Vom Saboteur zum Unternehmer – Wie man eigene Projekte endlich umsetzt!

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Vom Selbst-Saboteur zum UnternehmerDie Motivation zur Selbständigkeit ist da oder das eigene Produkt ist schon fast marktreif, aber irgendwas scheint immer noch zu fehlen, um den entscheidenden Schritt zum ersehnten Erfolg zu gehen.

Dieser Artikel richtet sich an alle, die sich mit ausgefeilten Sabotagetaktiken selbst das Leben schwer machen.

Eine Sache hatte ich richtig gemacht: Ich kam nach langem Kampf mit mir selbst zu der Erkenntnis, dass mein Hobby-Projekt keine Zukunft haben würde, wenn ich nicht anfinge, einen geringen monatlichen Beitrag zu verlangen.

In 10 Monaten würde ich mein Studium abschließen und mich der Realität der Arbeitswelt stellen müssen. Wo sollte da noch Zeit zum Programmieren und Weiterentwickeln und zur Beantwortung von E-Mails bleiben?

Anstatt mich voller Elan an die Arbeit zu machen und die Grundlagen für ein hoffentlich profitables Unternehmen zu schaffen, zog ich es vor, mich weitere 8-9 Monate selbst zu sabotieren.

Sabotagetaktik 1: Ich muss erst A, bevor B

Meine Liebings-Sabotagetaktik ist eng mit der Aufschieberitis verknüpft, aber nicht das Gleiche: Ich muss erst A, bevor B, wobei A für “lästige Aufgabe” oder “riesiger undefinierter Berg Arbeit” steht und B für den gewünschten Outcome:

  • Ich muss erst einen Wissensteil erstellen, bevor ich meine Webseite auf ein Bezahlmodell umstellen kann und die ersten Umsätze mache.
  • Ich muss mich erst irgendwie rechtlich absichern, insbesondere bei einem so heiklen Thema wie Verhütung und Schwangerschaft, bevor ich Texte online stelle.
  • Ich muss ein Forum einrichten und eine Community aufbauen, bevor der erste Rubel rollen kann.
  • Ich muss das Design neu machen oder zumindest jede Seite überarbeiten und konsistent machen, bevor ich ernsthaft ans Geld verdienen denken kann.
  • Ich muss die komplette Code-Basis neu schreiben, damit die Seite auch in 10 Jahren noch gewartet werden kann, bevor ich den ersten Euro verdiene.

Insbesondere der letzte Punkt klingt im Nachhinein schon fast aberwitzig, ist aber die volle Wahrheit. Ich hatte während meiner Diplomarbeit begonnen, die gesamte Webseite neu zu schreiben, weil ich davon überzeugt war, dass ich langfristig sonst Schwierigkeiten bekommen könnte und einige Features ja durchaus Verbesserungsbedarf hatten.

Meine Diplomarbeit war dann doch zu aufwändig, um nebenbei noch programmieren zu können und hat mir glücklicherweise einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass ich nur etwa 30-40 Stunden in den Sand setzen konnte.

Und dennoch hatte ich das Gefühl, dass irgendwas fehlt, dass ich kein vollwertiges Produkt habe, wofür Leute etwas bezahlen würden. Ein Forum musste her, mehr Texte, mehr Informationen, mehr Features, ein besseres Design.

Vision und Realität

Mein Kumpel Chris sagte dann irgendwann zu mir:”Schau mal, in den letzten 5 Jahren haben über 30.000 Frauen deine Seite benutzt. Du hast ein Produkt, das die Leute mögen und täglich verwenden, was willst du mehr?”

Was ich mehr wollte? Dass myNFP genau so ist, wie es in meinem Kopf aussieht, mit all den Features, die ich gerne verwirklichen wollte.

Und das ist die Crux an der Sache: Es besteht ein gehöriger Unterschied zwischen dem, was Leute als wertvoll betrachten und der Vision, die man in seinem Kopf hat.

Die Vision, die man im Kopf hat, ist die treibende Kraft hinter dem Unternehmen. Sie ist der Masterplan für die nächsten Jahre. Das Gefühl, dass das Produkt nicht “gut genug” ist, ist der motivierende Faktor, damit es stetig weiterentwickelt wird.

Der wahrgenommene Wert eines Produkts im gegenwärtigen Zustand ist der ausschlaggebende Faktor, ob man damit Geld verdienen kann oder nicht. Niemand bezahlt für Visionen (andernfalls nennt man das Investition), sondern für Produkte, die mehr Wert bieten als das Geld, dass man dafür ausgibt.

Ich hatte mich nur noch auf meine Vision konzentriert anstatt darauf, was meine Nutzerinnen als wertvoll betrachten.

Forum, Texte, neue Features? Davon konnte ich nun erst einmal Abstand nehmen und mich zumindest gedanklich auf das konzentrieren, was mein Hobby-Projekt zu einem Unternehmen machen würde. Natürlich nicht, ohne mich erneut gehörig selbst zu sabotieren.

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Sabotagetaktik 2: Was, wenn X?

Die Frage “Was tue ich, wenn X passiert?” ist sinnvoll, um Risiken zu bewältigen und potenzielle Schwächen seines Projekts zu kennen.

Da wir aber nicht BMW sind und uns überlegen müssen, was mit unserer Autoproduktion geschieht, wenn das Rechenzentrum abfackelt, sondern nicht einmal wissen, ob überhaupt jemand unser Produkt kaufen wird, verschieben wir das auf die Post-Release-Phase.

Drei Fragen boten sich mir als Sabotagemittel an, um den Schritt von Hobby-Projekt auf Unternehmen zu unterbinden:

  • Was, wenn ich zig Telefonanrufe pro Tag und tausende E-Mails bekomme, die ich nie und nimmer beantworten kann?
  • Was, wenn ich mich mit Stornierungen, Fehlbuchungen und unzufriedenen Kundinnen herumschlagen muss, die mich viele Stunden Zeit pro Tag kosten?
  • Was, wenn alle Nutzerinnen abspringen und ich mein geliebtes Projekt damit vor die Wand fahre?

Von hinten nach vorne: Die dritte Frage ist heimtückisch, da sie mit der Stimme der Vernunft zu einem spricht und sich erst einmal “realistisch” und “wichtig” anhört. Tatsache ist, dass sie enormes Sabotierungspotenzial bietet, da man weder sein Projekt in den Sand setzen möchte, noch absehbar ist, was eine solche Veränderung mit sich bringt.

Das gilt im gleichen Maße für eine Umstellung von kostenlos auf bezahlten Service – wie in meinem Fall – als auch für völlig neue Projekte, die kurz vor der Veröffentlichung stehen. Das, was bisher nur im eigenen Kopf oder als Konzept/Prototyp auf dem eigenen Rechner geschlummert hat, muss sich früher oder später der Realität stellen und erst dann zeigt sich, ob sich jemand für das Projekt/Produkt interessiert oder nicht, selbst wenn man sich ein Bein ausreißt, um es publik zu machen.

Ich kam irgendwann zu der Erkenntnis, dass die Frage deswegen heimtückisch ist, weil sie rein hypothetischer Natur ist und es keine Antwort gibt. Wenn alle Nutzerinnen abspringen, kann ich daran nichts ändern. Mir bleibt dann immer noch die Möglichkeit, die Webseite in ein OpenSource-Projekt umzuwandeln und sich selbst zu überlassen.

Ja, die Erkenntnis lässt sich sogar noch weiterspinnen: Wenn alle Nutzerinnen abspringen, scheint die Webseite einen so geringen Wert zu bieten, dass es sich weder finanziell, vor allem aber emotional nicht lohnt, weiter in das Projekt zu investieren.

Frage eins und zwei sind aus zwei Gründen unnütz:

  1. Es wird ein Extremfall antizipiert, dessen Wahrscheinlichkeit gegen Null geht. Es ist einfach nicht realistisch, dass ein sehr hoher Prozentsatz der Kunden Einzelbetreuung braucht. Meiner Erfahrung nach versuchen die meisten Menschen, sich zunächst einmal selbst zu helfen, weil das ohnehin meist schneller geht.
  2. Wenn man die Antworten auf diese Fragen wirklich einmal durchdenkt, kommt man zwangsläufig zu dem Ergebnis, dass sich auch diese Probleme lösen lassen.

Tim Ferris hat in seinem Buch “Die 4-Stunden-Woche” zum Thema Telefonterror ja schon einen guten Tipp gegeben: Mailbox aufnehmen mit der Ansage:”Ich bin zur Zeit nur per E-Mail erreichbar. Bitte schreiben Sie an info@blabla.de. Ich antworte so schnell wie möglich auf Ihre E-Mail.”

E-Mail-Anfragen lassen sich anschließend durch ein ständig wachsendes FAQ vermeiden.

Ich habe 2011 übrigens exakt 0 Telefonanrufe und genau 1 Stornierung erhalten. Ich bekomme pro Tag weniger als eine handvoll E-Mails und beantworte diese manchmal sofort (und werde für den tollen Support zu den unmöglichsten Uhrzeiten gelobt) und manchmal erst nach einigen Tagen, wenn ich den Kopf dafür frei habe.

Warum wir uns selbst sabotieren

Ich habe schon geschrieben, dass die Angst vor Kritik und Zurückweisung sicherlich eine wichtige Rolle spielt, warum man vor einer Veröffentlichung seines Produkts zurückschreckt.

Tiefer liegend sehe ich jedoch einen ganz anderen Grund: “Die eigene Desillusionierung”. Wenn ein Produkt Marktreife erlangt und veröffentlicht wird, entscheidet sich, ob es genügend Wert bietet, um gekauft zu werden.

In den meisten Fällen hat man viel Herzblut und Energie in das Projekt investiert. Möglicherweise sogar einen persönlichen Bezug zum Produkt aufgebaut, beispielsweise, wenn man eigene Erfahrungen und Geschichten in ein eBook mit einfließen lässt.

Wenn das Produkt nicht gekauft wird, macht sich Desillusionierung breit. Man erkennt, dass man Wert in etwas gesehen hat, das andere für wertlos halten und dass die Mühe mehrerer Wochen, Monate oder gar Jahre umsonst gewesen ist. Diese emotionale Achterbahnfahrt kann sehr anstrengend sein und ist vielleicht ein Grund, warum eine Existenzgründung nicht für Jedermann ist.

Um die Selbstsabotage und die potenzielle emotionale Ernüchterung so gering wie möglich zu halten, gibt es mehrere Strategien:

  1. Der Markt sollte getestet werden, um sinnlose zeitliche und finanzielle Investitionen zu vermeiden. Wie das geht, wird an anderer Stelle zur Genüge beschrieben.
  2. Das Produkt sollte möglichst schnell marktreif werden. Die Amis nennen das MVP (Minimum Viable Product), also ein Produkt, das die notwendige Kernfunktionalität bietet. Falls sich für die Kernfunktionalität schon niemand interessiert, kann man sich alle Zusatzfeatures ohnehin sparen.
  3. Mehrere Ideen parallel entwickeln und testen. Der Nachteil dieses Vorgehens ist, dass man seinen Fokus aufteilen muss. Der Vorteil ist jedoch, dass man seine Projekte eher als Experimente betrachtet. Wie in einem Bio-Labor “züchtet” man mehrere Proben heran und schaut, was überlebt. Dieses Vorgehen lohnt sich vor allem, wenn man mehrere Nischen-Seiten aufbauen möchte.

Meine Sorgen sind unbegründet geblieben. Ich habe Mitte Dezember 2010 eine E-Mail an alle Nutzerinnen geschrieben und angekündigt, dass die Seite in 30 Tagen kostenpflichtig werden würde – mit einem Monatsbeitrag von einem Euro.

Rund 80 % aller Nutzerinnen sind myNFP treu geblieben und ich konnte seitdem weitere Features entwickeln, die ich vorgesehen hatte: Umfangreiche Statistiken, bessere Texte, ein Forum, eine iPhone-App, eine Android-App und viele kleine Verbesserungen, die die Usability erhöhen.

Über den Autor

Christian Korscheck hat 2006 neben seinem Informatik-Studium die Webseite myNFP gegründet. Was als Studiumsprojekt mit einigen hundert Nutzerinnen begann, wurde über die Jahre zu der größten Online-Plattform zur Verwaltung und Auswertung von Zyklen nach der symptothermalen Methode.

Seit Januar 2011 ist myNFP ein profitables Unternehmen mit dem Ziel, Frauen die Möglichkeiten natürlicher und sicherer Verhütung nahezubringen oder bei der Erfüllung des Kinderwunsches zu unterstützen.

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Kommentare

  1. meint

    “Der wahrgenommene Wert eines Produkts im gegenwärtigen Zustand ist der ausschlaggebende Faktor, ob man damit Geld verdienen kann oder nicht.” wie wahr… Es ist leider gar nicht so einfach, sich von seiner Vision zu lösen und ein Produkt zu verkaufen, das noch meilenweit von der Vision entfernt ist. Hier muss man wirklich noch die Kernfunktionen erkennen. Das ist wohl die größte Herausforderung.

  2. Kamil meint

    Vielen Dank für diesen höchst motivierenden Artikel!
    Manchmal merkt man gar nicht mehr wie sehr man sich selbst “sabotiert”.

    Wünsche dir auch weiterhin viel Erfolg mit deinem Projekt. :)

  3. meint

    Hallo Christian,

    Dein Gastbeitrag kommt genau zur richtigen Zeit: Habe mir vor ein paar Tagen mein unausgereiftes WordPress-Theme zerschossen. Und war auch schon dabei lange Listen für einen super-ausgreiften Relaunch zu machen ;).

    Wenn man ein Projekt aufbaut und noch nicht soviel know-how und Erfahrungen hat finde ich es ziehmlich schwierig sich nicht selbst zu sabotieren, wenn man sieht wie weit man noch von weitentwickelten Projekten entfernt ist, die über Jahre aufgebaut wurden.

    Also: Danke für Deinen offenen Gastbeitrag und Daumen hoch für Deine Seite: Super umgesetzt. Hoffe, dass ich so ein Level in ein paar Jahren auch erreiche.

    Grüße,
    André

  4. meint

    An welchem Punkt ist es möglich sich zu vermarkten und wann noch nicht. Ich finde es schwer die richtige Stelle zu finden und meine “Arbeit” auch als Dienstleistung zu sehen.

  5. GGG meint

    Toller Artikel – für mich einer nützlichsten Gastbeitrage die es hier auf SIN bis jetzt gegeben hat (ich sabotiere mich meist auf ähnliche Art und Weise wie du…)

    gruß

  6. Christian meint

    Gastautor hier.

    @Rico:

    Völlig richtig, es ist eine große Herausforderung und es gibt auch kein Patentrezept. Manchmal kann man Freunde fragen, wie bei mir (siehe im Artikel).

    Oder man macht es wie Tim Ferris und zeigt Leuten sein Produkt und fragt sie, ob sie es jetzt sofort kaufen wollen.

    Ich glaube, die wichtigste Frage ist schlichtweg: Löst mein Produkt/Projekt im aktuellen Zustand ein Problem bzw. vereinfacht es das Leben des Nutzers? Bei mir ist die Hauptfunktionalität die Zyklusauswertung und diese bestand bereits und war sehr ausgereift. Alles andere war Nice-To-Have, aber nicht mehr die eigentliche Problemlösung.

    @Kamil: Danke :)

    @André: Haha perfekt. Kenn ich, Listen mit tausend Sachen, was man nicht alles machen könnte und müsste und sollte.

    Ich sabotiere mich übrigens selbst immer noch, nur nicht mehr ganz so häufig. Beispielsweise, wenn ich nicht abschätzen kann, welche Reaktionen ein neues Feature hervorrufen wird. Ich werde immer besser, aber jeder muss diese Erfahrungen machen und herausfinden, was für ihn am besten funktioniert.

    Viel Erfolg mit deinem WordPress-Theme :)

    @Vinothek Bauer:

    Du musst deine Arbeit ja nicht als Dienstleistung sehen, sondern deine Kunden und das ist manchmal ein gewaltiger Unterschied. Du kennst dich selbst, du bist mit deiner Arbeit gewachsen und dir fehlt daher vielleicht der Blick dafür, wie “weit” du in manchen Aspekten bist und wieviel Wissen du wirklich hast.

    Im Endeffekt läuft es auf eine ganz einfache Formel hinaus: Kannst du mit deiner Arbeit jemand anderem Geld sparen oder Geld verdienen und zwar mehr als wenn dieser das selbst tun würde. Wenn ja, hast du eine Fähigkeit, die du als Dienstleistung anbieten kannst.

  7. meint

    Toller Artikel mit einem hohen Wahrheitsgehalt. “Hätte ich nur die Hälfte von dem umgesetzt, was ich aufgeschoben habe” denke ich mir und ertappe mich dabei wie ich schon wieder das nächste aufschiebe oder ein ToDo Punkt schon wieder monatelang auf Erledigung wartet… Diese Selbst-Sabotage ist heimtückisch und es ist gar nicht so einfach da raus zu finden.

    LG Jürgen

  8. meint

    Ich halte nicht so viel von guten Ratschlägen. Strategien gegen die Selbstsabotage: 1., 2., 3. … Wär hätte es gedacht. Die Tipps helfen meiner Meinung nicht. Der Artikel ist wohl geeignet seine Haltung kritisch zu hinterfragen. Für praktische Probleme sehe ich hier aber keine Hilfe.

  9. meint

    Mit dem Artikel sprichst du mir sozusagen aus dem Herzen ;) Ich will seit Monaten schon 2 Webseiten online stellen, verschiebe es aber immer wieder, weil ich noch ständig Funktionen hinzufügen will, die in meinen Augen unbedingt wichtig sind. Vielleicht brauchen es die User aber auch gar nicht ;) Werde versuchen mich mehr an dem MVP zu orientieren, um mich so nicht an “schlechten” Ideen zu verausgaben

  10. Christian meint

    @Jürgen: Danke für das Lob

    @markus: Keine Frage, der Artikel ist weder etwas für Jeden, noch für jede Situation gleichermaßen geeignet. Der Artikel soll gar keine konkrete Lösung bieten, sondern ein bestimmtes “Mindset” aufzeigen, mit dem sich Lösungen für konkrete Probleme finden lassen (oder Probleme über Bord werfen, weil sie nicht relevant sind). Den bisherigen Kommentaren nach zu urteilen hat er das geschafft. Mehr wollte ich nicht.

    Welches praktisches Problem hast du denn derzeit?

  11. meint

    Ich bin ein großer Fan von Sabotagetaktik 1. Bei mir heißt es dann: Ich muss auf Twitter erst noch reorganisieren, wem ich folge, bevor B. – Alles in allem komme ich aber doch voran. ;)

  12. meint

    Hallo zusammen, wie Christian sagt es geht ums Mindset. Ich kann jetzt zwar in hinblick auf Blogs und Websites nicht unbedingt mitreden, da ich in diesem Bereich eine ziemlicher Neuling bin. Habe aber in anderen Bereichen viel Projekterfahrung. Das beste Vorgehen ist meiner Meinung nach, ein oder mehre Ziele zu definieren, diese in Aufgaben zu übersetzten, die Aufgabe wieder in Einzelschritte zu zerlegen und deren Umsetzung “zeitlich fest” zu planen. Also nicht bis Ende November erledigen, sondern Aufgabe am 22.11 erledigen! Wenn man die einzelnen Arbeitsschritte nicht an ein oder zwei Tagen erledigen kann, sollte man die Einzelschritte noch einmal zerlegen. Dann einen Tag als Checkpoint (Erfolge, Resultate) festlegen und ansonsten einfach “stur” die arbeiten ausführen und während der Zeit keinesfalls neuen Arbeiten dazu nehmen. So kommt man nicht ins Zaudern und Sabotiert sich, zumindest während der Ausführung der festgelegten Schritte, nicht selbst.

  13. Christian meint

    @Sören: Diese Taktik ist wirklich gut und funktioniert, um sich selbst auszutricksen und zu motivieren.

    Manche Schreiber (Blog, Buch, etc.) nehmen eine ähnliche Taktik, um sich zum Schreiben zu bringen, wenn sie keine Lust haben. Sie nehmen sich vor, nur einen einzigen Satz zu schreiben. Meist kommt dann ohnehin mehr bei rum.

    Wenn man ein Projekt in viele kleine Teilschritte aufteilt, sieht man diesen Berg an Aufgaben nicht mehr. Man sieht dann nur noch:”Heute zu erledigen? XY. Ach, das hab ich in einer Stunde durch, das krieg ich hin.”

  14. meint

    Toller Artikel. Mir geht es die meiste Zeit so, aber das Thema Versicherungen lädt ja auch gerade zum Sabotieren ein :) Man muss sich halt selbst bezwingen, sonst geht es nirgentwo.

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