Werbung
Welche WerbekanĂ€le sind besonders effektiv (und trotzdem erschwinglich)? Das fragen sich besonders noch unerfahrene Neu-GrĂŒnder und zĂ€hlen dabei gerne auf das Internet.
Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Aris im April 2011 nutzen etwa 51 Millionen Menschen in Deutschland das Internet. Das entspricht 72 Prozent aller Deutschen ĂŒber 14 Jahren â tatsĂ€chlich ein enormes Potential!
Online Werbung nur fĂŒr Webshops interessant?
Klar ist, dass Online Shops gegenĂŒber Unternehmen mit offline Schwerpunkt mehr von den Instrumenten des Web 2.0 profitieren.
Ein Facebook-Link zu einem konkreten Produkt im Online Shop ist einfach effektiver als der Hinweis, dass das Produkt XYZ jetzt in der SchinkenstraĂe 2c erhĂ€ltlich ist.
Aber auch fĂŒr eine kleine unscheinbare Schneiderei hat es Vorteile im Netz auffindbar zu sein. Wenn jemand neu in der Stadt ist, informiert er sich gern zunĂ€chst im Internet ĂŒber GeschĂ€fte in seiner NĂ€he.
Ein Eintrag bei Google Maps kann da bereits Wunder helfen!
Offline KanÀle
Zu den zahlreichen online WerbekanÀlen kommen dann noch die klassischen Möglichkeiten wie Postsendungen, Telefonakquise, Werbeplakate etc. (ganz zu Schweigen von Funk und TV).
Genau genommen haben viele online KanĂ€le ein offline Pendant, wie beispielsweise Experten-Artikel in Fachzeitschriften bzw. auf online Portalen, Anzeigen in Zeitungen bzw. Google Adwords â oder etwas weniger nahe liegend: Social Media und Veranstaltungen/Messen … beides dient der KnĂŒpfung und Pflege von Kontakten.
1:0 fĂŒr online
Klare Vorteile bieten manche online Tools sowohl bei der Spezifizierung der Zielgruppe als auch bei der möglichen Streuung. Keine Zeitungsannonce kann leisten, was Google Adwords bewirkt â nĂ€mlich dem potentiellen Kunden genau dann zu erscheinen, wenn er nach Ihren Produkten sucht, und das deutschlandweit!
Ist man sowieso nur regional tÀtig und die Zielgruppe nicht internetaffin, hat aber auch die klassische Zeitungsannonce ihre Berechtigung.
Gleichstand?
Direktmarketing, egal ob per Post, E-Mail oder Telefon, ist nach wie vor das A und O der Kundengewinnung. Wegen der schwierigen Rechtslage unerwĂŒnschter E-Mails ist bei einer E-Mail Aktion an potentielle Kunden leider mit vielen Abmahnungen zu rechnen.
Schon allein deswegen bietet sich als Erstkontakt und zur Akquise die klassische Postsendung eher an.
Besonders effektiv ist die VerknĂŒpfung verschiedener Methoden in mehrstufigen oder parallel laufenden Kampagnen. Verschicken Sie zum Beispiel eine Werbesendung per Post und schlieĂen Sie eine Telefonaktion an â so hat der Adressat Ihr Angebot bei Anruf im besten Fall noch im GedĂ€chtnis.
Zudem sind Telefon-Aktionen immer noch der Direktwerbekanal mit den höchsten Antwort-Quoten.
Leider ist dieses Verfahren nicht geeignet fĂŒr den Privatkundenbereich, weil die Rechtslage hier bei Telefonwerbung wesentlich strikter ist. Ein Ă€hnlicher Effekt wie bei der E-Mail Akquise könnte eintreten.
Online User offline gewinnen
Gelegentlich wird vergessen, dass offline WerbekanÀle auch viele Interessenten auf eine online PrÀsenz lenken können.
Besonders Pro 7 setzt wiederholt auf die VerknĂŒpfung von Werbespots und Webkampagnen, um einen viralen Effekt zu erzielen (z.B. mit Spots fĂŒr den beschaulichen Ort Finsdorf mit Hinweis auf www.finsdorf.de â eine Kampagne fĂŒr die TV-Serie Stromberg).
Aber auch mit einem Budget, das nicht fĂŒrâs Fernsehen reicht, können Flyer Aktionen oder Postsendungen genutzt werden, um z.B. den Bekanntheitsgrad eines Webshops zu steigern.
Auch wenn der Adressat nicht sofort auf die Postwerbung reagiert, speichert er die Information, dass es diesem Webshop gibt.
Der Neukunde ist König
Ist der Kunde einmal gewonnen, soll er bitte wieder kaufen â jetzt setzt das Thema Kundenbindung ein. Diese sollte klug und nicht zu offensiv betrieben werden.
Ein regelmĂ€Ăiger E-Mail Newsletter bietet sich an (wenn wĂ€hrend des Kaufprozesses ein Opt-In erfragt wurde). Auch ist ein zufriedener Kunde vielleicht geneigt Fan bei Facebook zu werden, wenn z.B. regelmĂ€Ăig exklusive Sonderangebote darĂŒber angeboten werden.
Doch auch schon vor dem eigentlichen Kaufprozess können Sie Ihrem Kunden zeigen, dass seine Meinung zĂ€hlt. Besonders, wenn er telefonisch anfragt â eine Frage a la “Wie sind Sie eigentlich auf uns gestoĂen?” nimmt Ihnen niemand krumm, solange Sie einen nervigen Fragenkatalog vermeiden.
Es macht auch Sinn, Kunden fĂŒr besonders gute Hinweise Rabatt auf Ihre Bestellung zu gewĂ€hren â so ist Ihnen eine Empfehlung fast sicher.
Fazit
Es kann im Marketing nicht wirklich die Rede sein von offline vs. online â viel mehr ergĂ€nzen sich beide Formen, die wiederum in zahllose Unterkategorien unterteilbar sind. Man kann allerdings bestimmte Tendenzen erkennen, z.B. dass immer mehr Unternehmen bei Bestandskunden auf E-Mail Kampagnen zur Kundenbindung setzen, weil das preislich gĂŒnstiger ist.
DafĂŒr sind Werbesendungen per Post zur Neukundenakquise allein schon wegen der einfacheren Rechtslage unersetzlich. NatĂŒrlich spielt die Zielgruppe eine gewichtige Rolle: Firmenkunden nutzen nach wie vor gerne Faxantwortformulare, Rentner gerne Antwort-Postkarten â dagegen beteiligen sich Jugendliche gern interaktiv in sozialen Netzwerken wie Facebook.
Ăberlegen Sie sich also, was Ihre Zielgruppe bewegt und wie sie kommuniziert. So finden Sie die passenden Botschaften und die passenden KanĂ€le.
Autor
Unser Blog zum Thema Marketing und Kundenwerbung informiert Sie ĂŒber psychologische HintergrĂŒnde in der Werbung, liefert Grundlagen-Artikel zu verschiedensten Werbestrategien und verlĂ€sst auch manchmal ausgetretene Pfade, um neue DenkansĂ€tze anzuregen.
Wir betreiben selbst einen Webshop und schreiben ĂŒber alles, was uns im tĂ€glichen KundengeschĂ€ft auffĂ€llt.
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









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Von Beruf bin ich Direct-Response Verkaufstexter.
Die Postsendung zÀhlt genau wie du es hier sagst neben Telefonakquise- oder Verkauf zu den erfolgreichsten Werbeformen.
Allerdings verweise ich gern auf die emprische Studie der GfK-Gruppe vom 27.09.10 “Mehrkanal wĂ€chst stĂ€rker als der reine E-Commerce”.
In dieser Studie ist der Trend des Konsumverhaltens klar erkennbar… Kunden informieren sich ĂŒber einen Kanal und kaufen ĂŒber einen anderen. Kunden beschaffen sich die Informationen im Internet und kaufen das Produkt um die Ecke im GeschĂ€ft.
Hierbei zĂ€hlt nicht der Preis. Sondern dass es schnell geht und einfach ist auf diese Weise ein BedĂŒrfnis zu befriedigen, ein Problem zu lösen.
Mutlichannel-Marketing wird in Zukunft wichtiger werden.
Und die Herausforderung fĂŒr Marketingstrategen und Werbeagenturen.
Die Verschmelzung der jeweiligen KanĂ€le wird zur KĂŒr fĂŒr alle Marketing-Strategen.
Was versteht ihr denn unter Postsendung (gerade bei Webdesignern und anderen Freelancern)? Geht es euch um Flyer etc. oder um klassische Akquisebriefe?
@Mario
Ich kenne auch die umgekehrte Situation: Kunde testet ein Produkt im Einzelhandel um die Ecke und kauft es dann billig im Internet.
@Paul
Ich meine Postsendungen zu Werbezwecken z.B. an Firmenadressen. So kann man sich aktiv ins Bewusstsein seiner Zielgruppe bringen. Selbst Google verschickt erfolgreich Werbebriefe mit Gutscheinen per Post. Flyer sind aber auch nicht verkehrt – z.B. im B2B Bereich auf Messen oder im B2C Bereich im Einzelhandel.
Postsendungen landen bei uns immer im Altpapier. Werbeanrufe privat haben wir zum GlĂŒck nicht.
Alles was ich wissen muĂ oder will beziehe ich aus dem I-net genauso auch Werbung.