Vor kurzem bin ich auf den Service von rent-n-roll.de gestoßen.
Dieses Startup hat sich dem Deutschen liebstes Kind angenommen und vermittelt zwischen Autovermietern und -mietern.
In dem folgenden Interview geht es unter anderem um die Besonderheiten der Online- und Offline-Verknüpfung, mobiles Marketing usw.
Viel Spaß.
1. Guten Tag Herr Struckmeyer. Bitte stellen Sie sich meinen Lesern kurz vor.
Meine Name ist Ingo Struckmeyer, ich bin 41 Jahre alt, von Hause aus Wirtschaftsinformatiker und sowohl für das Autofahren an sich als auch für Zukunftskonzepte der Mobilität leicht zu begeistern.
2. Wie sind Sie auf die Idee zu rent-n-roll.de gekommen und wie lange hat es von der Idee zur fertigen Website gedauert?
Sowohl mein Bruder als auch ich sind begeisterte Autofahrer.
Als zweifacher Familienvater fragt man sich natürlich aber auch, wie unsere Gesellschaft in Zukunft guten Gewissens Autos fahren kann und so wurden wir auf die im Ausland ja bereits erfolgreiche Idee des Privaten Carsharings aufmerksam.
Hier wurde vielleicht unser unternehmerisches Gen geweckt und wir begannen daran zu arbeiten.
3. Wie aufwändig war es, dieses Projekt umzusetzen? Wie viele Personen haben wie lange daran gearbeitet?
Es war anspruchsvoll in dem Sinne, dass wie so oft der Teufel im Detail steckt.
Natürlich hat auch dieses Projekt einige Monate in Anspruch genommen und wir waren froh über die Begeisterung und Unterstützung, die von unterschiedlichen Richtungen erfahren haben.
4. Wie wird rent-n-roll.de von den Nutzern angenommen? Schließlich ist das Auto doch des Deutschen liebstes Kind.
Wir erfahren in unserer Plattform enormen Zuspruch, da wir scheinbar ein alltägliches Problem auf eine für alle Seiten clevere und faire Weise gelöst haben.
Denn auch der Deutsche gibt sein liebstes Kind zwischendurch mal ein paar Tage zur Oma oder lässt den guten Nachbarn darauf aufpassen – soll heißen, im privaten Umfeld ist das gegenseitige ausborgen des Autos meist bereits gängige Praxis und über uns nun auch noch versichert und umso einfacher.
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5. Welche Vermarktungsmaßnahmen haben Sie bisher für Ihre Website durchgeführt und welche waren erfolgreich und welche nicht?
Wir versuchen das Thema “Privates Carsharing” zunächst insgesamt bekannt zu machen und zu erläutern.
Uns ist dabei besonders wichtig dass verstanden wird, worin der Unterschied zu kostspieligeren Großstadtlösungen wie car2go oder DriveNow liegt und wie einfach es ist selbst mitzumachen.
6. Welche Rolle spielt dabei das Social Web? Nutzen Sie dies auch zur Vermarktung?
Für uns ist das Social Web vor allem wichtig, um mit unseren Nutzern in Kontakt zu treten.
Eine spezielle losgelöste “Social Media Strategie” haben wir nicht, allerdings kennen wir natürlich die Wirkungshebel, integrieren dies in unsere Gesamtstrategie und versuchen auch da einfach einen guten Job zu machen.
7. Wie sieht das Geschäftsmodell aus? Wie verdient rent-n-roll.de an der Vermietung und was können Autovermieter verdienen?
Jeder Vermieter legt die Preise seines Autos für z.B. einige Stunden, einen Tag oder die ganze Woche selbst fest, wovon an rent-n-roll.de eine Provision von 15% geht.
Mit einem ca. fünf Jahre alten Golf kann man je nach Region oder Ausstattung sicherlich bis zu 30€ / Tag dazuverdienen.
8. Wie sieht es mit der Sicherheit aus, es geht ja schließlich um Autos? Welche Sicherheiten hat der Vermieter?
Der Vermieter hat bei uns alle Sicherheiten, die in Deutschland denkbar sind.
Wir versichern das Auto Vollkasko, Teilkasko und Haftpflicht, sodass im Schadensfall der maximale Kfz-Versicherungsschutz besteht.
Außerdem bleibt der Vermieter sowie der genaue Standort des Fahrzeugs bis zur Buchungsbestätigung durch den Vermieter anonym.
Wird das Auto gebucht, erhält der Vermieter die Personalausweis- und Führerscheininformationen des Mieters sowie durch ein Übergabeprotokoll die Sicherheit, sein Auto wieder so zurück zu bekommen wie er es abgegeben hat.
9. Sie haben auch eine App für das iPhone am Start. Welche Rolle spielt für Sie die mobile Nutzung ihres Services?
Nun, wir beschäftigen uns mit Mobilität, und ebenso wie es für die Deutsche Bahn offensichtlich Sinn macht ihren Kunden auch mobil als App zur Verfügung zu stehen ist das bei uns der Fall.
Gerade für unseren Service macht eine App mit bspw. automatischer Feststellung des Standortes des Nutzers ganz besonders Sinn, da Mobilität in der Regel am Standort des Nutzers gefragt ist.
10. Zum Abschluss des Interviews würde ich mich über ihre wichtigsten Tipps und Erfahrungen für den Aufbau eines Online/Offline Services freuen.
Wir denken, dass wie bei jedem anderen Business das Team die treibendste Kraft für den erfolgreichen Aufbau eines solchen Services ist. Mit dem richtigen Mix an Erfahrungen und Fähigkeiten glauben wir kann man auch ein Portal wie unseres erfolgreich aufbauen.
Sicher spielen bei uns ein Gespür für den Nutzer sowie technologische Agilität die größte Rolle. Wir fühlen uns hier als Team gut aufgestellt und hoffen, so viele unserer Ideen wie möglich umsetzen zu können.
Danke Herr Struckmeyer
für die Einblicke in Ihr Startup.
weiterführende Artikel zu diesem Thema
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









Hey,
finde ich eine sehr gute Idee. Da hat wieder jemand das Prinzip “Probleme finden & lösen” umgesetzt und das auch noch sehr gut. In Zeiten des WWW ist es eigentlich ziemlich einfach Menschen mit ähnlichen Problem zusammenzuführen und die Probleme gebündelt zu beheben – und dabei halt ein klein wenig Provision abzugreifen.
Vor soetwas habe ich immer sehr viel Respekt, nützliches mit angenehmen verbinden, toll!
Grüße,
David
Hallo Herr Struckmeyer,
was mich mal interessieren würde ist, wie Sie Streitereien mit Innenraumschäden behandeln. Schließlich kann es immer mal sein, dass ein Fleck, Brandloch oder ein Kratzer in der Kundstoffverkleidung entsteht.
Muss der Besitzer nachweisen, dass dieser Schaden vorher nicht da war? Dann müsste der Fahrer ja auch den Wageninnenraum abfotografieren, um zu beweisen, dass gewisse Schrammen schon vorher existierten, oder?
Ich kann mir diese Problematik im Streitfall recht kompliziert vorstellen.
Gruß
Carsten
Der Kommentar von Unity3D ist interessant, das würde ich auch gern wissen.
Aber ansonsten eine gute Idee, mit einem ordentlichen Online-Marketing-Mix kann da sicher eine große Aktivität entstehen. Sieht man ja an anderen Diensten wie MfG oder deinBus.
Ich glaube es ist auch viel Aufwand gewesen, die rechtlichen Aspekte zu klären. Von daher viel Erfolg an die Betreiber!
Eine wirklich gute Geschäftsidee. Allerdings würde ich meinen eigenen dafür nicht hergeben da ist mir mein Autole dann doch zu gut dafür.:lol: