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Stand der Dinge im Social Web und die Zukunft
Peer Wandiger - 13 Kommentare - Social Web - Ähnliche Artikel


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Das Web entwickelt sich mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit weiter und ganz vorn bei dieser Entwicklung stehen die Social Networks.

Der Jahresanfang ist eine gute Gelegenheit einfach mal zurück und in die Zukunft des Social Webs zu schauen.

Wie haben sich diese in 2011 entwickelt und was erwartet uns 2012.

Das Social Web in 2011

Das Jahr 2011 war ein interessantes Jahr für das Social Web.

Eines der Highlights war sicher der Start des Google+ Netzwerkes, mit dem Google einen Konkurrenten zum Platzhirsch Facebook positioniert hat.

Aber auch die positive Entwicklung von Twitter hat viele überrascht, die schon den Einbruch prophezeit haben.

Facebook ist aber weiterhin auf dem Vormarsch und hat nach aktuellen Zahlen mehr als 800 Millionen aktive Nutzer weltweit. Zwar wird irgendwann sicher auch ein Sättigungseffekt einsetzen, aber derzeit ist davon kaum etwas zu spüren. In 2012 wird mit mehr als 1 Milliarde Mitgliedern gerechnet.

Für die deutschen Social Networks sah das Jahr 2011 dagegen eher düster aus. Fast ausnahmslos alle Social Networks deutschen Ursprungs befinden sich im freien Fall.

So haben z.B. laut ivw.de die VZ Netzwerke (StudiVZ, SchülerVZ und Co.) im Januar 2011 noch 334 Millionen Visits im Monat gehabt. Im Dezember waren es dann nur noch rund 77 Millionen.

Da scheinen auch die in 2011 angegangenen Veränderungen nichts mehr geholfen zu haben.

Aber auch andere Netzwerke haben deutliche Rückgänge zu verbuchen.

Einzig XING scheint sich zumindest halbwegs behaupten zu können, auch wenn selbst dort große internationale Konkurrenz lauert (LinkedIn).

Nutzung in Deutschland

Die Abkehr von deutschen Netzwerken spiegelt sich in der Nutzung in Deutschland wieder.

Facebook führt die genutzten Social Networks mit weitem Abstand an.

In einer Auswertung der beliebtesten Social Networks in Deutschland 2011 liegen hinter Facebook zwar ein paar deutsche Netzwerke, aber deren Trend ist eindeutig negativ.

Ende 2012 wird diese Liste sicher anders aussehen.

Google+ kann man statistisch noch recht schwer einschätzen, da der Service noch recht jung ist. In 2012 wird man da sicher verlässlichere Zahlen haben.

Die Dominanz von Facebook sieht man auch in einer Auswertung auf sistrix.de. Dort wurden die Social Votes von Twitter, Facebook und Google+ verglichen. Facebook hat mit fast 80% auch dort die Nase vorn.

Eine nicht mehr ganz neue, aber dennoch interessante Auswertung des deutschen Social Webs findet sich als Infografik auf socialmedia-blog.de.

Die Zukunft des deutschen Social Web

Auf Grund dieser Entwicklung sehen viele die Zukunft der deutschen Social Networks sehr düster.

Wenn man z.B. die ivw.de Zahlen statistisch hochrechnet, dann würden die VZ-Netzwerke im März 2012 die Grenze von 0 Besuchern erreichen. So stark war der durchschnittliche Rückgang in den letzten Monaten.

Andere deutsche Netzwerke verlieren zwar nicht so stark an Nutzern, aber der Trend ist relativ eindeutig. Zuwächse können fast ausschließlich ausländische Networks verbuchen.

Warum die deutschen Social Networks nach vielen guten Jahren nun so abstürzen ist sicher nicht in 1-2 Sätzen zu beantworten.

Die Globalisierung und der Kontakt über Landesgrenzen hinaus ist sicher ein Faktor. Da hat ein regional begrenztes Netzwerk immer Nachteile.

Aber auch die fehlende Innovationskraft spielt hier sicher eine Rolle. Wenn man sieht, wie häufig Google+ und Facebook neue Features bereitstellen, ist es schon recht peinlich, wie wenig da bei den deutschen Social Networks passiert.

Sicher haben diese nicht die Einnahmen und die Ressourcen wie Facebook und Co., aber z.B. die gescheiterten Versuche die eigenen Systeme offener zu gestalten (z.B. XING) und der wahrgenommene Stillstand (z.B. VZ Netzwerke) zeigen meiner Meinung nach, dass hier auch vom Management her viel versäumt wurde.

Die meisten deutschen Social Networks waren eben doch nur Kopien von US-Vorbildern, ohne dass man je die Kreativität und die Vision deren Macher ebenfalls übernommen hätte.

Ende 2012 könnte es also durchaus sein, dass es kaum noch (relevante) deutsche Social Networks gibt.

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Social Web International

Auch international ist nicht alles Gold was glänzt.

Facebook dominiert hier natürlich und daran werden alle anderen oft gemessen. Ich Großteilen der Welt ist Facebook das Social Network Nummer 1.

Allerdings erkennt man auf der Karte auch, dass es in bestimmten Ländern andere Top Social Networks gibt. In wieweit diese die Vormachtstellung behalten können oder ob es zu einem ähnlichen Einbruch nationaler Netzwerke kommen wird wie in Deutschland, ist schwer zu sagen.

Aber auch Twitter und Google+ entwickeln sich gut und haben ihren Platz und ihre Zielgruppe gefunden.

Eine Übersicht über die Gewinner und Verlierer unter den internationalen Social Networks findet sich auf ignitesocialmedia.com.

Ehemalige Stars wie MySpace und Friendster sind praktisch tot und neue Netzwerke boomen gerade.

Gerade diese Beispiele zeigen, wie unsicher die Zukunft im Social Web ist. Hier kommen und gehen die Wettbewerber doch deutlich schneller, als dies in anderen Bereichen, z.B. der Suche, der Fall ist.

Zukunft des Social Web International

Sehr spannend wird meiner Meinung nach das Jahr 2012 werden, da die 3 großen Social Networks weiter um Reichwerte und Einnahmen kämpfen werden.

Facebook wächst weiter und plant im Frühjahr/Sommer den Börsengang.

Twitter entwickelt sich besser als viele vorausgesagt haben, aber dafür ist man immer noch auf der Suche nach guten Einnahmequellen.

Google+ wird sicher in 2012 zu den 2 anderen Netzwerken weiter aufschließen und im Laufe des Jahres wahrscheinlich die Nummer 2 werden. Hier ist viel Potential vorhanden und die Integration in die Google Suche wird Google+ noch weiteren Zulauf bescheren.

Allerdings weht Google derzeit auch ein starker Wind ins Gesicht. Die Integration von Plus in die Suche hat viele negative Reaktionen hervorgerufen. Google versucht hier zwar zu beschwichtigen, aber ob es nicht doch noch zu den “Social Network Wars” kommen wird, bleibt abzuwarten.

An Reichweite werden diese 3 Netzwerke aber wohl alle zulegen und auch in Deutschland wird die Bedeutung des Social Webs weiter wachsen.

Ob Microsoft in 2012 mit einem eigenen Netzwerk nun doch an den Start gehen wird oder sich lieber raus hält ist schwer zu sagen. Aber ehrlich gesagt traue ich es Microsoft nicht zu, etwas “lebensfähiges” zu starten, da man sich bisher mit seinen Internet-Strategien nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat.

Mittelfristig wird es eh interessant sein zu sehen, wie sich das Social Web weiter entwickelt. Prognosen sprechen von einer Sättigung, die in den kommenden Jahren eintreten könnte.

Das Wachstum soll sich demnach deutlich verringern, so dass auch Facebook irgendwann mal an die Nutzergrenze stoßen wird. Aber bis dahin sind es sicher noch ein paar Jahre.

Zu weiteren Prognosen möchte ich mich nicht hinreißen lassen. Aber das haben ja bereits andere getan. So z.B. auf alexanderplatz-hh.de, bild.de und virtual-identity.com.

Die dort getätigten Prognosen sind durchaus nachvollziehbar, wobei wir sicher auch wieder die eine oder andere Überraschung erleben werden.

Social News Sites

Noch ein paar Worte zu den Social News Sites. Diese besondere Form der Social Networks war vor einigen Jahren noch recht beliebt, zumindest in gewissen Nutzerkreisen.

Allerdings stehen auch hier die Zeichen deutlich auf “Untergang”. Der ehemals so bekannte Service Digg hat 2011 auch viel verloren.

Konkurrenten wie Reddit haben dagegen zugelegt.

Aus eigener subjektiver Beobachtung denke ich allerdings, dass diese Funktion in Zukunft mehr und mehr von den “klassischen” Social Networks übernommen wird. Auf den Social News Seiten (gerade den deutschen) ist meist noch weniger los als früher.

Gerade die deutschen Anbieter Webnews, Yigg und Co. haben ebenfalls mit rückläufigen Nutzerzahlen zu kämpfen, wobei diese natürlich auch nie in den Bereichen von VZ und Co. waren.

Was bedeutet dies für Selbständige?

Derzeit macht es für deutsche Unternehmen und Selbständige sicher noch Sinn deutsche Social Networks zu nutzen.

Je nach Themen-Bereich und Zielgruppe sind XING und Co. sicher immer noch gute Plätze um Kontakte zu knüpfen und das eigene Business zu vermarkten.

Auf futurebiz.de gibt es dafür recht nützliche Statistiken. So z.b. zur Altersstruktur einzelner Netzwerke.

Mittelfristig ist aber zu befürchten, dass nach und nach deutsche Social Networks in die Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Deshalb kann man Existenzgründern und Selbständige guten Gewissens wohl nur internationale soziale Netzwerke empfehlen, wenn es um Reichweite geht. Bei konkreten Nischenthemen und einzelnen Zielgruppen muss man genau analysieren, wo diese zu finden sind.


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
13 Kommentare und Trackbacks zu 'Stand der Dinge im Social Web und die Zukunft'

Kommentare zu 'Stand der Dinge im Social Web und die Zukunft' mit RSS

  1. 1 Michael kommentierte am 18.01.2012 um 13:21 Uhr

    Sehr interessanter Artikel zum Thema Social Web. Ich bin gespannt, wie Google die Daten aus Google+ in die Suche einbeziehen wird. Meiner Meinung nach kann es auf jeden Fall nicht schaden, sich hier gut zu positionieren.

  2. 2 Thomas kommentierte am 18.01.2012 um 15:01 Uhr

    Sehr spannender Artikel – werde gleich mal die Links näher betrachten. Ich finde es schon fast irgendwo schade, dass Twitter nicht so mächtig wie Facebook ist. Klar ist Facebook schon längr im Geschäft, aber wenn ich daran denke, wie viele interessante Informationen mir über Twitter sonst verborgen bleiben… Twitter ist doch ein Must-Have :razz:

  3. 3 Frankie kommentierte am 18.01.2012 um 17:29 Uhr

    Gibt es inzwischen eigentlich neue Erkenntnisse, ob kommerzielle Webseiten, die Social Plugins von Google+ oder Facebook nutzen, tatsächlich nachweisbar mit ihrem Unternehmen und Angeboten in den Suchmaschinenergebnissen besser platziert werden?

  4. 4 Marko kommentierte am 18.01.2012 um 18:47 Uhr

    Die VZ-Netzwerke sind sicherlich auch wegen grober eigener Fehler eingeknickt. Es wirkt auf User nunmal abschreckend, wenn lasche bzw. nicht vorhandene Sicherheitsmaßnahmen von Hackern geknackt werden und dann persönliche Daten im Netz veröffentlicht werden. Sicher, manche hat auch das nicht gestört aber solche Fehler bleiben eben nicht ohne Folgen, erst recht nicht bei so starken, internationalen Konkurrenten.

  5. 5 Patrick kommentierte am 19.01.2012 um 00:55 Uhr

    “Das Jahr 2001 war ein interessantes Jahr für das Social Web. ”

    :D

  6. 6 Peer Wandiger kommentierte am 19.01.2012 um 08:14 Uhr

    @ Patrick
    Ups :oops:

  7. 7 Frank kommentierte am 19.01.2012 um 10:41 Uhr

    Hallo Peer, auch wenn es offtopic ist – aber kannst du nicht “Deep-Link-Kommentare” ‘unterbinden’ /entschärfen – [bspw ID56324] – zum einen ist der Mehrwert fraglich, zum anderen finde ich es sehr plump – es sei denn es ist natürlich gewollt, aber nur als Anmerkung eines Stammlesers… VG

  8. 8 Peer Wandiger kommentierte am 19.01.2012 um 11:18 Uhr

    Ich versuche schon die gröbsten Spam-Kommentare zu unterbinden und entferne auch hin und wieder Links aus Kommentaren oder stelle einzelne Kommentare auf nofollow.

  9. 9 Experimentiert kommentierte am 19.01.2012 um 11:24 Uhr

    Twitter mit Facebook und Google+ in einem Atemzug zu nennen, finde ich falsch.
    Da Twitter überhaupt nichts mit Facebook und Google+ zu tun hat.

    Twitter ist eine komplett andere Nische und wird sicher seinen erfolgreich eingeschlagenen Weg weitergehen.
    Facebook selbst wird meines erachtens immer uninteressanter, die haben den Fehler gemacht alles zu vermischen und sich zuwenig auf ein Kernprodukt zu konzentrieren. Google+ bietet da technologisch schon zu beginn eine Vielzahl an Mehrwert an und mit den weiteren Google Diensten und deren verschmelzung wird Google+ zweifelsohne was ganz grosses werden.

  10. 10 Franz kommentierte am 19.01.2012 um 11:24 Uhr

    @Frankie
    schau dir einfach mal die WMT tools zu deinen +1 Daten.

  11. 11 Frankie kommentierte am 19.01.2012 um 20:15 Uhr

    @Franz

    Wir haben bisher keine +1 Schaltfläche auf unserer Website installiert und daher ist eine Auswertung nicht möglich. Da wir jedoch aktuell dem Gedanken spielen, hätten mich Erfahrungen von Dritten dazu interessiert. Aber wahrscheinlich führt langfristig eh kein Weg dran vorbei.

  12. 12 christ kommentierte am 22.01.2012 um 19:29 Uhr

    Mir ist Twitter von den drei Großen mit Abstand am liebsten, allein schon weil der Datenhunger hier am geringsten ist.
    Aber zum Thema dt. Social Networks: Dass die Großen alle aus den USA kommen, hat neben der Mentalität (Mut zum Risiko) wohl vor allem mit dem riesigen Sprachraum zu tun. Eine englischsprachige Plattform wirft potenziell wesentlich schneller Geld ab als eine deutsche oder französische.
    Und die Aufregung um die Integration von Google+ in die Suche wird sich vermutlich schnell legen, noch bevor 2012 zu Ende ist…

  13. 13 Linda kommentierte am 06.02.2012 um 16:29 Uhr

    Was ist eigentlich Google+ ? Ich habe bis heute nie etwas davon gehört…
    Nutzt jemand von euch Google+ und kann mir die Vorteile gegenüber Facebook nennen?



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