Tipps zum Schreiben – Blogaufbau-Serie Teil 5b

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Tipps zum Schreiben - Blogaufbau-SerieDer heutige Teil der Artikelserie über den Aufbau eines neuen Blogs ist wohl einer der wichtigsten und gleichzeitig am schwersten zu schreiben, da jeder Blogger hier seinen eigenen optimalen Weg finden muss.

Trotzdem gibt es viele Tipps zum Schreiben von Blogartikeln und ich schildere natürlich auch meine eigenen Erfahrungen.

Das fängt bei der Suche nach Ideen für Artikel an, geht über die Recherche hin zum Schreiben an sich, bis dann abschließend die Überarbeitung und Fertigstellung des Artikels erfolgt.

Zudem möchte ich auf typische Fehler eingehen, die man vermeiden sollte und ich widme mich der Frage, wann man die ersten Artikel veröffentlichen sollte.

Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie Schritt für Schritt zum erfolgreichen Blog.

Dieser Artikel ist sehr umfangreich geworden und wahrscheinlich der längste Artikel, den ich je geschrieben habe. Da man zu dem Thema aber eigentlich eine eigene Artikelserie machen könnte, konnte ich nicht jeden Tipp unterbringen, den es zum Schreiben von Artikeln gäbe. Deshalb habe ich in den einzelnen Abschnitten oft auf andere Artikel von mir verlinkt, die einzelne Themen bereits ausführlicher behandelt haben.

Inhalte schreiben

Das Schreiben von Blog-Artikeln ist unter dem Strich das wichtigste Thema für den Aufbau eines Blogs. Als Blogger wird man über Jahre (fast) täglich neue Inhalte verfassen.

Diese Inhalte sind für einen Blog entscheidend, definieren sie doch das Image des Blogs und sorgen viel stärker als bei anderen Website-Typen für Erfolg oder Misserfolg.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass man als angehender Blogger ein paar Dinge beachtet und die häufigsten Fehler vermeidet.

Allerdings ist das Schreiben auch der Teil am Bloggen, der am wenigsten standardisierbar ist. Es gibt zwar Best Practices und viele Erfahrungen und Tipps aus der Praxis, aber am Ende muss jeder Blogger seinen eigenen Stil und Workflow finden.

Deshalb sind die heutigen Tipps keineswegs endgültig oder der einzige Weg zu guten Artikeln. Ich habe hier meine eigenen Erfahrungen aus fast 6 Jahren eingebracht und hoffe, ich kann euch damit den Einsteig erleichtert und euch helfen, euren eigenen optimalen Schreib-Workflow zu finden.

Zu Beginn noch kurz ein paar Worte zum Einstieg ins regelmäßige Schreiben. Es hilft natürlich, wenn man gerne schreibt. Ich habe auch schon früher gern und viel geschrieben und wenn ich im Deutsch-Unterricht mal nicht so genau wusste, was die Lehrerin von mir wollte, dann habe ich einfach drauf los geschrieben und irgendwie hat es immer gepasst. :-)

Wer nicht gern schreibt kann das zwar lernen und vielleicht entdeckt er ja auch noch, dass es ihm Freude macht, aber auf Dauer sollte man sich nicht zum Schreiben zwingen müssen.

Der zweite Hinweis betrifft den Einstieg. Mir fiel es am Anfang sehr schwer Artikel zu schreiben. Ich dachte immer daran, wie viele Menschen diesen Text lesen würden (und damals waren es natürlich viel weniger als heute). Also habe ich lange überlegt, welche Artikelthemen gut sind und ewig an den Artikeln gebastelt, bis ich sie dann veröffentlicht habe.

Es ist also ganz normal, wenn das Schreiben zu Beginn nicht so einfach von der Hand geht. Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Mit der Zeit wird es viel einfacher und man wird immer besser. Man sollte sich nicht damit unter Druck setzen, dass man denkt, jeder Artikel müsste perfekt sein und die Blogwelt revolutionieren. Das ist nicht notwendig und auch gar nicht machbar.

Was sind hochwertige Inhalte?

Das Thema “hochwertige Inhalte” hat mich in letzter Zeit stark beschäftigt. Das liegt daran, dass im Zusammenhang mit den Erfolgsfaktoren in Google und bei den Lesern immer wieder “hochwertige Inhalte” genannt werden. Doch was ist das eigentlich genau?

In einem Artikel habe ich erst kürzlich versucht zu definieren, was hochwertige Inhalte ausmacht. Ich möchte das hier nicht nochmal in ganzer Breite behandeln, also empfehle ich diesen Artikel.

Nur um es nochmal kurz zusammen zu fassen: Hochwertige Inhalte erfüllen die Erwartungen der Leser, geben diesen Mehrwert und wecken das Interesse nach mehr. Gleichzeitig sollten hochwertige Inhalte aber auch den Anforderungen von Google genügen. Sie sollten unique (einzigartig) sein, eine gute, aber nicht übertriebene Suchmaschinenoptimierung besitzen und regelmäßig erscheinen.

Wenn man es schafft, die beiden Zielgruppen (Leser und Google) zufrieden zu stellen, wird man mit einem Blog sehr wahrscheinlich erfolgreich sein.

weitere Lesetipps:
Blog-Post schreiben, die Leser begeistern
Tipps für zeitlose Blog-Artikel

Artikel-Ideen finden

Am Anfang steht die Artikel-Idee. Ohne Idee, um was es in einem Artikel gehen soll, wird es schwer werden diesen zu schreiben.

Es gibt für einen Autor, und ein Blogger ist ja nichts anderes, nichts schlimmeres als vor einem leeren Artikel-Editor zu sitzen und nicht zu wissen über was er schreiben soll.

Deshalb habe ich es mir mit der Zeit angewöhnt, immer und überall offen für Artikel-Inspiration zu sein. Wenn ich im Internet lese, Mails beantworte, meinen Feedreader checke oder über Twitter kommuniziere, prüfe ich immer im Hinterkopf, ob sich ein bestimmtes Thema für einen Artikel in meinen Blogs eignet.

Im Artikel 22 Tipps um regelmäßig neue Artikel-Ideen zu finden habe ich eine Vielzahl von Inspirationsquellen aufgelistet, wobei diese Liste mit Sicherheit nicht abschließend ist.

Natürlich kann man sich bei anderen Blogs inspirieren lassen. So klaust du bei anderen Blogs richtig lautet der Titel eines Artikels, den ich zu dieser Thematik verfasst habe. Man sollte sich aber wirklich nur inspirieren lassen und nicht einfach von anderen Blogs kopieren.

Was ich ebenfalls gelernt habe ist, dass man sich alles notieren sollte. Ich habe in jedem meiner Blogs mittlerweile hunderte Artikelentwürfe, die aus einem Arbeitstitel, der Grundidee für den Artikel, Stichpunkten und interessante Links bestehen. Wer versucht, sich Artikelideen zu merken, wird die Hälfte vergessen. Zudem kann man sich so schlecht neue Informationen oder interessante Links zu einem Thema notieren.

Ich schreibe natürlich immer wieder auch über aktuelle Themen, die gerade passieren und dazu lege ich vorher natürlich keinen Entwurf an. Aber für den Großteil meiner Artikel greife ich auf Entwürfe zurück.

Wobei der Begriff “Entwürfe” hier wirklich nur bedeutet, dass es sich um eine Idee samt Fakten, Stichpunkten, evtl. einer ersten Artikelstruktur und weiterführenden Links handelt. Ich schreibe keine kompletten Artikelentwürfe und lasse diese dann liegen.

Ich starte heute keinen Blog mehr, ohne dass ich 20-30 Artikel-Ideen zusammen getragen habe. Oft sind es sogar mehr. Seitdem ich bei meinen Blogs so vorgehe, habe ich keine Probleme mehr mit fehlenden Ideen für neue Artikel. Ich habe eher das Problem, dass ich gar nicht so viele Artikel schreiben kann, wie ich Ideen habe.

weitere Lesetipps:
Kreativ und originell bloggen – Inspiration für Blogger
Artikel-Ideen und Inspiration – Blogprojekt Podcast 9

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Recherche

Wenn man sich für eine Artikel-Idee entschieden hat und zudem weiß, welchen Artikeltypen (siehe vorherigen Teil dieser Artikelserie) man schreiben möchte, geht es an die Recherche.

Ich halte eine gute Recherche für sehr wichtig, da man oft erst durch eine gute Recherche alle Aspekte eines Themas abdecken kann und nichts wichtiges vergisst.

Natürlich ist Recherche nicht für jeden Artikel gleich wichtig. Bei einer News zum Beispiel muss man wahrscheinlich weniger recherchieren, als bei einer umfangreichen Anleitung. Bei einem Artikel, in dem man eigene Erfahrungen schildert, muss man oft gar nicht recherchieren.

Vorüberlegungen
Nachdem ich eine Artikelidee gefunden habe, stelle ich ein paar Vorüberlegungen an. Ich notiere mir wichtige Punkte aus meinem eigenen Know How zu diesem Thema. Zudem notiere ich mir informative Links von Artikeln, die sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigen.

Das passiert bei mir aber meist schon weit vor dem Schreiben eines Artikels, da ich ja, wie oben beschrieben, einen Artikel-Entwurf für jede neue Idee anlege und dort gleich alle Ideen, Stichpunkte und Links einfüge, die ich zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung habe.

Recherche
Entscheide ich mich dann einen Artikel zu schreiben, ordne ich die Stichpunkte in meinem Entwurf und lese mir die externen Artikel nochmal durch, die ich dazu notiert hatte. Ich mache mir weitere Stichpunkte und google wenn notwendig nach weiteren Informationen.

Für wichtige Informationen, die z.B. eine Kernaussage des Artikels betreffen, versuche ich immer mindestens 2 Quellen zu finden. Nichts ist ärgerlicher als einen langen und aufwändigen Artikel zu verfassen, nur um dann später festzustellen, dass die Basis des Artikels (bestimmte Fakten, eine Aussage oder ähnliches) nicht richtig sind.

Struktur
Aus den notierten Stichpunkten bastle ich mir dann eine Struktur für den Artikel. Ich erstelle Zwischenüberschriften, die von der Einführung, über die Problemschilderung, Faktenpräsentation, bis hin zur Lösung und dem Fazit gehen.

Auch wenn jeder Artikel natürlich eine etwas andere Struktur hat und je nach Ausrichtung und Typ des Artikels eine andere Form notwendig ist, so habe ich dennoch eine gewisse Grundstruktur bei meinen Artikeln:

  1. Einführung
    Die ersten Sätze meiner Artikel sollen dem Leser klar machen, worum es im Artikel geht und welche Nutzen er davon haben wird, wenn er ihn liest.

    Diese Einführung ist alles, was auf meiner Blog-Homepage und im RSS-Feed von einem Artikel zu sehen ist. Deshalb muss man damit das Interesse des Lesers wecken und ihm klar machen, worum es im Artikel geht.

  2. Schilderung der Situation
    Meist hat ein Artikel einen bestimmten Anlass. Sei es eine aktuelle News, ein Problem von mir oder einem Leser oder etwas anderes. Deshalb schildere ich nach der Einführung meist erstmal ausführlich die Ausgangssituation und den Grund für den Artikel.
  3. Schritt für Schritt / Tipps / Infos
    Dies ist meist der größte Teil meiner Artikel. Ich gebe praktische Tipps und biete Informationen, die dem Leser dabei helfen, das Beste aus der Ausgangssituation zu machen, ein Problem zu beheben oder seinen Wissensdurst zu stillen. Ich kann Artikel nicht leiden, die nur ein Problem schildern und Panik machen, weshalb ich immer versuche Lösungen und praktische Tipps anzubieten.
  4. Argumente Pro und Kontra / Beispiele
    Danach kommen oft die weiteren “Seiten der Medaille”. Die wenigsten meiner Artikel sind schwarz/weiß. Es gibt oft verschiedene Ansichten zu Themen und meist nicht den einen Königsweg. Deshalb versuche ich Pro und Kontra zu zeigen.
  5. evtl. weiterführende Tipps
    Oft ist ein Thema auch nicht so einfach abzugrenzen, sondern hat Auswirkungen auf angrenzende Themen oder ich möchte noch ein paar besondere Erfahrungen oder ergänzende Tipps veröffentlichen. Das geschieht meist an dieser Stelle.
  6. Fazit
    Zum Schluss fasse ich den Inhalt und die wichtigsten Erkenntnisse/Aussagen eines Artikel nochmal kurz und prägnant zusammen.

Dies ist natürlich nur ein grobes Schema, dass die ungefähre Struktur meiner Artikel wiedergibt. Je nach Artikeltyp und Inhalt eines Artikels wird das Schema angepasst oder sieht auch mal ganz anders aus. Das ergibt sich bei der Recherche, wenn ich die Stichpunkte und Fakten zusammentrage und ordne.

Habe ich das Gefühl, dass ich genug zu dem Thema weiß und nichts entscheidendes mehr fehlt und habe ich eine grundlegende Struktur des Artikels mit Zwischenüberschriften angelegt, geht es zum eigentlichen Schreiben des Artikels.

weitere Lesetipps:
Tipps um schnell und effektiv zu recherchieren

Schreibtipps

Das Schreiben des Artikels ist bei meiner Vorgehensweise eigentlich meist recht einfach.

Da ich bereits eine Artikelstruktur mit Zwischenüberschriften habe und ich mir dort auch noch jeweils Stickpunkte und Notizen gemacht habe, geht das Schreiben relativ einfach von der Hand. Ich muss die Stichpunkte, Fakten, Aussagen, Tipps, Erfahrungen etc. “einfach” nur noch in Sätze “gießen”.

Um die Lesbarkeit zu erhöhen, versuche ich Schachtelsätze zu vermeiden und ich wechsle gern etwas längere mit kürzeren Sätzen ab.

Zudem schreibe ich keine unendlich langen Absätze, da sich dies am Bildschirm schwer liest. Ich füge immer wieder Leerzeilen ein.

Listen (mit <ul>) erleichtern die Auflistung von Tipps, Fakten etc. und sind für Leser eine willkommene Auflockerung und einfacher zu erfassen.

Ich versuche schon beim ersten Schreiben einen ordentlichen Stil einzuhalten, aber man sollte nicht schon an den endlosen Details feilen, da einem das aus dem Schreibworkflow raus bringt. Nach dem Schreiben des Artikels folgt die Überarbeitung und da geben wir dem Artikel dann den Feinschliff.

Überschrift
Eine wichtige Entscheidung beim Schreiben eines Artikels ist die Überschrift. Diese sollte idealerweise 3 Funktionen erfüllen:

  • Eine Überschrift sollte neugierig machen und zum Klicken verleiten, da man z.B. in den Google Suchergebnissen und im eigenen Feedreader oft nur (oder zumindest primär) die Überschrift wahrnimmt.
  • Gleichzeitig sollte eine Überschrift aber auch den Inhalt des Artikels klarmachen und ein gewisses Versprechen geben, dass der Artikel aber auch halten muss.
  • Die Überschrift eines Artikel sollte zudem die wichtigsten Keywords enthalten, da dies ein wichtiger SEO-Faktor ist. (Stichwort: Title-Tag)

Diese Punkte sind nicht immer so einfach zusammen zubringen, aber man sollte es versuchen.

Suboptimal sind Überschriften wie z.B. “Eine tolle Neuigkeit” oder “Was ihr schon immer wissen wolltet”. Das macht zwar neugierig, aber die Leser wissen nicht worum es geht und aus SEO-Sicht bringt so eine Überschrift ebenfalls nichts.

Einfach schreiben
Mit einer guten Vorbereitung sollte es relativ einfach sein den Artikel zu schreiben. Stockt man an ein paar Stellen, sollte man sich damit nicht zu lange aufhalten, sondern den Artikelentwurf erstmal fertig schreiben.

Es ist auch nicht ungewöhnlich, wenn einem beim Schreiben noch etwas zum Thema einfällt und man z.B. noch eine Zwischenüberschrift ergänzt.

Bilder, Videos, Links
Ich weiß in der Regel schon beim Aufstellen der Artikelstruktur, wo ich ein Bild (z.B. einen Screenshot), ein Video oder auch interne und externe Links haben möchte.

Diese füge ich während des Schreibens an den passenden Stellen ein. Manche machen dies auch erst nachdem sie den Text fertig geschrieben haben. Man sollte hier die Vorgehensweise wählen, die einem am besten liegt.

weitere Lesetipps:
Überschriften-Gestaltung – Blog-Start – Schritt 9
10 Tipps für optimale Blog-Headlines
Geschichten erzählen und damit mehr Leser gewinnen
Die optimale Blogpost-Länge
Tipps für optimale Posts

Überarbeitung

Diesen Schritt vergessen viele Blogger und das ist meiner Meinung nach ein großer Fehler.

Ich lese mir meinen gerade geschriebenen Artikel nochmal genau durch und achte dabei auf die folgenden Dinge:

  • Rechtschreibung
    Ich bin mit Sicherheit auch nicht perfekt, was Rechtschreibung und Grammatik angeht, aber man sollte zumindest die meisten Fehler finden und beseitigen. Das wirkt einfach professioneller, als wenn in jedem zweiten Satz ein Fehler drin ist.

    Ich nutze das Firefox Addon Deutsche Rechtschreibung. Die unterstreicht im Artikel-Editor falsch geschriebene Wörter. Man sollte sich allerdings nicht allein darauf verlassen, da das Addon nicht alle Wörter kennt und zudem fehlende Wörter oder falsche Formulierungen nicht erkennen kann.

    Leider hilft es auch nicht bei der Kommasetzung. ;-)

  • inhaltliche Fehler
    Natürlich achte ich auf inhaltliche Fehler. Manchmal verwendet man das falsche Wort oder die Reihenfolge von Erklärungen stimmt nicht. Bei einer guten Vorbereitung sollte es eigentlich keine größeren inhaltlichen Fehler geben, aber man sollte trotzdem nochmal darauf achten.
  • Struktur
    Wenn man beim Schreiben noch Zwischenüberschriften ergänzt hat, sollte man die Struktur nochmals überprüfen. Ist die Reihenfolge so sinnvoll oder sollte man nochmal was umstellen?
  • Lesefluss
    Ist der Artikel von Anfang bis Ende gut lesbar? Gibt es zu lange Absätze oder erschwert etwas anderes den Lesefluss? Ich ergänze hin und wieder noch Listen oder ähnliche Elemente, um einen Artikel lesbaren zu machen. Zudem überarbeite ich Formulierungen, die zu sperrig oder unklar sind.
  • Aussage des Artikels
    Stimmt die Gesamtaussage des Artikel? Wird am Ende klar, worauf ich damit hinaus wollte? Der Artikel muss das Versprechen einlösen, welches man in Überschrift und Einleitung gegeben hat.

Die Überarbeitung eines Artikel dauert nochmal eine gewisse Zeit, aber man sollte dies trotzdem nicht überspringen. Die Qualität eines Artikels verbessert sich meist nochmal deutlich und das macht oft den Unterschied zwischen wirklich erfolgreichen Artikeln und der schnell vergessenen Masse aus.

Diese Fehler sollte man vermeiden

Es gibt einige Fehler, die man beim Schreiben von Blogartikeln vermeiden sollte:

  • Falsche Erwartungen wecken
    Das hatte ich schon kurz angesprochen. Es ist verlockend in der Überschrift die absoluten Geheimtipps zu versprechen und ähnliches. Wenn man diese Erwartungen im Artikel dann aber nicht erfüllen kann, waren diese Leser das erste und das letzte mal da.
  • Fehlender Mehrwert
    Man sollte immer versuchen den Lesern etwas mit auf den Weg zu geben. Einfach nur ein Problem zu schildern und Panik zu machen hilft keinem weiter. Der Leser sollte nach dem Lesen eines Artikels etwas praktisches mitnehmen können.
  • Falsche Inhalte oder Unehrlichkeit
    Damit kann man seinen Ruf schnell ruinieren. Wer in seinen Artikeln falsche Informationen veröffentlicht, verliert schnell das Vertrauen seiner Leser. Ebenso problematisch ist es, wenn man nicht ehrlich zu seinen Lesern ist, weil man z.B. ein Affiliate-Produkt bewerben will. Das merken die Leser schnell und wenden sich vom Blog ab.
  • Schlechte Formatierung
    Die Inhalte eines Blogs können noch so gut sein. Wenn der Artikel durch schlechte Formatierung und miese Rechtschreibung nur sehr anstrengend zu lesen ist, werden viele Leser abspringen.
  • Kein eigener Stil
    Ein Blog lebt sehr stark davon, dass man den Blogger dahinter damit verbindet. Deshalb ist es wichtig, mit der Zeit einen eigenen Stil zu entwickeln und diesen im Blog auch beizubehalten. Man sollte sich am Anfang da nicht so viel Gedanken drüber machen. Mit der Zeit entwickelt sich der eigene Schreibstil ganz von allein.

weitere Lesetipps:
10 Fehler beim Schreiben von Blogartikeln

Der eigene Workflow

In den letzten Jahren habe ich mir beim Schreiben von Artikeln einen eigenen Workflow angeeignet. Das hilft sehr dabei in möglichst kurzer Zeit, möglichst viele gute Artikel zu verfassen. Diese Routine sollte man nicht unterschätzen.

Allerdings muss jeder seinen eigenen Workflow finden, so dass ich hier keine Tipps gebe, sondern meinen eigenen Workflow als Beispiel vorstelle.

In einem Podcast habe ich vor einer Weile ausführlich geschildert, wie ich Artikel für meine Blogs verfasse.

Zudem habe ich einen ausführlichen Artikel darüber geschrieben, wie ich meine typischen langen Artikel schreibe. Damit haben viele Blogger Probleme und ich habe in dem Artikel meinen Workflow geschildert.

Auch der eigene Workflow entwickelt sich erst mit der Zeit. Deshalb sollte man sich zu Beginn nicht entmutigen lassen, wenn das Schreiben von Artikeln relativ lange dauert. Das wird mit der Zeit einfacher und schneller.

Wann die ersten Inhalte veröffentlichen?

Die Artikel zum Blogstart sollte man nicht alle gleichzeitig veröffentlichen. Selbst Artikel, die man bereits vorgeschrieben hat, sollte man nach und nach veröffentlichen, um von Anfang an einen gewissen Rhythmus einzuhalten.

Es ist auch aus SEO-Sicht nicht ideal, alle Startartikel gleichzeitig zu veröffentlichen. Deshalb sollte man vor dem offiziellen Start eines Blogs nach und nach die Start-Inhalte veröffentlichen, um dann an Tag X die gewünschte Anzahl Artikel am Start zu haben und aktiv mit der Vermarktung beginnen zu können.

Danach sollte man aber natürlich nicht nachlassen und weiter regelmäßig Artikel veröffentlichen.

Fazit

Das Schreiben von Blog-Artikeln ist weniger eine Kunst, als ein Handwerk, welches aber Spaß machen sollte.

Mit einer guten Vorbereitung und Recherche erleichtert man sich das Schreiben sehr und zudem wird es mit der Zeit einfacher, da man eine gewisse Routine entwickelt.

Gerade zu Beginn sollte man sich aber gewisse Dinge aneignen (z.B. Überarbeitung), um diese in den eigenen Workflow zu integrieren.

Dann muss man sich langfristig keine Sorgen um das Schreiben von neuen Inhalten machen.


So geht es weiter

Im nächsten Artikel der Blogaufbau-Serie geht es um den Start des Blogs. Wie bereitet man sich auf den offiziellen Start vor, was sollte man während des Starts machen und welche Probleme könnten auftreten.


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Kommentare

  1. meint

    Hei
    Ich starte gerade ein Blog zum Thema “Internetportal erstellen”. Da ich dieses hier so großartig finde, hab ichs übrigens verlinkt – mit Bild. (Screenshot). (Ist doch ok, oder? Sogar ohne nofollow…) Zu finden unter sachengibts.org/2012/11/konzept-erstellen-fuers-internetportal.
    Und als “Dank” eben diesen Artikel gefunden. Ich werden lesen, lernen und – irgendwann gelesen werden. Danke!

  2. Janina meint

    Hi Peer,

    so lang fand ich den Artikel gar nicht :o) Lies sich in jedem Fall gut lesen! Danke für den schönen Artikel und mach weiter so.

    Grüße,

    Janina

  3. meint

    Ich denke inzwischen gibt es so viele Blogs und auch gute Blog Poratel das es schwierig ist einen “Neuen” erfolgreichen eigenen Blog zu starten.

  4. meint

    Ein sehr schöner Artikel mit hilfreichen Tipps. Vorallem das du schreibst, dass du unzählige Entwürfe hast, verleitet mich dazu, damit auch anzufangen. Ich kenne es zu gut, dass man eine Idee hat, diese dann aber auf irgendwelchen Zetteln notiert und im Endeffekt dann doch nicht umsetzt, weil sie vergessen wird. Hat man allerdings Entwürfe in denen schon Stichpunkte und Verweise eingetragen sind, kann man viel schneller wieder am Thema anknüpfen.

    Viele Grüße,
    Klaus

  5. meint

    Hallo, ein Tipp von mir zur Rechtschreib- und Grammatiküberprüfung:
    Ich schreibe fast alle Texte in Word, dazu habe ich mir den Duden Korrektor gekauft, der sich automatisch in Word einbindet. Der erkennt nicht nur Rechtschreibfehler, sondern auch sehr viele (nicht alle) Komma- und Grammatikfehler.
    Des Weiteren ist das Synonymwörterbuch ein hilfreiches Tool, wenn einem man wieder das passende Wort fehlt.
    http://synonyme.woxikon.de/

  6. meint

    Sehr gut! Ich habe eine große Excel-Tabelle für meine Projekte, in der ich mir alle Ideen notiere. Sobald mir eine Idee kommt oder ich etwas interessantes sehe, hinterlasse ich meine Gedanken in dieser Tabelle. Man glaubt gar nicht, welche Schätze man nach einigen Wochen in dieser Tabelle finden kann.

    Hinsichtlich der Schreibweise versuche ich immer alles als Entwurf zu speicher und dann am nächsten Tag noch einmal zu lesen. Man glaubt nicht, wie viele Fehler und umständliche Satzkonstruktionen sich auf diese Weise beseitigen lassen.

  7. meint

    Ich finde das mit dem eigenen Schreibstil sehr interessant und wichtig. Ich habe mich anfangs damit auch sehr schwer getan. Man sollte sich da nicht so sehr an anderen Bloggern orientieren sondern, wie du schon sagst, einfach schreiben, schreiben, schreiben. Das mit dem Schreibstil kommt dann von ganz allein, genau wie der Workflow.

  8. meint

    Ich habe auch einige Blogs gestartet, jedoch fehlt es mir meißt nach 10-15 Artikeln an Inhalten, da ich sehr auf Nieschenthemen eingehe.

    Wie sollte man weiter machen, wenn man merkt, es hat keinen Sinn mehr weil keine neuen interessanten Inhalte mehr kommen? Umbauen als Infoseite statt Blog?

  9. meint

    “versuche ich immer mindestens 2 Quellen zu finden” … Was nutzt es dir, wenn die erste “Quelle” falsch ist und die zweite “Quelle” nur von der ersten abgeschrieben hat? Die Falschaussagen verbreiten sich mit jedem Kopierer mehr und mehr …

  10. meint

    Ja. das Schreiben ist enorm wichtig, wenn man einen eigenen Blog aufbaut, da gebe ich Dir Recht, Peer. Dennoch habe ich mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass die eigentliche Schreibe – mal von reißerischen, satirischen, journalistischen Beiträgen eher sekundär ist.

    Wenn ich einen Blog betreibe, der sich hauptsächlich damit befasst, nette Kindermode anzupreisen, kommt es doch eher auf die zielgerichtete Verlinkung an und davon ausgehend, dass die meisten Nutzer einen Blog eh nur überfliegen, sehe ich hier eh kaum Bearbeitungsbedarf.

    Wenn ich mir die Zahlen all meiner Blogs anschaue, muss ich feststellen, dass die durchschnittliche Verweildauer bei rund 2 Minuten liegt – weiterhin ist es allerdings so, dass nahezu alle meine Blogartikel bein rund 1000+ Wörtern liegen. Die logische Konsequenz: Kein Mensch liest wirklich, was dort steht – vielleicht können wir Anleitungen und detaillierte Tutorials ausschließen, sondern nahezu alle Blogbesucher überfliegen den Content lediglich.

    Das bedeutet allerdings im Umkehrschluss, dass ich die Textmasse für die wenigen Auserwählten schreibe und weil ich denke, dass es ein Kriterium für Google ist. Für den durchschnittlichen Blogbesucher empfehle ich allerdings weiterhin markante Hervorhebungen und Zwischenüberschriften, die das Eigentliche, dass beim Bloggen klar werden soll, hervorheben.

    Feine Grüße
    ich

  11. meint

    @ Matthias
    Man sollte immer versuchen seine Informationen zu verifizieren. Das man sicher auch mal Pech haben kann und mehrere Quellen das Falsche schreiben ist natürlich nicht auszuschließen.

    Im Normalfall ist es aber sinnvoll mehrere vertrauenswürdige Quellen zu nutzen.

  12. meint

    Hallo Peer,

    danke für den sehr hilfreichen Artikel. Ich dachte umfassender kann man das Thema nicht mehr behandeln – bevor ich mich auf deiner Blogseite umgesehen habe…

    Wobei mich ein Detail doch noch interessieren würde: In welcher Form sammelst du denn deine Artikel-Entwürfe? Wahrscheinlich doch nicht als Post-Entwürfe direkt in WordPress – das wäre mir zu unübersichtlich. Eine Kommentatorin schrieb von einer Excel-Liste, das ist aber auch nicht so mein Ding, vielleicht weil ich früher mal viel mit Excel arbeiten mußte. Nutzt du ein anderes Tool? Und womit machst du die Artikelplanung, insbesondere bei den regelmäßig erscheinenden Artikeln? Für meine privaten Links und Fundstellen wollte ich mir mal evernote anschauen, könnte man damit eventuell auch in dieser Richtung was anfangen?

    Würde mich über weitere Tipps freuen – nun aber erst mal ein schönes Wochenende, gerne mit Schnee!

  13. meint

    @ Mami
    Doch, ich lege Artikelentwürfe direkt in WordPress an. Das mag im ersten Moment unübersichtlich wirken, aber das ist es nicht. Ab einer gewissen Menge Entwürfe ist nur eines wichtig und das ist eine gute Suchfunktion.

    Genau das geht in WordPress. Ich kann ausschließlich in den Entwürfen suchen und so finde ich immer genau das was ich suche.

    Man muss beim Anlegen der Entwürfe nur darauf achten, dass man von vornherein die wichtigsten Begriffe im Entwurf unterbringt, damit man ihn später wiederfindet. Das spielt sich aber recht schnell ein.

  14. meint

    Ich denke bei den Inhalten kann man es Google zur Zeit nicht wirklich Recht machen was hochwertig ist oder auch nicht!

    Gerade Google betont immer wieder wie wichtig hochwertige Inhalte sind, jedoch wenn ich mir dann die Suchergebnisse oder Google News ansehe, finde ich Nichtssagende 150 Wörter Artikel und noch dazu dauert das wegklicken der Werbung länger als das Lesen der Beiträge…aber das sind halt Seiten die auch in Google AdWords investieren…und einen gewissen Brand haben…

    Andere liefern echt tolle und ausführliche Artikel und sind dennoch nur auf Seite 2 zu finden (oder noch weiter hinten)…

    Daher liegt der Wert von hochwertigen Artikel immer im Auge von Google….

  15. Susanne meint

    Hallo,

    ich wollte sowieso gerade ein neues Projekt starten und habe zufällig kurz nach der Registrierung der Domain eure Artikelserie gefunden. Da mein erstes Projekt nicht so erfolgreich läuft und ich nach meinen Berechnungen genügend Zeit für ein zweites habe, habe ich dieses nach eurer Anleitung erstellt bzw. tue es gerade – bin halt beim Schritt “Schreiben der ersten Artikel”.

    Ich habe dazu eine Frage: Einerseits schreibt ihr, man soll gleich am Anfang Content bieten und es sollten etwa 10 Artikel vorhanden sein. Andersherum sagt ihr, die Artikel sollten nicht auf einmal veröffentlicht werden. Was denn nun ;-)? Oder geht ihr davon aus, dass die ersten Besucher sowieso einige Tage auf sich warten lassen?

    Und noch eine Frage: Wie wichtig sind Bilder in den Artikeln?

    Danke :-)
    Susanne

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