Schritt für Schritt in die Selbständigkeit im Netz – 1. Eignung und Voraussetzungen

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Nachdem ich letzte Woche die Einführung und den Überblick zu dieser Artikel-Serie veröffentlicht habe, folgt heute nun Teil 1.

Darin geht es um die Frage, ob man überhaupt für die Selbständigkeit geeignet ist und welche falschen Erwartungen man ablegen sollte, um nicht ein böses Erwachen zu erleben.

Zudem spreche ich über wichtige Voraussetzungen für den Schritt in die Selbständigkeit.

Am Ende gibt es noch ein Checkliste.

2. Teil der Serie: Idee und Analyse >>
[Übersicht der Artikel-Serie “Schritt für Schritt in die Selbständigkeit im Netz“]

Eignung als Selbständiger?!

Natürlich kann man nicht im Vorhinein genau sagen, ob jemand für die Selbständigkeit geeignet ist oder nicht. Das zeigt sich endgültig erst nach den ersten Monaten der Selbständigkeit.

Es gibt jedoch ein ganze Reihe von Faktoren, die bei der Eignung eine Rolle spielen und es gibt auch viele Voraussetzungen, die erfüllt sein sollten.

Auf einige dieser Faktoren und Voraussetzungen gehe ich im Folgenden ein.

Motivation für die Selbständigkeit?!

Ein wichtiger Faktor ist die “Motivation für die Selbständigkeit”. Da diese meist ganz am Anfang der Überlegungen steht, möchte ich sie hier auch als erstes behandeln.

Mit Motivation meine ich die Beweggründe, die einen erstmal dazu bringen, über das Thema Selbständigkeit nachzudenken.

Leider sehe ich immer wieder Existenzgründer, die aus meiner Meinung nach falschen Gründen starten bzw. die falschen Erwartungen haben.

Einer Studie zufolge halte 31% der Deutschen die Selbständigkeit für attraktiv. Das sind doch deutlich mehr als wirklich selbständig sind. Nur 17% der Deutschen, die noch nicht selbständig sind, können sich eine Selbständigkeit vorstellen.

Die Hauptmotivationen liegen hier bei der “Unabhängigkeit” und bei den “zusätzlichen Verdienstmöglichkeiten”. Erstes wird von vielen falsch eingeschätzt. Denn auch wenn man selber für seine Arbeitszeit verantwortlich ist, hat man doch je nach Selbständigkeit viele Zwänge. So kann ein Ladenbesitzer nur bedingt flexibel sein, was sein Arbeitszeit angeht. Im Internet-Bereich mag es da zwar mehr Möglichkeiten geben, aber erstens muss man sich auch oft nach den Kunden richten und zweitens hat man gerade in den Anfangsjahren meist so viel zu tun, dass von flexibler Arbeitszeitgestaltung und “frei machen, wenn ich Lust habe” nur zum Teil gesprochen werden kann.

Deshalb ist auch der Grund “bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie” zumindest kritisch zu hinterfragen. Wer 10-12 Stunden am Aufbau seiner Selbständigkeit arbeitet oder neben dem eigentlichen Job in seiner Freizeit ein Nebengewerbe aufbauen will, der muss eher um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie kämpfen, als dass sie sich von Beginn an als großer Vorteil einstellt.

Leider sehe ich auch immer wieder Existenzgründer, die nur aus der Arbeitslosigkeit raus wollen oder die Zeit überbrücken wollen. Beides ist sicherlich verständlich, aber keine ideale Basis für einen langfristigen Erfolg.

Stattdessen sollte man die Selbständigkeit wirklich wollen. Man sollte sich auf die viele Arbeit freuen, da man sich damit langfristig etwas aufbauen kann. Und man sollte sich darüber selber im Klaren sein, dass sich die Selbständigkeit rechnen muss.

Erfolgreiche Selbständige haben Visionen und Ziele. Nur so ist es möglich, dass man langfristig die Motivationen und den Spaß an der Arbeit behält.

Oder wie es André Loibl in seiner dreiteiligen Gastartikel-Serie “Die 3 Regeln der Motivation” in meinem Blog beschrieben hat: “Das Business, das Dich begeistert”.

Die Selbständigkeit sollte keine Notlösung sein, auch wenn sie mittelfristig dabei helfen kann, aus einer Notsituation heraus zu kommen.

Bin ich für die Selbständigkeit geeignet?

Die grundsätzliche Frage lautet “Bin ich für die Selbständigkeit geeignet?”

Wenn die “richtige” Motivation vorhanden ist, dann ist das schon mal eine gutes Zeichen.

Aber es gibt noch viele weitere Voraussetzungen, die erfüllt sein sollten.

Voraussetzungen für die Existenzgründung

Die folgenden Voraussetzung sollten grundsätzlich gegeben sein, um erfolgreich zu Gründen. Natürlich gibt es unterschiedliche Ausprägungen.

Während der eine ein perfekter Verkäufer ist und seine Persönlichkeit in dieser Hinsicht stark ausgeprägt ist, mögen anderen (wie ich) eher nicht so die Verkäufertypen sein. Wichtig ist deshalb vor allem, dass man seine eigenen Voraussetzungen kennt und die eigene Geschäftsidee darauf anpasst.

So macht es in dem genannten Beispiel sicher keinen Sinn einen Direktvertrieb zu starten, wenn man kein Verkäufertyp ist.

Die folgenden Punkte sollte man deshalb nicht ausschließlich als Anforderungen sehen, sondern auch zur ehrlichen Selbstanalyse nutzen.

persönliche Voraussetzungen für die Existenzgründung

  • Persönlichkeit
    Hier gibt es nicht die “Eine Persönlichkeit”, die man benötigt um erfolgreich zu sein. Zudem umfasst der Begriff Persönlichkeit auch recht viele Aspekte, die bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt sind.

    So fällt da meiner Ansicht nach unter anderem die “Aktivität” drunter. Ist man also ein aktiver Mensch, der Pobleme angeht, statt sie auszusitzen. Auch die Frage, wie schüchtern man ist oder wie einfach es einem fällt auf andere zuzugehen, zählt hier dazu.

    Und auch die oben genannte Motivation bzw. die Motivationsfähigkeit ist ein Aspekt der Persönlichkeit. Das kann man auch unter dem Begriff “Disziplin” definieren.

    Und da die Persönlichkeiten der Menschen recht unterschiedlich sind, muss man bei der eigenen Geschäftsidee und dem eigenen Businessplan darauf achten. Es sollte aber auch klar sein, dass ein schüchterner Mensch, der sich zudem nur selten zur aktiven Arbeit motivieren kann, kaum Chancen auf eine erfolgreiche Selbständigkeit hat. Ebenso wie jemand, der schnell aufbrausend ist und Kritik sofort persönlich nimmt.

  • fachliches Know How
    An diesem Punkt scheitern die wenigsten Existenzgründer. Natürlich sollte man ein gewisses fachliches Know How mitbringen. Zumindest soviel, dass man mehr weiß, als seine potentiellen Kunden.

    Wer sich als Landschaftsgärtner selbständig machen will und bisher nie oder nur wenig im Garten gearbeitet hat, der braucht sich über sein Scheitern nicht zu wundern.

  • kaufmännisches Denken
    An dieser Voraussetzung scheitern tatsächlich relativ viele Existenzgründer. Das fachliche Know How ist vorhanden, aber das Wissen, wie man damit Geld verdient nicht. Das fängt bei der falschen Kalkulation des eigenen Stundensatzes an, geht über dürftiges oder gar nicht vorhandenes Marketing und reicht bis zum Fehlen von Service etc.

    Das kaufmännische Denken ist ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor und betrifft zum Beispiel auch das Thema “Steuern”. Auch das bricht nach ein paar Jahren vielen Selbständigen das finanzielle Genick.

    An dieser Stelle kann man sich aber auch behelfen, in dem man bestimmte Dinge an Experten outsourced oder z.B. mit einem Partner zusammen gründet. Dazu aber in einem der folgenden Teile mehr.

  • Kontakte
    Kontakte sind heute genauso wichtig wie früher. Auch und gerade bei einer Selbständigkeit im Netz. Wer Networking betreibt, viele berufliche Kontakte pflegt und Leute in seiner Branche kennt, der wird viel mehr Möglichkeiten haben als jener, der nur in seinem Zimmer hockt und niemanden kennt.

    Das ist für junge Existenzgründer oft durchaus ein Problem, da man bisher einfach nicht in diesen Kreisen unterwegs war. Aber durch das Internet gibt es zum Beispiel sehr gute Möglichkeiten heutzutage, aktiv Kontakte zu knüpfen (z.B. über XING). Auch hier spielt natürlich der Punkt “Persönlichkeit” eine Rolle.

  • Familie
    Die Familie spielt eine wichtige Rolle für Existenzgründer. So kann sie eine wichtige Stütze sein, aber auch den eigenen Weg eher behindern. Es gibt Familienmitglieder, die insbesondere bei einer Selbständigkeit im Netz kontraproduktiv sind. Deshalb sollte man mit den wichtigsten Familienmitgliedern (Partner, Kinder, Eltern) im Vorfeld klären, welche Auswirkungen die Selbständigkeit haben wird.

    Zudem sollte man nie vergessen, wie wichtig die Familie ist und eine gute Balance finden.

  • Gesundheit
    Nicht vergessen sollte man das Thema Gesundheit. Eine Selbständigkeit ist meist mit mehr physischer und psychischer Belastung verbunden. Das liegt zum einen an den gerade in der Anfangszeit oft deutlich höheren Arbeitszeiten und dem damit verdbundenen Stress.

    Des weiteren macht man als Selbständiger bei kleinen Erkältungen etc. meist nicht frei. Ebenfalls nicht unterschätzen sollte man den psychologischen Druck, den die eigene Selbständigkeit mitbringen kann, wenn das Geld knapp wird.

    Und da niemand anderes für einen Geld verdient, wenn man krank ist, sollte man seinen Gesundheitszustand vor Beginn der Selbständigkeit kritisch analysieren.

Hier im Blog findet ihr noch den ergänzenden Artikel “Die richtige Einstellung für Selbständige – 10 wichtige Voraussetzungen“, den ich nach rund 5 Jahren Selbständigkeit geschrieben habe.

Dieser enthält weitere Ausführungen zu dem Thema, wenn auch eher im Hinblick auf die tägliche Selbständigkeit und nicht allein auf die Existenzgründung. Verständlicherweise gibt es da aber natürlich auch viele Überschneidungen.

Das liebe Geld

Das Thema “Geld” gehört ebenfalls zu den oben genannten Voraussetzungen. Ich möchte dieses aber nochmal separat aufgreifen, da ich es für sehr wichtig und oft unterschätzt halte.

Eine Existenzgründung ist meist recht teuer. Dabei geht es noch nicht mal um große Investitionen, die man bei der Selbständigkeit im Internet oft ja auch gar nicht benötigt.

Es sollte einem aber klar sein, dass man eine gewisse Zeit benötigt, um das eigene Business zum Laufen zu bekommen. Und “zum Laufen” bedeutet in diesem Zusammenhang eben auch, dass es lange dauern kann, bis man “genug” verdient.

Und in dieser Zeit muss man einerseits ja leben und das kostet regelmäßig Geld. Zudem benötigen Existenzgründer zum Beispiel Werbung, Hardware und Software. Auch das kostet Geld.

Das Geld-Problem kann man unterschiedlich lösen:

  • Bei vielen Existenzgründern sorgt der Partner mit einem regelmäßigen Einkommen dafür, dass die schweren Zeiten überstanden werden. Man sollte natürlich genau kalkulieren, ob man mit nur einem Einkommen und den erstmal unregelmäßigen Einnahmen als Selbständiger über die Runden kommt.
  • Wer die eigene Selbständigkeit etwas länger plant, sollte Geldreserven aufbauen. Wenn man noch angestellt ist und plant in 1-2 Jahren in die Selbständigkeit zu gehen, sollte man regelmäßig Geld zurück legen.
  • Eine weitere Option ist es natürlich, sich nebenberuflich selbständig zu machen. Dann profitiert man von einem eigenen Einkommen und kann “nebenbei” an der eigenen Selbständigkeit arbeiten. Man sollte hier allerdings nicht den Zeitfaktor unterschätzen. Vollzeitjob plus Selbständigkeit bedeutet wenig Freizeit.
  • Um möglichst schnell ein regelmäßiges Einkommen zu erzielen, sollte man schon vorher in der eigenen Freizeit die besten Voraussetzungen dafür schaffen. So können Referenzen, Kontakte, eigene Projekte etc. die Anlaufzeit verkürzen und damit schneller für das Erreichen des Break Even sorgen.
  • Man sollte sich als Existenzgründer auf jeden Fall auch über Förderungen informieren. Mir hat so eine Kombination aus Coaching mit finanzieller Unterstützung sehr geholfen in den ersten Monaten. Zum Thema Förderungen kommt aber noch ein extra Teil dieser Serie.
  • Zudem sollte man vorausschauend handeln, denn Selbständigen gehört nicht alles, was auf dem eigenen Konto als Geld eingeht. So muss man davon in der Regel die Umsatzsteuer, Krankenversicherung, Rentenversicherung und die Einkommenssteuer bezahlen. Hinzu kommen oft noch weitere regelmäßige Kosten. Man sollte also langfristig planen und nicht kurzfristig alles auf den Kopf hauen.

Und auch zum Thema Geld schreibe ich nochmal ausführlicher etwas. Ein interessanter Effekt der Geldnot ist aber auch, dass das sehr motivierend sein kann. Allerdings führt es bei manchen auch zu dem gegenteiligen Effekt.

Mich hat es allerdings immer sehr motiviert, dass in der Anfangszeit das Geld knapp war. Auch wenn ich mal keine Lust hatte zu arbeiten, habe ich mich trotzdem aufgerafft und was getan.

Ob zu viel Geld dann auch faul macht, kann ich nicht beurteilen. So viel verdiene ich noch nicht, dass dieser Effekt eingetreten wäre. :-)

Checkliste

Zum Abschluss dieses ersten Teils der Artikel-Serie möchte ich noch eine kompakte Checkliste anhängen. Darin finden sich die wichtigsten Voraussetzungen für die Eignung als Selbständiger. Wer die meisten dieser Punkte mit “Ja” beantworten kann, der hat gute Voraussetzungen erfolgreich zu sein.

Wer bei vielen dieser Punkte keinen Haken machen kann, sollte nochmal genau überlegen, ob die Selbständigkeit das richtige für ihn/sie ist.

 Ich will Selbständig sein und mir eine Existenz aufbauen.
 Ich habe eine Vision, wo ich in 5 Jahren sein möchte.
 Ich habe Selbstdisziplin und Ausdauer.
 Ich bin flexibel und lernfähig.
 Ich stelle mich gern neuen Herausforderungen und schiebe diese nicht vor mir her.
 Ich verfüge über genügend finanzielle Reserven.
 Ich bin gesund und fit.
 Ich habe eine starken Rückhalt bei Familie und Freunden.
 Ich habe genug Wissen, um meinen potentiellen Kunden von Nutzen zu sein.
 Ich kann und werde mich und meine Leistungen aktiv und regelmäßig vermarkten.
 Ich habe kaufmännisches Wissen oder habe mir dafür Hilfe besorgt.
 Ich habe mich intensiv vorbereitet und kenne Chancen & Risiken einer Selbständigkeit.

Dabei betreffen die Punkte, wie auch der gesamte heutige Artikel, die persönlichen Voraussetzungen. Die eigentliche Geschäftsidee etc. folgt dann im nächsten Artikel.

Interessante Persönlichkeitstests finden sich auch auf gruendungswerkstatt-suedhessen.de


So geht es weiter

Im 2. Teil der Artikel-Serie “Schritt für Schritt in die Selbständigkeit im Netz” geht es um deine Geschäftsidee, dein Geschäftsmodell und die Analyse der Ist-Situation.


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Kommentare

  1. meint

    Ich würde eher sagen bei deiner Checkliste: Wer an einen der genannten Punkte ein eindeutiges Kreuz machen muss und keinen Haken, der muss schon driftige Gründe haben um weiter über Selbständigkeit nachzudenken. Selbst der so oft genannte Punkt, sich ohne einen Cent nebenberuflich selbständig zu machen ist meines Erachents nicht das Risiko wert bzw. ohne Aufwendungen die Anstrengungen einfach zu hoch.
    Danke für den sehr ausführlichen Artikel – es macht Lust auf mehr, hoffe das die Serie bald weitergeht.

  2. meint

    @ Samuel
    Der Grund, warum ich geschrieben habe, dass man bei den meisten einen Haken haben sollte war, dass niemand perfekt ist.

    Ich hätte vor dem Start meiner Selbständigkeit sicher auch nicht an allen eine eindeutigen Haken machen können.

    Manches lernt man auch erst nachdem man in das kalte Wasser der Selbständigkeit gesprungen ist.

  3. meint

    Schöner Artikel Peer. Allerdings bin ich bei der Checkliste bei Punkt
    “Ich habe eine Vision, wo ich in 5 Jahren sein möchte.”
    hin und her gerissen. Das ist eine Frage, die ich in Bewerbungsgesprächen
    Bewerbern auch nie gestellt und mir auch selbst nicht beantworten kann.

    5 Jahre bei einem Internetbusiness vorauszublicken… Puh.
    Ist das nicht eine überholte “Parole” die der Flexibilität weichen musste?
    Schafft es wirklich jemand da eine halbwegs konkrete Vision zu haben?

  4. meint

    Hi Dennis,
    das mit der Vision kannst du ja auch anders verstehen. Zum Beispiel ob man in fünf Jahren eine Familie gegründet haben will, ob man ein erstes oder weiteres Kind haben möchte, ob man aus der engen Mietwohnung in eine größere Wohnung oder sogar ein Haus umgezogen sein will, …

    Das hat erstmal nur indirekt was mit dem eigene Beruf zu tun (jedenfalls sollte es das!).

    Auch reinspielen könnten Sachen wie Vereinsmitgliedschaften. Hat man Ambitionen in seiner Freizeit noch Vorstandsaufgaben zu erledigen oder wollte man zum Beispiel schon immer einmal eine Trekkingtour machen (muss nicht, kann aber durchaus altersbedingt zeitlich begrenzt sein)?

    Zumindest ich verstehe das mit der “Vision” eher auf diese Art und Weise. Denn so kann ich dann auch abwägen, wie ich das denn wohl am besten erreiche. Durch eine mögliche Selbständigkeit oder vielleicht doch eher, indem ich halt in den (manchmal) sauren Apfel beiße, fest angestellt bin, mir aber dann auch nur darüber Gedanken machen muss, wie ich am besten meine sicher vorhandenen Wünsche, Träume, .. umsetzen kann.

    Ist also immer eine Frage des Blickwinkels.

  5. meint

    Ich meine mit “Vision” auch nicht konkrete Zahlen oder Fakten. Sondern eher ein “gefühltes Bild”, wie man sich weiterentwickeln möchte.

    Man soll halt nicht, wie viele Angestellte, darauf hoffen, es irgendwie bis zur Rente zu schaffen.

    Stattdessen möchten sich erfolgreiche Selbständige weiterentwickeln, sich etwas aufbauen und zum Beispiel auch im persönlichen Bereich etwas erreicht haben. Was das für jeden einzelnen dann ist, ist sehr unterschiedlich.

    Aber ohne diese Vision “am Horizont” würden sich viele Selbständige nach einer Zeit fragen, warum sie sich 10-12 Stunden am Tag antun.

  6. meint

    Meine Hauptmotivation für die Selbständigkeit liegt wohl auch bei der Unabhängigkeit. Allerdings weniger in der flexiblen Arbeitszeitgestaltung, die wirklich meiner Meinung nach überschätzt wird.

    Ich würde deshalb auch Unabhängigkeit durch Freiheit ersetzen. Die Freiheit, eigene Ideen zu realisieren, am eigenen “Projekt” zu arbeiten, die Freiheit, auch mal einen Kunden bzw. Aufgabe ablehnen zu können wenn sie nicht zu einem passt.

  7. meint

    Hallo!

    @Peer-Toller Anfang bzw. zweiter Artikel Deiner Serie!

    @Dennis-Eine Vision bzw. eine klare Vorstellung was man in zwei, drei oder fünf Jahren erreichen möchte ist schon wichtig, sollte aber meiner Meinung nicht auf eine Zahl beschränkt werden sonder “in der Zukunft” heissen! Eine klare Vorstellung darüber zu haben bedeutet sich Ziele zu setzen und ohne Ziele hat man nichts das man erreichen kann, auf das man hinarbeitet.

    Eine Vision der eigenen Zukunft zu haben ist denke ich auch ein absolutes muss bei der Selbständigkeit im Internet und ausserhalb des Internets…

    Nebenbei bemerkt sind viele Visionäre jetzt in Geschichtsbüchern vermerkt – also geht ohne eine eigene Vision alles viel schwerer sage ich mal.

    MfG

    Csaba Nagy

  8. Nathanael meint

    Danke Peer, wenn die Artikelserie in dieser Qualität weitergeführt wird, dann Hut ab. Echt toller Artikel. Wie Samuel schon sagte, das macht wirklich Lust auf mehr!
    LG Nathanael

  9. meint

    Danke für den schönen, ausgewogenen Artikel! Wer seine Unternehmerpersönlichkeit prüfen will, findet im Netz eine ganze Reihe von Tests – auch von Banken. Bis heute halte ich die meisten Tests für ziemlich fragwürdig, weil sie die Risikoneigung Selbständiger völlig überbetonen.

    In einem Fall ging es darum, eine Geldanlage auswählen. Begleitende Informationen gab es keine. Der “wahre” Selbständig sollte sich für hoch riskante Papiere entscheiden. Was für ein Unfug!

    Es ist doch genau umgekehrt: Selbständige müssen sich ihr eigenes Netz aufbauen, falls das Geld einmal ausbleibt. Und dazu gibt es viele Gründe: Krankheit, Konjunkturschwankungen, der Kunde ist pleite, und, und, und.

    Der Kalkulationsplan aus meiner Existenzgründungsberatung sieht eine Liquiditätsrücklage von sechs Monaten vor. Das kann leicht zu wenig sein, wenn die Akquise eines neuen Projekts länger als sechs Monate dauert. Bei einem umfangreichen Trainingsprojekt oder der Einführung einer neuen Software ist das gar nicht selten, sondern eher üblich.

    Selbständige brauchen Herz und Mut. Deshalb sind sie noch lange keine Hasardeure!

  10. Nathanael meint

    @Peer Daran habe ich eigentlich keine Zweifel, das zeigen deine 1644 bisher erschienen Artikel, welche meiner Meinung nach praktisch alle (gibt vielleicht einzelne Ausreisse, sind mir aber nicht bekannt) von sehr hoher Qualität sind!
    LG Nathanael

  11. meint

    Guten Tag,
    vielen Dank für den Artikel, nachdem ich den Artikel gelesen habe weiß ich jetzt, dass ich mich nicht für Dinge in diese Richtung interessieren werde.

    Karsten

  12. meint

    Ich bin jetzt schon seit ein paar Jahren selbstständig und ja es hat Vor- und auch Nachteile, aber die Vorteile (freie Zeiteinteilung/versteckter Luxus usw.) überwiegen immer noch den Nachteilen (Familie,Freunde müssen leiden/ 8 Stunden Tag was ist das?) usw. Die Checkliste ist aber schon einmal ein guter Anfang und viele vergessen das ein oder andere wenn sie starten wollen. Man sollte niemals “Ja ja das wird schon” denken. Je besser geplant ist desto einfacher hat man es hinterher auch…

  13. meint

    “Optimismus”, finde ich, ist ein sehr wichtiges persönliches Merkmal. Ich denke, wenn jemand schüchtern, aber trotzdem optimistisch ist, dann klappt´s schon irgendwie. Die Motivation ist bei optimistischen Menschen dann auch eher vorhanden.
    Outsourcen zu können anstatt alles selbst zu machen, finde ich garnicht so einfach. Leute, die schon vor ihrer Selbständigkeit eine Führungsrolle auf der Arbeit hatten, haben es da sicherlich einfacher. Aber wenn man noch keine Erfahrung diesbezüglich hat, kann es ein ganz schön aufwändiger Schritt bei der Persönlichkeitsentwicklung werden, delegieren und dabei entspannt bleiben zu können :cool:

  14. meint

    Danke Peer schon der erste Artikel ist klasse und auch die Diskussion die daraus entstanden ist. Ich habe mir ja auch schon meine Gedanken um die Selbstständigkeit gemacht und bin froh das ich mit deiner Serie in die Selbstständigkeit starten werde. Bisher konnte ich aus deinen Beiträgen gute Motivation schöpfen und denke das ich auch durch diese Serie inspiriert werde. Mein Feedback ist dir sicher.

    Das mit der Vision ist klasse es ist nichts fixe es ist halt ein Traum den man selbst erfüllen muss. Meine Vision für mich in 5 Jahren ist das ich mich nicht mehr fragen muss wie ich Job und arbeit miteinander vereinbaren muss sondern dann als Vollzeitselbstständiger da stehe. Diese Vision kommt aus dem jetzigen Start und das ich meinen Job behalte. Sicher stellt man sich vor das es auch eher geht aber 5 Jahre sind unter den jetzigen Umständen realistisch.

  15. meint

    Wenn die weiteren Artikel in dieserSerie die gleiche gute Qualtät haben wie derAnfang, dann ziehe ich meinen nicht vorhandenen Hut vorDir, Peer! Ich freue mich schon auf die nächsten Artikel. Für solche Informationen müßte man woanders schon etliche Euros hinlegen. dass Du das kostenlos anbietest finde ich klasse. Danke dafür!

  16. meint

    Sehr schön auf den Punkt gebrachter Artikel! Im Web findet man ja viele Informationen bezüglich der Existenzgründung, aber so schön übersichtliche und umfangreiche Infos, ob man für die Selbständigkeit geeignet ist oder eher nicht, findet man selten. Ich hab mich vor ca. einem halben Jahr auch selbständig gemacht und habe es bisher nicht bereut.

  17. meint

    Hallo Peer,

    endlich mal ein Artikel in dem das “Geld verdienen im Internet” nicht schöngeredet wird, um irgendwas zu verkaufen oder jemanden dazu zu bringen irgendwo einzusteigen. Hast du ja auch gar nicht nötig. Dein Artikel holt einen auf den Boden zurück und zeigt die Realität. Ich denke auch ohne die Vision, wo man in einigen Jahren sein will, geht nichts, da man sonst schnell wieder aufgibt, wenn´s am Anfang nicht so läuft, wie man sich das vorstellt.

    Gruß
    Sascha

  18. meint

    Auch dieser Teil der Serie trifft den Kern der Sache wieder. Auch wenn man nebenher mit einer selbständiget Tätigkeit beginnt, sollte man sich vorher Gedanken machen, warum man das tun will. Was führt mich dazu, meine Freizeit mit Arbeit zu verbringen, während andere den feierabend genießen?

    Bei mir war der Auslöser der Überlegungen eine Äüßerung meines Schwiegervaters: “Wenn ich Deine Hilfe oft genug brauche, muss es doch auch andere geben, denen es geht wie mir”. Das hat zu wochenlangem Überlegen geführt, ob und wie ich das in die Tat umsetzen kann und will. Als ich mir sicher war, dass ich es will, ergab sich zufällig die Gelegenheit: Eine neu zugezogene Nachbarin bat mich um Hilfe und schloss mit “Ich bezahle das auch” ab. Damit war der Schritt faktisch getan: Gewerbe anmelden, Arbeitgeber informieren und mit der ersten Kundin loslegen.

    Nach jetzt knapp zwei Jahren fühle ich mich immer noch wohl dabei, auch wenn ich mir manchmal einen Abend ohne Arbeit wünsche. Aber ich habe es ja so gewollt.

  19. meint

    Hi Peer, sehr gelungener Artikel – vielen Dank! Ich bereite seit ca. 2 Jahren meine Selbständigkeit nebenberuflich vor und finde mich in vielen Punkten Deines Artikels eins zu eins wieder. Es ist schon heftig, nach der Arbeit noch ein paar Stunden ranzuhängen, die Familie nicht zu vernachlässigen, …
    Ich denke, den Rückhalt für die Selbständigkeit in der Familie kann man gar nicht hoch genug bewerten als Grundvoraussetzung.
    Der Punkt Gesundheit ist natürlich auch immens wichtig. Ich muss zugeben, dass der bei mir bisher noch nicht im Focus meiner Überlegungen stand :-(

  20. meint

    Hallo Peer, auch von mir vielen Dank für diesen Artikel, der mich einiges gelehrt hat darüber, wie man in die Selbständigkeit gerät. Außerdem war es für mich wichtig, dass auch einmal die Kehrseite beleuchtet wird, schließlich ist man von seinem eigenen Körper abhängig und wenn der nicht mehr mitspielt, sieht es auch mit der Selbständigkeit nicht sonderlich rosig aus. Jeder sollte das gut überlegen, denke ich, ob er den Schritt in die Selbständigkeit wagt.

  21. Chris meint

    Hallo,

    bin etwas spät bei diesem Artikel gelandet, habt bitte etwas nachsehen, meine Webseite habe ich auch nicht eingetragen, nicht das Peer denkt ich wollte mir nen guten BL schnorren ;-)

    Ertsmal Glückwunsch zu diesem wirklich guten Artikel, wenn man nach diesem geht habe ich mich nach den vollkommen falschen Aspekten Selbständig gemacht.

    Ich wurde vor 10 Monaten Arbeitslos weil mein Vertrag nicht verlängert wurde, ich hatte aber ehrlich gesagt keine Lust auf dem Land Arbeitslos zu sein, daher habe ich mir Überlegt mein ALG 1 umzuwnadeln in den Existenzgründungs Zuschuß. Ich war auch so Blauaugig und glaubte direkt an die große Kohle viel Freizeit, nicht mehr für jemand anders Geld zu verdienen, ich wurde enttäuscht zum Positiven.

    Denn Ihr müsst wissen ich habe einen Traum den ich schon seit 10 Jahren verwirklichen will, egal wie schwer die Rückschläge waren, dieser Traum hatte mich festhalten lassen an meinem Vorhaben.

    Ich begann vor 10 Monaten ohne Ahnung ohne Perspektive keine Hilfe und keine Unterstützung, und vor allem kein Geld……..

    Jetzt nach diesen 10 Monaten kann ich allerdings sagen das ich den Schritt machen musste allein für mich selbst, dieser Weg hat mich als Mensch komplett verändert, in meinem Bekanntenkreis bin ich jetzt nicht mehr der Labermensch ich habe mir den Respekt in 17Stunden Tagen 7 Tage die Woche erarbeitet.

    Zur Zeit arbeite als Freier Mitarbeiter um meinen Dessous shop zu unterstützen, der nach 10 Monaten jetzt endlich steht und mit Produkten bestückt ist. Jetzt sehe ich allerdings die nächsten schweren Hürden auf mich zu kommen, dies sind mit Abstand die Schwierigsten.

    Wie geht es weiter?
    Wie mache ich das ganze Bekannt?
    Suchmaschinenoptimierung, Wie geht das ?
    Wieviel Kostet es?
    Wer kann einem da helfen?
    Werde ich Über den Tisch gezogen, weil ich die obigen Fragen nicht weiß……

    Daher stellt sich mir dort nur ein Fazit: Selbständig machen geht schnell und leicht, es zu bleiben ist die Herrausforderung. Mein Traum lässt mich allerdings in aller härte weiterarbeiten und daran festhalten und die Tätigkeiten als freier Mitarbeiter lässt mich Überleben, ich kann für mich selbst sagen das ich einen guten Mittelweg gefunden habe. den ich selbst schwer erlernen musste. Ich kann aber jetzt nach dem ich keinen Zuschuß mehr bekomme, sagen: Das hast du gut gemacht, man kann stolz auf das erreichte sein, wenn du so weitermachst wird es funktionieren.

    Liebe Grüße Chris

  22. meint

    Hi Peer,
    wirklich toller Blog den du da in 4 Jahren aufgebaut hast. Ich denke das ist ein mehrwert für alle die sich im Netz so rumtreiben und ihre Brötchen verdienen. Was ich außerdem gut finde, dass du alles recht transparent bloggst – so ist die Information wirklich ein Mehrwert für den Besucher! Klasse :)

    Die Checkliste finde ich zur Orientierung nicht schlecht, dann kann man mal überprüfen ob man es wirklich will. Denn ich kenne viele, auch mich eingeschlossen, die machen sich einfach “mal so” selbstständig. Das kann gutgehen, bei einer guten Idee, aber der Schuss kann auch mächtig nach hinten losgehen.

    Ich hoffe es gibt viele weiter Informative Artikel von dir.

    In diesem Sinne ein schönes Wochenende.

  23. meint

    Vielleicht bin ich ja nur zu doof zum Denken…

    Wie kann die Familie oder der Bekanntenkreis für die Selbstständigkeit hinderlich/kontraproduktiv sein? Außer, dass sie ständig meckern wegen keine Zeit und so.

  24. meint

    Ein wirklich toller Artikel. Sehr ausführlich. Mir erscheinen diese Sätze von dir wichtig: …..die Selbständigkeit wirklich wollen. Man sollte sich auf die viele Arbeit freuen, da man sich damit langfristig etwas aufbauen kann. – Man muss Spaß an der Arbeit haben, denn während den ersten Jahren geht es sich selten aus, pünktlich am Abend Schluss zu machen. Zu oft gibt es ganz einfach zu viel zu erledigen, besonders wenn man im Netz tätig ist. – Und eine Vision zu haben, gehört absolut dazu.

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