Werbung
ZugegebenermaĂen habe ich beim Veröffentlichen des Artikels 10 Tipps fĂŒr erfolgreiche kommerzielle Angebote nicht erwartet, dass ein so hohes Interesse fĂŒr dieses Thema bestehen wĂŒrde.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, das Thema fortzusetzen und etwas genauer zu erlÀutern bzw. zu erweitern. SelbstverstÀndlich blieben dabei auch die Kommentare der Leser zum letzten Artikel nicht unbeachtet.
Im abschlieĂenden dritten Beitrag “Beispiele der wirksamen Zusammenstellung des Angebots” werde ich zeigen, wie kommerzielle Angebote aussehen könnten.
Kommerzielle Angebote schreiben
Ich denke, es ist fĂŒr niemanden mehr ein Geheimnis, dass ein Unternehmer auch mal eine plötzliche aber höfliche Absage von einem potenziellen Kunden bekommen kann, mit der er beim ersten GesprĂ€ch eigentlich erfolgreiche Verhandlungen gefĂŒhrt hatte.
Um die Ăberzeugung zu einer Zusammenarbeit, ohne vorher die Möglichkeit eines verbal-visuellen Kontaktes gehabt zu haben, wird hier unter anderem die Rede sein.
Wie erstellt man also ein “attraktives” kommerzielles Angebot, dem man unmöglich widerstehen kann?
Sie werden leider wieder keine eindeutige Antwort bekommen, oder, wie schon im ersten Artikel erwĂ€hnt, lĂ€uft alles wieder (auch wenn es einige nicht mehr hören können) auf die geprĂŒften und wirksamen Prinzipien von Dale Carnegie hinaus:
“Wie bekommt man es hin, erst einmal weniger ĂŒber sich, sondern mehr ĂŒber die Interessen und WĂŒnsche potentieller Kunden zu sprechen und erst direkt danach, warum und wie Ihr Kunde seine Probleme gerade mit Ihrer Hilfe lösen könnte?“.
Alle kommerziellen Angebote teilen sich von Anfang an nur in zwei Kategorien auf: In die des werbe-informativen Angebotes und des personifizierten Angebotes. Die Beispiele beider Varianten werden wir, wie schon am Anfang erwĂ€hnt, im abschlieĂenden dritten Artikel betrachten. Bis dahin sprechen wir ĂŒber die Grundprinzipien.
Zur ersten Kategorie gehört z.B. der uns vertraute Spam, aber auch allgemeine Werbung fĂŒr Produkte und Leistungen. Unter der zweiten Variante fĂ€llt z.B. der Vorschlag fĂŒr einen konkreten Kunden, mit dem möglicherweise schon Vorverhandlungen stattgefunden haben, obwohl so etwas nicht unbedingt notwendig ist. So unterscheiden sich die Eigenschaften dieser beiden kommerziellen Angebote sehr deutlich voneinander.
Die werbe-informative Variante
Entscheidet man sich fĂŒr den werbe-informativen Vorschlag, so ist hier die Hauptsache, die Aufmerksamkeit des EmpfĂ€ngers zu wecken und sein Interesse anzuregen, damit er Ihren Vorschlag, sei es beispielsweise per E-Mail oder Brief, nicht sofort löscht oder wegwirft.
Dazu ist vor allem ein aussagekrĂ€ftiger Titel notwendig. Deshalb ist hier eine Phrase wĂŒnschenswert, die den EmpfĂ€nger möglichst auf den ersten Blick fesselt. In jedem Fall muss man achtsam sein. Ist der EmpfĂ€nger ein GeschĂ€ftsmann, dann wird ihn eine billige Werbeaussage wohl kaum beeindrucken.
Handelt es sich aber z.B. um eine jugendliche Zielgruppe, kann man natĂŒrlich darĂŒber nachdenken, ob man sich nicht auch an eine “verblĂŒffendere” Variante wagen könnte.
Die Hauptsache ist immer, dass nach einer krĂ€ftigen Aussage ein fesselnder Text folgt, mit dem sich der Adressierte fĂŒr eine weitere Zusammenarbeit gewinnen lassen kann.
WĂŒnschenswert ist auch, dass sich Ihr Angebot an eine konkrete Zielgruppe richtet. Der Benutzer bekommt somit automatisch den Eindruck, dass Ihre Aussage gerade ihn und niemand anderen ansprechen soll. Und natĂŒrlich sollten Sie nicht vergessen, worĂŒber wir bereits am Anfang des Artikels gesprochen haben â die Interessen des potentiellen Kunden sollen in jedem kommerziellen Angebot viel öfter erwĂ€hnt werden, als Ihre Eigenen.
Legen Sie vor dem Schreiben des kommerziellen Angebotes Ihre Konkurrenz-Vorteile fest: Sind Sie davon ĂŒberzeugt, dass sich der KĂ€ufer beim Anblick Ihrer Werbung gerade fĂŒr Ihre Ware entscheiden bzw. Dienstleistungen benutzen wird? Hier sind die EinschĂ€tzungen von Experten oder Rezensionen vorhergehender KĂ€ufer ebenfalls hilfreich.
Lassen Sie sich von Allegorien (farbigen Bildgestaltungen) nicht sofort einschĂŒchtern, denn je ausdrucksstĂ€rker Ihr Angebot sein wird, desto besser wird er sich im GedĂ€chtnis des potentiellen KĂ€ufers einprĂ€gen. Ăberladen Sie den Text nicht zu stark mit komplizierten und spezifischen Fachbegriffen, damit er vom Sinn her fĂŒr möglichst viele Leser verstĂ€ndlich bleibt.
Einen umfangreicheren Text kann man mit Titeln in einzelne Teile aufgliedern. Das wird ihn lesbarer machen und das Interesse des potentiellen Kunden unterstĂŒtzen. Machen Sie dabei keine allzu groĂen AbsĂ€tze, erwĂ€hnen Sie am Ende unbedingt die Laufzeit Ihres Angebots und erklĂ€ren Sie dem Adressierten, welche Bestellmöglichkeiten und Zahlungswege ihm zur VerfĂŒgung stehen.
Zum Schluss kann man in einer kurzen Form alles am Anfang Dargelegte wiederholen, da viele Menschen im ersten Moment gerade dorthin blicken, um sich sofort einen Eindruck ĂŒber Preise und andere Hauptinformationen zu machen.
Die personalisierte Variante
Personalisierte Angebote werden nach einem etwas anderen Schema aufgebaut.
Es ist wichtig, sich an erster Stelle ein Bild des potentiellen Kunden zu machen, an die sich Ihr Angebot richten soll. Die beste Variante ist natĂŒrlich ein vorheriges GesprĂ€ch bzw. eine mĂŒndliche Besprechung des bevorstehenden GeschĂ€ftes. Das ist jedoch nicht immer möglich, deshalb ist es in personalisieren Angeboten vor allem notwendig, auf die BedĂŒrfnisse Ihres Kunden hinzuweisen, die Sie bereits im Voraus klĂ€ren konnten.
Haben Sie sich ĂŒber alle benötigten Informationen kundig gemacht, so ist es an der Reihe, sich ĂŒber die Konkurrenz-Vorteile und der Verbindung dieser mit den offensichtlichen BedĂŒrfnissen Ihrer KĂ€ufer auseinanderzusetzen.
Es kann durchaus möglich sein, dass sich der EmpfÀnger Ihres Angebotes ganz und gar nicht als derjenige erweist, mit dem Ihr persönlicher Dialog stattgefunden hat. Entscheidungen in Vorverhandlungen können auch mit anderen FachkrÀften und Experten des Kunden getroffen werden.
Der Vertrag selbst wird am Ende trotzdem vom Verantwortlichen, den Sie möglicherweise noch nie zuvor gesehen haben, unterzeichnet. Nichtsdestotrotz mĂŒssen Sie gerade sein Interesse fĂŒr Ihr Angebot wecken und das bedeutet, dass es sinnvoll ist ernsthaft ĂŒber die Motivation jedes einzelnen wichtigen Mitarbeiters des potentiellen Kunden nachzudenken, damit die von Ihnen angebotene Ware fĂŒr alle EmpfĂ€nger interessant ist.
Das heiĂt, dass Sie nicht nur die starken, sondern auch die schwachen Seiten Ihrer Produkte berĂŒcksichtigen mĂŒssen. Sie sollten beispielsweise versuchen, Ihre Konkurrenten mit kĂŒrzeren Lieferfristen, Montagen oder anderen Methoden zu schlagen.
Und sollte es doch einmal danach aussehen, als wĂŒrden Sie gegen Konkurrenten “verlieren”, die ein Ă€hnliches Angebot haben, so versuchen Sie die Schwerpunkte Ihres Angebotes auf andere Bereiche zu verschieben.
Sprich: Sie haben die Möglichkeit etwas anzubieten, was Ihre Konkurrenten bei weitem ĂŒbertreffen und um vieles vorteilhafter fĂŒr Ihre Kunden sein wird.
3 wichtige Tipps
Damit Ihr kommerzielles Angebot die höchste EffektivitÀt erreicht, sollten Sie folgende Punkte beachten:
- Am Anfang ist es nicht unbedingt nötig, möglichst viel und möglichst teuer zu verkaufen. Es kann durchaus sinnvoll sein, gerade in diesem Schritt nachzugeben, um im weiteren Verlauf das gewĂŒnschte Ziel erreichen zu können.
- Bevor Sie ein kommerzielles Angebot erstellen, sollten Sie nicht nur an Ihre Interessen denken, sondern auch vor allem die Frage klĂ€ren, warum es fĂŒr Ihren Kunden sinnvoll wĂ€re gerade mit Ihnen zusammenzuarbeiten.
- Teilen Sie Ihren Text in Einleitung, Haupt- und Schlussteil.
Die Einleitung sollte, ausgehend von der Marktanalyse des Bereichs, in dem der EmpfĂ€nger tĂ€tig ist, ĂŒber den Anlass berichten, mit dem Sie sich an den potentiellen Kunden gewendet haben.
Im Hauptteil können alle Vorteile der Zusammenarbeit zwischen Ihnen und dem KÀufer, die Beschreibung Ihrer Produkte, Ihrer Preise und grundlegende Lieferungsbedingungen genannt werden.
Im Schlussteil deuten Sie dem Kunden kurz an, was er zu unternehmen hat, wenn er sich fĂŒr Ihre Angebote interessiert.
Fazit
Im GroĂen und Ganzen war das auch alles, was ich in diesem Artikel vermitteln wollte. Es bleibt nur zu ergĂ€nzen, dass es in manchen FĂ€llen von Vorteil sein kann, wenn man dem Kunden nicht alles offenbart. So bleibt das Interesse des potentiellen Kunden erhalten und man bekommt im Nachhinein mehr Chancen auf ein persönliches GesprĂ€ch.
Im nĂ€chsten Beitrag werden wir uns ausfĂŒhrlicher mit der Verfassung kommerzieller Angebote auseinandersetzen. AuĂerdem wird erlĂ€utert, warum das eigene Webdesign mit dem Design des Angebotes ĂŒbereinstimmen sollte und warum das Logo des Unternehmens auf keinen Fall fehlen darf.
Ăber den Autor
In ihrer Web- und Werbeagentur www.wowasweb.de kĂŒmmern sich Arthur und Wladimir als Designer, Manager und Programmierer um die allgemeine Texterstellung, das Veröffentlichen fachlicher BeitrĂ€ge, wie beispielsweise diesen Artikel und um die Umsetzung verschiedenster KundenwĂŒnsche und -vorstellungen in den Bereichen Logo, Webdesign und weiteren Print- und Non-Print-Medien.
Du hast Interesse einen Gastartikel hier auf “SelbstĂ€ndig im Netz” zu veröffentlichen?
Die Anforderungen an Gastartikel und ein Kontaktformular findest du auf der Gastautoren-Seite.
Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:
Die besten Artikel zum Thema 'Existenzgründung'










Mein Name ist Peer Wandiger und ich bin selbständiger Webdesigner, Programmierer und Blogger.









Über mich
Folge mir auf Twitter
Ich bei Google+
Die besten Artikel
Hallo,
dass ist ein sehr informativ geschriebener Artikel. Die Tipps kann man gut umsetzen. Die Botschaft in jedem Werbebrief oder Angebot ist sehr wichtig. Es ist aber nicht leicht, dieses gezielt in das Angebot ein zu fĂŒgen. Daher werden einige Werbetexter so gut bezahlt. Es ist aber wie bei vielen Dingen, Ăbung macht den Meister. Weiter so, mit solch guten Artikeln.
Liebe GrĂŒĂe Raphael63
Sehr informativer Artikel; speziell der Vorschlag, auch mal “Mut zur LĂŒcke” zu haben und dem Kunden nicht sofort alles auf dem Silbertablett zu prĂ€sentieren halte ich fĂŒr sinnvoll. Und das Off- wie Online. Das erzeugt doch (hoffentlich) eine gewisse Neugierde, die man am Besten im persönlichen GesprĂ€ch befriedigen kann.
Ein sehr ausfĂŒrhlicher Beitrag zum Thema Angebote. Finde ich super. Persönlich denke ich sollte es je nach Aufgabengebiet und Kundschaft eine korrekte Mischung aus kundenindividuellem Angebot und werbendem Angebot sein. So kurz wie möglich und so ausfĂŒhrlich wie nötig.
Guter Artikel, nur der Tipp am Anfang nachzugeben ist meiner Meinung nach mit Vorsicht zu genieĂen. Wenn man einmal eine bestimmte Leistung zu einem Preis X verkauft hat, wird es spĂ€ter sehr schwierig fĂŒr eine vergleichbare Leistung einen höheren Preis zu begrĂŒnden und durchzusetzen. HĂ€ngt natĂŒrlich auch von der Branche und der Art der Leistung ab.
Vielen Dank fĂŒr diesen Artikel. Der hat mich um einiges weiter gebracht. Wo ich allerdings ebenfalls etwas skeptisch bin, ist die von JonasB bereits genannte Preiserhöhung nach lĂ€ngerer Laufzeit. Gibt es dabei vielleicht eine gute Strategie die man verfolgen kann, damit sich die Erhöhung nicht so stark auf die Kunden auswirkt? Vielleicht können Sie dazu noch etwas Auskunft geben. Besten Dank.