Welches Office-Paket nutzt du? – Umfrageauswertung

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Immer wieder führe ich Umfragen hier im Blog durch, meist unter passenden Artikeln.

Nun möchte ich damit beginnen, die Umfragen zumindest teilweise auch auszuwerten und die Umfrageergebnisse zu deuten.

Als erstes möchte ich eine Umfrage auswerten, die mit über 300 abgegeben Stimmen sehr erfolgreich war.

Es handelt sich um die Umfrage “Welches Office-Paket nutzt du?”

Welches Office-Paket nutzt du?

Im Mai 2011 hatte ich im Artikel “5 kostenlose Microsoft Office Alternativen für Selbständige” ebensolche vorgestellt.

Der Artikel kam sehr gut an (57 Kommentare), braucht doch jeder Selbständige im Netz irgendeine Art von Textverarbeitung und oft auch eine Tabellenkalkulation.

Und so war mit 319 abgegebenen Stimmen, bei der unter dem Artikel folgenden Umfrage, auch die Teilnahme sehr, sehr gut.

OpenOffice ganz vorn

Schauen wir uns die Umfrageergebnisse mal an.

Welches Office-Paket nutzt du?

  • OpenOffice (33%, 106 Stimmen)
  • Microsoft Office (30%, 96 Stimmen)
  • LibreOffice (28%, 88 Stimmen)
  • SoftMaker (4%, 12 Stimmen)
  • etwas anderes (2%, 7 Stimmen)
  • IBM Lotus Symphony (2%, 5 Stimmen)
  • einen Online-Office-Anbieter (1%, 3 Stimmen)
  • AbiWord (0%, 1 Stimmen)
  • ich nutze kein Office (0%, 1 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 319 (1 Stimmen)

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An der Spitze tummeln sich 3 Software-Pakete.

Mit OpenOffice liegt die wohl bekannteste kostenlose Office-Suite knapp vor Microsoft Office.

In den Kommentaren zum verlinkten Artikel gab es dabei durchaus unterschiedliche Erfahrungsberichte.

Während die einen mit OpenOffice sehr zufrieden waren und keine Probleme bei der Nutzung hatten (dazu gehöre ich), griffen andere lieber auf Microsoft Office zurück, da sie Probleme mit den kostenlosen Lösungen hatten.

Wie gesagt, ich nutze seit langer Zeit kostenlose Office-Programme (erst OpenOffice und seit einer Weile LibreOffice) und bin damit mehr als zufrieden.

LibreOffice liegt übrigens knapp hinter MS-Office.

Abgeschlagen folgen eher kleinere und unbekanntere Lösungen, wie etwa SoftMaker, AbiWord und Co.

Auch Online-Office-Lösungen sind anscheinend noch sehr wenig verbreitet. Das wird sich in den kommenden Jahren wohl etwas ändern, wobei bei vielen sicher auch Datenschutzbedenken mitspielen.

Ich bin auch jemand, der etwas Bauchschmerzen damit hat, Textverarbeitungs- oder Tabellenkalkulations-Daten einen Online-Office Service zu überlassen. Aber wahrscheinlich ist das nur eine Gewöhnungssache.

Nur ein Umfrageteilnehmer nutzt gar kein Office-Programm.

Usability

Stichwort Gewöhnungssache.

In den Kommentaren kam ein weiterer Faktor zur Sprache, den vor allem MS Office Nutzer angesprochen haben.

Die neue Oberfläche von Microsoft Office, genannt Ribbon, spielt für viele MS Office Nutzer eine wichtige Rolle.

Dieses kontextsensitive Menü finde ich extrem gewöhnungsbedürftig und ich habe da schon etwas Bedenken, da ja auch Windows 8 diese enthalten soll (z.B. im Explorer).

Aber meine Frau findet dieses Ribbon-Menü zum Beispiel auch sehr gut. Auch hier scheint es sich einfach um eine Umgewöhnung zu handeln.

Kostenersparnis

Einer der Hauptgründe für die Nutzung kostenloser Office-Alternativen ist sicher die Kostenersparnis.

Die aktuelle Microsoft Office Version Business 2010 kostet bei Amazon rund 250 Euro. Die Professional Variante gar fast 500 Euro.

Da ist es nicht verwunderlich, dass viele Existenzgründer, die nur einfache Briefe schreiben und ein wenig mit Tabellen arbeiten wollen, auf die kostenlosen Lösungen zurückgreifen.

Arbeitet man allerdings mit anderen Software-Lösungen zusammen, die Daten z.B. in Word-Dokumente exportieren, dann kann es bei den kostenlosen Lösungen schon Probleme geben. Oft wird Microsoft Office da auch zwingend vorausgesetzt.

Aber auch Gründer, die viele Text- und Tabellen-Dokumente mit anderen austauschen und dabei z.B. auch viel in diesen Dokumenten optisch gestalten, fahren mit Microsoft-Office meist besser. Gerade die Umwandlung von optischen Gestaltungen zwischen MS Office und kostenlosen Lösungen funktioniert oft nicht problemlos.

Fazit

Wer nur die grundlegenden Funktionen der Textverarbeitung und Tabellenkalkulation benötigt, der ist mit LibreOffice oder OpenOffice mehr als ausreichend bedient. Wie schon gesagt, nutze ich diese seit Jahren und habe MS Office bisher nicht vermisst.

Wer dagegen viel Wert auf die optische Gestaltung seiner Text/Tabellen-Dokumente legt und zudem viele Dokumente mit anderen Personen austauscht, muss oft auf Microsoft Office zurückgreifen. Und auch wer sich einmal an die Ribbon-Oberfläche gewöhnt hat, wird Probleme haben, sich wieder mit den “stinknormalen” Oberflächen abzugeben. :-)

Zudem bietet MS Office zum Teil Profi-Funktionen an, die in den kostenlosen Office-Paketen nicht enthalten sind.

Es kommt also, wie so oft, ganz auf die individuellen Anforderungen an.


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Kommentare

  1. meint

    Interessant ist, dass gerade einmaal 2/3 der Leute das Open Office und das MS-Office nutzen. ich hätte getippt, das die beiden sicherlich über 90% einnehmen. Schön aber, dass es noch mehr ernsthafte Alternativen gibt.

  2. meint

    @Matthias LibreOffice ist ein Fork von OpenOffice. Die Unterschiede sind momentan nicht wirklich groß. Von daher passt das mit den 90% schon.
    Ich hätte allerdings erwartet, dass Microsoft Office einen deutlich höheren Anteil hat. Es gibt, gerade bei den DAUs, viele, die außer Microsoft Office nichts anderes kennen.

  3. meint

    Eigentlich könnte man Libre Office und Open Office auch zusammenfassen. Ich glaub Du hattest selbst schon mal einen Artikel darüber geschrieben, dass Libre Office im Prinzip die Nachfolge von Open Office darstellt und ich glaube in der Version 3.3 sogar genau dieselbe Ausführung hatten – bis auf die Logos ;)

  4. meint

    Schade, dass gerade Softmaker scheinbar wenig genutzt wird. Nicht nur unterstützt man ein Unternehmen aus dem eigenen Land, sondern es hat auch viel zu bieten: volle Office 2010 Kompatibilität, sehr schnell, läuft auf USB, Duden-Korrektor mit sehr guter Grammatikprüfung, preislich überschaubar… und vieles mehr.

  5. meint

    @Jürgen: Nein, man hätte Libre- und Open Office nicht zusammen fassen können. Libre Office ist ja wegen Streitigkeiten mit Oracle ins Leben gerufen worden.

    Libre Office ist meiner Meinung nach noch nicht 100% ausgereift, schließlich haben sie auch später „angefangen“ im Vergleich zu Open Office, deshalb bin ich sicher dass sich nach den nächsten paar Updates die kleinen Fehler auch erledigt haben.

    Ich benutze übrigens aus Prinzip Libre Office, weil ich eine gute Zukunft für das Projekt sehe.

  6. meint

    Schon komisch, vor ein paar Jahren wollten die wenigsten Betriebe noch die kostenlosen Pakete wie Open Office und Co. einsetzen. Gut, dass sich das mittlerweile geändert hat. Das einzige Problem ist noch häufig die Kompatibilität der Dateiformate.

  7. meint

    Kompatibilitätsprobleme haben aber auch MS Office Versionen untereinander. Ich habe auch schon Excel Dokumente gehabt, die laut Excel beschädigt und nicht zu öffnen waren, mit OO aber problemlos geöffnet werden konnten… Ich nutze iWork auf dem Mac, weil OO leider zu langsam läuft.

  8. meint

    Ich habe jetzt OpenOffice und Libre Office benutzt und bin an sich sehr zufrieden, leider funktioniert bei beiden Versionen die Serien Email Funktion nicht ordentlich. Es wird immer nur ein Teil der E-Mails verschickt, manchmal 4, manchmal 6 und manchmal nur eine Mail. Hat das Problem außer mir noch jemand beobachten können?

    @Michael Bickel, Softmaker Office werde ich mir gleich mal anschauen. Klingt sehr interessant was du geschrieben hast.

  9. Flötenschlumpf meint

    MS Outlook + Exchange Server sind einfach ein unschlagbares Gespann. Ich hatte schon einen, als ich noch alleine war und jetzt bei 10 Angestellten erst recht. Ich hab vorher mit Thunderbird und IMAP rumgekräpelt, aber das ist nicht wirklich schön.

    Ich habe nicht genug Geld, um mich was anderem als MS Office abzugeben.

    Ein MS Office Home and Business 2010 bekommt man übrigens schon für 138 Euro: http://www.amazon.de/Microsoft-Office-Home-Business-Product/dp/B0017863PU

  10. Mirko meint

    Hm, hier wurde aber anscheinend die Mac-Fraktion komplett vergessen! So nutze ich (wie ca. 99% aller Mac-Besitzer) iWork inklusive der Version für’s iPad mit Abgleich über iCloud. ;) Ein anderes Office-Paket nutze ich nicht, obwohl es von den oben genannten so einige Mac-Versionen gibt.

  11. meint

    Das ist mal eine interessante Auswertung. Hätte nie gedacht, dass OpenOffice so häufig genutzt wird. Ich selbst nutze Microsoft Office. OpenOffice ist zwar schön und kostenlos, aber ich hatte des Öfteren Schwierigkeiten mit den Formaten, so dass ich lieber beim Altbewährten bleibe.

  12. meint

    Als LibreOffice-Benutzer bin ich überrascht und hocherfreut, dass es doch so viele andere Nutzer gibt. Wie Mirko allerdings richtig angemerkt hat, fehlte auch mir die Auswahloption für die Mac-Nutzer, da ich zumindest außerhalb des privaten Bereichs iWork nutze/n muss. Vielleicht beim nächsten Mal. :wink:

  13. meint

    Ich habe OpenOffice, Libre Office und MS Office getestet und verglichen. Alle sind sie gut. Jedoch haben die kostenlose Programme Probleme mit der Serien- Mail- Funktion. Am besten komme ich mit MS Office klar.

  14. meint

    Man sollte schon bedenken, dass LibreOffice, OpenOffice und NeoOffice prinzipiell die gleichen Produkte sind. und somit klar die Nase vorn haben. Auf der anderen Seite ist MS Outlook + Exchange Server eine Technologie aus dem letzten Jahrhundert und heutzutage völlig nutzlos. Eine bessere Lösung scheint mit ein IMAP + LDAP + WebDAV + private Cloud zu sein. Das kann man bei sich im Büro aufstellen ohne, dass Google, Microsoft, Apple und Konsorten da ständig rumschnüffeln. Einen klaren Vorteil hat MS Excel durch die seine Scriptsprache. Da es aber unter OSX instabil ist, kommt es für uns nicht Frage. Meiner Meinung nach ist LibreOffice zu diesem Zeitpunkt die zukunftssichere Lösung.

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