Worauf es bei einem guten Logodesign ankommt

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Im heutigen Gastartikel gibt Heidi Tarkpea von designenlassen.de Tipps für die Entwicklung und Umsetzung eines eigenen Firmenlogos.

Ob es um den Entwurf einer Website, das Design eines Logos, das Gestalten eines Werbebanners oder die Erstellung einer Anzeige geht – hier benötigt man das Wissen und die Leistung eines Fachmannes.

Bei der Suche nach einem guten Designer für das Firmenlogo oder die Corporate Identity steht man aber oft vor einem großen Problem: die Angebotspalette ist breiter und unüberschaubarer als man dachte. Logo-Designer verkaufen keine fertigen Produkte, deren Qualität im Vorfeld durch Preisvergleich und Studieren von Kundenrezensionen bewertet werden kann. Manchmal hat man zu Begin noch nicht einmal eine geringe Vorstellung davon, wie das eigene Logo später aussehen soll.

Im Folgenden stellen wir vor, was ein gutes Logo mit Wiedererkennungswert auszeichnet und wie man ohne mühsames und womöglich fruchtloses Surfen von einer Designer-Seite zur Nächsten den “Richtigen” findet.

Worauf es bei einem guten Logodesign ankommt

Ein gutes Logodesign sollte folgende 8 Kriterien erfüllen:

  • 1. Das Logodesign muss Ihrem Unternehmen entsprechen.
    Da ja das Logo Teil Ihres Corporate Designs ist, sollte es die Unternehmensphilosophie widerspiegeln. Ihr Logodesign sollte sich Ihrer Tätigkeit, Ihrer Branche, einem Produkt oder einer Dienstleistung eindeutig zuordnen lassen. Eine weitere wichtige Frage ist: Passt die Schrift, wenn vorhanden, zu den in der Branche verwendeten Schriften?
  • 2. Gutes Logodesign ist einfach und verständlich.
    Das Logodesign sollte keine falschen Assoziationen wecken. Es gibt eine Vielzahl von Zeichen und Symbolen verschiedener Kulturen, die mit Aussagen behaftet sind. Überprüfen Sie Ihre Logo-Elemente auf Symbolik. Stimmen vermeintliche Aussagen mit den gewünschten Aussagen überein?
  • 3. Ein Logo sollte eine eindeutige und klare Aussage treffen.
    Das Logo als Botschaft besticht durch einfache, klare Formen, in Verbindung mit den passenden Farben. Undurchsichtige Strukturen, unklare Elemente und viele kleine Details sind eher die Ausnahme. Auch auf zu differenzierte, verspielte Farbgebung, sowie zahlreiche Verläufe sollte verzichtet werden. Generell gilt; zu verspielt wirkt unseriös.
  • 4. Logodesign muss man sich leicht merken können.
    Kann man sich das Logo auch bei kurzer Betrachtung gut merken? Das Logo benötigt einen hohen Wiedererkennungswert. Hier gilt die Devise: Weniger ist mehr.
  • 5. Gutes Logodesign ist einzigartig und originell.
    Ein sehr wichtiges Kriterium ist, dass es aus der Masse hervor sticht! Ihr Logodesign darf keinesfalls ein schlechter Abklatsch einer bereits bestehenden erfolgreichen Marke sein. Das Logo sollte sich vom Wettbewerb abheben. Schließlich wollen Sie in Ihrer Einzigartigkeit wahrgenommen werden.
  • 6. Gutes Logodesign ist Skalierbar.
    Das Logo sollte beliebig vergrößerbar sein, ohne dass die Wirkung verloren geht. Dabei sollte Ihnen Ihr Logodesign als Vektorgrafik-Datei, wie EPS, vorliegen. Wichtig ist auch, dass das Logo auch noch sehr klein (2cm) gut lesbar ist.
  • 7. Gutes Logodesign ist reproduzierbar
    Kann das Logo in allen Bereichen der Werbung und auf den verschiedensten Werbemitteln eingesetzt werden? Logodesign muss auf alle Medien angewendet werden können. Es ist mit der wichtigste Bestandteil Ihres Corporate Designs und befindet sich auf Ihrer Visitenkarte, Ihrem Briefpapier, Ihrem Auto, Ihren Plakaten, Ihren Flyern usw.

    Achten Sie darauf, dass Sie sich auch eine schwarz-/weiß Variante Ihres Logodesign erstellen lassen. Ein gutes Logodesign kommt auch in einer schwarz-/weiß Variante zur Geltung. Um Druckkosten zu sparen, sollte Ihr Logodesign zudem in Standardfarben, wie HKS, angelegt sein und keinesfalls in teuren Sonderfarben.

  • 8. Gutes Logodesign ist zeitlos.
    Ein gutes Logo begleitet seinen Träger meist ein ganzes Leben lang. Vielleicht wird es von Zeit zu Zeit ein wenig modifiziert. Das Grundgerüst bleibt jedoch meistens bestehen. Die lange Lebensdauer eines Logodesign trägt zudem erheblich zu dem wichtigen Wiedererkennungswert bei. Auf dem Weg zu einer etablierten Marke, kommt es gerade auf den Wiedererkennungswert an. Das Logo sollte einer gerade modischen Erscheinungen nicht zuortbar, sondern langfristig einsetzbar sein.

Profis beauftragen statt selber zeichnen

Um ein Logo zu erhalten, das alle eben genannten Bedingungen erfüllt, arbeitet man am besten mit Grafik-Profis zusammen. Nicht allein deren größere Kenntnis der Materie ist von Vorteil. Als Außenstehender hat ein beauftragter Graphiker naturgemäß Abstand zum Unternehmen und tut sich unter Umständen leichter, das Alleinstellungsmerkmal, das Charakteristische des Unternehmens zu erkennen.

Als Analogie: Der Versuch, sich einen Anzug selbst maßzuschneidern, wird einen vor große Probleme stellen (es ist schwierig, sich selber die Maße abzunehmen).

Die Suche nach der Nadel im Heuhaufen

Dass Sie jetzt nicht anfangen, sich ein unprofessionelles Logo Marke Eigenbau zu gestalten, sollte klar sein. Aber wie finden Sie den richtigen Designer?

  • Fragen Sie in Ihrem Umfeld ob jemand einen guten Designer empfehlen kann. Die Qualitäts- und Preisunterschiede sind enorm und oft kann man das als Laie anhand von Referenzen nur schwer einschätzen.
  • Auf Designer-Verzeichnissen wie designer-suche.de kann man Designer und Agenturen ausfindig machen und sich anhand der Referenzen ein Bild vom Stil machen. Wenn Ihr Interesse geweckt wurde, dann können Sie direkt Kontakt aufnehmen und zusammen mit dem Dienstleister Leistungsumfang und Honorar aushandeln.
  • Besonders preiswert kann man Designleistungen online ausschreiben. Auf dem größten deutschsprachigen Marktplatz designenlassen.de sind derzeit 5.500 Grafiker aktiv. Der Ablauf eines Designprojekts ist hier denkbar einfach: Der Auftraggeber legt im Vorfeld das Honorar und die Laufzeit fest. Aus den eingehenden Entwürfen der Designer-Community wählt man nach Projektabschluss dasjenige Desig aus, das man kaufen möchte.

Du hast Interesse einen Gastartikel hier auf “Selbständig im Netz” zu veröffentlichen? Dann einfach eine eMail mit kurzer Vorstellung und Artikelideen an autor@selbstaendig-im-netz.de senden.


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Kommentare

  1. meint

    Über Designenlassen habe ich vor kurzem zwar nicht das Logo, aber das Webdesign für die Modeseite einer Freundin erstellen lassen. Unsere Erfahrungen damit waren sehr gut, die meisten Designer, die dabei mitmachen, sind sehr ambitioniert. Einen Designwettbewerb würde ich empfehlen, wenn man noch keinen festen Grafiker hat, mit dem man regelmäßig zusammenarbeitet. Sobald man einen überzeugenden Grafiker gefunden hat, würde ich dann künftige Projekte direkt mit ihm durchziehen. In meinem Blog habe ich einen kleinen Erfahrungsbericht geschrieben: http://www.cms-testlabor.de/news/designwettbewerb-homepage-design/

  2. meint

    Das sind äußerst wichtige Aspekte! Wie oft sind Unternehmen schon flöten gegangen, die mit ihrem merkwürdigem Logo den Markt erobern wollten. Das ist totaler Quatsch! Es muss verständlich und einprägsam sein. Wichtig ist es auch, ein NEUES Logo zu entwerfen und keines, das einem anderen bekannten ähnelt. Habe erst letztens etwas entdeckt… kann mich daran nicht mehr erinnern, weil es eben wie das Logo der Deutschen bank aussah! Wiedererkennungswert, meine Lieben :wink: Ich als frischer Grafik Designer wundere mich immer wieder, wie viel Mist doch existiert… was soll man machen?!
    Toller Artikel, gefällt mir richtig gut: Kompakt und sehr ausführlich! Gut, dass das hier auch behandelt wird.

  3. meint

    Ich stimme dem Artikel inhaltlich voll zu – aber gerade bei kleineren Webprojekten, die sich ersteinmal selbst finanzieren müssen ist das Geld für einen professionellen Entwurf nicht da.

  4. meint

    @Thomas: Kennst du wirklich bestimmte Unternehmen, die wegen ihrem LOGO nicht erfolgreich wurden…?! :roll: Ich denke nicht, dass es soooo wichtig ist. Natürlich ist ein gutes Logo sicherlich hilfreich, aber ich denke jeder kennt zB. das Logo vom Handy-Marktführer Nokia: http://www.seeklogo.com/images/N/Nokia-logo-71D592538B-seeklogo.com.gif
    Und zB. das Logo von Sony Ericsson sieht meiner Meinung nach sehr schön gemacht aus, trotzdem wird es so schnell den Marktanteil von Nokia nicht haben.

  5. meint

    @ Severin und Viktor
    Ich sehe das genauso. Man sollte ein Logo nicht überbewerten. Content, Page-Design etc. sind lange lange Zeit viel wichtiger als ein Logo. Man sollte nur nicht den Fehler machen, am Anfang etwas “selbstgemaltes” als Logo nehmen, das sähe unprofessionell aus, aber ansonsten ist vieles möglich und wenn es nur etwas ganz simples ist.

  6. Jason meint

    Leider wird der Punkt 6 (Skalierbarkeit) von vielen nicht bzw. zuweng beachtet. Ein Logo muß auf eine Visitenkarte passen und gleichzeit auch auf einen Airbus … :-)

  7. meint

    Die Tipps sind natürlich alle korrekt. Trotzdem sehe ich (selber selbstständig) solche Portale wie designenlassen.de eher kritisch. Mit jedem Entwurf investiert der Designer Arbeitszeit, ob die jedoch vergütet wird, wird in einer Art Kreativitäts-Lotterie entschieden. 99 Prozent bekommen keinen Gegenwert. –> viel vergeudete Energie

    Klaro, jeder muss selber wissen, ob er sich daran beteiligt, wie das abläuft ist ja von vornherein klar. Ich bin da einfach nicht so ein Fan von.
    :cool:

  8. Hochzeitsfotograf meint

    Vielleicht sollte man ein Logo wirkich nicht überbewerten, es ist zwar eine Binsenweisheit, aber das Gesamtpaket muss stimmen. Wenn man ein tolles Produkt hat dann ist das Logo möglicherweise durch den Wiedererkennungswert ein ausschlaggebendes Kriterium. Ein tolles Logo alleine reicht natürlich nicht…

  9. meint

    Ich finde diese Portale gut – es gibt einigen Designern die nötige Plattform um Ihre Arbeit an den Mann zu bringen. Ob derjenige die Zeit investiert dafür oder zu den Kursen die dort gehandelt werden arbeiten möchte bleibt ja jedem selbst überlassen.
    Aber – für ein gutes Logo, das die CI widerspiegelt sollte man sicherlich keinen Flatrate-LowBudget-Preis nicht erwarten.

  10. meint

    @Imre: Also richtig große Firmen kenne ich nicht, die helfen sich schon mit ihren Finanzspritzen :p Nee im ernst, meine Lehrer haben mir das immer eingetrichtert und seitdem achte ich auf sowas sehr genau. Bei uns in der Gegend gab es beispielsweise mal Techniker, die beide Schrauben als Logo besaßen / besitzen. Eine war relativ locker und rund dargestellt, die ander dagegen recht spitz. Klar wer hier sas sagen hat, nämlich letzteres: Wer will schon lockere Schrauben verwenden, da kracht doch alles ein (wenn man es eben von dieser Seite aus betrachtet). Oft sind auch Café’s zu sehen… Aber wenn jemand was zu größeren Firmen weiß… bitte melden :razz:

  11. meint

    Aus Kundensicht ist es klasse, 20 bis 40 Vorlagen / Designs zu bekommen (bzw. lese ich gerade bis zu 107 Designs – okay) – aus Freelancer-Sicht … nun ja, 1:50. Aber Robert hat es schon richtig beschrieben, wenn derjenige gefunden ist, der es sein soll, dann kann man langfristig zusammenarbeiten…

  12. meint

    Interessanter Artikel und interessante Kommentare,

    gerade als Existenzgründer hat man für die Außendarstellung seiner Firma in der Regel nur ein schmales Budget zur Verfügung,will aber trotzdem ein Zeichen(Logo) setzen.Ich habe mein Logo für 5.- € erstellen lassen.Auch wenn ich mich damit jetzt oute,schlecht finde ich es nicht! Dieses Logo steht mir als Banner in 4 verschiedenen Größen zur Verfügung.
    http://derladen2010.de/?p=1061

  13. meint

    Ich stimme dem zu, dass gerade eine langfristige Partnerschaft zu Designern und Agenturen auf Zeit gesehen deutlich besser funktioniert, als stets neue Agenturen zu beauftragen (und erstmal zu finden). Längere Kooperation kann Kosten senken und beide Partner stimmen sich schneller auf einander ab.

  14. meint

    Ich denke auch, gerade wenn man klein anfängt sollte man einmal schauen, ob man über seinen Netzwerk/Bekanntenkreis jemanden findet, der einem weiter helfen kann.
    Wo man vielleicht auch noch für etwas weniger Geld jemand finden könnte, wäre sicherlich die ein oder andere Designhochschule bzw. in deren Foren etc.

  15. meint

    Es gibt genügend Seiten auf denen Grafiker ihre Dienste äußerst günstig anbieten. Vielleicht nicht geeignet für die aufstrebende Firma von Welt, wohl aber für das kleine finanzlose Startup. Ich denke da im Speziellen z.B. an Yoofive und ähnliche Konkurrenten. Da gibt es einige Angebote für Logoerstellung für 5 €. Und Änderungswünsche sind ebenfalls inklusive. Probieren kann man das durchaus ;). Siehe auch der Beitrag von Thomas.

  16. meint

    Ich finde ein professionelles Logo beinhaltet viele Sachen, z.B. Kreativität ( das Logo sollte das Unternehmen wiederspiegeln ) und muss aussagekräftig sein. Ich kann mir nicht vorstellen für 5 Euro ein Logo zu gestalten, denn wenn man ein Unternehmen Gründen will sollte man nicht am falschen Ende sparen.

  17. meint

    @Martin Stimme dir da zu. Seiten wie designenlassen.de haben natürlich ihre Daseinsberechtigung und finden mit Sicherheit auch Abnehmer, nur ist eine gute Partnerschaft durch nichts zu ersetzen.

  18. meint

    Finde den Punkt, dass das Logo skallierbar sein sollte irgendwie komisch. Ich meine, ja, aber das ist doch dann die Sache des Designers und ein Amateur weiß ja gar nicht, wie man das anstellen soll. Das ist ja eine Einstellung in dem Programm, in dem das Logo gestaltet wird. Ich finde, der Tipp passt daher nicht so sehr hier rein. Ansonsten ist es aber eine sehr hilfreiche Zusammenfassung, danke dafür.

    zu ntagas kommentar möchte ich noch anmerken, dass ein Logo kaum für 5 Euro zu haben ist. Je na größe der Firma wird für ein Logo so zwischen 300 und 10.000 Euro gezahlt. Das zeigt auch nochmal, dass diese Arbeit keineswegs einfach ist, auch wenn das Ergebnis möglichst einfach sein soll. Da ist dann auch Kreativität nicht der Ausschlaggebende Punkt, sondern Dynamik und auch die richtige Positionierung auf der jeweiigen Medie.

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