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WordPress-Grundeinstellungen – Blogaufbau-Serie Teil 3c
Peer Wandiger - 12 Kommentare - Blogs, Software - Ähnliche Artikel


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WordPress-Grundeinstellungen - Blogaufbau-SerieIm dritten und abschließenden Teil des Artikels über die Installation eines WordPress-Blogs, gehe ich heute auf die Einstellungen ein.

Nachdem man den Blog installiert hat (siehe vorherigen Artikel) sollte man einige grundsätzlich Einstellungen vornehmen und diese nicht auf den Standardwerten belassen.

Welche das sind, erläutere ich im folgenden Artikel und in einem Video.

Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie Schritt für Schritt zum erfolgreichen Blog.

WordPress Grundeinstellungen

WordPress bietet von Hause aus eine ganze Reihe von Einstellungsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen an. So etwa für das Schreiben von Artikeln, für die Kommentare, für die Linkstruktur und eines mehr.

Im Folgenden gehe ich diese Einstellungsmöglichkeiten durch und zeige, welche Einstellungen ich bei meinen Blogs typischerweise vornehme. Das sind natürlich nur meine persönlichen Empfehlungen, die sich aber in den letzten Jahren bewährt haben.

Um zu den Einstellungen zu gelangen, klickt man in der linken Menüleiste auf “Einstellungen”.

Allgemein
Das erste Untermenü, welches auch gleich beim Klick auf “Einstellungen” aufgerufen wird, heißt “Allgemein”. Dort finden sich grundlegende Einstellungen zum Blog.

WordPress-Grundeinstellungen - Allgemein

Wie man in dem Screenshot sehen kann, wird hier z.B. der Blogtitel angegeben. Diesen kann man natürlich noch verändern, wenn einem der Blogtitel, den man bei der Installation angegeben hat, nicht gefällt.

Neu eingeben muss man den Untertitel, der in meinem Beispiel “Tipps und Tricks-Videos” lautet. Sowohl Blogtitel als auch Untertitel werden von den meisten WordPress-Themes oben im Header ausgegeben.

Darunter folgt die WordPress-Adresse und die Seiten-Adresse. Im Normalfall sind diese beiden URLs gleich. Nur wenn man eine separate Startseite möchte und der Blog nicht direkt beim Aufruf der Domain angezeigt werden soll, wählt man hier unterschiedliche URLs.

Das Häkchen bei Mitgliedschaft lässt man in der Regel ebenfalls weg. Ist dieser gesetzt, können sich User registrieren und bekommen Zugriff auf bestimmte Inhalte, je nach Standardrolle der neuen Benutzer. Das mag bei bestimmten Mitglieds-Websites nützlich sein, aber bei einem normalen Blog sollte man den Haken weglassen.

Darunter folgen dann Einstellungen für die Zeitzone, das Datumsformt und das Zeitformat. Wenn man die deutsche WordPress-Version verwendet und eine deutschen Hoster, sollte hier alles Okay sein.

Schreiben
Die Unterseite “Schreiben” beinhaltet alle Einstellungen zum Verfassen von Blog-Artikeln.

WordPress-Grundeinstellungen - Schreiben

So kann man hier z.B. die Größe der Textbox anpassen und einstellen, ob Emoticons umgewandelt werden sollen.

Interessant ist die Standardkategorie für neue Artikel. Veröffentlicht man z.B. vor allem News, dann sollte man erst eine News-Kategorie anlegen (zeige ich in einem späteren Artikel) und dann kann man hier als Standardkategorie “News” auswählen. Das spart später einige Klicks, da meist schon die richtige Kategorie eingestellt ist.

Des Weiteren gibt es Einstellungsmöglichkeiten für das Veröffentlichen von Artikeln über eMail und über die XML-RPC-Schnittstelle. Letzteres ist z.B. mit Desktop-Blogging-Tools möglich. Schreibt man direkt im WordPress-Editor, sollte man dieses Häkchen nicht setzen, da diese Schnittstelle auch immer wieder ein Angriffspunkt für Hacker ist.

Ganz unten findet man dann noch ein Feld für Ping-Dienste. Dort kann man Adressen solcher Services eintragen. WordPress wird dann nach der Veröffentlichung eines Artikels diese Dienste automatisch über einen neuen Artikel informieren. Allerdings ist mittlerweile recht umstritten, ob dies viel bringt. Manche haben hier viele Dienste stehen, andere wiederum nur den einen Dienst, den WordPress hier schon voreingestellt hat. Weitere Infos zu Ping-Diensten.

Lesen
Auf dieser Seite geht es um die Anzeige von Inhalten auf der Startseite, im Archiv und im RSS-Feed.

WordPress-Grundeinstellungen - Lesen

Als erstes kann man sich entscheiden, ob die letzten Artikel auf der Startseite angezeigt werden sollen oder eine statische Seite. In WordPress kann man neben Artikeln auch Seiten erstellen. Diese sind nicht chronologisch geordnet und verhalten sich wie die Seiten einer klassischen Website.

Bei Blogs lässt man aber in der Regel auf der Startseite die letzten Artikel anzeigen, man lässt also die Option “Dein letzter Beitrag” aktiv.

Darunter kann man festlegen, wie viele Artikel auf der Startseite, im Archiv und auf den Kategorieseiten maximal angezeigt werden sollen. Hat man viele Artikel, dann erscheint eine Navigation mit der man zu der nächster Archiv-Seite mit weiteren Artikeln wechseln kann. Ich stelle meist 7 oder 8 Artikel pro Seite ein. Mehr würde ich nicht machen, da dies den Seitenaufbau zu stark verlangsamt.

Die Anzahl der Artikel hängt zudem davon ab, ob man den ganzen Artikel auf den Übersichtsseite ausgibt, oder nur einen Teil. Ich setze in meinen Artikeln immer den “more”-Tag nach der Einleitung. WordPress schneidet auf Übersichtsseiten den Artikel-Text dadurch automatisch an dieser Stelle ab. Das macht die Übersichtseiten übersichtlicher (für jeden Artikel erscheint dann nur die Überschrift und die Einleitung) und die Leser müssen einen Artikel anklicken, wollen Sie ihn komplett lesen.

Darunter kann man noch einstellen, ob im Newsfeed (ein anderer Name für RSS-Feed) die kompletten Artikel oder nur ein Ausschnitt angezeigt werden soll. Ich löse dies allerdings mit einem Plugin, was ich später noch vorstellen werde. Deshalb lasse ich hier die Einstellung auf “ganzen Text”.

Die Anzahl der im Newsfeed angezeigten Artikel würde ich auf 20 stellen.

Diskussion
Im Menüpunkt “Diskussion” dreht sich alles um die Kommentare im Blog. Kommentare sind für Blogs sehr wichtig, können aber auch für Spam missbraucht werden. Deshalb sollte man hier einige Einstellungen vornehmen.

WordPress-Grundeinstellungen - Diskussion

Ganz oben gibt es allerdings erstmal 2 Einstellungen zu Ping- und Trackbacks. Damit sind einerseits Benachrichtungen von anderen Blogs gemeint, die man selber in einem Artikel verlinkt. Klappt das, erscheint bei dem anderen Blog im verlinkten Artikel ein sogenannter Trackback, quasi ein Link zurück zu unserem Artikel.

Selber kann man natürlich auch entscheiden, ob man solche Trackbacks von anderen Blogs zulässt. Ich lasse beide Option in der Regel aktiviert.

Darunter gibt es die grundlegende Einstellung “Erlaube Besuchern neue Artikel zu kommentieren”. Das sollte man auf jeden Fall aktiviert lassen.

Nun wird es etwas detaillierter. Man kann einstellen, ob die Besucher beim Kommentieren Name und eMail-Adresse hinterlassen müssen. Das sollte aktiv sein. Deaktiviert habe ich dagegen die Option, dass der Kommentierer angemeldet sein muss.

Interessant ist die Option, das Kommentar-Formular zu deaktivieren, wenn ein Artikel älter als X Tage ist. Ich habe da meist 180 eingetragen. Das sorgt dafür, dass Leser über den Artikel, solange er noch halbwegs aktuell ist, diskutieren können. Ganz alte Artikel werden aber in der Regel nur von Spammern kommentiert, die eine Backlink wollen. Deshalb schließe ich bei älteren Artikeln die Kommentar-Funktion.

Man kann einstellen, wie die Kommentare verschachtelt werden sollen, allerdings unterstützt das nicht jedes Theme.

Man kann sich zudem informieren lassen, wenn ein Kommentar geschrieben wurde bzw. zur Moderation bereit steht.

Darunter kommt eine Einstellung, die ich für sehr nützlich halte und bei meinen Blogs nutze. Ich aktiviere die Option “Der Autor muss bereits einen genehmigten Kommentar geschrieben haben.” Ich moderiere also nicht jeden Kommentar, aber die von erstmaligen Kommentierern schon. Ist der erste Kommentar in Ordnung und z.B. kein Spam, sind es die folgenden meist auch.

Darunter kann man noch einstellen, bei wie vielen Links in den Kommentaren man einen Kommentar moderieren möchte. Ich moderiere jeden Kommentar, der einen oder mehrere Links enthält. Deshalb steht bei mir da eine 0 drin.

Weiter unten auf der Seite kann man noch IPs, eMail-Adressen, Keywords oder Domains angeben. Enthält ein Kommentar davon eine, wartet er auf jeden Fall auf eine Moderation durch mich oder wird ggf. direkt als Spam markiert.

Ganz unten gibt es dann noch Einstellungen zu den Avataren. Dort kann man festlegen, ob Avatare (kleines Bild des Kommentierers) angezeigt werden soll. Weitere Einstellungen zur Art und Weise dieser Avatare gibt es ebenfalls.

Mediathek
Im Bereich “Mediathek” kann man einige Einstellungen bzgl. der hochgeladenen Bilder (und anderer Medien) vornehmen.

WordPress-Grundeinstellungen - Privatspähre

Wird dies vom verwendeten Theme unterstützt, dann kann man z.B. für jeden Artikel ein Miniaturbild erzeugen lassen, dass dann z.B. auf Überichtseiten (z.B. der Startseite) angezeigt wird.

Ebenso gibt es die Option, Links zu Medien direkt einzubetten. So kann WordPress z.B. mittlerweile Youtube-Videos ausschließlich anhand einer entsprechenden URL als Video direkt im Blog anzeigen.

Auf dieser Seite nehme ich in der Regel keine Veränderungen vor.

Privatsphäre
Auf der Unterseite Privatsphäre kann man nur eine Einstellung vornehmen.

WordPress-Grundeinstellungen - Privatspähre

Hier könnte man festlegen, dass Suchmaschinen die Inhalte des eigenen Blogs nicht indexieren und man so nicht in Google und Co. gefunden wird.

In der Regel ist das aber nicht gewünscht, da wir ja Besucher von Google und Co. wollen. Deshalb sollte immer die Option “Suchmaschinen dürfen diese Webseite indexieren.” ausgewählt sein.

Permalinks
Zu guter Letzt kann man noch festlegen, wie die URLs des eigenen Blog aussehen sollen. Hier als Beispiel die Permalinks-Seite von “Selbständig im Netz”.

WordPress-Grundeinstellungen - Permalinks

Standardmäßig wird einfach die Artikel-ID an die URL gehangen. Das ist aber sowohl aus SEO-Sicht, als auch für die Leser nicht ideal. Stattdessen sind sogenannte sprechende URLs besser, wie ich sie hier im Blog verwende. Dabei wird unter anderem der Titel eines Artikels in die URL integriert und dadurch erkennt man schon an der URL, warum es im Artikel gehen wird und die wichtigsten Keywords sind ebenfalls enthalten.

Man kann sich zudem entscheiden, ob man das Datum mit in der URL möchte oder nicht. Gleiches gilt für die Kategorie.

Ich setze hier im Blog, wie oben im Screenshot zu sehen, eine “Benutzerdefinierte Struktur” ein:
/%year%/%monthnum%/%day%/%category%/%postname%/

Dadurch wird das Datum des Artikel, der Kategoriename und der Artikeltitel in die Artikel-URL eingebaut.

Allerdings muss für solche sprechenden URLs eine sogenannte htaccess-Datei vorhanden und veränderbar sein. Die liegt direkt im Hauptverzeichnis von WordPress.

Die zwei Optionen darunter nutze ich nicht.

Video

Hier nun noch ein ausführliches Video zu den wichtigsten WordPress-Einstellungen nach der Installation:

(Wählt die Auflösung 720p auf, um alles richtig erkennen zu können.)

weitere Einstellungen

Die in diesem Artikel vorgestellten Einstellungen betreffen nur die von WordPress selbst bereitgestellten Optionen.

Wenn wir in späteren Teilen dieser Artikelserie ein Theme und diverse Plugins installieren, wird es weitere Einstellmöglichkeiten geben. Sowohl Themes als auch Plugins haben in der Regel eine eigene Seite für Einstellungen.


So geht es weiter

Im nächsten Teil dieser Artikelserie geht es um ein passendes Theme für den eigenen Blog und um nützliche Plugins.


Hier findest Du weitere Informationen zu diesem Thema:

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Kommentare
12 Kommentare und Trackbacks zu 'WordPress-Grundeinstellungen – Blogaufbau-Serie Teil 3c'

Kommentare zu 'WordPress-Grundeinstellungen – Blogaufbau-Serie Teil 3c' mit RSS

  1. 1 Ralf Engels kommentierte am 15.11.2012 um 14:01 Uhr

    Danke schön,

    für die erstklassische Informationen. Bin in einer Akademie eingetragen und hier bekomme ich noch bessere Informationen kostenlos. Jetzt kann ich endlich meine Seite besser am laufen bekommen.

    Danke

  2. 2 Lisa kommentierte am 15.11.2012 um 14:19 Uhr

    Hey,
    sehr sehr interessanter Artikel, Kompliment! Interessant wäre evtl. noch ein Tutorial darüber, wie man AdSense in einen WordPress-Blog einbindet bzw. welche Positionen für die jeweiligen Anzeigen empfehlenswert sind. Oder eventuell auch eine Auflistung der gängigsten Plugins (evtl. aufgegliedert in PREMIUM/FREE).

    Mach weiter so, immer wieder sehr interessant hier.

    Lisa

  3. 3 Holger kommentierte am 15.11.2012 um 14:30 Uhr

    Vielen Dank für die Informationen. Nachdemk ich den WordPress Blog erst gestern eingerichtet habe, nehme ich hier einige hilfreiche Hinweise mit, wie z.B. das Setzen von “more”-Tags.

  4. 4 Peer Wandiger kommentierte am 15.11.2012 um 14:41 Uhr

    @ Lisa
    Ich hatte erst kürzlich diverse AdSense-Plugins vorgestellt.

  5. 5 Reiner kommentierte am 16.11.2012 um 08:42 Uhr

    Hallo, also das Einsetzen des “more”-Tag ist für einzelne Artikel recht einfach. Schwieriger wird es da schon, wenn eine Allgemeingültigkeit für das CMS entstehen soll, ohne es jedes Mal aufs Neue manuell einzufügen. Danke für die gelungene Anleitung.

  6. 6 Heiko kommentierte am 16.11.2012 um 11:09 Uhr

    Hallo Peer, habe die Serie nicht weiter verfolgt – hast du schon irgendwo geschrieben, mit welchem Videoprogramm du die Screencasts erstellst? Ist ne gelungene Sprach- und Videoqualität…
    MfG
    Heiko

  7. 7 Peer Wandiger kommentierte am 16.11.2012 um 11:28 Uhr

    @ Heiko
    Bisher nicht. Aber demnächst möchte ich dazu einen Artikel veröffentlichen. Ich nutze Magix Video deluxe MX Premium.

  8. 8 Heiko kommentierte am 16.11.2012 um 11:46 Uhr

    Danke dir! Habe mir gerade mal das Produktvideo angeschaut – sieht vielversprechend aus. MfG

  9. 9 Dhany kommentierte am 16.11.2012 um 16:03 Uhr

    Hi,

    vielen Dank für die Hinweise. Bis ich alle meine Einstellungen für meinen Blog zusammen hatte, habe ich 2 Wochen gebraucht.
    Allerdings mache ich das ganze nebenberuflich, von daher muss man hier auch erstmal die Zeit haben.
    Ich werde die Serie auf jeden Fall weiter verfolgen.

    VG

  10. 10 Alex kommentierte am 16.11.2012 um 19:52 Uhr

    Sauber zusammengestellt. Wenn man eher eine statische Webseite aufbaut, könnte man eventuell doch Artikelname als Permalinkstruktur wählen, oder?

  11. 11 Herbert kommentierte am 16.11.2012 um 21:09 Uhr

    Hallo Peer,

    vielen Dank für Deine äußerst aufschlussreichen Informationen. Obwohl ich schon einige Bücher zum Thema WordPress gelesen habe, konnte ich in Deinem Tutorial jede Menge neuer Infos und wertvoller Tipps erhalten.
    Sehr informativ und wichtig waren für mich Deine Ausführungen zum Thema Permalinks. Denn hier müssen von Anfang an die Weichen richtig gestellt werden, da eine spätere Änderung nicht mehr so ohne Weiteres möglich ist
    Hilfreich und interessant wäre auch eine Aufstellung von aus Deiner Sicht empfehlenswerter Plugins. Vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    Herbert

  12. 12 Wendelin kommentierte am 18.11.2012 um 21:55 Uhr

    Hi. Peer
    Du hast wieder kalasse Tipps gepostet.
    danke.



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