9 Tipps für das Arbeiten auf Reisen Teil 2 + Checkliste

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Im heutigen 2. Teil des Gastartikel von Peter Plüschke geht es um weitere Tipps wie man Reisen und Arbeit in Einklang bringen kann.

Eine Checkliste für auszeitwillige Arbeitnehmer und Selbständige ist ebenfalls enthalten.

Peter bloggt und arbeitet für gutegutscheine.de.

(zu Teil 1 des Artikels)

weitere Tipps für das Arbeiten auf Reisen

  1. Suchen Sie eine passende Unterkunft
    Mit der Wahl des Reiselandes und der Organisation der Arbeitsabläufe ist es alleine nicht getan. Wichtig für das Arbeiten auf Reisen ist auch eine geeignete Unterkunft, die Ihnen die Möglichkeit bietet, in einer möglichst ruhigen Atmosphäre ungestört zu arbeiten. Daher entscheiden sich nicht wenige auszeitwillige Arbeitnehmer für eine Unterkunft fernab der großen Touristenmetropolen. Denn ein Hotel am Ballermann ist mit Sicherheit nicht der geeignete Ort, um sich einem so ernsten Thema wie dem Arbeiten zu widmen.

    Abenteuerlustige Menschen, die möglichst viel von der Welt sehen möchten, gehen mit einem Wohnmobil auf die Reise. Mit einem Wohnmobil sind Sie völlig flexibel und absolut ortsunabhängig. Sie können sich Ihren Arbeitsort unterwegs frei wählen und bei gröberen Störungen einfach weiterziehen. Außerdem bietet ein Wohnmobil in der Regel einen ausreichenden und sicheren Platz für sämtliche benötigten Gerätschaften. Wenn Sie möchten, können Sie sich im Wohnmobil sogar ein komplettes Büro einrichten.

  2. Kümmern Sie sich um eine hochwertige Ausstattung
    Das wichtigste Kriterium, um ortsunabhängig arbeiten zu können, ist die Anschaffung einer Ausstattung, die das flexible Arbeiten jederzeit und an jedem Ort ermöglicht. Dank der heute zur Verfügung stehenden Technologien im Bereich der Kommunikation ist für viele Menschen das Arbeiten aus der Ferne kein Problem mehr.

    Zu den wichtigsten und am häufigsten auf Reisen verwendeten Arbeitsgeräten gehören das Notebook und das Smartphone, beziehungsweise ein Handy. Darüber hinaus ist ein WLAN-Anschluss erforderlich, um mit dem Unternehmen oder mit den Kunden und Auftraggebern jederzeit ortsunabhängig kommunizieren zu können. Bei der Ausstattung handelt es sich im Idealfall um hochwertige und wartungsarme Geräte mit ausreichend Speicherkapazität.

    Neben dem obligatorischen Notebook und dem praktischen Handtelefon existieren in der heutigen Zeit verschiedene so genannte Home Office-Lösungen, die ein flexibles Arbeiten auch im Team sehr leicht machen. So können beispielsweise virtuelle Treffen mit den Mitarbeitern im heimischen Unternehmen per PC arrangiert werden. Das kann zum Beispiel in einem virtuellen Projektraum geschehen. Hierfür genügt in vielen Fällen schon ein spezieller USB-Stick, der in jede Hosentasche passt. Mit Hilfe des Sticks lässt sich innerhalb kürzester Zeit eine Verbindung ins Firmennetz herstellen.

    Sie können nun aus der Ferne gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern Pläne ausarbeiten, Entwürfe erstellen und Dokumente auswerten. Um in den Genuss solcher Dienste zu kommen, ist allerdings ein stabiles und flächendeckendes Breitbandnetz erforderlich. Nicht in jedem Land der Erde sind die Voraussetzungen dafür gegeben, auch wenn in Deutschland der Ausbau von Highspeed-Internet-Anschlüssen kontinuierlich vorangetrieben wird.

    Da die Vernetzung der Arbeitswelt immer weiter voranschreitet, werden in Zukunft weitere Technologien zur Verfügung stehen. Somit kommen immer mehr Menschen in den Genuss, sich ihren Arbeitsplatz frei wählen zu können. Was heute noch eine Besonderheit darstellt, kann sich im Laufe der Zeit zur Norm entwickeln.

  3. Lassen Sie sich Zeit, vor allem bei der Wahl des Reiseorts
    Die Planung eines längeren Auslandsaufenthalts erfordert sehr viel Sorgfalt. Sie benötigen deshalb auch Zeit, damit am Ende alles reibungslos abläuft. Und schließlich müssen Sie sich auch darüber klar werden, ob Sie den Schritt, weit weg von zu Hause zu arbeiten, auch wirklich gehen möchten.

    Es ist daher ungünstig, knall auf Fall den angestammten Arbeitsplatz zu verlassen und in die Ferne zu ziehen. Denn im Ausland wartet mitunter so manch böse Überraschung. Denn nicht nur die Mentalitäten der Völker sind grundverschieden, sondern auch das Arbeitsumfeld, das Klima und die zur Verfügung stehenden Technologien. Sie sollten sich daher sehr viel Zeit nehmen, um sich erst einmal darüber im Klaren zu sein, wo Sie Ihre Arbeit verrichten möchten. Denn diesbezüglich ist nicht nur entscheidend, wo es Ihnen persönlich am besten gefällt. Sie müssen bei der Planung Ihres Auslandsaufenthalts auch daran denken, dass Sie eine gut funktionierende Internetverbindung benötigen. Nicht auf jeder Südseeinsel ist eine solche vorhanden.

    Es ist im Vorfeld sehr wichtig, sich über das favorisierte Reiseland genau zu informieren und sich diesbezüglich sehr viel Zeit zu nehmen. Außerdem muss bei etwaigen Impfungen berücksichtigt werden, dass der Impfschutz möglicherweise erst nach einem bestimmten Zeitraum wirksam ist. Außerdem muss auch das eventuell benötigte Visum rechtzeitig beantragt werden und auch die Umorganisation des Arbeitsplatzes nimmt viel Zeit in Anspruch. Erledigen Sie alles in Ruhe und mit Sorgfalt. Der Stress kommt noch früh genug.

  4. Machen Sie den Selbsttest
    Wenn Sie nicht hundertprozentig sicher sind, ob das Arbeiten auf Reisen für Sie persönlich die richtige Alternative ist, dann kann ein Selbsttest für Gewissheit sorgen. Denn auch wenn die Vorstellung von einem längeren Aufenthalt an einem traumhaft schönen Ort verlockend ist, nicht alle Menschen fühlen sich letztendlich an einem weit entfernten Arbeitsplatz wohl. Darüber hinaus müssen Sie bedenken, dass die Arbeitssituation auf Reisen eine völlig andere ist als im heimischen Büro. Sie haben keinen direkten Ansprechpartner vor Ort, zum Beispiel wenn Sie zu einem bestimmten Thema eine Frage haben oder anderweitig Hilfe benötigen. Auf Reisen sind Sie ganz auf sich selbst gestellt – ohne Kompromisse. Daher ist es ratsam, im Vorfeld die individuelle Belastbarkeit zu erproben. Denn sind Sie erst einmal Hunderte oder Tausende Kilometer vom heimatlichen Büro entfernt, gibt es in der Regel kein Zurück mehr.

    Das Arbeiten auf Reisen hat nicht nur den Reiz, ein fremdes Land kennen zu lernen und in einer exotischen Atmosphäre zu arbeiten. Sie verlassen auch Ihr gewohntes und zumeist sehr ruhiges Umfeld. Denn in dem Unternehmen, in dem Sie bislang gearbeitet haben, war es mit Sicherheit sehr viel beschaulicher. Auf Reisen werden Sie jedoch mit einer Art von Stress konfrontiert, die Ihnen bisher völlig unbekannt war. Das ortsunabhängige Arbeiten hat nicht nur seine angenehmen Seiten. Sie werden sich darauf einstellen müssen, selbst unter den widrigsten Bedingungen die Nerven und die Disziplin zu bewahren. An Ihrem Arbeitsplatz im Ausland kann es unter Umständen laut und unruhig sein. Außerdem leiden viele Mitteleuropäer unter der Hitze oder der drückenden Schwüle, die ein konzentriertes Arbeiten mitunter unmöglich macht.

    Bevor Sie sich auf das Abenteuer ortsunabhängiges Arbeiten einlassen, sollten Sie eine Zeitlang unter ähnlichen Bedingungen arbeiten, wie es an Ihrem Reiseziel zu erwarten ist. Das heißt, Notebook auf den Schoß, Klimaanlage aus und zu Hause, womöglich im Beisein der lärmenden Kinder, probearbeiten. Ist es Ihnen zu Hause noch zu ruhig, dann können Sie sich auch auf einer Parkbank niederlassen oder in der belebten Fußgängerzone Telefongespräche führen und Notizen machen. Um Ihre Disziplin auf die Probe zu stellen, genügt es, an einem schwül-heißen Sommertag an einem Badesee das Notebook auszupacken. Dort können Sie testen, ob Sie dazu in der Lage sind, der kühlen Versuchung zu widerstehen und über mehrere Stunden hinweg über Ihrer Arbeit zu bleiben.

Checkliste für auszeitwillige Arbeitnehmer und Selbständige

Das Arbeiten auf Reise ist für Sie eine ideale Möglichkeit, das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden. Hierfür müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein.

  • Sie sollten einer Arbeit am Computer oder am Telefon nachgehen oder einen künstlerischen Beruf ausüben. Denn ansonsten ist das Arbeiten auf der Reise nicht möglich.
  • Sie sollten für Ihre Arbeit keine speziellen Räume, beziehungsweise große oder unbewegliche Gerätschaften benötigen. Schließlich könnten Sie das alles nicht mit auf die Reise nehmen.
  • Sie sollten das selbständige Arbeiten gewohnt sein und darüber hinaus die Möglichkeit besitzen, mit Ihrem Vorgesetzten telefonisch oder per Internet in regelmäßigem Kontakt zu bleiben. Dank der modernen Technologien ist das inzwischen an den meisten Orten der Welt kein Problem mehr.
  • Sie sollten dazu in der Lage sein, sämtliche benötigten Arbeitsgeräte und Dokumente mit auf Reisen zu nehmen. Nicht wenige Menschen, die auf Reisen arbeiten, verfügen daher über ein Wohnmobil.
  • Das Arbeiten auf Reisen eignet sich generell nur für Menschen, die sich selbst gut motivieren können und sich nicht leicht ablenken lassen.
  • Sie müssen auf jeden Fall selbständig arbeiten und organisieren können und auch die nötigen Kompetenzen besitzen, um die betreffenden Aufträge zur vollsten Zufriedenheit auszuführen.
  • Wie reagiert Ihre Familie auf die Auszeit? Sind die Familienmitglieder damit einverstanden oder kommen sie sogar mit?
  • Haben Sie die Gewissheit, nach Ihrem Arbeitsaufenthalt im Ausland wieder auf dem gewohnten Posten zu arbeiten?

Weitere Tipps…

Unter www.beyond-9to5.de können Sie sich einen kostenlosen Selbsttest herunterladen. Dann wissen Sie ganz genau, ob das Arbeiten auf Reisen das Richtige für Sie ist oder nicht.

Außerdem spannend: Timothy Ferris demonstriert in seinem Bestseller “Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben” seinen Ansatz zur Lebensgestaltung (“Lifestyle Design”), der stark autobiographisch gefärbt ist. Der Ansatz basiert auf 4 Schritten, die er mit dem Akronym “DEAL” zusammenfasst: D=Definition, E=Elimination, A=Automation, L=Liberation. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und enthält eine Fülle interessanter und praktische Tipps. Die 4-Stunden-Woche ist für 16,90 Euro bei Amazon erhältlich.

Don’t Be Rich – Live Rich” ist eine bildgewaltige Präsentation zum Thema. Die Webdesignerinnen Catherine und Ine, die sich selbst als “digitale Nomaden” bezeichnen, reisen quer durch die Welt, arbeiten hier und da und halten ihre Erlebnisse in Bildern fest. Ab Bild 32 geben Sie sehr praktische Tipps, wie man Reisen und Arbeiten in Einklang bringt – insbesondere im Hinblick auf das digitale Zeitalter. Eine faszinierende Bilderreise!

Du hast Interesse einen Gastartikel hier auf “Selbständig im Netz” zu veröffentlichen? Dann einfach eine eMail mit kurzer Vorstellung und Artikelideen an autor@selbstaendig-im-netz.de senden.


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Kommentare

  1. meint

    Klasse Artikel, viele schöne Tipps, die ich in meinem ersten Selbständigen-Urlaub (immerhin 4 Tage, mehr traue ich mich noch nicht…) testen werde.

  2. meint

    ein wirklich guter 2-teiliger Beitrag. Gerade im Internet ist es phantastisch diese Möglichkeit zu nutzen. Innerhalb von “D” habe ich das schon probiert und man muss eigentlich nur darauf achten, dass man Web Zugang hat. Der nächste Test wird auch im Ausland sein. Wenn das auch funktioniert, dann hält mich hier wohl nicht mehr viel (zumindest im Winterhalbjahr) :grin:
    Das es sich nicht um Urlaub handelt, sondern um Arbeiten und Reisen habe (ich zumindest) so verstanden und ich denke mal, dass es mit etwas Disziplin schnell zur Gewohnheit werden kann, sein Pensum abzuarbeiten und dann “In der Freizeit” das neue Land und (alles andere) zu genießen:smile: Die Hardware muss halt passen und meine Festplatte mit virtuellem Betriebssystem leistet da schon gute Dienste (geht aber auch alles online)
    Danke für den Beitrag
    und Gute Reise an alle die es durchziehen
    Steffen

  3. auchmalmitbahn meint

    kann Steffen Beyer nur zustimmen, wenn der Zug Webzugang hat, ist es egal wohin die Reise in Deutschland führt. Disziplin finde ich allerdings genauso wichtig wie einen kaffe, der allerdings auf keinen fall in der nähe der unterlagen und des laptops aufbewahrt werden sollte. Im schlafwagen werd ich nicht mehr reisen. der ist auch nicht viel größer als ein premium sitz

  4. meint

    Ich kann in meinem Beruf glücklicherweise auch über das Internet von überall aus arbeiten, was mich wie im vorigen Beitrag auch viel Selbstdisziplin und Überwindung kostet.
    Wenn mein Schweinehund erstmal überwunden ist, kann ich mich aber sehr schnell zu Höchstleistungen begeistern, was oft unter normalen Arbeitsbedingungen im Büro nicht so möglich ist, weil ich es muss.

  5. meint

    Vielen Dank für den Beitrag. Ich mache ab November den ultimativen 1-Jahres Test, ob das bei mir auch klappt. Habt ihr eine Empfehlung für ein gutes Netbook für Backpacker?

  6. Martina meint

    Ich praktiziere schon einige Zeit lang, nicht nur zu Hause zu Arbeiten, sondern mir auch etwas von der Welt anzuschauen. Es ist einfach genial wenn man nach getaner Arbeit an den Plätzen sein kann wo andere nur Urlaub machen.

    Meine Empfehlung: Mit einer ordentlichen Portion Disziplin und der nötigen Reiselust ist es durchaus zu realisieren den Job und Reisen unter einen Hut zu bringen.

  7. meint

    Wirklich gute und nützliche Checkliste. So kann man nichts mehr vergessen und ist immer top vorbereitet. Sehr schön

  8. meint

    Das Arbeiten auf Reisen ist sicherlich nicht zu unterschätzen, aber ich muss persönlich sagen, dass ich mir die Zeit der Reisen inzwischen lieber zum Entspannen zu nutzen mache. So kann ich, wenn ich ankomme, viel Entspannter und konzentrierter wieder weiter arbeiten und schaffe hierdurch mehr, als wenn ich dies auf der Reise versucht hätte. Des Weiteren kennt man so schon kein Wochenende und Freizeit und dann sollte man die Zeit der Reise noch wertvoller nutzen.

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