Ich habe hier im Blog ja schon einige Einnahmequellen vorgestellt und selber auch eingesetzt. Allerdings gibt es natĂŒrlich noch eine Menge mehr.
Darunter allerdings auch einige, die ich persönlich nicht nutze. Dazu gehört unter anderem Flattr.
Warum ich Flattr nicht nutze, was das ĂŒberhaupt ist und welche Erfahrungen andere damit gemacht haben, erfahrt ihr im heutigen Make Money Monday Artikel.
Dieser Artikel ist Teil der “Make Money Monday”-Artikel-Serie, in der ich jede Woche eine neue Einnahmequelle vorstelle.
Was ist Flattr?
Hinter Flattr steht ein recht einfaches Prinzip.
Man kann Flattr aus 2 GrĂŒnden nutzen.
Zum einen kann man anderen Websites etwas Geld zukommen lassen, weil man deren Arbeit schÀtzt. Das ist auf anderen Wegen nur schwer oder gar nicht möglich. Flattr ermöglicht es, selbst Cent-BetrÀge problemlos zu spenden.
Oder man befindet sich auf der anderen Seite und möchte seinen Lesern ermöglichen, dass diese einem etwas spenden.
Mit einer Anmeldung bei Flattr kann man aber auch beides machen. Sowohl Geld anderen Website-Betreibern zukommen lassen, als auch selber damit Geld einnehmen.
Hat man sich angemeldet, dann gibt man an, wie viel Euro man pro Monat auf sein Flattr-Konto laden möchte. Diese Betrag wird dann gleichmĂ€Ăig auf alle Flattr-Klicks aufgeteilt, die man in diesem Monat gemacht hat.
Hat man also z.B. 10 Euro auf sein Flattr-Konto geladen und klickt im Laufe des Monats auf 20 Websites je einmal einen Flattr-Button an, dann kommt jeder dieser Website-Betreiber 50 Cent.
Bei Flattr registrieren
Die Registrierung bei Flattr ist nicht schwer.
Das Registrierungs-Formular findet man auf der Startseite oben unter dem Button “Registrieren”.
Im Formular muss man nur einen Benutzernamen, ein Kennwort und seine eMail-Adresse eingeben. Das reicht erstmal aus.
Daraufhin bekommt man eine BestÀtigungsmails zugesendet, in der man auf einen Link klicken muss.
Danach kann man in den eigenen Flattr-Admin.
FrĂŒher musste man erstmal selber Geld auf das eigene Flattr-Konto laden, bevor man einen Flattr-Button fĂŒr die eigene Seite nutzen konnte. Das ist heute aber nicht mehr so.
Will man aber trotzdem anderen Websites etwas Geld spenden, dann muss man im Admin auswÀhlen, wie viel Euro man pro Monat auf sein Flattr-Konto laden möchte (siehe Screenshot).
Einbau
Um selber mit Flattr etwas einzunehmen, muss man einen Flattr-Button auf der eigenen Seite einbauen.
Dazu bietet Flattr eine Menge Möglichkeiten an. So kann man einen Flattr-Button manuell erstellen (und den generierten Code selber im Blog einbauen) oder z.B. ein WordPress-Plugin dafĂŒr nutzen.
Aber auch fĂŒr viele andere Plattformen, wie Flickr, YouTube etc. gibt es Anleitungen, wie man Flattr dort nutzen kann.
Insgesamt gestaltet sich der Einbau wirklich nicht schwer und man hat am Ende einen schicken Flattr-Button, den die eigenen Leser hoffentlich hĂ€ufig drĂŒcken.
Ist Flattr eine richtige Einnahmequelle?
Dieser Frage habe ich mich in der Vergangenheit bereits gewidmet und war damals zu dem Schluss gekommen, dass es in meinen Augen keine richtige Einnahmequelle ist.
FĂŒr mich definiert sich eine Einnahmequelle vor allem auch dadurch, dass ich aktiv Einfluss darauf nehmen kann, wie gut diese funktioniert und ich gewisse Steuerungsmöglichkeiten habe.
Das mag bei manch anderen Einnahmequellen auch nicht so ausgeprÀgt sein, aber bei Flattr kann ich einfach nur den Button einbauen und darauf hoffen, dass möglichst viele darauf klicken.
Ein weiterer Grund Flattr nicht zu nutzen war fĂŒr mich der Spenden-Charakter selber. Ich bin kein Hobby-Blogger, sondern betreibe meine Blogs und Websites schon recht professionell.
Es gibt Werbung hier im Blog und Affiliate-Links. Da fĂ€nde ich es nicht in Ordnung, wenn ich auch noch um Spenden meiner Leser bitten wĂŒrde. Das passt in meinen Augen nicht zu einer gewerblichen Website. Das wirkt irgendwie nicht professionell.
Der dritte Grund, warum ich Flattr bisher nicht genutzt habe, sind viele Berichte, wonach Flattr kaum was bringt. Ich kenne einige Websites und Podcasts, die pro Monat ein paar Cent damit einnehmen.
Allerdings gibt es auch andere Beispiele. So hat Tim Pritlove, der eine ganze Reihe populÀrer Podcasts veröffentlicht, wohl recht gute Erfahrungen mit Flattr gemacht.
Mittlerweile liegen seine monatlichen Flattr-Einahmen bei rund 2.500 Euro, was auf jeden Fall eine Hausnummer ist. Allerdings ist Tim auch kein normaler Durchschnittsblogger und -podcaster und sicher nicht reprĂ€sentativ fĂŒr die breite Masse.
taz.de hat im MĂ€rz z.B. 731,98 Euro per Flattr verdient.
FĂŒr Hobby-Blogger kann das ein netter kleiner Zuverdienst sein. Allerdings muss man ĂŒber eine netzaffine Leserschaft verfĂŒgen, die Flattr kennt und nutzt. Und man sollte schon etwas besonderes bieten und viele treue Stammleser haben.
Vor- und Nachteile
Flattr ist natĂŒrlich schnell eingebaut und bedarf danach keiner Pflege mehr.
Wer zudem wirklich hochwertige Inhalte bietet und viele treue Leser und Fans hat, der kann mit Flattr durchaus gute Zusatzeinnahmen realisieren.
Allerdings ist das Prinzip der Spenden nicht wirklich fĂŒr eine Business-Website geeignet und man benötigt eine Leserschaft, die Flattr kennt und aktiv nutzt.
Deshalb kommt nicht jedes Blog-Thema dafĂŒr in Frage.
Man sollte zudem nicht vergessen, dass auch Flattr-Spenden Einnahmen sind, die man versteuern muss.
Fazit
Flattr ist ein idealistisches Projekt, welches Anerkennung fĂŒr Inhalte im Web nun auch finanziell ermöglicht.
Mini-Spenden waren vorher so gar nicht machbar. Flattr hat das sehr vereinfacht und gibt jedem die Möglichkeit, auch kleine BetrÀge an Websites zu verteilen.
Allerdings halte ich das Spenden-Prinzip fĂŒr eine Business-Seite nicht fĂŒr angemessen. Wer Werbung schaltet etc. sollte nicht noch um Spenden “betteln”. Oder wie sehr ihr das?
Zudem braucht man schon die richtigen Leser, da Flattr nicht von allen Internetnutzern gekannt, geschweige denn genutzt wird.
Mit der richtigen Zielgruppe und hochwertigen Inhalten kann aber auch Flattr ganz ansehnliche BetrÀge einbringen.
Die nÀchsten Themen
Die Einnahmequellen, die ich in den nĂ€chsten 3 Wochen vorstelle, sind “Google AdSense”, “GoViral” und “Hallimash”.
Wer damit Erfahrungen hat, kann mit seiner Meinung und seinen Tipps in meine Artikel kommen, inkl. Backlink.
Mehr dazu erfahrt ihr auf der “Make Money Monday“-Seite.
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.










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Hallo Peer,
sehr guter Artikel – sehr gut beschrieben. Dieser “Spendencharakter” und die “internetaffine Leserschaft” haben mich bisher auch davon abgehalten Flattr einzusetzen – also genau wie Du auch
An sich wĂ€re etwas mehr Marketing nötig um Flattr laufen zu lassen – so nach dem Motto: “War dieser Beitrag fĂŒr Sie hilfreich?” und wenn man dann auf “ja” klickt – dann so nach dem Motto: “Wenn s hilfreich ist, dann können sie auch ein bisschen Geld schicken…” – oder so!
Sehe ich genauso. Der Spenden Charakter passt ĂŒberhaupt nicht zu einer gewerblichen Website. Aus gleichem Grund wĂŒrde ich auch keinen Paypal “Donate” Button auf meine Website verbauen. Das hat immer den etwas faden Beigeschmack des Bettelns finde ich.
Schon wo Flattr herkommt (The Pirate Bay) sagt viel ĂŒber die Einsatzbereiche aus, die Bedingungen in der Warez-Szene können nicht zwingend auf beliebige Bereiche angewendet werden. Sinnvoll einsetzbar ist es vielleicht noch in der OpenSource-Szene fĂŒr Leute die, wie ich, nichts mit Paypal zu tun haben wollen. FĂŒr einen Blog wĂŒrde ich es nicht verwenden. Auch bei Wikileaks war (oder ist noch?) es ja im Einsatz!?
Flattr kommt von The Pirate Bay ? Das ist mir aber total neu. Hast du da eine Quelle zu @ Tobi ?
Sehe das Àhnlich wie du Peer: wer Werbung auf seiner Seite schaltet, sollte nicht um Spenden betteln.
An sich aber natĂŒrlich eine gute Idee, nur glaube ich nicht, dass es in der Praxis funktioniert.