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Technik, Hosting und Domainauswahl – Blogaufbau-Serie Teil 3a
Peer Wandiger - 14 Kommentare - Blogs, Domain, Firmenblog, Hosting, Technik - Ähnliche Artikel


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 - Blogaufbau-SerieNach den Vorüberlegungen und Planungen im vorherigen Teil dieser Artikelserie geht es diesmal praktischer zu.

Es geht um die technische Basis des eigenen Blogs und worauf man dabei achten sollte.

Ich gehe auf verschiedene Hosting-Aspekte und -Probleme ein und spreche über die Auswahl einer geeigneten Domain.

Im morgigen zweiten Teil dieses Artikels zeige ich ausführlich, wie man einen WordPress-Blog installiert, inkl. Video.

Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie Schritt für Schritt zum erfolgreichen Blog.

Wie wichtig ist die technische Basis

Viele angehende Blogger machen sich beim Thema Hosting nur um eine Sache Gedanken. Es soll so günstig wie möglich sein.

Ich kann natürlich verstehen, dass man die Kosten niedrig halten möchte und gerade als privater Blogger so wenig wie möglich zahlen möchte. Allerdings sollte einem klar sein, dass Qualität ihren Preis hat und auch im Internet sollte der Preis nicht das alleinige Entscheidungskriterium sein.

Wichtiger ist dagegen, eine verlässliche Grundlage zu schaffen, die langfristig dem Blogerfolg nicht nur nicht im Wege steht, sondern diesen unterstützt.

Betreibt man einen Blog auf Dauer und mit gleichbleibenden Engagement, dann wird er (mehr oder weniger gleichmäßig) wachsen. Dementsprechend steigen auch die Besucherzahlen und damit die Last des eigenen Servers/Hosting-Tarifs.

Deshalb sollte man bei der Auswahl eines Hoster-Anbieters bzw. eines bestimmten Tarifs auf die folgenden Punkte achten:

  • Genug Ressourcen
    Zum einen muss ein Hosting-Tarif natürlich die Minimum-Anforderungen für das gewählte Content Management System erfüllen. Allerdings sollte es diese nicht nur knapp erfüllen. Mit der Zeit steigen die Besucherzahlen und damit auch die Anforderungen an das Hosting. Es sollten genug Ressourcen vorhanden sein, um dieses Wachstum, aber auch einzelne Traffic-Spitzen (z.B. durch Social Media Marketing) zu vertragen.
  • Wechselmöglichkeiten
    Irgendwann wird allerdings der Punkt kommen, an dem der bisherige Tarif einfach nicht mehr ausreicht. Entweder macht die Datendank regelmäßig schlapp oder andere technische Details reichen einfach nicht mehr aus, um den Traffic zu bewältigen. Und dann möchte man natürlich so problem- und reibungslos wie möglich auf einen leistungsstärkeren Tarif oder z.B. auf einen eigenen Server wechseln. Leider bieten nicht alle Hoster so einen Umzugsservice an. Gerade die günstigen Massenhoster lassen den Kunden dabei in der Regel alleine.
  • Testmöglichkeit
    Es ist immer sinnvoll ein Produkt erst einmal zu testen, bevor man sich endgültig dafür entscheidet. Viele Hoster ermöglichen deshalb 7 oder 14 Tage lang die Nutzung eines kostenlosen Hostingzugangs. In diesem Zeitraum kann man sehr gut das Backend testen und feststellen, wie gut man damit klarkommt. Man kann die Installation eines Blogs komplett durchführen und merkt dabei, ob es bestimmte Einschränkungen oder Probleme gibt. Leider kann man nicht so einfach testen, wie die Performance des Hosters ist.
  • Service-Qualität
    Selbst erfahrene Webworker können nicht alle Hosting-Probleme selber lösen, die irgendwann auftreten werden, egal wie gut der Hoster ist. Deshalb ist es wichtig, dass ein guter, schneller und kompetenter Service vorhanden ist, der nicht nur Standard-Antworten mailt, sondern auf die konkreten Probleme eingeht und am besten diese auch noch selber löst. Das gilt natürlich um so mehr, je weniger Ahnung man selber vom Hosting, der Technik etc. hat.
  • Nicht nur nach dem Preis gehen
    Zu guter Letzt nochmal der Rat, nicht allein nach dem Preis zu gehen. Gutes Shared Hosting ist heute nicht mehr teuer und man sollte lieber ein paar Euro pro Monat mehr investieren, als dass die negativen Folgen schlechten Hostings auf Dauer den Erfolg des eigenen Blogs be- oder sogar ganz verhindern.

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Schlechtes Hosting und die Folgen

Ein schlechtes Hosting ist eben nicht nur dadurch gekennzeichnet, dass der eigene Blog etwas langsamer lädt. Schlechtes Hosting kann viele negative Folgen haben. Unter anderem:

  • Ladezeit
    Von vielen Bloggern werden die Ladezeiten noch immer sehr unterschätzt. Es gibt einige Studien die zeigen, dass schon Bruchteile einer Sekunde, die eine Website länger lädt, zu weniger Umsatz führen. Das betrifft natürlich in erster Linie Online-Shops und ist dort auch am besten messbar.

    Allerdings ist im Schnitt das selbe auch bei anderen Website-Typen zu erkennen, eben auch bei Blogs. Natürlich werden nicht 50% der Besucher abspringen, weil ein Blog eine Sekunde länger lädt. Aber ein paar Prozente sind es doch. Und wenn man nicht nur einen schlechtes Hosting hat, sondern auch noch einen nicht optimierten Blog, dann können das auch gern mal mehrere Sekunden sein, die der eigenen Blog länger lädt, als es eigentlich sein müsste. Und das wirkt sich dann schon spürbar auf die Besucherzahlen aus.

    Als ich damals von einem Shared Hosting Tarif auf einen richtigen Server (nur für mich allein) gewechselt bin, stiegen die Besucherzahlen von heute auf morgen um rund 10%.

    Ein weiterer unterschätzter und oft gar nicht bekannter Faktor ist die Antwortzeit des Servers. Bei billigem Hosting dauert alleine die Antwort des Hosting-Rechners schon deutlich länger, bevor überhaupt das erste Byte des eigenen Blogs geladen wurde.

  • Besucheransturm
    Es ist eine tolle Sache, wenn die Besucherzahlen durch einen Artikel in einem großen Online-Portal, eine Weiterempfehlungswelle in Social Networks oder durch andere Gründe in die Höhe schießen. Umso ärgerlicher ist es, wenn der Blog dies nicht verträgt und die vielen Besucher einen sehr langsamen Blog oder sogar eine Fehlermeldung zu sehen bekommen.

    Viele günstige Hosting-Tarife reichen durchaus dafür aus, den normalen Traffic eines neuen Blogs zu bewältigen, müssen allerdings bei einem Besucheransturm die Segel streichen.

  • Ausfälle
    Billig-Hoster haben teilweise zudem das Problem, dass es immer wieder Ausfälle gibt, die ein paar Stunden dafür sorgen, dass der eigene Blog nicht erreichbar ist. Meist werden die sehr günstigen Hosting-Preise dadurch erreicht, dass an Service und Technik gespart wird, was sich natürlich negativ auswirkt.
  • Problembehebung
    Wie eben schon gesagt, “erkaufen” Billig-Hoster ihre günstige Tarife unter anderem oft mit schlechterem Service. Das wird einem im Normalfall nicht auffallen, aber wenn man dann wirklich mal ein Problem hat und dann ewig auf eine Antwort bzw. die Behebung des Problems wartet, ist das nicht nur ärgerlich. Besonders bei professionellen Blogs mit Werbekunden etc. ist dies geschäftsschädigend.
  • Bad Neighbourhood
    Als schlechte Nachbarschaft bezeichnet man den Fall, dass auf dem selben Server, auf man seinen Shared Hosting-Account hat (und hunderte andere Kunden ebenfalls), auch viele Websites gehostet werden, die z.B. Malware, Spam, geklaute Inhalte etc. hosten. Geht dies über ein gewisses Maß hinaus, könnte Google der Meinung sein, dass alle Websites mit dieser IP-Adresse (Alle Websites aller Kunden eines solchen Shared Hosting Servers haben dieselbe IP-Adresse.) qualitativ minderwertig sind und/oder potentiell gefährliche Inhalte verbreiten.

    Google ist natürlich nicht dumm und weiß, dass dies bei Shared Hosting vorkommen kann und deshalb ist die Gefahr der Abstrafung hier nicht sehr hoch. Wer aber aus Kostengründen z.B. bei einem eher dubiosen Hoster im Ausland seinen Blog hostet, kann davon durchaus betroffen sein.

Das optimal Blog-Hosting

Wie sieht nun das ideale Bloghosting aus?

Es gibt das EINE ideale Bloghosting sicher nicht. Das liegt unter anderem daran, dass jeder Blog anders ist und es z.B. einen Unterschied macht, ob man viele oder nur wenige Bilder verwendet, welche Blog-Software man nutzt, welche und wie viele Plugins man einsetzt etc..

Auch wenn es Unterschiede bei den verschiedenen Blog-Software-Lösungen gibt, so ähneln sich die Hosting-Anforderungen dennoch. Die folgenden Punkte sind aber primär aus der Sicht eines WordPress-Nutzers geschrieben:

  • PHP und MySQL
    WordPress setzt mittlerweile mindestens PHP-Version 5.2.4 und als Datenbank MySQL 5.0 voraus. Mit weniger lässt sich WordPress gar nicht mehr installieren bzw. von älteren Versionen updaten.

    Man sollte deshalb ebenfalls darauf achten, dass der Hoster regelmäßig neue Versionen installiert, da es mit Sicherheit auch bei WordPress in Zukunft wieder höhere Anforderungen geben wird.

    Billig-Hoster updaten teilweisen die PHP-Version nicht oder bieten nur die alte MySQL 4 Datenbank an.

  • Apache mod-rewrite
    Nicht nur WordPress nutzt dieses Server-Modul, um “schöne URLs” zu erzeugen. Deshalb sollte es vorhanden sein.
  • Memory Limit
    WordPress setzt mittlerweile mindestens 32 MB Memory-Limit voraus. Allerdings sollten es schon mindestens 64 MB sein, da teilweise Plugins den Bedarf steigern.
  • htaccess
    Mit einer htaccess-Datei kann man bestimmte Einstellungen vornehmen, die für einen WordPress-Blog sinnvoll sind. Das betrifft nicht nur manuelle Einstellungen, sondern z.B. auf die Funktionalität von Caching-Plugins. Leider sperren manchen Billig-Hoster die htaccess-Datei, so dass man auf wichtige Funktionen verzichten muss.
  • Traffic und Speicherplatz
    Eigentlich sollten heutzutage weder der monatlichen Inklusiv-Traffic, noch der Speicherplatz ein wirkliches Problem darstellen. Zum einem ist meist auch in günstigen Tarifen ausreichend davon enthalten, zum anderen benötigt man gerade für einen neuen Blog werden von dem einen, noch von dem anderen wahnsinnig viel.

    Dennoch sollte man darauf achten, dass hier nicht zu wenig vorhanden ist. Einen Speicherplatz von z.B. 100 MB bekommt man mit einem Blog doch recht schnell voll.

In einem ausführlichen Artikel bin ich bereits auf die Anforderungen unterschiedlicher Website-Typen eingegangen, so auch denen von Blogs.

Hosted vs. Selfhosting
Nicht weiter eingehen möchte ich an dieser Stelle auf die Frage “Hosted vs. Selfhosting”. Hosted bedeutet, dass man nicht selber einen Hosting-Tarif mietet und den Blog installiert, sondern einen Anbieter wie Blogger.com oder WordPress.com nutzt.

Während es für einen kleinen Hobby-Blog ohne große Ambitionen sicher eine gute Alternative ist, einen Hosted Blog zu nutzen und damit jegliche technischen Arbeiten zu vermeiden, schränkt so ein Service einen professionellen Blog sehr schnell ein. Weitere Infos zu den Vor- und Nachteilen dieser beiden Hosting-Varianten.

Deshalb rate ich jedem, der einen professionellen Blog starten möchte, von Anfang an auf einen selbst installierten Blog zu setzen.

Welche Blog-Software?

Es gibt eine Reihe von Blog-Software-Lösungen, die man sich kostenlose herunterladen und installieren kann. Ich gebe zu, dass ich mich da vor vielen Jahren auf WordPress festgelegt habe und mich mit anderen Lösungen nicht wirklich beschäftige.

WordPress mag seine Nachteile haben, aber insgesamt halte ich es für die beste Blog-Software. Regelmäßige Updates, immer wieder neue Funktionen, eine sehr gute Usability, schnelle Patches, tausende Plugins und viele Gründe mehr sorgen dafür, dass ich diese Entscheidung nie bereut habe.

Deshalb werde ich in dieser Artikelserie auch nur WordPress nutzen. Einige Artikel dieser Artikelserie, wie zum Beispiel dem morgigen Artikel über die Installation von WordPress, werden deshalb nur WordPress-Nutzern wirklich was bringen. Aber die meisten anderen Artikel (zum Beispiel der vorherige Artikel zu den Vorüberlegungen oder auch die kommenden Artikel zu Inhalt, Vermarktung etc.) sind unabhängig vom genutzten Blog-System.

Domain-Wahl

Zum Abschluss dieses Artikel möchte ich mich noch einer wichtigen Entscheidung beim Start eines Blogs widmen. Zum Thema Domainwahl könnte man sicher einen eigenen Artikel schreiben, da es viele Punkte zu beachten gibt.

Das habe ich aber bereits auf Blogprojekt.de getan und deshalb möchte ich hier nur die wichtigsten Punkte bei der Domainwahl ansprechen.

Die folgenden Punkte sollte man bei der Domainwahl beachten:

  • Branding oder SEO
    Die erste grundsätzliche Entscheidung liegt darin, ob man mit der Domain eher einen Branding-Effekt erzielen möchte oder ob man auf die wichtigsten Keywords und damit auf SEO setzt.

    Bei der Entscheidung für Branding kann man ein Kunstwort oder eine Wortkombination nutzen, die nicht direkt was mit dem Bloginhalt zu tun hat, aber sich sehr gut merken lässt und sich bei der Zielgruppe einprägt. Letzteres ist nämlich das Ziel des Branding. Man möchte erreichen, dass sich die Blogdomain bei der Zielgruppe einprägt und immer mehr Stammleser einfach genau wissen, wie die Domain ist. Die Etablierung einer solchen Domain dauert allerdings seine Zeit. Ein Nachteil kann sein, dass man anhand der Domain nicht erkennt, worum es im Blog geht.

    Eine SEO-Domain ist dagegen meist nicht so einprägsam oder zumindest nicht so gut dazu geeignet, als Marke wahrgenommen zu werden. Dafür hat man aber eine oder mehrere wichtige Keywords in der Domain, was zwar aus SEO-Sicht nicht mehr so wichtig ist wie früher, aber dennoch immer noch Vorteile bei der Suchmaschinen-Optimierung mit sich bringt, trotz Google’s EMD-Update.

    Im Idealfall kombiniert man beide Wege. Also ein Domainname, der sowohl ein wichtiges Keyword enthält, als auch Markenqualität besitzt. Im Nachhinein gesehen habe ich mit meiner Domain www.selbstaendig-im-netz.de da ein ganz gutes Händchen gehabt. Es wird beim Lesen der Domain recht deutlich worum es im Blog geht. In den letzten Jahren hat sich die Wortkombination “Selbständig im Netz” aber auch zu einem gewissen Brand/Marke entwickelt.

  • Blogname und Domain
    Bei der Auswahl der Blog-Domain versuche ich darauf zu achten, dass der Blogname und der Domainname gleich sind. Das muss nicht sein, aber es hilft ungemein. So ist es in meinen Augen suboptimal, wenn der Blog zum Beispiel “Rinderzucht-Tipps für Bauern” heißen würde und die Domain “bauer-mueller-blog.de”.

    Vor allem aus Branding-Gründen finde ich es am Besten, wenn Blogname und Domain übereinstimmen.

  • Den eigenen Namen verwenden?
    Viele angehende Blogger nutzen eine Domain nach dem Schema “Vorname-Nachname.de”. Es gibt erfolgreiche Blogs, die so eine Domain haben, aber ich rate dringend davon ab und das aus mehreren Gründen.

    So sagt der Domainname nichts über die Inhalte aus. Zudem wirkt ein Blog mit so einem Domainnamen auf den ersten Blick nicht sehr professionell und eher wie ein Hobbyblog. Das kann sowohl bestimmte Leser-Zielgruppe, als auch z.B. potentielle Werbekunden abschrecken.

    Auch später kann es von Nachteil sein. Will man zum Beispiel mit einem anderen Blogger zusammen bloggen oder sogar den Blog später verkaufen, ist dieser Domainname eher ein Hindernis.

    Sehr extrovertierte Blogger, die sich gern in den Vordergrund stellen und z.B. ganz heiß auf Vorträge etc. sind, können allerdings von so einem Domainnamen profitieren, da sie vor allem den eigenen Ruf damit aufbauen und der Blog eher ein Mittel zum Zweck ist.

  • Die Domain muss zum Thema passen
    Wählt man nicht einen völlig unabhängigen Fantasienamen für seinen Blog, muss die Domain zum Inhalt passen.

    Ich hatte erst letztens eine Anfrage von einem Leser, ob er eine vorhandene Domain XY für den Start eines neuen Blogs nutzen sollte. Die Domain war schon älter und hat vielleicht auch ein paar kleine SEO-Vorteile. Allerdings betraf der Domainname bzw. die darin enthaltenen Keywords, ein ganz anderes Thema, als der geplante Blog. Das ist in meinem Augen ein K.O.-Kriterium.

    Wenn man schon Keywords in der Domain verwendet, dann müssen diese auch zum Bloginhalt passen.

  • Die Domain darf nicht zu genau sein
    Allerdings sollte man nicht zu sehr ins Detail gehen. So hätte ich diesen Blog hier auch “Erfahrungen eines Existenzgründers” (inkl. entsprechender Domain) nennen können, denn das war ganz zu Beginn die eigentliche Intention. Mittlerweile ist das Inhaltsspektrum aber viel breiter und ich selber bin schon lange kein Gründer mehr. Inzwischen hätte die Domain nicht mehr wirklich gepasst.

    Deshalb ist es empfehlenswert, sich einen gewissen Spielraum bei der Domain für spätere inhaltliche Anpassungen und Weiterentwicklungen zu lassen. Man sollte sich auf keinen Fall zu genau festlegen. Bei einem Fantasienamen ist das natürlich in der Regel überhaupt kein Problem.

  • weitere SEO Aspekte
    Lange wurde darüber diskutiert, ob man Unterstriche oder Bindestriche wählen sollte oder ob man mehrere Wörter in der Domain direkt zusammenschreibt.

    Das spielt zumindest für Google heute eigentlich keine Rolle mehr. Ich selber bevorzuge Bindestriche, da ich es am besten lesbar finde. Schreibt man mehrere Wörter hintereinander, dann ist es teilweise schwer zu erkennen, wo ein Wort aufhört und ein anderes beginnt.

    Man sollte es auf keinen Fall mit den Keywords übertreiben. Eine Domain nach dem Motto “keyword1-keyword2-keyword3-keyword4.de” wird sicher nicht nur Leser abschrecken und sich nicht wirklich als Marke eignen, sondern es wird auch Google skeptisch stimmen.

  • alte oder neue Domain
    Im Einzelfall kann es natürlich sein, dass man eine bereits genutzte Domain günstig bekommt, die dann auch perfekt zum neuen geplanten Blog passt. Aber das ist nach meiner Erfahrung nicht notwendig.

    Der Aufbau eines professionellen Blogs dauert sowieso recht lange und der SEO-Einfluss der Domain ist bei einem Blog noch geringer als bei anderen Website-Typen (z.B. Affiliate-Website).

    Deshalb habe ich bisher immer auf neue Domains gesetzt.

  • TLD
    Für einen deutschen Blogs würde ich immer versuchen die DE-Domainendung zu nutzen. Das zeigt potentiellen Lesern einfach sofort, dass es sich um einen deutschen Blog handelt.

    Ist man eher international ausgerichtet oder gibt es den absoluten Wunschdomainnamen nicht mehr für .de, dann sind sicher auch Domainendungen wie .com, .net oder .eu möglich.

    Aber im Normalfall würde ich immer für .de sein.

Die Auswahl einer Domain sollte man sich gut überlegen und nicht überstürzen. Die Domain wird einen über viele Jahre begleiten, ein wichtiger Teil des Brandings sein und auch aus SEO-Gründen (die vielen Backlinks die auf die Domain zeigen) sehr wichtig werden.

Deshalb sollte man langfristig denken und einen Domainnamen wählen, der im Idealfall sowohl am Anfang schon viel über den Blog verrät und dennoch langfristig nicht zu sehr einschränkt und sich zu einer Marke entwickeln kann.

Bestehende Marken, Produktnamen, KFZ-Kennzeichen, Städtenamen, Tippfehlerdomains und so weiter sollte man allerdings nicht in der Domain verwenden. Man muss dafür nicht abgemahnt werden, aber wer sein Business auf einer Domain mit einem gewissen rechtlichen Risiko aufbaut, kann das später bereuen.

Neben evtl. Abmahnungskosten ist es natürlich ein herber Rückschlag, wenn man auf eine andere Domain wechseln muss, sowohl aus SEO- als auch aus Marketing-Sicht.


So geht es weiter

Im morgigen zweiten Teil dieses Artikels zeige ich die Installation eines WordPress-Blogs Schritt für Schritt. Zusätzlich gibt es ein ausführliches Video dazu.


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
14 Kommentare und Trackbacks zu 'Technik, Hosting und Domainauswahl – Blogaufbau-Serie Teil 3a'

Kommentare zu 'Technik, Hosting und Domainauswahl – Blogaufbau-Serie Teil 3a' mit RSS

  1. 1 Holger kommentierte am 12.11.2012 um 12:28 Uhr

    Gerade das Thema Hosting vs. Selfhosting finde ich sehr interessant. Am Anfang sind Hosting-Angebote natürlich interessant und verlockend. Meiner Meinung nach wird man aber früher oder später über Selfhosting nachdenken müssen, aufgrund der weitergehenden Möglichkeiten.

  2. 2 Olli kommentierte am 12.11.2012 um 13:10 Uhr

    Also ich finde für jedes nicht ausschließlich private Projekt ist eine richtige Domain Pflicht. Zumal man mittlerweile Einsteigerpakete für 5 Euro im Monat bekommt.

  3. 3 Marc kommentierte am 12.11.2012 um 13:46 Uhr

    @Holger
    Hosted eignet sich nur für Blogeinsteiger, die sich überhaupt erstmal mit der Materie vertraut machen möchten. Bei etwas tieferem Einblick wird man selbst hosten müssen und dazu gehört zwangsläufig auch die eigene Domain. Andererseits gibt es aber auch ein paar durchaus erfolgreiche Hosted-Blogs, die aber dann meist im vollem Programm stehen. (Blogger+ YT+ G+, usw) Sozusagen ein nettes Komplettpaket mit einem kleinen Startbonus und besseren Möglichkeiten zur Vernetzung.

    Gruß

    Marc

  4. 4 Frank kommentierte am 12.11.2012 um 15:45 Uhr

    Ich hatte mal ne Domain, mit welcher ich überhaupt nicht bei Google indexiert wurde. Dieses Problem löste ich erst mit einer E-Mail an Google. Mein Vorbesitzer hatte wohl Unfug mit dieser Domain betrieben. Hier sollte man bei Bestellung einer alten Domain aufpassen.

  5. 5 Der Basti kommentierte am 12.11.2012 um 16:02 Uhr

    Da ich aus der Branche komme, finde ich erstmal löblich, dass Du das Thema Preis ansprichst und ich glaube auch, dass ist das erste mal, dass ich schriftlich lese, dass jemand dazu rät, lieber etwas mehr auszugeben. In Zeiten wo sehr gewisse halbwegs bekannte Webhoster das Hosting schon für 0,00 EUR anbieten inklusive 10 GB Webspace stelle ich mir immer wieder die Frage, wie man sowas technisch realisiert (Auslastung der Server) und besonders wie sich das betriebswirtschaftlich trägt. Leider sind die wenigsten Menschen bereit, für guten Support und gute Performance heute noch Geld auszugeben, dass merke ich an den vielenden abwandernden Kunden, dass Hosting ist ein Cent Geschäft geworden und wenn ich sehe, wie sich die Anbieter am Markt unterbieten, dann hab ich echt Angst vor der Zukunft.

    Vielleicht kannst Du ja auch noch irgendwo schreiben, dass man sich bewusst sein muss, dass man dann für sein Blog-System bzw. das WordPress Verantwortung hat. Ich erlebe es immer wieder, dass die Leute WordPress wie eine Tapete ansehen, einmal installiert, hält die nächsten 10 Jahre. Was auch ein Klassiker ist, 90% der Leute knallt sich die frische WordPress Installation mit Unmengen an Plugins zu, die zum einen aus fragwürdigen Quellen stammen und auch nicht aktualisiert werden, mal abgesehen davon, was einige für CPU Last erzeugen auf dem Server, was zu Ärger mit dem Hoster führen kann, bestes Beispiel ist Semmelstatz damals gewesen. Da fehlt irgendwie bei vielen das Verständnis, dass neben dem bloggen auch noch andere Aufgaben wie Updates einspielen und so anstehen.

  6. 6 Joerg kommentierte am 12.11.2012 um 16:30 Uhr

    Hallo Peer,

    mal eine Frage zu dem Memory Limit, 64 MB sind doch schon recht wenig. Ich habe gelesen das WordPress mittlerweile sehr viel braucht und 128 MB oder mehr gut sind.

    Was hast du für Erfahrungen??

  7. 7 Manuel kommentierte am 12.11.2012 um 16:45 Uhr

    Spannender Artikel! Hab alles gelesen. Gefallen hat mir der teil mit der Domainwahl ;)

  8. 8 Stefan kommentierte am 12.11.2012 um 18:20 Uhr

    Ich kann auch nur zum “Selfhosting” raten. Schleichwerbung für Anbieter möchte ich hier nicht machen, aber es gibt einige gute Hoster, bei denen es 4 oder mehr Domains mit freiem Traffic etc. gibt. PHP + Mysql und die restlichen Dinge, die hier angesprochen wurden sind da ebenfalls vorhanden. Meistens sind die ersten Monate noch frei und danach bezahlt man keine 10€ im Monat. Und selbst kleinere Seiten/Blogs sollten mit z.B. Adsense keine Probleme haben mindestens diese Kosten zu decken. Das sind zumindest meine Erfahrungen.

    Bin schon gespannt, wie die Serie weiter geht. Was mich vorallem interessieren würde, sind “seriöse” Premium-Themeanbieter, die Themes mit deutscher Sprachdatei anbieten. Auf Blogprojekt.de sind ja schon einige aufgelistet, aber für mich war bisher noch nicht das Richtige dabei.

  9. 9 Peer Wandiger kommentierte am 12.11.2012 um 18:46 Uhr

    @ Joerg
    laut Memory Plugin sind 35.24 MByte bei SiN belegt. 64 MB sollten also normalerweise ausreichend sein.

  10. 10 Peer Wandiger kommentierte am 12.11.2012 um 19:47 Uhr

    @ Basti
    Das werde ich auf jeden Fall auch noch thematisieren.

  11. 11 Tom kommentierte am 12.11.2012 um 22:48 Uhr

    ….man sollte lieber ein paar Euro pro Monat mehr investieren…

    Was sind ein paar Euro mehr? Ab wann bekommt man ca. gutes Hosting? Ab 5, 10, 15,… Euro/Monat? Kannst Du mir da mal einen Anhaltspunkt geben?

    Gruß Tom

  12. 12 Sascha kommentierte am 14.11.2012 um 08:11 Uhr

    Denke die Kosten für Hosting sind in den letzten Jahren so stark gefallen. Wenn man ein Projekt startet sollte man die paar Euro schon in der Tasche haben und sich ein Selfhosting Paket gönnen :-)

  13. 13 Michael kommentierte am 10.12.2012 um 15:20 Uhr

    Gerade habe ich diesen Artikel durchgelesen und er ist ganz hilfreich. Ich hätte es nicht gedacht, dass man auf so viele Sachen aufpassen muss wenn einen Blog starten möchte. Es ist mir ganz klar, dass eine Strategie schon unter anderem auch mit dem Blog-Hosting beginnt.

  14. 14 Daniel kommentierte am 23.04.2013 um 11:45 Uhr

    Den eigenen Namen in der Domain verwenden, ist nicht so prächtig. Wer mit seinem Hoster zufrieden ist, kann hier mit abstimmen: http://www.azella.de/blog/2013/04/vote-top-10-webhosting-anbieter/

    Tschau



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