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Schritt für Schritt in die Selbständigkeit im Netz – 3. Planung, Ziele und der Businessplan
Peer Wandiger - 17 Kommentare - Existenzgründung, Geschäftsmodelle, Planung, Selbständig - Ähnliche Artikel


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Heute beschäftige ich mich mit einem Thema, welches sicher zu den unbeliebtesten der meisten Existenzgründer gehört.

Es geht um die konkrete Planung und Zielsetzung, die dann in einem Businessplan kulminiert.

Ob der Businessplan überhaupt notwendig ist oder ob man sich diesen als Selbständiger im Netz schenken kann ist dabei eine der Fragen, auf die ich eingehen werde.

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[Übersicht der Artikel-Serie "Schritt für Schritt in die Selbständigkeit im Netz"]

Warum planen?

Viele werden vielleicht jetzt erstmal fragen, warum sie überhaupt so viel Arbeit in die Planung stecken sollen. Schließlich haben wir in in ersten 2 Folgen dieser Serie ja festgestellt, dass wir a) für die Selbständigkeit geeignet sind und b) haben wir den Markt schon analysiert und eine profitable Idee gefunden.

Und diese beiden Schritte waren wichtig und sind eine sehr gute Grundlage. Trotzdem gehören zu einer erfolgreichen Selbständigkeit doch noch ein paar mehr Dinge.

Wenn wir heute Ziele definieren und am Ende auch an unserem Businessplan arbeiten, schaffen wir die Voraussetzungen für unseren langfristigen Erfolg.

Und nur wenn man einen Plan hat, kann man mit der Zeit überprüfen, ob man noch “im Plan” ist oder ob man gegensteuern muss.

Ziele und Meilensteine

Ein wichtiger Punkt bei der Planung sind die Ziele, die wir definieren. Ich habe das in meinem Blog schon sehr oft erwähnt.

Und ich habe auch das folgende Sprichwort schon häufiger gebracht: “Ohne Ziel ist kein Weg der Richtige”.

Noch schlimmer, man wird sich dann mit Sicherheit “verlaufen”, es gar nicht merken und am Ende meist scheitern. Und dann sind immer die Kunden Schuld. Das habe ich schon häufig gehört.

Deshalb ist es wichtig, dass man sich realistische und doch ambitionierte Ziele setzt. Ein guter Ansatz dafür ist die SMART Methode.

SMART steht dabei für:

  • Spezifisch
    Ziele müssen genau sein. Als konkrete Zahlen, statt eine Aussage wie “erfolgreich”.
  • Messbar
    Das führt auch gleich zu diesem Punkt. Denn Ziele müssen messbar sein. Nur wenn man die Ist- mit der Soll-Situation vergleichen kann, machen Ziele Sinn.
  • Attraktiv
    Ziele sollten attraktiv/ambitioniert sein. Schließlich will man wirklich was erreichen und das Ziel muss einen auch motivieren.
  • Realistisch
    Ich kann mir ja wünschen Google von der Spitze zu verdrängen, aber man sollte Ziele definieren, die man mit den eigenen Ressourcen auch erreichen kann.
  • Termine
    Schließlich ist es wichtig, dass man die Ziele mit Terminen verknüpft. Was bringt mir ein Ziel von 100.000 Besuchern pro Monat auf meiner Website, wenn ich nicht definiere, ob ich das nach 1 Jahr oder nach 5 Jahren erreicht haben will.

Ziele, die diese 5 Kategorien erfüllen, machen Sinn und sollten in den Businessplan übernommen werden.

Der Businessplan

Beim Businessplan (oder auf deutsch: Geschäftsplan) handelt es sich um ein strukturiertes Dokument, in dem man alle Aspekte einer Selbständigkeit analysiert und plant.

Es geht hier zwar auch um das eigentliche Geschäft, die Geschäftsidee und die Kunden.

Aber es geht eben auch um die wichtigen kaufmännischen Aspekte, die sehr häufig der eigentliche Grund für das Scheitern sind.

Ein Businessplan ist also eine “Rund-um-Komplett-Planung” für das eigene Business.

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Inhalte eines Businessplans

Es gibt natürlich keine vorgeschriebene Form des Businessplans. Aber es hat sich ein gewisses Grundgerüst durchgesetzt, welches in der Regel die folgenden 10 Gliederungspunkte enthält.

  1. Zusammenfassung
    Die Zusammenfassung sollte auf 1-2 Seiten kurz und präzise die geplante Selbständigkeit vorstellen. Vorstellung des Gründers, der Firma, der Produkte/Dienstleistungen, der USP, der Investitionsbedarf, Zielgruppe, Marketing-Eckpunkte etc.

    Es handelt sich also um eine Zusammenfassung der folgenden Punkte, die eine gute Übersicht über das Gründungsvorhaben liefert.

  2. Gründerperson
    Hier sollte man sich selbst vorstellen und natürlich auch Partner, falls es diese gibt. Was sind die Qualifikationen und Vorkenntnisse? Gibt es kaufmännische Kenntnisse und wo liegen Stärken und Schwächen der Gründer.
  3. Geschäftsidee
    Hier stellt man seine Geschäftsidee ausführlicher vor, die wir in Teil 2 der Serie schon erarbeitet haben. Was genau sind die Produkte / Dienstleistungen die man anbieten will? Wo ist der Kundennutzen und der USP? Sind noch Entwicklungen notwendig?
  4. Markt
    Hier gilt es die Analyse-Daten darzulegen. Wie sieht es mit potentiellen Kunden aus und wer ist das (demografische Daten)? Gibt es genug Kunden und wie sind die zu erreichen? Wenn man bereits Kontakte und Referenzkunden hat, dann gehört das auch hier herein.

    Natürlich gehört hier auch eine Konkurrenz-Analyse dazu, inkl. Stärken und Schwächen. Und falls notwendig, sollte man auch eine Standortanalyse einbinden. Das ist bei reinen Online-Projekten aber meist nicht notwendig.

  5. Marketing
    Weiter geht es mit dem Marketing. Dieses besteht ja aus 4 Instrumenten: Produkte, Preis, Vertrieb und Werbung.

    Zu diesen 4 Punkten sollte man ausführlich darlegen, welche Maßnahmen man ergreifen will und welche Strategie man jeweils verfolgen will.

  6. Mitarbeiter
    Sollte man im Team gründen oder später die Einstellung von Mitarbeitern planen so ist dies hier darzulegen. Bei mir war der Abschnitt sehr kurz. ;-)
  7. Chancen und Risiken
    In diesem Punkt muss man nochmal konkret die Chancen, aber auch die Risiken für die eigene Selbständigkeit darlegen. Und es ist wichtig, dass man bei beiden Punkten ehrlich und realistisch ist. Und man sollte für die Risiken natürlich auch schon mögliche Gegenmaßnahmen vorbereiten.

    Man kann auch einen Best-Case und einen Worst-Case darstellen. Wenn das eigene Geschäft auch noch im Worst Case überleben kann, wäre das ideal.

  8. Finanzbedarf und -situation
    Hier legt man dar, wie die Finanzsituation des Gründers aktuell ist. Hat man z.B. noch Rücklagen oder ist man auf eine Förderung angewiesen? Wie lange hat man ggf. einen finanziellen Atem?

    Aber auch die Planung für Investitionen in den kommenden Jahren ist wichtig.

  9. Planung
    Hier macht man nun für die kommenden 3 Jahre Nägel mit Köpfen. Falls notwendig, erstellt man einen Investitions- und Abschreibungsplanung. Das ist bei allen wichtig, die in Einrichtung oder z.B. ein Sortiment investieren müssen.

    Der Liquiditätsplan ist für alle sehr wichtig. Hier listet man detailliert die Einnahmen, Ausgaben, Investitionen, Zinsen pro Monat etc. auf. Denn viele Selbständige scheitern nicht daran, dass sie keine Aufträge/Kunden haben, sondern sie scheitern, weill ihnen irgendwo zwischen Auftragsannahme und Rechnungsbegleichung des Kunden das Geld (Liquidität) ausgeht. Deshalb sollte im Liquiditätsplan auch immer klar zu sehen sein, wie es mit der Liquiditätsreserve aussieht.

    Am Ende folgt dann noch eine Gewinn und Verlustrechnung. Also konkrete Zahlen zu Umsatz, Kosten und Gewinn für jedes der nächsten 3 Jahre.

  10. Anhang
    Im Anhang sind der Lebenslauf, ggf. wichtige Verträge, Marktzahlen, Gutachten und ähnliches zu finden.

Viele Informationen und Tipps für den Inhalt findet ihr auf existenzgruender.de ebenso wie formale Anforderungen an den Businessplan.

Natürlich sehen die Businesspläne auch recht unterschiedlich je nach Branche aus. Auf existenzgruender.de, dem Portal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), gibt es viele Beispiele und Tipps, wie man den eigenen Businessplan je nach Branche und Situation anpassen sollte.

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Braucht man einen Businessplan?

Der Businessplan ruft bei vielen Existenzgründern Bauchschmerzen hervor:
“20 oder mehr Seiten soll man da schreiben und so viele Dinge theoretisch planen und niederschreiben. Das macht doch keinen Spaß und man hat doch eine Super-Idee, die auf jeden Fall klappen wird.”

Das haben schon viele gedacht und die haben irgendwann ein böses Erwachen erlebt. Laut IHK konnten bei einer Studie 53% der Existenzgründer nicht ihren USP beschreiben, also das was sie von der Konkurrenz abhebt, das Alleinstellungsmerkmal.

32% hatten sogar Schwierigkeiten ihre Dienstleitungen / Produkte überhaupt so zu beschreiben, dass es verständlich war. Wie soll da die Kundengewinnung funktionieren?

Als ich mich 2006 selbständig gemacht habe, musste ich auch einen Businessplan vorlegen. Schließlich hatte ich Förderungen beantragt. Und dieser war in meinen Augen vor allem für die optimale Vorbereitung wichtig. Man macht sich über Dinge Gedanken, an die man gar nicht gedacht hätte, wenn man sich nur auf das Fachliche konzentriert.

Und natürlich ist es auch schmerzhaft sich genaue Zahlen für Einnahmen und Ausgaben überlegen zu müssen. Aber das ist wichtig, da Existenzgründer ansonsten dazu neigen die Einnahmen zu überschätzen und die Ausgaben zu unterschätzen.

Zudem bekommt man für die ersten Monate und Jahre auf diese Weise eine gute Maßnahmenplanung zusammen. Damit man z.B. Marketing-Maßnahmen nicht im täglichen Arbeitsstress irgendwann vergisst.

Für www.selbstaendig-im-netz.de habe ich dagegen keinen ausführlichen Businessplan erstellt. Zum einen weil keine Investitionen notwendig waren und ich den Blog zu Beginn auch in der Freizeit geführt habe. Trotzdem habe ich mir natürlich Gedanken gemacht und viele der Punkte, die auch im Businessplan vorkommen (Zielgruppen- und Konkurrenzanalyse, Zieldefinition, Marketing etc.) auch für meinen Blog analysiert und geplant.

Aber wer “Selbständig im Netz” werden will, bei dem handelt es sich meist um eine Vollzeitbeschäftigung, von der er Leben können muss. Und da ist ein Businessplan unbedingt zu empfehlen.

Wie schon erwähnt ist der Businessplan nicht nur für einen selber. Braucht man einen Kredit oder beantragt Fördergelder oder Coaching, dann ist ein Businessplan inzwischen Pflicht.

Als Fazit kann ich nur empfehlen, einen Businessplan zu erstellen. Das mag erstmal den eigenen Enthusiasmus etwas bremsen, aber das muss nicht schlecht sein. Denn wenn man unvorbereitet mit falschen, positiven Erwartungen startet, dann kommt oft der harte Fall. Und die Ausarbeitung des Businessplans sorgt auf jeden Fall für deutlich realistischere Erwartungen und Einstellungen.

Ein Businessplan ist nicht in Stein gemeißelt

Eins habe ich aber auch gelernt. Die Realität läuft oft sehr schnell anders als geplant. Während es nach 6 Monaten noch halbwegs stimmte, war der Businessplan zumindest bei mir nach 1-2 Jahren nicht mehr zu gebrauchen.

Ich habe so viel in meiner Selbständigkeit gelernt und ich habe Justierungen an meinen Leistungen vorgenommen, so dass natürlich vor allen die geplanten Zahlen nicht mehr gestimmt haben.

Da sollte man seinen Businessplan auf jeden Fall anpassen und mit der neuen Situation abgleichen. Sonst machen die geplanten Maßnahmen keinen Sinn mehr.

Irgendwann als das Geschäft lief und ich meinen Weg gefunden hatte, habe ich den Businessplan gar nicht mehr aus dem Schubfach geholt. Nur den Liquiditätsplan habe ich noch lange verwendet. Denn es ist gerade in den ersten 2-3 Jahren durchaus nicht ungewöhnlich, dass das Geld manchmal knapp wird. Und wenn man dann nicht genau weiß, wann Einnahmen kommen und Ausgaben anfallen, kann es sehr eng werden.


Links und Software zum Businessplan

Natürlich kann man seinen Businessplan einfach in Word schreiben. Aber es gibt gute Software und Websites, die eine an die Hand nehmen und durch die Erstellung leiten.

Ich habe damals das Softwarepaket des BMWi genutzt. Es gibt aber natürlich Alternativen.

Softwarepaket 10
Das BMWi hat eine eigene kostenlose Software für Existenzgründer bereit gestellt. Damit kann man unter anderem einen Businessplan Schritt für Schritt erstellen. Sehr empfehlenswert.

Businessplaner Online
Ebenfalls von BMWI kommt der Businessplaner Online. Dabei handelt es sich um einen Online Assistenten zur Businessplan Erstellung.

Lexware Businessplan
Von Lexware gibt es ebenfalls ein kostenloses Online-Tool, mit dem man seinen Businessplan Schritt für Schritt erstellen kann.

miniplan
Die Gründungswerkstatt Südhessen bietet ein Tool zum Download an, mit dem man den Zahlenteil des Businessplans einfach erstellen kann. Zudem gibt es dort Beispiele und weitere Unterstützung.

Businessplan Anleitung
Die IHK Berlin bietet eine umfangreiche Anleitung für die Erstellung des eigenen Businessplans an.


Businessplan Beispiele

Im Folgenden noch ein paar Links zu Beispiel-Businessplänen. Diese sollte man aber nicht einfach kopieren. Das bringt nichts. Aber als Inspiration sind sie nützlich.


Beratungs- und Informationstipps

Wer bei der Erstellung seines Businessplans Hilfe benötigt ist nicht allein.

Branchen-Verbände helfen gern mit Marktdaten weiter, genauso wie die IHK. Das Statistische Bundesamt bietet ebenfalls umfangreiche Daten zu Gewerbeanmeldungen.

Es gibt Gründungsoffensiven in jedem Bundesland und auch dort bekommt man Unterstützung und Beratung.

Die KfW hat eine Beraterbörse, wo man kompetente Berater finden kann.

Die IHK bietet teilweise auch Businessplan-Workshops an. Einfach mal bei der nächstgelegenen IHK-Niederlassung nachfragen.


Checkliste

 Ich habe Ziele definiert, die dem SMART-Prinzip entsprechen.
 Ich kann Geschäftsidee, Kundennutzen und USP problemlos in wenigen Sätzen darlegen.
 Ich habe einen Businessplan erstellt und mich ausführlich damit beschäftigt.
 Ich bin sicher in der Präsentation des Businessplans und kann Fragen beantworten.
 Ich werde den Businessplan in meiner Selbständigkeit nutzen und aktualisieren.
So geht es weiter

Im 4. Teil der Artikel-Serie “Schritt für Schritt in die Selbständigkeit im Netz” zeige ich welche Unterschiede es gibt, wenn man sich als Schüler, Student oder Arbeitsloser selbständig macht.


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
17 Kommentare und Trackbacks zu 'Schritt für Schritt in die Selbständigkeit im Netz – 3. Planung, Ziele und der Businessplan'

Kommentare zu 'Schritt für Schritt in die Selbständigkeit im Netz – 3. Planung, Ziele und der Businessplan' mit RSS

  1. 1 Nathanael kommentierte am 17.02.2011 um 15:08 Uhr

    Wow, ich bin fasziniert von Deinen ausführlichen Artikel in dieser Serie. Gratuliere dazu. Ich mache mich zwar nicht selbständig aber das macht wirklich fast Lust dazu… :-) Als ich von den Zielen die SMART sein sollten las kam mir mein Militärdienst in den Sinn und das hat bei mir ein wenig einen negativen Beigeschmack.

    Ausserdem bin ich der Meinung egal ob man nun selbständig werden will oder nicht. Jeder Blogbetreiber welcher es etwas ernster meint sollte sich zumindest auch ein paar Ziele setzen. Diese sollten eben auch SMART sein. Da muss ich mich selber an den Haaren packen und mal meine Ziele und meine Planung für meinen Blog machen.
    LG Nathanael

  2. 2 Csaba Nagy kommentierte am 17.02.2011 um 15:41 Uhr

    Hallo!

    Hut ab – spitzen Artikel aus der Serie (die anderen waren auch gut, aber dieser ist KLASSE!)!

    Ich bin der Meinung das man unbedingt einen Businessplan erstellen sollte, da dieser einem den Weg für die ersten Jahre Klar zeigt und man so nicht der Gefahr ausgesetzt ist einfach “abzugleiten”.

    Egal in welchem Bereich man Selbständig wird – ob eine Firmengründung mit mehreren Mitarbeitern oder “nur” die Selbständigkeit im Internet – ein Businessplan zeigt auch schon gleich am Anfang ob man richtig liegt mit seinem Vorhaben oder ob man noch etwas Überarbeiten muss.

    Eine Selbständigkeit will geplant und genau vorbereitet sein um nicht nach einem Jahr schon wieder aufhören zu müssen und der Businessplan zeigt da schon mal die ersten Fehler auf…

    MfG

    Csaba Nagy

  3. 3 Samuel kommentierte am 17.02.2011 um 16:23 Uhr

    Danke für die umfangreiche Linkliste am Ende des sowieso schon ausführlichen Beitrags.
    So langsam und allmählich sollte ich wohl auch mal einen Plan machen – Asche auf mein Haupt…

  4. 4 Mark kommentierte am 17.02.2011 um 18:24 Uhr

    Guten Tag,

    dieses Blog lese ich nun zum ersten Mal! Und ich bin sehr positiv überrascht, wie gut, ausführlich und kompetent die Artikel sind. Vor allem, dass was hier zum Thema Planung und Businessplan geschrieben wird, ist sehr informativ.

    Auch ich hatte das Problem, dass ich eine Zeitlang ohne einen “Plan bzw. Konzeption” drauf los gearbeitet habe, nach ein paar Monaten ist man dann aus meiner Sicht so mit “unwichtigen” Themen beschäftigt, dass die wesendlichen Punkte ganz und gar außer Acht gelasen werden.

    Zum Thema Businessplan –> solange man nicht zur Bank oder zu Investoren rennt, braucht man “aus meiner Sicht” keinen, er ist zu Zeitaufwendig, damit dieser auf dem Laufwerk C: verschimmelt…

    Meine Planung habe ich mit einem Organigram Tool (Aris Express) erstellt und an die Wand gehängt!

  5. 5 Nathanael kommentierte am 18.02.2011 um 10:50 Uhr

    @Mark Ist halt die Frage wie ausführlich Dein Businessplan sein soll, wenn Du ein Organigram erstellst und das an die Wand heftest ist das meiner Meinung nach auch eine Art Businessplan. Ist halt ein weiter Begriff. Oder versteht man unter einem Businessplan eine genaue Vorgabe?
    LG Nathanael

  6. 6 Stefan kommentierte am 18.02.2011 um 11:01 Uhr

    Hallo Peer,

    für mich kommt deine Artikel-Serie wie gerufen. Ich schlage mich gerade mit meinem Businessplan herum und manches gestaltet sich eher zäh. Besonders die finanziellen Aspekte sind für mich schwer abzuschätzen. Ich hoffe, dass deine tollen Artikel und Links mich da weiterbringen ;-)

    Vielen Dank für deine Beiträge und ein schönes Wochenende.

    Stefan

  7. 7 Christian Straub kommentierte am 18.02.2011 um 11:40 Uhr

    Hallo!
    Ich schließe mich meinen Vorrednern an und bedanke mich ebenfalls für diesen ausfürhlichen und wertvollen Beitrag. Die Tipps zum Thema Business Plan hätte ich bei meinem Start vor circa einem Jahr gut gebrauchen können.
    Ich bin der Meinung, dass ein Business Plan immer nötig ist, auch wenn man kein Kredit von einer Bank oder ähnliches benötigt. Denn durch die detaillierte Beschreibung der Ziele, Finanzierungsplan usw. macht man sich selbst immer wieder klar was wichtig ist und was nicht. Meiner Meinung nach dient ein Businessplan Prioritäten bei der Durchführung von Anfang an zu setzen.

    Gruß,
    C

  8. 8 Stefan kommentierte am 18.02.2011 um 11:48 Uhr

    Dank Google hab ich den Weg hier auf die Homepage gefunden und bin auf diesen für mich sehr interessanten Artikel gestoßen. Ein echt Klasse Artikel der sehr hilfreich für mich persönlich ist.

  9. 9 Haris kommentierte am 18.02.2011 um 14:15 Uhr

    Echt toller Artikel.
    Die komplette Artikelserie finde ich einfach Super. Ich war mal in richtung Projektmanager tätig und da lernt man einfach, dass Planung die halbe Arbeit ist. Wenn man Plant welche Dinge man zuerst erledigt, was danach kommt und so weiter, dann ist es später umso einfacher das Projekt umzusetzen. Natürlich kann man das jetzt nich 1 zu 1 vergleichen. Im Projektmanagement hat man einen Zeitraum von sagen wir einem halben Jahr und bis da hin muss es abgeschlossen sein und wenn es das nicht ist dann gibt es Probleme :-).
    Als Selbstständiger hat man es da zumindest ein wenig einfacher. Natürlich kommt auch da kein Geld ins Haus wenn etwas nicht fertig wird aber man ist zumindest nicht (immer) an Verträge gebunden die einen aus den Socken hauen, wenn man sich nicht daran hält.

    Najo jetzt hab ich viel zu viel drum herum erzählt :-)
    Um es auf den Punkt zu bringen: Meiner Meinung nach ist Planung sehr wichtig. Je größer das Projekt ist umso mehr Zeit sollte man sich für die Planung nehmen.

    LG Haris

  10. 10 Klaus Schaumberger kommentierte am 18.02.2011 um 14:15 Uhr

    Ein ausführlicher Artikel, dem ich einige hoffentlich nützliche Dinge hinzufügen möchte.

    - ein Businessplan lebt – das heißt das sich Ziele und Stratgien auch ändern können und Pläne angepasst werden müssen. Zudem zeigt die Realität recht schnell auf was von der Planung in der Praxis funktioniert. Der Businessplan dient also auch als Leuchtturm – Stichwort Controlling (Soll/ Ist vergleich)
    - Jeder der Kapital benötigt muss einen Businessplan vorweisen – ob für das Arbeitsamt, die Hausbank, Businessangel oder VC´s
    – die gefassten Ziele bestimmen die Strategie, die Strategie wiederum bestimmt die eingesetzten Instrumente – sich keine Ziele zu setzen bedeutet rein wirtschaftlich gesehen eine Vergeudung der Humanresource (Vergleiche – What they don´t teach at the harvard businesschool – Abhängigkeit Ziele und Einkommensentwicklung)
    - das Alleinstellungsmerkmal ist bei bestimmten Existenzgründern entbehrlich (siehe Artikel auf existenzgruender-helfer.de) z.B. für einen Existenzgründer – Urologen – USP besteht rein aus der geringen Verfügbarkeit – nur 5040 Urologen bundesweit.
    - natürlich kann der Businessplan alleine geschrieben werden – der Bund und die Bundesländern fördern jedoch jederzeit – auch vor der Existenzgründung in der Ideen- und Planungsphase – die Ünterstützung durch einen Gründungsberater. Das ist ein freiwillige Unterstützung die Gründer nutzen können. Die Statistik spricht dabei eindeutig für eine Gründungsberatung – da Gründungen mit Gründungsberatung öfter erfolgreich sind als ohne.
    - zu dem neuen und ebenfalls wieder sehr guten Softwarepaket muss ich leider aus der Praxis sagen, das es keiner benutzt. Warum ist mir und auch meinen Beraterkollegen schleiherhaft. Unsere Erklärung lautet schlicht – Wissensdefizit – das Produkt findet seinen Weg nicht zum potetiellen Existenzgründer. Wer wissen möchte wie diese Software aufgebaut ist und was die noch verfügbaren Vorgängermodelle des BMWi bieten lese bitte den entsprechenden Artikel auf existenzgruender-helfer.de

    Gruss Klaus Schaumberger

  11. 11 Mark kommentierte am 18.02.2011 um 18:35 Uhr

    @Nathanel,

    naja, wie gesagt, es kommt darauf an, für was man den Businessplan benötigt. Ist dies ein B-Plan für die Bank, dann sind die wesendlichen Bestandteile immer gleich. Unternehmensbeschreibung (Gesellschafter, Unternehmensforum etc.) Projektbeschreibung, Produktbeschreibung, Zielgruppe, Zielgruppenanalyse, Standortbeschreibung (wenn kein Internetbusiness), Umsatzplanung für die nächsten 3 Jahre.

    Das Organigramm ist eine Planung für sich selbst.

  12. 12 Nathanael kommentierte am 19.02.2011 um 10:56 Uhr

    Danke Mark für die Erklärung. Wusste ich nicht. :-)
    LG Nathanael

  13. 13 Kai kommentierte am 22.02.2011 um 09:47 Uhr

    Wieder ein klasse Artikel! Danke.

    Ich bin der gleichen Meinung wie wahrscheinlich alle, die vernünftig in die Selbständigkeit gehen wollen. Ein Businessplan gehört einfach dazu, selbst wenn ich ihn niemand anderes vorlegen muss. Für mich ist es einfach notwendig, meine Ziele zu formulieren. Dabei muss ich mir zwangsläufig ernsthafte Gedanken machen, wie ich im Moment dastehe und wie ich meine Zukunft als Selbständiger sehe. Bringe ich das zu Papier, strukturiere ich meinen Weg in die Selbständigkeit immer weiter und kann an der Entwicklung sehen, wie realistisch ich geplant habe und entsprechend reagieren.

  14. 14 astrid kommentierte am 01.03.2011 um 17:39 Uhr

    Ich bin überzeugt. Wenn ich mich dazu entscheide eine selbständige Arbeit zu starte dann werde ich auf alle Fälle einen Plan mit Zielen erstellen. Da ich auf jeden Fall erst neben meiner festen starten werde dachte ich immer der Plan ist nicht so wichtig, sondern ich „schnuppere“ erst einmal.
    Liebe Grüße
    Astrid

  15. 15 Alex kommentierte am 09.03.2011 um 08:03 Uhr

    Vielen Dank für den nützlichen Artikel. Ich kann nur bestätigen, dass es sinnvoll ist, eine Abschätzung der Finanzen vorzunehmen und vor allem auch von kompetenten Stellen begutachten zu lassen (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, fachkundige Stellen)

    Auch wenn es einem wie in meinem Fall passieren kann, dass man auf diese Schätzungen festgenagelt wird, wenn man z.B: Förderungen etc. erhält. Deswegen ist es in solchen Fällen oft sinnvoll, etwas konservativer zu planen und sich im Zweifel von positiveren Zahlen überraschen zu lassen.

    Wie es bei meinem Projekt bisher lief, lässt sich sagen: Es dauert immer länger als man denkt (insbesondere wenn man kein Frendkapital aufnimmt) und es passieren immer mehr Fehler als man ahnt. Aber nach einiger Zeit kann man auch solche Eventualitäten gut einplanen.

  16. 16 Chris kommentierte am 17.04.2011 um 10:45 Uhr

    Hier kann ich nur sagen Hut ab, den der Buissnesplan ist das Schwierigste an der Sache, schnell erstellt ist das ganze schon aber kann man sich selbst damit Identifizieren? Der Plan Spiegelt die Persönlichkeit des Unternehmers wieder, ich habe mit meiner Ex Unternehmensberatung nur eine Checkliste abgearbeitet und bum fertig war das ding, ab zum Steuerberater und dann abgeben, fertig das wars, nach meinem Wechsel haben wir einen neuen erstellt wo auch endlich ICH drin stecke.

    Die Hilfen und Beispiele die Peer hier aufzeigt sind ein Traum für jeden der mit dem Gedanken spielt sich Selbständig zu machen, wenn man dann noch eine gute Unternehmensberatung genießt ist es Perfekt.

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