DFP Small Business & AdSense Optimierung – AdSense Guide Teil 8h

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AdSense Guide - DFP Small Business & AdSenseWie versprochen möchte ich euch heute das Google Tool “DFP Small Business” vorstellen und zeigen, wie man damit die AdSense-Einnahmen weiter optimieren kann.

Dabei gehe ich auf die Vorteile ein und teile mit euch natürlich auch meine Erfahrungen.

Dieser Artikel ist Teil des 15-teiligen AdSense Guides.

Was ist DFP Small Business?

2008 hat Google den Adserver-Anbieter Doubleclick übernommen. Daraus ist mittlerweile DoubleClick for Publisher (DFP) geworden.

Es handelt sich um eine Online-Plattform, die alle notwendigen Features anbietet, um Werbeschaltungen auf einer Website zu verwalten und zu steuern.

Es gibt eine kostenpflichtige Variante für Agenturen, die uns hier aber nicht interessiert, und eine kostenlose Variante mit dem Namen DFP Small Business.

Mit dieser können Website-Betreiber ohne Kosten ihre Werbeplätze verwalten, Werbebuchungen anlegen und vieles mehr.

Dabei bietet das Tool sehr viele Steuerungsmöglichkeiten, um z.B. die Anzeigen von verschiedenen Werbenetzwerken konkurrieren zu lassen und das Banner mit den höchsten Einnahmen anzeigen zu lassen.

AdSense ist ebenfalls verfügbar und das hat ein paar Vorteile, wie ich weiter unten zeigen werde.

Vorteile von DFP Small Business

Vorteile von DFP Small BusinessDFP Small Business bietet einige Vorteile, die z.B. Banner-Plugins für WordPress nicht aufweisen.

Zum einen ist da der hohe Funktionsumfang, der viele Profiwünsche erfüllt. Man kann unterschiedliche Werbetypen definieren, Split-Tests durchführen, Anzeigen miteinander konkurrieren lassen, Frequency Capping nutzen, Targeting vornehmen, bekommt umfangreiche Auswertungsmethoden und mehr.

Allerdings macht diese Funktionsvielfalt die Nutzung des Tools nicht gerade einfach. Man muss sich schon etwas einarbeiten und die Hilfe von Google nutzen, um klarzukommen. Während andere Google-Tools, wie z.B. AdWords, relativ leicht zu verstehen sind, ist das hier meiner Meinung nach etwas anders.

Ein großer Pluspunkt ist aber, dass Google Adsense integriert ist und man auf Wunsch die Banner von Werbekunden, Affiliate-Banner oder auch Banner von Werbenetzwerken gegen AdSense “antreten” lassen kann. Man kann auf diese Weise dafür sorgen, dass nur lukrative AdSense-Anzeigen auf den eigenen Seiten erscheinen.

Ein weiterer Grund, warum man AdSense über DFP Small Business nutzen sollte, ist die Tatsache, dass man hier einstellen kann, dass sich die angeklickte AdSense-Anzeige in einem neuen Fenster öffnet.

Bei normalen AdSense-Anzeigen ist das ja nicht möglich, aber im DFP Small Business Admin kann man ‘target=”_blank”‘ für einen Werbeplatz definieren und alle dort angezeigten Anzeigen (also auch AdSense) werden dann in einem neuen Tab geöffnet.

Allerdings ist es von Google nicht gestattet, alleine AdSense laufen zu lassen, indem man z.B. bei einem Affiliate Banner einen eCPM von 0,01 Euro angibt. In diesem Fall wäre AdSense immer lukrativer und würde wahrscheinlich bei 100% der Seitenaufrufe angezeigt.

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Ebenfalls vorteilhaft ist, dass die Performance der eigenen Site besser wird, da man die Werbe-Banner nicht mehr auf dem eigenen Webspace hostet, sondern diese liegen dann bei Google.

Für Blogs und Websites, die wie ich stark auf Direktvermarktung setzen, kann sich DFP Small Business ebenfalls lohnen. Man kann auch diese Art von Anzeigen definieren und ich kenne einige Werbekunden (gerade Agenturen), die immer wieder fragen, ob man denn DFP Small Business nutzt.

AdSense-Einnahmen mit DFP optimieren

Der Trick, um mit DFP Small Business höhere AdSense-Einnahmen zu erzielen, ist es, diese nur ab einem gewissen Preis überhaupt anzeigen zu lassen.

Dafür ist allerdings Voraussetzung, dass man überhaupt ein AdSense-Konto besitzt. Nur kann kann man sich bei DFP Small Business anmelden.

AdSense-Einnahmen mit DFP optimierenAls erstes definiert man bei einem neuen Banner (wird als Auftrag bezeichnet) einen CPM-Wert, also Einnahmen pro 1.000 Einblendungen.

Bei Affiliate-Bannern sollte man z.B. vorher testen und sich die Affiliate-Statistiken anschauen, was man pro 1.000 Banner-Einblendungen im Schnitt an Provisionen bekommen hat.

Google prüft nun bei jedem Seitenaufruf, ob es eine AdSense-Anzeige gibt, die einen höheren CPM-Wert hat, als das angelegte Affiliate-Banner. Wenn ja, wird AdSense angezeigt. Wenn nein, erscheint unser Affiliate-Banner.

Damit sorgt man dafür, dass nur AdSense-Anzeigen angezeigt werden, die sich lohnen und nicht nur 5 Cent pro Klick bringen. Je nach Höhe des angegebenen CPM wird AdSense also nur noch bei 70, 50 oder gar 20 Prozent der Seitenaufrufe angezeigt. Dann aber mit lohnenswerten Klickpreisen.

Zudem müssen Werbekunden, die direkt ein AdSense-Placement buchen wollen, auch über diesem Mindest-CPM liegen, was sich ebenfalls positiv auf die Klickpreise auswirkt.

Unter dem Strich verbessert man damit in der Regel nicht nur die AdSense-Einnahmen, sondern bekommt auch noch Einnahmen durch die Anzeige von Affiliate-Bannern und anderen Banner-Arten.

Meine Erfahrungen

Zuerst muss ich sagen, dass DFP Small Business schon recht kompliziert ist. Man muss das Inventar anlegen, Aufträge einstellen, Alternativen festlegen und Creatives (die eigentlichen Anzeigen) hochladen.

Durch die schiere Masse an Einstellungsmöglichkeiten war ich am Anfang etwas überfordert und musste mir erst einmal einige Anleitungen und die DFP Hilfe durchlesen.

Zudem hat es nicht immer was gebracht. Manche Tests verliefen gut, andere wiederum nicht so gut. Teilweise hatte ich einen moderaten CPM angegeben, der deutlich unter dem lag, was in den AdSense-Statistiken als durchschnittlicher CPM angezeigt wurde. Und dennoch wurde zu fast 100% die Affiliate-Anzeige angezeigt, weil angeblich keine AdSense-Anzeige über diesem CPM lag.

In Zukunft werde ich das Tool auf jeden Fall weiter testen und sicher noch weiter in die Materie einsteigen, denn nicht nur zur Optimierung meine AdSense-Einnahmen, sondern auch zur Verwaltung meiner sonstigen Banner (Direktvermarktung, Affiliate-Banner etc.) scheint es eine gute Lösung zu sein.

Fazit

Mit dem DFP Small Business kann man die eigenen AdSense-Anzeigen nicht nur in einem neuen Fenster öffnen lassen, sondern auch verhindern, dass “Billig-Anzeigen” erscheinen.

Auf diese Weise ist es möglich in der Summe aus AdSense und anderen Bannern die Einnahmen deutlich zu steigern.

Allerdings ist dafür eine gewisse Einarbeitungszeit notwendig und man muss viel testen, damit am Ende wirklich eine Optimierung stattfindet.

Ich plane demnächst mal ein Video aufzunehmen, in dem ich Schritt für Schritt zeige, wie man im DFP Small Business eine Anzeige anlegt und zur AdSense-Optimierung nutzt.


So geht es weiter

Im nächsten Teil dieser Serie gibt es eine AdSense-Optimierung Checkliste, in der ich nochmal alle Optimierungsmaßnahmen für Google AdSense zusammenfasse.


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Kommentare

  1. meint

    Ich habe das Tool bei mir auch seit einigen Tagen im Einsatz — auch um die CTR von eigenen Bannern zu testen. Kompliziert trifft es gut! Aber ich glaube, da gibt es dann auch viel Potential zu bergen :)

  2. Rene meint

    Tolle Empfehlung! Während ich noch am Lesen gewesen bin habe ich mir ein Konto bei DFP eingerichtet. Bin gespannt was es mir persönlich einbringt.

    Cheers,
    René

  3. Peter meint

    Adsense-Anzeigen nach einem Klick in einem neuen Fenster öffnen zu lassen ist von Google absolut verboten und wird mit einem Rauswurf bestraft. Diese leidvolle Erfahrung mussten schon etliche machen.

  4. meint

    Eine gute Alternative zu DFP Small Buisness ist OpenX Source.
    Hat fast den gleichen Funktionsumfang wird aber dafür auf dem eigenen Webspace installiert.
    Dann ist man nicht so abhängig von Google.

    Allerdings gibt es so weit ich weiß momentan kein besseres Tool für Yieldmanagement als Google DFP Small Buisness beziehungsweise Google DFP.

  5. meint

    erwähnenswert ist noch die Verknüpfung zu Adwords indem eigene Bannerplätze direkt zur Vermarktung bei Adwords eingesteuert werden. Nimmt man eine umfangreiche (und zielgruppengenaue) Segmentierung seiner Webseite und der Bannerplätze vor, erreicht man auch hier eine bessere Buchung. ;-)

    Bei vielen Bannerplätzen gibt es auch sehr umfangreiche Importmöglichkeiten.

  6. meint

    Bezüglich AdSense und Google DFP sollte noch erwähnt sein, dass das AdSense-Konto nicht wirklich integriert ist. AdSense in DFP ist nur rudimentär und so fehlt es an den möglichen Feineinstellungen die man etwa beim Spilt-Testing braucht. Ich habe die Auslieferung von AdSense über Google DFP in mehreren Tests ausprobiert und ganz gute Erfahrungen damit gemacht die Anzeigen aus dem nativen AdSense-Konto in Google DFP zu nutzen statt das DFP-eigene AdSense. Das verbindet die Vorteile beider Angebote.

  7. meint

    Vieleicht kann mir hier jemand helfen (Peer ?).

    Ich habe eine Anfrage, bei der der Kunde mehrere Anzeigenblöcke auf meiner Seite buchen möchte.
    Ich habe drei AD-Blöcke auf meiner Seite.
    Es soll aber nicht mehr als eine Anzeige gleichzeitig (bei einem Seitenaufruf) erscheinen.

    Gibt es eine Möglichkeit, so etwas mit DFP zu realisieren?

  8. meint

    Ich mag Adsense nicht. Ich nutze es auch nicht. Ich wechselte zu einem deutschsprachigen Konkurrenten. Ob das dort auch geht, werde ich jetzt mal versuchen, in Erfahrung zu bringen. Wenn man den Gewinn steigern kann, sollte man das wohl tun.

  9. meint

    Ein leider nicht zu unterschätzendes Problem beim DFP ist leider die nicht funktionieren Schnittstelle zu Google Analytics.

    Hat man einmal sein AdSense-Konto mit Analytics verbunden und nutze anschließend die zur Ausstrahlung der AdSense den DFP, bekommt man keine Umsätze mehr in Analytics angezeigt. Für mich ein absolutes “Kill-Feature”, da ich gerade die Traffic/Device-Segmentierung von Analytics benötige, um meine AdSense-Umsätze besser analysieren zu können. Auch die A/B Tests sind dann nicht mehr Umsatzabhängig möglich.

    Trotzallem, schöner Artikel zu schwerer DFP Kost ;) VG André

  10. Rainer meint

    Danke. Kann man steuern, welche Bilder thematisch angezeigt werden sollen?
    Welche Größen (Sondergrößen) angezeigt werden können?
    Kann man bestimmte Bilder selbst einfeeden und für eine bestimmte Zeit festlegen?

  11. meint

    Also im Moment kann ich mich mit DFP Small Business noch nicht so richtig anfreunden. Werde wohl noch einige Abende in Ruhe testen, was da so alles anpassbar ist.

    @Carsten Todt, welche deutsche Alternative ist denn ähnlich rentabel wie Adsense? Ich meine, mögen oder nicht mögen ist die eine Sache, aber bisher ist mir kein Anbieter bekannt, der nur ansatzweise ähich gut performt.

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