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PR-Tipps für Selbständige im Netz – Interview
Peer Wandiger - 6 Kommentare - Interviews, PR - Ähnliche Artikel


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PR-Tipps für Selbständige im Netz - InterviewPressemitteilungen werden immer wieder als effektives Marketing-Instrument angeführt, aber nur ein kleiner Teil der Selbständigen nutzt es tatsächlich.

Gerade im Internet nutzen viele Selbständige die Möglichkeiten der Public Relation Arbeit nicht aus und verschenken dadurch viel Potential.

Im Interview mit Ulf-Hendrik Schrader von prdienst.de geht es um die Möglichkeiten, konkrete Tipps und Fehler, die man vermeiden sollte.

1. Guten Tag Herr Schrader. Bitte stellen Sie sich meinen Lesern kurz vor.

Mein Name ist Ulf-Hendrik Schrader, ich bin Geschäftsführer der Aufgesang Public Relations GmbH, einer der Top 5 PR-Agenturen in Niedersachsen.

Mit fünfzehn Mitarbeitern am Standort Hannover leisten wir seit 1998 professionelle Rundum-Betreuung nach dem Best-Practice-Prinzip. Wir beraten national und international marktführende Firmen der digitalen Wirtschaft sowie branchenübergreifend eine Vielzahl erfolgreicher kleiner und mittelständischer Unternehmen.

Ich war Lehrbeauftragter im Studiengang Public Relations an der FH Hannover, halte für verschiedene Bildungsträger Seminare zu Online-PR und verfasse regelmäßig Fachartikel und Studien.

Darüber hinaus engagiere ich mich in diversen Wirtschaftsverbänden für eine zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit und die Stärkung des Mittelstands – unter anderem als Leiter des Kompetenzteams Marketingkommunikation im Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) der Metropolregion Hannover.

2. Ihre Website prdienst.de bietet PR-Services für Unternehmen. Können Sie Ihr Angebotsspektrum etwas genauer vorstellen?

Einerseits bieten wir klassische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Andererseits haben wir uns seit Jahren auf Online-PR spezialisiert.

Was uns von anderen Agenturen abhebt ist, dass wir im Sinne einer integrierten Online-Kommunikation die Disziplinen nicht getrennt betrachten, sondern mit Online-Marketing verzahnen. So definieren wir zeitgemäße PR.

Beispielsweise denken wir bei der Entwicklung von Kampagnen immer auch über deren SEO-Tauglichkeit nach. Unsere Kunden haben bestimmte Reputationsziele und wollen bekannt werden, und zwar auf allen Kanälen. Wir bieten ihnen das gesamte Instrumentarium dafür.

3. Pressemitteilungen sind für viele Selbständige im Netz ein Oldschool-Instrument. Warum sollte man Online-PR heute noch nutzen?

Online-PR ist unerlässlich, um Bekanntheit und Sichtbarkeit im Netz sowie durch Sekundareffekte auch darüber hinaus zu bekommen. Dass man als Unternehmen oder Selbständiger eine eigene Website braucht, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Aber Online-PR geht weiter und bedeutet auch weitaus mehr als eine klassische Pressemitteilung im Netz zu veröffentlichen. Man muss dort präsent sein, wo die Zielgruppe sich aufhält. Und so kommt heute niemand mehr an Social Media vorbei.

Ein weiterer wesentlicher Punkt, der interessanterweise vielen gar nicht bewusst ist, sind die SEO-Effekte guter Online-PR. Nicht umsonst sehen führende SEOs hier die Zukunft der Suchmaschinenoptimierung. Nur wer gute Online-PR betreibt, kann sich und sein Unternehmen dauerhaft in den Top 2 bis 3 der Suchmaschinen platzieren. Davon sind wir überzeugt.

Das heißt aber auch, dass man ständig darüber informiert sein muss, was sich im Markt tut. So verändert Google immer wieder seinen Algorithmus. Zurzeit verlagert sich die Gewichtung zugunsten sozialer Signale. Wenn die Website viele Google+ Klicks, Likes bei Facebook oder Tweets bekommt, verbessert sich ihr Ranking bei Google. Das zu erreichen sind Aufgabenfelder der Online-PR.

4. Welche grundsätzlichen Tipps können Sie für die eigene Pressemitteilung geben?

Eine gute Pressemitteilung ist kurz und bündig, hat eine spannende Überschrift und enthält keine Werbung, sondern ausschließlich sachliche Informationen. Außerdem sollte man sich immer kritisch fragen, ob das jetzt auch Menschen interessieren könnte, die nicht direkt mit dem Unternehmen verbunden sind.

Dabei ist es sehr wichtig, einen Schritt zurück zu treten und das Ganze mal von außen zu betrachten. Denn wenn man zu nah dran ist, findet man alles wichtig.

5. Welche Fehler werden dabei häufig gemacht und wie kann man diese verhindern?

Die häufigsten Fehler sind, dass die oben genannten Tipps nicht berücksichtigt werden. Dass die Meldung zu lang ist, der Text langweilig oder der Leser direkt angesprochen wird.

Auch beim Versand kann viel falsch gemacht werden. Als Betreiber eigener Online-Plattformen bekommen wir selber häufig Pressemitteilungen von Unternehmen und Agenturen. Viele verschicken ihre Mitteilung völlig kommentarlos. Das ist keine gute Idee. Schließlich kann man nicht davon ausgehen, dass dem Empfänger sofort klar ist, worum es geht und warum es für ihn relevant sein könnte.

Damit steigt die Gefahr, dass die Mail nicht gelesen, sondern gleich weggeklickt wird. Daher sind ein bis zwei kurze erklärende Einleitungssätze durchaus sinnvoll.

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6. Viele Unternehmen und Selbständige fragen sich, über was sie eine Pressemitteilung verfassen sollen. Welche Tipps können Sie zur inhaltlichen Auswahl geben?

Immer wenn etwas Interessantes passiert, sollte man das auch kommunizieren. Also Neuigkeiten aus dem Unternehmen, z.B. Personalmeldungen, Innovationen oder Erfolge.

Besonders relevant für Journallisten sind Zahlen, Daten, Fakten, Studien, Befragungen und Analysen. So kann man zum Beispiel ein nützliches Whitepaper verfassen und Journalisten darüber informieren. Auch gutes Bildmaterial kann Auslöser für einen Bericht sein.

Und wenn es nichts Neues gibt? Dann sollte man selber Anlässe schaffen. In unserem PR-Newsletter geben wir zum Beispiel immer praktische Ratschläge und Ideen für die eigene Pressearbeit.

Ein wichtiger Tipp: Wenn man stärker in Kampagnen denkt, dann fällt eine regelmäßige, nachhaltige Pressearbeit leichter.

Auf jeden Fall lohnt es sich, Zeit in gute Inhalte zu investieren, um die immer höhere Relevanzhürde der Journalisten nehmen zu können. Denn leider sind die wenigsten Unternehmen per se so relevant, dass Journalisten gar nicht darum herumkommen, über sie zu berichten.

Wenn man ehrlich ist, trifft das eigentlich nur auf DAX-Unternehmen zu. Und selbst diese investieren massiv in PR. Da wird einem erstmal bewusst, wie hoch die Hürde einer Berichterstattung in den Medien tatsächlich ist.


7. Ihr Service ist kostenpflichtig. Was sind die Vorteile bei Ihnen gegenüber den diversen kostenlosen Presseportalen?

Kostenfreie Presseportale sind zwar für SEO-Zwecke ganz interessant, haben aber keine wirkliche Relevanz für Journalisten. Wer Medien erreichen möchte, kommt an kostenpflichtigen und qualitativ hochwertigen Angeboten nicht vorbei – es sei denn, man möchte selbst manuell einen Verteiler erstellen und bedienen.

Wir sprechen relevante Journalisten gezielt persönlich an, begeistern für Themen, vereinbaren Kooperationen – kurzum: Wir engagieren uns für optimale Resultate.


8. Sie bieten auf Ihren Seiten einen Umsatz-Kalkulator an. Wie funktioniert der und wie sieht generell der ROI von Pressearbeit nach Ihren Erfahrungen aus?

Da muss ich wie ein Anwalt antworten: Es kommt darauf an.

Gelingt es, die relevanten Medien für das Thema einzunehmen?
Trifft man den Nerv, sehen die Journalisten auch die Relevanz und greifen das Thema auf?
Wie sind die dahinter liegenden Prozesse oder Dienstleistungen gestaltet?

Generell kann man sagen, dass Produkte eines Online-Shops, die in den Medien vorgestellt werden, nachfolgend auch Umsatz generieren. Und auf Fachbeiträge und Interviews wie dieses folgen in der Regel interessante Kontakte. Was Unternehmen daraus dann machen, liegt an ihnen.

Jedenfalls darf man keine Wunder erwarten und braucht etwas Geduld. Selbst wenn es unter anderem auch aus unserer Agenturpraxis tolle Beispiele für schnelle Erfolge gibt, so ist PR in der Regel ein Langstreckenlauf. Mit einer Maßnahme oder Aktion ist es nicht getan. Vielmehr ist hier Regelmäßigkeit und Nachhaltigkeit gefragt.


9. Lohnt sich Pressearbeit auch für Selbständige oder nur für größere Firmen?

Pressearbeit lohnt sich auf jeden Fall auch für Selbständige, denn der Selbständige lebt schließlich davon, dass er als Experte wahrgenommen wird, dass man ihn kennt – ja sogar dass es ihn überhaupt gibt. Glaubwürdig und effizient geht das nur über PR, wobei hier Online-PR einen immer größeren Raum einnimmt.


10. Zum Abschluss würde ich mich noch über Ihre wichtigsten PR-Tipps für Selbständige freuen.

Expertenpositionierung ist das A&O für Selbständige. Ich muss zusehen, dass ich in meiner Nische eine Meinungsführerschaft oder Themenführerschaft bekomme.

Um das zu erreichen, muss ich mich regelmäßig zu Wort melden, an aktuellen Diskussionen beteiligen, sie im Idealfall sogar bestimmen bzw. moderieren.

Außerdem muss ich dafür sorgen, dass ich für die Begriffe, nach der meine Zielgruppe sucht, auch gefunden werde. Das erreiche ich durch strategisches Themenmonitoring und –management, SEO-PR, Autorenbeiträge, Gastartikel, Aktionen – und ein eigenes Blog als Homebase für alle Social Media Aktivitäten.

Genau auf diesen Feldern beraten wir unsere Kunden.


Danke Herr Schrader

für die ausführlichen Informationen und Tipps zur Online-PR.


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:
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Kommentare
6 Kommentare und Trackbacks zu 'PR-Tipps für Selbständige im Netz – Interview'

Kommentare zu 'PR-Tipps für Selbständige im Netz – Interview' mit RSS

  1. 1 Markus kommentierte am 25.01.2012 um 10:38 Uhr

    Wir planen auch unsere erste Kampagne und sich gespannt ob es ein großer Multiplikator wird, welche Seiten die Meldung aufnehmen und welche Redakteure weiter darüber berichten. Wir haben die PR Arbeit bislang selbst gemacht werden uns aber einige Dienste anschauen.

  2. 2 Vinothek Bauer kommentierte am 25.01.2012 um 11:55 Uhr

    Guter Artikel mit hilfreichen Tips. Weiterhin viel Erfolg :wink:

  3. 3 Experimentiert kommentierte am 25.01.2012 um 14:49 Uhr

    Sehr guter Artikel.
    Ich bin auch Kunde bei PR Dienst und bin sehr zufrieden mit deren Arbeit.
    Wer professionelle Betreuung sucht und dementpsrechend gute Ergebnisse erzielen will, kommt über einen kostenpflichtigen Anbieter nicht rum.

  4. 4 Tom Ruthemann kommentierte am 25.01.2012 um 15:32 Uhr

    @Markus Dieses “und welche Redakteure weiter darüber berichten” ist noch zu sehr in der traditionellen PR behaftet. Zu erwarten, dass eine online gestellte Pressemitteilung von einer Redaktion aufgenommen wird, läuft in die falsche (Denk-)Richtung. Wenn wir von modernem Online-PR sprechen, dann sind andere Kriterien wie etwa allgemeine Reichweite und Indexierung bei Google interessant. Will man “Redakteure”, dann muss man sie kennen und persönlich ansprechen, auch das ist PR aber eben anders gelagert!

  5. 5 Woody kommentierte am 25.01.2012 um 16:00 Uhr

    Beim lesen dieses Artikels wurde ich interessanterweise von einem PR-Dienstleister angerufen. :) Zwar passiert das bei mir recht häufig, -aber das ist nun wirklich ein lustiger Zufall. Der Hintergrund ist natürlich das ich kurz vorher eine Pressemitteilung “umsonst” eingestellt habe.

    PR-Dienstleistungen sind m.E. recht teuer. Zudem ist es mir nicht möglich zu erkennen wie effektiv oder auch wie seriös ein Angebot ist. Ich betreibe einen Online-Shop und kann mir bei den hohen Preisen keinen ROI oder Mehrwert für meinen Shop vorstellen. Es ist mir schon klar das man das nicht so einfach rechnen kann. Bei meinen wenigen “umsonst” eingestellten Pressemitteilungen habe ich jedenfalls bisher überhaupt kein Feedback bekommen.

    Meine Frage an Herrn Schrader ist: Welchen Mehrwert können die PR Dienstleistungen für Online-Shops bedeuten? Können Sie ein Beispiel benennen?

    Für das Linkbuilding finde ich es fraglich “Duplicate Content” zu produzieren. Ich denke auch das Pressemitteilungen sehr selten verlinkt werden und keine hohe Akzeptanz in den Suchmaschinen erlangen.

  6. 6 wilfried kommentierte am 27.01.2012 um 15:23 Uhr

    Moin,

    können Sie sich meine Seite anschauen, die Seite läuft seit gut 12 Monaten und hat auch mehr als 100 Klicks pro Tag, nur leider verdiene ich damit sehr wenig



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