Datenschützer macht ernst – Einnahmequellen nun auch bedroht?

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Nun wird es langsam lächerlich. Wie heise.de vor ein paar Tagen berichtet hat, greift der niedersächsische Datenschutzbeauftragte Joachim Wahlbrink nun durch und möchte in einem Fall (ob es noch andere gibt, ist derzeit nicht bekannt) ein Exempel an einem Foren-Betreiber statuieren.

Konkret geht es um Matthias Reincke, der 2 Foren betreibt. Soweit so gut. Dort hat er aber unter anderen einen IVW-Zählpixel und AdSense sowie das Amazon Partnerprogramm eingesetzt.

Nun soll der Forenbetreiber nicht nur auf auf den Einsatz von Google Analytics verzichten, sondern auf AdSense und Amazon auch.

Analytics weiter im Visier

Ich gebe zu, dass ich als Nicht-Jurist nur bedingt beurteilen kann, was rechtlich gesehen noch Okay ist und was nicht.

Aber ich kann versuchen einen halbwegs gesunden Menschenverstand einzusetzen und bestimmte Entwicklungen zu beurteilen. Und da muss man sich nun schon etwas Sorgen machen.

Dass Google Analytics schon lange im Visier der Datenschützer steht, ist ja nun nichts neues.

Und so ist es nun auch nicht so überraschend, dass ein Forenbetreiber wegen einem anderen Analytics-Dienst, nämlich dem der IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.) Ärger bekommt.

Leider gibt es nach meiner Meinung noch immer keine wirklich verlässliche Grundlage, welche Dienste legal in Deutschland sind und welche nicht. Wie es ein User im Heise-Forum so gut formuliert hat: Entweder man verbietet Google Analytics und Co. in Deutschland und jeder weiß, dass es verboten ist oder man verbietet es nicht. Aber dann sollen uns Datenschützer und Co. in Ruhe lassen.

Natürlich kann und sollte man darüber diskutieren, ob IPs wirklich personenbezogene Daten sind. Aber wenn es offiziell verboten werden würde, wüsste man zumindest ganz klar, woran man ist.

Facebook, Hoster und Co.

Stattdessen herrscht eine deutliche Unsicherheit. Am sichersten wäre es wahrscheinlich, wenn man jeglichen Trackingcode aus seinen Seiten entfernen würde.

Das würde uns zwar in die Web-Steinzeit zurück werfen, aber das scheint in einem Land, dass im IT-Sektor zur Weltspitze gehören will, niemanden zu stören.

Aber der Ausbau der Scripte für Facebook und Co. ist ja das eine. Man könnte einfach normale Links einbauen, was zwar die Interaktivität kosten würde, aber sicher auch keine Katastrophe wäre.

Interessant waren in dem Zusammenhang jedoch 2 andere Dinge, die von Heise in dem geschilderten Fall berichtet wurden.

Zum einen gab es wohl auch eine Beanstandungen der Tatsache, dass der Hoster als “Auftragsdatenverarbeiter” fungiere und Herr Reincke einen Vertrag für die Auftragsdatenverarbeitung durch den Hoster abschließen muss. Da muss man sich doch schon fragen, auf welchem Stern da manche Leute leben. In Deutschland gibt es Millionen Websites und alle (!) sammeln Daten. Und wenn es nur die Statistik ist, die der Hoster selber bereit stellt.

Datenverarbeitungsverfahrensbeschreibung

Eine weitere Forderung seitens des Datenschutzbeauftragten betrifft die “Datenverarbeitungsverfahrensbeschreibung für das Verfahrensregister beim Datenschutzbeauftragten“. Dabei handelt es sich um eine Meldepflicht durch das Bundesdatenschutzgesetz, wenn personenbezogene Daten automatisiert verarbeitet werden. Und da dies eigentlich jeder Hoster macht, müsste jeder Website-Betreiber so eine Meldung abgeben.

Die Meldung ist nicht notwendig, wenn ein Beauftragter für den Datenschutz bestellt wurde. Allerdings hört es sich so an, als wäre es für alle notwendig.

Ach ja, übrigens kostet die Bearbeitung dieser Anmeldung zumindest in Niedersachsen 100 Euro.

Einnahmenquellen nun auch bedroht?

Als wäre das alles nicht genug, sind nun auch verschiedene Einnahmequellen in den Augen der Datenschützer nicht Datenschutzkonform.

So wurde der Foren-Betreiber aufgefordert Google AdSense und das Amazon-Script zu entfernen. Es mag sein, dass auch diese Services der überzogenen Rechtsauslegungen des betroffenen Datenschutzbeauftragten nicht genügen. Allerdings ist diese Forderung angesichts der Tatsache, dass diese Anbieter millionenfach eingesetzt werden einfach nur lächerlich und unverhältnismäßig.

Wie sieht es nun für die einzelnen Einnahmequellen aus?

  • AdSense und Co.
    Nach Ansicht des niedersächsischen Datenschutzbeauftragten ist AdSense nicht Datenschutzkonform, da hier eine Kommunikation mit den Google Servern stattfindet und unter anderem wohl die IP-Adresse übertragen wird. Andere Dienste, die ebenfalls die IP-Adresse des Besuchers übertragen, sind dann wohl auch betroffen.
  • Affiliate Marketing
    Reine Affiliate-Links sind unproblematisch, da die Datenerfassung erst auf den Seiten des Merchants bzw. des Netzwerkes stattfinden. Wer jedoch interaktive Scripte einsetzt, könnte ebenfalls Ärger bekommen.
  • Werbenetzwerke
    Auch hier findet eine Kommunikation mit dem Server des Werbenetzwerkes statt. Ob dabei IP-Adressen der Leser übertragen werden ist unklar. Notwendig wäre es sicher nicht wirklich.
  • Direktvermarktung
    Baut man selber Werbebanner als normale Bild-Links in seine Website ein, sollte das kein Problem sein. Nutzt man einen externen Banner-Server-Dienst, könnte das auch problematisch sein.
  • bezahlte Posts
    Dies sollte kein Problem darstellen.
  • sonstige
    Im Endeffekt ist jede Einkommensquelle, die Daten des Users sammelt und verarbeitet nach Ansicht des Datenschutzbeauftragten nicht in Ordnung. Außer man holt im Vorfeld die Einwilligung des Lesers ein, was ich aber immer noch für nicht praktikabel halte. Und Nutzer werden sicher auch nicht davon begeistert sein, auf jeder neuen Website erstmal eine Einwilligung durchzulesen und zu akzeptieren.

Was müsste ich entfernen und was sind Alternativen?

So wie es aktuell aussieht, müsste ich doch eine Menge Services von meiner Website entfernen.

Auch wenn ich Google Analytics mit der IP-Maskierung versehen habe, wird es Datenschützern wohl immer noch ein Dorn im Auge sein.
Aktuell teste ich gerade Open Web Analytics und eTracker. Nach einer Weile werde ich die Daten mal vergleichen und sehen, ob eines davon eine praktikable Alternative ist.

Die interaktiven Buttons von t3n.de, Twitter und Facebook müsste ich genauso entfernen (bzw. durch statische Links ersetzen), wie z.b. die Blog-Counter.

Weh tut es dann bei den Einnahmequellen. AdSense ist zwar nur für einen geringen Teil meiner Einnahmen verantwortlich, aber da müsste ich auch aktiv werden.

Meine Affiliate-Links müsste ich überprüfen und zumindest bei Online-Rechnern oder ähnlichem klären, ob das noch Okay ist.

Nicht zu vergessen, dass man dann wohl auch Feedburner abschaffen müsste und auch die Einbindung der VGWort-Zählpixel kritisch wäre.

Da lässt sich als Fazit ziehen, dass es doch deutlich Einschnitte in der Funktionalität und bei den Einnahmen mit sich bringen würde.

Gehen die Datenschützer nun gegen alle vor?

Laut Michael Knaps, Sprecher des Datenschutzbeauftragten in Niedersachsen, geht man nun aber nicht generell gegen alle vor, sondern nur bei entsprechenden Hinweisen. Sehr schön. Es reicht also nicht, dass es keine wirklich sichere gesetzliche Basis gibt, nun wird auch noch das Denunzieren von Websites unterstützt.

Da weiß man ja nun was man machen muss, will man einen unliebsamen Konkurrenten im Web schädigen.

Tut mir leid, aber diese Vorgehensweise ist im höchsten Grade undemokratisch und entspricht nicht dem, was ich unter einem Rechtsstaat verstehe. Entweder man gibt ganz klare Regelungen heraus, kommuniziert diese auch deutlich und verbietet Dienste, die in Deutschland nicht legal sind. Oder man hält einfach die Klappe. Sorry für die Ausdrucksweise.

Dass Datenschutzbehörden es nicht einfach haben und gegen wirtschaftliche Interessen ankämpfen müssen verstehe ich. Und ich halte den Datenschutz für wichtig. Aber die Datenschützer sollen sich bitte nicht auf dem Rücken kleiner Website-Betreiber etablieren, nur weil sie nicht in der Lage sind, Gesetze und Großunternehmen entsprechend zu beeinflussen.

Am besten wäre es, wenn einer, der ähnliches erlebt wie der Forenbetreiber, einfach mal vor Gericht zieht und klare Verhältnisse geschaffen werden.

Fazit

Es gab zwar nun schon Meldungen, nach denen viele große Websites die Nutzung von Google Analytics beendet haben, aber das habe ich selber nicht nachgeprüft.

Ist dies tatsächlich der Fall müsste Google nun wirklich schnell reagieren. Denn auch wenn man sich nur ungern unter Druck setzen lässt, so ist Google Analytics ein sehr wichtiges Tool für Google, ebenso wie AdSense. Und Google kann es sich nicht leisten, das diese Dienste in Deutschland für illegal erklärt werden.

Ich teste, wie gesagt, aktuell gerade 2 alternative Tracking-Lösungen, die datenschutzkonform sein sollen. Allerdings breche ich nun auch nicht in Panik aus und warte mal die weiteren Entwicklungen ab.

Es kann eigentlich nicht im Sinne der Wirtschaft und der Politik sein, dass in Deutschland jegliche moderne Technik auf Grund von Datenschutzbedenken verbannt wird.

Es muss eine Lösung gefunden werden, die dem Datenschutz mehr Rechnung trägt, aber Deutschland auch nicht im Rest des Internets abkoppelt.


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Kommentare

  1. meint

    Hi Peer,

    super dass Du das nochmal aufgreifst, ich hatte Gestern noch den Artikel dazu im Web gesucht…

    Es macht aber auch wirklich keinen Spaß mehr im “Deutschen Internet” – so viele sinnfreie Regeln und Gesetze, kein Wunder dass kaum Innovation aus unseren Landen kommt.

  2. meint

    Grausig. Habe die Infos gestern von Vlad verfolgt und erschüttert den Kopf geschüttelt. Wenn nicht soviel dranhängen würde könnte man sich ja lustig über den Datenschützer machen; aber leider vergeht mir das Lachen in Deutschland immer mehr. Die Frage bleibt: Wieviel Irrsinn vertragen wir noch?

    sonnige Grüße vom Bodensee
    Jörg

  3. meint

    Datenschutz ist definitiv nicht das, was manchen angeblichen Datenschützer so umsetzten wollen. Höchstens den eigenen Arbeitsplatz schützen, durch Verbreitung von irrsinnigen Ausführungen und Anordnungen. Wie viele Politiker keine Ahnung von der Materie haben, so scheint sich das keine Ahnung haben bei den vermeintlichen Datenschützern nun auch durchzusetzen. :neutral:

  4. meint

    Ich kann nur sagen…..Blinder Aktionismus! Der Datenschutzbeauftragte braucht wirklich einen Blindenhund. Oder vielleicht ist er politisch aktiv und will damit weiter kommen.

    Allein die Aussage mit den Hinweisen! Das ist rechtsmissbräuchlich! “Wir drücken alle Augen zu, es sei den jemand öffnet sie uns”

    Ich kann nur den Kopfschütteln……gut das die advocard gibt.:wink:

  5. meint

    Spinnen wir den Gedanken doch einmal weiter: Was passiert denn bei Content-Einbindungen via Javascript oder IFRAMEs? Youtube-Videos? Sharen von Slideshows? – alles nicht möglich in der schönen neuen Datenschutzwelt, weil jedes Mal ein fremder Server kontaktiert wird und somit die IP-Adresse übertragen wird. Die einzig plausible Lösung ist, IP-Adresse nicht als personenbezogen zu definieren.

  6. meint

    Hey Peer,
    wirklich wieder ein super Artikel denn dieses Thema betrifft ja nun wirklich jeden der eine Website betreibt.
    Es bleibt wirklich nur zu hoffen das er mit diesem “Mist” nicht durchkommt. Das wäre wirklich ein bedeutender Einschnitt.

  7. meint

    Aufgrund des globalen Charakters des Internets dürften solche Regeln, wenn überhaupt, wieder mal nur bei kleineren Betreibern durchsetzbar sein, die nicht so einfach die Möglichkeit haben, ihren Firmensitz in ein liberaleres Land zu verlegen. Letztendlich dienen sie damit wieder mal nur dem Schutz der Großen vor heranwachsender Konkurrenz. Dennoch würde ich jetzt erst mal abwarten. Von der Idee, das gesamte deutsche Internet auszudrucken und bei der Deutschen Nationalbibliothek zu hinterlegen, hat man schließlich auch lange nichts mehr gehört …

  8. meint

    Hallo Peer
    Man sollte hier erst einmal abwarten, die Datenschützer aus den anderen Bundesländern haben eine ganz andere Strategie eingeschlagen und vieles wird heißer gekocht, als es gegessen wird.

    Dass man sich hier in Europa auf einige Neuerungen einstellen muss, sollte aber jedem klar sein, der sich im Affiliatemarketing auch in internationalen Gewässern bewegt. – Die Trendwende zu mehr Transparenz ist schon lange im Gange.

    Dass die Datenschützer natürlich kein Know-how auf diesem Gebiet haben und unsere Gesetze noch sehr viel Nachholbedarf haben ist auch klar aber da muss man wie gesagt erst einmal abwarten.

    LG Daniel

  9. meint

    Hallo Peer,

    langsam nimmt das ganze wirklich erschreckende Ausmaße. Was man nicht vergessen darf ist das man rein theoretisch auch bei einer “nackten” Website abgemahnt werden kann, wenn z. B. der Hoster zwecks Entlastung Abfragen auf ein CDN auslagert. Eine Einbindung eines YouTube-Videos wäre danach auch problematisch.

    Wenn die Datenschützer erst auf Hinweise reagieren, dann öffnet das Tor für einen erbitterten Konkurrenzkampf, wo jeder jeden anschwärzt. Es könnte allerdings auch die Datenschützer ausbremsen, wenn irgendwelche Spaßvögel alle große Verlags- und Zeitungsseiten anschwärzen, dann bekommen es die Datenschützer mit den jeweiligen Rechtsabteilungen zu tun und wir kleinen Schlucker haben dann ein paar Jahren ruhe. :-)

  10. Martin meint

    Hi,

    also, AdSense funktioniert wie?

    – Es nimmt sich den Textinhalt und präsentiert dazu passende Links. Was ist daran nicht Datenschutzkonform?
    Darüber dürfte sich nur der Website-Betreiber beschweren, dessen Texte ausgelesen werden. Da dieser aber die ausdrückliche Zustimmung dazu gibt (Indem er die AGB akzeptiert und die bereitgestellten Codes auf seiner Website einbaut) ist das wohl weniger realistisch.

    – Cookies von “Googlern” werden benutzt. Sucht jemand einen Tag lang nach “Siemens” und gelangt am Abend auf eine Seite von “Bosch” so wird dort mit 90% Wahrscheinlichkeit AdSense-Werbung in Form von “Siemens”-Links präsentiert, vorausgesetzt AdSense ist auf der entsprechenden besuchten Seite vorhanden ;)

    – Der “angemeldete Googler”. Wenn man ein Google Konto besitzt, im eingeloggten Zustand seine Suche vollzieht und eventuell noch diese “Search-History” (Weiß im Moment nicht wie das heißt) aktiviert hat, werden auch diese Daten ausgewertet und weiter verwendet um die bestmögliche Werbung via AdSense anzuzeigen.

    Was nun?

    – Jemand der bei Google sucht und die Speicherung von Cookies und weiteren Diensten erlaubt, eventuell sogar noch mit seinem Konto angemeldet ist, sollte sich Googles Datenschutzbestimmungen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen bewusst sein.
    Ist er dies: So stellt AdSense doch kein Problem dar. Denn der Benutzer hat doch zugestimmt, dass eben diese Cookies oder die Daten aus dem Google Konto auch für (personalisierte) Werbung eingesetzt werden darf, kann und wird.
    Das mündet dann eben in AdSense.

    Und noch ein “Was nun?”

    – Das einzige worüber sich nun noch jemand aufregen darf, ist die Werbung an sich, also das der Betreiber der Website überhaupt welche auf seine dargebotenen Seiten zeigt.

    Wem das nicht gefällt, der sollte die Seite nicht besuchen oder einen der zahlreichen bekannten Werbe-Blocker benutzen.

    Zusammengefasst fordern Datenschützer also, das ein Webseitenbetreiber dafür verantwortlich gemacht wird, dass ein beliebiger Internetbenutzer, welcher (auch wenn es nur ein einziges mal war) Google besucht /benutzt und somit dessen AGB zustimmt. Und bevor Fragen kommen, Ja, auch der einfache Besuch von Google (Besser gesagt die Benutzung) reicht aus um all diese Bedingungen zu akzeptieren. Nur irgendwie schert sich niemand darum die dortigen Datenschutzbestimmungen zu lesen. (Ich meine die der einfachen “Google-Suche” und nicht von einzelnen Diensten wie AdSense, Mail usw.)

    Ich gehe davon aus, dass auch Datenschützer Google benutzen. Somit haben Sie dessen Interessen akzeptiert und tragen dazu bei.
    Warum also nun einen Seitenbetreiber auf Korn nehmen?

    Sorry, der Kommentar ist sehr lang und eventuell manchmal etwas verwirrend. Ich korrigiere aber nichts, da es ein Kommentar aus der “Wut” heraus war, wie manche sogenannten “Datenschützer” IT-Konform sind…

    Soviel zu AdSense.
    Zu den anderen Punkten kann man ähnlich argumentieren, aber das sollte erst einmal reichen ;)

    Gruß,
    Martin

    Für Anmerkungen oder Hinweise auf eventuelle Fehleinschätzungen stehe ich gern zur Verfügung.
    Danke an Kritiker ;)

  11. meint

    Hab davon ja noch gar nichts gehört… Nun gehts ja los! Google Analytics ist auf jeden Fall ein nützliches Tool! Nutzen es auch hier im Büro! Einfach nur lächerlich und hoffentlich wird dieser Wahnsinn bald gestoppt.

  12. meint

    Tja.. und was soll man da jetzt machen? Gegen so einen Käse hilft vermutlich nicht mal eine Rechtsschutzversicherung, oder? Da frag ich mich wirklich, ob ich als kleiner Webseitenbetreiber jetzt meine Seiten gleich einstampfen soll oder es auf einen Brief der Datenschützer ankommen lassen kann. Mit einer Ermahnung ist es in der Regel ja nicht getan, die wollen gleich Bußgelder sehen für etwas von dem man vorher gar nicht wusste, dass es als strafbar betrachtet wird.

  13. meint

    Hallo Peer,
    das “Abmahn-Schwert” schwebt einmal mehr über jedem Website-Betreiber. Manch einer wird sich ob dieser und anderer “Gefahren” sicherlich sagen, “Ok, dann blogge ich lieber gar nicht (mehr)”. Nicht auszumalen, wieviele potentiell gute Inhalte dabei verloren gingen. Ich bin ganz deiner Meinung, es müssen klare Regelungen her.

  14. meint

    Ich denke auch, dass der Datenschutz in dieser Form lächerlich ist und nicht praktikabel. Das wird dem betreffenden Forenbetreiber aber nicht helfen.

    Ich finde die Art und Weise einfach sehr fragwürdig. Statt für klare Verhältnisse zu sorgen, was wahrscheinlich nicht gelingen wird, da sich die Datenschützer nicht durchsetzen, werden nun die kleinen Website-Betreiber angegangen.

    Wieso geht der Mann nicht gegen große Portale vor? Weil die sich rechtlich wehren würden!

    @ Perun
    Ich erwarte da eigentlich keine große Abmahn- bzw. Denunzierungswelle, da wahrscheinlich 99% der Websites in Deutschland irgendwas datenschutzrechtlich anzuhängen wäre.

  15. meint

    Naja, so kann man sich durch übereifrige Datenschutz”beauftragte” ins Aus schießen. Deutschland mit lauter Sonderregelungen.. bald weg vom internationalen Fenster? Und der Staat sammelt weiter eifrig unsere Daten. Was der damit irgendwann anfängt, mir schwant nix gutes… Trotzdem, ich glaube , dass Thema wird zwar momentan heiss diskutiert, dennoch noch keine Panik. Das muss sich erstmal durchsetzen….

  16. meint

    Ein klasse Artikel, vielen Dank! Was Datenschützer hier veranstalten kann doch nicht gesetzeskonform sein! Da werden kleine Webseitenbetreiber(auf welcher Grundlage eigentlich?) abgemahnt. Die Datenschützer sollen sich mal mit Burda oder Springer oder einem anderen Großunternehmen anlegen, aber die wissen genau das Sie da keine Chance haben. Es werden mittlerweile so viele Fremddienste eingebaut, Facebook, Twitter, Disqus, t3n und hundert Andere. Sollen wir in Deutschland nun alle Dienste verbannen und auf das Niveau von 1996 zurückfallen? Das kann weder im Interesse von Politik, Nutzer und vor allem Seitenbetreiber sein. Sollte ich jedenfalls von den Datenschützern wegen solchen Sachen abgemahnt werden, gehe ich vor Gericht. Und dank der gewerblichen Rechtsschutzversicherung ist das auch nicht so teuer, kann es nur jedem Webmaster empfehlen.

  17. meint

    manchmal frage ich mich, wie bekloppt müssen einzelne Leute in einer Behörde sein, um solch einen Unsinn durchzuziehen, das ist nicht nur reine Schikane, sondern wieder mal ein schönes Beispiel für Steuerverschwendung!

    Deutschland, ein Sumpf von Abmahnern und schikanöser Behördenwillkür?

    an diesen “Rechtsstaat” glaube ich schon lange nicht mehr, was für die hiesige Politik allein zählt, ist eine harmonische Zusammenarbeit mit den “Vertragslobbyisten”, der Rest bleibt, mehr oder weniger auf der Strecke.

    Damit keine Zweifel aufkommen, ich bin sehr für solide Datenschutzregeln, womit aber der redliche Wettbewerb und Verbraucher gut leben können, davon sind die §-Fetischisten meilenweit entfernt.

    Was mir noch wieder mal dazu spontan einfällt:

    Willkommen in der Bananen-Republik-Deutschland, wo Gängelei und Korruption Hochkonjunktur hat ;)

    Freundliche Grüsse

    Jürgen.

  18. meint

    Ich hoffe diese dämliche Diskussion wird sich irgendwann in Luft auflösen. Die IP wird immer übertragen, ob es nun Analytics, Etracker oder sonst ein Dienst ist. In jedem Server-Access-Log stehen die IP-Adressen der Besucher. Wer nicht möchte, dass seine IP-Adresse übertragen wird, sollte die Verbindung ins Netz kappen. :???:

    Wenn man mit Analytics wegen sowas abgemahnt wird, kann man praktisch jeden Webseitenbetreiber abmahnen, den jeder hat Zugriff die IP-Adressen der Besucher und kann somit auf seinem Server damit machen was er will! Sowas sollte auch den unterbelichteten deutschen Behörden einleuchten.

  19. Martin meint

    @Tobias (17)

    Du sagst es, die IP wird immer übertragen. Auch wenn auf Seite X von User Z das Bild von Server Y angefordert und ausgegeben wird. (Zum Beispiel Bilder bei Flickr gehostet und dementsprechend in die Seite eingebaut.

  20. meint

    @Tobias
    Ganz so einfach ist es nicht. Wenn Du einen Server mit Root-Rechten betreibst kannst Du sehr wohl dafür sorgen, daß die IP-Adresse der Besucher nicht gespeichert wird. Auch viele Webhoster gehen dazu über, die IP-Adressen zu anonymisieren.

    Insofern kann man das in seinem eigenene Verantwortungsbereich durchaus datenschutzkonform gestalten, wenn man will.

    Problematisch sind allerdings extern eingebundene Ressourcen, wie eben Analytics, Adsense, Tracking-Codes, YouTube-Videos usw. Für diese externen Server kannst du in der Regel nicht die Einhaltung der Datenschutzbelange garantieren.

    Alles hängt aber letztendlich nur daran, ab eine IP-Adresse personenbezogen ist order nicht.

  21. meint

    Hallo!

    Bei uns in Österreich höre ich nichts dergleichen. Aber wie gewohnt wird Österreich sicher früher oder später nachziehen.

    Ich bin mir auch nicht im klaren darüber wie es mit meiner Seite aussieht…Ich habe ja eine Domain mit .de als Endung aber einen Österreichischen Host.

    Wenn sich da zu meinem Nachteil etwas verändern sollte, werde ich einfach meinen Host nach Asien samt Serverstandort verlägen…die sind auch sehr zuverlässig.

    Da ich doppelstaatsbürger bin werde ich notfalls meinen Wohnsitz auch ändern. Aber ich werde sicher nicht auf meine Einnahmen, wegen irgend einem Schwachkopf oder Irrsinnigen Deutschen Gesetzen, verzichten!

    Selbständige im Internet haben ja zum Glück die Freiheit dort zu Leben wo man einen nicht den ganzen langen Tag in seinen Rechten beschneidet und immer nur Gesetze bring die den kleinen schaden und die grossen kaufen sich wieder Frei und der Staat schneidet immer gut ab!

    FAZIT: Ab nach Asien, Australien oder Neuseeland…Südamerika mit Urugay wäre auch noch möglich…!

    MfG

    Csaba Nagy

  22. Peter meint

    Ist es nicht so das Herr Reincke das ganze eskalieren lassen will um wenn nötig vor Gericht Klarheit zu schaffen? Wenn ja wo können wir für gut Anwälte spenden ;-)

  23. meint

    Piwik ist leider nur bis zu einem gewissen Traffic praktikabel, irgendwann wirds soviel das man einen eigenen Server nur für Piwik bräuchte. :(
    Am Anfang mosert Piwik ja nur bei der Monatsübersicht rum, aber irgendwann wirds nervig. Vote for mehr RAM. :D

  24. meint

    Die Datenschützer sollten lieber mal der Realität ins Auge sehen und endlich ihren Job an den Nagel hängen, da es effektiv keinen Datenschutz gibt und nie gegeben hat.
    Zum Thema Tracking von Besucherzahlen, also da hilft einem auch nichts wenn man zu einem anderen Anbieter geht, auch die ganze Sachen rund um die aktuelle Diskussion was sein darf und was nicht, ist alles nur heisser Brei um nichts, denn wenn man die derzeitige Diskussion mal nüchtern analysiert, müsste man eigentlich das Internet verbieten… ;-)
    Da jeder Besuch, jede Suche und jede interaktivität ihre Spuren hinterlässt und zwar direkt und indirekt.
    Soviel zum Datenschutz!
    Bleibt Cool – entweder man verbietet das Internet als solches (direkt), – oder alle Anbieter wechseln ins Ausland, oder was eher real ist es bleibt alles beim Iststand.

  25. meint

    Ich hatte grad das Website Boosting Magazin im Briefkasten und da gelesen, dass ein anderer Datenschützer (Johannes Caspar) sich gewaltig auf die Nase gelegt hat, weil er auf seiner Webseite das IVW Zählpixel verwendet – das ja ebenfalls von Datenschützern angegangen wird. Wie soll man das nennen, wenn offenbar nicht mal die sicher sind, was okay ist und was nicht? Mal abgesehen von der Schadenfreude, dass Datenschützer ihren Kollegen ebenso ausgeliefert sind wie Webseitenbetreiber :)

  26. meint

    Es betrübt mich diesen Kommentarkanon zu lesen, der einhellig den Datenschutz angreift. Das Problem ist doch die Zuordnung der IP-Adressen zu Personen und die Sammlung dieser entsprechenden Daten. Für mich ist das eine grundlegende Systemfrage, die generelle Arbeit der Datenschützer finde ich gut, richtig und wichtig.

    Ich mache ein bisschen Affiliate-Werbung, Amazon, habe interaktive Buttons (Flattr, Facebook) und nutze GA (unmaskiert und endlich gibt es eine mehr und mehr drängende Notwendigkeit für die Maskierung).

  27. meint

    Ist immer wieder Lustig, was diese “Datenschützer” von sich geben. Datenschutz, dass ist in Deutschland doch eh ein Witz, viele Daten werden doch sogar unter der Hand verkauft, nicht um sonst haben wir auch im Briefkasten, Werbebriefe und so weiter.

    Unsere Seite läuft auch mit Piwik, da ich schon gleich von Google Analytics abgesehen habe. Piwik sollte auf nen guten Rootserver optimal laufen.

  28. meint

    @ Fleischervorstadt-Blog
    Datenschutz halte ich grundsätzlich auch für wichtig. Allerdings ist das Datenschutzgesetz in der aktuellen Form für das Internet völlig unzureichend.

    Und die Datenschützer scheinen zudem mehrheitlich einfach nicht genug Ahnung von dem Medium zu haben.

    Grundsätzlich ist aber auch die Frage zu klären, welcher Datenschutz im Zeitalter der Globalisierung und Vernetzung überhaupt noch angemessen ist.

  29. meint

    Es gibt und gab nie einen richtigen Datenschutz und kann es auch nie geben, wer soll das je kontrollieren können, all die Datenschützer sind Leute die sonst keinen Job gefunden haben und versuchen etwas aufzubauen was es nie gab und nie geben wird.
    So einfach ist es.
    Und Peer hat es schon richtig erwähnt, in Zeiten des Internets (Vernetzung) und der Globalisierung selbst ist dies noch viel weniger realisierbar als es je zuvor war.
    Verstehe auch nicht vor was sich ein Mensch schützen will ? Vor dem Nächsten ??
    Wer nichts über sich im Internet stehen haben will, soll es am besten gar nicht nützen.

  30. meint

    Interessanter Artikel von Dir, es gibt ja eigentlich nur 2 Lösungen. Entweder ist Analytics erlaubt oder nicht und wenn nicht, muss man sich ne Alternative besorgen oder Google bringt eine deutsche Version raus. Fertig Ende. Aber so ein hick hack ist doch bescheiden für alle! Ich hoffe, es gibt da bald mal eine klare Entscheidung, was okay ist und was nicht.

  31. anfi meint

    Das Vorgehen von Joachim Wahlbrink wird jedenfall jetzt Klarheit schaffen. Schade nur, daß man sich – mal wieder – einen kleinen Website betreiber vornimmt, um die Angelegenheit zu klären. Hätte man nicht ein finanziell bessergestelltes Internetportal nehmen können, dessen Existenz nicht gleich gefährdet ist?

  32. Dude meint

    (hab net alle Kommentare gelesen, vielleicht wurds schon gesagt )
    @Martin

    Adsense nimmt – je nach Einstellung – nicht nur den Text der Seite auf der du dich befindest um passende Anzeigen zu schalten, sondern auch die Themen aller Seiten auf denen du dich sonst gerne befindest.
    Und das geht “umso besser” umso mehr von den Seiten wo du surfst Adsense benutzen. ( Vielleicht auch Analytics? )

    Wer nicht verfolgt werden will soll auf Wikipedia bleiben, bei den wurde schon bewiesen, dass sie nicht tracken, scrapen oder sonstwas :P

  33. meint

    Es wir alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird, aber ich bin froh auch meine deutschen Seiten aus dem Ausland zu betreiben ;-)

  34. meint

    @Dude

    von wo hast du diese falschen Informationen das Wikipedia angeblich nichts erfasst ???

    Selbst Wikipedia gibt dies in seinem Datenschutz klar zu:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Datenschutz#Zweck_der_Erfassung_pers.C3.B6nlicher_Informationen

    Wie bereits schon geschrieben, es gibt keinen echten Datenschutz, gab es nie und wird es auch nie geben, man wird immer und gerade im Internet jemanden zurückverfolgen können, bzw. genau wissen wo und was du ansurfst, wofür du dich interessierst, etc……. das ist eben der Preis der Technologie und wenn jemand absolut Anonym sein will, soll er sich einfach nicht mehr im Internet aufhalten und am besten nicht vor die Türe gehen, nichts mehr Essen und nichts Trinken, am besten gleich sterben und selbst dann wird die Identität erfasst…. ;-)

  35. meint

    Also ich finde das Klasse! Endlich mal einer der für gutes Wetter sorgt. Wenn der Regen den Matsch auf die Straßen spült, dann hinterlasse ich meinen Fußabdruck vor der Tür des Weinladens. Also muss der Regen verboten werden.
    Wenn der Schnee sich auf den Gehwegen türmt, dann hinterlasse ich meinen Fußabruck vor der Sparkasse. Also muss der Schnee verboten werden. Sparen wir auch gleich jede Menge Salz. Klasse Idee.
    Wenn ich dann endlich mal in einen Laden reingekommen bin, dann darf ich nichts anfassen, ich hinterlasse meine Fingerabdrücke. Ich darf nichts anprobieren, ich hinterlasse meine DNA.
    Jetzt geh ich zwar nicht mehr vor die Tür, meine Hosen rutschen und die Hemden zwicken, aber die Datenschützen haben mich wieder lieb.

  36. meint

    Wie wäre es wenn alle Webseitenbetreiber und alle zukünftigen aus Deutschland auswandern. So das es rechtlich und gesetzlich gesehen, keine Deutschen Seiten mehr existieren. Ich würde gerne wissen, wie groß der Aufschrei wird. Und ein ganzer Markt zusammenbricht.:lol:

    Sie haben es einfach gesagt verschlafen Haben nur zugeschaut und sich gedacht das Web ist nur ne Modeerscheinung und platzt wie ne Blase. So wurde in den 90 er geredet.

    Die Deutschen verschlafen alles:
    Automobilindustrie hat die Hybridtechnik, Elektroantrieb und Akkus verschlafen.
    Jetzt wollen Sie mit dem Brecheisen die arg so neue Kohlefasertechnik einführen.
    Da sie sich in diesem Segment nicht mehr die Blöße geben wollen.

  37. meint

    Ich habe mir eben einmal die Datenschutzerklärungen des deutschen Budestages und des des Bundesrates angesehen. Beide geben an, zumindest für eine begrenzte Zeit, die IP-Adresse des Webseiten Besuchers zu speichern.
    Ich erwarte dann auch hier das ich VOR (!) betreten der Seite darauf hingewiesen werde! :evil:

    Mal ehrlich, da wird mal wieder an einem kleinen ein Exempel statuiert, weil man die Großen fürchtet.
    In Zeiten wo sich der deutsche Staat zum größten Datensammler mausert (ich sag nur: ELENA & Vorratsdatenspeicherung), kommen sie dem kleinem Blogger mit Datenschutz.

  38. meint

    Hmm. Bei Google Analytics ist ja schon länger bekannt, dass es nicht den Datenschutzrichtlinien entspricht, und daher auch nicht eingesetzt werden darf. Bei Adsense war mir das bislang noch nicht so klar.

  39. meint

    Ich muss sagen ich persönliche fühle mich in Deutschland was das Internet angeht überhaupt nicht mehr wohl. Es gibt unendlich viele Beispiele die belegen dass viele der verantwortlichen leider keinerlei Ahnung haben.

    Ich arbeite wirklich lange mit IP Technologie, stehe dem CCC gedanklich sehr nahe und bin ein absoluter Anhänger der Theorie “öffentliche Daten nützen, private Daten schützen”. Einfach mehr als traurig finde ich es daher dass überhaupt die IP-Adresse als solche als persönliche Information gewertet wird. Das ist unheimlich absurd aus meiner Sicht. Man kann mittels GeoIP ja nur einen ca. Wohnraum ausmachen. So betrachtet möchte ich nun auch kein Autokennzeichen mehr an meinem Wagen befestigen müssen, da hier ebenfalls auf den Landkreis Rückschlüsse möglich sind. Eine genaue Assoziation von Person zu IP ist ohne Strafanzeige gar nicht möglich. Ich verstehe nicht warum nicht endlich jemand etwas unternimmt und diesem ganzen Wahnsinn ein Ende bereitet.

    Absolut unverständlich aus meiner Sicht alles. Es wäre dringend erforderlich ein Ministerium für Informationstechnologie zu schaffen. Es gab ja nun mehrfach den Beweis dass einiges falsch läuft, Stichwort JmStv oder auch einfach die generell Breitband Diskussion. Meine Leidenschaft sind Computer, Programmierung und dass Internet. Zufällig verdiene ich hiermit auch noch meine Brötchen. Ich verstehe nicht warum man sich unsinnige Probleme im eigenen Land schaffen muss, wo es an anderer Stelle soviele Dinge gäbe die man machen könnte. Schlimm genug dass solche Leute dann auch noch Geld von unseren Steuern dafür bekommen unnötig Steine überall hinzulegen.

  40. meint

    Ohne Einnahmen aus anderen Ländern (USA) welches wir hier versteuern müssen, wäre das für unseren Staat aber auch das klassische Eigentor. Auch die Einbuße von Datenschützern im Netz..

    Schöner Artikel! Mal abwarten was aus den armen Forenbetreiber wird… vielleicht hällst du uns da auf dem laufenden @Peer?

    lg, Marcus

  41. cws meint

    Ich halte das für eine Realsatire. Leider aber real.

    Außerdem wird meines Erachtens die Frage wer eigentlich welche Daten übermittelt zu wenig beachtet.
    Ist es nicht mein eigener Browser, der die meisten Daten übermittelt?
    Werden zu Google nicht die Daten durch ein kleines Javascript übermittelt? Google selbst bietet da ja Abhilfe:
    “Das Browser-Add-on zur Deaktivierung von Google Analytics gibt dem Website-Besucher mehr Kontrolle darüber, welche Daten zu aufgerufenen Websites von Google Analytics erfasst werden.”
    http://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de

    Das zeigt doch, dass der Surfer selbst es weitgehend in der Hand hat was übermittelt wird. Warum bietet mein Browser mir da keine Auswahl an? Ist das legal?

    Und dann kommt ja noch die Stiftung Datenschutz, die Seiten zertifizieren will. Sie vergibt ein Siegel “Vom Datenschutz geprüft” – http://www.telemedicus.info/article/1950-Die-geplante-Stiftung-Datenschutz-im-Detail.html#extended

    Na wenn uns das nicht das Glück bringt :cool:

    Eines scheint dann aber noch notwendig, die Ausweitung der Regeln auf Russland, diverse asiatische Staaten und die Elfenbeinküste, um nur die Hostingorte meiner Top-Spammer zu nennen.

  42. Christian Fi meint

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht was es mit dem Datenschutz soll? Der ist meiner Meinung nach sowieso schon längst überholt. Was soll den bitte geschützt werden? Die Menschen geben doch mittlerweile alles freiwillig in VZ Netzwerken, Facebook oder anderen Social-Media-Plattformen preis! :)

  43. meint

    @ Christian
    Der kleine aber feine Unterschied liegt in dem Wort “freiwillig”.

    Wer es “freiwillig” macht, der kann das natürlich gern.

    Wer nicht will, dass seine Website-Besuche etc. von Unternehmen getrackt werden und dann für Werbung usw. verwendet werden, der findet Datenschutz schon wichtig.

    Das Thema muss aber den aktuellen Realitäten angepasst werden und darf nicht auf 20 Jahre alten Zuständen basieren.

  44. cws meint

    -Wer es “freiwillig” macht, der kann das natürlich gern … –

    Machen die Leute es “freiwillig” oder einfach aus Unkenntnis?
    Freiwillig setzt ja auch Kenntnis der Folgen und Möglichkeiten voraus. Sonst ist die “Entscheidung” nicht wirklich freiwillig.

    Ich denke mit Ausnahme der IP-Adresse können alle Informationen im Browser unterdrückt werden.
    Nur die IP-Adresse ist wohl nicht zu vermeiden, also könnte man darüber nachdenken, ob man den Providern eine Verpflichtung auferlegen könnte einen Proxi anzubieten, wodurch dann die IP für Dritte nicht mehr erkennbar ist.

    Das müsste eigentlich keine zu große Herausforderung sein, denn auch jetzt laufen die Verbindungen meines Wissens schon über Proxies der Provider. Dort eine “Verschleierung” der IP zu installieren sollte doch möglich sein.

  45. meint

    Es geht doch hier vor allem immer wieder um die gesamte Rechtsunsicherheit im Internet und der Politik, welche es einfach nicht schafft hier schnell, vernünftige und klare Gesetze aufzustellen. Im Moment besteht oft die rechtliche Lage im Internet nur daraus, sich auf Prozessurteile zu berufen. Man kommt sich hier schon oft vor wie in den USA, was dies angeht.
    Und wenn die Politik etwas in Angriff nimmt, dann wünscht man sich oft genug, sie hätten es bloß sein lassen. :roll:

  46. Joe meint

    Ein paar Zeilen, auch wenn der Post schon älter ist:
    Ich finde es sehr bedauerlich, wie hier manche über den Datenschutz denken. Offenbar besteht bei den meisten kaum ein Verständnis/Gespür für die Rechtslage. Nur weil sich viele über die Rechtslage hinweg setzen, läßt sich daraus doch längst keine Legalität ableiten – das gilt aber auch für andere Rechtsgebiete. Dabei kann man sich alle relevanten Grundlagen aus dem Netz ziehen. Und wenn Ihr dafür zu wenig Zeit habt, dann engagiert doch einen externen Berater. Es muß kein Fachanwalt sein, auch ein externer Datenschutzbeauftragter kann beraten. Ein bißchen Scharfsinn und ab und zu Scheuklappen ablegen würde der Debatte nützen.

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