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Risiken und Chancen der Online-Software-Entwicklung – Interview
Peer Wandiger - 3 Kommentare - Interviews, Programmierung, Technik - Ähnliche Artikel


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Risiken und Chancen der Online-Software-Entwicklung - InterviewIm heutigen Interview spreche ich mit Ralf Stadtaus.

Er ist Software-Entwickler und Unternehmer. Unter anderem hat er einen Online-Terminvereinbarung-Service am Start.

Im Interview erzählt er davon, wie diese Software entstanden ist, warum er seit kurzem auf SaaS setzt und welche Anforderungen und Risiken für Online-Software Entwickler bestehen.

Am Ende gibt es dann auch noch ein paar Tipps.

1. Guten Tag Herr Stadtaus. Bitte stellen Sie sich meinen Lesern kurz vor.

Ich bin selbstständiger Software-Entwickler, und wohne und arbeite in der Nähe von Hamburg.

Trotz abgeschlossenen BWL-Studiums habe ich lieber mein Hobby zum Beruf gemacht.

Angefangen hat es mit kleinen Werkzeugen für Hompages. Später habe ich dann Geschäftsplattformen für Unternehmen aus den Bereichen Verkehr und Finanzen entwickelt.

Derzeit werden – wenig überraschend – vermehrt Smartphone-Apps nachgefragt.

Weitere Einblicke in die Arbeit eines Software-Entwicklers offenbart übrigens mein persönliches Blog.

2. Was genau steckt hinter appointmind.de?

Appointmind basiert auf einer Terminreservierungs-Software, die ich seit 11 Jahren entwickle und vertreibe. Die Software erlaubt es Unternehmen und Dienstleistern, ihren Kunden eine Online-Terminvereinbarung anzubieten.

Der Kunde erhält auf der Website der Firma eine Übersicht aller freien Termine und kann sich den passenden Termin aussuchen. Nachdem der Kunde seine persönlichen Daten und Details zum Termin angegeben hat, wird der Termin verbindlich reserviert.

3. Wie kamen Sie auf die Idee zu einer Online Termin Reservierung und wie waren die Anfänge?

Im Jahr 2000 kam ein Kunde auf mich zu und wünschte sich eine Online-Terminvereinbarung für seine Website.

Der einzige Anbieter einer solchen Software konnte jedoch nicht zu einer Lizenzierung bewegt werden. Also musste ich selbst ran.

Zwei Wochen später stand der Prototyp.

4. Wie hat sich appointmind.de seitdem entwickelt und wie viele Nutzer haben Sie?

Appointmind als Projekt ist noch sehr jung. Die Terminvereinbarungs-Software wurde erst im letzten Jahr “Multi-Client-fähig” gemacht.

Appointmind selbst hat also noch eine recht überschaubare Zahl von Nutzern.

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5. Seit kurzem bieten Sie Ihren Online Termin Kalender als Software as a Service (SaaS) an. Warum?

In Anfragen äußern Kunden schon seit längerer Zeit den Wunsch, den Terminplaner lieber als Hosting-Produkt mieten zu wollen.

Es wurde also höchste Zeit, diese Nische zu besetzen und den Kunden ein entsprechendes Produkt anzubieten.

6. Was sind die Vorteile ihres Services und des SaaS für die Nutzer?

Nicht jedes Unternehmen hat die Ressourcen, Server-Software zu installieren und zu pflegen. Es fehlt entweder die Zeit oder das Know-how. Oder beides.

Für viele Firmen stellt sich auch die Kosten-Nutzen-Frage. So kann es durchaus wirtschaftlich von Vorteil sein, Software in Form eines Web-basierten Dienstes zu mieten.

Appointmind im Speziellen bietet mehrere Vorzüge. Der Nutzer kann zu jeder Tageszeit seinen Termin reservieren. Das macht ihn unabhängig von Öffnungszeiten.

Für den Betreiber eröffnet sich die Möglichkeit, Zeit und Personal zu sparen. Mitarbeiter müssen weniger Termine per Telefon aushandeln. Dazu kommen Terminabsagen oder -verschiebungen, die der Nutzer ebenfalls über die Software erledigen kann.


7. Welche Risiken sind mit SaaS für den Anbieter, also Sie, verbunden? Was sind die wesentlichen Unterschiede, als wenn man “nur” eine Software verkauft?

Die Kunden erwarten eine Software, die sich flüssig bedienen lässt. Sie erwarten robuste Server. Sie erwarten Datensicherung und höchstmögliche Verfügbarkeit. Und sie erwarten das alles zu Recht.

Appointmind wird fast ausschließlich von Firmen genutzt. Dort können Probleme mit der Software oder Server-Ausfälle tatsächlich zu Umsatzeinbußen führen. Ein Szenario, dass man sich als Betreiber am liebsten gar nicht ausmalen möchte.


8. Wie viel Aufwand steckt hinter so einem Service und wie muss die Technik aussehen, damit so ein SaaS reibungslos läuft?

Das Betreiben einer SaaS ist weniger spektakulär, als man denkt. Man kann es zum Beispiel mit einem Webspace-Provider vergleichen.

Die Software muss sicher und aktuell sein. Die Hardware sollte ausreichend dimensioniert sein, um auch einen Nutzeransturm auszuhalten. Dienste und Datenverkehr müssen ständig überwacht werden. Das Übliche also.

Derzeit reicht bei Appointmind noch ein Server aus. Bei weiterem Wachstum der Nutzerzahlen können jedoch einfach weitere Server zugeschaltet werden. Das Ganze ist keine Geheimwissenschaft. Für viele Problemstellungen gibt es bereits erprobte technologische Lösungen.


9. Wie gehen Sie die Vermarktung Ihres Dienstes an? Welche Maßnahmen funktionieren gut und wie nutzen Sie das Social Web?

Das Social Web wird sicherlich Möglichkeiten bieten, mit potenziellen Kunden in Kontakt zu kommen. Unsere Zielgruppe sind Unternehmen und Dienstleister. Hier werden eher klassische Ansätze funktionieren.

Eine große Rolle wird das Thema White-Label spielen. Appointmind wird in Zukunft auch anderen Unternehmen ermöglichen, eine Online-Terminvereinbarung anzubieten.


10. Welche Features wollen Sie in Zukunft einführen?

Wir arbeiten derzeit an einer Synchronisationsfunktion, welche die Termine mit dem Google Calendar abgleicht. Von dort aus lassen sich dann die Termine mit vielen weiteren Programmen und Geräten wie Microsoft Outlook, Thunderbird Lightning oder Smartphones synchronisieren.

Außerdem wird es noch in diesem Jahr eine Bezahlmöglichkeit für Termine geben.


11. Könnten Sie zum Schluss des Interviews bitte noch ihre wichtigsten Tipps für erfolgreiche SaaS-Projekte geben?

Nur eine gute Idee zu haben, reicht nicht aus. Man muss diese Idee auch umsetzen. Und zwar professionell.

Man benötigt gute Entwickler, Techniker und Designer. Aber selbst die nützen wenig, wenn man nicht die richtige Vermarktungsstrategie findet.

Und es kann auf keinen Fall schaden, gut vernetzt zu sein. Zum Beispiel mit Journalisten, Bloggern oder Geldgebern.


Danke Herr Stadtaus

für die Einblicke in die Entwicklung ihres Online-Services.


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:
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Kommentare
3 Kommentare und Trackbacks zu 'Risiken und Chancen der Online-Software-Entwicklung – Interview'

Kommentare zu 'Risiken und Chancen der Online-Software-Entwicklung – Interview' mit RSS

  1. 1 Dan @ConsultD kommentierte am 16.02.2012 um 14:06 Uhr

    oh, das ist interessant, da ich gerade sehr viel Recherche in eine Möglichkeit zur Online-Terminiereung gesteckt habe als Consultant.

    Ist gar nicht so einfach. Momentan nutze ich einen britischen Dienst, der auf Google Apps und Calendar aufsetzt.

    ist schon ganz gut, geht aber sicher besser. Vor allem wenn man verschiedene Sprachen und Zeitzonen bedienen will.

    Werde mir das Produkt mal ansehen… Danke für den guten Artikel.

    Daniel Papcke

  2. 2 Ralf kommentierte am 16.02.2012 um 20:22 Uhr

    Hi Dan,

    > oh, das ist interessant, da ich gerade sehr viel Recherche
    > in eine Möglichkeit zur Online-Terminiereung gesteckt
    > habe als Consultant.

    Damit befändest du dich in bester Gesellschaft. Selbständige Berater machen keinen geringen Anteil der Nutzer von Appointmind aus.

    > ist schon ganz gut, geht aber sicher besser. Vor allem
    > wenn man verschiedene Sprachen und Zeitzonen bedienen will.

    Appointmind kann mit beidem Dienen. :-)

    Freundliche Grüße

    Ralf

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