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wichtige Änderungen für Selbständige in 2012
Peer Wandiger - 13 Kommentare - Existenzgründung, Selbständig, Versicherungen - Ähnliche Artikel


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Das Jahr 2012 steht vor der Tür und deshalb möchte ich mal wieder einen Blick voraus werfen.

Welche Änderungen ab dem kommenden Jahr betreffen unter anderem Selbständige?

Worauf sollte man achten und was kann man evtl. noch in diesem Jahr machen?

Die folgenden Änderungen habe ich zusammen getragen, da sie mehr oder weniger stark Selbständige betreffen.

Krankenversicherung

Die Krankenversicherung ist für viele Selbständige ein wichtiges Thema in den letzten Wochen gewesen.

Viele private Krankenversicherungen haben teils massiv ihre Beiträge erhöht. Auch mich hat es getroffen, wie ich im Artikel “Krankenversicherung – Wechsel und Änderungen für 2012” schon beschrieben hatte.

Natürlich macht es keinen Sinn, ständig die Krankenversicherung zu wechseln. Stattdessen sollte man sich einen Anbieter auswählen, bei dem man langfristig bleiben möchte.

Im verlinkten Artikel gebe ich dazu ein paar Tipps.

In der gesetzlichen Krankenkasse haben sich die Beitragsbemessungsgrenze und die Jahresarbeitsentgeltgrenze für 2012 erhöht.

Die Beitragsbemessungsgrenze steigt auf 3.825 Euro/Monat.

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze, also die Grenze, bei der man als Arbeitnehmer in die private Krankenversicherungen wechseln kann, steigt auf 4.237,50 Euro/Monat.

(Quelle: finanztip.de)

Förderung

Im Bereich der Förderungen gibt es eigentlich nur eine nennenswerte Änderung. Die Kürzungen beim Gründungszuschuss wurden nun vom Bundesrat unverändert durch gewunken.

Nun liegt das Gesetz beim Bundespräsidenten, der es aber, soweit ich weiß, noch nicht unterzeichnet hat. Das kann aber jeden Tag passieren und dann sinkt die Förderung für Existenzgründer und vor allem hat man keinen Rechtsanspruch mehr auf die Förderung.

Weitere Details zu den geplanten Änderungen finden sich im verlinkten Artikel.

Andere Förderinstrumente wurden meines Wissens weder angekündigt, noch ab 2012 wesentlich verändert.

Steuern

Ich bin steuerlich zwar nicht so fit, aber dafür sind das andere. :-)

Auf meine-firma-und-ich.de gibt es einen Artikel zum Thema “Änderungen bei Buchhaltung, Lohn und Gehalt in 2012“. Darin wird unter anderem darüber berichtet, dass nun auch die Umsatzsteuerjahreserklärung 2011 zwingend elektronisch übermittelt werden muss. Genauso wie die Anlage EÜR.

Des weiteren wird das umstrittene Projekt ELENA eingestellt und die elektronische Lohnsteuerkarte kommt nun doch erst 2013.

Mehr Details und weitere kleine Änderungen finden sich im verlinkten Artikel.

Bzgl. des Kindergeldes gibt es noch eine Änderung, die für den einen oder anderen interessant sein kann. Bisher durften Kinder maximal 8.004 Euro pro Jahr verdienen, um noch einen Anspruch auf Kindergeld zu haben.

Diese Prüfung fällt nun weg. In Zukunft gibt es immer Kindergeld, wenn das Kind sich in einer ersten Berufsaufbildung oder im Studium befindet.

Danach muss nachgewiesen werden, dass das Kind nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeitet. Auch dann erhält es (bzw. die Eltern) weiterhin das Kindergeld. (Quelle: t-online.de)

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Vorsorge

Im Bereich der Vorsorge gibt es ein paar Änderungen, die auch für Selbständige im Netz interessant sein können.

So steigen die Beiträge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung im Jahr 2012 auf den vollen Betrag von 78,75 Euro (West) bzw. 67,20 Euro (Ost)

Für bestehende Versicherte ist die Sonderkündigungsfrist zwar schon längst verstrichen, aber wer sich neu versichern will, sollte das bedenken.

Im Bereich der Altersabsicherung wird die Lebensversicherung unattraktiver. So wird der Garantiezins ab 2012 von 2,25% auf 1,75% gesenkt (Quelle: focus.de). Mehr dürfen die Lebensversicherer nicht garantieren.

Da dies noch nicht mal der Inflation entspricht, stellt sich natürlich die Frage, in wie weit eine Lebensversicherung noch Sinn macht.

Auf der anderen Seite sieht die Lage für die Versicherer insgesamt nicht schlecht aus, so dass man schon damit rechnen kann, dass man bei Ablauf der eigenen Lebensversicherung mehr als die garantierte Verzinsung bekommt. Aber sicher ist das natürlich nicht.

Wer ab 2012 eine Riester Rente abschließt, kann sich diese frühestens ab dem 62. Lebensjahr auszahlen lassen (vorher 60.).

Dies gilt auch für die Rürup-Rente (Basisrente). Weitere Änderungen zu diesen beiden Vorsorge-Instrumenten finden sich auf deutsche-altersvorsorgeberatung.de.

Fazit

Mit dem neuen Jahr kommen verhältnismäßig wenige Veränderungen auf Selbständige zu.

Existenzgründer müssen sich schon etwas länger mit der Situation der Kürzung des Gründungszuschusses beschäftigen.

Ansonsten gibt es vor allem im Bereich der Altersvorsorge ein paar Änderungen, die man beachten sollte.

Insgesamt wird es für die meisten Selbständigen aber eher ein ruhiger Jahreswechsel.


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
13 Kommentare und Trackbacks zu 'wichtige Änderungen für Selbständige in 2012'

Kommentare zu 'wichtige Änderungen für Selbständige in 2012' mit RSS

  1. 1 Tom kommentierte am 19.12.2011 um 11:18 Uhr

    Die Betragsbemessunggrenze für gesetzliche Krankenversicherungen ist falsch: Sie liegt nicht bei 5600€ (Rentenkasse) sondern bei 3.825,00€. Das heißt man muss maximal (KK+PV ca 17,5%) rund 670 Euro Krankenkasse zahlen. Bitte das nächste mal den Wikipedia Artikel besser durchlesen!

  2. 2 Peer Wandiger kommentierte am 19.12.2011 um 11:25 Uhr

    @ Tom
    Danke für den Hinweis. Da habe ich mich in der Spalte vertan. Die genannten Werte waren für die gesetzliche Rentenversicherung.

    Ich habe den Wert geändert. Sorry nochmal.

  3. 3 Guido kommentierte am 19.12.2011 um 11:59 Uhr

    Ich bin selber seit 13 Jahren PKV-versichert. Rückblickend ein Fehler. Die PKV-Beiträge sind in den letzten Jahren im Schnitt um 7 Prozent pro Jahr gestiegen (Durchschnitt aller PKV-Tarife in Deutschland). Hält dieser Trend an – wonach es derzeit aussieht – so steigen die 200 Euro die man mit 30 Jahren an Beitrag zahlt auf deutlich über 2.000 Euro Monatsbeitrag mit 65 und auf fast 6.000 Euro wenn man 80 wird. Selbst wenn man etwa 2 Prozent Inflation p.a. herausrechnet, ist das ein immenser Betrag. Vielen PKV-Kunden wird im Alter durch die PKV-Beiträge massive Altersarmut drohen. Der Beitragsanstieg bei der GKV ist weitaus geringer.

    Die PKV leidet an 2 Problemen. Zum einen sorgt die Politik bewusst dafür, das die Hürden zum Eintritt in die PKV immer höher liegenn. Die PKV gewinnt dadurch kaum noch Neukunden. Die Bestandskunden werden älter und teurer und es strömen keine jüngeren Kunden mehr nach, die üblicherweise nur geringe Kosten verursachen und somit die durchschnittlichen Ausgaben pro Versicherten drücken. Die Kalkulation der Vergangenheit funktioniert somit nicht mehr.

    Zum anderen bekommt die PKV die Kostenexplosion nicht in den Griff. Alles was man beim Privatpatienten an Untersuchungen und Therapien machen könnte, machen Ärzte auch und rechnen es zum 1,8- 3,5fachen Tarif von gesetzlich Versicherten ab. Die PKV findet sei Jahren keinen Weg das einzudämmen.

  4. 4 Simon kommentierte am 19.12.2011 um 15:06 Uhr

    Das Thema Riester-Rente hat mich in diesem Jah auch beschäftigt. Inzwischen bin ich der Ansicht: Es lohnt sich einfach nicht. Lege ich selbst etwas zurück, dann habe ich letzendlich mehr davon, da ich weder Kontogebühren, noch Auszahlungsgebühren (später bei Rentenanspruch), noch magere Zinsen erhalte. Vor ein paar Wochen ist das selbe Ergebnis ja durch die Medienwelt gewandert.

    Thema: Private Krankenversicherung. Tja, traurig, traurig. Ich bin dafür eine “Volks”-Krankenkasse wie in der Schweiz zu errichten :-)

    Fröhliche Weihnachten!

  5. 5 Peter kommentierte am 19.12.2011 um 15:40 Uhr

    Riester lohnt sich nur wenn bedingt durch viele Kinder die staatliche Förderung recht hoch ist. Für die große Mehrheit ist diese Form aber eher nichts.

    Die Lebensversicherung ist eigentlich als Altersabsicherung schon seit Jahren Tod. Selbst wenn die Gesellschaften auf längere Sicht eine Rendite von jährlich 3 bis 4% erbringen werden, lohnt sich dies kaum weil vor allen aufgrund der lange Laufzeiten die Inflation diese Zuwachs wieder wettmachen wird. Und das wir in die kommenden Jahren mit Inflationsraten um die 3 bis 4% öfter haben werden ist sicher.

    Die PKV ist nun einmal gerade im Alter recht teuer, weil hier im Gegensatz zu GKV eure persönliche Risiko als Beitragsmaßstab gilt. Gerade deswegen ist die PKV für jüngere (unter 30) so billig.

  6. 6 Joern kommentierte am 19.12.2011 um 16:43 Uhr

    Eigentlich wurde man ja schon wieder verascht. Das muss man sein Geld schon teuer verdienen, und dann wird einem das vom Staat ans Herz gelegte Programm schon nach wenigen Monaten wieder fallen gelassen. Was soll das? Wann gehen wir endlich wieder auf die Strasse??

  7. 7 Niclas kommentierte am 19.12.2011 um 23:51 Uhr

    @Guido, vielleicht ist http://widge.de/ was für dich?

  8. 8 Uwe kommentierte am 20.12.2011 um 11:42 Uhr

    @Simon: Wo gibt es denn hier eine Volks-Krankenkasse? Meinst Du die obligatorische Grundversicherung?
    Die ist nur in den Leistungen einheitlich, die Tarife schwanken da ganz schön je nach Versicherer und Wohnort (-kanton). Und dann gibt es selbstverständlich noch div, freiwillige Zusatzversicherungen, halbprivate und private Krankenversicherer, die aber immer zusätzlich zur obligatiorischen Grunddeckung abgeschlossen werden muss.

    Die kann einem keiner nehmen, d.h. man kann gar nicht aus der Mindestdeckung rausfliegen wie in D., wenn man sich für eine PKV entscheidet.

    Meinst Du das mit Volkskrankenkasse?

  9. 9 Daniel kommentierte am 22.12.2011 um 14:29 Uhr

    “So steigen die Beiträge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung im Jahr 2012 auf den vollen Betrag von 78,75 Euro (West) bzw. 67,20 Euro (Ost)”

    Ich habe kürzlich ein Brief bekommen, dass das nur 39,33 Euro (pro Monat – West) im Jahr 2012 kostet. Woher hast du deine 78,75 Euro?

  10. 10 Peer Wandiger kommentierte am 22.12.2011 um 22:25 Uhr

    Laut Gesetz war dies so vorgesehen. Zu finden auch bei de.wikipedia.org und http://www.gruendungszuschuss.de.

    Würde mich wundern, wenn es nicht so wäre.

  11. 11 Daniel kommentierte am 02.01.2012 um 11:51 Uhr

    Mein Beitrag stammte aus der Erinnerung.

    Ich habe den Brief gerade noch mal herausgesucht und es steht folgendes drin:

    “Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag in der Abreitslosenversicherung nach §28 (SGB III)

    Zum 1. Januar 2012 ändert sich die Höhe des Beitrages im Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag. Der Beitrag beträgt nunmehr 39,38 Euro monatlich.”

    Also 39,38 Euro. ;-)
    Mein Standort: Köln

  12. 12 Anna kommentierte am 27.01.2012 um 21:35 Uhr

    Also ich soll für die Arbeitslosenversicherung 67,20 zahlen – Standort Ost.

    Ich habe eine Frage, wie kündige ich denn diese Versicherung. Habe sie in 2010 abgeschlossen.

    Vielen Dank für eine Rückmeldung – wäre sehr dankbar.

    Herzliche Grüße!

  13. 13 Anna kommentierte am 28.01.2012 um 10:25 Uhr

    hallo, ich nochmal…..ich habe schon vor einiger zeit in den agb`s gelesen, dass sie wohl automatisch ausläuft, wenn innerhalb der ersten drei monate im neuen jahr keine zahlung eingeht. da ich nun hier aber des öfteren von aktiver kündigung gelesen habe, möchte ich mich eigentlich nur vergewissern, ob dem so ist, dass sie tatsächlich ausläuft.

    herzliche grüße! anna



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