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Stressbewältigung – Tipps für Angestellte und Selbständige – Interview
Peer Wandiger - 7 Kommentare - Gesundheit, Selbständig - Ähnliche Artikel


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Stressbewältigung im Arbeitsumfeld - Tipps für Angestellte und Selbständige im InterviewStress ist eine, oft verharmloste, Begleiterscheinung der Selbständigkeit, aber auch für viele Angestellte nichts Neues.

Dabei birgt dauerhafter Stress hohe Gesundheitsrisiken, die gerade für Selbständige existenzbedrohend sein können.

Welche Faktoren Stress auslösen können und Tipps was man dagegen tun kann, habe ich im Interview mit Dr. Roman Schenk besprochen.

Guten Tag Herr Dr. Schenk. Bitte stellen Sie sich meinen Lesern vor.

Ich habe PROTEGIA vor knapp zehn Jahren gegründet und bin seit dieser Zeit Geschäftsführer des Unternehmens.

PROTEGIA ist ein Gesundheitsdienstleister auf dem Gebiet des Betrieblichen Gesundheitsmanagements mit Angeboten für nationale und internationale Unternehmen.

Bereits vor der Gründung von PROTEGIA konnte ich Erfahrungen im Gesundheitssektor sammeln.

Wie hat sich die Arbeitswelt in den letzten Jahrzehnten verändert?

Wenn wir die tägliche Büroarbeit betrachten, so hat vor allem die Informationstechnologie und gleichzeitige Internationalisierung zu einer starken Verdichtung von Arbeitslast und Aufgaben geführt. Dazu muss man gar nicht in Jahrzehnten zurück rechnen. Viele Dinge müssen heute in wesentlich kürzerer Zeit als noch vor fünf Jahren geschehen.

Zudem löst sich die frühere strikte Trennung zwischen Arbeitswelt und –zeit und Privatem zusehends auf. Es wird inzwischen oft erwartet, dass die Arbeit sowohl im Büro und unterwegs als auch zu Hause erledigt wird.

Ständig erreichbar zu sein, kann daher schnell zu erheblicher Stressbelastung führen. Und dies betrifft sowohl Alt als auch Jung.

Stress ist ein typisches Problem am Arbeitsplatz. Wie sieht die Situation heute aus?

Nicht nur die Arbeit kann Stressauslöser sein. Das private Umfeld und die familiäre Situation sind inzwischen ein genauso wichtiger Auslöser für die Entstehung von Stressgefühl bzw. wirken in die Arbeitswelt mit hinein.

Manchmal sind es genau die ungelösten Probleme in der Familie, die sich als Stressoren auf die Arbeit auswirken, wie umgekehrt Arbeitsstress zur Belastung für das Privatleben werden kann.

Was sind nach Ihrer Erfahrung die wichtigsten Ursachen für Zeitdruck und Stress am Arbeitsplatz?

In den Einzelgesprächen, die wir in der Programmphase unseres Angebotes “Stresspause” führen, zeigen sich immer wiederkehrende Stressoren wie Zeitdruck oder das Gefühl, dem eigenen Anspruch an die Arbeit nicht gerecht werden zu können.

Dazu kommen ein fehlender Freizeitausgleich, häufiges Arbeiten an “freien” Tagen oder nach Feierabend sowie Konflikte am Arbeitsplatz.

Eine wichtige Rolle spielen auch oft familiäre Faktoren, wie zu pflegende Angehörige oder eine Trennung.

Welche negativen Folgen kann das haben?

Die gesundheitlichen Schäden durch Stress sind leider sehr vielfältig und werden oft als solche gar nicht bemerkt. In der Regel steigert sich der Erscheinungsgrad und hängt hier von der Grundkonstitution der jeweiligen Person ab. Stresssymptome können daher mit Nervosität und Konzentrationsschwierigkeiten beginnen und sich bis zu pathologischen Problemen wie Herzinfarkt etc. steigern.

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Was kann man gegen Stress am Arbeitsplatz selber tun?

Es ist ein sehr wichtiger Schritt und auch ein erster Erfolg, zu erkennen, dass man es zum Teil selbst in der Hand hat, ob und wann Stress am Arbeitsplatz entsteht und wie man ihm begegnen kann. Jeder Mitarbeiter ist daher auch selbst gefordert, Verantwortung für die eigene psychische Gesundheit und Stresskompetenz zu übernehmen.

Das Stressempfinden ist sehr individuell und genauso individuell sind daher die Lösungsmöglichkeiten. Eine Masterlösung für alle gibt es nicht. Für den einen bringen in akuten Stresssituationen Atemübungen, Muskelentspannung oder positive Selbstgespräche den gewünschten Erfolg. Ein anderer macht sich Luft durch lautes Schreien oder durch körperliche Aktivität.

Wichtig sind die langfristigen Maßnahmen, die dabei helfen, stressauslösende Faktoren zu identifizieren und eine grundlegende Einstellungs- und Verhaltensänderung herbeizuführen.

Auch sollte man eine gesunde Ernährung und sportliche Aktivität nicht unterschätzen. Im Rahmen unseres Programms “Stresspause” helfen wir den Teilnehmern die unterschiedlichen Methoden zur kurz- und langfristigen Stressbewältigung für sich zu identifizieren und geben Ratschläge zur Prävention.


Was müssen Arbeitgeber tun, damit sich die Situation verbessert?

Viele Unternehmen haben die Notwendigkeit erkannt und bieten ihren Mitarbeitern zunehmend Maßnahmen zur Stressbewältigung und Stressprävention an. Diese sollten sich dabei am besten in ein generelles Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) integrieren.

Dabei ist es nicht zwingend notwendig, dass jedes Unternehmen seine eigenen BGM-Maßnahmen entwickelt – dies ist letztendlich auch eine Ressourcenfrage. Externe Dienstleister wie PROTEGIA sind hierauf spezialisiert und bieten das erforderliche Know-how in professionellen Programmen, die zum Teil individuell an den jeweiligen Unternehmensbedarf angepasst werden können. In unserem Programm “Stresspause” begleiten die PROTEGIA Coaches die betroffenen Mitarbeiter sechs Monate lang. Unter Anleitung erlernen sie Methoden der kurzfristigen und langfristigen Stressbewältigung und zur Stressprävention, mit denen sie ihre Leistungsfähigkeit erhalten oder verbessern können.

Daneben trägt eine Unternehmenskultur, die von Wertschätzung, Vertrauen, Transparenz und Anerkennung geprägt ist, genauso viel zum Wohlbefinden der Mitarbeiter bei, wie ein Stress abbauender Führungsstil und ein vorgelebtes gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Pausen durch die Führungskräfte.


Was können Selbständige gegen zu viel Stress tun und wie kann man vorbeugen?

Selbständige sind in der Regel sowohl ihre eigenen Vorgesetzten als auch ihre eigenen Mitarbeiter. Sie sollten daher für beide Seiten denken und entscheiden. Damit haben sie zumindest theoretisch alle Möglichkeiten, Stressoren in ihrer Arbeit zu vermeiden.

In der Praxis wird es wohl stets darauf hinaus laufen, wie strikt man sich an die eigenen Grundsätze halten will und kann.

Generell ist es aber wichtig, sich stets ausreichend Ausgleich zur Arbeit zu gönnen. Nur eine gesunde Mischung aus Arbeit und Erholung kann verhindern, dass man unter Dauer-Stress leidet.


Danke für das Interview. Ein paar letzte Worte?

Besonders für Freiberufler und Selbständige, die es doppelt trifft, wenn sie arbeitsunfähig sind, ist es wichtig, die individuellen Stressauslöser zu erkennen und persönliche Maßnahmen zur Verhaltensänderung zu entwickeln. Denn wer als Geschäftspartner aktiv um Präventionsmaßnahmen bemüht ist und das Thema ernst nimmt, empfiehlt sich dadurch auch dauerhaft als leistungsfähiger und starker Partner.


Danke Herr Dr. Schenk

für die Informationen und Tipps.


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Kommentare
7 Kommentare und Trackbacks zu 'Stressbewältigung – Tipps für Angestellte und Selbständige – Interview'

Kommentare zu 'Stressbewältigung – Tipps für Angestellte und Selbständige – Interview' mit RSS

  1. 1 P. Ego kommentierte am 02.07.2012 um 10:07 Uhr

    Sehr interessanter Blog. Da ich selber ja auch Freiberufler und Selbstständig bin, hat mich vor allem der letzte Teil des Interviews aufhorchen lassen. Als Selbstständiger kommt es ja öfters vor, dass man nicht nur selbst, sondern auch ständig arbeiten und Stress ist da keine Seltenheit.

  2. 2 Vinothek Bauer kommentierte am 02.07.2012 um 11:35 Uhr

    Stressfrei arbeiten scheint nicht einfach zu sein. In der Selbstständigkeit ist es dann ja auch noch schwieriger, sich einmal eine “Gesundzeit” zu nehmen. da muss man schon sehr Ehrlich zu sich selber sein und langfristig daran denken, das ohne die Gesundheit auch der Arbeitsplatz nicht gegeben ist:wink:

  3. 3 Julia kommentierte am 02.07.2012 um 14:19 Uhr

    Ich denke es ist ganz einfach. Wenn man zuviel Stress an seinem Arbeitsplatz hat, dann sollte man diesen verlassen. Kein Job auf der Welt ist es wert, dass man sich deswegen seine Gesundheit kaputt macht.

  4. 4 Philipp Roeder kommentierte am 05.07.2012 um 13:35 Uhr

    Sehr ausführlicher Beitrag. Gefällt mir!
    Auf meinem Blog läuft momentan eine passende Blogparade mit dem Titel:”Joblust statt Jobfrust”
    http://daily-phil.de/blogparade-job-lust-statt-job-frust/

    Liebe Grüße,
    Philipp Roeder

  5. 5 VH kommentierte am 10.07.2012 um 20:57 Uhr

    Einfach einen Ausgleich suchen. Haus mit schönem Garten und die eigenen Haustiere . Ansonsten Ausflüge, Urlaube, Wellness, gutes Essen und sich nicht immer so stressen lassen. Alles zu seiner Zeit… :mrgreen:

  6. 6 Kerstin Stengel kommentierte am 08.08.2012 um 16:11 Uhr

    Ein hochinteressantes Interview mit einem kompetenten Fachmann, herzlichen Dank. Ergänzend hierzu kann ich allen Bloglesern ein lesenswertes Papier zum Thema “Stressmanagement” empfehlen, das man hier anfordern kann skillsoft.de/Aktuell/Blueprint_Stressmanagement/Blueprint_Stressmanagement.asp

  7. 7 Wolfgang Schmid kommentierte am 04.10.2012 um 18:05 Uhr

    Guter professioneller Blog.
    Als Therapeut und Referent an verschiedenen psychosomatischen Kliniken, sehe ich unter anderem das Thema gesunde Unternehmerkultur bei vielen Betrieben langsam in eine gute Richtung wachsen. Ansonst gibt es nach wie vor eine “Hauptstraße” in den BurnOut:
    Mehrere Projekte-Ziele mit einer gleich hohen Energie zu verfolgen.
    Quasi der Tanz auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig.
    Wer es schafft unter all seinen Aktivitäten und “To Do´s” zumindest eine kleine Priorität
    zu setzen, kann zumindest die Stress-Spitze kappen.
    Hier gilt es wirklich immer wieder zu schauen: Was hat Vorrang – wo gebe ich jetzt etwas
    weniger Energie hin.
    Wer mag kann sich viele Tipps-auch per Video- auf meinem Infoportal ansehen.
    Viele Grüße,
    Wolfgang Schmid



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