‘ScreenGuide’ und ‘der webdesigner’ – Fachzeitschriften-Reviews

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ScreenGuide und der webdesigner - Fachzeitschriften-ReviewsWebdesigner und Webentwickler können sich über mangelnden Lesestoff nicht beklagen.

Trotz Internet und den damit kostenlos erhältlichen Informationen auf tausenden Websites, gibt es mehr als ausreichend Know How im klassischen Print-Format.

Heute möchte ich zwei Fachzeitschriften vorstellen, die sich speziell an Webdesigner und Webentwickler richten.

ScreenGuide

Seit ein paar Ausgaben heißt das ehemalige Webstandards-Magazin nun ScreenGuide. Ob das ein besserer Name ist sei mal dahingestellt, zumal ich das schon im Review der vorherigen Ausgabe thematisiert habe.

Auf jeden Fall ist das Heft optisch etwas ansprechender geworden. Kann die aktuell Ausgabe auch inhaltlich überzeugen?

23 Artikel enthält die Nummer 15, was sich schon mal nach viel Inhalt anhört. Bedenkt man allerdings, dass das Heft effektiv nur 96 Seiten hat und davon 15 Seiten für Editorial, Inhaltsverzeichnis, News, Stellenmarkt & Marktplatz und 8 Seiten für die zusätzlichen Inhaltsverzeichnisse der 4 Hauptrubriken im Heft draufgehen, bleiben relativ wenige Seiten für die Inhalte.

Es gibt zwar insgesamt nur rund 3 Seiten Werbung (was erschreckend wenig ist), aber trotzdem verteilen sich die 23 Artikel auf gerade mal 70 Seiten. Das führt dazu, dass ein paar Artikel 4-5 Seiten lang sind, die meisten aber nur 3 oder sogar 2 Seiten umfassen.

Neben interessanten und ausführlichen Artikeln (z.B. über Marketing mit Facebook oder der Artikel über die Urheberrechte) gibt es eben auch relativ kurze und damit oberflächliche Artikel. So ist der Artikel über den Relaunch von bundesregierung.de nicht mehr als ein Einblick und der Pinterest-Artikel ebenfalls nicht uninteressant, aber doch ausbaufähig.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen, die aktuelle Ausgabe von ScreenGuide hat viele interessante Themen und auch wirklich lesenswerte Artikel. Aber gerade als Magazin für die Praktiker kommt genau diese Praxis in manchen Artikeln meiner Meinung nach zu kurz.

Der Artikel über Linkaufbau ist dafür ein Beispiel. Gute und wichtige Grundlagen, aber wenig wirkliche Tiefe.

Andere Artikel haben mir gut gefallen, so dass für Webdesigner und -entwickler doch einiges nützliches dabei ist. Trotzdem finde ich die aktuelle Ausgabe steigerungfähig und hoffe, dass man im nächsten Heft vielleicht ein paar weniger Artikel, aber dafür längere veröffentlicht.

Das Heft kostet 7,80 Euro. Online finden sich Inhaltsverzeichnis und Leseprobe.

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der webdesigner

Seit einer Weile gibt es das Magazin “der webdesigner“. Auch wenn es nirgends steht, so bin ich mir doch relativ sicher, dass es sich dabei um ein englisches Originalformats handelt, dass nun für den deutschen Markt übersetzt und sicher auch etwas angepasst erscheint.

Dafür spricht auch das typische englische Format, was nicht A4 ist, sondern etwas breiter (29,7 x 23 cm) .

Auf 112 Seiten plus Umschlag gibt es insgesamt 13 Artikel plus einer Kolumne, News, einer Buchrezension und 2 Webgalerien mit Screenshots von besonders schönen und inspirierenden Websites.

Das macht effektiv (nach Abzug der Werbung) 80 Seiten für 13 Artikel. Entsprechend ausführlich und detailliert sind diese dann auch ausgefallen.

So wird z.B. auf 6 Seiten die Kombination aus Online-Shop und CMS beschrieben und auf 7 Seiten die Nutzung von Web Fonts mit CSS3.

Die Artikel sind größtenteils sehr praktisch gehalten und mit vielen Beispielen und konkreten Codeschnipseln erläutert. Als Webdesigner und -entwickler kann man viele der Tipps deshalb direkt nachmachen.

Persönlich fand ich unter anderem den Artikel “Die besten Tipps für PHP” gut. Auf 8 Seiten gibt es darin kleine PHP-Hacks und -Tipps für Fortgeschrittene. Generell muss man sagen, dass sich das Heft eher an Fortgeschrittene richtet, auch wenn Einsteiger sicher ebenfalls lesenswertes im Heft finden.

Mit 12,95 Euro ist “der webdesigner” allerdings auch deutlich teurer und mit Sicherheit kein Schnäppchen. Online gibt es das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe.

Fazit

Im Gegensatz zum ScreenGuide ist “der webdesigner” wirklich sehr Praxisnah. Dafür fehlen die eher allgemeinen Artikel, die bestimmte Zusammenhänge erläutert, Entwicklungen aufzeigen oder z.B. rechtliche Aspekte erläutern.

Während ScreenGuide also eher für den Vorgesetzten oder Projektleiter geeignet ist, richtet sich “der webdesigner” eher an den Designer oder Programmierer, der direkt an einer Website arbeitet.

Für selbständige Webdesigner sind beide Hefte interessant, da man sich ja sowohl mit den allgemeinen Entwicklungen und Zusammenhängen beschäftigen muss, als auch für die Umsetzung verantwortlich ist.

Mir persönlich habt von den beiden Heften aber “der webdesigner” besser gefallen.


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Kommentare

  1. meint

    Die lange Suche hat ein Ende, vielen Dank :-)

    Wie oft habe ich schon an Zeitschriftenregalen gestanden und diese gesenkten Hauptes wieder verlassen.

    Hab gleich ein Mini-Abo zum Testen bestellt…

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