Bannermarktplätze – Tipps und Alternativen

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Gestern habe ich ausführlich meine Erfahrungen mit Restplatzvermarktern beschrieben und einige davon vorgestellt.

Heute möchte ich da ansetzen und Tipps geben, auf was man bei der Nutzung von Banner-Marktplätzen achten sollte.

Zudem schaue ich mir die Vor- und Nachteile von Bannernetzwerken an und überlege, für wen sich das überhaupt lohnt.

Zum Ende zeige ich noch die ein oder andere Alternative und verliere ein paar Worte zu Premium-Vermarktern.

Auf was sollte man achten?

Auf was sollte man bei der Auswahl und der Nutzung von Banner-Marktplätzen achten?

  • TKP
    Zuerst ist da mal der TKP, also der Tausender Kontakt Preis. Das ist eine Abrechnungsmethode, die pro 1.000 abgerechneter Einblendungen eines Banners einen Betrag X bezahlt. Hat man z.B. einen TKP von 2 Euro und 10.000 Bannereinblendungen, dann verdient man mit diesem Banner 20,- Euro.

    Wer nun aber seine Statistik her nimmt und die Zahl der PageViews mit dem TKP multipliziert ist auf dem Holzweg.

    Zum einen liegen die TKPs der Restplatzvermarkter meist deutlich unter 1 Euro und zum andern ist die Auslastung meist viel geringer als 100%. Ich hatte bei früheren Tests so 10-20%. Da habe ich bei 100.000 Seiten pro Monat nur 10.000-20.000 Bannereinblendungen zu Buche stehen gehabt und damit natürlich niedrige Einnahmen.

  • Fallback-Banner
    Die meisten Banner-Marktplätze bieten eine Option an, wo man einen eigenen Code als Fallback einpflegen kann. Das kann der eigene AdSense-Code sein oder z.B. ein Affiliate-Banner.

    Dieser Code wird immer dann im Bannerplatz angezeigt, wenn das Banner-Netzwerk kein Werbekunden-Banner ausliefern kann oder z.B. die Frequency Cap zuschlägt.

  • Frequency Cap
    Stichwort “Frequency Cap”. Damit versuchen Werbekunden zu vermeiden, dass ein Banner nicht x-mal der selben Person innerhalb kürzester Zeit angezeigt wird.

    Aus Werber-Sicht ist das nachvollziehbar. Für Website- und Blog-Inhaber bedeutet das aber, dass eben nicht für jeden Seitenaufruf ein Werbebanner eingeblendet wird. Dabei gibt es verschieden lange Frequency Caps. 1 Stunde ist noch Okay. 24 Stunden in meinen Augen zu lang.

    Man sollte also darauf achten, dass man möglichst wenige Kampagnen mit Frequency Cap einsetzt. Und es hilft auch viele Kampagnen zu haben, da dann eben eine andere Kampagne eingeblendet wird.

  • Laufzeit
    Es ist nervig, wenn eine Bannerkampagne nur ein paar Tage läuft. Man prüft diese und schaltet sie frei und ein paar Tage später fängt man von vorne an.

    Idealerweise hat die Kampagne eine längere Laufzeit oder ein offenes Ende.

  • automatische Buchung
    Nicht ganz so einfach ist die Sache mit der “automatischen Buchung”. Damit ist gemeint, dass neue angebotene Kampagnen automatisch freigeschaltet werden und auf eurer Seite erscheinen. Das verursacht zwar weniger Arbeit, da man nichts mehr freischalten muss. Aber dafür landen evtl. auch unseriöse oder unpassende Banner auf euren Seiten.

    Ich bevorzuge die manuelle Freigabe von Kampagnen, wobei das sicher auch Thema-abhängig ist.

  • thematisch passende Kampagnen
    Zudem sollte man darauf achten, dass man nur thematisch passende Kampagnen freischaltet. Werbung ist für viele User sowieso schon nicht so toll. Wenn man dann noch total unpassende Banner einblendet, dann kann das viele User verärgern und das eigene Image verschlechtern.

    Gerade wenn man sich z.B. mit einem Blog einen Ruf aufbaut und treue Stammleser gewinnen will, sollte man nur thematische passende Werbung freischalten.

  • Aufnahmebedingungen
    Teilweise gibt es Aufnahmebedingungen bei Banner-Marktplätzen. Während der Großteil der gestern vorgestellten Netzwerke keine Mindestanforderungen stellt (außer die üblichen, wie legale Inhalte, kein Rassismus etc.), gibt es auch viele Banner-Marktplätze, die z.b. ein Minimum an Besuchern und/oder Seitenaufrufen verlangen.
  • Above the Fold
    “Above the Fold” bedeutet, dass die Banner sofort beim Laden der Seite sichtbar sein müssen und nicht im Footer “versteckt” sind. Auch das halte ich grundsätzlich für nachvollziehbar. Man habt aber nicht unendlich Platz in diesem Bereich und sollte sich gut überlegen, was man dort einbaut. Nicht jedes Netzwerk verlangt “Above the Fold”.
  • Auszahlung
    Sowohl die Auszahlungsgrenze, als auch die Auszahlungsmethode solltet ihr euch vorher anschauen. Sonst wartet man ggf. sehr lange auf sein Geld. Oder die Auszahlung geht nur über einen bestimmten Weg, den man bisher nicht genutzt hat.
  • Exklusiv und Kündigung
    Noch 2 Dinge, auf die man achten sollte. Zum einen gibt es Netzwerke, die eine Website exklusiv vermarkten wollen. Das bedeutet, dass man selber keine anderen Werbebanner einbauen kann, was dann z.B. auch auf Affiliate-Banner zutrifft.

    Zum anderen sollte man darauf achten, dass man zeitnah den Dienst kündigen kann. Wenn man einen Dienst testet und merkt, dass der nichts bringt, dann wäre es ärgerlich, wenn es eine dreimonatige Kündigungsfrist gibt. Das gibt es bei Restplatzvermarktern zwar nicht, aber bei Premium-Vermarktern.

Vor- und Nachteile von Bannernetzwerken

Vorteile

  • Man hat kaum Arbeit damit. Code einbauen und Kampagnen freischalten. Die Direktvermarktung ist da viel aufwändiger.
  • Man erreicht darüber viele Werbekunden, die man direkt nie bekommen würde.
  • Die Nutzung eines Fallback-Banners sorgt für weniger Risiko. So kann man auch AdSense oder ein Affiliate-Banner einsetzen, wenn das Netzwerk kein Banner liefert.
  • Gerade für Nischen ohne direkte Werbekunden ist das eine gute Alternative. Es gibt einfach Themen, da gibt es keine kleinen Firmen, die bei einem werben wollen (z.B. Kinofilme).

Nachteile

  • Niedrige TKPs sind eines der Hauptprobleme. Man braucht schon sehr viele Besucher um damit dann was anständiges zu verdienen.
  • Die Auslastung ist das 2. große Problem. Bei meinen Tests hat es kein Netzwerk geschafft, eine anständige Auslastung hinzubekommen. Es gab einfach zu wenig Werbekampagnen und die hatten zu hohe Frequency Caps.
  • Vor allem die Kombination aus den beiden eben genannten Nachteilen ist tödlich.

Für wen lohnen sich Banner-Marktplätze?

Das ist pauschal natürlich so genau nicht zu sagen. Aber wenn ich die Sache von der anderen Seite aufziehe, dann schaue ich einfach, ob jemand mit anderen Einnahmequellen mehr verdienen kann.

So sind thematisch fokussierte Blogs und Websites oft sehr interessant für direkte Werbekunden, da diese bestimmte Zielgruppen ohne Streuverlust ansprechen wollen. Das hängt aber auch von der Branche ab. Geht es um Software, dann finden sich z.B. meist recht gut Werbekunden. Geht es um Zimmerpflanzen wird das schon schwieriger.

Sehr problematisch ist es bei Blogs und Websites mit sehr vielen verschiedenen Themen. Da werden viele Firmen kein Interesse haben, da nur ein Bruchteil der Besucher zu ihrer Zielgruppe gehören. Da sind Banner-Netzwerke oft die bessere Wahl.

Zudem kann man sicher sagen, dass sich Banner-Netzwerke eher lohnen, wenn man viele Besucher hat. Ab gewissen Grenzen kann man dann auch auf Premiumvermarkter zurückgreifen, die sich deutlich mehr lohnen als Restplatzvermarkter.

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Alternative AdSense

Google AdSense stellt durchaus eine Alternative dar. Neben den AdSense-Textanzeigen bietet Google AdSense ja auch Banner- und sogar Video-Anzeigen an.

Das sollte man auf jeden Fall mal testen und prüfen, ob diese evtl. sogar lukrativer sind, als die Banner-Marktplätze.

Alternative Direktvermarktung

Eine weitere Alternativ ist die Direktvermarktung. Ich will dazu hier aber gar nicht viel schreiben.

Stattdessen empfehle ich euch mein kostenloses eBook “Geld verdienen mit Bannerwerbung“.

Darin findet ihr massig Tipps und meine Erfahrungen zu dem Thema.

Alternative Affiliate Marketing

Wer nicht so viele Besucher hat, diese aber aus einer bestimmten Zielgruppe stammen und kaufwillig sind bzw. ein bestimmtes Bedürfnis haben, der sollte sich mal mit Affiliate Marketing beschäftigen.

Bei der richtigen Zielgruppe und den passenden Partnerprogrammen kann das sehr lohnend sein.

Dazu empfehle ich die Lektüre meiner Artikel-Serie “Affiliate Marketing” und die Teilnahme an meinem kostenlosen eMail-Seminar “profitable Affiliateprogramme finden”.

Erfahrungen mit Premium-Vermarktern?

Abschließend noch ein paar Worte zu meinen Erfahrungen mit Premium-Vermarktern.

Als mein Blog die Grenze von 100.000 PageViews im Monat überschritten hatte glaubte ich, dass ich mit Premium-Vermarktern nun durchstarten könnte.

Allerdings war es nicht ganz so. Die wirklich richtig guten Premium-Vermarkter werden erst bei 500.000 oder 1.000.000 PageViews pro Monat aktiv.

Ich habe auch den einen oder anderen “halben” Premium-Vermarkter testen können und die Ergebnisse waren eher durchwachsen.

Mit “halb” meine ich, dass diese keine exklusive Vermarktung durchführen, aber doch deutlich besser TKPs anbieten, als die Restplatzvermarkter.

Seit gut 2 Monaten teste ich nun noch einen neuen Premium-Vermarkter in meinem Blog und nach einem langsamen Beginn bin ich aktuell ganz zufrieden mit den Einnahmen.

Bevor ich Details darüber sage, möchte ich mir aber erst das Okay des Vermarkters holen. Trotzdem kann ich sagen, dass die Einnahmen sehr deutlich über dem liegen, was ich jemals mit den gestern vorgestellten Restplatzvermarktern verdient habe.

Ich denke, dass ich zum Thema Premium-Vermarkter sicher noch das ein oder andere schreiben werde. Gerade auch deshalb, weil es eben nicht nur die “ab 1 Mio. PageViews Premium-Vermarkter” gibt.

Ich hoffe meine beiden Artikel zu Banner-Marktplätzen waren interessant und haben dem einen oder anderen geholfen.

Ich werde in den nächsten Tagen nochmal eine Liste mit Bannermarktplätzen zusammenstellen und veröffentlichen. So etwas findet man im Web leider kaum.

Hier geht’s zum ersten Artikel “Bannermarktplätze als Einnahmequelle für Websites und Blogs“.


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Kommentare

  1. Nathanael meint

    Guter Artikel. Für mich lohnt sich im Moment die Bannerwerbung noch nicht, mit den paar Besuchern die ich täglich habe. Witzigerweise bekomme ich zur Zeit den meisten Traffic von selbständig-im-netz.de :lol:
    Muss wohl mal das Newsletter Archiv mit den Traffic Tipps umsetzen, denn die Besucher von hier entsprechen nicht ganz meinem Zielpublikum. Diese Tipps hier werde ich zu gegebener Zeit bestimmt auch umsetzen.

  2. Loco meint

    Tja dann heißt es warten auf deinen Artikel zu den Premium-Vermarktern, denn dieser war zwar aufschlussreich, jedoch wenig hilfreich.

  3. meint

    Also für Anfänger und Einsteiger war der Artikel durchaus hilfreich. Er ist es sogar immer noch ;) :P

    Denn er gibt eine gute Übersicht über die gesamte Thematik, insbesondere, wenn man den gestrigen Artikel noch mit hinzu nimmt.

    MICH lässt es jedenfalls einiges klarer sehen ;)

  4. meint

    Danke für diese zweiteilige Serie (ich gehöre ja auch zu jenen, die diesbezüglich bei Dir nachgefragt haben).
    Wegen der niedrigen Auslastung sollte man auf alle Fälle eine Alternative wie Adsense laufen lassen. Und da lässt sich dann nach 1-3 Monaten schnell sagen, ob sich das ganze lohnt. Und ist schon so, rein mit Werbung über solche Vermarkter oder Adsense lässt sich nicht viel Geld verdienen (selbst bei 100’000 Impressionen sind das bei einem TKP von 0.5Euro nur 50 Euro im Monat). Da ist wohl meist ein passendes Affiliate-Produkt oder halt die Direktvermarktung finanziell interessanter.
    Bin jedenfalls ebenfalls gespannt auf den Bericht zu Deinem aktuellen Premium-Vermarkter!

  5. meint

    Hallo,

    hatte mal 2,5 Monate lang Affiliate getestet, Klickrate nur im Promilie-Bereich, trotzdem noch viele Klicks, aber keine Sales oder Leads und damit auch keinen einzigen Cent.

    Für mich ist Adsense vorläufig die bessere Wahl – für die Werbekunden eher Affiliate.

    Daniel :smile:

  6. meint

    ab der Größe, ab der Vermarkter Sinn machen, kann man eigentlich auch schon darüber nachdenken mit einem Vermarkter einen exklusiven Vertrag auszuhandeln, um bessere Konditionen zu bekommen.

  7. meint

    @ Daniel: Es kommt halt darauf an, für welche Themen Du ein Affiliate-Programm einbindest. Ich kenne mich bei Deinen techniklastigen Themen nicht aus, aber sicher gibt es Programme/Software, eBooks, Bücher und anderes was zu Deiner Seite passt. Ist halt dann mit Aufwand verbunden. Am besten gehtst die Top10 Deiner in den letzten 30 Tagen meistbesuchten Seiten durch, suchst Dir jeweils 1 passendes Affiliate-Programm und bewirbst das noch im Content selbst.

  8. Sarah meint

    also bei diesen marktplätzen ist das immer so eine sache, ich persönlich habe mit adscale beispielsweise sehr schlechte erfahrungen gemacht as die auslieferung der werbemittel angeht, also da muss man viel ausprobieren

  9. Franky meint

    Also ich nutze nun schon einige Monate einen Bannermarktplatz und bin nun tatsächlich bei einer Auslastung von fast täglichen 100%. Man muss halt einige Zeit warten, bis man genug Kampagnen dafür zusammen hat, aber dann läuft es ordentlich.

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