr

    Hi Peer,

    ein mehr als wichtiger Aspekt den Du ansprichst. Ich bin zum Beispiel so versichert das ich ab dem 29. Krankheitstag ein quasi sicheres Auskommen habe. Das Problem was ich allerdings sehe ist die Zeit nach der Krankheit. Denn die Arbeit macht sich nicht von allein und neue Kunden gewinnt man auch nicht an einem Tag.

    Bei mir herrscht also eher die Angst vor dem “Danach”. Glücklicherweise bin ich an einer Agentur beteiligt und somit nicht allein auf meine eigenen Einnahmen angewiesen – aber trotzdem ist es schon ein mulmiges Gefühl was wohl passiert wenn man mal 3 Monate ausfällt.

    Sollte es bei einem Unfall sein wäre das wohl ein geringeres Problem, da dann wenigstens ein hübsches Sümmchen von der Unfallversicherung zum Krankengeld hinzu kommt, damit könnte man auch einige Zeit nach der Krankheit überbrücken.

    Letztlich bleibt aber immer ein Risiko vorhanden, so ist das eben als Selbstständiger…

  2. 2 Norbert kommentierte am 07.07.2010 um 12:50 Uhr

    Ich denke es hängt wirklich sehr stark vom Geschäftsmodell ab was im Krankheitsfall mit dem Business passiert. Mein Onlineshop für Keramikleuchtkugeln läuft auch problemlos ohne mich, da der Bestell- und Versandvorgang völlig automatiesiert abläuft. Bei Beratungstätigkeiten und allen Dienstlesitungen die an die Person gekoppelt sind ist es natürlich schon schwieriger. Ich denke Outsourcing ist eine gute Möglichkeit sich Freiräume zu schaffen, auch im Krankheitsfall. Solange man noch einen PC und ein Telefon bedienen kann sollte sich in vielen Fällen aber das meiste noch regeln lassen. Krankheit ist ja auch nicht gleich Krankheit. Auch da kommt es wieder drauf an was man hat.

    Zum Thema Outsourcing habe ich in meinem Blog eine Liste mit 101 Tipps bzw. Ressourcen zusammengestellt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit natürlich: Ich hoffe es ist OK wenn ich den Link hier poste:

    http://www.ragazzi-group.de/lifestyle-design/2010/05/outsourcing-101-tipps-und-ressourcen/

  3. 3 JTG_Rhetorik kommentierte am 07.07.2010 um 13:26 Uhr

    Mh gerade durchlebt – Schwangerschaft, Geburt und die PflichthalteWochen auch für Selbständige. Die Absichrung der Arbeit war das kleinste Übel – über eine funktionierendes Netzwerk haben meine Kunden direkt mit vertrauensvollen Kollegen zusammengearbeitet – die mir die Kunden auch wieder gaben. Hier wird gerne abgeworben, daher ist Vertrauen gut, Kontrollsysteme aber besser.

    Anders ging es mir in der Tat mit dem “danach”. Nach 3 Monaten war ich wieder voll im Seminargeschen – aber neue Termine haben einfach gefeht. Konsequenzen für mich: Stammkunden besser binden – hat im Rückblick besser geklappt als gedacht und einen Plan B in der Schublade haben – Standard Angebote, wenn wir so wollen, die auch die Fremdaquise leichter an den Mann oder die Frau bringt.

    Die Akquise und Kundenbindung sind – denke ich ebenso wichtig wie die Absicherung durch Versicherungen. Bin gespannt, was andere zu berichten haben.

  4. 4 Peter kommentierte am 07.07.2010 um 13:41 Uhr

    Auf mehrere Standbeine stehen zu können scheint die beste Möglichkeit zu sein. Fraglich ist nur wie weit dies auch möglich ist.

  5. 5 Benni kommentierte am 07.07.2010 um 15:23 Uhr

    Ein wirklich guter Artikel. Habe ich persönlich, da ich ja auch nicht selbständig bin, noch nicht drüber nachgedacht. Für mich also guter Input!

    Bzgl. Redaktionsteam .. aber bitte nicht hier. Kennst ja wahrscheinlich meine Meinung zu den Gastartikeln .. :lol:

  6. 6 Mario kommentierte am 07.07.2010 um 16:06 Uhr

    Hallo Peer,

    großes Lob – klasse Artikel!

    Kleine Affiliate-Seiten bringen Dir erst einen Gewinn, wenn sie mit relevanten Keys oder Keykombis in der Top 10 sind und das ist auch mit viel Arbeit verbunden.

    Gruß Mario

  7. 7 Marcus - WebChars.de kommentierte am 07.07.2010 um 16:28 Uhr

    Interessanter Artikel. An soetwas denkt man dann meist erst, wenn man in solch einer Lage steckt. Für alle Selbständige Kleinungernehmer ohne Mitarbeoter/Outsourcing, die immer etwas ausführen müssen um Geld zu verdienen, ist es nur durch die erwähnten weiteren Standbeine etwas absicherbar. Und wie man sieht haben die meisten dafür abgestimmt, das ein Business ohne “Chef” in kurzer Zeit zusammenbricht.

    Sehr gutes Thema! Ich denke da werden sich viele dann im Vorfeld genauer mal beschäftigen.
    Ich selbst war übrigens seit beginn meiner Selbständigkeit (Anfang 2009) nicht mehr Krank.. das ist wohl das gute am Bürojob.

  8. 8 Tobias (Scout4.me) kommentierte am 07.07.2010 um 17:23 Uhr

    Hallo Peer,

    genau diese Punkte habe ich mir überlegt, bevor ich die Entscheidung gefällt habe, mich selbständig zu machen. Zuerst sollte man ausreichend Reserven haben um Engpässe und Komplettausfälle bei den Einnahmen mehrere Monate verkraften zu können. Und als weitere Sicherheit habe ich verschiedene unabhängige Projekte , die jeweils auch unabhängig monetarisiert sind, so ist das Risiko eines Totalausfalls klein.

    Und auch ein Blog bringt auch Monate nach dem letzten Beitrag gute Besucherzahlen via Google und Co, ich habe da auch noch ein paar Blog-Leichen, die nicht mehr richtig am Leben sind.

    Eine Frage hätte ich noch: Hostest du selbst oder bekommst du eine Lifetime-Provision für die Hosting-Vermittlung, deiner Kunden? Beim Selbst-hosten sind die Einnahmen ja nicht komplett passiv, da man sich von Zeit zu Zeit um Technik und Rechnungsstellung kümmern muss.

    Grüsse,
    Tobias

  9. 9 Horst kommentierte am 07.07.2010 um 18:20 Uhr

    Ach komm, von ein paar Kindern wird man sich doch nicht von der Arbeit abhalten lassen… 8-)

    Ich bin selbst zur Zeit in Elternzeit, habe einfach 2 Monate im Jahr “Pause” davon. Das machen die Kunden prima mit. Sie erreichen mich in Notfällen ja auch die restlichen 10, nur viel machen kann ich halt nicht. Ist ansonsten kaum ein Problem.
    Allerdings habe ich auch nicht so viele Kunden… 8-)
    Neukunden sage ich einfach, dass ich dieses Jahr bereits ausgebucht bin und vertröste auf 2011. Das macht dann auch gleich einen wichtigen Eindruck. 8-)))

  10. 10 Autorin kommentierte am 07.07.2010 um 18:43 Uhr

    Eine gute Versicherung ist natürlich nicht zu verachten. Aber hier war ja die Frage, was aus Deinem Blog werden würde, gesetzt den Fall, dass Du selbst einmal ernsthaft krank werden solltest (Gott bewahre!) :shock: Ich meine: ein oder zwei Bogger mit an Bord zu hohlen wäre mit Sicherheit die beste Lösung. Wandiger & Friends (so in der Art) würd ich das nennen, nicht “Redaktions-Team”. :smile:
    Denn:
    Ein Blog-Konzept zu ändern ist mit Sicherheit eine Gleichung mit zwei Unbekannten.So gut ich das auch verstehen kann mit dem Redaktions-Team usw., aber es wird danach nicht mehr derselbe Blog sein. Denn warum ist dieser Blog so erfolgreich? Weil er durch Dich geprägt ist, Peer. Es ist Dein Schreibstil, Deine Art der Kommunikation. Die Aufmerksamkeit des Lesers, sein Feeling usw. – all das gilt Dir und Deiner Persönlichkeit. In meiner Familie z.B. ist der “Wandiger” zu einem Begriff geworden. Mein Mann und mein Sohn lesen auch schon kräftig mit. Taucht eine Fage auf heisst es: “Da werd ich mal beim Wandiger gucken.” Ergo: wenn man sich erst einmal einen Namen gemacht hat, – man könnte auch sagen zu einer Marke geworden ist -, dann ist man nicht mehr so einfach austauschbar. Das wäre etwa so, als würde Michael Flatley nicht mehr selbst in seiner Riverdance Show auftreten, obwohl er angekündigt wurde und die Zuschauer ihn erwarten.Weil sie für ihn gezahlt haben, nicht für ein Double. :grin:

    PS: Ich hoffe Deiner Frau geht es inzwischen schon besser. Ich wünsche gute Genesung! Alles Liebe und Gute!

  11. 11 Imre kommentierte am 07.07.2010 um 19:42 Uhr

    Wow! Meiner Meinung nach eines der besten Artikel seit langem! Wirklich sehr-sehr wichtiges Thema, was du hier behandelst.

    Vielleicht am leichtesten haben es Leute, die Online-Shops mit nur digitalen Produkten haben. Denn so läuft alles automatisch und außer Kundenbetreuung und manchmal ein wenig Werbung muss man sich kaum um die Seite kümmern.
    AdWords funktioniert eine gewisse lang auch von alleine genauso gut. Aber nach einiger Zeit verändert sich die Konkurrenz (deren Anzahl, Anzeigen, Keywords, Gebote, usw), Google verändert den Algorithmus, und vieles mehr. Also ist das auch nicht zu 100% abgesichert.
    Übrigens kann man im Krankenhaus auch einen Laptop benutzen und damit weiterhin arbeiten (wenn man sich zB. ein Bein gebrochen hat) :)

    Leider musste ich bei der Umfrage auf “Mein Business bricht ohne mich zusammen” stimmen…

  12. 12 Viktor kommentierte am 07.07.2010 um 20:48 Uhr

    Super Artikel. Vielen Dank.

    Als Blogger habe ich auch schon darüber nachgedacht wie ich mich gegen Krankheit oder ähnliches absichern könnte. Mein Gedanke war bisher, Beiträge die nicht auf Aktualität angewiesen sind (keine News) vorzuschreiben und für den Notfall bereitzuhalten.
    Das geht jedoch nur bei größeren Projekten die auf längere Zeit laufen…
    Rücklagen sind ein weiterer Gedanke dem ich nachgehen will.

  13. 13 Das Wort kommentierte am 07.07.2010 um 23:11 Uhr

    Ich denke einfach nicht negativ und mache einfach meinen Job, solange dieser mir Spass macht, danach wird das entweder verkauft oder meine Kinder übernehmen diese und ich mache dann wieder etwas anderes.

  14. 14 Webdesign Lübeck kommentierte am 08.07.2010 um 22:10 Uhr

    Da ich noch nicht selbständig bin, noch kein großes Thema. Trotzdem mache ich mir darüber schon Gedanken, aber mit diesen Artikel bringst du mich wirklich zum nachdenken.
    Schöne Vorschläge die du hier machst, ich hoffe, dir wird soetwas nie passieren und bleibst fit.

    Du kannst ja mal versuchen, ein kleines Redaktionsteam aufzubauen, die Idee finde ich super. Da ich nicht mehr aktiv blogge, aber ab und zu den Drang zum schreiben habe, kannst du mich gern per Mail anschreiben. Ich würde dann ab und zu einen Beitrag schreiben, zwar nicht häufig, dann aber möglichst gut. Themen wären Webdesign-Trends, SEO und Affiliate-Marketing.

    Solche “unbehandelten” Thmen wünsche ich mir öfter.

  15. 15 Ringo (Arbeitstipps.de) kommentierte am 09.07.2010 um 12:36 Uhr

    Ein hoch interessantes Thema, dass du hier ansprichst! Seit meinem Start im Onlinemarketing (2001) setze ich zum Beispiel konsequent auf Partnerprogramme mit Lifetime Provisionen. Jetzt, nach inzwischen fast 10 Jahren, kommen da jeden Monat nette Beträge zusammen. Die würden einen längeren Arbeitsausfall sicherlich sehr gut kompensieren.

  16. 16 Gerhard kommentierte am 09.07.2010 um 14:48 Uhr

    Ich würde finanziell zwei oder drei Wochen durchhalten. Ich denke als Selbständiger kann man sich Krankheitszeiten ganz einfach nicht leisten.

  17. 17 Klaus-Martin Meyer kommentierte am 11.07.2010 um 09:55 Uhr

    wenn Du mich für krankheitsfälle mal wieder für einen gastartikel brauchst, dann melde Dich einfach. springe dann gern ein.

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