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Die richtige Rechtsform – Teil 5. Schritt für Schritt in die Selbständigkeit im Netz
Peer Wandiger - 15 Kommentare - Existenzgründung, Recht, Selbständig - Ähnliche Artikel


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Nach der Planung der eigenen Selbständigkeit geht es an die praktische Umsetzung.

Und da gilt es erstmal sich für eine Rechtsform zu entscheiden. Das ist aber gar nicht so einfach, da es verschiedene Varianten gibt, die teilweise der eigenen Entscheidung unterliegen oder an bestimmte Voraussetzungen geknüpft sind.

Zuerst gehe ich der Frage nach, ob man Gewerbetreibender oder Freiberufler ist. Danach stelle ich verschiedene Rechtsformen vor und erkläre, welche Vor- und Nachteile diese haben.

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Die richtige Rechtsform

Oft schreibe ich hier im Blog, dass es “die eine richtige Entscheidung” oder “den einen richtigen Weg” nicht gibt. Und auch bei der Wahl der eigenen Rechtsform hat man Entscheidungsspielräume.

Allerdings ergibt sich aus den eigenen Voraussetzungen, Anforderungen und Plänen oft schon automatisch eine bestimmte Rechtsform. Gibt man dem Finanzamt da z.B. die falsche an, dann kann das später teuer werden.

Deshalb sollte man sich die folgenden Kapitel genau durchlesen und dann eine “richtige” Entscheidung für die eigene Situation fällen.

Die folgenden Ausführungen sind natürlich meine persönliche Meinung und Erfahrungen. Sollte jemand noch Fragen zu Details haben, dann sollte er sich an das Finanzamt oder das Gewerbeamt wenden.

Freiberufler oder Gewerbetreibender?

Immer wieder höre und lese ich, dass Selbständige lieber Freiberufler sein wollen. Das hätte so viele Vorteile und man müsste auch weniger an Vater Staat zahlen.

Was ist also der Unterschied zwischen Freiberuflern und Gewerbetreibenden?

Leider ist die Antwort da nicht ganz so einfach. Grundsätzlich muss man, um als Freiberufler gelten zu können, die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Freiberufler erbringen ihre Leistungen natürlich selber und sind selbst für die Arbeit verantwortlich.
  • Man muss kreativ tätig sein bzw. in wissenschaftlichen, künstlerischen oder schriftstellerischen Bereich tätig sein.
  • Ein wichtiges Kennzeichen für Freiberufler ist eine besondere akademische Qualifikation.

Da diese Kriterien tatsächlich etwas schwammig formuliert sind, gibt es per Gesetz eine Reihe von definierten freien Berufen. Dazu gehören unter anderem Ärzte, Rechtsanwälte, Notare, Architekten, Steuerberater, Journalisten und einige mehr. Bei diesen Berufen ist es also klar.

Oft wollen aber auch Webdesigner und andere Selbständige im Netz als Freiberufler gelten. Und unter bestimmten Voraussetzung und mit der richtigen Qualifikation ist das auch durchaus möglich.

Man sollte aber bedenken, dass man als Freiberufler einige Dinge nicht darf, die der gewerbliche Selbständige darf:

  • Freiberufler werden nur durch ihre persönliche Leistung definiert. Diese dürfen nichts verkaufen.
  • Da wird es meiner Meinung nach schon bei einer eigenen Website, auf der man Werbung verkauft und Affiliate-Links einbaut kritisch. Dafür benötigt man meiner Meinung nach ein Gewerbe.
  • Zudem haben bestimmten freie Berufe Einschränkungen bei der Werbung bzw. komplette Werbeverbote.
  • Angestellte darf man nur einstellen, wenn man ein Gewerbe betreibt. Als Freiberufler darf man sich allerdings, laut Gesetz, fachlich vorgebildeter Arbeitskräfte bedienen. Im Mittelpunkt muss aber der Freiberufler stehen.

Dafür hat der Freiberufler durchaus ein paar Vorteile:

  • Als Freiberufler muss man keine Gewerbesteuer zahlen
  • Man ist kein Pflichtmitglied der IHK bzw. der Handwerkerkammer und muss auch keine Mitgliedsbeiträge zahlen.
  • Es besteht keine Pflicht zur doppelten Buchführung. Das spart auch Kosten.
  • Freiberufler dürfen als Freie Mitarbeiter ihre geistig-ideellen Leistungen für andere erbringen.

Bei den gesetztlich definierten freien Berufen ist es eindeutig. Bei vielen anderen nicht.

Als Webdesigner hängt es oft davon ab, wie der jeweilige Sachbearbeiter beim Finanzamt entscheidet. Es gibt wohl auch Urteile, die reinen Webdesignern den Status als Freiberufler zuerkennen.

Ich finde die Einschränkungen für mich persönlich allerdings zu stark. Ich wollte mir ein Business aufbauen und dazu gehört neben der designerischen Tätigkeit eben auch die Programmierung eines eigenen CMS, die Tätigkeit als Webspace-Reseller, der Aufbau eigener Internet-Projekte etc.

Und deshalb habe ich mich für das Gewerbe entschieden, auch wenn ich natürlich andere verstehe, die rein freiberufliche Tätigkeiten ausführen wollen und dementsprechend als Freiberufler gelten (wollen).

Man sollte das auch nicht zu lässig sehen. Das Finanzamt kann bis zu 7 Jahre rückwirkend den freiberuflichen Status aberkennen, was zu heftigen Nachzahlungen führen dürfte.

Als Freiberufler ein paar selbst designte T-Shirts online verkaufen, kann schon zur Aberkennung des Status führen.

Man sollte im Zweifel das Finanzamt um eine schriftliche Aussage bzgl. des eigenen Status bitten. Dann hat man später, wenn der Sachbearbeiter z.B. wechselt, etwas handfestes vorzuweisen.

Die richtige Rechtsform

Kommen wir zu den möglichen Rechtsformen. Bei der Existenzgründung muss man sich für eine entscheiden.

Zu aller erst stellt sich natürlich die Frage, was die Unterschiede der einzelnen Rechtsformen sind, welche Vor- und Nachteile diese haben und welche Kriterien evtl. dafür sorgen, dass man eine bestimmte Rechtsform wählen muss.

Ich stelle im folgenden die möglichen Rechtsformen vor und gehe auf die eben genannten Punkte ein.

  • Einzelunternehmer
    Als Einzelunternehmer gründen sehr viele Selbständige, da man als allein arbeitender hiermit die meiste Entscheidungsfreiheit hat und in der Regel erstmal mit der Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) auskommt (bei weniger als 50.000 Euro Gewinn und 500.000 Euro Umsatz). Man muss allerdings den eigenen Namen im Geschäftsverkehr angeben (nur ein Firmennamen reicht nicht).
    Bei weniger Gesamtumsatz im vorherigen Kalenderjahr von 17.500 Euro und im aktuellen Kalenderjahr von 50.000 kann man die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. Dann braucht man keine Umsatzsteuer ausweisen, darf aber auch keine Vorsteuer ziehen.
    Haftung: Als Einzelunternehmer haftet man mit seinem Privatvermögen.
    Buchführung: EÜR, wenn unter bestimmten Grenzen.
    Handelsregister: nicht zwingend vorgeschrieben
  • Kaufmann
    Als eigentragener Kaufmann gilt man in der Regel dann, wenn man laut Gesetz “nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb” benötigt. Landegeschäfte, Restaurants etc. fallen hier hinein. Man wird von Geschäftspartnern oft als vertrauenswürdiger eingeschätzt, wenn man ein eingetragener Kaufmann ist. Zumal man einen alleinigen Firmennamen tragen darf.
    Haftung: Als Kaufmann haftet man mit seinem Privatvermögen.
    Buchführung: doppelte Buchführung
    Handelsregister: ja
  • Freiberufler
    Als Freiberufler, wenn man anerkannt wird, wird man ähnlich behandelt wie ein Einzelunternehmer.
    Haftung: Als Freiberufler haftet man persönlich mit seinem Privatvermögen.
    Buchführung: EÜR (freiwillige doppelte Buchführung)
    Handelsregister: nein
  • GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts)
    Die GbR ist sowohl für gewerbliche Selbständige, als auch für Freiberufler eine Option, wenn man mit einem Geschäftspartner gründen will. Bei Freiberuflern sollten beide keine gewerblichen Einnahmen haben, da dies auch auf den Status des Partners abfärbt.
    Haftung: Man haftet mit dem eigenen Privatvermögen auch für den Partner.
    Buchführung: EÜR
    Handelsregister: nein
  • PartG (Partnergesellschaft)
    Für Freiberufler wurde diese Möglichkeit geschaffen. Allerdings wird sie eher selten genutzt.
    Haftung: grundsätzlich haften die Partner mit ihrem Privatvermögen. Aber wenn nur einer Fehler macht, haftet der andere nicht für ihn mit.
    Buchführung: EÜR
    Handelsregister: Eintrag in Partnerschaftsregister
  • OHG (offene Handelsgesellschaft)
    Die OHG ist quasi die Partnergesellschaft für Kaufleute.
    Haftung: Die Gesellschafter haften mit ihrem Privatvermögen.
    Buchführung: doppelte Buchführung
    Handelsregister: ja
  • UG (Unternehmergesellschaft)
    Recht neu ist UG (auch Mini-GmbH genannt). Der Vorteil ist hierbei, dass es eine Haftungsbeschränkung gibt. Als Stammkapital reicht 1 Euro. Für einzelne Selbständige ist das durchaus eine Alternative. Allerdings muss man durch den Zusatz “UG (haftungsbeschränkt)” immer darauf hinweisen und potentielle Geschäftspartner könnte das abschrecken.
    Haftung: Es wird nur mit dem Gesellschaftsvermögen gehaftet.
    Buchführung: doppelte Buchführung
    Handelsregister: ja
  • UG & Co. KG
    Diese Sonderform kombiniert die Vorteile der UG und der Kommanditgesellschaft. der persönlich haftende Gesellschafter ist hier allerdings die UG. Es ist also faktisch eine Personengesellschaft mit der Haftungsbeschränkung auf das Vermögen der UG.
    Haftung: Es wird nur mit dem Gesellschaftsvermögen der UG gehaftet.
    Buchführung: doppelte Buchführung
    Handelsregister: ja
  • GmbH
    Bekannt ist die GmbH, die sowohl von gewerblichen Selbständigen, als auch von Freiberuflern gegründet werden kann. Die Gründung ist recht teuer (Gesellschaftervertrag, Handelsregistereintrag) und es müssen mindestens 25.000 Euro Stammkapital eingelegt werden.
    Haftung: Es wird nur mit dem Gesellschaftsvermögen gehaftet.
    Buchführung: doppelte Buchführung
    Handelsregister: ja
  • Limited
    Recht beliebt war die Limited, da die Gründung selbst erstmal recht schnell geht und man nicht mit dem Privatvermögen haftet. Allerdings können die Folgekosten recht hoch sein, da es z.B. gesonderte Vorschriften, wie etwa den “secretary” gibt. Zudem muss man später dann auch beim englischen Register ein Jahresabschluss eingereicht werden. Zudem geben manche Banken in Deutschland einer Limited kein Geschäftskonto. Durch die Einführung der UG ist die Limited nicht mehr so attraktiv.
    Haftung: Begrenzung der Haftungsgrenze
    Buchführung: doppelte Buchführung
    Handelsregister: nicht zwingend

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Das soll es mit der Übersicht der Rechtsformen erst einmal gewesen sein.

Wie man sieht, liegen die Unterschiede in den Details und man sollte genau überlegen, was nicht nur bei der Gründung, sondern auch später sinnvoll ist.

Allerdings ist es später auch möglich die Rechtsform zu wechseln. Es ist dann nur mit gewissem Aufwand und Kosten verbunden.

Das Existenzgründungsportal des BMWi bietet ein interaktives “eTraining: Rechtsformen“.

Ich, der Einzelunternehmer

Ich habe vor rund 5 Jahren als Einzelunternehmer gegründet und bin das auch heute noch. Da ich zwar allein arbeite, aber mir eben ein wirkliches Business aufbauen wollte, kam der Freiberufler-Status nicht in Frage.

Sollte ich in den kommenden Jahren bei weiter wachsendem Geschäft mal an die Einstellung von Mitarbeitern denken bzw. neue Services anbieten, dann werde ich sicher auch über die Änderung der Gesellschaftsform nachdenken.

So geht es weiter

Im Teil 6 der Artikel-Serie “Schritt für Schritt in die Selbständigkeit im Netz” geht es um die Wahl des Firmennamens. Was ist sinnvoll und welche rechtlichen Anforderungen gibt es?


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
15 Kommentare und Trackbacks zu 'Die richtige Rechtsform – Teil 5. Schritt für Schritt in die Selbständigkeit im Netz'

Kommentare zu 'Die richtige Rechtsform – Teil 5. Schritt für Schritt in die Selbständigkeit im Netz' mit RSS

  1. 1 Heinz kommentierte am 28.03.2011 um 14:54 Uhr

    Vielen, vielen Dank für diese Übersicht. Ich habe auch schon versucht, mir vom Gewerbeamt irgendwie Hilfe zu holen. Aber das war für mich irgendwie viel zu umständlich alles erklärt und dann sieht man am Ende noch viel weniger durch, als man es vorher getan hat. Hier kann man sich alles nochmal 10 Mal durchlesen und genauer überlegen. Vielen herzlichen Dank dafür, allgemein für die ganze Seire.

  2. 2 Simon kommentierte am 28.03.2011 um 17:03 Uhr

    Nette Serie! Wenn Auslandsgesellschaften eine Rolle spielen (siehe Ltd.) sollte aber auch die Corporation erwähnt werden. Insbesondere im Zusammenhang mit webbasierten Projekten.
    Im Stil deiner Aufzählung:

    Corporation
    Die Corporation ist häufig die Wahl von Unternehmern, die mehrere Ziele miteinander kombininieren wollen. Für manche ist es neben dem Geschäftsbetrieb die perspektivische Einwanderung in die USA, Andere lockt die Attraktivität bestimmter Bundesstaaten. Wieder Andere möchten nur das Quentchen zusätzlicher Freiheit (zum Preis von mehr Verwaltungsaufwand) geniessen.

    Haftung: begrenzt, wenig Szenarien zur Durchgriffhaftung
    Buchführung: doppelt
    Handelsregister: nur bei selbst. Zweigniederlassungen, also nicht zwingend

    Um es nicht zu sehr wie Werbung aussehen zu lassen, hab ich den Link zu unserer Website weggelassen. Falls Informationsbedarf besteht, schreibe ich gerne einen Gastartikel.

    Gruß,
    Simon

  3. 3 Julian kommentierte am 28.03.2011 um 20:45 Uhr

    Für Gründer ist vielleicht auch noch die “UG & Co. KG” als Pendant zur beliebten “GmbH & Co. KG” interessant.

  4. 4 DanielB kommentierte am 28.03.2011 um 21:19 Uhr

    Passend dazu würde mich einfach auch interessieren, wie sich das mit “UG (haftungsbeschränkt & Co. KG” ausfällt und ob immer bei UG (z.B. im Firmenname) auch das haftungsbeschränkt dazu muss?

  5. 5 Peer Wandiger kommentierte am 28.03.2011 um 21:40 Uhr

    Ich habe mal die UG & Co. KG ergänzt.

    @DanielB
    Ja, es muss immer das “haftungsbeschränkt” genannt werden. Und es darf auch nicht abgekürzt werden.

  6. 6 Florian kommentierte am 28.03.2011 um 23:33 Uhr

    Ich habe letztes Jahr eine OHG gegründet und war deswegen sogar bei einem Notar (der auch Professor an unsere Uni ist). Der hat uns gesagt, dass eine OHG nicht zu einer doppelten Buchführung verpflichtet ist. Das wurde auch vom Finanzamt so bestätigt :-)

    Insgesamt aber eine seh schöne Auflistung. Vor allem wenn man wirklich noch voll am Anfang steht :-) Ich wünsche allen Existenzgründern ganz viel Glück!

  7. 7 funkjoker kommentierte am 29.03.2011 um 07:54 Uhr

    Erst einmal hast du da eine schöne Übersicht erstellt. Klasse, wie immer!

    Ich hatte dem letzt einen Termin mit meinem zukünftigen Steuerberater. Dieser hat mich auch über alle Vor- und Nachteile informiert. Nach den ganzen Überlegungen haben wir uns auch für ein Einzelunternehmen entschieden. Solange man alleine ein Geschäft führt, sollte das vollkommen ausreichen. Da ich die 17.500 € Grenze überschreiten will :) haben wir mal den Haken bei Umsatzsteuer gesetzt…

    Grüße

  8. 8 Peer Wandiger kommentierte am 29.03.2011 um 08:19 Uhr

    @ Florian
    Das ist komisch. Nach mehreren Unterlagen, die mir zur Verfügung stehen, ist bei einer OHG die doppelte Buchführung Pflicht. :???:

  9. 9 Sara kommentierte am 29.03.2011 um 11:46 Uhr

    Hallo Zusammen,
    ich persönlich finde, dass der Gesetzgeber den Titel der UG hätte besser entwerfen können. Das Wort (haftungsbeschränkt) ist einfach total unsexy ;) Es hätte gereicht, wenn sie es einfach UG nennen würden, aber ich vermute mal, dass sie damit erreichen wollte, dass alle möglichst schnell zur GmbH wechseln. Ich finde übrigens nach wie vor, dass die GmbH seriöser rüberkommt, als die UG. Seht ihr das auch so?
    Lg, Sara

  10. 10 Simon kommentierte am 29.03.2011 um 20:24 Uhr

    Der Gesetzgeber hätte einfach die Einlage der GmbH herabsetzen sollen. Daneben fallen mir zwar noch unzählige Punkte ein (z.B. bzgl. der Durchgriffshaftung), aber meiner Erfahrung nach richten sich viele Gründer lediglich nach der Mindestkapitalanforderung und lassen weitere, erhebliche Punkte außer Acht.

    Nun gibt es halt die UG (aka. GmbH des armen Mannes)…

  11. 11 Opticshop kommentierte am 30.03.2011 um 00:03 Uhr

    Hallo Zusammen,

    ich bin der Meinung dass sich die Selbstständigkeit auch lohnen sollte. Wer eine Idee, eine Dienstleistung oder ein Produkt hat mit der man Geld verdienen kann sollte auf zwei Dinge besonderen Wert legen. Zum einen auf die Außenwirkung und zum anderen auf die Risikoabsicherung.
    In beiden Fällen würde ich immer die GmbH als Ideal empfinden. UG, GbR, Ltd. & Co. haben oft einen schlechten ruf. Es gibt den Kunden einfach ein Stück Sicherheit wenn beim Geschäftspartner etwas Kapital in der Hinterhand verbleibt.

    Zusätzlich finde ich eine GmbH weder zu teuer noch zu billig. Mit 12.500,- EUR als Einlage bei einer Bargründung können die ersten Investitionen getätigt werden und die Geschäftstätigkeit begonnen werden. Wer sich das nicht leisten kann ist ohnehin vielleicht noch nicht reif für den Schritt in die Selbstständigkeit.

    Lg

  12. 12 djmaki kommentierte am 05.04.2011 um 15:13 Uhr

    Mit der kleinen-gmbh oder auch 1 euro GmbH genannt wäre ich persönlich etwas vorsichtig.
    Der Vorteil, dass das Startkapital wegfällt und eine gewisse Haftung sich auf dieses beschränkt, ist zwar gegeben, aber es gibt durchaus Fälle (kleingedrucktes!) wo z.B. die Haftung auch auf das Privatvermögen erweitert werden kann (wenn man z.B. jemanden als GF einsetzt, der dafür nicht in der “Lage” ist).
    Man sollte auch bedenken, dass man nahezu alle Pflichten einer “echten” GmbH hat aber dennoch immer als haftungsbeschränkt auftreten muss (da hat jeder seine eigene Meinung, wie vertrauenserweckend das ist).
    Zusätzlich müssen 25% vom Ertrag eines jeden Jahres “gespart” werden, um irgendwann mal auf 25.000€ zu kommen und somit dann zu einer “echten” GmbH umgeformt zu werden.

    Vielleicht fängt man am besten als e.K. an und spart sich eben die nötigen 25.000€ an und formiert dann als GmbH.

    es kommt aber immer drauf an, was man anbietet bzw. verkauft.
    verkauft ihr z.B. Bremsen für KFZ, würde ich nicht als e.K auftreten (wg der Haftung).
    Hat man aber dennoch eine sehr gute Idee, wäre auch eine Kooperation mit Firmen, die im gleichen Segment vertreten sind, ganz klug. Also als Sponsor sozusagen, Kapitalgeber, die dann eben halt einen Anteil vom Ertrag bekommen.

  13. 13 SilkeW kommentierte am 05.04.2011 um 16:53 Uhr

    djmaki, ich bin ganz deiner Meinung, habe trotzdem noch eine Frage: bist du sicher dass 25% von Ertrag reichen?

  14. 14 djmaki kommentierte am 06.04.2011 um 00:12 Uhr

    naja, also ob es reicht ist eine gute Frage :)
    Es ist ganz sicher so, dass man vom Ertrag, also dem reinen Gewinn am Jahresende, 25% zurücklegen muss, für die Kapitalbildung, um eben diese 25.000 € “anzusparen”.
    Wie lange man dafür Zeit hat etc, ist soweit ich weiß nicht festgeschrieben.

    An sich ist die 1 euro GmbH ja ganz gut ausgedacht (vorallem als Gegenangebot zur Ltd), aber wie gesagt,man hat die Verpflichtungen einer “großen” GmbH und das sind echte Hürden (auch Kosten).
    Vielleicht ändert sich da ja noch was.

  15. 15 Dirk kommentierte am 27.06.2011 um 22:51 Uhr

    Gerade für Geschäftsmodelle, die Ihren Umsatz überwiegend oder ausschließlich im Netz machen, bieten sich ausländische Unternehmensformen oft geradezu ideal an. Weiter oben wurde schon die US-Corporation als gute Option angesprochen.

    Ich möchte anregen, hierzu diese Artikelserie zu erweitern.



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