Methoden zum Newsletter-Versand

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E-Mail- oder Newsletter-Marketing ist trotz Social Web und Co. noch immer sehr beliebt. Viele schwören darauf, als die beste Marketing-Methode im Web.

Immer wieder fragen mich Kunden, aber auch Blog-Leser, wie man einen Newsletter am besten versendet. Sollte man einfach das eigene Mail-Programm nutzen, eine Desktop-Software oder einen Online-Dienstleister?

Ich schicke gleich voraus, dass ich Online-Dienstleister bevorzuge. :-)

Im heutigen Artikel sage ich warum und gehe auf Vor- und Nachteile der verschiedenen Versand-Methoden ein.

Vor- und Nachteile der Newsletter-Versandmethoden

Die verschiedenen Lösungen, um Newsletter zu versenden, haben alle ihre Vor- und Nachteile. Man sollte diese aber kennen und nicht allein auf den Preis schauen.

Um sich für eine Methode zu entscheiden, sollte man die eigenen Fähigkeiten einschätzen und sich überlegen, auf welche Dinge man besonders Wert legt.

Ich bevorzuge Online-Anbieter für den Newsletterversand, da diese die folgenden Vorteile haben:

  • Man benötigt kein technisches Know How und muss nichts selber installieren und konfigurieren.
  • Professionelle Anbieter sichern eine hohe Zuverlässigkeit und ständige Weiterentwicklung mit neuen Features.
  • Aktuelle Rechtslage wird beachtet und das Angebot entsprechend angepasst.
  • Es gibt in der Regel ein hohe Zustellquote durch Kooperation mit Internet Service Providern (Whitelist).

Als Nachteile der Newsletter-Versender kann man nennen:

  • Man gibt die Daten an einen externen Dienstleister. Gerade bei ausländischen Anbietern stellt sich die Frage nach dem Datenschutz.
  • Es fallen regelmäßig Kosten an. Das können Grundgebühren sein oder Kosten für jede einzelne versendete Mail.

Dem gegenüber stehen Software-Lösungen, die entweder auf dem eigenen Rechner laufen oder als Skript auf einem eigenen Server installiert werden.

Diese haben ein paar Vorteile:

  • OpenSource Lösungen sind in der Regel sehr günstig.
  • Man hat alles unter Kontrolle und gibt keine Daten an Dritte raus.
  • Es fallen beim Versand keine Kosten pro Mail an.

Nachteile haben diese Lösungen aber natürlich auch:

  • Man braucht meist technisches Know How für die Installation und Konfiguration.
  • Die Zustellquote ist meist nicht so hoch, da man von den ISPs als normaler eMail-Versender gesehen wird. Man wird schneller als Spammer gebrandmarkt, da der SPAM-Filter härter ist.
  • Open Source Software ist natürlich günstig, aber man sollte die Zeit für Wartung und Updates nicht unterschätzen.
  • Bei professioneller Software fällt ein Kaufpreis zu Beginn an, der je nach Feature-Umfang auch recht teuer sein kann.

Newsletter-Service oder eigene Software?

Man kann der eigenen Lösung also durchaus Vorteile bescheinigen. So ist der Datenschutz natürlich höher, wenn man die Newsletter-Empfänger auf dem eigenen Server und Rechner behält. Wer diese an einen Newsletter-Anbieter raus gibt, kann da nicht 100% sicher sein. Vor allem, wenn man einen internationalen Anbieter nutzt.

Zudem scheinen auf den ersten Blick die Kosten langfristig niedriger zu sein. Die Installation bzw. der Kauf einer eigenen Versandlösung ist zu Beginn zwar oft teurer (Geld und Zeit), langfristig bezahlt man aber dann nicht mehr für jeden einzelnen Newsletter, den man versendet.

Man sollte dabei aber auch an die Zeit denken, die man später mit Wartung, Fehlerbehebung, Updates etc. verbringt. Zudem ist auch die Zustellquote, die bei Newsletter-Services einfach höher ist, nicht zu unterschätzen.

Je nach eigenem Know How und welche Vor- und Nachteile einem besonders wichtig sind, sollte man sich für eine der Lösungen entscheiden.

Ich habe mich für einen Online-Anbieter entschieden, weil ich keine Zeit mit der technischen Betreuung verschwenden will und ich möchte, dass es einfach funktioniert.

Bei einer größeren Firma oder einem Technik-Freak ist es aber sicher gut denkbar, dass sich der “IT-Mensch” auch um die Wartung des Mail-Servers und der Newsletter-Software kümmert. Es hängt also von der jeweiligen Situation ab.

Das löst zwar nicht das Problem mit dem geringeren Vertrauen bei den ISPs, ist aber eine Alternative.

Allerdings nehmen nicht umsonst so viele (auch große) Firmen einen Newsletter-Service in Anspruch. Es ist einfach die, meiner Meinung nach, alles in allem bessere Methode, wenn man alle Faktoren bedenkt.

Eins sollte jedoch vollkommen klar sein. Mit Outlook oder Thunderbird sollte man keinen Newsletter versenden, da diese Programme dafür einfach nicht geeignet sind.

Keine automatische Bouncerate-Verarbeitung, keine Individualisierung der Inhalte, keine Statistik, keine sonstigen Newsletterservice-Features und viele der anderen oben genannten Nachteile.

Fazit

Für welche Variante man sich am Ende entscheidet, sollte gut überlegt sein. Man hat die eigene Domain schneller bei den ISPs als Spam-Schleuder verbrannt, als man denkt.

Ich empfehle all jenen, die sich nicht mit technischen Details herumärgern wollen und zudem sicher gehen möchten, dass möglichst viele der Newsletter-Mails ankommen, einen Newsletter-Service.

Wer alles in seiner Hand haben will und statt Geld lieber Zeit investieren möchte, der kann sich für die Alternative der Newsletter-Skripte bzw. -Software entscheiden.

In einem nächsten Artikel stelle ich deutsche Newsletter-Services vor.


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Kommentare

  1. meint

    Ixh hab`s zuerst mit einer Softwarelösung probiert und habe es aufgegeben. Nun habe ich eine Newsletter-Versender-Lösung auf meinem Blog integriert und bin zufrieden. Die Einbindung und der ganze Hintergrund mit Analyse etc. sind spitze und leicht zu handhaben.

  2. meint

    Hallo,
    wie sieht es eigentlich mit Import/Export-Möglichkeiten aus? Also wenn ich jetzt z.B. zunächst einen Dienstleister beauftrage, mich dann aber später aufgrund anderer Voraussetzungen für eine eigene Softwarelösung entscheide. Ist da eine Übernahme der E-Mail-Adressen möglich?

    Ist das im umgekehrten Fall (den hast du doch durchlaufen Henri, oder?) komplexer? Muss ich dann nicht noch das Einverständnis der Abonnenten einholen, wenn ich die Adressen an einen Dienstleister weiterreiche (für einen ggf. möglichen Import)?

    Danke für die Antworten.

  3. meint

    @ Benni
    Bei CleverReach gibt es definitiv eine Exportfunktion. Bei den anderen Anbietern bin ich mir nicht sicher, aber ich gehe davon aus, dass die meisten größeren Services das auf jeden Fall anbieten.

    Was das weiterreichen angeht, so ist das eine gute Frage. Solange es ein deutscher Anbieter ist und man nicht explizit bei der eMail-Generierung damit geworben hat, dass die Mails nur auf dem eigenen Computer vorgehalten werden, würde ich da kein Problem sehen.

    Aber wenn du bei der Generierung explizit angegeben hast, dass kein externer Dienstleister beteiligt ist, würde ich die Mail-Adressen nicht einfach in den Service übernehmen.

  4. Gekko meint

    Im ersten Satz steht Newwsletter-Marketing mit zwei w aber ansonsten sehr Interessant.

    Grüße Florian

  5. meint

    Kommt ja wieder mal perfekt der Artikel. Muss da unbedingt was basteln um Besucher langfristig zu binden. Habe durch einen aktuellen Artikel heute über 600 Besucher die leider alle nicht so weiteres wieder kommen. Hätte ich da mal schon eine Möglichkeit zur Eintrag in einen Newsletter geschaffen. Mist.:sad:

    Das darf nicht nochmal passieren. Muss da in den nächsten Tagen was machen. Oder zumindest die kleine Lösung RSS per Mail. Hat jemand einen Tipp für ein gutes Plugin?

  6. meint

    Also ich habe vor Jahren ein Projekt als monatlichen Newsletter gestartet und dann in der Form einer Website weitergeführt, mit Tageskalender etc. Dafür habe ich die Software Web2Mail von DataBecker genutzt. Es hat zwar irgendwann irgendwie funktioniert, aber ich kann im Nachhinein nur dazu raten, lieber eine komfortable Mietversion zu nutzen als eine vermeintlich preiswerte Kaufversion.

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