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Leidenschaft als wichtigster Erfolgsfaktor?!
Peer Wandiger - 16 Kommentare - Apple, Existenzgründung, Ideen, Marketing, Selbständig - Ähnliche Artikel


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“Nichts Großes in der Welt geschieht ohne Leidenschaft” sagte mal der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel.

Wie wichtig ist Leidenschaft um erfolgreich selbstÀndig zu sein?

Reicht Leidenschaft allein aus oder muss man weitere Voraussetzungen mitbringen?

Leidenschaft als Antrieb

Es ist ein trauriger Tag fĂŒr viele Apple-Fans. Steve Jobs war mehr als nur ein Firmenchef. Er war ein VisionĂ€r, der schon als Jugendlicher wusste, dass man seinem Herzen und seinen Leidenschaften folgen sollte.

Er hat aus einem kultigen Nischenanbieter das teuerste Unternehmen der Welt gemacht und ist dabei mehr als einmal gegen den Strom geschwommen.

Und trotz eines schwierigen Unternehmens-Start, trotz zwischenzeitlicher Entlassung und trotz einer schweren Krankheit, hat er immer mit Leidenschaft gearbeitet und gezeigt, wie wichtig es ist, dass man liebt, was man tut.

Nur das Geld zÀhlt?!

Leider sehe ich immer wieder SelbstĂ€ndige und ExistenzgrĂŒnder, die nur ans Geld denken.

Nun ist am Geld verdienen nichts falsches, um das klarzustellen. Doch wer allein mit dem Ziel Geld zu verdienen selbstÀndig wird und sich zum Beispiele eine Website erstellt, der wird nicht erfolgreich werden. Zumindest nicht auf lange Sicht.

Geld allein macht nicht glĂŒcklich und schon gar nicht, wenn man keinen Spaß an dem hat, was man tĂ€glich tut.

Oder wie es Steve Jobs so schön sagte:

“Being the richest man in the cemetery doesn’t matter to me… Going to bed at night saying we’ve done something wonderful… that’s what matters to me.”

Leidenschaft als Erfolgsfaktor

Geld ist meist nur fĂŒr eine gewisse Zeit ein Antriebsfaktor. Ich habe das selber erlebt. Ich hatte einen sehr guten Job, nette Chefs, jedes Jahr eine Gehaltserhöhung und ein sehr gutes Betriebsklima.

Eigentlich alles, was man sich von einem Jobs wĂŒnschen kann. Und ich will darĂŒber auch gar nicht meckern.

Nur nach ein paar Jahren kam trotzdem so etwas wie der Job-Blues. Und das lag einfach daran, das die Arbeit selber einfach nicht so richtig Spaß machte. Die Arbeit war Okay und ich hatte mit Technik, Computern und Internet zu tun. Aber es war auch thematisch (ich arbeitete bei einem Haarkosmetik-Hersteller) nicht so erfĂŒllend.

Es fehlte einfach die Leidenschaft, um mich auch langfristig da wirklich richtig wohl zu fĂŒhlen. Aus Leidenschaft ergibt sich Engagement und Herzblut.

Leidenschaft bedeutet Motivation das beste zu geben und einfach Spaß an der Arbeit zu haben.

Wer seine Arbeit liebt, der schaut nicht auf die Uhr im BĂŒro und er ĂŒberlegt auch nicht, wie man am schnellsten möglichst viele Kunden ĂŒber den Tisch ziehen kann.

Ohne Leidenschaft wird man es nicht schaffen, langfristig etwas wirklich erfolgreiches aufzubauen.

Mehr als Leidenschaft

Doch reicht Leidenschaft allein aus?

Sicher nicht. Apple wÀre nicht da, wo es heute ist, wenn Steve Jobs nur mit Leidenschaft an die Sache heran gegangen wÀre.

Es gehört mehr dazu, um erfolgreich zu sein.

Man braucht zum Beispiel fachliches Know How. Und hat man es nicht selber, dann muss man sich mit Leuten umgeben, die dies haben. Ohne das Know How, wird man seine Versprechen und seine Visionen nicht umsetzen können.

Vermarktung ist extrem wichtig. Und Steve Jobs hat dies perfektioniert. Er hat nicht nur das Unternehmen und dessen Produkte extrem gut vermarktet, sondern einen riesigen Kreis an Fans geschaffen. Das ist etwas, an dem viele Unternehmen, aber auch SelbstĂ€ndige scheitern. Und wenn man mit Leidenschaft arbeitet, dann ĂŒbertrĂ€gt sich dies auch auf die potentiellen Kunden.

Und man muss auch in schlechten und schweren Zeiten an sich glauben. Durchhaltevermögen und der Glaube an die eigene Sache sind sehr wichtig fĂŒr den Erfolg. Wer nur nach dem kurzfristigen Geld schaut, hat dieses Durchhaltevermögen meist nicht. Wer mit Leidenschaft an seine Arbeit geht, der wird sich auch durch solche Zeiten kĂ€mpfen.

Ich habe mich nach meiner betriebsbedingten KĂŒndigung selbstĂ€ndig gemacht. Und zwar genau damit, was ich sowieso schon in meiner Freizeit gemacht habe. Mit Webdesign und Webprogrammierung.

Und dann war es mir egal, ob ich 14 Stunden am Tag gearbeitet habe. Ich habe nicht auf die Uhr geschaut, sondern einfach nur Spaß daran gehabt. Ich war hochmotiviert, die schwierige GrĂŒndungszeit zu ĂŒberstehen und mir etwas langfristig erfolgreiches aufzubauen. WĂ€re ich nur am Geld interessiert gewesen, hĂ€tte ich mir damals irgendwo weit weg einen neuen gut bezahlten Job gesucht.

Und mir macht meine Arbeit noch heute viel Spaß und ich bin noch immer mit Leidenschaft dabei.

Ich bin kein Apple-Fanboy

Ich gestehe, dass ich passionierter Windows Nutzer bin und ich sicher auch mittelfristig nicht auf einen Mac umsteigen werde.

Auf der anderen Seite habe ich meinen iPod Touch und mein iPad sehr zu schÀtzen gelernt.

Aber ich muss zugeben, dass ich ein Jobs-Fanboy bin. Dessen Geschichte, von den AnfĂ€ngen in Palo Alto bis hin zum heutigen Weltunternehmen haben mich in den vergangenen Jahren inspiriert. Selbst als ich noch kein Apple-GerĂ€t besaß.

Sicher war auch Steve Jobs kein Kind von Traurigkeit und auf diesem Level muss man im GeschÀftsleben sicher auch Dinge tun, die nicht unbedingt nett sind. Und ich deshalb sehe ich nicht alles, was er gemacht hat, mit der rosaroten Brille.

Doch er gehörte zu einer Reihe von Unternehmern, die mich motiviert und inspiriert haben und das in Zukunft auch noch tun werden.

Denn unsere Zeit ist begrenzt und deshalb sollte man das mit vollem Herzen tun, was man liebt:

“Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma — which is living with the results of other people’s thinking. Don’t let the noise of others’ opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary”

Dieses Zitat stammt aus der sehr empfehlenswerten Rede vor Steve Jobs an der Stanford University (Die Stanford University auf Youtube).


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
16 Kommentare und Trackbacks zu 'Leidenschaft als wichtigster Erfolgsfaktor?!'

Kommentare zu 'Leidenschaft als wichtigster Erfolgsfaktor?!' mit RSS

  1. 1 Christian Fiedler kommentierte am 06.10.2011 um 09:58 Uhr

    Ohne Leidenschaft keinen Erfolg und ohne Erfolg keine finanzielle Freiheit! Wer das erkannt hat, kann mit Leidenschaft und Ehrlichkeit großes in der Welt bewegen.

  2. 2 Ela kommentierte am 06.10.2011 um 10:03 Uhr

    Ich glaube, wenn man wirklich leidenschaftlich an eine Sache herangeht, ist das Know-How (erstmal) gar nicht so wichtig. Wer begeistert arbeitet, der lernt nebenbei viel – und teilweise viel besser als jemand, der drei Jahre in der Uni absitzt, weil er es muss. Teilweise bilden sich sicher auch interessante Nischen dadurch. Aber wie das so ist: Ohne Geld geht es eben auch nicht. Wer nichts verdient, kann es sich nicht leisten, seiner Leidenschaft nachzugehen (es sei denn man ist Erbe oder der Ehepartner verdient genug, um alles fĂŒr den Lebensunterhalt zu finanzieren). Und wer weniger verdient, als er braucht, dessen Leidenschaft erstickt vermutlich irgendwann.

    Trotzdem sehr traurig, dass Steve Jobs tot ist. Er hat schon einige Meilensteine gesetzt.

  3. 3 Max kommentierte am 06.10.2011 um 10:45 Uhr

    Leidenschaft hilft auf jeden Fall sich absetzen zu können und in neue Dimensionen vordringen zu können. Wer nur auf das Geld aus ist, wird kaum ein Risiko eingehen.

  4. 4 Achim kommentierte am 06.10.2011 um 12:31 Uhr

    Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
    Autor unbekannt

  5. 5 Karsten kommentierte am 06.10.2011 um 12:51 Uhr

    Nett verpackter Nachruf an Steve Jobs! Deinem Artikel stimme ich vollumfÀnglich zu.

    Letztendlich unterliegen wir aber doch alle der Leidenschaft Geld verdienen zu wollen… :O
    Autor: Ich

  6. 6 projekt2501 kommentierte am 06.10.2011 um 12:54 Uhr

    Leidenschaft bedeutet auch immer fehlende KritikfĂ€higkeit und Ignoranz. Und wenn frenetisch versucht wird Leidenschaft mit unternehmerischer TĂ€tigkeit zu verbinden, dann muss ich immer an JĂŒrgen mir scheint die Sonne aus dem Arsch Klinsmann denken, mit seinen positiv denken Weltmeisterambitionen. Wenn ich mich mit Leidenschaft beschĂ€ftige, ist Jobs oder Klinsmann der letzte an den ich denke.

  7. 7 Lothar kommentierte am 06.10.2011 um 14:18 Uhr

    Wirklich toller Artikel zu diesem weltbewegendem Ereignis.
    Heute kann man ja ĂŒberall von Steve Jobs lesen – aber einen so nettverpackten Nachruf habe ich noch nicht gefunden! ;-)
    Bin aber auch der Überzeugung, das wir die Leidenschaft brauchen um erfolgreich mit einer Sache zu sein. Leider lassen wir uns nur all zu oft von der Leidenschaft “Geld verdienen zu wollen” einschrĂ€nken und tun dann Dinge nur halbherzig statt eine Sache mit voller Leidenschaft…

  8. 8 Ulrike kommentierte am 06.10.2011 um 15:05 Uhr

    Steve Jobs 1955 – 2011, er galt als einer der grĂ¶ĂŸten VisionĂ€re des Computerzeitalters und er hat allen gezeigt, wie weit es jeder mit einer guten Portion Leidenschaft bringen kann. Ohne Motivation und Engagement kein Erfolg, ergo auch kein Geld.
    Peer hat es sehr gut umgesetzt in seinem Artikel und ehrt damit auch gleichzeitig Steve Jobs postum. http://www.apple.com/

    Ich begebe mich jedenfalls jetzt mit noch mehr : Leidenschaft (gesteigert, aber als Begriff abkommend: Inbrunst) ist eine das GemĂŒt völlig ergreifende Emotion. ( Wikipedia )
    daran meine Artikel zu schreiben :smile:

    LG
    aus dem nassen Westerwald

  9. 9 Peer Wandiger kommentierte am 06.10.2011 um 15:50 Uhr

    @ projekt2501
    Ich denke nicht, dass man das so pauschal sagen kann. Nur weil manche neben einer Leidenschaft zu Ihrem Job keine Kritik vertragen, kann man das nicht auf alle ĂŒbertragen.

  10. 10 projekt2501 kommentierte am 06.10.2011 um 19:11 Uhr

    @peer
    Du hast mich nicht verstanden. Leidenschaft an sich ist unkritisch und deswegen ignrorant, das hat nichts mit Kritik vertragen oder nicht zu tun. Liebe macht blind, heißt es immer. Leidenschaft allgemein macht blind. Man sieht nicht mehr rechts und links. Nichts gegen Leidenschaft, aber blind navigieren isses halt auch nicht, vor allem wenns um viele andere Menschen geht, um die Formung der Gesellschaft, um die ganze lustige Welt…

  11. 11 Joaquin kommentierte am 06.10.2011 um 20:13 Uhr

    Leidenschaft ist die große Antriebsfeder und lĂ€ĂŸt einen auch ĂŒber das Normale hinaus wachsen. Man engagiert sich mehr, arbeitet mehr und Leistet so am Ende mehr als es andere tun. Daraus resultiert dann am Ende auch oft der Erfolg dieser Personen.

  12. 12 Peer Wandiger kommentierte am 06.10.2011 um 21:43 Uhr

    @ projekt2501
    Wenn man “blind” leidenschaftlich ist, dann ist das natĂŒrlich nicht gut.

    Aber ich wĂŒrde von mir sagen, dass ich auch leidenschaftlich im Internet arbeite. Das heißt aber nicht, dass ich nicht nach links oder rechts schaue.

    Es kommt sicher auf das Maß an. Nicht jeder leidenschaftliche Unternehmer ist ein ignoranter Kapitalist.

  13. 13 Marco kommentierte am 08.10.2011 um 15:46 Uhr

    Kurze Pause an einem Samstag im BĂŒro und ich finde diesen Artikel. Das passt ja irgendwie, denn wenn ich nicht mit Leidenschaft meiner SelbstĂ€ndigkeit nachgehen wĂŒrde, dann sĂ€ĂŸe ich jetzt garantiert nicht hier im Jogginganzug im BĂŒro und freue mich, wenn ich wieder einen To-Do-Erledigt-Haken machen kann :)

  14. 14 Bert kommentierte am 10.10.2011 um 10:59 Uhr

    Ein freundliches Halli Hallo,

    auch wenn Leidenschaft alleine sicherlich nicht ausreicht, um langfristig als Blogger, Internet-Marketer, oder was auch immer, Erfolg zu haben, so ist es aus meiner Sicht jedoch ein unabdingbarer Faktor fĂŒr den richtigen Weg.

    Betreibt man ein Projekt nur, weil es evtl. gute UmsĂ€tze verspricht, weil es sich z. B. um eine effektive Nische handelt, ohne sich fĂŒr das entsprechende Themengebiet zu interessieren, wird man frĂŒher oder spĂ€ter das Interesse an diesem Projekt verlieren. Dann wird das Projekt sterben oder eben nur so vor sich hin dĂŒmpeln.

    MFG Bert

  15. 15 Enrico Golias kommentierte am 24.10.2011 um 19:09 Uhr

    Halli Hallo,

    ja, ohne Leidenschaft fĂŒr ein Projekt, wird man auf Dauer keine Erfolge erzielen. Schliesslich gibt es vor allem in der Startphase immer wieder Durststrecken, die es zu ĂŒberwinden gilt. Geht man nur mit dem Aspekt des Geld verdienens heran, wird man recht schnell die Lust verlieren.

    VG

    Enrico

  16. 16 Patricia kommentierte am 05.11.2011 um 23:33 Uhr

    Leidenschaft zeichnet auf Dauer Erfolg aus. Es ist die Energie fĂŒr Erfolg und Durchhaltevermögen.



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