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Pflicht-Rentenversicherung für Selbständige?
Peer Wandiger - 33 Kommentare - Existenzgründung, Selbständig, Versicherungen - Ähnliche Artikel


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Es gibt mal wieder einen Aufreger von Frau von der Leyen. Es sind Pläne für eine Pflicht-Rentenversicherung aufgetaucht, die für einigen Unmut gesorgt haben.

Demnach sollen viele Selbständige in Zukunft Pflichtmitglieder in der gesetzlichen Rentenversicherung werden.

Ich schaue mir mal an, was da genau geplant ist, wen es betrifft und was dafür und was dagegen spricht.

Altersvorsorge für Selbständige

Bevor ich mich der Idee der Arbeitsministerin widme, möchte ich kurz auf das Thema Altersvorsorge eingehen.

Viele junge Menschen sind der Meinung, dass das Alter noch so weit weg ist, dass sie da noch nicht dran denken und auch nicht vorsorgen müssen.

Wer einen Job hat, kommt nicht herum in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Aber junge Existenzgründer sparen gern und oft an der Altersvorsorge.

Das ist auch in gewisser Weise verständlich, da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass das Geld in der ersten Zeit der Selbständigkeit sehr knapp ist und viele gerade so über die Runden kommen.

Und viele Selbständige bringen als Argument auch an, dass sie das verdiente Geld lieber in das eigene Business stecken wollen.

Nicht zuletzt haben sehr viele Zweifel daran, dass in 30 oder 40 Jahren überhaupt noch was in der Rentenkasse drin ist, was man dann als Renter bekommen würde.

Altersarmut bei Millionen Selbständigen?

Doch so einfach kann und sollte man es sich nicht machen.

Wer heute noch der Meinung ist eine finanzielle Altersvorsorge sei Blödsinn, der wird das Thema im Alter von 60 Jahren sehr wahrscheinlich ganz anders sehen.

Das ist so ähnlich wie mit den Selbständigen, die immer noch der Meinung sind, sie bräuchten keinen Krankenversicherung. Wenn sich diese mal schwerer verletzen oder sehr krank werden, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie dann immer noch der selben Meinung sind.

Es ist gefährlich nur vom Heute auszugehen und zu denken, man bleibt immer jung und gesund.

Wie die Zeit berichtet, sind über 4 Millionen Menschen in Deutschland selbständig, aber nur rund 250.000 davon in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Laut einer IHK Umfrage sorgen allerdings rund 3/4 aller Selbständigen für das Alter vor. Das bedeutet aber auch, dass rund 1 Millionen nicht für das Alter vorsorgt. Und ob die anderen ausreichend vorgesorgt haben ist genauso unklar.

Das Problem ist in meinen Augen schon vorhanden und grundsätzlich ist es auch Aufgabe des Staates auf zukünftige Entwicklungen zu achten und gegen zu steuern. Denn es ist sicher für keinen in Deutschland von Vorteil, wenn es in 40 Jahren Millionen verarmte Ex-Selbständige gibt.

Rentenversicherung als Zwang?

Aber macht eine Pflichtversicherung Sinn?

Laut den Plänen sollen Selbständige bis 30 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eintreten und dann auch bis zur Rente dabei bleiben.

Die Höhe der Rentenversicherung liegt dann bei 250-300 Euro pro Monat. Hinzu kommen nochmal rund 100 Euro für die Absicherung gegen Erwerbsminderung.

Das sind dann pro Monat zwischen 350 und 400 Euro.

Gerade zu Beginn der Selbständigkeit können sich dies wohl viele nicht leisten. Zumindest ist es eine sehr große Zusatzbelastung.

Auch für Selbständige zwischen 30 und 50 Jahren sei eine abgeschwächte Regelung geplant, zu der es aber noch keine weiteren Details gibt.

Sinn, Machbarkeit und Gründe

Nun kann man über den Sinn dieser Planungen natürlich streiten und es wird da sicher die unterschiedlichsten Meinungen geben.

Ein Teil der Existenzgründer wird sicher Probleme haben, das Geld aufzubringen. Deshalb wird eine Schonfrist für die ersten Jahre der Selbständigkeit gefordert. Das macht Sinn denke ich.

Wer nach 3 Jahren noch immer nicht genug verdient, um sich eine Altersvorsorge leisten zu können, der sollte vielleicht dann eher darüber nachdenken, ob sein Geschäftsmodell das Richtige ist.

Wer allerdings bereits eine private Vorsorge vorweisen kann, soll nicht zur gesetzlichen Absicherung gezwungen werden. Wie dies dann aber genau geregelt wird und ob man eine gewisse Mindestvorsorge vorweisen muss, wird sich sicher noch klären.

Einen etwas faden Beigeschmack hat dieser Vorstoß aber trotzdem, denn kurzfristig würde so ein Gesetz natürlich erstmal der heutigen Rentenkasse helfen.

Und so befürchten nicht wenige Selbständige, dass man mit dieser Aktion einfach nur die Renten der heutigen Rentner sichern will. Wirklich sicher, dass man selber dann auch etwas im Alter ausgezahlt bekommt, ist sich keiner.

Und hier liegt meiner Meinung nach das größte Problem. Bevor man man so etwas einführt, sollte man sich erstmal um eine Reform des Rentensystems kümmern.

Denn wenn es bzgl. des Rentensystems mehr Vertrauen gäbe, dass es auch noch in 30 oder 40 Jahren funktioniert, dann wären sicher mehr Selbständige bereit dort einzuzahlen.

private Rentenversicherung

Wie schon gesagt, kann man alternativ eine private Rentenversicherung abschließen und würde, so sieht es zumindest derzeit aus, der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht entgehen.

Beim Abschluss einer privaten Altersvorsorge sollte man aber bedenken, dass die Kaufkraft in 30-40 Jahren deutlich sinkt.

1.000 Euro sind dann wahrscheinlich nur noch die Hälfte wert. Das sollte man beachten, wenn man die Wunschrente festlegt.

Und es ist auch bei der Rentenversicherung so, dass es günstiger ist, je eher man damit anfängt. Wer als 50-jähriger mit einer Rentenversicherung loslegen will, der bezahlt pro Monat mehr ein, als er am Ende raus bekommt. Man sollte also nicht zu lange warten.

Fazit

Es heikles Thema hat Frau von der Leyen da in Angriff genommen.

Grundsätzlich finde ich es nicht falsch, dass man sich in der Politik Gedanken darüber macht, was in einigen Jahrzehnten ist. Oft genug wird der Politik vorgeworfen nur bis zur nächsten Wahl zu denken.

Allerdings dürfen Existenzgründer durch so eine Zwangsversicherung nicht Pleite gehen. Deshalb wird es hier sicher noch Anpassungen und Abstufungen geben.

Habt ihr für das Alter vorgesorgt?

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Kommentare
33 Kommentare und Trackbacks zu 'Pflicht-Rentenversicherung für Selbständige?'

Kommentare zu 'Pflicht-Rentenversicherung für Selbständige?' mit RSS

  1. 1 Jürgen kommentierte am 29.03.2012 um 09:23 Uhr

    Man darf wohl getrost davon ausgehen, dass es der Politik vor allem darum geht neue Beitragszahler für die Rentenversicherung zu bekommen. Das mildert erstmal kurzfristig die Probleme, da die Auszahlungen ja in weiter Ferne liegen – und dann dürfen sich andere um die Probleme kümmern.
    Wer als Selbständiger nicht genug verdient, um seine eigene Altersversorgung zu bezahlen, muss nicht unbedingt sein Geschäftsmodell überdenken – es ist ja nicht so, dass man automatisch dann einen bezahlten Angestellenjob findet. Außerdem kann es ja sein, dass z.B. der Ehepartner ausreichend vorgesorgt hat. Dass man nach drei Jahren schon die ins Gespräch gebrachten 300-400 € einfach so auf den Tisch legen kann ist auch nicht gesagt – und ebenfalls kein Beweis für ein nicht funktionierendes Geschäftsmodell.
    Angesichts von negativen Realrenditen bei Einzahlung in die gesetzliche Rentenkasse (kann ich leicht anhand meiner jährlich zugeschickten “Renteninformation” nachrechnen) ist das schlicht und ergreifend eine Zusatzsteuer und nicht mehr.

  2. 2 Kevin kommentierte am 29.03.2012 um 09:30 Uhr

    Also 400 Euro als Existenzgründer sind ja unvorstellbar …
    Klar, so ganz ohne geht es auch nicht, aber die Höhe find ich etwas übertrieben.
    Da bin ich ja gespannt wie das Ganze weitergeht …

    ps.: Ich sorge privat vor :wink:

  3. 3 Matthias Helberg kommentierte am 29.03.2012 um 09:39 Uhr

    Hallo, kurze Ergänzung: Die Pflegepflichtversicherung ist bereits seit 1995 in Deutschland Pflicht; die Krankenversicherung seit 2009 – auch für Selbständige. Es war und bleibt absehbar, dass das auch auf Erwerbsminderung und Altersvorsorge (weiter) ausgedehnt wird. Die Frage ist nur, wie das im Detail gelöst wird und wie viel Bürokratie hineinstopft wird – siehe Riesterrente. Die gesetzliche Rentenversicherung erfreut die heutigen Rentner, für spätere Generationen wird ja eh nichts zurück gelegt (Umlageverfahren). Wenn nun als Alternative nur private Rentenversicherungen zugelassen werden (denen man schmackhaft macht, in europäische Staatsanleihen zu investieren) ist die Alternative auch nicht so richtig verlockend…

    Schöne Grüße aus Osnabrück
    Matthias Helberg
    - Versicherungsmakler -

  4. 4 Rico kommentierte am 29.03.2012 um 09:45 Uhr

    Grundsätzlich wäre es nicht verkehrt, wenn tatsächlich jeder in die Rentenversicherung einzahlen müsste. Das Problem ist aber, dass die Politik das Vertrauen in die Leistungen zerstört hat. Niemand zahlt gern in ein System ein, bei dem er nicht sicher sein kann, dass es auch für ihn selbst noch bestehen wird, wenn er es braucht. Von dieser Sicht war Norbert Blüm einen großen Schritt weiter. Er hat unmissverständlich klar gemacht, dass die Leistungen der Rentenkasse in jedem Fall geliefert werden.

    Im Prinzip finde ich es lustig, dass man alternativ ein privates System sicherer findet. Private Unternehmen können pleite gehen — und das Geld ist weg. Wer fängt die Ansprüche dann auf? Der Staat! Wenn er das nicht tun würde, müsste man die private Versicherung nochmals absichern — und dann wäre auch für den letzten klar, dass die gesetzliche Rente das günstigste System ist. Aber eben nur so lang, wie die Politik nicht kontinuierlich an den Leistungen dreht :(

    Dennoch halte ich es wichtig, auch privat zu sparen. Damit beschäftige ich mich ja selbst intensiv — und auch mit den Methoden für die optimale Herangehensweise. Am Ende wäre eine Kombination beider Systeme wohl das Sinnvollste. Und eine Garantie, dass die Politik nicht jedes Jahr die Leistungen kürzt. Im privaten Sektor können ja auch nicht Verträge ständig geändert werden — ansonsten hat man ein Sonderkündigungsrecht.

  5. 5 Peter kommentierte am 29.03.2012 um 09:48 Uhr

    Toller Beitrag, zumal du auf alle Standpunkte eingegangen bist. Ich bin zum Teil dafür.

    Es simmt sicher, am Anfang kann man sich 300 € kaum leisten, meist kommt dazu noch eine gesetzliche Krankenversicherung in gleicher Höhe. Das war für mich damals auch sehr viel Geld. Für viele ist das zu Beginn der Selbständigkeit einfach zu viel. Ich denke eine Schonfrist muss drin sein, ansonsten werden immer weniger den Mut zum Schritt in die Selbständigkeit haben.

    Auch sollte man nicht zu einer gesetzlichen Altersvorsorge gezwungen werden, das fände ich unfair. Immerhin sollte das für einen Selbständigen frei wählbar sein ob nun privat oder gesetzlich, ähnlich anderer Versicherungen. Warum Ältere weniger zahlen sollen als Jüngere, verstehe ich nicht. Immerhin sind diese eine größere Last, wenn sie bis dahin nichts eingezahlt haben, später aber die Rente beanspruchen.

    Ein erwähnter Fakt ist auch sehr wichtig. Wenn man sich eine ordentliche Absicherung für das Alter nicht leisten kann, so macht eine Selbständigkeit keinen Sinn. Altersarmut lässt grüßen. Am Ende sitzt man dem Staat auf der Tasche bezgl. Hartz 4. In anderen Blogs über das Thema hört man ganz oft, dass alle ewig arbeiten wollen, dies scheint für viele wirklich realistisch zu sein aber ist es natürlich nicht. Niemand weiß wie es später ist mit Arbeit, dem körperlichen bzw. geistigen Zustand oder ob man überhaupt noch Lust hat.

    Ich finde auch wichtig dass zum Beispiel ein Eigentum (Wohnung, Haus) unbedingt angerechnet werden muss. Eine sehr interessante Studie sagte vor Kurzem aus, dass Menschen mit Eigentum (Wochnung oder Haus) im Alter 6-7 mal vermögender sind als die ohne. Das versteht sich, wenn man sich bedenkt, dass die Miete von einer meist kläglichen Rente enfällt. Ohnehin ist Eigentum eine der besten Vorsorgen für das Alter, damit spare ich monatlich viel Geld (wenn der Eigentum abbezahlt ist). Die Mieten werden auch nicht weniger und die Inflation tut den Rest ;-)

  6. 6 Peter kommentierte am 29.03.2012 um 09:53 Uhr

    Nachtrag: Ich finde das Schimpfen auf den Staat immer schlimm bei solchen Themen. Hier geht es ganz klar um eine Optimierung des Rentensystemes und diese Optimierung ist bitter nötig. Blöd wäre es, einfach nichts zu machen.

    Es ist ja schlichtweg unfair den (selbständigen) gegenüber, die ein Leben lang viel Geld für die Altersvorsorge zahlen und dann sehen müssen, dass andere die sich nie darüber Gedanken machten ebenso von dem selben Rentensystem profitieren.

  7. 7 Andreas Achatz kommentierte am 29.03.2012 um 10:07 Uhr

    Eine Rentenversicherung ist nie verkehrt ausser man bekommt hier nichts mehr raus. Man sollte als Selbstständiger schon etwas vorsorgen und Investieren um später im Alter nicht vom Staat leben zu müssen.

    Einerteils kann man es verstehen das der Staat so denkt, anderteils zahlt man und bekommt am Ende von dieser Art Geld anzusparen nur Peanuts raus. Es sollte jedem selbst überlassen werden wie er vorsorgen möchte!

  8. 8 Peter kommentierte am 29.03.2012 um 10:13 Uhr

    Die Idee das jeder Selbständig ausreichend fürs Alter vorsorgen muss ist richtig.

    Hierbei sollte aber zumindest zum Beginn der Selbständigkeit eine Schonfrist von 3 Jahre geben. Wer nach 3 Jahren Selbständigkeit nicht so viele Einnahmen erzielen kann das er/sie ausreichend Mittel hat um die eigene Altersvorsorge zu zahlen, der wird es auch nie schaffen irgendwann Reserven aufzubauen. Damit ist aber auch deren Geschäftsmodell nicht tragbar.

    Fakt dann = Liebe aufhören als noch Jahrzehnte lang auf ähnlichen Niveau wie Hartz 4 Empfänger leben.

    Es soll ja die Wahlmöglichkeit zwischen gesetzliche und private Rentenversicherung geben.

    Auch wenn alle so sehr gegen die gesetzliche RV sind, hat auch die private RV große Risiken.

    Aufgrund der Tatsache das die mögliche Renditen (Zinsen) sowohl in die letzten 10 Jahre wie auch sicherlich in die kommende 20 Jahren sehr niedrig sind, wird die mögliche Rendite bei solche private RV auch nicht der Hammer sein.

    Keine sollte bei eine Mischrendite (festverzinste und Aktien) die derzeit so bei knapp 6% liegt glauben das sein private RV Unternehmen ihm eine jährliche Rendite von 5% zahlen wird.

    Aktuell liegen die Renditen in diesen Bereich bei rund 3,5%. Das deckt kaum die wahre Inflation.

    Zudem bringen gerade private Unternehmen ein Risiko mit sich. Sie können Pleite gehen und zumindest wirkt sich dies dann aus das ein Großteil der erwirtschaftet Rendite futsch ist.

    Schlecht wird so was wenn jemand vielleicht 30 Jahre in so eine Versicherung gezahlt hat und dann ein paar Jahre bevor er/sie in Rente geht, bemerken muss das seine Rendite aufs einzelne Jahr bezogen bei nur knapp 2% sind. Real gesehen ein Minus.

    Auch muss jeder der sich z.B ein private RV abschließt real mit den Kaufkraftverlust auseinander setzen.

    Wer also z.B aktuell Kaufkraft gerechnet eine monatliche privat Rente von 1500 Euro will der muss wenn er/sie erst in 25 Jahre in Rente geht, so hoch abschließen das eine Zahlung um die 3000 Euro heraus kommt. Nur kostet so eine Police auch nicht gerade wenig.

    Kurzum die Idee ist gut und wenn es die Wahlmöglichkeit zwischen private und gesetzliche RV gibt ist es ein Fortschritt. Problematisch ist die Sache da jeder Selbständige im Monat so um die 300 bis 400 Euro hierfür aufwenden muss.

  9. 9 Guido kommentierte am 29.03.2012 um 10:59 Uhr

    Ich sorge im Moment vor, in dem ich jeden Monat 500 EUR in Fonds und ETFs anlege. Ob das langfristig die beste Anlageform ist, sei mal dahingestellt. Der Staat wird diese Form der Altersvorsorge aber nicht anerkennen. Der Staat wird Selbständige zu Rürupverträgen, Lebensversicherungen usw. als Anlageform zwingen. Das ist ein tolles Konjunkturprogramm für die Versicherungen. Aber diese Anlageprodukte sind (wie auch die Riesterrente) extrem überreguliert und haben in den meisten Fällen (nicht allen) eine miserable Performance.

    Wer in 25-35 Jahren in Rente geht, wird bis dahin minimal 700.000 EUR ansparen müssen. Bei 25 Jahren Rentenbezug ergibt das inklusive Kapitalverzehr dann rund 3.000 EUR monatliche Bruttorente. 35 Jahre mit 2 % Inflation ergeben exakt eine Halbierung der Kaufkraft. Die 3.000 EUR Bruttorente entsprechen dann nach Inflation und Steuern also gerade mal 1.100- 1.500 EUR heutiger Kaufkraft. Reich ist man damit wahrlich nicht.

    Wenn ich 35 Jahre monatlich 500 EUR bei 2,5% Verzinsung in eine Lebensversicherung zahle, komme ich aber nur auf ein Endkapital von 334.000 EUR – also die Hälfte dessen, was ich ansparen müsste, um nicht zum Sozialfall zu werden. Dadurch das der Staat einen in überregulierte Anlageformen zwingen wird, muss man zukünftig dann mehr Geld für die Altersvorsorge aufwenden. Staatlich festgelegt 300-400 EUR in Rürup, Lebensversicherung o.ä. mit sehr niedriger Verzinsung und daneben noch mal 300-400 EUR in andere Produkte. Alternativ 1.000 EUR in Lebensversicherungen u.ä.

  10. 10 Jürgen kommentierte am 29.03.2012 um 11:12 Uhr

    @Peter: Es geht nicht um die “Optimierung des Rentensystems” sondern darum, dass der Staat ständig mehr Geld verteilt als heute da ist – zu Lasten künftiger Generationen (die heute z.T. halt noch nicht wahlberechtigt sind). Und dazu werden nicht nur Schulden gemacht, sondern auch die Spielregeln ständig (quasi während des laufenden Spieles) geändert oder gar gebrochen. Jüngstes Beispiel war die unterlassene Rentensenkung, als 2009 die Löhne und Gehälter erstmalig gesunken sind. Weiteres Beispiel: Früher wurden Rentenbeitrag zu einem guten Teil aus dem versteuerten Einkommen bezahlt, weil die Beiträge für alle Versicherungen nur begrenzt absetzbar waren. Seit 2005 ist das anders und bis 2040 sind Renten voll zu versteuern. Es gäbe noch zahllose weitere Beispiele. Von finde ich es vollkommen in Ordnung Politiker, die dermaßen verantwortungslos handeln oder Märchen á la “die Rente ist sicher” erzählen, zu kritisieren.

  11. 11 Guido kommentierte am 29.03.2012 um 11:18 Uhr

    @Rico
    Was Du schreibst, ist falsch. Sicher können private Banken und Versicherungen pleite gehen. In sehr vielen Anlageformen verwalten die das Geld aber nur treuhänderisch. Ob die Bank oder Versicherung dann pleite geht, ist völlig egal. Dein dort angespartes Vermögen kann dann nicht in die Konkursmasse eingehen, aus der die Gläubiger bedient werden. Zweifellos kann man aber Anlageformen wählen, die zum Totalverlust führen.

    Die Politik musste zwangsweise die Leistungen der gesetzlichen Rentversicherungen massiv kürzen, weil alles andere einen Beitragsanstieg verursacht hätte, der zum Kollaps unserer Wirtschaft geführt hätte. Insofern ist es absurd zu sagen, dass die gesetzliche Rentenversicherung die beste Absicherung ist; sie dürfte nur nicht ständig an den Leistungen drehen. Sie hat gar keine andere Wahl.

    Der große Vorteil der Umlagefinanzierung ist, dass sie weitgehend Schutz gegen hohe Inflation und extreme Verwerfungen an den Finanzmärkten bietet. In Normalzeiten hat sie aber eine miserable Performance. Wenn in Beispielrechnungen teilweise noch 1-2% Rendite “errechnet” werden, dann liegt das nur daran, das der Steueranteil “vergessen” wird. Nur 2/3 des Rentenhaushaltes werden über direkte Beitragszahlungen finanziert. 1/3 zahlen wir alle indirekt über Steuern noch mal dazu. Rechnet man diese indirekten Beitragszahlungen dazu, dann hat ausnahmslos Jeder eine negative Rendite und bekommt also nicht mal das aus der gesetzlichen Rentenversicherung heraus, was er eingezahlt hat.

  12. 12 Seitenreport kommentierte am 29.03.2012 um 11:20 Uhr

    Toller Artikel, gut recherchiert. Wenn es eine Pflichtversicherung gibt, bei der ich selbst entscheiden kann, ob ich die gesetzliche, eine private oder eine Eigenabsicherung (z.B. via Bankanleihen / Geldanlage) wähle, dann bin ich dabei. Eine Pflicht für alle, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen (dessen System ich für sehr, sehr marode halte), lehne ich ab (denn dies kommt fast dem Diebstahl gleich).

    Beste Grüße,
    Matthias

  13. 13 Stefan kommentierte am 29.03.2012 um 11:49 Uhr

    Ich sehe das ähnlich wie Guido. Wer selbst vorsorgt, indem er Vermögen in Form von Aktien, Aktienfonds oder Immobilien aufbaut, wird durch so etwas stark benachteiligt. Denn ich gehe nicht davon aus, dass so etwas als Altersvorsorge anerkannt wird. Wie wäre es mit einem Sperrdepot, in welches man für die Altersvorsorge einzahlen kann und welches man selbst verwaltet. Gewinne die man dort realisiert sollten steuerfrei sein. Das einzige was man nicht tun kann, ist das Geld vor der Rente wieder runterzunehmen. Meines Wissens gibt es in den USA ein ähnliches System, nur ohne Zwang natürlich. Wenn ein solches System in Deutschland umgesetzt wird, könnte ich auch mit dem Zwang leben. Wenn ich aber zu schlechten Anlageformen und einer Subventionierung der Versicherungswirtschaft gezwungen werde, wäre das für mich absolut inakzeptabel.

    Abgesehen davon halte ich eine Befreiung für Existenzfründer von dieser Pflicht für einige Jahre für absolut unverzichtbar. Ansonsten gehe ich von einem deutlichen Rückgang von Existenzgründungen aus.

  14. 14 Christian kommentierte am 29.03.2012 um 12:14 Uhr

    Abgesehen davon fallen auch noch weitere Pflichtversicherungen an, z.B. die Krankenversicherung. Selbst diese ist für einen Existenzgründer oft schon ein ganz schönes Hindernis. Wenn dann jetzt noch eine Rentenversicherung dazu kommt, dann muss man erstmal mindestens 500-700 Euro im Monat einnehmen, die man für Kranken- und Rentenversicherung aufwenden muss. Hinzu kommen die ganzen anderen Kosten für Miete, Lebensmittel, etc. Ich denke dann wird es in Zukunft noch weniger Existenzgründer geben.

  15. 15 Sonja kommentierte am 29.03.2012 um 12:24 Uhr

    Naja, was ich etws an der Realistät vorbei finde ist der Ansatz: Wer nach drei Jahren als Selbständiger noch nicht genug verdient um auch in die Rente einzuzahlen, macht eh was falsch. Schließlich, sicherlich nicht eine Million der vier Millionen, sind auch ein Teil deswegen Selbständig, weil sie auf dem normalen Arbeitsmarkt keine Chance haben oder hatten. Die müssten nach der Schonfrist ja sofort mit der Selbständigkeit aufhören, direkt in Hartz IV rutschen und das schon vor der Rente beziehen. Lässt man es so weiter laufen, beziehen die wohl auch irgendwann Hartz IV, aber Jahre später.

    Wobei der Ansatz aber auch gegen die greift (bzw. derer Ausbeuter), die nicht wirklich Selbständig sind, deren Scheinselbständigkeit/oder Minimalbeschäftigung (plus Schwarzgeld) aber bislang unentdeckt blieb und die nur deswegen auf Gewerbeschein arbeiten müssen, weil ihr Arbeitgeber die Rentenversicherung etc. sparen will. Wenn die aber jetzt alle in 400 Euro Jobs gedrängt werden würden, wäre auch niemanden geholfen, das ergibt ja als Rente auch nur ca. 150 Euro (Zahlen sind die Tage veröffentlicht worden, könnt ihr selbst nachschlagen).

    Ich bin zumindest immer sehr irritiert, wenn ein Arbeitnehmer sofort bereit ist, mein Geld als Arbeitgeber zu sparen und für 100 Euro mehr im Monat bereit ist auf seine Sozialleistungen zu verzichten. Gibt es ja sicherlich häufiger, dass jemand offiziell für 400 Euro arbeitet und den Rest schwarz bekommt.
    Und da gehen nun mal auch die Rentenbeinträge mit flöten. Aber diese Problematik hat Frau von Leyen ja gar nicht im Blick.

    Naja, ansonsten danke für den Artikel, waren informative Ansätze drin auch in den Kommentaren danach.

  16. 16 Peter kommentierte am 29.03.2012 um 13:58 Uhr

    Wichtig wäre unabhängig von diese Diskussion folgendes zu fordern.

    Wer es als Selbständiger nicht schafft nach 3 Jahren mindestens so viel zu erwirtschaften das er/sie nicht zumindest die gut 200 bis 300 Euro noch übrig hat um überhaupt eine eigene Altersvorsorge (egal ob privat oder gesetzlich) der müsste seine Selbständigkeit wegen fehlende Perspektive beenden.

    Gut hier könnte man noch ein sinnvollen Rettungsversuch verantworten, aber wenn diese gescheitert ist dann sollte die Selbständigkeit zumindest in diese Form beendet werden.

    Auch sollten langjährig tätige Selbständige zumindest selber kritisch hinterfragen ob ein weitermachen auf alle Fälle sinnvoll ist. Gut eine schlechte Phase hat mal jeder, aber wenn diese Phase schon seit ein paar Jahre dauert, dann stimmt wohl was mit die eigene Selbständigkeit nicht mehr.

    Hier kann keiner erwarten das die Allgemeinheit dann im Alter für einen aufkommt nur weil der sich verwirklichen wollte.

    Grob kann gesagt werden das sicherlich bei rund 10% der derzeit tätigen Selbständigen und hier vor allen bei viele Einzelkämpfer ihr Tätigkeit schon längst gescheitert ist. Alleine weil deren Einnahmen auf dauer zu niedrig sind.

    Leider wird aber vielen im Vorfeld auch bei Existenzberatungen mit völlig falsche Vorstellungen alles weisgemacht. Wer sagt das ab eine monatliche Einnahme von 1300 Euro eine Selbständigkeit funktionieren kann, der irrt sich gewaltig.

  17. 17 Woody kommentierte am 29.03.2012 um 15:51 Uhr

    @Peter Vielleicht geht es auch nicht immer darum das jemand das Geld nicht hat bzw. erwirtschaften kann, sondern viel eher darum wo bzw. wie man das Geld besser anlegen oder investieren kann ohne sich von dem allgemeinen Topf abhängig zu machen und ohne einen Beitrag für andere zu leisten. Doch jemanden “rauswerfen” und eine Rente gänzlich zu streichen halte ich für sehr kritisch und unfair.

    Es ist jedenfalls so, dass man als Selbständiger bereits nach zwei Jahren aus der Pflegeversicherung fliegt sofern man sich nicht freiwillig bereiterklärt die Beiträge weiter zu zahlen. Darüber wird man als Selbstständiger von der BFA auch nicht explizit informiert. Ein Pflegeversicherung ist für jeden von uns wichtig und unabdingbar. Da sollte man nicht an der Butter sparen.

  18. 18 Peter kommentierte am 29.03.2012 um 16:39 Uhr

    Jeder Selbständige muss in irgend eine Form (privat oder als freiwillige Mitglied bei der gesetzliche) sowohl für Krankheit, Pflege, spätere Altersvorsorge und auch für Erwerbsunfühigkeit ausreichend abgesichert sein. Ausnahmen höchstens für die ersten 2 bis 3 Jahren nach Gründung.

    Und Sorry wer dann nicht die rund 700 Euro aufbringen kann der dies ganze Zeug in etwa monatlich kostet aufbringen kann, der ist als Selbständiger schon längst gescheitert.

    Alle wissen dies nur der Betroffene meist nicht.

    Ich sage nichts dagegen wenn ein Selbständige vielleicht eine Phase hat die auch mal knapp über ein Jahr liegen kann, wo es sehr schwer wird dies alles zu zahlen. Hierfür könnte mit etwas gute Willen auch Entlastungslösungen gefunden werden.

    Wer aber Jahrelang so wenig mit seine Selbständigkeit erwirtschaftet das er/sie nicht ausreichend absichern kann, der muss diese Selbständigkeit beenden. Auch wenn es dann heißt Hartz 4.

    Wer wie manche Selbständige die man sicherlich immer wieder kennt, vielleicht gerade einmal knapp 1000 Euro im Monat haben, die sind nicht wirklich tragbar.

    Tut mich zwar leid für die Leute selber, aber….

  19. 19 Eric kommentierte am 29.03.2012 um 17:00 Uhr

    Die einfachste Lösung ist zwar die härteste, regelt aber alles automatisch. Wer nichts einzahlt, bekommt am Ende auch nichts. Auch keine Grundstütze, einfach nichts! Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Risiko keiner eingehen wollen wird. Übrigens bin ich ebenfalls schwer dafür auch Aktiendepots mit als Altersvorsorge anzuerkennen. Meine Dividende ist jetzt schon nicht schlecht und so viele Aktien hab ich ja noch nichtmal.

  20. 20 Anja kommentierte am 29.03.2012 um 18:05 Uhr

    Grundsätzlich finde ich den Ansatz ja ok, aber ich denke, die meisten Selbstständigen sind selbst so schlau, in ihrem eigenen Interesse vorzusorgen. Mich stört schon wieder diese Pflicht.

    Ich hab das Gefühl, wie oben schon angedeutet, dass eben nur die derzeit klammen Rentenkassen aufgefüllt werden sollen, an unsere Generation in 30, 35 Jahren denkt jetzt mal keiner.

    Normalerweise müsste die Politik woanders ansetzen. Was ist denn mit den ganzen Minijobs, 400-Euro-Jobs usw. Was machen denn die Leute, die sich so durchs Leben wurschteln, im Renten-Alter?

    Hier wird auch nicht eingezahlt, sondern diese Leute arbeiten fürs Überleben. Haben diese Arbeitnehmer die Möglichkeit, was beiseite zu legen? Ich denk mal nicht. Da ist die Alters-Armut im großen Stil vorgezeichnet. Die Selbstständigen machen da später bestimmt nur einen kleinen Teil aus.

  21. 21 Anton kommentierte am 30.03.2012 um 13:25 Uhr

    ich bin sehr zwiegespalten. selbständige – vor allem existenzgründer – haben so schon viele Steuern zu zahlen – ihnen dann auch noch eine hohe pflichtrentenversicherung aufzudrücken wird die lage noch verschlimmern. vor allem, da laut einigen pessimisten der jetzt 30-jährige mit durchschnittsjob eine rente auf hartz-4-Niveau erhalten wird…

  22. 22 Vinothek Bauer kommentierte am 30.03.2012 um 15:47 Uhr

    Gut das der Staat da mit denkt, aber am Anfang der Selbstständigkeit ist es einfach schwer das geringe Gehalt auch noch in die Altersvorsorge zu stecken. Häufig denkt man nur bis zum Monatsende und nicht bis zum Lebensabend. Aber der leichte Druck vom Staat zwingt natürlich auch mal weiter zu denken. Was auch sehr sinnvoll ist :wink:

  23. 23 jhb kommentierte am 30.03.2012 um 20:02 Uhr

    Ich finde die Verpflichtung richtig. Ich bin selbst zahlendes Mitglied in das System der gesetzlichen Rentenversicherung. Ich denke allerdings nicht, dass ich am Ende so viel dort empfangen werde, dass ich davon leben kann; und das trotz eines derzeit akzeptablen Lohns.
    Daher habe ich zusätzlich privat Vorsorge getrieben. Sollte ich mich irren, dann geht es mir halt im Alter gut. …

    Wichtig – und daher auch positiv bei mir angekommen – ist mir allerdings die Wahlfreiheit in welches System man investieren möchte. Jeder sollte hier das System seines Vertrauens frei wählen dürfen!
    Es müssen ja nicht gleich Aktien von US-Banken sein, deren Kauf man kreditfinanziert hat.

    Ebenso finde ich den Punkt relevant, dass Selbstständige, die mit ihren Einnahmen unter eine gewisse Grenze fallen von der Verpflichtung ausgenommen werden. Denn wenn einem als Starter gleich alle Pflichten auferlegt werden, so steigert das nur die Hürden sich selbstständig zu machen. Und von diesen mutigen Menschen brauchen wir meines Erachtens nach mehr!

  24. 24 Peter kommentierte am 31.03.2012 um 11:51 Uhr

    Es soll ja die Wahlfreiheit zwischen gesetzliche RV und andere gleichwertige private Lösungen geben. Nur muss endlich damit aufgehört werden das es doch ein teil der Selbständigen gibt die während ihres Erwerbslebens nicht vorsorgt und dann im Alter auf kosten der Allgemeinheit lebt.

    Sicherlich für Gründer und auch für manche schwierige zeitlich begrenzte Abschnitte kann und sollte es Lösungen geben. Aber dies ändert nichts daran das jede (auch Selbständige) fürs Alter vorsorgen müssen.

    Nun zu die Höhe.

    In die gesetzliche RV beträgt der Beitrag knapp 20% (Arbeitgeber und Arbeitnehmeranteil). Da man als selbständige kein Arbeitgeber hat muss jeder diesen gesamten Anteil alleine zahlen.

    Bei angenommene 2000 Euro an Monatsbruttoeinnahmen macht dies knapp 400 Euro im Monat. Somit sehen die angedachten Beiträge in ein normalen Zusammenhang aus.

    Auch bei die private Vorsorge muss sich jeder bewusst sein das er/sie um diese Lücke wirklich schließen zu können, regelmäßig Beiträge in ähnliche Höhe zahlen muss. Gut wer noch sehr jung ist (unter 25) der kommt mit weniger aus, aber wer meint seine private RV mit ein Monatsbeitrag von vielleicht 150 Euro dafür sorgen wird das es im Alter eine gute Rente geben wird, der irrt.

    Klar kostet diese ganze Versicherungszeug (Krankenkassen, Pflegeversicherung, Erwerbsunfähigkeit und jetzt noch Altersvorsorge) ein beachtlichen Monatsbeitrag. Aber wer diese rund 700 Euro nicht hat der hat als Selbständige kaum eine Daseinsberechtigung.

    Sorry für die harte Worte, aber manchmal muss man den Leuten auch mal drastisch die Augen öffnen!

  25. 25 Mario Burgard kommentierte am 02.04.2012 um 16:25 Uhr

    Ganz ehrlich? Das finde ich eine Frechheit.
    Ich spreche da nur aus meiner Sicht, aber ich bin unter anderem auch deshalb selbstständig, gerade weil ich soweit wie möglich aus dem sozialen Netz raus will. Jetzt kann man denken, dies sei irgendwie unsozial:) Aber ich beschäftige Mitarbeiter, ich zahle eine Menge Steuern und (noch) ist mein Unternehmenssitz Deutschland. Ich bin Internetdienstleister und theoretisch gibt es für mich keine Probleme nach Mallorca oder Irland oder sonst wo hinzuziehen und dann mit einer LTD in Deutschland Geschäfte zu machen.
    Eine gesetzliche Rentenpflicht würde ich nur akzeptieren, wenn selbst die Wahl habe, wie ich mich darum kümmere. Dafür bin ich Chef und s-e-l-b-s-t-s-t-ä-n-d-i-g damit ich das eigenverantwortlich regle.
    Es wäre für mich tatsächlich in der Überlegung Deutschland dann zu verlassen, wenn ich in die Rentenkasse einzahlen muss.

  26. 26 Curt Leuch kommentierte am 13.04.2012 um 01:05 Uhr

    Hallo,

    ich bin inzwischen der Meinung, dass es ein allgemeines Bürgergeld (800 Euro pro Person) geben sollte:

    http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgergeld

    Vorteile:
    1. In Zukunft keine bürgerkriegsähnlichen Zustände wie in Griechenland etc.
    2. Jeder Mensch kann sich frei entwickeln (oder auch nicht), da dieser dann keine Existenzängste mehr haben muss.
    3. Da dieses Bürgergeld an alle Personen ab 18 Jahre gezahlt wird, entfallen alle Behörden und Sozialämter – es wird eine Menge an Beamten und Angestellten eingespart.

    Nachteile:
    1. Menschen wie ich, die in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt (ich habe immerhin 29 Jahre im Öffentlichen Dienst als Angestellter gearbeitet, danach acht Jahre bis jetzt als Selbstständiger) und vielleicht sogar 45 Jahre lang hart gearbeitet haben, bekommen vielleicht nicht mehr als das Bürgergeld.

    2. Es werden Menschen bevorzugt, die nie im Leben gearbeitet haben. Es soll ja bereits Hartzer in der 2. Generation geben.

    Abhilfe:

    Alle Menschen, die gearbeitet haben erhalten einen angemessenen + deutlichen Zuschuss zum Bürgergeld.

    Finanzierung:
    1. Die 16 Bundesländer werden zu 5 Bundesländern zusammengelegt. Die Schulden dieser neuen 5 Bundesländer werden auf “0″ gesetzt (einmalig durch den Länderfinanzausgleich).

    2. Die restlichen fünf Bundesländer stehen im Wettbewerb untereinander (wie in Canada und in den USA). Durch diesen Wettbewerb wird vermieden, dass sich die Bundesländer weiter verschulden werden.

    3. Die Umsatzzsteuer wird auf 21 Prozent festgesetzt – die Ausnahmerichtlinien für Lebensmittel, Bücher etc. gelten nicht mehr.

    4. Die Einkommensteuer wird auf 50 Prozent festgelegt. Der Spitzensteuersatz lag in den 70er Jahren bereits bei 56 Prozent!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Einkommensteuer_%28Deutschland%29

    5. Erbschaftssteuer – das ist für mich die größte Ungerechtigkeit!

    Es gibt viele Menschen in Deutschland und in der Welt, die nur von der Erbschaft der Eltern leben.

    Wir Menschen sind alle gleich – und wir werden alle sterben!

    Bis auf 100.000 Euro Bargeld und ein selbstbewohntes Haus würde ich alles bis zu 90 Prozent besteuern – natürlich nicht bei Unternehmen, die hunderte oder tausende von Arbeitnehmern beschäftigen.

    Das sind meine Ideen, die ich auch auf meinem neuen Blog veröffentlichen werde.

  27. 27 sadik kommentierte am 04.05.2012 um 03:43 Uhr

    ich gibt euch absoulut recht das kann sich kein mensch leisten zumindest jemand der in der existenzgündungsphase ist Es soll ja die Wahlfreiheit zwischen gesetzliche RV und andere geben.
    oder man soll eine günstige versicherung anbieten für Selbstständige.
    Wo soll im endeffekt das ganze hinführen das etwa alle im alter arm werden.

  28. 28 Tim kommentierte am 11.05.2012 um 19:38 Uhr

    Die ePetition gegen die neue Rentenversicherungspflicht findet ihr hier:
    https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=23835

    Sie kann noch bis zum 22.5. online mitgezeichnet werden.

  29. 29 Tim kommentierte am 11.05.2012 um 19:40 Uhr

    Es gibt auch eine Facebook-Gruppe “Keine Rentenpflicht für Selbständige”:
    http://www.facebook.com/keinrentenzwang

  30. 30 Thomas kommentierte am 20.06.2012 um 19:10 Uhr

    Wenn die Pflichtversicherung nicht auf die Rentenvorsorge ausgedehnt wird, tragen letztendlich wieder die Steuerzahler, sprich die Allgemeinheit die Kosten, da der Staat einspringen muss.
    Die Wahl zwischen gesetzlicher oder privater Rentenversicherung sollte aber den Selbständigen in diesem Fall überlassen werden.

  31. 31 Frank kommentierte am 14.08.2012 um 12:30 Uhr

    Hallo,

    wer als Selbständiger die finanziellen Möglichkeiten hat sollte beides Nutzen. Gesetzlich und auch Privat. Privat ist eine Fondsgebunden Rentenversicherung denke ich immer richtig am Platz. Warum Fondsgebundene ? Wie schon hier geschrieben wurde, aus Gründen der Inflationen über die Jahre. Viele Selbständige könnten sich beides leisten, wollen es aber oft nicht, sondern leben erst einmal richtig, bis es dann vielleicht zu spät ist. Na ja, wollen wir mal nicht so schwarz malen, aber es wird immer wichtige in jungen jahren zu beginnen, an das alte zu denken.
    Ich wünsche allen ein ganz langes und gesundes Leben.
    Gruß Frank

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