Google gegen Facebook – Die Schlacht um das Web

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In den letzten Monaten hat sich immer mehr abgezeichnet, dass es in Zukunft wohl nur noch 2 große Rivalen im Web geben wird.

Facebook und Google scheinen die Schlacht um das Web auszutragen und noch steht nicht wirklich fest, ob und wenn ja, wer diesen Kampf gewinnen wird?

Wie sieht die aktuelle Situation aus, welche Entwicklungen sind denkbar und was bedeutet das alles für Selbständige im Netz und ihre Websites, Shops und Blogs?

Aktueller Stand

Wie sieht der aktuelle Stand der Dinge im Web aus? Das ist als Ausgangsbasis für die Zukunft des Webs sehr wichtig. Und die Zahlen sehen recht unterschiedlich aus.

Ganz aktuelle genaue Zahlen finden sich zwar nicht, aber die verschiedenen Möglichkeiten, den Traffic der beiden Seiten zu vergleichen zeigt recht gut, dass Facebook deutlich schneller wächst als Google.

So geben verschiedene Statistiken (und Schätzungen) Hinweise darauf, dass Facebook inzwischen mehr genutzt wird als die Google-Suche.

Auch die absoluten Zahlen sind beeindruckend. Facebook vermeldete im Sommer, dass mehr als 500.000.000 Nutzer bei Facebook angemeldet sind. Wie viele davon wirklich aktiv sind, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Google hat aktuell nach eigenen Angaben mehr als 1 Milliarde Suchanfragen pro Woche. Und mit Google Instant sollen das wohl noch mehr werden.

Dagegen liegt Facebook bei der Zeit vorn, die Nutzer dort verbringen. Das ist natürlich auch ein wichtiger Faktoren und eigentlich klar, da die Nutzung von Facebook doch eine ganz andere ist, als die von Google.

Während man bei Facebook eben nicht hautpsächlich sucht, sondern Zeit mit Freunden verbringt, spielt und sonstige Dinge macht, sind die Nutzer bei Google in der Regel nur zum Suchen da.

Ein wichtiger Faktor ist aktuell auch das Geld. Da liegt Google derzeit deutlich vorn. Sowohl bei den Barreserven (die aktuell wohl bei weit über 30 Milliarden Dollar liegen), als auch bei den aktuellen Einnahmen. Auch da liegt Google mit geschätzten 28 Milliarden für 2010 weit vor Facebook mit circa 2 Milliarden.

Damit stellt sich insgesamt ein recht uneinheitliches Bild dar. Während Google aktuell wohl vorn liegt, weil man einfach ein derzeit deutlich besser funktionierendes Erlösmodell hat, scheint Facebook als großer Schatten am Horizont aufzutauchen, der über kurz oder lang mit aller Macht zuschlagen wird.

Geschäftsmodelle

Das Geschäfts- bzw. Erlösmodell ist das, was derzeit noch für Google spricht. Mit AdWords/AdSense hat Google ein etabliertes und weit verbreitetes Tool an der Hand, das wirklich auch gute Einnahmen einbringt.

Allerdings sieht es da wohl so aus, als ob das Wachstum nachlässt. Das ist für einen normal denkenden Menschen sicher kein Problem, da die Einnahmen ja irgendwann ganz normal an Grenzen stoßen. Allerdings sehen dies Aktionäre anders.

Noch ist Google eine Cashcow, aber die Frage ist natürlich, wie sich das in den nächsten Jahren weiter entwickelt. Es gibt Stimmen, die den Druck der Aktionäre sehr kritisch sehen. Dadurch könnte Google gezwungen sein, seine heilige Kuh (die natürlichen Suchergebnisse) zu schlachten. Es könnte also durchaus sein, dass Google die natürlichen Suchergebnisse schlechter macht, damit mehr AdWords-Anzeigen angeklickt werden. Das wäre sicher der Anfang von Ende.

Facebook hat dagegen noch immer Probleme, ein passendes Erlösmodell zu finden. Auch wenn man das größte Social Network der Welt ist und mehr Traffic hat als alle anderen, ist es nicht so einfach dies in Geld umzusetzen.

Bisher hat man nur eine Werbemodell, welches sich zwar gut entwickelt, aber wahrscheinlich nicht die einzige Lösung für die Zukunft bleiben kann.

Während Google mit einem Teil seiner Angebote auch den Business-Bereich anspricht, welcher allein in den USA angeblich 45 Milliarden Dollar pro Jahr groß sein soll, richtet sich Facebook doch eher auf Endkunden aus. Der Location-Bereich könnte den Facebook-Werbeeinnahmen aber in Zukunft sehr hilfreich sein. Da ist Google nicht so optimal aufgestellt, auch wenn sie mit Android im Handymarkt natürlich auch ein wichtiges Element sind.

Beim Geschäftsmodell ist Google aktuell besser aufgestellt. Allerdings hat natürlich auch Facebook hier viel Potential, allein durch die riesige Nutzerbasis. Es wird nun entscheidend sein, was Facebook da in den nächsten Jahres daraus macht.

Nicht vergessen sollte man zudem den Börsengang, den Facebook noch vor sich hat. Während Google im Jahr 2004 gerade mal 1,7 Milliarden Dollar eingenommen hat, schätzt man den Börsengang von Facebook auf 35-40 Milliarden Dollar ein, falls er denn 2011 kommen sollte.

Damit wären die Kriegskassen von Facebook mit einem Schlag denen von Google ebenbürtig.

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Google’s Social Network?

Google hat natürlich die Zeichen der Zeit erkannt und weiß, dass das Social Web in Zukunft sehr, sehr wichtig sein wird.

Leider hat man es zeitig genug verpasst, einen Fuß dort in die Tür zu bekommen. So sind die bisherigen Versuche von Google Social Web Angebote aufzubauen meist gescheitert.

Google Wave als soziales Kommunikationstool und Google Buzz sind gescheitert. Die Integration von Social News in die eigene Suche ist dagegen recht gut verlaufen.

Aber leider sind die meisten Versuche von Google Social Media Angebote zu integrieren / anzubinden gescheitet.

Umso spannender sind die Gerüchte um “Google Me”. Entgegen erster Vermutungen soll Google Me zwar noch im Herbst kommen, aber es soll kein eigenständiges Social Network werden.

Stattdessen sollen die bestehenden Google Dienste und Angebote (und davon gibt es eine Menge: die Suche, YouTube, Maps, Buzz, Mail, Google Talk, Picasa, Blogger, Google Reader, Google Docs uvm.) einen “Social Upgrade” erhalten.

Das ist in meinen Augen auch die einzige Chance für Google, im Social Web Bereich erfolgreich zu werden. Man muss die bisherigen Nutzer einfach an der Hand nehmen und diese langsam aber bestimmt fester an Google binden.

Ein weiterer Punkt ist die Entwicklung von Google’s wichtigstem Angebot, der Suche. Viele prophezeien, dass Google das Web 3.0 entwickeln wird und seine Suche zu einer “Social Semantic Web Suche” ausbauen wird. Und da muss Google aus was tun, denn aktuell hat man sicher noch einen Vorsprung, was die Suche angeht. Doch Wolfram Alpha zeigt recht gut, was möglich ist. Google muss es nur in viel größerem Maßstab hinbekommen.

Facebook überall?

Facebook ist natürlich auch nicht untätig und bastelt an eigenen Konzepten und Erweiterungen. Im Gegensatz zu Google ist Facebook an sich nur eine Website.

Das wird sich auch nicht ändern. Mit dem “Like Button”, “Facebook Connect” und anderen Maßnahmen schafft man es aber, in zehntausende andere Website “reinzukommen”. Zumindest kann sich Facebook auf diese Weise sehr breit verteilen und Nutzern eben nicht nur auf Facebook selber zur Verfügung stehen.

Mit Facebook Places hat man zudem einen wichtigen Schritt in das mobile Web gemacht. Durch immer bessere mobile Endgeräte kann der Durchbruch für die mobile Internet-Nutzung, welcher seit vielen Jahren angekündigt ist, nun vielleicht wirklich bald kommen.

Dann hätte Facebook da natürlich auch einen wichtigen Service im Angebot. Da liegt man derzeit auch vor Google, die mobil vor allem auf die Suche setzen, was aber sicher nicht ausreichen wird.

Mögliche zukünftige Szenarien

Die aktuelle Situation ist also recht unübersichtlich. Beide Rivalen haben Vor- und Nachteile und auch bei den zukünftigen Entwicklungen haben beide Licht und Schatten, so dass man nicht wirklich sagen kann, wie sich diese Situation in Zukunft darstellen wird.

Denkbar wären die folgenden Szenarien:

  • Google triumphiert
    Google schafft es mit Google Me seine Angebote zu einem riesigen Social Network auszubauen und durch die Integration weiterer sozialer Angebote (z.B. Spiele) Facebooks Alleinstellungsmerkmale zu übernehmen. Zudem hat Google die Web 3.0 Suche umgesetzt und damit das Web neu nutzbar gemacht. Auf der anderen Seite ist es Facebook nicht gelungen ein wirklich funktionierendes Erlösmodell aufzubauen und auf Grund von Datenschutz-Missbrauch haben Millionen Nutzer Facebook verlassen.
    Dieses Szenario halte ich für nicht sehr wahrscheinlich, da dafür sowohl Google alles richtig machen müsste, als auch Facebook vieles falsch.
  • Facebook triumphiert
    Facebook regiert das Internet. Man hat mittlerweile mehr Einnahmen als Google und ist die mit Abstand größte Website des Planeten. Die Facebook-Suche hat Google den Rang abgelaufen und die meisten Menschen nutzen nur noch Facebook. Google hat es dagegen nicht geschafft ein funktionierendes Social Network aufzubauen und hat auf Druck der Aktionäre seinen einzigen Vorteil, die Suche, manipuliert um mehr zu verdienen. Danach sind die Nutzer weggelaufen.
    Auch diesen Ausgang der Geschichte halte ich für unwahrscheinlich. Google hat sich in der Vergangenheit als recht clever erwiesen und keine großen Fehler gemacht. Zudem traue ich eher noch Facebook einen Missbrauch von Kundendaten zu als Google.
  • Status Quo bleibt
    Der Status Quo bleibt erhalten. Facebook und Google werden nicht vergleichbar und teilen sich das Internet halbwegs friedlich auf.
    Das halte ich persönlich für am wahrscheinlichsten. Natürlich wird es Schwankungen geben, aber insgesamt ist es im Interesse aller, das nicht eines der Angebote die totale Kontrolle bekommt.
  • ein dritter Player tritt auf
    Derzeit ist es ja vor allem ein Zweikampf. Microsoft und Yahoo spielen nicht wirklich in der Liga mit. Wäre es denkbar, dass trotzdem ein dritter Spieler so groß wird, dass er bei Facebook und Google mitspielen kann? Wie wäre es mit Apple, die auf dem Weg sind mit iPhone, iPod Touch und iPad einen Massenmarkt zu erreichen, den sie mit ihren normalen Computern nie hatten? Laut Apple hat man 160 Millionen aktive iTunes-Accounts. Und Apple hat dabei einen großen Vorteil gegenüber Google und Facebook. Mit jedem Account sind auch Kreditkarten-Daten hinterlegt. Apple hat also bereits ein etabliertes Abrechnungssystem und alle Nutzer an Board. Eine Situation von der Facebook und Google nur träumen können.
    Ob Apple wirklich oben mitspielen kann ist fraglich. Zumal Apple zwar auch da mitmischt, aber ansonsten eigentlich andere Geschäftsfelder beackert. Und einen anderen großen Player sehe ich aktuell nicht.

Wie sich die Zukunft entwickelt ist natürlich nicht absehbar. Allerdings basiert das kapitalistische Wirtschaftssystem auf Wachstum. Und selbst Google oder Facebook würden trotz ihrer riesigen Reichweiten Probleme bekommen, wenn man sich mit dem Erreichten zufrieden gibt.

Es ist also nicht davon auszugehen, dass man in Zukunft nicht versuchen wird, weiter zu wachsen, auch auf Kosten der Anderen.

Was bedeutet das für Selbständige?

Das Web ist im Wandel. Und das ist natürlich auch für Selbständige im Netz wichtig.

Schließlich bildet in Deutschland aktuell Google die größte Besucherquelle für Blogs, Shops und Websites.

Aber der Traffic von Social Networks wie Facebook nimmt zu und es könnte auf absehbare Zeit so sein, dass Google nicht mehr der stärkste Traffic-Bringer ist.

Deshalb sollte man sich auch nicht mehr nur auf Google verlassen:

  • Wer sich allein auf Google als Traffic-Bringer verlässt, der geht heute schon ein großes Risiko ein. Und auch mit Blick auf die Zukunft sollte man die Traffic-Quellen breiter streuen. Das bedeutet Engagement in Facebook und Co., Nutzung von Twitter, Aufbau von treuen Lesern (Feed- und Newsletter-Abonnenten) und die intensive Verknüpfung mit anderen Websites.
  • Facebook und andere Social Networks verlangen eine viel intensivere Beschäftigung mit den Usern. Darauf muss man sich einstellen. SEO wird sicher auch weiterhin wichtig sein, aber allein das wird nicht mehr reichen.
  • Firmen verlieren die Informations- und Meinungshoheit über ihre Produkte und Dienstleistungen immer mehr. Die Infos und Diskussionen über eigene Produkte verlagern sich weg von der eigenen Website ins Social Web. Auch das erfordert ein verändertes Denken.
  • Das mobile Web scheint nun so langsam wirklich zu kommen. Die eigene Website und auch die eigenen Angebote sollte man daran anpassen. Das hängt natürlich auch von der Branche ab. Aber nach vielen Jahren, in denen das mobile Web eine leere Marketing-Floskel war, scheint es sich nun wirklich zu entwickeln.
  • Wer seine Webprojekte auf Einnahmen von und mit Google ausgerichtet hat, der sollte nach weiteren Einnahmenquellen suchen. Direkte AdSense-Einnahmen und indirekte Einnahmen durch Leads über AdWords oder die natürliche Suchergebnisse bleiben sicher weiterhin wichtig. Aber mit dem möglichen Rückgang des Google-Traffic-Anteils, sollte man sich nicht allein auf Google verlassen.
  • Die eigene Reputation im Web wird durch Facebook und Co. auch nicht einfacher. Es wird immer wichtiger den direkten Kontakt mit Kunden und Interessenten zu pflegen.


Fazit

Das Web ändert sich. Die hier geschilderten Entwicklungen werden spannend sein und natürlich auch Einfluss auf Selbständige im Netz haben.

Wie auch immer sich das Web entwickelt, man darf einen Fehler nicht machen, sich auf dem Erreichten ausruhen. Diesen Fehler haben schon ganz andere Branchen (Musik, Print) gemacht und wurden von der Entwicklung überrollt.

Und so kann es in Zukunft auch denen gehen, die sich allein auf bestimmte Traffic-Quellen und Einnahme-Modelle eingerichtet haben. Sicher wird da nicht alles den Bach runter gehen. Aber das Web ändert sich und man muss sich diesen Änderungen stellen. Denn eines ist sicher, das Web wird in 5 oder 10 Jahre sehr wahrscheinlich anders aussehen als heute.

Zum Abschluss noch das Video “Facebook 2012“. Ein nicht so ganz professioneller Versuch, die Zukunft von Facebook zu zeigen.

Dagegen ist Google Epic ja schon älter (2006). Das Video ist allerdings mittlerweile doch deutlich überholt.


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Kommentare

  1. meint

    Hallo,
    meiner Meinung nach ist es sehr wahrscheinlich, dass sich das Netz dreiteilt:

    1. Die große Masse der User wird nur noch facebook nutzen, google bleibt außen vor.
    2. Das Netz der Apps – hier werden insbesondere Verlage und komplexe Apps eine große Rolle spielen.
    3. das bisherige freie Netz, in dem google weiterhin eine gewichtige Rolle spielen wird.

    mE läuft aber für den normalen User alles auf facebook zu. Interessanterweise habe ich gerade vor einigen Tagen den ersten Teil einer Artikelserie zu dem Thema geschrieben:

    http://www.severint.net/2010/10/05/hilfe-sie-dritteln-gerade-das-internet/

    …aber in einigen Jahren werden wir mehr wissen.

    BG, severin

  2. meint

    Toller Artikel…ich bin auch eher deiner Meinung, dass sich Facebook und Google den Markt mehr oder weniger brüderlich aufteilen werden.

    Denn auch wenn sich die Beiden in gewissen Punkten ähneln, so unterscheiden sie sich mit ihren Angeboten für User doch erheblich.
    Vorallem wenn man die Hauptsteckenpferde der beiden betrachtet, so glaube ich persönlich nicht, dass einer der Beiden dem jeweils anderen in diesem Bereich wirklich Kokurrenz machen kann.

  3. meint

    Danke für die umfangreiche Zusammenfassung des Themas.
    Dass der Trend bei Google Richtung Adwords geht zeigen die letzten Monate schon sehr stark. Ist natürlich recht besorgniserregend für den ein oder anderen…aber ich denke schon, dass die organischen Treffer bestehen bleiben werden…dabei darf man nicht vergessen, dass viele Nutzer nach wie vor den organischen Treffern mehr Vertrauen entgegenbringen als der “Werbung”.
    Dennoch sollte man sich niemals auf eine Traffic- oder Einnahmequelle verlassen.
    Gruß

  4. meint

    Man muss auch dazu sagen, Google Wave und Google Buzz sind auch dahingehend gescheitert, das ich z.B. keinerlei Werbung dafür gesehen habe.. ich weiß nicht ob die ihr eigenes AdSense Programm dafür genutzt haben, jedenfalls war das viel zu undurchsichtig.. man sieht es nur wenn man in seinem Google Accounts auf “Probieren Sie etwas neues” geklickt hat.. mehr Promotion also hätte vielleicht genügt.. denn die Idee war schon recht gut, nur zu kompliziert.

  5. meint

    Ich finde gar nicht, dass man Facebook und Google wirklich sinnvoll miteinander vergleichen kann, da sie doch recht unterschiedliche Felder abdecken. Ich sehe da kaum Schnittmengen. Zudem sehe ich bei Facebook die Möglichkeit, dass der Hype irgendwann mal vorbei ist (ähnlich wie bei myspace) – Google hingegen hat mit der Suche einen zeitlosen Klassiker als “Hauptattraktion” im Sortiment.

  6. meint

    Wirklich gut geschriebener Artikel. Also ich persönlich denke, dass es für Facebook leichter wäre eine gute Websuche zu integrieren und sich dort aufzustellen, als das Google ein Soziales Netz aufbaut. Die Leute zieht es einfach dort hin wo schon ihre Freunde sind und da hat es eine Neugründung schwer.
    Es sit aber die Frage ob Facebook überhaupt solch eine Expansion plant, dass liegt glaube ich noch in der Ferne, erst müssen sie wie du richtig gesagt hast ein Erlösmodell finden. Naja warten wir es ab.

  7. meint

    Ein super Artikel der alle Aspekte gründlich beleuchtet und einen fantastischen “Rundumschlag” zum Thema liefert. Dazu auch noch sehr aktuell (Places) und durch die Videos am Ende schön abgerundet.
    Ich selbst nutze sowohl Facebook als auch Google massiv, täglich, sowohl mobild als auch am Desktop. Nichts desto trotz gefällt mir der Eingriff Facebooks ins Web weniger gut als der von Google. Irgendwie habe ich bei Facebook häufiger das Gefühl etwas passiert gegen meinen Willen .. :S

    Danke nochmal, selten habe ich einen so langen Artikel komplett gelesen.

  8. meint

    Ein paar Punkte fehlen mir leider noch in der Aufstellung, denn Google nutzt durchaus auch Facebook. Gerade die sehr einfache Einbindung von Inhalten befördert guten Google-Content (siehe Youtubes, virale Effekte, usw.) Wie würde wohl Facebook aussehen, wenn Google keine Tubes dort mehr zulassen würde? Zudem soll Google kräftig in Zygna investiert haben (100 Mio $?!?) und somit den größten Spielemarkt weltweit nun unter Kontrolle haben, der zu weiten Teilen noch innerhalb von Facebook abläuft. Alleine mit diesen beiden Applikationen könnte Google Facebook innerhalb von wenigen Wochen einfach ausknocken, wenn sie nur wollten.
    (Hier noch ein Bericht von mir zur Googleinvestition: http://www.literaturasyl.de/?p=3140 – hoffe ist einschlägig genug um nicht als Spam zu gelten :p )

    Eben jene Effekte gestalten sich aber für freie Webmaster eher schwierig, deshalb sollte jeder gut beraten sein, sich rechtzeitig eine starke Community aufzubauen. Die Leute mögen am Tag 10 Minuten mit Twitter verbringen, aber bei Facebook loggt man sich nur zum Schlafen aus ;)

    Gruß

    Marc

  9. meint

    Also dieser Vergleich hinkt sehr, da Facebook Google in keinerlei Hinsicht bis auf Traffik das Wasser reichen kann.
    Und Traffik verursacht in erster Linie mal Kosten – Google ist extrem breit aufgestellt und wird auch noch die nächsten Jahrzehnte klar das Internet dominieren da sie das Internet verstanden haben.
    Sociales Web ist aktuell in aller Munde, tatsächlich geht es da um nicht mehr und nicht weniger als Spielereien von Menschen die sonst denn ganzen Tag wohl nichts besseres zu tun haben.
    Die 500 Millionen kann man sowieso vergessen, tatsächlich sind es warscheinlich kaum 100 Millionen und die meisten Spielen auch nur bzw. Flirten bei Facebook, insofern ist Facebook nichts anderes als ne populärer Flirtseite mit Spiele und nun Places (müssen auch alles kopieren) – mehr als das sie einen Likebutton ganz neu gebracht haben, ist Facebook überhaupt nichts revolutionäres, sondern nur ein momentanes Phänomen – aufgrund dessen jeder mal sich dort registriert, die meisten nützen es tatsächlich aber eher nicht, oder eben nur eine gewisse Zeitlang und dann wird es wie vieles davor wieder fad.

    Übrigens das Wachstum im Werbemarkt kann gar nicht langsamer werden, es kann höchsten eines eintreffen, das es weniger stark wächst, Potential nach oben ist enorm viel vorhanden.
    Ich denke das Google in denn kommenden 10-15 Jahren seine Ergebnisse, Umsatz und Gewinne insgesamt etwa verzehnfachen wird (konservativ geschätzt).
    Man bedenke die Verschmelzung von Internet und TV und das da Google vor allem mit Youtube auch eine Hauptrolle spielen wird.
    Ich denke die Vergleiche mit Facebook gibt es nur deshalb weil man Google seinen Erfolg nicht gönnt, zuvor war es der Vergleich Google Yahoo dann Google Microsoft und nun ein noch lächerlicher Vergleich mit Facebook.

  10. meint

    Servus Peer,

    Ich will mich da jetzt nicht auf irgendein Szenario festlegen. Aber Fakt ist und bleibt, dass es einen krassen Wandel geben wird – oder genauer gesagt, dass dieser gerade von statten geht. Und worauf, dass letzten endes abzielen wird, erwarte ich iwie mit Spannung mitzuerleben .. ma schauen.

    Cya
    Phil

  11. meint

    Nils (Kommentar #5) trifft meiner Meinung nach den Nagel auf den Kopf. Auch ich halte Facebook nur für einen Hype, welches sich bald wieder legen wird. Naja, aber solange mir Facebook kostenlosen Traffik bringt (dank Facebook-FanSeiten), mag ich es :D

  12. meint

    entschuldigung, dass ich diese Diskussion, die derzeit überall geführt wird als Schwachsinnig bezeichne. Immer dieses schwarz weiss denken, entwder oder. Genauso wie bei der SEO vs. SEA Diskussion. Facebook ist ein Social Network und Google eine Suchmaschine. Punkt!

    Bei Facebook haben die User eine ganz andere Intention als bei Google und nur dass die beiden riesige Traffic Mengen haben, heisst es noch lange nicht, dass sie in Konkurrenz stehen. Zumindest nicht aus der Sicht der User. Oder standet Ihr mal vor der Wahl ob zu Google oder zu facebook geht um ein und dieselbe Sache zu machen. das wird sich denke ich auch in den nächsten 3-5 Jahren nicht ändern Google wird nicht zum Social Network und Facebook wird nicht zur Suchmaschine. Dafür haben sich die beiden jeweils in ihren Bereichen eine zu starke Monopolstelleung erabeitet.

    Ich finde diesen Blog und die Themen die hier behandelt werden gut und sinnvoll, aber dass hier jetzt auch diese überflüssige 0815 Diskussion auch losgeht finde ich ein bisschen enttäuschend. Sorry!

  13. meint

    Die Mächte des Internets werden wie immer durch Deinen Artikel sehr gut dargestellt. Facebook als mächtiges Marketinginstrument mit sozialen Verknüpfungen und Google als Datenkrake mit einem Blick auf unsere Häuser. Mich wundert, dass Twitter noch nicht seine Dienste so stark ausgebaut hat … die Zukunft dieser Giganten dürfte noch interessant werden.

  14. actino meint

    höö? man kann doch nicht äpfel mit birnen vergleichen???

    Google ist viel mächtiger als Facebook und hat viel mehr tools/apps/hardware als facebook.
    schon nur im web-bereich wird google immer vorne sein
    facebook kann nur sozailes pingen und durch werbung geld erhalten.

  15. meint

    Sorry Olaf,
    aber es ist doch deutlich, dass Google händeringend nach Social Web Modellen sucht und Facebook umgekehrt auch gern am Suchmarkt profitieren will.

    Dsas die beiden derzeit recht unterschiedlich sind heißt ja nicht, dass sie nicht weiter wachsen wollen und den lukrativen Markt des jeweils anderen im Auge haben.

    Die Ansicht, dass die Suche in der heutigen Form ewig bestehen bleiben wird, kann ich nicht teilen. Google ist so groß geworden weil sie neue Wege gegangen sind und sich angepasst haben. Und das wird auch in Zukunft so sein. Wer sich nicht verändert geht unter.

  16. meint

    Hallo!

    Wirklich sehr interessanter Artikel. Deine Ausführungen dazu, dass man sich nicht nur auf Google konzentrieren darf, finde ich sehr klasse. Zu diesem Thema hatte ich vor einiger Zeit auch einen Artikel verfasst, weil Viele scheinbar sich so sehr drauf konzentrieren, mit aller Gewalt bei Google eine “Rolle” zu spielen und so das Wesentliche aus den Augen verlieren und scheitern.

    Wenn ich da mal drauf aufmerksam machen dürfte, wenn ich darf:
    http://www.geldverdienen-internetmarketing.de/2010/08/11/wann-komme-ich-endlich-in-google-auf-platz-1

    Ansonsten glaube ich fast, dass einer der beiden den anderen früher oder später sogar schlucken wird. Es bleibt wohl abzuwarten, wie die Entwicklungen sein werden.

    Liebe Grüße
    Alexander Boos

  17. meint

    Hallo,

    ich kenne viele Leute, die über google Informationen oder Webseiten suchen.
    Die wenigsten sind bei Facebook angemeldet und sie interessieren sich auch nicht dafür.

    Google ist google und Facebook, Facebook. Es sind unterschiedliche Dienste, von denen jeder Erfolgreich ist.

    Ich sehe da in den nächsten Jahren keine wirkliche Veränderung.

    Gruß
    Volker

  18. meint

    Du vergleichst hier zwei grundverschiedene Player und vergisst, dass Google bereits ein Social Network hat. Nennt sich youtube. :grin:
    Weiters lässt Du so Kleinigkeiten wie amazon weg, die per Definition auch schon zu Social Media gehören (UCG (user generated content), Bewertungen), von Riesen wie ebay oder Twitter ganz zu schweigen.
    Wie Eric Schmidt kürzlich in einem Interview erklärt hat, ist nicht facebook die Konkurrenz, sondern bing. Das sehe ich auch so, da mit der der Übernahme von yahoo und der derzeit laufenden Übernahme einer Reihe von yahoo Services (für Webmaster) bing wieder interessanter werden könnte.
    Erst wenn Facebook eine Suche anbietet, kann man es mit Google vergleichen. Bis dahin bleibt Google eine Suchmaschine (mit angeschlossenem Video-Imperium) und Facebook ein Social Network.
    Also ganz ruhig, es findet keine Schlacht statt, sondern Nutzung und von Zwei- oder Dreiteilung des Web kann man schon gar nicht reden. :wink:

  19. meint

    Mir macht da eher Sorgen das Vielfalt zum Monopol verkommt. Der Übernahmetrend ist ja auch deutlich in der Wirtschaft zu erkennen. Im Internet möchte ich noch die Auswahl haben und nicht von zwei Riesen, wie immer die auch heißen mögen, abhängig sein.

  20. meint

    Die Variante, dass beide bestehen bleiben, halte ich ja auch für am wahrscheinlichsten. Dennoch denke ich, dass es Überschneidungen gibt und die beiden sicher auch Konkurrenten sind, auf längere Sicht.

    Twitter ist in meinen Augen keine Konkurrenz. Dafür fehlt Twitter einfach ein Geschäftsmodell. Und das sehe ich auch nicht wirklich kommen.

    Amazon ist ein toller Shop mit gutem Service, aber furchtbarer Website. Ich denke nicht, dass Amazon da noch groß irgendwelche sozialen Features rein bekommt.

    Es bleibt jedenfalls spannend. Wenn man sieht, wie viel in den letzten Jahren passiert ist und das Firmen innerhalb von ein paar Jahren ganz groß werden können, dann erwartet uns sicher noch die ein oder andere Überraschung.

  21. meint

    Hallo, was hier gerne aus Betriebsblindheit übersehen wird – der normale User braucht überwiegend nur das, was Facebook ihm bietet.

    Ich fahre jeden Tag fast drei Stunden mit der Bus und Bahn (die Zeit nutze ich übrigens, um http://www.umstellung.info aufzubauen) und kriege da viele Gespräche mit. viele Schüler, Studenten und andere junge Leute sind fast nur noch auf facebook unterwegs. Für die ist “facy gehen” zum synonym für “online gehen” geworden…

    Ich bin mir sehr sicher, dass es in den nächsten Jahren ganz überwiegend auf facebook zuläuft, besonders was Otto Normaluser angeht.

  22. meint

    @Twitter: es gibt jetzt einen neuen CEO und bereits Premium Accounts die eine Phase der Monetarisierung bei Twitter einläuten. Das Geschäftsmodell bei Twitter ist wie bei vielen anderen Social Networks recht einfache: Nutzer (kostenlos) binden und danach über Werbung und Premium Accounts Geld einnehmen. Ditto bei Linkedin, welches jetzt bald auch in D stärker in den seriösen Networking Sektor eindringen wird.

    @Amazon: ein großer Teil des Geschäftserfolgs von Amazon basiert auf den sozialen Features wie Bewertungen und Kommentaren zu den Produkten. Außerdem gibt es noch ein sehr gut laufendes Partnerprogramm, welches ebenfalls über Empfehlung funktioniert. D.h. normale Kunden werden zu Affiliates, die ihre “Credibility” einsetzen um Amazon Produkte für 4% Commission zu verkaufen. Funktioniert sehr, sehr gut.

    @youtube: wie gesagt, Google besitzt eines der mächtigsten Social Networks mit youtube und weiß auch wie man so etwas führt und vermarktet. Es wäre hier also eher angebracht youtube mit facebook zu vergleichen bzw. facebook mit Linkedin.

    Trotz aller Kritik an diesem Artikel: sin hängt sich schön an den Google vs. Facebook Trend an und sorgt durch den kontroversen Inhalt für massig Kommentare ;-)

  23. meint

    Ich sehe noch nicht, dass die Premium Accounts Twitter insgesamt ausreichend monetarisieren. Alle anderen großen Anbieter nehmen den Großteil über Werbung ein. AdWords/AdSense ist da ja auch nichts anderes. Und das wird bei Twitter nicht funktionieren.

    Ich liebe Amazon, nicht falsch verstehen. Und natürlich sind die sozialen Features wie die Bewertungen wichtig. Aber es ist und bleibt ein Shop. Man wird dort nur unterwegs sein, wenn man was kaufen will. Die soziale Komponente ist also doch recht gering.

    Youtube ist mit Sicherheit schon ein soziales Netzwerk. Dass Google aber nun ankündigt, dass es mit Google Me die sozialen Features seiner einzelnen Angebote (z.B. auch Youtube) ausbauen und verknüpfen will, zeigt doch deutlich, dass Google weg vom reinen Suchmaschinen-Anbieter hin zu mehr sozialem Netzwerk will.

    Die Suchfunktion ist aktuell natürlich noch das große Plus von Google. Aber in dieser Form wird die Suche in 5 oder 10 Jahren nicht mehr funktionieren. Auch da wird der soziale Netzwerkeffekt sicher seine Spuren hinterlassen.

    Es bleibt auf jeden Fall spannend und ich werde wohl in Zukunft noch den einen oder andere Trend-Artikel zu diesem Thema schreiben können. ;-)

  24. meint

    Der Artikel ist wirklich interessant, jedoch finde ich nicht, das es nur 2 Big Player gibt, die den Onlinebereich beherrschen und diktieren können. Für mich zählen auf jeden Fall noch Kozerne wie Ebay und Amzon dazu. Hier hat man schon funktioniertende Geschäftsmodelle mit einem Abrechnugsssystem in den eigenen Reihen das tadellos funktioniert und was noch wichtiger ist, Ebay und Amazon habe noch nicht mal richtig angefangen ihr Potenzial zu nutzen. Ebay baut seit einigen Monaten Werbeanzeigen in die Seite ein, was schon mal ein erster Schritt ist, Amazon hingegen hat ein riesiges schlummerndes Potenzial, das wirklich explodieren könnte und wenn diese beiden sich noch in den Scuhmaschinen oder Social Network Markt einmischen wird es bestimmt interessant, dann Amazon und Ebay haben schon Millionen von Nutzern mit eigenen Zugangsbereich, den man sicherlich mit einem Social Network Angebot verknüpfen könnte und auch über diesen Bereich Geld verdienen und zwar nicht wenig. Aber das ist alles nur Spekulation.

  25. meint

    Also eBay sehe ich eher kritisch. Da bin ich der Meinung, dass eBay seine beste Zeit eher hinter sich hat. Zumindest sehe ich da kein riesiges Wachstumspotential.

    Und Amazon ist natürlich ein Big Player. Trotzdem sehe ich Amazon nicht in einer Liga mit Google und Facebook.

  26. Christian meint

    Ich gehöre zur Altergruppe ü35 und habe mehrmalig versucht Facebook und Twitter etwas abzugewinnen. Bin bisher gescheitert, denn ich habe nichts gefunden, dass diese beiden Dienste zu einem “must have” für mich gemacht hätte. Halte es deshalb für reine, sinnlose Zeitverschwendung und möchte mir nicht irgendwann einmal sagen müssen, dass ich kostbare Lebenszeit durch Belanglosigkeiten geopfert hätte.
    Ich bin aber zB. bei wkw, was ja irgendwie ähnlich wie Facebook ist. Allerdings bin ich da nur, weil ich dort verschollen gedachte Freunde und Bekannte aus meiner Schul- und Jugendzeit getroffen habe. Hin und wieder wird sich mal ausgetauscht und das wars denn auch schon.

    Vielleicht ist es ja auch nur eine Altersfrage.
    Jedenfalls bemühe ich Google mehrmals täglich und finde daher auch, dass Google vs. Facebook = Äpfel gegen Birnen ist.
    Google ist für mich in erster Linie eine Suchmaschine.

  27. meint

    @christian, ich war auch bei WKW und habe mich da inzwischen abgemeldet. Kontakt zu alten Schulfreunden und Kollegen halte ich besser über Facebook – und ja, ich bin auch 35+.
    lg, severin

  28. Christian meint

    @ severin (#28):

    Von meinen Bekannten lümmelt dort aber keiner rum. Auch keiner der u30 ist. Wozu drölfnölfzig Portale, wenns auch eins tut.

  29. meint

    Wo wir gerade dabei sind die Altersgrenze hier anzuheben:wink:Ich bin über 40 und fang mit Twitter und Facebook gerade erst an. Zu meinem Erstaunen ist gerade Twitter für meinen Blog tatsächlich fördernd. facebook weiß ich noch nicht. ich renne nicht jedem trend hinterher aber ausprobieren schadet ja nicht.

  30. meint

    Schön, dass das Thema so kontrovers diskutiert wird. Stehe ich drauf :-)

    @peer: Vielleicht sollte man differenzieren. Facebook kommunizierte pr wirksam ja auch immer gerne, dass sie Google den Markt streitig machen wollen. Aber Endeffekt ist es ein Kampf um die Werbebudgets und nicht in erster Linie um die User. Google versteht es immer noch am Besten durch Innovativität in der Marketing Steuerung die betse Kosten/Nutzen Relation zu und darüber Marketingbudgets zu akkumulieren. Facebook bzw. alle Social Networks haben vom beginn an das große Problem der Monetarisierung des ohne Zweifel vorhandenen riesigen Traffics.

    Betrachtet man aber diesen Traffic auf Qualität was die Transaktionsfreude der User angeht ist es kein Vergleich mit einem User der gerade z.B. gezielt nach einem Produkt sucht. Diese Kombination mit den enormen Möglichkeiten, die das Adwords Interface an Analyse- und Optimierungsmöglichkeiten bietet macht das Modell Google zur derzeit unerreichbaren Messlatte.

    Das einzige was Google da in die Quere kommen könnte sind die User, die zu einer anderen Möglichkeit der Navigation im Internet wechseln. Facebook bietet soziale Kontakte, aber keine Navigation für das gesamte Netz.

    Kurz und knapp: Kampf um Marketingbudgets ja aber nur ernst zu nehmen, wenn Facebook ein gleichwertiges Werbesystem mit ähnlicher Kosten/Nutzen Relation anbietet, Kampf um Traffic Nein, dafür zu weit auseinander was die Intention der User angeht.

  31. meint

    @christian: letztlich ist entscheidend, in welchem netzwerk sein umfeld aktiv ist; da gebe ich Dir recht!

    @karin: bei mir ist facebook ein besserer Trafficlieferant als twitter. allerdings beide noch überschaubar (<2% des Traffics).

  32. meint

    Keine Frage, Google hat viel Macht und wird die nicht über Nacht verlieren. Aber auch das Beispiel Amazon zeigt, wie wichtig persönliche Empfehlungen sind. Für viele mittlerweile wichtiger als Suchergebnisse oder ähnliches.

    Wenn es Facebook schafft, die Nutzer so zu aktivieren, dass diese Produkte, Websites etc. aktiv empfehlen und z.B. neue Funktion wie die Facebook Questions erfolgreich werden, dann kann das in gewisser Weise der klassischen Suche Konkurrenz machen.

    Völlige Spekulation: Was wäre, wenn Facebook Bing integriert. Verlassen die 500 Millionen Facebook Nutzer die Seite und nutzen dann noch Google? Wie gesagt, ist Spekulation.

    Es bleibt auf jeden Fall spannend.

  33. meint

    Werde morgen früh einen Beitrag bei mir im Blog http://www.online-marketing-deutschland.de veröffentlichen mit dem Titel “Facebook vs. Google Diskussion ist derzeit überflüssig”
    Ist geschrieben und geplant für 9:31 Uhr. Wen es interessiert!

    @peer: da kommt die mit bing bzw. yahoo spekulation auch drin vor. ;-)

  34. meint

    Hallo,

    meiner Meinung nach wird der Siegeszug von Facebook schon bald zum Stillstand kommen. Die Leute werden feststellen, dass Social Networks letztendlich nur Zeit kosten und dass das Leben anderer in vielen Teilen gar nicht so spannend ist wie es auf den ersten Blick erscheint.

    Der Hunger nach den Aktivitäten, Bildern usw. anderer wird bereits in einigen Jahren gesättigt sein…

    Grüße

    Gretus

  35. Caro meint

    @ Gretus: Um ehrlich zu sein, kann ich mir kaum vorstellen, dass Social Networks komplett aus unserer Gesellschaft verschwinden werden. Es mag sein, dass man iwann auf den Trichter kommt, dass es einem die Zeit raubt und man sich abmeldet, aber du darfst nicht die Nachzügler vergessen, die sich im gleichen Atemzug anmelden werden. Die Internetuser werden ja auch immer jünger. Wenn ich mit 26 abmelde, weil ich gesättigt bin, möchte meine kleine Schwester mit 13 wahrscheinlich endlich ihren ersten eigenen Account. Ich glaube da an einen Kreislauf und Facebook wird sich nicht einfach so aus der Mode kommen wie bspw. ein Tamagotchi vor einigen Jahren.

  36. meint

    Obwohl mir dein Fazit sehr gut gefällt, frage ich mich immernoch, wie man dazu kommt, eine Suchmaschine mit einer Community zu vergleichen. Ist doch klar, dass hier keine eindeutigen Ergebniss herauskommen. Besonders finde ich es unrichtig, die schwarzen Zahlen aus dem Spiel zu lassen. Denn wieviele Nutzer sind wissentlich bei ihnen angemeldet? Hm.
    Wenn einer gewinnen muss, tut es bei mir auf jeden Fall Google. Ohne Google würde ich kaum noch fähig sein, etwas zu finden – außer mit anderen Suchmaschinen. Und auch wenn Google in Sachen Datenschutz sicher noch einige naja Verbesserungsmöglichkeiten hat, ist es für mich doch die vertrauensvollste und würdigste Seite, um bei sowas zu gewinnen – auch wenn ich viel Respekt von Googles Macht habe.

    Zu Caro und Gretus: Jain. Ich glaube, es wird in nächster Zeit andere Formen von Communitys geben, die besser aufgeräumt sind und anderes, vor allem mehr bieten. Die Fehler hat man ja nun alle gemacht, man weiß, wie es um die Sicherheit im Internet steht. Ich hoffe, man wird aus den Fehlern lernen und auf langfristige Sicht Systeme finden und Communitys gründen, die ausgereift sind und auf die Öffentlichkeit losgelassen werden dürfen.

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