Social Media und Kundenbindung – Interview mit Rügenwalder Mühle

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Social Media und Kundenbindung - Interview mit Ruegenwalder.deDie Bedeutung von Social Media nimmt immer mehr zu.

Facebook, Twitter, Youtube und Co. sind für viele Unternehmen heute nicht mehr wegzudenken.

Das Unternehmen Rügenwalder Mühle ist sehr aktiv im Social Web und deshalb habe ich ein Interview mit Franziska Brosig, Verantwortliche für die Social Media-Kanäle bei dem Lebensmittelhersteller, geführt.

Dabei geht es um interessante Aktionen, veränderte Kundenansprache und warum Blogs auch in Zukunft wichtig sein werden.

1. Guten Tag Frau Brosig. Bitte stellen Sie sich meinen Lesern kurz vor.

Hallo, ich bin Franziska Brosig und arbeite im Marketing bei der Rügenwalder Mühle.

Ich bin hier im Unternehmen für die Betreuung unserer Social Media-Kanäle zuständig.

2. Wie nutzt Rügenwalder das Internet und welche Erfahrungen konnten Sie bisher sammeln?

Seit Mitte 2010 hat die Rügenwalder Mühle ihren Webauftritt zunächst durch eine Facebook-Seite ergänzt. Aktuell startet nun ein eigener Corporate Blog und der Aufruf für den Rügenwalder Mühle Kundenbeirat, für den man sich auf unserer Facebook Fanpage bewerben kann.

Der Fokus unserer Social Media-Aktionen liegt immer auf dem direkten Dialog mit den Kunden und Usern. Beispielhaft steht dafür unsere Startaktion für den Social Media-Auftritt: der Rügenwalder Wurstwahnsinn.

Hier sollten unsere Fans live erleben, welchen Nachteil Verpackungen mit Wurstwasser haben. Das Ergebnis war ein Viral-Video, das nun schon seit zwei Jahren für ordentlich Aufmerksamkeit für die Mühlen Würstchen im Netz sorgt.  

2011 folgte dann die sehr umfassende Crowdsourcing-Aktion “Demokratische Wurst” die mit Vor-Ort-Events und einer aufwendigen Videoproduktion fast das komplette Jahr lang für Aufmerksamkeit sorgte.

Natürlich konnten wir uns dabei einen charmanten Seitenhieb auf all die Crowdsourcing-Aktionen und den Hype in 2011 nicht verkneifen. Denn warum alle Firmen eigentlich auf Crowdsourcing setzen, erzählen wir in dem Viral, der auch mit unseren Fans umgesetzt wurde.

Dieses Jahr ist neben dem Kundenbeirat wieder viel Neues geplant. Die positiven Erfahrungen und das gute Feedback der User überwiegen deutlich. Durch unser permanentes Monitoring erhalten wir viel konstruktiven, ungefilterten Input, der uns immer weiter voran bringt.  

3. Welche Rolle spielen die großen Social Networks dabei?

Wie oben erwähnt starteten wir unser Social Media-Engagement mit einem Facebook- und einem Twitter-Kanal.

Der Facebook-Kanal bildet aktuell das zentrale Element unseres Dialogs. Mit dem neuen Blog, hoffen wir, neue User und Lesergruppen zu erreichen.

4. Wie hat Facebook und Co. die Kommunikation mit Ihren Kunden verändert?

Durch die Kanäle in den neuen Medien kommt die Kundenmeinung nun noch direkter, schneller und ungefilterter im Unternehmen an. Dadurch verändert sich das grundlegende Kommunikationsmodell von einem (beinahe) Monolog zum Dialog.

Generell hat der Austausch mit unseren Kunden durch Facebook, Twitter und auch YouTube stark zugenommen.

Auch in der Kommunikationsweise selbst gab es durch die Social Media-Aktivitäten Veränderungen: Denn es gilt, mit Empathie auf jeden User individuell einzugehen und auch die eigene Tonalität entsprechend anzupassen.   

5. Ganz aktuell haben Sie einen Kundenbeirat ins Leben gerufen. Wieso und was soll damit erreicht werden?

Social Media und Kundenbindung - Interview mit Ruegenwalder.deMit dem Rügenwalder Mühle Kundenbeirat soll der eingeschlagene Weg fortgeführt und die Dialogkommunikation mit unseren Fans und Verbrauchern auf ein neues Level gehoben werden.

Die Meinungen und Wünsche unserer Kunden sind elementar für uns und unseren Geschäftserfolg.

Früher hatten wir dafür den direkten Kontakt in unseren Fleischereifilialen. Da jedoch nicht nur wir, sondern auch die Kommunikationskanäle sich enorm weiterentwickelt haben, geschieht dies heute an vielen verschiedenen Stellen.

Mit dem Kundenbeirat möchten wir wieder ein zentrales Organ schaffen, wodurch die repräsentative Kundenmeinung direkt an den relevanten Stellen ankommt.

Die Bewerbungen für den Kundenbeirat können auf unserer Website oder auf unserer Fanpage eingereicht werden.

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6. Warum wurde dazu eine Facebook-App entwickelt und wie funktioniert diese? Wie wird sie bisher von den Nutzern angenommen?

Die App wird sehr gut von den Usern angenommen. Das Ausfüllen des Bewerbungsbogens nimmt schon etwas Zeit in Anspruch, da wir die potenziellen Mitglieder des Kundenbeirats schon im Voraus kennenlernen möchten. Trotzdem haben uns schon eine Menge tolle Bewerbungen erreicht.

Die App wurde parallel zu unserem Formular auf der Website entwickelt, um unsere Fans da abzuholen, wo sie täglich mit uns kommunizieren. Die Funktionsweise unterscheidet sich aber nicht von einem herkömmlichen Online-Anmelde- oder Bewerbungsbogen.   


7. Sie haben zudem ein lustiges Video für diese Aktion veröffentlicht. Was macht ein gutes Online-Video aus?

Neben der kreativen Idee, die vor allem auch die zu verbreitende Botschaft widerspiegeln muss, ist es wichtig einen Inhalt zu schaffen, der von verschiedenen Zielgruppen gleichermaßen positiv aufgenommen werden kann.

Beim aktuellen Video ging es uns in erster Linie darum, die richtige Balance zwischen unterhaltsamem Inhalt und ernsthafter Botschaft, die das Thema Kundenbeirat hat, zu finden.    


8. Sie erzählen, dass Sie ebenfalls einen Blog gestartet haben. Welche Ziele verfolgen Sie damit?

Tatsache ist, dass wir uns mit der Plattform Facebook immer auf einem Feld bewegen, auf dem wir von einem Dritten abhängig sind.

Mit einem Blog schaffen wir uns einen komplett autarken Social Media-Kanal, der uns die Möglichkeit gibt, unsere Themen noch breiter und ausführlicher zu spielen und uns mit der Blogleserschaft wieder einer neuen Zielgruppe zu öffnen.

Wir sehen in unserem Corporate Blog eine große Chance und eine deutlichen Mehrwert für unsere Kunden.    


9. Wie und vom wem wird der Blog betreut und was ist dort in nächster Zeit geplant?

Der Blog wird von mir sowie unserer Social Media-Agentur elbkind betreut. Welche Themen dort gespielt werden, soll eine Überraschung bleiben.

Neben den Standardthemen wie z. B. Ernährung, unsere Produkte, Rezepte, Mitarbeiter, Aktionen wird der Blog auch Teil einer großen Kampagne sein, zu der wir an dieser Stelle leider noch nichts sagen können. Es bleibt also spannend!   


10. Zum Schluss würde ich mich über ihre wichtigsten Tipps für das Marketing auf Facebook freuen.

Ehrlich, unterhaltsam, offen, transparent!


Danke

Frau Brosig für die Informationen.


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