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Firmenblogs – Worauf muss man als international tätiges Unternehmen achten?
Daniel Schween - 5 Kommentare - Blogs, Firmenblog - Ähnliche Artikel


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Bevor wir heute ein Produkt kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen, schlagen wir kaum noch ein Branchenbuch auf.

Dies hat nicht nur den Grund, dass diese Bücher schrecklich unpraktisch sind, sondern auch weil wir an anderer Stelle eine viel größere Auswahl haben – und zwar im Internet.

Als internationales Netzwerk bietet das Internet vielfältige Möglichkeiten. Das Internet wird für Unternehmen aller Art in vielerlei Hinsicht eine immer relevantere Plattform, sowohl für den Verkauf als auch für Marketing und Kundenkommunikation.

Dieser Artikel soll sich mit den Inhalten und Zielen von internationalen Firmenblogs beschäftigen. Vor allem aber soll erläutert werden worauf bei der Internationalisierung eines Firmenblogs zu achten ist.

Im morgigen zweiten Teil gibt es eine Checkliste mit 10 wichtigen Tipps, die bei der schnellen Umsetzung helfen.

Warum ein Firmenblog?

Sogenannte “Corporate Blogs” wurden zuerst in den USA verwendet und sind mittlerweile unter anderem auch in Deutschland etabliert.

Im Allgemeinen kann man sich einen Blog als ein öffentliches virtuelles Tagebuch oder Logbuch (das englische Wort “Blog” kommt von “Weblog”) vorstellen. Genau genommen ist es nichts weiter als eine Plattform, die der Autor dazu nutzt, beliebige Einträge ins Internet zu stellen, die in chronologisch umgekehrter Reihenfolge (also neuester Eintrag zuerst) aufgelistet werden.

So simpel die Idee ist, so komplex sind ihre Verwendungszwecke. Für Unternehmen können Blogs als optimales Kommunikationsinstrument dienen.

Sie lassen sich zum Beispiel in den Bereichen Marketing & Public Relations für bestimmte Projekte und Kampagnen oder im Rahmen der allgemeinen internen und externen Kommunikation einsetzen. Alles, was man hierfür braucht, sind Ideen, ein bisschen Know-how im Bereich Marketing, fleißige Blogger und Spaß an der Sache.

Warum international?

Die Möglichkeiten, die Blogs bieten, sind für die Internationalisierung geradezu prädestiniert.

Internationale Projekte sind häufig mit hohem Aufwand verbunden und stellen ein riskantes Unterfangen dar, denn der Erfolg ist alles andere als gewiss. Blogs ermöglichen einem Unternehmen, sich mit verhältnismäßig geringem Aufwand einem internationalen Publikum vorzustellen.

Der geringe Aufwand sollte aber nicht zur Nachlässigkeit auffordern. Im Gegenteil: Blogs treffen momentan genau den Nerv der Zeit und können – richtig eingesetzt – sehr erfolgversprechend sein.

Die Internationalisierung des Firmenblogs ist praktisch ein Muss, um die Chancen des eigenen Firmenblogs bis aufs Letzte auszuschöpfen. Sie kann sogar eine Art Sprungbett für Expansionen ins Ausland sein (sofern dies noch nicht geschehen ist).

Ziele und Inhalte eines Firmenblogs

Unternehmen wollen in erster Linie natürlich Geld verdienen. Das tun sie in der Regel, indem sie Produkte oder Dienstleistungen verkaufen. Daher ist der wohl naheliegendste Verwendungszweck von Blogs das Bewerben von Produkten und Dienstleistungen.

Im Gewand des Blogs wirkt Werbung häufig nicht einfach wie Werbung, besonders dann nicht, wenn die Posts den Lesern einen entsprechenden Mehrwert bieten, was ein durchaus wünschenswerter Effekt ist, den man sich zunutze machen sollte.

Wie wäre es etwa mit Coupons zum Ausdrucken oder spannenden Gewinnspielen? Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Das Bewerben der eigenen Produkte und Dienstleistungen ist aber nicht der einzige Weg, der zum Erfolg führt. Mindestens ebenso wichtig kann die Stärkung der Unternehmensidentität und des Brands sein.

Beispielsweise ist es bei Lebensmittelherstellern zurzeit “in”, bei den Konsumenten besonders ökologisch zu erscheinen. Man schaue sich die Blogs diverser Hersteller an, die sich hier gern als Pioniere der ökologischen Nachhaltigkeit stilisieren. Dergleichen sollte von Verbrauchern natürlich stets kritisch überprüft werden.

Über die Öffentlichkeitsarbeit hinaus können Blogs auch unternehmensintern von Bedeutung sein – ein Aspekt, der häufig unterschätzt wird. Neben Produktinformationen findet man hier zum Beispiel oft Berichte über neue Mitarbeiter oder spezielle Firmenevents. Dinge wie diese sind nicht nur spannend zu lesen, sondern stärken auch die Unternehmenskultur.

Die Einsatzmöglichkeiten von Blogs für Unternehmen sind nahezu unbegrenzt. So können sie beispielsweise dem Kunden Raum geben, sich in Form von Kommentaren zu Produkten, Dienstleistungen etc. zu äußern. Diese Möglichkeit nehmen Kunden nicht nur dankend an, sondern kann dem Unternehmen auch aufwendige Marktforschung ersparen.

Weiterhin können neue Mitarbeiter über entsprechende Blogs rekrutiert und firmeninterne News an die aktuellen Mitarbeiter übermittelt werden. Durch die Veröffentlichung von branchenrelevantem Material kann jeder Firmenblog an besonderem Mehrwert gewinnen.

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Was gibt es bei der Internationalisierung zu beachten?

In diesem Artikel soll besonderes Augenmerk auf den Aspekt der Internationalisierung gelegt werden. Dadurch, dass mehr Leser, mehr Zielgruppen, mehr Kulturen und mehr Märkte erreicht werden können, steigt die Relevanz des Blogs und damit auch die Anzahl der Punkte, die es zu beachten gilt, wie zum Beispiel die Marktausrichtung. Vielleicht findet man sogar neue Nischen?

Hier ist es zu empfehlen für die verschiedenen Regionen ggf. separate Blogs in der entsprechenden Landessprache zu erstellen. Informieren Sie sich darüber wo Ihre Branche besonders gut ankommt und für welche Regionen Sie ggf. keine Extraseiten brauchen.

Infos hierzu finden Sie zum Beispiel unter deinternational.de. Vor der Erstellung sollte genau analysiert werden, für welche Regionen separate Blogs überhaupt Sinn machen und in welchen diese erfolgversprechend erscheinen.

Eine Auffälligkeit internationaler Blogs ist ihre Sprache. Dabei ist diese Form der Anpassung alles andere als eine Selbstverständlichkeit. So werden nämlich viele Blogs von namhaften internationalen Unternehmen nur in englischer Sprache geführt. Gerade wenn geworben wird, ist der Blogger darauf angewiesen, dass der Leser einen leichten Zugang zum Text findet, damit dieser optimal auf ihn wirken kann. Und das funktioniert am besten in der eigenen Sprache.

Dass beim Firmenblog die Übersetzungsqualität eine besondere Rolle spielt, muss gewiss nicht explizit angeführt werden. Schließlich steht das Image des Unternehmens auf dem Spiel. Die Tatsache, dass zu einer guten Übersetzung mehr als ein sprachlich fehlerfreier Übertrag von der einen in die andere Sprache gehört, könnte allerdings sehr wohl einer besonderen Erwähnung bedürfen.

Was also ist zu tun?
Zunächst einmal ist die Verwendung von automatischen Übersetzungs-Plugins für Firmenblogs ein absolut Tabu. Sofern kein eigener Muttersprachler zur Hand ist, sollte eine professionelle Übersetzungsagentur beauftragt werden. Zur Qualitätssicherung ist es ideal, wenn der Übersetzungsprozess mehrere Korrekturstufen durchläuft und dieser von mehrere qualifizierten Übersetzern durchführt wird.

Ein zentrales Thema für die Internationalisierung des Firmenblogs ist die kulturelle Anpassung an die verschiedenen Zielregionen. Eine solche Anpassung muss sowohl auf sprachlicher als auch auf inhaltlicher Ebene geschehen.

Der Aspekt der sprachlichen Anpassung leuchtet auf Anhieb ein: Amerikanisches Englisch unterscheidet sich etwa vom britischen.

Der Aspekt der inhaltlichen kulturellen Anpassung ist da schon pikanter. Ein einfaches Beispiel: Ein Hersteller von Damenrasierern hatte sich dazu entschlossen, seine Produkte international zu vertreiben und in diesem Sinne auch die Werbekampagnen international ausgerollt. Hierbei gab es allerdings ein Problem.

So befremdlich es klingen mag: Im arabischen Raum treffen in der Regel Männer alle Kaufentscheidungen. Da die Werbung sich aber an Frauen richtete, blieb der Erfolg hier aus. Für die Internationalisierung von Blogs ist es also unerlässlich, derartige kulturelle Feinheiten zu berücksichtigen. Aber keine Bange: Es dürfte sich nur in den seltensten Fällen um anti-emanzipierte Anpassungen handeln.

Also: Um möglichst hochwertigen Traffic zu erzielen sollten Sie für die unterschiedlichen Regionen auch veränderten Content verwenden. Hierzu ist es optimal wenn man vor Ort jemanden hat, der sich in der Region auskennt und zugeschnittenen Content erstellen kann.

Ist das nicht der Fall ist es am besten Texte in der eigenen Sprache für die verschiedenen Regionen zu erstellen und diesen von muttersprachlichen Übersetzern auch explizit inhaltlich überarbeiten zu lassen. Hierfür ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Autor und Übersetzer notwendig.

Weitere kulturelle Anpassungen betreffen das Userverhalten. Optische Elemente wie Farben, die Navigation, Bilder etc. sind wohl überlegt auszuwählen, um in bestimmten Kulturkreisen nicht anzuecken. Leicht bekleidete Damen am Strand sind durchaus ein Eye-Catcher für Reiseseiten, können aber in arabischen Ländern mitunter weniger gern gesehen werden.

Da viele Handlungen, die dem vernünftigen Abwägen angerechnet werden, wie z. B. Kaufentscheidungen, in Wirklichkeit emotional entschieden werden, spielen solche eher trivial erscheinenden Aspekte eine größere Rolle, als man vielleicht denkt.

Auch hier sind die besten Instrumente die Beratung mit einem Muttersprachler und eigene Recherche. Schauen Sie sich branchenrelevante Seiten an, zum Beispiel von der dortigen Konkurrenz. Und versuchen Sie Unterschiede zu regionalen Seiten ausfindig zu machen. Sprechen Sie auch mit Muttersprachlern. Zahlreiche weitere Punkte können bei der Internationalisierung von Blogs relevant sein.

Erwähnt seien an dieser Stelle noch juristische Aspekte, wie Urheberrechte etc., oder eine adäquate Anpassung an die regionale Konkurrenz (indem beispielsweise besonders Texte gepostet werden, die das eigene Unternehmen von der Konkurrenz abheben). Im Zweifelsfall kann hier eine Rechtsberatung helfen. Anwälte, die sich im Bereich Urheberrecht auskennen gibt es praktisch für jede Region, und eine kurze telefonische Beratung sollte nicht allzu teuer sein.

Checkliste

Im zweiten Artikel, der morgen erscheint, gibt es eine kompakte Checkliste mit den 10 wichtigsten Punkten für den internationalen Firmenblog.

Autor

Daniel Schween ist im Bereich Marketing beim Übersetzungsbüro 24translate, dem Online-Marktführer für Übersetzungsdienstleistungen, tätig.

Die 24translate GmbH hat sich auf professionelle Übersetzungen für Firmen- und Großkunden spezialisiert.

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Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
5 Kommentare und Trackbacks zu 'Firmenblogs – Worauf muss man als international tätiges Unternehmen achten?'

Kommentare zu 'Firmenblogs – Worauf muss man als international tätiges Unternehmen achten?' mit RSS

  1. 1 Tippse kommentierte am 11.07.2012 um 15:40 Uhr

    Gleich im ersten Satz fehlt ein Wort ;-)

  2. 2 Tina kommentierte am 11.07.2012 um 16:05 Uhr

    Kreativ gestaltete Firmenblogs können durchaus viel Traffic bringen und zu einem positiven Image beitragen. Was man dabei beachten soll, ist in diesem Artikel sehr gut beschrieben.

  3. 3 Gerdel kommentierte am 11.07.2012 um 21:32 Uhr

    Danke für den sehr ausführlichen Artikel. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

  4. 4 Stephan kommentierte am 31.07.2012 um 10:27 Uhr

    Bin gerade durch Zufall auf diesen Bericht gestossen und möchte erst einmal schreiben das dieser sehr interessant ist.

    Wir selber haben auf unserer Internetseite, die jetzt seid gut einem Jahr in der Form besteht, auch einen News Blog eingerichtet und stellen dort Firmeninternes, aktuelle Aufträge oder eben Produkte aus unseren einzelnen Produktbereichen vor. Ebenfalls binden wir dort auch gerne mal Videos mit ein.

    OK, wir sind nicht international ausgerichtet sondern eben national, aber dies ist wohl nicht unbedingt wichtig.

    Denn wir haben festgestellt, das wir mit unserem News Blog immer wieder Suchende abgreifen und damit auch auf unsere Hauptpräsenz aufmerksam machen können.

    Da wir ein kleines Maschinenbau Unternehmen sind haben wir den Vorteil aus meiner Sicht, das wir keine langen Entscheidungswege haben, was veröffentlicht werden soll.

    Das Problem aus meiner Sicht im Bereich von kleinen und mittleren Maschinenbau Unternehmen liegt darin, das sich oftmals keiner die Zeit nehmen will diese News Einträge oder Blog Einträge zu pflegen bzw. zu betreuen. Weil dies müste neben der herkömmlichen Arbeit erfolgen.

  5. 5 chris anton kommentierte am 07.09.2012 um 12:49 Uhr

    die Aussage, daß man heutzutage, wenn man nach einem Produkt oder einer Dienstleistung sucht, nicht über ein Branchenbuch geht ist nur bedingt richtig. Mag es sich um ein paper-based Branchenbuch, wie die “Gelben Seiten” handeln, werden diesen Suchweg wohl nur noch wenige beschreiten. Handelt es sich aber um Online-Branchenbücher sieht es schon anders aus. Es gibt eine große Auswahl von relevanten solchen Online-Branchenbüchern oder auch Auskunftsportalen, die Firmen ein Forum bieten, um sich zu repräsentieren und Kontakte mit anderen Firmen oder Kunden ermöglichen. Von daher würde ich Firmen sowohl einen stets aktuellen Firmenblog als auch einen Profileintrag im einem Online-Branchenbuch empfehlen.



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