Nachdem es letzte Woche noch so aussah, als ob die Verabschiedung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) reine Formsache sei, hat sich ein merkwürdiges Bündnis im Landtag von Nordrhein-Westfalen dazu entschlossen, das Gesetz abzulehnen.
Das ist erstmal natürlich eine gute Nachricht für viele Website- und Blog-Betreiber, die sich schon ernsthaft Sorgen gemacht haben. Ich habe in meinem Artikel zwar erläutert, dass es bei weitem nicht die Konsequenzen hat, die in der ersten Panik befürchtet wurden, aber natürlich ist die Abwälzung der Beurteilung der eigenen Inhalte nach Altersgruppen-Eignung eher ein Schildbürgerstreich, als ein sinnvoller Beitrag zum Jugendschutz.
Denn schließlich lag das große Problem nicht im Vorhaben selber, was ich an sich nicht schlecht finde, sondern in der Tatsache, dass man aus Privatleuten und Selbständigen Jugendschutz-Experten machen wollte. Aber dafür gibt es nicht umsonst Experten.
Wie auch immer, nun scheint der neue JMStV erstmal vom Tisch und es stellt sich die Frage was nun kommt.
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