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Die wichtigsten “Kauf”-Kriterien bei Membership-Sites
Peer Wandiger - 8 Kommentare - Geld verdienen, Geschäftsmodelle - Ähnliche Artikel


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Im Rahmen meiner Make Money Monday Artikelserie habe ich vor kurzem das Thema “Membership-Site” behandelt.

Immer wieder gibt es Berichte, dass solche Mitgliederseiten hohe Einnahmen abwerfen, aber natürlich ist das kein Selbstläufer.

Hinzu kommt, dass man teilweise das Gefühl hat, niemand ist bereit Geld für so etwas auszugeben.

Um ein wenig mehr Klarheit zu bekommen, habe ich 2 kleine Umfragen gestartet, die ich heute auswerten möchte.

Eure Meinung

Wer bezahlt für kostenpflichtige Informationen und was sind die wichtigsten Kriterien?

Auf diese beiden Fragen wollte ich in 2 Umfragen Antworten erhalten. Jeweils über 100 Leser haben an den Umfragen teilgenommen und die Ergebnisse sind recht interessant.

Im Folgenden werte ich diese beiden Umfragen aus.

Würdest du grundsätzlich Geld für eine Membership-Site ausgeben?

Die erste Umfrage geht der Frage nach, wer überhaupt bereit ist Geld für eine Membership-Site zu bezahlen.

Natürlich sind 156 Teilnehmer keine statistisch belastbare Basis, aber ich denke, dass die Ergebnisse schon recht repräsentativ sind.

Würdest du grundsätzlich Geld für eine Membership-Site ausgeben?

  • Nein (43%, 67 Stimmen)
  • Ja (37%, 57 Stimmen)
  • Weiß nicht (20%, 32 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 156 (1 Stimmen)

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43% sagen zwar, dass sie kein Geld für Membership-Sites ausgeben würden, aber immerhin 37% wären grundsätzlich dazu bereit. Das ist etwas mehr als ein Drittel und wirklich eine ausreichend große Zielgruppe.

20% sind sich nicht sicher, wobei es hier sicher vom jeweiligen Einzelfall abhängt.

Ich finde das Ergebnis auf jeden Fall ermutigend. Es scheint auch in Deutschland durchaus eine Basis für Membership-Sites zu geben.

Allerdings schwankt dies mit Sicherheit von Zielgruppe zu Zielgruppe. Man sollte im Einzelfall analysieren, wie es bei der eigenen Zielgruppe aussieht, bevor man so etwas erstellt und dann will es doch keiner.

Was sind die entscheidenden Kriterien für eine Mitgliedschaft?

Etwas konkreter wurde es dann in der zweiten Umfrage. Hier ging es um die wichtigsten Entscheidungskriterien für eine mögliche Mitgliedschaft.

Was sind also die wichtigen Argumente, wenn es darum geht Geld für eine Membership-Site auf den Tisch zu legen.

Insgesamt 7 Kriterien hatte ich vorgegeben und es gab eindeutige “Gewinner”.

Was sind die entscheidenden Kriterien für eine Mitgliedschaft.

  • Thema und Qualität der Inhalte (81%, 83 Stimmen)
  • Preis (60%, 61 Stimmen)
  • Ruf/Image des Anbieters (44%, 45 Stimmen)
  • Art der Inhalte (neben Text auch Video, Audio etc.) (42%, 43 Stimmen)
  • passende Zahlungsart (27%, 28 Stimmen)
  • direkter Kontakt zum Anbieter (1:1 Coaching) (20%, 20 Stimmen)
  • vorhandene Community (18%, 18 Stimmen)

Teilnehmerzahl: 102 (7 Stimmen)

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Das Thema der Membership-Site und die Qualität der Inhalte sind den meisten der 102 Teilnehmer am wichtigsten. Immerhin 81% halten dieses Kriterium für entscheidend.

Das ist auch nicht sehr verwunderlich, denn das ist ja der Kern einer solchen Membership-Site.

Allerdings ist es gar nicht so einfach, diese den potentiellen Kunden vorher zu kommunizieren. Den Inhalt selber kann man noch recht gut darstellen, die Qualität wird da schon schwerer.

Hier kommt es für Anbieter von Membership-Sites darauf an, Inhalt und vor allem Qualität der Zielgruppe ausreichend vermitteln zu können.

Dahinter folgt mit 60% der Preis. Dies zeigt, dass für die Mehrheit der User der Preis schon recht wichtig ist. Umgekehrt könnte man daraus aber auch schließen, dass 40% der User nicht so sehr auf den Preis schauen und man durchaus hochpreisige Mitgliedschaften erfolgreich anbieten kann. Dafür müssen aber sicher andere Faktoren, wie die eben genannte Qualität, passen.

Der Ruf des Anbieters bzw. dessen Image liegt mit 44% auf Platz 3. Ich denke, dass dies auch sehr viel mit der Qualität der Inhalte zu tun hat. Vertraut man jemandem, dann ist man sich auch sicherer, dass die Membership-Site den Versprechungen gerecht wird.

Mit 42% knapp dahinter folgt “Art der Inhalte”. Vielen Usern ist schon wichtig, welche Art Premium-Inhalte sie bekommen. Man sollte bei seiner Zielgruppe vorher auf jeden Fall ermitteln, welche Medien diese bevorzugt.

Die drei Kriterien “passende Zahlungsart” (27%), “direkter Kontakt zum Anbieter” (20%) und “vorhandene Community” (18%) scheinen dagegen weniger wichtig zu sein, können im Einzelfall aber positive Zusatzeffekte haben.

Abschließend kann man feststellen, dass es vor allem auf die Inhalte ankommt und man deren Qualität der Zielgruppe im Vorfeld ausreichend deutlich vermitteln muss. Welches Preismodell man dann wählt, hängt von der eigenen Zielgruppe ab. Es scheinen sowohl Niedrigpreismodelle (mit vielen Nutzern), als auch Hochpreismodelle (mit wenig Nutzern) möglich zu sein.

Geld ausgeben für Know How?

Ich denke, dass dies die Grundfrage ist, die unter anderem beim Thema “Membership Sites” eine Rolle spielt.

Als Internetnutzer ist es man es aus der Vergangenheit einfach gewöhnt, alle Informationen kostenlos zu bekommen. Man hat maximal noch mit Werbung oder seinen persönlichen Daten (z.B. Newsletter) “bezahlt”.

Ich denke nicht, dass sich dies in der Zukunft dramatisch ändern wird. Aber die Erkenntnis unter anderem aus diesen Umfragen ist, dass zumindest ein Teil der Internetnutzer grundsätzlich schon bereit ist, Geld für Know How zu bezahlen.

Allerdings muss das Angebot dann schon etwas besonderes sein und ein paar Voraussetzungen, wie ein guter Ruf des Anbieters, die Qualität der Inhalte und der Preis stimmen.


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
8 Kommentare und Trackbacks zu 'Die wichtigsten “Kauf”-Kriterien bei Membership-Sites'

Kommentare zu 'Die wichtigsten “Kauf”-Kriterien bei Membership-Sites' mit RSS

  1. 1 seo-diaries kommentierte am 24.07.2012 um 12:53 Uhr

    Man darf nur nicht vergessen, dass man mit einer Membership-Site nicht sofort das große Los gezogen hat und das Geld von alleine (wieder) rein fließt. Auch so eine Seite muss promoted und entsprechend vermarktet werden.

    Leider gibt es immer noch zu viele Leute, die das anders sehen und auf den schnellen Geldregen hoffen. Bitter ist der Moment, wenn die Realität eintritt.

  2. 2 MikeD kommentierte am 24.07.2012 um 13:35 Uhr

    Da wir ja alle sehr einfach im Internet immer und überall kostenlos an Informationen kommen, ist es in meinen Augen sehr schwer mit kostenpflichtigem Inhalt Geld zu verdienen. Wenn ich mich jetzt selbst als durchschnittlichen Internetnutzer betrachte, müssten zwei Dinge gegeben sein, damit ich bereit wäre für Inhalte zu zahlen: 1) Informationen mit von sehr hoher Qualität und stehts aktuell. Und 2) Die wesentlichen Keyinfos stark zusammengefasst – kein Informationsoverkill – weitere Detailinformationen nur auf Wunsch. Alles in allem sehe ich das Thema jedoch sehr kritisch um damit eine wirklich gutes Geschäftsmodell zu etablieren.

  3. 3 Andreas kommentierte am 24.07.2012 um 22:37 Uhr

    Sehr schöner Artikel Peer, ich finde das Thema Membership-Sites wird immer interessanter. Aber ich vermute es braucht auch noch etwas Zeit bis mehr Personen bereit sind im Internet zu bezahlen.

  4. 4 Carsten kommentierte am 25.07.2012 um 09:05 Uhr

    Ich persönlich sehe einen Memberbereich eher kritisch und zwar aus folgendem Punkt: Meistens will man ja den freien Bereich weiter beibehalten. Aber dann kommt man irgendwann zwangsläufig zu dem Problem, dass man entscheiden muss, was Premium-Content ist und was nicht. Und dadurch leidet am Ende definitiv der freie Content.

    Warum ist dies ein Problem? Ganz einfach: Am Anfang wissen die Stammleser die Qualität des Autors zu schätzen und so treten sie dem Memberbereich bei.
    Wenn aber der freie Content an Regelmäßigkeit und Qualität abnimmt, werden irgendwann keine neuen Member-Kunden hinzukommen. Durch die natürliche Fluktuation muss man aber für neue Kunden sorgen, um den Kundenstamm aufrecht zu erhalten. Dies funktioniert dann aber nicht mehr. Auch das qualitativ hochwertige Archiv von vor 3 Jahren nützt dann nicht mehr so viel, da potentielle Member-Kunden vorallem die aktuellen Artikel lesen.

    Es gibt dafür auch genügend Beispiele. So gibt es z.B. einen bekannten Blogger aus dem Affiliate-Bereich, der einen Memberbereich eingeführt hat. Ich vermute mal, dass er auch viele Abonennten haben wird. Mittlerweile hat der freie Content gegenüber zu früher aber so sehr an Qualität abgenommen, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass ein neuer Leser sich dort noch ein Abo kaufen würde.

    Vielleicht irre ich mich ja auch und die Mund zu Mund Propaganda sorgt schon alleine für Neukunden. Das kann ich mir aber ehrlich gesagt nicht so wirklich vorstellen.

  5. 5 VictorAusParis kommentierte am 25.07.2012 um 09:50 Uhr

    Sehr schöner Artikel Peer.

    In ein paar Jahre sollen wir für wertwürdige Informationen mehr bezahlen müssen.
    Eine gute Seite braucht keine Vermarktung, und kann mit richtig bedachten Entscheidungen Erfolg haben.

    Grüsse aus Paris!

  6. 6 Vladislav kommentierte am 25.07.2012 um 11:44 Uhr

    Hi Peer,

    vielen lieben Dank für die Zahlen! Ich denke auch, dass die schon repräsentativ sind.

    Da ich ja ein Befürworter von Membership-Sites bin, freue ich mich zu sehen, dass immerhin mehr als ein Drittel dafür sind. Ich denke einfach, dass man bereit sein sollte, für gutes, kompaktes Know-How Geld auszugeben (und das tue ich auch).

    Wie es Andreas schon sagte, vielleicht braucht es einfach noch seine Zeit, damit die Zahl noch weiter steigt. Ich vermute, das war z.B. mit PayPal genau so.

    Viele Grüße
    Vladislav

  7. 7 Roberto kommentierte am 29.07.2012 um 01:39 Uhr

    Abend Peer,
    ich hatte auch mal mit dem Gedanken gespielt eine Art Membership Seite zu erstellen, nur mit dem feinen Unterschied das für alle der Inhalt ersichtlich ist, die einen mit nerviger Werbung und die anderen komplett Werbefrei. Für nen obulus von 1€ pro Monat, da machts dann halt die Masse. Zwischenzeitlich hat sich das aber wieder aus den Augen verloren..

  8. 8 Lothar kommentierte am 29.07.2012 um 10:47 Uhr

    Hallo Peer,
    Ich denke, das Mißtrauen der Internet-User, etwas zu kaufen, beruht möglicherweise auf Erfahrungen, sie sie schon gemacht haben. Ich möchte mich da auch mit einbeziehen. Viele Info-Produkte sind ihr Geld einfach nicht wert. Wenn ich dagegen die kostenlosen und hochwertigen Infos auf deinen Blogs gegenüber stelle: da liegen doch Welten dazwischen. Man sehe sich doch mal um, was einem an kostenlosem ebook-Schrott so nachgeworfen wird. Sorry, ich kann nicht anders! Ich habe nur sehr wenige ebooks gesehen, die ihr Geld wirklich wert waren. Was soll es auch schon sein, wenn es gerade mal 10 Euro kostet.



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