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Verkauf von Internetprojekten – Was ist zu beachten?
Florian Skupin - 16 Kommentare - Geld verdienen, Geschäftsmodelle - Ähnliche Artikel


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Ihr kennt es vielleicht selbst. Im Laufe der Zeit haben sich zahlreiche Internetprojekte bei euch angesammelt, für die ihr eigentlich gar nicht mehr so richtig Zeit habt und die in der Konsequenz so “vor sich hin vegetieren”.

Eine Möglichkeit, mit eurem vermeintlich toten Internetprojekt noch ein wenig Geld zu verdienen, wäre der Verkauf des Internetprojekts an einen entsprechenden Interessenten, der momentan mehr Kapazitäten hat, das Projekt wieder zum Erfolg zu führen.

Oder vielleicht habt ihr euch auch darauf spezialisiert, eigene Projekte aufzubauen bzw. neu gekaufte Projekte auszubauen und dann wieder gewinnbringend zu veräußern – auch in diesem Fall sollte ein Verkauf der Internetprojekte euer Ziel sein.

Aber was muss man an dieser Stelle eigentlich beachten? Wie lässt sich ein Kaufpreis berechnen? Und wo lauern die Fallen für Käufer und Verkäufer?

Darauf soll die kommende Gastartikel-Reihe eingehen.

Auf welche Kriterien achten potentielle Käufer?

Der Verkauf eines Internetprojektes – sei es nun ein Internetblog, ein Forum oder ein Online-Shop – klingt für Verkäuferseite zunächst einmal vermeintlich leicht – ein entsprechender Käufer muss sich allerdings ausführlich Gedanken über die Höhe seines Kaufpreis-Angebotes machen:

  • Wie sehen die aktuellen Einnahmen vom Projekt aus?
  • Gibt es feste Werbepartner, deren Werbeverträge fortgesetzt werden können?
  • Welche Arten der Monetarisierung werden auf dem Internetprojekt genutzt?
  • Wie viele Besucher hat das Projekt monatlich?
  • Welchen Pagerank und welche Suchmaschinenplatzierungen hat das Projekt?
  • Wie viel wurde bisher in Werbung für das Projekt gesteckt, sodass entsprechende weitere Kosten auf den Käufer zukommen?
  • Bestehen weitergehende rechtliche Verpflichtungen, zum Beispiel aus wettbewerbsrechtlichen Abmahnungen?
  • Liegen Lizenzen für die genutzten Fotos vor und werden diese mit übertragen?
  • Bei Online-Shops: Können die bisherigen Lieferanten-Verträge überschrieben werden?
  • Bei Online-Shops: Wie hoch ist die durchschnittliche Gewinnmarge?
  • Bei Online-Shops: Wie viele Kunden sind im Shop registriert?

Grundsätzlich ist ein Käufer eines Internetprojektes daran interessiert, sich möglichst schnell ein Bild von dem Potential des angebotenen Projektes machen zu können. Ihr tut also gut daran, wenn ihr im Rahmen eures Verkaufsangebotes all diese Informationen euren potentiellen Käufern bereits zur Verfügung stellt, damit es nicht großartig zu Nachfragen kommt.

Wo kann ich mein Internetprojekt verkaufen?

Habt ihr erst einmal die grundlegende Angebotsbeschreibung für den Verkauf von eurem Internetprojekt fertig gestellt, so stellt sich grundlegend die Frage: Wo kann ich mein Projekt eigentlich zum Verkauf anbieten?

Die hierfür zur Verfügung stehenden Möglichkeiten sollen im Folgenden vorgestellt werden:

Direkt-Verkauf an Mitbewerber:
Unter Umständen werdet ihr von einem eurer Mitbewerber direkt angeschrieben, ob ihr nicht Interesse daran habt, euer Projekt an ihn zu verkaufen mit dem Ziel, dass dieser seiner Marktposition ausbauen kann.

Ich selbst habe das einmal im Rahmen meiner Tätigkeit erlebt und muss sagen, dass es sich um eine problemlose Verkaufsabwicklung gehandelt hat, weil der Mitbewerber natürlich auch großes Interesse daran hat, das entsprechende Projekt möglichst schnell zu übernehmen.

Allerdings ist in der Regel durchaus Luft zwischen dem von ihm angebotenen Preis und einem realistischen Marktpreis – dazu aber später mehr.

Internet-Auktionshäuser:
Eine weitere Möglichkeit des Projektverkaufes besteht darin, euer Angebot in Internetauktionshäusern wie beispielsweise eBay einzustellen.

Ich persönlich nutze eBay sehr gerne – allerdings nur zum Kaufen, denn die dort erzielten Verkaufspreise für Internetprojekte sind meiner Erfahrung nach viel zu gering, sodass man als Käufer dort ein gutes Schnäppchen machen kann, ich aber nie auf die Idee kommen würde, meine eigenen Projekte über solch eine Seite abzusetzen, sofern sie einigermaßen gewinnbringend sind und nicht “verramscht” werden sollen.

Internet-Foren:
Im Internet existieren zahlreiche Webmasterforen, in denen es Kleinanzeigen-Bereiche gibt, wo ihr eure Projekte anbieten könnt. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrung mit den Foren von webmasterpark.net und ayom.com gemacht – hier werden realistische Preise geboten und die Kommunikation ist sehr angenehm, weil sich in der Regel (häufig anders als bei Auktionshäusern…) beide Seiten mit dem Ablauf der Transaktion sehr gut auskennen.

Für den Fall, dass ihr ein Internetblog verkaufen möchtet, kann ich euch zudem die Plattform bloggerjobs.de für entsprechende kostenlose Anzeigen empfehlen.

Verkaufsplattformen für Internetprojekte:
Im Internet gibt es mittlerweile immer mehr Plattformen, auf der ihr euer Internetprojekt professionell zum Verkauf anbieten könnt.

An dieser Stelle ist beispielsweise SEDO als Vermittler von Internetprojekten zu nennen, aber auch kleinere Anbieter wie beispielsweise SuGoX.de, Mabya.de oder Sitedeal.de sind mittlerweile mit einer ganzen Anzahl an zu vermittelnden Internetprojekten am Start.

Wie berechne ich den Wert eines Internetprojektes?

Habt ihr erst einmal die grundlegenden Sachen für euer Verkaufsangebot abgeklärt, so stellt sich natürlich die alles entscheidende Frage: Was ist mein Internetprojekt eigentlich Wert?

In der Praxis findet man viele verschiedene Arten der Berechnung eines Internetprojektes, von denen ich an dieser Stelle einige vorstellen möchte:

Berechnung über monatliche Einnahmen
In vielen Fällen findet man bei Verkaufsangeboten eine Kaufpreis-Berechnung über einen Multiplikator der monatlich erzielten Einnahmen.

Der Multiplikator der monatlich erzielten Gewinne liegt in der Regel hierbei zwischen 12 und 36 – je nach Kurzlebigkeit des Projektes.

Was ist genau mit „Kurzlebigkeit“ gemeint?

Nun ja, in Zeiten von Penguin & Co kann es passieren, dass sich ein Projekt ganz schnell selbst die Existenzgrundlage nimmt. Besteht das monatliche Einkommen beispielsweise rein aus einer Werbebuchung, die über eine Direktvermarktung zustande gekommen ist und an das Fortbestehen eines bestimmten Mindest-Pageranks der eigenen Internetseite gebunden ist, so ist die Gefahr an dieser Stelle natürlich viel höher, dass die Einnahmequelle wegfällt, als wenn man beispielsweise auf einen ganzen Blumenstrauß an Einnahmequellen zurückgreifen kann.

Ebenso macht es natürlich auch einen Unterschied, wie lange eine Internetseite schon am Markt ist. Dies ist insbesondere bei Online-Shops und den daraus resultierenden Lieferanten-Beziehungen von großem Interesse.

Eine reine Berechnung des Projektwertes über die bisherigen Einnahmen führt in der Regel allerdings zu zu niedrigen Kaufpreis-Forderungen, da das entsprechende Potential eines Internetprojektes nicht mit eingepreist wurde.

Berechnung des Wertes über Kundendaten
Eine andere Berechnungsmethode, die sich häufig im Internet findet, ist eine Berechnung des Kaufpreises über die Anzahl der Kundendaten, also beispielsweise die registrierten Nutzer eines Online-Shops oder die Anzahl der abgegebenen Text-Kommentare in einem Internetblog.

An dieser Stelle kann ich nur zur Vorsicht raten – denn regelmäßig dürfen die bisher gespeicherten Kundendaten aus datenschutzrechtlichen Gründen beim Projektverkauf ohne vorheriges Einverständnis der Betroffenen nicht mit übergeben werden.

Anders sieht dies aus, wenn beispielsweise nicht nur ein Verkauf des Internetprojektes stattfindet, sondern eine ganze Firma gemeinsam mit dem Internetprojekt verkauft wird.

Meine Empfehlung: Eine Mischung aus erzielbaren und erzielten Einnahmen
Aus vorgenannten Gründen würde ich von einer Kaufpreis-Festlegung über die Anzahl an Kundendaten absehen, gleichwohl jedoch aber das mit dem Internetprojekt verbundene Potential – also die “erzielbaren Einnahmen” – nach eigener Abschätzung mit in den Kaufpreis einkalkulieren und diesen mit den de facto realisierten Einnahmen verknüpfen:

mtl. Erzielte Einnahmen +
Potential weiterer mtl. Einnahmen der Internetseite * Sicherheitsabschlag

Der erwähnte Sicherheitsabschlag dient an dieser Stelle dazu, einen für den Käufer realistischen Kaufpreis zu vermitteln, der die Gefahr mit einpreist, dass das mit der Internetseite verbundene Potential vom neuen Betreiber nicht vollständig gehoben werden kann. Ich habe in der Vergangenheit hier einen Sicherheitsabschlag von 40% bei der Bewertung eines Verkaufs von Internetprojekten vorgenommen und bin damit bislang immer ganz gut gefahren.

Im nächsten Artikel lest ihr

Wie der Verkauf von Internetprojekt in der Praxis am besten abgewickelt werden kann, und welche Regelungen im Rahmen eines Verkaufs getroffen werden sollten

Der Autor

Der heutige Gastartikel stammt von Florian Skupin, der seit mehreren Jahren nebenberuflich selbstständig im Internet ist und mit seinem neuesten Projekt UG Vorratsgesellschaften Existenzgründern unter die Arme greifen möchte, bei ihren Tätigkeiten im Internet möglichst schnell aus der persönlichen Haftung heraus zu kommen.

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Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
16 Kommentare und Trackbacks zu 'Verkauf von Internetprojekten – Was ist zu beachten?'

Kommentare zu 'Verkauf von Internetprojekten – Was ist zu beachten?' mit RSS

  1. 1 Steven kommentierte am 04.10.2012 um 11:40 Uhr

    Habe vor kurzem selbst ein Projekt verkauft. Die aktuellen Einnahmen waren sehr gering, aber das potenzial war/ist hoch. Das hat dann auch wohl der Käufer gesehen.

  2. 2 Emanuel kommentierte am 04.10.2012 um 13:37 Uhr

    Nun, ich habe auch momentan noch ein Projekt mit viel Potential. Es werden täglich ca 1-2EUR mit Adsense+Amazon Affiliate erwirtschaftet. Insgesamt befinden sich ca 30 Backlinks auf das Projekt (Ca 10 Stück PR2+). Es ist eine Keyword Domain mit WordPress Blog und ca 20 Artikel. Ich habe jetzt mit 1,50 * 30 * 24monate gerechnet. Ist das gerechtfertigt?

    LG

  3. 3 Juergen kommentierte am 04.10.2012 um 14:35 Uhr

    @Emanuel: Das Projekt ist immer soviel wert, wie Dir jemand dafür auch zahlt – aber es wird nicht immer in Einnahmen gemessen, sondern eben auch am Potenzial, ob es ein Trendthema ist oder ein “Evergreen”, wieviel Pflegeaufwand ist nötig uvm. was Peer im Artikel auch angesprochen hat.

    Hab auch grad ein Projekt verkauft wo fast keine Einnahmen vorhanden sind, aber dies dem Käufer dennoch 4.500 Euro wert war. Dann hatte ich im Sommer mal ein Projekt angeboten wo ich zwar 30 Euro monatliche Einnahmen hatte aber mir keiner dafür auch nur 300 Euro geben wollte… Ist also ganz verschieden.

    Wichtig ist aus meiner Sicht, dass bei einem Verkauf die Informationen zum Projekt gut aufbereitet werden (die wichtigsten Punkte sind im Artikel genannt), somit gleich alle Fragen geklärt sind und dass dem Käufer nichts verheimlicht oder sogar gelogen wird. Hab alles schon erlebt und kann mittlerweile Werte von Projekten recht gut einschätzen. Wichtig ist auch, daß der Grund des Verkaufes ehrlich angegeben wird, denn sowas will jeder wissen.

    Lustig sind oftmals die Einschätzungen von Anfängern die Ihr Projekt abstoßen wollen. Schauen kurz bei Adressio rein und wollen dann tausende Euro haben für etwas das nicht mal 50 Euro wert ist. Aber auch das andere Extrem gibts und da sind gute Schnäppchen möglich. ;)

    Ich selbst kaufe/verkaufe bei Webmasterpark, Consultdomain, auf Facebook oder als Last-Exit bei eBay. Bei Sedo habe ich persönlich noch nie was gefunden.

    LG Jürgen

  4. 4 Dirk von Marketing im Business Blog kommentierte am 04.10.2012 um 15:07 Uhr

    danke für die tipps, habe gerade zwei projekte, die ich einfach nur noch loswerden will weil kaum zeit, mal sehen ob da jemand drauf bietet. Interessant zum Beitrag wäre gewesen, (mal so als Anregung) wenn es erfahrungsberichte zur jeweiligen Plattform gegeben hätte.

  5. 5 Oliver kommentierte am 04.10.2012 um 15:32 Uhr

    @Emanuel: Größenordnung passt, die Gefahr ist ja momentan bei solchen Projekten sehr hoch, dass sie schnell absacken.

    @Gastautor: Deine UG ist doch schon eingetragen, warum steht auf der Homepage noch i.G. :)

  6. 6 markus kommentierte am 04.10.2012 um 16:45 Uhr

    Ich denke die Preisvorstellung sind nach unten wie nach oben sehr abenteuerlich. Seriöse Preisfindungen und -verhandlungen wird es erst bei großen Projekten geben.

  7. 7 Christian kommentierte am 04.10.2012 um 17:09 Uhr

    @Autor: Du schreibst im Artikel:
    “Anders sieht dies aus, wenn beispielsweise nicht nur ein Verkauf des Internetprojektes stattfindet, sondern eine ganze Firma gemeinsam mit dem Internetprojekt verkauft wird.
    -> wie ist es denn, wenn ich Einzelunternehmer bin und mein Unternehmen verkaufen will. Darf ich die Kundendaten dann mitverkaufen oder nicht?

    Ich verstehe den datenschutzrechtlichen Aspekt, frage mich aber ernsthaft, was ein Unternehmen ohne die (hoffentlich zahlenden) Kunden wert sein soll. Kannst du mich aufklären, wie das in der Praxis läuft?

  8. 8 Kurt Waldmeier kommentierte am 04.10.2012 um 17:56 Uhr

    Ich bin Gründer der Websitebörse, diese ist auch eine Plattform zum Handel mit Websites: http://www.websiteboerse.de

    Der Unterschied zu den im Text genannten Plattformen ist, dass die Websitebörse komplett kostenlos ist. Die Websitebörse ist zwar noch relativ jung, aber es wurden schon über 50 Websites inseriert! Es lohnt sich also, vorbei zu schauen.

  9. 9 Christian kommentierte am 04.10.2012 um 18:38 Uhr

    @Kurt: Warum kostenlos? Das ist an und für sich ja ‘ne noble Angelegenheit, allerdings kommts doch nicht auf ein paar Euro an, die du bei einer Transaktion abzwackst. Ich würde tendenziell sogar eher bei Plattformen etwas einstellen/kaufen, die auch irgendeine Art Geschäftsmodell haben und wo ich weiß, dass es diese auch in ein paar Jahren noch gibt. Geld/Provision verlangen erhöht eben auch die Seriösität.

  10. 10 Pierre kommentierte am 04.10.2012 um 18:40 Uhr

    Ja, wer wohl seine Arbeitszeit mit in den Verkaufspreis einrechnet, wird kein Projekt jemals verkaufen.

  11. 11 Kurt Waldmeier kommentierte am 04.10.2012 um 19:39 Uhr

    @Christian

    Das Problem in Deutschland ist, dass es keine große Plattform wie in den USA mit Flippa herausgebildet hat. Man erreicht immer nur einen kleinen Teil von Internetmarketern, außer man gibt den Verkauf über viele Kanäle bekannt. Bei kleineren Projekten addieren sich dann die Gebühren und machen einen nicht unerheblichen Teil des Preises aus.

    Erst, wenn die Websitebörse eine ausreichende Reichweite gewonnen hat, wird sie Geld kosten. Dann “lohnt” sich das Inserieren. Daher wird die Websitebörse in den nächsten Monaten erst einmal wachsen und dann gebührenpflichtig.

  12. 12 Hartwig kommentierte am 05.10.2012 um 02:30 Uhr

    Stehe diesem Blog etwas zweideutig entgegenm ich glaub man braucht immer das gewisse etwas das vl “einer” sucht um ein gutes Geschäft abwickeln zu können! Habe zu diesm Thema halbwegs Gute Erfahrungen sowie auch sehr schlechte Erfharungen mahcen müssen. Man muss sehr aufpassen das man sich nicht in die Höhle des Löwen begibt und das ganze übertreibt. Nabenbei Guter Blog dazu LG

  13. 13 Christian kommentierte am 05.10.2012 um 06:36 Uhr

    @Kurt:
    1% bei einem kleinen 80-Euro-Projekt sind auch nur 80 Cent. Du könntest es auch gestaffelt anbieten. Verkäufe unter 100€ kostenlos, darüber ein gewisser Prozentsatz Provision, evtl. gedeckelt oder so. Dazu kommt, dass du den Leuten dann wie eBay anbieten kannst:”Bis zum 12.10.2012 Projekte für 0€ einstellen!” oder sowas, auch wenn ich glaube, dass das für die meisten seriösen Verkäufer nicht relevant ist.

    Provision wird nur bei Verkauf gezahlt, nicht beim Einstellen des Angebots. Sowas ist immer etwas einfacher als die Plattform im Nachhinein zu monetarisieren.

    Noch ein Feedback zu deiner Seite, was dir vielleicht ein paar Anregungen gibt:

    Was Websitebörse fehlt, ist eine konkrete Positionierung und wirkliche Vorteile für den Käufer/Verkäufer. Deine jetzigen “Argumente” für Websitebörse sind uninteressant für den ernsthaften Verkäufer. Die Frage ist natürlich, welches Publikum du anziehen willst.

    – Kostenlos! -> Wie gesagt, wenn ich meine 80€ Seite verhökern will, sind mir 80 Cent wurscht. Wenn ich meine 10.000€-Seite loswerden will, wären 100€ in Ordnung. Ich bräuchte dann von der Plattform aber irgendeinen Mehrwert, z. B. “nur ernsthafte Angebote” oder “geprüfte Käufer”.

    – Unkompliziert! -> Ich erwarte von einer Webseite, dass sie unkompliziert ist. Das sehe ich doch selbst. Das Wort hat außerdem keine Bedeutung. Unkompliziert bedeutet für mich als ITler etwas anderes als für meine Mutter.

    – Viral! Der Verkauf wird mittels Social Media bekannt gemacht -> Daran nichts viral. Viral != Social Media. Viral ist es dann, wenn es sich von selbst verbreitet. Nur weil es automatisch bei Social Media Gedöns bekannt gemacht wird, verbreitet es sich nicht automatisch. Dazu kommt, dass der VERKAUF völlig irrelevant ist. Ich will gar nicht, dass mein Verkauf bekannt gegeben wird. Für mich als Verkäufer ist relevant, dass ich einen Käufer finde, sonst nichts.

    – Forum/Kommentare/Profil -> das verrät mir, dass die Seite kein wirkliches Alleinstellungsmerkmal hat. Diese Dinge sind sowas von Basic, dass man diese höchstens irgendwo am Ende der Liste der Vorteile erwähnen sollte.

    Was ich an deiner Stelle tun würde:

    USP herausarbeiten sowie die Zielgruppe, an die du verkaufen willst. Vorschläge:
    1. Webseites kaufen und verkaufen bis 500 €
    2. Webseites kaufen und verkaufen ab 5.000 €
    Dadurch schränkst du die Zielgruppe ein, definierst sie aber auch gleichzeitig. Gerade Nummer 1 würde gut zum Design passen. Die Farbwahl, das Logo und dieser Drache suggerieren, dass es sich um eine “günstige” Seite handelt und kein Premium-Verkauf.

    Forum: Würd ich rauswerfen. Sind sowieso keine Beiträge vorhanden. Schreib lieber einen Blog mit Tipps zum Website-Kauf oder -Verkauf und diesen auch wieder gezielt für Leute, die an Websites <500€ interessiert sind.

  14. 14 Kurt Waldmeier kommentierte am 05.10.2012 um 19:32 Uhr

    @ Christian

    Vielen, vielen Dank für dein Feedback! Dies ist mein erstes “großes” Projekt, daher ist so etwas unheimlich wichtig.

    Zunächst einmal zur Entstehung der Websitebörse: Ich wollte einige meiner Projekte verkaufen, fand aber keine geeignete Plattform. SEDO ist nur was für Domains und die anderen Plattformen in Deutschland sind ebenfalls nicht überzeugend. Ich habe mich daher entschlossen, selber eine Plattform zu erstellen. Ich bin dies zugegebenermaßen einigermaßen unprofessionell angegangen, anstatt einen Businessplan zu entwerfen, habe ich direkt die Seite programmiert. Daher kommt die ungenaue Positionierung.

    Das fehlende Startkapital war auch ein Grund dafür, dass die Websitebörse kostenlos ist. Es ist ein erheblicher rechtlicher und technischer Aufwand, die Websitebörse gebührenpflichtig zu machen, daher habe ich davor zunächst zurückgeschreckt.

    Was aber nicht ist, kann noch werden: Ich habe vor, bald Kapital zu sammeln und die juristischen Weichen für eine Gebühr zu stellen. Zunächst aber möchte ich die Websitebörse in der IM-Welt bekannt machen und für eine große Reichweite sorgen. Zum Sammeln des Kapitals ist natürlich ein Businnesplan notwendig, ich glaube, das wird mir auch helfen, eine klare Positionierung zu finden.

    Zur Einschätzung der Argumente: Du hast Recht, die Argumente sind noch nicht wirklich überzeugend :) Da die Websitebörse aber noch jung ist, fehlen Argumente wie “Die meisten inserierten Seiten” usw. Ich bin mit der Gestaltung der Startseite aber ohnehin unzufrieden, ich werde diese noch einmal komplett überarbeiten.

    Zum Thema Forum: Ich finde ein Forum eigentlich eine gute Idee, da neben Tutorials auch direkt Fragen gestellt werden können. Das Forum ist leider noch etwas tot, da ich aber den Eindruck habe, dass noch viel Klärungsbedarf im Thema Websiteverkauf besteht, glaube ich, dass Leben rein kommen kann. Ich finde die Kommunikation in einem Forum einfach viel direkter als in einem Blog.

    Übrigens: Ich habe bereits Projekte von mir auf der Websitebörse verkauft, die ursprüngliche Intention der Seite hat sich also erfüllt :D

  15. 15 Markus kommentierte am 08.10.2012 um 16:25 Uhr

    Ich finde bei Ebay kann man wirklich in Erfahrung bringen was ein Projekt für einen wert hat, auf anderen Plattformen sind die Preisvorstellungen oft viel zu hoch angesetzt.

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