Wertvolle Empfehlungen – Interview mit dem Startup SagMalWer.de

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Wertvolle EmpfehlungenEmpfehlungen sind heute wichtiger denn je. Gerade in Branchen, in denen die Nachfrage höher ist als das Angebot.

Ein Internet-Startup für Empfehlungen habe ich deshalb interviewt und Einblicke in die Entstehung und Vermarktung des Projektes erhalten.

Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Interview.

Guten Tag Herr Pistner. Bitte stellen Sie sich meinen Lesern vor.

Mein voller Name ist Manuel Pistner und ich bin Geschäftsführer von Bright Solutions, dem Unternehmen, das ich 2006 voller Enthusiasmus für Software- und Webprojekte gegründet habe.

Das Web und dessen Möglichkeiten haben mich bereits in den frühen Anfängen meines Informatikstudiums an der TU Darmstadt begeistert.

Auf der ständigen Suche nach neuen und innovativen Ideen, liebe ich gute und somit nachhaltige Projekte und habe mich somit vor mehr als einem Jahr dazu entschlossen, SagMalWer.de als Empfehlungsportal ins Leben zu rufen.

Sie haben vor kurzem sagmalwer.de gestartet? Worum geht es dort genau?

SagMalWer.de setzt beim Finden von neuen Mitarbeitern, Immobilien und seltenen Waren auf Empfehlungen aus sozialen Netzwerken. Suchanfragen werden mit einer vom “Suchenden” frei wählbaren Erfolgsprovision ausgeschrieben. Diese Provision wird dann an den Empfehlenden ausgezahlt, wenn die Empfehlung vom “Suchenden” als erfolgreich freigegeben wird.

Ein Besucher der Seite kennt vielleicht jemanden der die Suche bedienen kann und empfiehlt seinen Kontakt auf diese Anfrage. Hat dieser empfohlene Kontakt ebenfalls Interesse, kann er sich beim Suchenden über SagMalWer.de melden.

Als besonderen Anreiz kann der Empfehlende die ausgeschriebene Provision mit seinem Kontakt bei Erfolg teilen.

3. Welche Rolle spielen nach Ihrer Erfahrung Empfehlungen in der heutigen Business-Welt?

Bereits heute wird ein großer Teil der Stellen über Mitarbeiter-Empfehlungsprogramme besetzt sowie arbeitssuchende Freunde und Bekannte auf Jobs empfohlen. Gleiches gilt natürlich für Wohnungssuchen und alle die Bereiche, in denen die Nachfrage groß und das Angebot verhältnismäßig klein ist.

Mittelfristig werden dadurch Empfehlungen aus dem sozialen Umfeld gerade für die Bereiche Jobs und Immobilien noch wesentlich wichtiger werden, da das Angebot an Fachkräften und städtischen Immobilien ständig sinkt bzw. die Nachfrage überproportional steigt.

Wie ist die Idee zu sagmalwer.de entstanden?

Sehr oft bekommen wir bei Bright Solutions Anfragen, ob wir denn nicht einen freien Entwickler für ein Projekt haben oder jemanden kennen, der für diesen Job zur Verfügung steht. Dieses Szenario ist das perfekte Muster für SagMalWer.de.

Zur etwa gleichen Zeit habe ich an einer Ampel einen ausgedruckten Zettel mit “Abreißnummern” entdeckt, der sinngemäß eine Anfrage nach einer Wohnung enthielt und für eine erfolgreiche Empfehlung 300€ zahlen würde. Klar ist, dass damit der Makler umgangen werden soll. Der Kunden war jedoch bereit zu bezahlen, allerdings möchte er den Wert selbst bestimmen.

Das genau ist einer der Vorteile von SagMalWer für Suchende. Durch diese beiden “Begegnungen” wurde die Grundidee zu SagMalWer.de geboren.

Was sind die Vorteile für die “Suchenden”? Warum sollte man auf sagmalwer.de nach Empfehlungen fragen?

Hier sind primär die folgenden 3 Vorteile zu nennen.

  1. Der Suchende bezahlt nur bei Erfolg. Es fallen keine Pauschalen ohne Erfolg an und es besteht absolute Kostentransparenz.
  2. Der Suchende kann selbst bestimmen, wie hoch die Erfolgsprovision sein soll. Diese kann er im Verlauf der Anfrage nach oben korrigieren um einen höheren Anreiz für die Empfehlenden zu schaffen.
  3. Die Anfrage verbreitet sich über unsere Social Media Strategie und die Empfehlungen der User in ihrem sozialen online Umfeld wesentlich schneller als über herkömmliche Job- oder Immobilienportale.

Was kostet der Service bzw. was kann man verdienen?

Ohne eine erfolgreiche Empfehlung ist SagMalWer.de kostenlos und damit ohne finanzielles Risiko einzusetzen. Bei erfolgreicher Vermittlung wird lediglich die ausgeschrieben Provision fällig, die man jedoch frei wählen kann.

Dazu kommt ein prozentualer Anteil an SagMalWer.de, womit wir die Marketingaktionen bewerben, um für ausreichend Empfehlungen zu sorgen. Aktuell liegt dieser SagMalWer.de Anteil in diesem Jahr jedoch noch bei 0%.


Wie verlief der Aufbau und der Start von Aufbau von sagmalwer.de? Gab es bestimmte Herausforderungen bei der Umsetzung Ihrer Idee?

Die größte Herausforderung war natürlich die initiale Idee in ein wasserdichtes und standhaftes Konzept umzuwandeln. Dazu war es sehr oft nötig, die Begeisterung, die hin und wieder blind macht, auszublenden und das Thema sehr nüchtern von allen Seiten zu beleuchten.

Auch während der Entwicklung gab es immer wieder Hürden, wodurch das Konzept nochmal geringfügig angepasst werden musste. Da wir solche Projekte in der täglichen Arbeit bei Bright Solutions jedoch zu genüge kennen, war es mehr Gewohnheit als eine große Herausforderung das Konzept letztendlich in die eigentliche Umsetzung zu geben.


Wie vermarkten Sie Ihre Website? Was funktioniert gu t und was weniger gut?

Aktuell sind wir noch in er Anfangsphase und probieren noch, was gut funktioniert und was nicht.

Facebook und Google sind natürlich zum aktuellen Zeitpunkt unsere Hauptwerbeplattformen. Wir wollen jedoch noch weitere Onlineangebote evaluieren, um dort innerhalb unserer Zielgruppe “der Empfehlenden” auf SagMalWer.de aufmerksam zu machen.

Die Zielgruppe “der Suchenden” ist dabei sehr einfach zu überzeugen, da das Einstellen einer Anzeige auf SagMalWer.de mit keinerlei Kosten ohne Erfolg verbunden ist. Hier funktioniert das Direktmarketing nahezu reibungslos.


Welche Pläne haben Sie für sagmalwer.de? Was erwartet uns da in Zukunft?

SagMalWer.de soll sich zunächst für die Bereiche Jobs und Immobilien als Plattform behaupten, die bei der Rekrutierung hauptsächlich auf soziale Netzwerke setzt.

Wir wollen noch dieses Jahr 3 große Partner gewinnen, die ihre Stellen über SagMalWer.de ausschreiben.

Außerdem sind wir mit einigen Investoren in Verhandlung und möchten durch zusätzliches Kapital weitere Marketingkapazitäten aufbauen um ein schnelles Wachstum in der Anfangsphase zu erreichen.


Zum Schluss würde ich mich über Ihre wichtigsten Tipps für Online-Startups freuen.

Ein guter Plan ist mehr als die halbe Miete. Auch wenn die Begeisterung anfangs noch so groß ist sollte man lieber eine Nacht mehr über der Idee verbringen und das Konzept ausreifen lassen.

Feedback von “Außenstehenden” ist dabei extrem wichtig. Man sollte demnach möglichst schnell mit einer Betaversion online gehen, um das Konzept öffentlich in Frage zu stellen. Nur so bekommt man realistisches Feedback, das man in das Produkt einfließen lassen sollte.

Sammelt man dieses Userfeedback nicht ein, baut das gesamte Produkt nur auf Vermutungen auf, die nie bestätigt wurden. Das kann einen schnell Kopf und Kragen kosten.


Danke Herr Pistner

für die interessanten Einblicke und Tipps.


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Kommentare

  1. meint

    Vielen Dank für dieses sehr interessante Interview. Wenn ich in Zukunft mal jemanden suche, werde ich mit Sicherheit an SagMalWer denken!

  2. meint

    Die Idee ist ja nicht schlecht, einerseits. Andererseits finde ich die Entwicklung schon etwas merkwürdig, denn den guten Tipp zu einer Wohnung o.ä. in der Nachbarschaft, zuvor umsonst und frei Haus an nette Leute, Freunde und Bekannte abgegeben, verticke ich jetzt bei “GibMalHer”, äh, ne, “SagMalWer”. Ist schon komisch, oder?

  3. meint

    Ich finde die Idee schon gut, Empfehlungsprämie halt mal branchenübergreifend.
    Was ich nicht rausfinden konnte: dürfen denn auch Unternehmen Gesuche einstellen und Prämien ausloben? Info dazu wäre super

  4. Christian meint

    Ich bin gespannt, wie die Jungs das typische Henne + Ei-Problem solcher Geschäftsmodelle lösen. Gibt es dazu auch ein Konzept? Würde mich sehr interessieren, wie das sinnvoll zu lösen ist.

    Falls der Interviewte sich äußern möchte, noch eine Frage:
    Warum derzeit noch 0% Provision für euch, was ist der Gedanke dahinter?

    Ansonsten sehe ich ein großes Problem (oder sagen wir lieber: Herausforderung) für das Startup:

    Es ist bisher nicht klar, wer von dem Geschäftsmodell überhaupt profitiert. Das Design und der Slogan unter dem Logo verraten zumindest, an wen sich die Seite richtet: An Leute, die Empfehlungen aussprechen. Ich wage zu behaupten, dass das jedoch die unwichtigsten Personen in der Gleichung sind. Warum?

    Die Idee einer Empfehlung ist, dass ich dem Auftraggeber eine in meinen Augen geeignete(!) Person empfehle. Wenn ich z. B. von jemandem höre, dass er einen Datenbanken-Programmierer sucht, fällt mir dazu genau eine Person ein, die ich weiterempfehlen würde. Mein “soziales Netzwerk” muss ich dazu gar nicht erst konsultieren. Je spezifischer der Job, desto gezielter kenne ich einzelne Personen, die ich weiterempfehlen könnte.

    Die für den Auftraggeber GEEIGNETE Empfehlung ist also die direkte Empfehlung und nicht der Umweg über das soziale Netzwerk. Die UNGEEIGNETE Empfehlung – für den Empfehler jedoch die lukrativste – ist, dass man einfach eine Nachricht in sein soziales Netzwerk rauspustest und der Dinge harrt, die sich so entwickeln (die Webseite empfiehlt sogar diese Taktik!).

    Die logische Konsequenz ist, dass die Empfehlung völlig Banane ist. Es ist dadurch eben NICHT gewährleistet, dass es sich um eine sinnvolle Empfehlung handelt. Das müssen Auftraggeber und zukünftiger Angesteller selbst herausfinden.

    Die eigentliche Arbeit und das eigentliche Problem – qualifizierte Leute finden – bleibt also erneut beim Auftraggeber hängen, was SagMalWer zu einer reinen Jobbörse macht, die es schon hundertfach gibt – nur dass das Marketing für SagMalWer gewissermaßen Social Media mit einbezieht. Es existiert für Auftraggeber jedoch kein Mehrwert, eher sogar ein Nachteil, weil man am Ende den Empfehler bezahlen muss, der jedoch zu dem ganzen Spiel gar nichts Qualifiziertes beigetragen hat.

    Das jetzige Modell fokussiert den Empfehler, doch der wird vor allem versuchen, das System zu “gamen”, um Geld zu machen.

    Wie dem auch sei. Das ist alles nur Herumgelaber. Am Ende zählt, ob das Startup irgendwem etwas nützt und profitabel ist. Die Gründer sind diejenigen, die das Geschäftsmodell hoffentlich genügend getestet und validiert haben.

    Zwei Hinweise noch an die Gründer:
    1. Rechtschreibung nochmal kontrollieren. “Erhälst” -> “erhältst” usw.
    2. Text ist zu klein und der Textkörper ist zu breit. Das liest so kein Mensch durch. 10-15 Wörter pro Zeile max.

  5. Christian meint

    Ergänzung:

    Ich sehe noch ein zweites Problem. Das Startup ist zu unspezifisch. Jobs, seltene Waren, Dienstleistungen haben miteinander nicht viel zu tun. Es wäre eine langfristige Strategie, die Empfehlungen auf andere Bereiche auszuweiten und mit einem Bereich zu beginnen. Derzeit führt das in meinen Augen nur zu Verwirrung.

    Noch ein Hinweis:
    Es fehlt auf den ersten Blick die Stadt, in der die Ware/der Job benötigt wird. Derzeit muss ich immer auf das Angebot klicken, was sehr aufwändig ist.

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