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Outsourcing national und international – Interview mit twago
- 3 Kommentare - Peer Wandiger | Interviews, Kundengewinnung, Outsourcing, Selbständig



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Outsourcing - einfach und sicher - Interview mit twagoHeute geht es mal wieder um das Thema Outsourcing.

Twago ist einer der bekanntesten Projekt-Marketplätze in Deutschland. Ich hatte die Gelegenheit mit Stefanie Kahls von twago zu sprechen.

In diesem Interview ging es um die Plattform, der Ablauf von Projekten, welche Vorteile sich durch Outsourcing ergeben und einiges mehr.

1. Hallo Stefanie. Bitte stell dich meinen Lesern vor.

Ich arbeite bei dem Berliner Start-up twago. Als PR und SEO Managerin kümmere ich mich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und leite unser SEO-Team. Durch die PR-Arbeit waren wir mit twago schon in großen deutschen Print- und Online-Medien vertreten.

Die Süddeutsche Zeitung, der Focus, die Zeit und Spiegel Online waren dabei. Aber auch Tech-Medien wie die Computerwoche und TechCrunch haben schon über uns berichtet. Selbstständig-im-Netz.de gehört für uns zu den relevanten Online-Medien. So bin ich vor über einem Jahr auf Selbständig-im-Netz.de aufmerksam geworden.

Bevor ich zu twago gekommen bin, habe ich für die Vereinten Nationen (UN) im In-und Ausland gearbeitet. Hier lag mein Fokus auf der Außenkommunikation, was recht verwandt ist mit PR. Natürlich war dort meine Arbeit sehr international.

Das Gute bei twago ist, dass ich auch dort sehr international arbeiten kann. Alleine unsere Mitarbeiter kommen aus zehn unterschiedlichen Ländern.

2. Kannst du bitte deinen Arbeitgeber twago genauer vorstellen? Was macht ihr?

twago ist der größte Online Marktplatz in Deutschland zur globalen Vermittlung von hochwertigen Dienstleistungen im Bereich Programmierung, (Web-)Design und Unternehmensservices wie zum Beispiel Übersetzungsarbeiten.

Mit twago finden Kunden professionelle Experten, Freiberufler und Firmen in Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Mittlerweile sind wir neben dem deutschen und englischsprachigen Markt auch in Italien und Spanien vertreten.

Das Konzept ist einfach: Kunden stellen Projekte ein, Service-Anbieter weltweit geben Angebote ab, der Kunde vergleicht und entscheidet. twago unterstützt mit Projektmanagement-Tools und sicherer Zahlungsabwicklung.

Bei twago bekommt nicht automatisch der günstigste Dienstleister den Zuschlag, sondern derjenige, der sich am besten für das Projekt eignet. Der Auftraggeber kann sich dabei frei entscheiden. Unsere Dienstleister werden von vorherigen Kunden bewertet. Dies gibt Transparenz und hilft bei der Entscheidung, welchen Dienstleister man beauftragen möchte.

twago ist ein Berliner Start-up. Seit 2009 vermitteln wir erfolgreich Experten in Deutschland und der ganzen Welt. Mittlerweile bieten wir Zugriff auf über 122.000 Dienstleister aus 161 Ländern. So können wir unsere Kunden immer mit dem passenden Dienstleister zusammenbringen.

3. Wie ist die Idee zu twago entstanden und wie hat sich die Plattform seitdem entwickelt?

twago wurde von drei Gründern gegründet: Gunnar Berning, Maria Lindinger und Thomas Jajeh.

Die Drei waren Management-Consultants bei Siemens. Alle Drei haben umfangreiche internationale Arbeitserfahrung und haben hautnah miterlebt, wie schwer es manchmal ist, den passenden Dienstleister für eine Aufgabe zu finden.

Bei Recherchen stießen sie auf eine kleine Plattformen, die einen ähnlichen Ansatz wie heute twago verfolgten. Sie optimierten die Idee und setzten sie in die Tat um. Das Ziel ist, das weltweite Zusammenarbeiten zu vereinfachen und zu beschleunigen. Die Zusammenarbeit über das Internet soll so einfach werden wie heute die Zusammenarbeit im gemeinsamen Büro.

Wieso nur auf lokale Dienstleister konzentrieren, wenn es so leicht sein kann, viel bessere Dienstleister aus der ganzen Welt zu finden?

Die Entwicklung der Plattform ist extrem rasant! Es ist deutlich erkennbar, dass das Konzept sehr gut ankommt – bei Auftraggebern genauso wie bei Dienstleistern. twago wächst im Schnitt jeden Monat um mehr als 20 Prozent. Wir bauen unser Angebot ständig aus und verbessern es.

So bieten wir zum Beispiel seit Mai 2011 unseren Treuhandservice safePay an. Damit wird sichergestellt, dass der Freelancer auch sein Geld erhält und der Kunde seine Leistung. Vor allem bei Internetgeschäften ist diese zusätzliche Absicherung sehr wichtig.

4. Wie vermarktet ihr twago und welche Maßnahmen sind dabei am erfolgreichsten?

Zur Vermarktung nutzen wir verschiedene Kanäle, die hauptsächlich von der PR und Marketing-Abteilung gesteuert werden. Unser Konzept ist, dass wir nur mit Muttersprachlern die jeweiligen Märkte angehen. Das ist auch der Grund, warum bei twago Mitarbeiter aus zehn verschiedenen Ländern arbeiten mit den unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen. Eine persönliche Ansprache auf Augenhöhe finden wir sehr wichtig.

Wir versuchen immer, in der Szene präsent zu sein, mit den Leuten in Kontakt zu treten und mit ihnen im Gespräch zu bleiben. Wir pflegen intensive Bloggerkontakte und treten als Experten bei bestimmten Themen auf, zum Beispiel versenden wir regelmäßig die neuesten IT-Trends auf unserer Plattform.

Unsere Pressearbeit ist zudem sehr erfolgreich. Wichtig ist es auch hier einen Mix aus offline und online Präsenz zu schaffen. Vor allem, weil twago im Online Segment unterwegs ist.

5. Nutzt ihr auch das Social Web zur Vermarktung? Wenn ja, wie?

Social Media Aktivitäten – auf verschiedenen Kanälen – sind sehr wichtig. Natürlich haben wir eine Facebook Fanpage. Auch hier haben wir alle vier Hauptsprachen von uns vertreten (Deutsch, Spanisch, Italienisch, Englisch). Es bringt nicht viel z.B. die italienische Community in Englisch oder sogar Deutsch zu adressieren. So haben wir auch verschiedene Twitter Kanäle in unterschiedlichen Sprachen.

Neben dem aktiven Teilhaben im Social Web, schalten wir auch Werbung. Hier bieten sich, je nach Unternehmen, unterschiedliche Plattformen an.

Ist die Zielgruppe eher auf Facebook, LinkedIn oder Xing unterwegs? Dies gilt es zu allererst rauszubekommen, sonst verpulvert man nur sein Geld. Vor allem für Start-ups, wie wir es sind, kann das fatale Folgen haben.

6. Welche Bedeutung hat der Outsourcing-Markt derzeit in Deutschland? Wie siehst du die Zukunft?

Wir sind uns alle über die derzeitige wirtschaftliche Lage in Deutschland im Klaren. Die Firmen scheuen sich oft davor, ihre Mitarbeiter fest anzustellen. Zeitverträge sind keine Seltenheit mehr, sondern die Regel. Daher begrüßen Unternehmen immer häufiger, wenn sie qualifizierte Dienstleister finden, die auf Projektbasis arbeiten.

Für Freelancer hat das einen ganz gewaltigen Vorteil: Es entstehen Arbeitsmöglichkeiten, wo es vorher noch keine gab. Das Projektangebot steigt, damit auch die Entscheidungsfreiheit und die Verdienstmöglichkeiten. Der Wunsch nach Flexibilität und einer ausgewogenen Work/Life-Balance steigt bei den Arbeitnehmern. Als Freelancer kann man darüber selbst entscheiden.

Laut Human Capital Institut outsourcen in den USA bereits 90 Prozent aller US-Unternehmen mindestens einen Teil ihrer Arbeit an Freelancer. In Deutschland wird zudem das Potential durch Outsourcing im eigenen Unternehmen von nur fünf Prozent der Entscheider als ausgeschöpft angesehen. 95 Prozent der befragten Entscheider haben eine konkrete Absicht oder zumindest grundsätzliches Interesse, Outsourcing-Vorhaben umzusetzen. Diese Zahlen verdeutlichen das enorme Potential des Outsourcing-Marktes in Deutschland. Ich denke, dass wir zurzeit nur die Spitze des Eisberges sehen.


7. Wie funktioniert es genau, wenn ich auf twago einen Experten für eines meiner Projekte suche?

Zuerst muss man sich als Kunde kostenlos registrieren. Das ist bei uns sehr einfach gehalten, damit man nicht unnötig aufgehalten wird, wenn man einen Dienstleister sucht.

Nach erfolgreicher Registrierung kann der Kunde Projekte oder Aufgaben beschreiben und einstellen. Dabei helfen ihm die von twago bereitgestellten Formulare. Auch unser Kundenservice hilft gerne per Telefon und E-Mail.

Dienstleister erhalten dann automatisch eine Benachrichtigung über neue Projekte, die zu ihren angegebenen Kompetenzen passen und können so schnell detaillierte und professionelle Angebote abgeben.

Nachdem der Kunde einige Angebote erhalten hat, vergleicht er und entscheidet sich für das für ihn am besten geeignete Angebot. Dabei entscheidet er frei, ob er mit einem deutschen oder lieber einem internationalen Experten zusammen arbeiten möchte.

Sobald er einen Dienstleister ausgesucht hat, erbringt dieser seine Leistung. Nach abgeschlossener Leistung bezahlt der Kunde den Dienstleister und beide geben eine ausführliche Bewertung der Zusammenarbeit ab. Diese steht zukünftigen Nutzern der Plattform als Referenz zur Verfügung.


8. Was kostet der Service bei twago? Wie stellt ihr sicher, dass die Abwicklung sicher und korrekt ist?

Absolute Sicherheit zu gewähren ist die große Herausforderung im Online-Geschäft, vor allem im internationalen Bereich. Wir bei twago haben dafür unseren Treuhandservice safePay entwickelt. Dieser stellt sicher, dass jeder Dienstleister, der seine Leistung erbracht hat auch bezahlt wird und jeder Kunde der bezahlt hat auch die vereinbarte Leistung erhält.

Dazu zahlt der Auftraggeber den vereinbarten Lohn auf ein unabhängiges Treuhandkonto ein. twago gibt dem Dienstleister Bescheid, sobald das Geld eingegangen ist. Der Dienstleister kann mit seiner Arbeit beginnen. Wenn der Dienstleister seine Leistung erbracht hat und diese an den Auftraggeber “ausgeliefert” wurde, gibt twago das Geld auf dem Treuhandkonto frei und der Dienstleister erhält sein Geld.

Für Auftraggeber ist die Nutzung der twago Plattform grundsätzlich kostenlos. Auch für Freelancer ist es möglich, sich kostenlos bei twago zu registrieren. Wir verfügen über verschiedene Mitgliedsschaften. Je nach Mitgliedschaft bezahlt der Dienstleister zwischen vier und sieben Prozent Servicegebühr an twago. Natürlich wird diese Gebühr erst fällig, wenn der Dienstleister den Zuschlag bekommen hat. Angebote auf Projekte abzugeben ist vollkommen kostenlos und unverbindlich.


9. Wie kann ich mich als Experte am besten bei euch präsentieren und was kostet dies?

Jeder Dienstleister hat bei twago seine eigene Seite, auf der er sich präsentieren kann. Es gibt die Möglichkeit, Referenzen und Arbeitsproben hochzuladen. Solche Belege von schon geleisteter Arbeit sind sehr hilfreich, um potentielle Auftraggeber von sich zu überzeugen.

Je detaillierter ein Dienstleister sein Profil ausfüllt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er den Zuschlag für ein Projekt bekommt. Wichtig: nicht nur der Preis ist entscheidend.

Unsere Statistiken zeigen, dass viele Kunden eher teurere Service-Anbieter wählen, um qualitativ hochwertige Arbeit zu erhalten. Zeigen Sie also durch Ihr Angebotsschreiben, dass Sie Ihr Geld wert sind.

Wie detailliert der Dienstleister sein Profil ausfüllen kann hängt auch von der Art seiner Mitgliedschaft ab. twago bietet insgesamt fünf verschiedene Mitgliedschaften: Beginner, Medium, Freelancer, Premium und VIP.

Die günstigste Mitgliedschaft ist kostenlos und bietet die Möglichkeit, eine Referenz hochzuladen.

Die höchsten Mitgliedschaften bieten die Möglichkeit, bis zu neun Referenzen hochzuladen. Unsere Mitgliedschaften offerieren den Dienstleistern unterschiedliche Modelle der Präsentation und Angebotsabgabe. So ist für jeden Freelancer das passende Angebot dabei.


10. Deine wichtigsten Tipps rund um das Thema Outsourcing?

Mein Tipp ist, Outsourcing einfach auszuprobieren. Hinter dem Wort verbirgt sich für viele Menschen so viel nebulöses, dass sie sich nur schwer vorstellen können, was Outsourcing für sie persönlich bringen könnte.

Bei twago haben auch Privatpersonen und kleine Unternehmen die Möglichkeit zu sehen, was Outsourcing alles kann. Es muss ja nicht immer ein Programmierer-Hub in Indien sein, wenn es um Outsourcing geht. Auch der Programmierer aus der Nachbarstadt kann einem schon eine ganz neue Welt bescheren.


Danke Stefanie

für die ausführlichen Antworten.



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3 Kommentare und Trackbacks zu ' Outsourcing national und international – Interview mit twago '

Kommentare zu 'Outsourcing national und international – Interview mit twago' mit RSS

  1. 1 Thomas kommentierte am 24.11.2011 um 12:48 Uhr

    Ich habe selber für diverse Seiten schon freelancer.com genutzt und eigentlich nur gute Erfahrungen machen können. Dein Artikel hat mir twago näher gebracht, da ich ja sowieso auf der Suche nach einer alternative war. Ich bin gespannt ob ich dort ein wenig zuverlässigere (auf die Arbeitszeit bezogene) Freelancer finde.

  2. 2 Oliver kommentierte am 25.11.2011 um 11:09 Uhr

    Ohne Investition kein Fortschritt! Wer alles ständig und selbst alleine machen will, wird irgendwann auf der Stelle treten oder sogar verlieren, outsourcing ist im heutigen Geschäft auch für Freiberuflicher und Selbständige eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Möglichkeit, zu wachsen. Ich selbst habe das auch eher spät eingesehen und wollte alles selber machen: Resultat 14-16 Stunden Tage, Kopfschmerzen und unzufriedene Kunden aufgrund von Überlastung. Mittlerweile beschäftige ich einige Freelancer, die unter anderem auch über twago.de gefunden wurden. Kann die Plattform also nur empfehlen!

  3. 3 Bert kommentierte am 14.01.2012 um 22:19 Uhr

    Ein freundliches Halli Hallo

    Eine Outsourcing Strategie sollte selbst oder gerade für kleine Unternehmen und Einzelkämpfer wie Internet-Marketer zum Geschäftsplan gehören. Die Arbeiten sind so vielseitig, dass man einfach kein Spezialist auf allen Gebieten sein kann. Natürlich kann man auch versuchen, sich in alle Programmiersprachen, SEO, dem Verkaufstexten etc. einzuarbeiten, aber ein Experte wird man auf allen Gebieten nie. Mit Outsourcing kann man sich Expertenwissen oftmals sehr kostengünstig kaufen, die Projektziele wesentlich schneller und mit weniger Kosten erreichen und sich auf seine Kernaufgaben und -kompetenzen konzentrieren. Ich betreibe (leider) erst neuerdings Outsourcing – werde aber zunehmend mehr aufgaben auslagern. Twago ist dabei eine sehr hilfreiche Plattform, da es hier Experten für mehrere Themenbereiche gibt.

    MFG Bert



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