Hat man sich ein Passive Income aufgebaut ist das zwar gut, aber kein Grund die FĂŒĂe auf den Tisch zu legen und nichts mehr zu machen.
Wie in den vorherigen Teile schon erlĂ€utert, definiere ich Passive Income nicht als wirklich passiv, sondern als “stabile Einnahmen mit wenig Aufwand”.
Dadurch ist es möglich an einem 8 Stunden Arbeitstag mehr zu verdienen als jemand, der einem ganz normalen Job nachgeht oder als SelbstÀndiger Kundenprojekte bearbeitet.
Doch solche passiven Einnahmen bleiben nicht fĂŒr immer stabil, sondern es gilt, diese aufrecht zu erhalten.
Teile der Artikel-Serie:
1. Einführung
2. Voraussetzungen und Mythen
3. Beispiele für passive Einnahmequellen
4. Outsourcing und Automatisierung
5. Probleme und Hindernisse
6. Passive Income aufrecht erhalten
7. Passive Income Checkliste
8. Kombination von aktivem & passivem Einkommen
9. Schritt für Schritt zum Passive Income
Die Welt dreht sich weiter
Abgesehen von wirklich passiven Einnahmen (durch Aktien, stillen Beteiligungen etc.) ist die Vorstellungen, dass man ohne Arbeit auf Dauer Einnahmen erzielen kann, doch ziemlich illusorisch.
Um uns herum entwickelt sich die Welt weiter und jeden Tag passiert etwas neues. Wer auf diese VerĂ€nderungen nicht reagiert bleibt nicht nur stehen, sondern fĂ€llt zurĂŒck.
Stillstand bedeutet auch fĂŒr SelbstĂ€ndige einen RĂŒckschritt.
Deshalb gilt es die eigenen passiven Einnahmen aufrecht zu erhalten.
Passive Income Bedrohungen
Es gibt eine Reihe von Bedrohungen, welche die eigenen passiven Einnahmen sinken lassen können.
Dazu gehören unter anderem:
- Konkurrenz
Die gröĂte Gefahr fĂŒr die eigenen passiven Einnahmen geht wahrscheinlich von der Konkurrenz aus. Diese ist meist nicht passiv, sondern arbeitet aktiv daran ihre Einnahmen zu steigern.Zudem kommt auch immer wieder neue Konkurrenz dazu, ganz besonders dann, wenn andere sehen, dass man gut funktionierende passive Einnahmequellen hat.
Wer nicht auf Augenhöhe mit der Konkurrenz bleibt, dessen passive Einnahmequellen bleiben nicht lange stabil.
- Einnahmequellen brechen weg
Es kann immer mal wieder vorkommen, dass bestehende Einnahmequellen wegbrechen. So ist es nicht ungewöhnlich, dass Affiliate Programme beendet werden und leider sind es oft gerade die gut funktionierenden.Es kann aber auch sein, dass bestimmte Einnahmequellen durch eine gĂŒnstigere Konkurrenz von heute auf morgen nicht mehr so gut funktionieren. Wer hier auf Dauer passiv bleibt, kann nicht gegensteuern.
- VerĂ€nderung der “Spielregeln”
Nicht nur die Konkurrenz, sondern auch das Gesamtumfeld ist in stĂ€ndiger Bewegung. Webmaster können davon ein Lied singen, Ă€ndert Google doch permanent etwas an seinem Algorithmus und entzieht damit immer wieder einen gewissen Teil die Erfolgsgrundlage.Aber auch andere Ănderungen, wie etwa neue Gesetze, können dafĂŒr sorgen, dass die gestern noch gut funktionierende passive Einnahmequelle heute schon nicht mehr so gut lĂ€uft oder sogar ganz wegbricht.
Deshalb muss man an den aktuellen Entwicklungen dran bleiben.
- Kunden
Wer sich komplett passiv verhÀlt, der verliert den Kontakt zu seinen Kunden. Seien es nun eMail-Anfragen oder persönliche GesprÀche. Viele passive Einnahmequellen basieren auf Vertrauen und Kontakt zu den Kunden.Wer das vernachlÀssigt gefÀhrdet auf Dauer sein Passive Income.
- Kontakte
Genauso wichtig ist es seine Kontakte zu pflegen. Vieles funktioniert einfach besser, wenn man UnterstĂŒtzung, Tipps und Erfahrungen von anderen bekommt. Dieses auf Dauer zu vernachlĂ€ssigen wirkt sich irgendwann nachteilig aus.
Es gibt viele GrĂŒnde, die gegen ein dauerhaftes Passive Income ohne jegliches Zutun sprechen.
Tipps fĂŒr stabiles Passive Income
Im Folgenden nun ein paar Tipps, wie man seine passiven Einnahmen insgesamt stabiler und sicherer machen kann.
- Neue Standbeine
Eine passive Einnahmequelle ist relativ risikoreich. Es kann immer passieren, dass diese durch einen der oben genannten GrĂŒnde einbricht. Es macht deshalb auf jeden Fall Sinn, immer wieder neue Passive Income Standbeine aufzubauen.Idealerweise in unterschiedlichen Bereichen, damit diese voneinander unabhĂ€ngig sind und das Risiko, dass mehrere gleichzeitig zurĂŒckgehen, möglichst niedrig ist.
- Viele kleine, statt wenige groĂe!
Zudem ist es zumindest in meinen Augen vorteilhaft, wenn man sich lieber viele kleinere Einnahmequellen aufbaut, als wenige GroĂe. NatĂŒrlich wehre ich mich nicht, wenn eine Einnahmequelle ansteigt, aber viele konzentrieren sich auf zu wenige. Wenn davon dann eine wegbricht ist das sehr schmerzhaft.Stattdessen sollte man sich meiner Meinung nach lieber viele weniger groĂe Einnahmequellen erschlieĂen, damit das Wegbrechen einer davon nicht so ins Gewicht fĂ€llt.
- Pflege und Anpassung
Passive Einnahmequellen mĂŒssen gepflegt werden. Neue Inhalte fĂŒr Websites, neue Technik, neue Monetarisierungs-Alternativen, rechtliche Aktualisierungen usw. sind notwendig. - UnabhĂ€ngig machen
Ein ganz wichtiger Punkt ist in meinen Augen, dass man sich möglichst unabhĂ€ngig macht. NatĂŒrlich ist es toll, wenn man z.B. einen Website-Vermarkter findet, der alles ĂŒbernimmt und einem sehr gute Einnahmen einbringt.Was ist aber, wenn dieser Pleite geht oder z.B. die eigene Seite bei AdSense gesperrt wird. Da hilft es zum einen, wenn man wie oben schon geschrieben auf mehrere Standbeine setzt.
Ganz besonders sicher sind aber Einnahmequellen, die man selbst unter Kontrolle hat. Direktvermarktung ist vielleicht aufwĂ€ndiger, aber dafĂŒr habe ich das zu 100% unter Kontrolle.
Auch eigene Produkte fallen in diese Kategorie. In vielen Branchen ist es zudem so, dass man auf Vermittler und ZwischenhĂ€ndler zurĂŒckgreift. Auch diese stellen unter UmstĂ€nden ein Risiko dar. Deshalb sollte man möglichst viele direkte Einnahmequellen haben, die nicht von Dritten abhĂ€ngig sind.
- Unter dem Radar
Neid ist eine Sache, die leider immer wieder auftaucht. Aber auch die ganz normale Konkurrenz wird auf einen aufmerksam, wenn man zu auffĂ€llig erfolgreich ist.Deshalb ist es von Vorteil, wenn man zumindest mit einem Teil seines Passive Income “unter dem Radar” bleibt. Das ist natĂŒrlich eher möglich, wenn man auf viele kleine, statt auf wenige groĂe Einnahmequellen setzt.
- Erlaubte Methoden
Man sollte von Anfang an innerhalb der erlaubten Grenzen arbeiten und langfristig denken. Warum schwitzen viele Afilliates und SEO bei jeder Google-Ănderungen? Weil sie ĂŒber bestimmte Grenzen hinaus gegangen sind und LĂŒcken ausgenutzt haben.Von Dauer wird so etwas meist nicht sein. Wer also langfristig stabile passive Einnahmen erzielen möchte, sollte von Anfang an langfristig planen und keine Tricks ausprobieren, nur weil diese gerade funktionieren.
Wenn man möglichst viele dieser Tipps beherzigt, dann wird das eigene Passive Income zwar nicht von allein funktionieren, aber mit relativ wenig Aufwand wird man stabile Einnahmen erzielen können.
Outsourcing
Das Thema Outsourcing hatte ich ja bereits in Teil 4 thematisiert und deshalb will ich hier auch gar nicht nochmal ausfĂŒhrlich darauf eingehen.
Ich möchte nur anmerken, dass die eben genannten Tipps zur Stabilisierung des Passive Income zu groĂen Teilen outgesourced werden können.
DafĂŒr muss man zwar einen Teil seiner Einnahmen aufwenden, aber dann kann man neue Standbeine, Pflegearbeiten, eigene Einnahmequellen etc. ganz gut auch von jemand anderem umsetzen lassen.
Damit wĂ€re man dem Ziel möglichst wenig zu arbeiten wieder einen Schritt nĂ€her, wobei man sich diesen Vorteil natĂŒrlich mit barer MĂŒnze erkauft.
Fazit
Der Aufbau von Passive Income ist nicht alles. Es ist genauso wichtig dieses dann auch zu stabilisieren und auf Dauer abzusichern.
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









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Mehrere Standbeine sind in der Tat der beste Tipp. Gerade bei Passive Income bietet sich das ja geradezu an, weil man nach einer Aufbauphase eben nicht mehr permanent damit beschĂ€ftigt ist und weitere Einnahmequellen erschlieĂen kann.
Es gefĂ€llt mir, dass du Passive Income so realistisch beschreibst. Auf anderen Websites klingt das oft wie “reich werden ohne zu arbeiten”. Bitte weiter so!
Es kommt halt immer drauf an wie man den Punkt betrachtet. Manche denken halt Passive Income = Lottogewinn. Also nichts tun und trotzdem Geld verdienen. Aber so ist es eben nicht. Selbst Passive Income setzt ĂŒber kurz oder lang eine gewisse AktivitĂ€t voraus. Wenn man das verstanden hat, dann ist man schon mal ein groĂes StĂŒck weiter. Und da ist es gut das du in deinem Artikel auch auf die Gefahren hinweist!
Neben den Möglichkeiten im internet ist es auch immer gut, ein Konsumgut, also ein Produkt, das verbraucht wird, im Angebot zu haben. Hat sich sowas erstmal eingespielt, dann ist der Aufwand fĂŒr die Auftragsabwicklung sehr gering.
Alles nur “virtuell” im Netz zu haben wĂ€re mir zu unsicher. Google und seine Tiere ist inzwischen recht lĂ€stig geworden.
Passives income kommt zwar sehr zulegen, hat aber einen Nachteil: es ist passiv. Das heiĂt, so glaube ich, es wird nicht lange dauern. Man muĂ die ganze Zeit aktiv bleiben, die Welt beobachten und auf drohenden Ănderungen entsprechend reagieren. Gilt fĂŒr alle LebenssphĂ€ren, fĂŒr Einkommen von den Börsenaktien sowie fĂŒr das Einkommen per Autopilot von meinem Blog. Passive Dinge ĂŒberleben in unserem Welt nicht lange.
Hallo Peer,
ich glaube, dass hier schnell Probleme beim Passive-Income auftreten können. Denn ganz in Frieden lassen darf man sie nicht, besonders im Hinblick auf die Konkurrenz, die schon bald aufholen und im schlimmsten Fall ĂŒberholen kann. RegelmĂ€Ăige Checks und Analysen wĂ€ren sicherlich nicht verkehrt.
GruĂ, dir ein schönes Wochenende,
Viktor
Wiedermal ein klasse Artikel! Echt top die Seite hier!
Wenn die Zeit mal kommt werd ich mir auch noch andere Standbeine suchen, aber erstmal mein aktuelles Projekt “groĂziehen”.
Guter Artikel,
habe aber ein Problem mit dem Begriff “Passives Einkommen” im Bezug auf ein Projekt. Allein die Ăberwachung und Auswertung eines Projektes erfordert ja bereits wieder arbeit.
Ich denke fĂŒr die passiven Einnahmen muss man ebenso etwas tun und arbeiten wie fĂŒr andere Einnahmen im Internet…
NatĂŒrlich fĂ€llt die Arbeit viel leichter wenn die passiven Einnahmen schon sehr gut sind und man nur noch dafĂŒr arbeiten muss diese weiter auszubauen und zu halten!
Aber eine Basis sollte man schon haben, damit man sich ganz auf diesen Bereich konzentrieren kann.
Schreib doch mal ein bisschen mehr ĂŒber Neid bzw. Einkommen unter dem Radar zu generieren. Ich denke durch Neid werden einem viele Hindernisse in den Weg gelegt. Selbst wenn man nur scheinbar viel verdient und hohe Ausgaben hat, die nicht so gesehen werden.