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Die richtige Einstellung für Selbständige –
10 wichtige Voraussetzungen
Peer Wandiger - 30 Kommentare - Existenzgründung, Selbständig - Ähnliche Artikel


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Es gibt eine Menge Dinge in denen sich eine Selbständigkeit von dem Leben als Angestellte/r unterscheidet.

Der vielleicht wichtigste Unterschied ist die richtige Einstellung zur Selbständigkeit.

Genau daran scheitern viele Selbständige. Ich schaue mir heute mal an, was die richtige Einstellung für Selbständige ausmacht und woran viele scheitern.

Selbständig sein

Selbständigkeit ist zwar laut Studien für viele Deutsche mittlerweile eine mögliche Alternative zur Arbeitslosigkeit, aber damit fangen die Probleme eigentlich schon an.

Denn die Selbständigkeit sollte weder ein Notfallplan im Falle einer Arbeitslosigkeit sein, noch haben viele Deutsche die richtige Vorstellung bzw. die richtige Perspektive, wenn sie an die Selbständigkeit denken.

Wenn ich mit Angestellten spreche, dann höre ich oft folgendes:
“Selbständigkeit bedeutet Freiheit. Man kann arbeiten wann man will und man verdient sehr gutes Geld.”

Das mag im Idealfall auch so sein, aber die meisten sehen nur ein Idealbild der Selbständigkeit, übersehen dabei aber etwas wichtiges.

Selbständig werden

Der Weg dahin ist mit viel Arbeit und Zeit gepflastert. Genau darüber machen sich viele keine Vorstellung.

Im Kopf muss man bereit sein, den Weg zu gehen und zwar nicht nur um irgendwann Reich zu sein und viel Freizeit zu haben, sondern um den Weg an sich zu gehen.

In der Selbständigkeit ist eine Vision zwar sehr wichtig (weiter unten dazu mehr), aber vor allem ist der Weg das Ziel.

Und wer in die Selbständigkeit startet, weil er mehr Freizeit haben möchte und viel Geld verdienen will, wird sich schneller als ihm lieb ist auf dem harten Boden der Realität wiederfinden.

Aber was macht nun die richtige Einstellung für einen Selbständigen aus?

Die richtige Einstellung für Selbständige

Im Folgenden möchte ich 10 Dinge auflisten, die meiner Erfahrung nach wichtig für die richtige Einstellung als Selbständiger sind.

Dabei ist die Liste aber natürlich nicht in Stein gemeißelt. Jeder ist anders und so können auch einzelne Punkte abweichen oder dazukommen. Viele der unten aufgelisteten Voraussetzungen sind aber meiner Meinung nach für jeden Selbständigen wichtig und sorgen in der Summe für die richtige, die erfolgreiche Einstellung.

Die folgenden Punkte sind alphabetisch geordnet.

  • Disziplin
    Immer wieder sehe ich Blogger und Website-Betreiber die sich ein erfolgreiches Internet-Projekt aufbauen wollen, aber nur dann daran arbeiten, wenn sie gerade Lust dazu haben, motiviert sind oder die Muse sie geküsst hat. So wird man einfach nicht erfolgreich. Erfolgreiche Selbständigkeit bedeutet eben auch Disziplin.

    An Tagen wo man keine Lust hat aufzustehen trotzdem an die Arbeit zu gehen, obwohl da kein Chef ist, der mit Konsequenzen droht. Genau diese Disziplin macht oft den Unterschied zwischen Erfolgreich und Scheitern aus.

    Das erkennt man oft auch daran, dass Sätze fallen wie “Da gibt es einfach keinen Markt” oder “Ich kann machen was ich will, es wird einfach nicht mehr.”. Leider suchen die meisten die Schuld überall, nur nicht bei sich selbst.

  • Es wirklich wollen
    Ein ganz wichtiger Punkt, der vielleicht trivial erscheint. Aber deshalb habe ich weiter oben z.B. geschrieben, dass die Selbständigkeit keine Notfalllösung gegen die Arbeitslosigkeit sein darf.

    Man muss 100% selbständig sein wollen. Nur dann wird man die Ausdauer, die Disziplin und auch die Opfer aufbringen können, um erfolgreich zu sein.

  • Geld verdienen
    Während man als Angestellter eigentlich nur an das Fachliche denken muss, geht es beim Selbständigen letzten Endes darum Geld zu verdienen. Es sind schon so viele fachlich sehr fähige Selbständige gescheitert, weil sie nicht verstanden haben, dass man Geld verdienen muss.

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    Das hat nichts damit zu tun, dass man Kunden über den Tisch zieht. Aber man muss seine Tätigkeiten, seine Leitungen, sein Sortiment etc. primär darauf ausrichten Geld zu verdienen. Wer nur an seine fachlichen Dinge denken möchte, der sollte angestellt bleiben.

  • Generalist statt Experte
    Diese Punkt hat auch viel mit dem vorherigen zu tun. Statt “nur” ein Experte in einem Fachgebiet zu sein und damit sicherlich als Angestellter sehr gute Chancen zu haben, muss man als Selbständiger alles machen.

    Natürlich gibt es Möglichkeit zum Outsourcing, aber sehr viele Dinge muss man vor allem zu Beginn selber machen. Man sollte Planer, Kreativer, Vertriebler, Servicemitarbeiter, Controller etc. in einer Person sein. Und man sollte im Kopf dafür bereit sein und es nicht als lästige Pflicht ansehen.

  • Langfristig denken
    Die allermeisten Selbständigen werden nicht über Nacht erfolgreich. Wer kurzfristig an Profit denkt und dabei langfristige Folgen außer Acht lässt, wird selten erfolgreich sein und bleiben.

    Stattdessen ist es wichtig, dass man einen langen Atem hat und das hängt natürlich auch wieder mit anderen Punkten in dieser Liste, wie etwa dem “Es wirklich wollen” zusammen. Zudem ist fast nichts geiler (sorry ;-) ), als sich etwas längerfristig aufzubauen und dann irgendwann davon zu profitieren.

  • Selbstvermarktung
    Auch wenn ich den Generalisten schon erwähnt habe, so bedarf der Punkt “Selbstvermarktung” nochmal einer gesonderten Erwähnung. Es ist extrem wichtig selbst für neue Kunden zu sorgen und seine Leistungen, Produkte oder eben sich selbst zu verkaufen.

    Niemand da draußen hat auf euch gewartet und niemand wird eure reale oder virtuelle Tür einrennen, nur weil ihr nun Selbständig seid. Und es reicht auch nicht, einfach nur sehr gute Sachen anzubieten. Sowohl online, wie auch offline ist die Informationsflut riesig. Und da muss man sich aktiv Gehör verschaffen.

  • Spaß
    Noch vor ein paar Jahren hätte ich Spaß nicht als wichtige Voraussetzung für den Erfolg als Selbständiger gesehen. Schließlich gibt es Massen an Angestellten, die arbeiten und Geld verdienen, obwohl sie nicht wirklich Spaß haben.

    Aber mittlerweile bin ich mir sicher, dass die meisten nur dann erfolgreich selbständig sein werden, wenn sie auch Spaß daran haben. Ich wäre heute nicht da wo ich online und offline bin, wenn ich nicht Spaß an meiner Arbeit hätte. Und so bezeichne ich meine 10 oder 12 Stunden Tage auch nicht als Überstunden, sondern einfach als die Zeit in er ich an dem arbeite, was mir Spaß macht.

  • Umgang mit Hindernissen
    Als Selbständiger wird man sehr oft auf Hindernisse stoßen. Natürlich könnte in der Theorie alles glatt laufen, aber in der Praxis liegen immer wieder Steine im Weg und die Dinge laufen nicht so,wie sie sollten.

    Hier zeigt sich eine weitere sehr wichtige Voraussetzung für den Erfolg als Selbständiger. Stecke ich den Kopf in den Sand oder gebe ich erst recht Gas und überwinde die Hindernisse?

    Etwas ignorieren, vor sich herschieben oder anderen aufbürden funktioniert möglicherweise als Angestellter. Als Selbständige muss man Problem lösen und Hindernisse überwinden. Und das möglichst sofort.

  • am Unternehmen arbeiten und nicht nur im Unternehmen
    Ebenfalls ein wichtiger Punkt, den ich hier im Blog schon öfter genannt habe. Viele Selbständige versinken in der täglichen Arbeit und wundern sich nach 10 Jahren, warum sie immer noch nicht viel besser dastehen als damals. Es reicht eben nicht hart zu arbeiten, sondern man muss auch smart arbeiten.

    Und dazu gehört, dass man seine Selbständigkeit/seine Firma auf- und ausbaut. Das muss nicht immer gleich Angestellte etc. bedeuten. Aber es bedeutet einfach, dass man mit der selben (oder sogar weniger) Investition an Zeit und Arbeitskraft mit der Zeit mehr verdient.

    Das kann sein, in dem man nicht nur projektbezogen Leistungen erbringt, sondern z.B. Software entwickelt, die man an viele verkaufen kann, ohne bei jedem Kunden wieder bei 0 anzufangen. Oder man bindet Kunden an sich und kassiert so regelmäßig Geld für weitere Leistungen oder Produkte. Oder man spezialisiert sich und erhält so mit der Zeit immer mehr Geld für seine eigenen Leistungen.

    Oder man versucht 1:n Einkommensströme (statt 1:1) aufzubauen. Das ist eine meiner Lieblings-Strategien.

  • Vision
    Last but not least ist es natürlich auch wichtig eine Vision zu haben. Diese kann sehr motivierend sein, wenn man sich gerade mal wieder etwas quälen muss oder Hindernisse einem dem Weg versperren.

    Ich habe allerdings keine exakte Vision die ich befolge. Stattdessen ist es eher das ganz oben genannte Gefühl der Unabhängigkeit und Freiheit, die man irgendwann verspürt. So habe ich unter anderem das kleine Ziel “Kunden auch ablehnen können” mittlerweile erreicht und es ist sehr angenehm nicht jeden Kunden nehmen zu müssen.

    Wer aber keine langfristige Vision hat, der wird sich irgendwann trotz Spaß nicht mehr motivieren können.

Fazit

Die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Selbständigkeit sind nicht die Behördenwege, nicht die Buchhaltung, nicht die Rechnungsstellung, nicht die Preiskalkulation, nicht die Anzeige in der Zeitung etc.

Der wichtigste Erfolgsfaktor ist die innere Einstellung

Weitere Tipps für eine erfolgreiche Selbständigkeit.


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Kommentare
30 Kommentare und Trackbacks zu 'Die richtige Einstellung für Selbständige –
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Kommentare zu 'Die richtige Einstellung für Selbständige –
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  1. 1 Nathanael kommentierte am 05.01.2011 um 11:27 Uhr

    Hmm, mal wieder ein schöne Artikel Peer. Ich muss mir ehrlich eingestehen, da fehlen mir noch ein par Einstellungen oder Eigenschaften die man als Selbständiger mitbringen sollte. Ich hab aber auch noch etwas Zeit für meine Selbständigkeit. Wenn es dann wirklich soweit kommen sollte. :wink:

    LG
    Nathanael

  2. 2 Peer Wandiger kommentierte am 05.01.2011 um 11:38 Uhr

    Natürlich darf man auch anfangen, wenn man nicht alle Voraussetzungen erfüllt bzw. nicht weiß, ob man diese erfüllt.

    Oft merkt man z.B. erst nach der Gründung, ob man die Disziplin aufbringen kann und ich habe viele Voraussetzungen auch erst mit der Zeit entwickelt.

  3. 3 David kommentierte am 05.01.2011 um 11:42 Uhr

    Hey Peer :)

    was mich sehr interessiert, du hast doch Familie. Wie bringst du die denn in einem 10-12 Stunden Tag unter? Wenns zu persönlich ist, bitte über die Frage hinwegsehen, ansonsten würde mich das sehr interessieren :)

    Grüße
    David

  4. 4 Benjamin kommentierte am 05.01.2011 um 11:49 Uhr

    Schöner Artikel, ich finde aber, du schreckst nun zu viele Leute ab als dass du sie motivierst. Bei mir war es so, dass ich hin und wieder mal was anbot, dafür aber keine Rechnung geschrieben habe. Dann kam irgendwann der Tag, da bekam ich einen langfristigen Auftrag, Bedingung war aber eine Rechnung. Klar habe ich mich schon vorher über die Selbstständigkeit informiert, dann nochmal kurz abgecheckt und ganz kurzfristig zum Rathaus, 20 € mitgenommen und schon war ich selbstständig.

    Es ist aber in der Tat so, dass man sich aufrappeln muss, wenn man keine Lust hat. Denn keine Arbeit bedeuet kein Geld. Kann aber sein, dass ich das alles so locker sehe, da ich es nur neben meinem Studium mache und darauf nicht unbedingt angewiesen bin. Bin aber froh, den Schritt gemacht zu haben, denn aktuell verdiene ich je nach Art der Dienstleistung 15-30 € die Stunde, bin studentisch krankenversichert (ca 70 € im Monat) und schaue, dass ich im Jahr nicht über die 8004 € Gewinn komme, um keine Steuern zahlen zu müssen. Zum Vergleich, im Supermarkt Regale einzuräumen würde etwa 8 € die Stunde bringen, dazu muss man dann noch die Fahrtzeit rechnen (bei mir ca. 1 Stunde) ;)

    Ich beziehe mich mit meiner “Lockerheit” aber rein auf Internetdienstleistungen, da man hier in meinen Augen doch recht wenig beachten muss. Natürlich sollte man sich in seinem Fach auskennen, schon bevor man sich selbstständig macht, dann sollte man in meinen Augen aber nicht zurückschrecken. Es stellen sich meiner Ansicht nach zu viele Interessierte das alles viel zu kompliziert vor. Ich dachte früher auch, dass wird eine extreme Prozedur, bis man selbstständig ist und es gibt sooo viel zu beachten. Jetzt muss ich sagen, habe ich mir das viel zu kompliziert vorgestellt.

  5. 5 Nathanael kommentierte am 05.01.2011 um 11:49 Uhr

    Hi Peer

    Du hast natürlich Recht, manche Eigenschaften muss man sich wohl gezwungenermassen mit der Zeit aneignen wenn man sie noch nicht besitzt. Es ist bestimmt einfacher, wenn man den Grossteil bereits mitbringt. Aber wie du sagtest, oft weiss man das nicht.

    LG
    Nathanael

  6. 6 LexX Noel kommentierte am 05.01.2011 um 11:56 Uhr

    Wunderbar schöne Ansicht für Eigen-Verlinkung dieser Artikel und zugleich dem Leser etwas nützliches an Informationen zu bieten. Finde es immer wieder interessant wie gut und effektiv Du die Tipps welche Du vermittelst auch selber anwendest, Peer. :smile:

    Ich meine mal, es gibt genügend Projekte wo nur davon geschrieben wird WIE und WAS gemacht wird, aber selten es auch selber umgesetzt wird. So meinte Ich das jetzt, nicht das am Ende falsche Interpretationen aufkommen bezüglich meiner Aussage. ;)

  7. 7 Peer Wandiger kommentierte am 05.01.2011 um 13:13 Uhr

    @ David
    Früher war ich auch 10 Stunden auf Arbeit. Da ich auswärts gearbeitet habe, dauerte der Weg zur Arbeit 1 Stunden und dann Abends natürlich auch. Dann kam ich meist erst um 5 oder 6 nach Hause.

    Heute habe ich keinen Arbeitsweg und kann in dieser Zeit produktiv sein. Zudem mache ich nachmittags Pause und verbringe die Zeit mit meiner Familie und arbeite dann oft noch Abends, wenn die Kinder im Bett sind.

    Für mich und meine Familie ist es trotz mehr reiner Arbeitszeit heute besser als früher.

    @ Benjamin
    Ach, es gibt hier im Blog schon so viele motivierende Artikel, da muss man hin und wieder auch mal zeigen, dass es eben auch bestimmte Voraussetzungen gibt und es nicht mit der Gewerbeanmeldung getan ist.

    Abschrecken will ich niemanden, aber man sollte einfach mal darüber nachdenken.

    @ LexX Noel
    So soll das sein. :grin:

  8. 8 Hendrik kommentierte am 05.01.2011 um 13:33 Uhr

    Wahrscheinlich gibt es keine Branche wie unsere gute Web-Branche in der so häufig darüber nachgedacht wird, ob man sich nicht doch lieber selbstständig machen möchte. Viele schaffen es sogar mit verhältnismäßig geringem Aufwand beachtliche Umsätze zu generieren – und das nur so nebenher. Was würde passieren wenn man statt 1 Stunde pro Tag die besagten 8 Stunden investieren würde? Man weiß es nicht, aber Peer, Deine Artikel motivieren einen immer wieder aufs Neue, danke dafür :oops:

  9. 9 Wort-Suche kommentierte am 05.01.2011 um 13:58 Uhr

    Das wichtigste ist meiner Meinung auch reale Ziele zu haben und diese zu definieren, entweder in Form von Besucher-Anstiegen (heute habe ich sagen wir mal im Schnitt 30 Besucher am Tag – mein Ziel ist es dann mindestens einen dreistelligen Besucherschnitt zu erreichen), oder Einkommensziele – sagen wir mal heute verdiente ich 50 Euro im Monat mit meinem Blog, das erste Ziel sollte auch hier mindestens zu einem dreistelligen Betrag zu kommen, danach kann man dies ja auch erhöhen, entweder in Form von direkten Zahlenvorstellungen 200, 300, 400 Euro etc… oder in Form von zweistellig, dreistelligen oder vierstelligen Beträgen etc…
    Wichtig sind immer Ziele vor Augen zu haben und diese dann konsequent umzussetzen.
    Ansonsten kommt man nirgends hin und bleibt wo man ist…. ;-)

  10. 10 Texterela kommentierte am 05.01.2011 um 14:15 Uhr

    Ich finde, du hast Stressresistenz vergessen :) Gerade wenn man allein arbeitet, bedeutet eine Krankheit immer auch einen Einkommensausfall (ich finde Krankentagegeld kann das nicht wirklich ausgleichen). Einkommensausfall = Stress. Freie Mitarbeiter, die aus Unzuverlässigkeit oder Krankheit ausfallen sorgen wieder für mehr Arbeit und mehr Stress. Neuerungen, z.B. wie bei mir aktuell mit der umsatzsteuer werfen neue Fragen auf und sorgen für neuen Stress.
    Deswegen bin ich nicht der Meinung, dass Selbständigkeit Knochenarbeit ist. Sie ist manchmal hartes Brot, aber ich bin vollauf zufrieden damit, selbständig zu sein. Aber ich glaube eben manchmal muss man wirklich aufpassen, dass man vor lauter Aufgaben nicht gleich “durchdreht”, sondern besonnen nach Lösungen sucht, alles Schritt für Schritt abarbeitet und klärt. Ich habe erst letztens noch erlebt, dass eine Bekannte ihre Selbständigkeit hingeschmissen hat, weil sie ihren Weihnachtsurlaub (und ersten Urlaub im Jahr überhaupt) hinschmeissen musste, weil ein Mitarbeiter sie mit einem riesigen, dringenden Auftrag hat sitzen lassen. Das hat ihr dann einfach gereicht. Sowas muss man als Selbständiger aber sicher mehr als einmal im Leben durchstehen können, ohne gleich die ganze Idee in Frage zu stellen.

  11. 11 David kommentierte am 05.01.2011 um 16:24 Uhr

    Das war mal wieder ein spitzen Artikel von dir. Ich finde es sehr wichtig auch die ganzen Nachteile der Selbständigkeit zu erwähnen, die viele ausblenden, wen sie daran denken. Wenn man irgendwo angestellt ist, dann kann man einfach abschalten, wenn man zuhause oder im Urlaub ist. Um die Arbeit wird sich gekümmert. Man muss kein Personalmanagement betreiben, sich nicht um die Finanzen kümmern oder wenn man krank ist, gibt es weiter Geld. Man hat seinen festen Urlaub im Jahr und braucht keine richtige Steuerabrechnung für die ganze Firma machen. Mit dem selbständig sein kommen auch viel Verantwortung und zusätzliche Probleme, über die man sich im klaren sein sollte.

  12. 12 Sven - Adgroups kommentierte am 05.01.2011 um 18:06 Uhr

    Sehr schöner Beitrag. Ich finde man sollte die Aspekte Versicherung, Steuern (bzw. Umgang mit Finanzamt und Behörden), betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Internetrecht usw. nicht außer Acht lassen, wenn man langfristig erfolgreich im Internet selbständig sein möchte.

  13. 13 Alex kommentierte am 05.01.2011 um 20:39 Uhr

    Mein Vater erfüllt als selbstständiger Tischler viele Deiner Kriterien nicht. Er arbeitet seit bereits 16 Jahren so und ist ein wenig festgefahren.
    Mir gefällt, dass du Dich in diesem Artikel sehr allgemein hältst und er damit auch hinreichend gut z.B. auf das Handwerk übertragbar ist.

  14. 14 Schorsinio kommentierte am 05.01.2011 um 21:44 Uhr

    Der Beitrag ist auch vor dem Hintergrund sehr interessant, dass so gut wie keiner der angesprochenen Punkte zu den Kernthemen der klassischen BWL gehört. D.h., das reine BWL-Studium befähigt, wenn überhaupt, nur unzureichend für die Gründung eines eigenen Unternehmens. Denn dazu muss mann sich eben mit genau den zehn (und wohl noch ein paar weiteren) Punkten auseinandersetzen.

  15. 15 Philipp kommentierte am 05.01.2011 um 23:59 Uhr

    Was vielleicht noch fehlt (auch wenn es in vielen Punkten angerissen wird): Man muss als Unternehmer auf jeden Fall bereit sein, ständig neue Dinge zu lernen. Nicht nur in dem eigenen fachlichen Bereich und in rechtlichen Dingen sondern auch in immer neuen Fachgebieten. Hinzu kommt, dass man in der Lage sein muss, Dinge zu beurteilen, von denen man eigentlich nicht viel versteht (sei es die Arbeit von externen Dienstleistern oder von Angestellten), was auch nur dann geht, wenn man bereit ist, sich auch zumindest bis zu einem gewissen Punkt in Dinge einzuarbeiten, die man vorher noch nie gemacht hat oder die einem auch einfach nicht liegen. Das ist zumindest die Erfahrung, die wir mit unserem Unternehmen immer wieder gemacht haben und ständig aufs neue machen.

  16. 16 Guido von Backlinks Kostenlos kommentierte am 06.01.2011 um 09:05 Uhr

    Selbständigkeit ist sicher für die Mehrheit, vor allem aber für die Gründer, kein Zuckerlecken. Sehr viele Menschen haben ein verzerrtes Bild von der Selbständigkeit. Die richtige Einstellung ist die Grundvoraussetzung für unternehmerischen Erfolg. Ich vermisse in der Auflistung noch Mut und/oder Entscheidungsfreudigkeit.

  17. 17 Marc kommentierte am 06.01.2011 um 10:50 Uhr

    @Alex: Mein Vater ist seit über 25 Jahren (!) selbstständiger Malermeister, aber er hat (und musste) sich ja gerade im Handwerk immer weiterbilden. Angefangen als kleiner Dorfmalerbetrieb, heute ist er einer der wichtigsten Persönlichkeiten der örtlichen Malerinnung. In 4 Jahren könnte er in Rente gehen aber in bezweifle stark das er sich dann einfach aufhört :roll:

  18. 18 Niko F kommentierte am 06.01.2011 um 10:54 Uhr

    Besonder der Spaß ist ein sehr wichtiger Faktor, denn langfristig kann man nicht die notwendige Energie zusammenbekommen ohne ihn.

  19. 19 Simone Happel kommentierte am 06.01.2011 um 11:00 Uhr

    Hallo Peer, ich habe dieses Jahr den Schritt von der Teil- in die Hauptselbständigkeit gewagt und Deinen Artikel mit großem Interesse gelesen.
    Ich interpretiere Dein Fazit mal so: Der Glaube an die Geschäftsidee und an die eigene Person ist ausschlaggebend für den Erfolg.
    Zwar würde ich mich nicht als disziplinierten Menschen beschreiben, aber da ich gerne mache, was ich mache – weil ich einen persönlichen Sinn darin sehe und die Motivation habe, Geld zu verdienen – empfinde ich mein Tun nicht als Arbeit.
    Das liegt auch daran, dass ich jetzt Generalist und nicht mehr “nur” Experte bin. Meine Tätigkeit ist nicht mehr so einseitig und da ich mich schnell langweile, kommt das meiner Persönlichkeit sehr entgegen.
    Als Ökonomin weiß ich, dass ich langfristig nicht sämtliche Managerfunktionen ausfüllen kann. Will ich Marketing-, Steuer-, PR-, Rechtsexperte etc. sein, kommt die innovative Unternehmerfunktion, das “entrepreneurial Design” zu kurz. Kümmere ich mich aber erfolgreich um die innovative Unternehmerfunktion, kann ich langfristig mit Erfolg rechnen und mir Steuer-, Marketing-, Rechtsexperten etc. leisten und mich weiter auf die Arbeit AM Unternehmen konzentrieren.
    Gruß, Simone

  20. 20 Thomas kommentierte am 06.01.2011 um 11:06 Uhr

    Der Spaßfaktor ist unheimlich wichtig, das habe ich damals, als ich meinen Blog gestartet habe, stark zu spüren bekommen. Ich war primär darauf versetzt, ein kleines Taschengeld im Netz zu verdienen. Aber wie du bereits in deinem Artikel sagtest – dieser Gedanke ist einfach nur sinnlos. Erfolg wird von Spaß geprägt, nicht mehr und nicht weniger.

    Danke für diesen Artikel… ich konnte mir klar machen, dass ich für die Vermarktung noch einigs tun muss. Ich blogge nahezu täglich und biete meine Dienste als Grafik Designer an. Aber hierzu muss als erstes vor der Vermarktung auch das Portfolio stimmen, damit sich Kunden ein Bild von meiner Arbeit machen können. So wie es gerade aussieht ist das nämlich rein gar nichts.

    Beständigkeit ist daher das A und O :wink:

  21. 21 Franzi kommentierte am 06.01.2011 um 15:49 Uhr

    ..stimmt, wenn ich daran denke meinen Job ohne Spaß auszuführen, wäre ja fürchterlich. Aber leider gehöre ich nocht nicht zu dem Personenkreis, der online Geld verdienen kann.

  22. 22 Rafael kommentierte am 06.01.2011 um 21:57 Uhr

    Wieder ein sehr interessanter Artikel. Ich muss gestehen, dass ich den Punk Selbstvermarktung nicht wirklich als wichtig ansah. Aber wenn ich darüber nachdenke… ist der Punkt natürlich auch wichtig.

  23. 23 Alex kommentierte am 07.01.2011 um 17:25 Uhr

    @Marc: Na dann hat er ja noch 9 Jahre ;)
    Ich denke nicht, dass es am fachlichen Wissen mangelt. Er ist eben kein Generalist, es hapert vor allem an Vermarktungsideen. Aufträge sind bei uns in der Region hart umkämpft – und ihm fehlen die Ellenbogen.

  24. 24 Norbert kommentierte am 07.01.2011 um 23:38 Uhr

    So einige short* Weisheiten kann ich auch noch beitragen:
    “Disziplin bedeutet Freiheit”
    “Problem erkannt:Gefahr gebannt”
    “Keep it simple”
    “Jedes Geschäft kann man nicht machen”
    “Mach keine Geschäfte mit guten Freunden oder Verwandten”

    Eine selbstständige Nebentätigkeit kann bei einem Kick out vor dem sozialen Abstieg retten.
    1. Es erzieht zu eigenem planvollen Handeln mit Gewinnerzielungsabsicht.
    2. Es macht (in gewissen Grenzen) unabhängig vom sog. Sozialstaat.
    3. Es kann ggf. Vermögen aufbauen oder retten.
    4. Es könnte eine Vollexistenz werden.
    Finanztipp für Einzelkämpfer: Teilen Sie ihre Lebenshaltungskosten brutto durch die Anzahl der vefügbaren Arbeitstage plus der täglichen Firmenkosten dann kennen sie ihr Umsatzsoll.

  25. 25 Phil kommentierte am 09.01.2011 um 13:24 Uhr

    Netter Artikel, was mir aber insbesondere fehlt ist die staatliche Seite, als Sebstständiger muss man nicht nur Geld verdienen und Arbeiten, sondern auch Steuern, Versicherungen und Abgaben zahlen. Insbesondere das Thema Steuern ist kein unwesentlicher Teil bei selbstständigen, zum einen die Doppelbelastung mit Arbeitgeber / Arbeitnehmeranteil, des weiteren Gewerbesteuern, Einkommenssteuern etc. sicher kann man dies an ein Steuerburo ausgliedern, aber die Abrechnung selbst zur Erhebung bleibt am Selbsständigen hängen. UND dies ist auch gut so…

  26. 26 Alexander Schütt kommentierte am 09.01.2011 um 14:31 Uhr

    Hallo Peer,

    hätte ich das damals schon gewusst, hätte ich mich besser darauf vorbereitet :-)
    Aber man wächst in die Selbstständigkeit auch hinein. Zumindest ist es bei mir so gewesen.
    Alles kann man meiner Meinung nach auch nicht von sofort an abbilden. Von Zeit zu Zeit wird es immer effizienter.

    Gruß Alexander

  27. 27 Alexander Langer kommentierte am 09.01.2011 um 20:54 Uhr

    Was man auf jeden Fall gebrauchen kann ist eine gewisse Lockerheit, wo sie angebracht ist. Vor allem sich selbst gegenüber, denn man wird im Nachhinein öfter Situationen anders bewerten und die eigenen Entscheidungen in Frage stellen.

    Ich bin nicht der Meinung, dass man jeden Fehler erst selbst machen muss, um aus ihm zu lernen. Aber wir alle machen nunmal Fehler und haben Potenzial nach oben. Damit gilt es dann konstruktiv umzugehen und was daraus zu machen.

    In den ersten Tagen des Jahres fragte ich mich, warum ich nicht auch mal – ium wahrsten Sinne des Wortes – selbständiger agiere. Für gewöhnlich kommen potenzielle Kunden über Empfehlung und dergleichen auf mich zu. Ich fand es war Zeit auch mal international tätig zu werden, immerhin spreche ich fließend Englisch und treibe mich auf entsprechenden Seiten und in Fachforen herum.

    Etwa zeitgleich entdeckte ich in einem deutschen und einem amerikanischen Forum ein Gesuch, das wie auf mich zugeschnitten schien. Es folgte ein Telefonat in Deutschland, dass mein Gegenüber (nach diversen ähnlichen Telefonaten mit Kandidaten für den Job) begeistert zurückließ und ein einstündiges Skype-Gespräch nach Boston, das mir per sofort einen laufenden Job mit einigen Stunden jeden Monat eingebracht hat. Und das, obwohl ich nicht der günstigste Anbieter war, sondern weil ich im Gespräch überzeugt habe.

    Ab und an sollte man sich mal dahingehend überprüfen, ob man schon zu eingefahren ist und ob und wie man mal etwas neuen Schwung in sein Business bringen kann.

  28. 28 Ronald kommentierte am 09.01.2011 um 23:49 Uhr

    im bezug auf die fehler die jeder machen sollte gibt es ein schönes zitat von oliver kahn (auch wenn man ihn nicht mögen muss): “fehler sind gut, man muss fehler machen um zu lernen, ohne fehler entwickelt man sich nicht weiter”

  29. 29 Danny kommentierte am 10.01.2011 um 06:12 Uhr

    Das trifft den Nagel voll auf den Kopf. Viele sehen nur die Freiheiten an der Selbstständigkeiten und scheitern an Disziplinlosigkeit. Als Selbstständiger ist es auch nicht so dass man keinen Chef mehr hat. Der Kunde ist der Chef. Auch Durchhaltevermögen wird vielfach unterschätzt und wenn bereits beim ersten Hindernis zurückschreckt dann sollte man sich besser für ein Angestelltenleben entscheiden. Selbstständigkeit kann sehr erfüllend sein. Aber wie alles im Leben hat es auch seinen Preis.

  30. 30 indien-schmuckkunst kommentierte am 07.02.2011 um 14:11 Uhr

    Gute Auflistung – dazu möchte ich aber anmerken, dass nicht jeder der Selbständig ist alle diese Punkte wie bei einer Checkliste erfüllen muss. Einige Aspekte müßen sicherlich vorliegen, aber man wächst auch mit der Aufgabe. Sobald man einmal angefangen hat eigenverantwortlich sich ein Geschäft auszubauen kommt man auf kreative und kaufmännische,… Eigenschaften die man vorher nicht zu haben glaubte. D.h. wer manche Eigenschaften derzeit noch nicht bei sich aufzufinden glaubt, kann sie aber trotzdem haben.
    Ungeachtet der persönlichen Eigenschaften erachte ich die individuelle Ausgangslage als entscheidend.
    Wer es sich leisten kann einige Monate gar kein Geld zu verdienen der hat ungleich bessere Startmöglichkeiten als wie jene bei denen das nicht der Fall ist. Weiters ist gerade in der IT -Branche auch weentlich ob man ev. Kunden aus vorherigen Beschäftigungen “mitnehmen” kann oder nicht. Im IT Bereich von Null weg zu beginnen erachte ich als fast unmöglich – außer man ist ein absolutes Vertiebs- Acquisegenie.



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