Ihr kennt es vielleicht selbst. Im Laufe der Zeit haben sich zahlreiche Internetprojekte bei euch angesammelt, fĂŒr die ihr eigentlich gar nicht mehr so richtig Zeit habt und die in der Konsequenz so “vor sich hin vegetieren”.
Eine Möglichkeit, mit eurem vermeintlich toten Internetprojekt noch ein wenig Geld zu verdienen, wĂ€re der Verkauf des Internetprojekts an einen entsprechenden Interessenten, der momentan mehr KapazitĂ€ten hat, das Projekt wieder zum Erfolg zu fĂŒhren.
Oder vielleicht habt ihr euch auch darauf spezialisiert, eigene Projekte aufzubauen bzw. neu gekaufte Projekte auszubauen und dann wieder gewinnbringend zu verĂ€uĂern â auch in diesem Fall sollte ein Verkauf der Internetprojekte euer Ziel sein.
Aber was muss man an dieser Stelle eigentlich beachten? Wie lĂ€sst sich ein Kaufpreis berechnen? Und wo lauern die Fallen fĂŒr KĂ€ufer und VerkĂ€ufer?
Darauf soll die kommende Gastartikel-Reihe eingehen.
Auf welche Kriterien achten potentielle KĂ€ufer?
Der Verkauf eines Internetprojektes â sei es nun ein Internetblog, ein Forum oder ein Online-Shop – klingt fĂŒr VerkĂ€uferseite zunĂ€chst einmal vermeintlich leicht â ein entsprechender KĂ€ufer muss sich allerdings ausfĂŒhrlich Gedanken ĂŒber die Höhe seines Kaufpreis-Angebotes machen:
- Wie sehen die aktuellen Einnahmen vom Projekt aus?
- Gibt es feste Werbepartner, deren WerbevertrÀge fortgesetzt werden können?
- Welche Arten der Monetarisierung werden auf dem Internetprojekt genutzt?
- Wie viele Besucher hat das Projekt monatlich?
- Welchen Pagerank und welche Suchmaschinenplatzierungen hat das Projekt?
- Wie viel wurde bisher in Werbung fĂŒr das Projekt gesteckt, sodass entsprechende weitere Kosten auf den KĂ€ufer zukommen?
- Bestehen weitergehende rechtliche Verpflichtungen, zum Beispiel aus wettbewerbsrechtlichen Abmahnungen?
- Liegen Lizenzen fĂŒr die genutzten Fotos vor und werden diese mit ĂŒbertragen?
- Bei Online-Shops: Können die bisherigen Lieferanten-VertrĂ€ge ĂŒberschrieben werden?
- Bei Online-Shops: Wie hoch ist die durchschnittliche Gewinnmarge?
- Bei Online-Shops: Wie viele Kunden sind im Shop registriert?
GrundsĂ€tzlich ist ein KĂ€ufer eines Internetprojektes daran interessiert, sich möglichst schnell ein Bild von dem Potential des angebotenen Projektes machen zu können. Ihr tut also gut daran, wenn ihr im Rahmen eures Verkaufsangebotes all diese Informationen euren potentiellen KĂ€ufern bereits zur VerfĂŒgung stellt, damit es nicht groĂartig zu Nachfragen kommt.
Wo kann ich mein Internetprojekt verkaufen?
Habt ihr erst einmal die grundlegende Angebotsbeschreibung fĂŒr den Verkauf von eurem Internetprojekt fertig gestellt, so stellt sich grundlegend die Frage: Wo kann ich mein Projekt eigentlich zum Verkauf anbieten?
Die hierfĂŒr zur VerfĂŒgung stehenden Möglichkeiten sollen im Folgenden vorgestellt werden:
Direkt-Verkauf an Mitbewerber:
Unter UmstÀnden werdet ihr von einem eurer Mitbewerber direkt angeschrieben, ob ihr nicht Interesse daran habt, euer Projekt an ihn zu verkaufen mit dem Ziel, dass dieser seiner Marktposition ausbauen kann.
Ich selbst habe das einmal im Rahmen meiner TĂ€tigkeit erlebt und muss sagen, dass es sich um eine problemlose Verkaufsabwicklung gehandelt hat, weil der Mitbewerber natĂŒrlich auch groĂes Interesse daran hat, das entsprechende Projekt möglichst schnell zu ĂŒbernehmen.
Allerdings ist in der Regel durchaus Luft zwischen dem von ihm angebotenen Preis und einem realistischen Marktpreis â dazu aber spĂ€ter mehr.
Internet-AuktionshÀuser:
Eine weitere Möglichkeit des Projektverkaufes besteht darin, euer Angebot in InternetauktionshÀusern wie beispielsweise eBay einzustellen.
Ich persönlich nutze eBay sehr gerne â allerdings nur zum Kaufen, denn die dort erzielten Verkaufspreise fĂŒr Internetprojekte sind meiner Erfahrung nach viel zu gering, sodass man als KĂ€ufer dort ein gutes SchnĂ€ppchen machen kann, ich aber nie auf die Idee kommen wĂŒrde, meine eigenen Projekte ĂŒber solch eine Seite abzusetzen, sofern sie einigermaĂen gewinnbringend sind und nicht “verramscht” werden sollen.
Internet-Foren:
Im Internet existieren zahlreiche Webmasterforen, in denen es Kleinanzeigen-Bereiche gibt, wo ihr eure Projekte anbieten könnt. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrung mit den Foren von webmasterpark.net und ayom.com gemacht â hier werden realistische Preise geboten und die Kommunikation ist sehr angenehm, weil sich in der Regel (hĂ€ufig anders als bei AuktionshĂ€usern…) beide Seiten mit dem Ablauf der Transaktion sehr gut auskennen.
FĂŒr den Fall, dass ihr ein Internetblog verkaufen möchtet, kann ich euch zudem die Plattform bloggerjobs.de fĂŒr entsprechende kostenlose Anzeigen empfehlen.
Verkaufsplattformen fĂŒr Internetprojekte:
Im Internet gibt es mittlerweile immer mehr Plattformen, auf der ihr euer Internetprojekt professionell zum Verkauf anbieten könnt.
An dieser Stelle ist beispielsweise SEDO als Vermittler von Internetprojekten zu nennen, aber auch kleinere Anbieter wie beispielsweise SuGoX.de, Mabya.de oder Sitedeal.de sind mittlerweile mit einer ganzen Anzahl an zu vermittelnden Internetprojekten am Start.
Wie berechne ich den Wert eines Internetprojektes?
Habt ihr erst einmal die grundlegenden Sachen fĂŒr euer Verkaufsangebot abgeklĂ€rt, so stellt sich natĂŒrlich die alles entscheidende Frage: Was ist mein Internetprojekt eigentlich Wert?
In der Praxis findet man viele verschiedene Arten der Berechnung eines Internetprojektes, von denen ich an dieser Stelle einige vorstellen möchte:
Berechnung ĂŒber monatliche Einnahmen
In vielen FĂ€llen findet man bei Verkaufsangeboten eine Kaufpreis-Berechnung ĂŒber einen Multiplikator der monatlich erzielten Einnahmen.
Der Multiplikator der monatlich erzielten Gewinne liegt in der Regel hierbei zwischen 12 und 36 â je nach Kurzlebigkeit des Projektes.
Was ist genau mit âKurzlebigkeitâ gemeint?
Nun ja, in Zeiten von Penguin & Co kann es passieren, dass sich ein Projekt ganz schnell selbst die Existenzgrundlage nimmt. Besteht das monatliche Einkommen beispielsweise rein aus einer Werbebuchung, die ĂŒber eine Direktvermarktung zustande gekommen ist und an das Fortbestehen eines bestimmten Mindest-Pageranks der eigenen Internetseite gebunden ist, so ist die Gefahr an dieser Stelle natĂŒrlich viel höher, dass die Einnahmequelle wegfĂ€llt, als wenn man beispielsweise auf einen ganzen BlumenstrauĂ an Einnahmequellen zurĂŒckgreifen kann.
Ebenso macht es natĂŒrlich auch einen Unterschied, wie lange eine Internetseite schon am Markt ist. Dies ist insbesondere bei Online-Shops und den daraus resultierenden Lieferanten-Beziehungen von groĂem Interesse.
Eine reine Berechnung des Projektwertes ĂŒber die bisherigen Einnahmen fĂŒhrt in der Regel allerdings zu zu niedrigen Kaufpreis-Forderungen, da das entsprechende Potential eines Internetprojektes nicht mit eingepreist wurde.
Berechnung des Wertes ĂŒber Kundendaten
Eine andere Berechnungsmethode, die sich hĂ€ufig im Internet findet, ist eine Berechnung des Kaufpreises ĂŒber die Anzahl der Kundendaten, also beispielsweise die registrierten Nutzer eines Online-Shops oder die Anzahl der abgegebenen Text-Kommentare in einem Internetblog.
An dieser Stelle kann ich nur zur Vorsicht raten â denn regelmĂ€Ăig dĂŒrfen die bisher gespeicherten Kundendaten aus datenschutzrechtlichen GrĂŒnden beim Projektverkauf ohne vorheriges EinverstĂ€ndnis der Betroffenen nicht mit ĂŒbergeben werden.
Anders sieht dies aus, wenn beispielsweise nicht nur ein Verkauf des Internetprojektes stattfindet, sondern eine ganze Firma gemeinsam mit dem Internetprojekt verkauft wird.
Meine Empfehlung: Eine Mischung aus erzielbaren und erzielten Einnahmen
Aus vorgenannten GrĂŒnden wĂŒrde ich von einer Kaufpreis-Festlegung ĂŒber die Anzahl an Kundendaten absehen, gleichwohl jedoch aber das mit dem Internetprojekt verbundene Potential â also die “erzielbaren Einnahmen” â nach eigener AbschĂ€tzung mit in den Kaufpreis einkalkulieren und diesen mit den de facto realisierten Einnahmen verknĂŒpfen:
mtl. Erzielte Einnahmen +
Potential weiterer mtl. Einnahmen der Internetseite * Sicherheitsabschlag
Der erwĂ€hnte Sicherheitsabschlag dient an dieser Stelle dazu, einen fĂŒr den KĂ€ufer realistischen Kaufpreis zu vermitteln, der die Gefahr mit einpreist, dass das mit der Internetseite verbundene Potential vom neuen Betreiber nicht vollstĂ€ndig gehoben werden kann. Ich habe in der Vergangenheit hier einen Sicherheitsabschlag von 40% bei der Bewertung eines Verkaufs von Internetprojekten vorgenommen und bin damit bislang immer ganz gut gefahren.
Im nÀchsten Artikel lest ihr
Wie der Verkauf von Internetprojekt in der Praxis am besten abgewickelt werden kann, und welche Regelungen im Rahmen eines Verkaufs getroffen werden sollten
Der Autor
Der heutige Gastartikel stammt von Florian Skupin, der seit mehreren Jahren nebenberuflich selbststĂ€ndig im Internet ist und mit seinem neuesten Projekt UG Vorratsgesellschaften ExistenzgrĂŒndern unter die Arme greifen möchte, bei ihren TĂ€tigkeiten im Internet möglichst schnell aus der persönlichen Haftung heraus zu kommen.
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Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









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Habe vor kurzem selbst ein Projekt verkauft. Die aktuellen Einnahmen waren sehr gering, aber das potenzial war/ist hoch. Das hat dann auch wohl der KĂ€ufer gesehen.
Nun, ich habe auch momentan noch ein Projekt mit viel Potential. Es werden tĂ€glich ca 1-2EUR mit Adsense+Amazon Affiliate erwirtschaftet. Insgesamt befinden sich ca 30 Backlinks auf das Projekt (Ca 10 StĂŒck PR2+). Es ist eine Keyword Domain mit WordPress Blog und ca 20 Artikel. Ich habe jetzt mit 1,50 * 30 * 24monate gerechnet. Ist das gerechtfertigt?
LG
@Emanuel: Das Projekt ist immer soviel wert, wie Dir jemand dafĂŒr auch zahlt – aber es wird nicht immer in Einnahmen gemessen, sondern eben auch am Potenzial, ob es ein Trendthema ist oder ein “Evergreen”, wieviel Pflegeaufwand ist nötig uvm. was Peer im Artikel auch angesprochen hat.
Hab auch grad ein Projekt verkauft wo fast keine Einnahmen vorhanden sind, aber dies dem KĂ€ufer dennoch 4.500 Euro wert war. Dann hatte ich im Sommer mal ein Projekt angeboten wo ich zwar 30 Euro monatliche Einnahmen hatte aber mir keiner dafĂŒr auch nur 300 Euro geben wollte… Ist also ganz verschieden.
Wichtig ist aus meiner Sicht, dass bei einem Verkauf die Informationen zum Projekt gut aufbereitet werden (die wichtigsten Punkte sind im Artikel genannt), somit gleich alle Fragen geklÀrt sind und dass dem KÀufer nichts verheimlicht oder sogar gelogen wird. Hab alles schon erlebt und kann mittlerweile Werte von Projekten recht gut einschÀtzen. Wichtig ist auch, daà der Grund des Verkaufes ehrlich angegeben wird, denn sowas will jeder wissen.
Lustig sind oftmals die EinschĂ€tzungen von AnfĂ€ngern die Ihr Projekt abstoĂen wollen. Schauen kurz bei Adressio rein und wollen dann tausende Euro haben fĂŒr etwas das nicht mal 50 Euro wert ist. Aber auch das andere Extrem gibts und da sind gute SchnĂ€ppchen möglich.
Ich selbst kaufe/verkaufe bei Webmasterpark, Consultdomain, auf Facebook oder als Last-Exit bei eBay. Bei Sedo habe ich persönlich noch nie was gefunden.
LG JĂŒrgen
danke fĂŒr die tipps, habe gerade zwei projekte, die ich einfach nur noch loswerden will weil kaum zeit, mal sehen ob da jemand drauf bietet. Interessant zum Beitrag wĂ€re gewesen, (mal so als Anregung) wenn es erfahrungsberichte zur jeweiligen Plattform gegeben hĂ€tte.
@Emanuel: GröĂenordnung passt, die Gefahr ist ja momentan bei solchen Projekten sehr hoch, dass sie schnell absacken.
@Gastautor: Deine UG ist doch schon eingetragen, warum steht auf der Homepage noch i.G.
Ich denke die Preisvorstellung sind nach unten wie nach oben sehr abenteuerlich. Seriöse Preisfindungen und -verhandlungen wird es erst bei groĂen Projekten geben.
@Autor: Du schreibst im Artikel:
“Anders sieht dies aus, wenn beispielsweise nicht nur ein Verkauf des Internetprojektes stattfindet, sondern eine ganze Firma gemeinsam mit dem Internetprojekt verkauft wird.
-> wie ist es denn, wenn ich Einzelunternehmer bin und mein Unternehmen verkaufen will. Darf ich die Kundendaten dann mitverkaufen oder nicht?
Ich verstehe den datenschutzrechtlichen Aspekt, frage mich aber ernsthaft, was ein Unternehmen ohne die (hoffentlich zahlenden) Kunden wert sein soll. Kannst du mich aufklÀren, wie das in der Praxis lÀuft?
Ich bin GrĂŒnder der Websitebörse, diese ist auch eine Plattform zum Handel mit Websites: http://www.websiteboerse.de
Der Unterschied zu den im Text genannten Plattformen ist, dass die Websitebörse komplett kostenlos ist. Die Websitebörse ist zwar noch relativ jung, aber es wurden schon ĂŒber 50 Websites inseriert! Es lohnt sich also, vorbei zu schauen.
@Kurt: Warum kostenlos? Das ist an und fĂŒr sich ja ‘ne noble Angelegenheit, allerdings kommts doch nicht auf ein paar Euro an, die du bei einer Transaktion abzwackst. Ich wĂŒrde tendenziell sogar eher bei Plattformen etwas einstellen/kaufen, die auch irgendeine Art GeschĂ€ftsmodell haben und wo ich weiĂ, dass es diese auch in ein paar Jahren noch gibt. Geld/Provision verlangen erhöht eben auch die SeriösitĂ€t.
Ja, wer wohl seine Arbeitszeit mit in den Verkaufspreis einrechnet, wird kein Projekt jemals verkaufen.
@Christian
Das Problem in Deutschland ist, dass es keine groĂe Plattform wie in den USA mit Flippa herausgebildet hat. Man erreicht immer nur einen kleinen Teil von Internetmarketern, auĂer man gibt den Verkauf ĂŒber viele KanĂ€le bekannt. Bei kleineren Projekten addieren sich dann die GebĂŒhren und machen einen nicht unerheblichen Teil des Preises aus.
Erst, wenn die Websitebörse eine ausreichende Reichweite gewonnen hat, wird sie Geld kosten. Dann “lohnt” sich das Inserieren. Daher wird die Websitebörse in den nĂ€chsten Monaten erst einmal wachsen und dann gebĂŒhrenpflichtig.
Stehe diesem Blog etwas zweideutig entgegenm ich glaub man braucht immer das gewisse etwas das vl “einer” sucht um ein gutes GeschĂ€ft abwickeln zu können! Habe zu diesm Thema halbwegs Gute Erfahrungen sowie auch sehr schlechte Erfharungen mahcen mĂŒssen. Man muss sehr aufpassen das man sich nicht in die Höhle des Löwen begibt und das ganze ĂŒbertreibt. Nabenbei Guter Blog dazu LG
@Kurt:
1% bei einem kleinen 80-Euro-Projekt sind auch nur 80 Cent. Du könntest es auch gestaffelt anbieten. VerkĂ€ufe unter 100⏠kostenlos, darĂŒber ein gewisser Prozentsatz Provision, evtl. gedeckelt oder so. Dazu kommt, dass du den Leuten dann wie eBay anbieten kannst:”Bis zum 12.10.2012 Projekte fĂŒr 0⏠einstellen!” oder sowas, auch wenn ich glaube, dass das fĂŒr die meisten seriösen VerkĂ€ufer nicht relevant ist.
Provision wird nur bei Verkauf gezahlt, nicht beim Einstellen des Angebots. Sowas ist immer etwas einfacher als die Plattform im Nachhinein zu monetarisieren.
Noch ein Feedback zu deiner Seite, was dir vielleicht ein paar Anregungen gibt:
Was Websitebörse fehlt, ist eine konkrete Positionierung und wirkliche Vorteile fĂŒr den KĂ€ufer/VerkĂ€ufer. Deine jetzigen “Argumente” fĂŒr Websitebörse sind uninteressant fĂŒr den ernsthaften VerkĂ€ufer. Die Frage ist natĂŒrlich, welches Publikum du anziehen willst.
- Kostenlos! -> Wie gesagt, wenn ich meine 80⏠Seite verhökern will, sind mir 80 Cent wurscht. Wenn ich meine 10.000âŹ-Seite loswerden will, wĂ€ren 100⏠in Ordnung. Ich brĂ€uchte dann von der Plattform aber irgendeinen Mehrwert, z. B. “nur ernsthafte Angebote” oder “geprĂŒfte KĂ€ufer”.
- Unkompliziert! -> Ich erwarte von einer Webseite, dass sie unkompliziert ist. Das sehe ich doch selbst. Das Wort hat auĂerdem keine Bedeutung. Unkompliziert bedeutet fĂŒr mich als ITler etwas anderes als fĂŒr meine Mutter.
- Viral! Der Verkauf wird mittels Social Media bekannt gemacht -> Daran nichts viral. Viral != Social Media. Viral ist es dann, wenn es sich von selbst verbreitet. Nur weil es automatisch bei Social Media Gedöns bekannt gemacht wird, verbreitet es sich nicht automatisch. Dazu kommt, dass der VERKAUF völlig irrelevant ist. Ich will gar nicht, dass mein Verkauf bekannt gegeben wird. FĂŒr mich als VerkĂ€ufer ist relevant, dass ich einen KĂ€ufer finde, sonst nichts.
- Forum/Kommentare/Profil -> das verrÀt mir, dass die Seite kein wirkliches Alleinstellungsmerkmal hat. Diese Dinge sind sowas von Basic, dass man diese höchstens irgendwo am Ende der Liste der Vorteile erwÀhnen sollte.
Was ich an deiner Stelle tun wĂŒrde:
USP herausarbeiten sowie die Zielgruppe, an die du verkaufen willst. VorschlÀge:
1. Webseites kaufen und verkaufen bis 500 âŹ
2. Webseites kaufen und verkaufen ab 5.000 âŹ
Dadurch schrĂ€nkst du die Zielgruppe ein, definierst sie aber auch gleichzeitig. Gerade Nummer 1 wĂŒrde gut zum Design passen. Die Farbwahl, das Logo und dieser Drache suggerieren, dass es sich um eine “gĂŒnstige” Seite handelt und kein Premium-Verkauf.
Forum: WĂŒrd ich rauswerfen. Sind sowieso keine BeitrĂ€ge vorhanden. Schreib lieber einen Blog mit Tipps zum Website-Kauf oder -Verkauf und diesen auch wieder gezielt fĂŒr Leute, die an Websites <500⏠interessiert sind.
@ Christian
Vielen, vielen Dank fĂŒr dein Feedback! Dies ist mein erstes “groĂes” Projekt, daher ist so etwas unheimlich wichtig.
ZunĂ€chst einmal zur Entstehung der Websitebörse: Ich wollte einige meiner Projekte verkaufen, fand aber keine geeignete Plattform. SEDO ist nur was fĂŒr Domains und die anderen Plattformen in Deutschland sind ebenfalls nicht ĂŒberzeugend. Ich habe mich daher entschlossen, selber eine Plattform zu erstellen. Ich bin dies zugegebenermaĂen einigermaĂen unprofessionell angegangen, anstatt einen Businessplan zu entwerfen, habe ich direkt die Seite programmiert. Daher kommt die ungenaue Positionierung.
Das fehlende Startkapital war auch ein Grund dafĂŒr, dass die Websitebörse kostenlos ist. Es ist ein erheblicher rechtlicher und technischer Aufwand, die Websitebörse gebĂŒhrenpflichtig zu machen, daher habe ich davor zunĂ€chst zurĂŒckgeschreckt.
Was aber nicht ist, kann noch werden: Ich habe vor, bald Kapital zu sammeln und die juristischen Weichen fĂŒr eine GebĂŒhr zu stellen. ZunĂ€chst aber möchte ich die Websitebörse in der IM-Welt bekannt machen und fĂŒr eine groĂe Reichweite sorgen. Zum Sammeln des Kapitals ist natĂŒrlich ein Businnesplan notwendig, ich glaube, das wird mir auch helfen, eine klare Positionierung zu finden.
Zur EinschĂ€tzung der Argumente: Du hast Recht, die Argumente sind noch nicht wirklich ĂŒberzeugend
Da die Websitebörse aber noch jung ist, fehlen Argumente wie “Die meisten inserierten Seiten” usw. Ich bin mit der Gestaltung der Startseite aber ohnehin unzufrieden, ich werde diese noch einmal komplett ĂŒberarbeiten.
Zum Thema Forum: Ich finde ein Forum eigentlich eine gute Idee, da neben Tutorials auch direkt Fragen gestellt werden können. Das Forum ist leider noch etwas tot, da ich aber den Eindruck habe, dass noch viel KlÀrungsbedarf im Thema Websiteverkauf besteht, glaube ich, dass Leben rein kommen kann. Ich finde die Kommunikation in einem Forum einfach viel direkter als in einem Blog.
Ăbrigens: Ich habe bereits Projekte von mir auf der Websitebörse verkauft, die ursprĂŒngliche Intention der Seite hat sich also erfĂŒllt
Ich finde bei Ebay kann man wirklich in Erfahrung bringen was ein Projekt fĂŒr einen wert hat, auf anderen Plattformen sind die Preisvorstellungen oft viel zu hoch angesetzt.