SSD Erfahrungen und Tipps

Die Zeit der klassischen Festplatten neigt sich dem Ende zu.

Die SSD (Solid-State-Drive) wird immer günstiger und bietet mehr und mehr Speicherplatz.

Vor kurzem bin ich auf eine SSD umgestiegen und schildere in diesem Artikel meine Erfahrungen und gebe Tipps.

SSD Auswahl – Hersteller, Größe …

Als erstes stand bei mir natürlich die Auswahl der SSD an. Dabei gibt es eine Vielzahl von Dingen zu beachten, damit man nicht das falsche Produkt kauft.

SATA oder PCIExpress
Zum einen sollte man sicherstellen, dass der eigene Rechner überhaupt mit einer SSD zusammenarbeitet. Hardwareseitig bedeutet dies, dass ein SATA 3GB/s Anschluss vorhanden sein muss. Besser ist 6 GB/s. Noch besser wäre ein PCIExpress-Anschluss.

Während schon bei den beiden SATA-Anschlüssen deutlich schnellere Datentransfers gegenüber einer klassischen Festplatte möglich sind, gibt es spezielle SSD’s, die an einen PCIExpress Steckplatz gesteckt werden. Dadurch verdoppelt sich die Geschwindigkeit nochmal.

Allerdings sind diese PCIExpress SSD nochmal bis zu doppelt so teurer, wie die SATA Varianten. Hier sollten also nur Leistungsfanatiker zuschlagen. Für alle anderen reicht eine SATA-SSD völlig aus.

Windows 7
Auch wenn die SSD-Technologie auch in einem Windows Vista PC läuft, fehlt der recht wichtige TRIM-Befehl. Das ist nicht ideal und schadet der Performance über einen längeren Zeitraum.

Deshalb sollte man, wenn möglich, zu Windows 7 oder Windows 8 wechseln.

Hersteller
Es gibt eine Reihe von Herstellern, die SSD’s produzieren. Intel hat einen guten Ruf, ist aber teurer als die Konkurrenz.

Ich habe mir ein paar Testberichte durchgelesen und dann zwischen Crucial und Samsung entschieden. Die Wahl fiel auf die Samsung MZ-7PC256D/EU*.

Die Reviews waren durchgehen positiv und in Vergleichen war diese immer vorn mit dabei.

Größe
Wichtig war mir auch die Größe der SSD. 256GB sollten es schon sein, da meine bisherige Systempartition rund 120 GB belegt hat und 128 GB da sicher zu knapp gewesen wären.

Bei 64 GB geht es in der Regel los, für unter 100 Euro. Dann folgende Varianten mit 128 und 256 GB, die so zwischen 100 und 200 Euro liegen. Die meisten Hersteller liegen aktuell bei maximal 512 GB. Mit 400+ Euro muss man hier rechnen.

Man sollte sich vorher überlegen, welche Größe man benötigt. Die übliche Vorgehensweise ist heute wie folgt: Auf der SSD installiert man Windows und die Programme. Auf einer zusätzlichen Festplatte hat man dann die Daten. Die Kombination ist sinnvoll, weil große Festplatten viel viel günstiger sind als vergleichbare SSD.

So startet Windows sehr schnell von der SSD und auch die Programme sind sehr schnell einsatzbereit. Die großen Datenmengen lädt man dagegen von der klassischen Festplatte.

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Versionen

SSD Erfahrungen und TippsBei meiner SSD waren Stromkabel, Einbaurahmen, SATA-Kabel und Schrauben mit dabei.

Man sollte allerdings genau hinschauen, welche Version einer SSD man kauft. Manche Hersteller haben fast gleich lautende SSD im Angebot.

So gibt es von der 256 GB SSD von Samsung drei Versionen:

  • Samsung MZ-7PC256B/WW – Hierbei handelt es sich um die Basis-Version. Diese ist am günstigsten, enthält aber ausschließlich die SSD und die Software.
  • Samsung MZ-7PC256D/EU – Das ist die Desktop-Variante. Einen 3.5 Zoll Einbaurahmen, damit man die SSD in einen Festplattenslot einbauen kann samt SATA-Kabel ist dabei.
  • Samsung MZ-7PC256N/EU – Dies ist die SSD fürs Notebook, samt Upgrade Kit.

Kauf man die günstigste Variante könnte es sein, dass man diese nicht einbauen kann, weil das Kabel fehlt oder man die SSD nicht im Rechner befestigt bekommt. Darauf also vorher achten!

Einbau

Der Einbau lief problemlos, es ist nur immer etwas eng im PC-Gehäuse. Vorsichtig sollte man die SSD einsetzen (während der PC aus ist).

Danach erfolgt der Anschluss. Es wird empfohlen, das Sata-Kabel an den ersten 6GB Anschluss zu stecken und die bisherige Festplatte an den zweiten. Das ging problemlos.

Im Bootmenü des eigenen Rechners muss dann sichergestellt sein, dass die SSD vor der Festplatte steht. Ganz wichtig ist es zudem, dass der AHCI Modus für die SSD eingestellt ist und nicht IDE. Sonst ist diese deutlich langsamer, als sie könnte.

Erfahrungen

Ich stand vor der Entscheidung, ob ich meine bisherige Systempartition umziehe oder Windows neu installiere.

Auch wenn der Umzug verlockend klang und bei den meisten SSD-Herstellern auch eine Software mitgeliefert wird, mit der das möglich ist, so habe ich mich dennoch für die Neuinstallation entschieden. Das ist einfach sauberer und es gab immer wieder Berichte im Web von Problemen beim Umzug.

Also habe ich Windows neu installiert und das ging recht flott. Man muss dabei nicht auf irgendwas achten, Windows 7 macht alles von alleine.

Länger dauern da schon die Windows-Updates und die Installation der bisher genutzten Programme.

Gut ist beim Einbau einer SSD zudem, dass man die bisherige Festplatte nicht formatieren muss oder ähnliches. Hat man z.B. Vergessen die Daten aus einem Programm zu sichern, kann man einfach im Bootmenü die alte Festplatte vor die SDD “schieben” und dann bootet man einfach mit dem vorherigen Windows, macht das Backup und bootet dann wieder mit der SSD.

Das ist auf jeden Fall besser, als wenn man die C-Partition der Festplatte formatieren muss, wie es sonst notwenig ist, wenn man Windows neu installiert.

Dass die SSD deutlich schneller ist, merkt man bereits beim Booten von Windows. Da habe ich mir früher immer noch mal einen Kaffee geholt und auf dem iPad was gecheckt. Nun habe ich dafür gar nicht mehr die Zeit, da der Login-Bildschirm so schnell da ist.

Und auch die Zeit bis das Desktop fertig geladen ist, verfliegt förmlich. Ich bin auf jeden Fall begeistert.

Optimierungs-Tipps

Im Netz finden sich diverse Optimierungs-Tipps für die Nutzung von SSD’s. Damit sollte man aber vorsichtig sein.

Zum einen sind diese teilweise veraltet und treffen für die aktuellen SSD’s gar nicht mehr zu. Oder diese Tipps resultieren aus der übertriebenen Angst vor dem Ableben der SSD, da diese nur eine bestimmte Zahl Schreibvorgänge pro Speicherstelle verträgt.

Allerdings haben Experten das mal durchgerechnet und man müsste ununterbrochen Daten auf die Festplatte schreiben, um diese in ca. 5 Jahren an ihre angegebenen Grenzen zu bringen.

Deshalb sollte man z.B. auch nicht die temporären Dateien oder den Browser-Cache deaktivieren oder auslagern. Das bringt nichts.

Samsung und die meisten anderen SSD-Hersteller legen ihren SSD’s zudem Software bei, mit denen man die wichtigsten Einstellungen vornehmen kann. Dort sind dann auch nur die wirklich wichtigen Optimierungs-Tipps integriert und damit fährt man sehr gut.

Also keine Angst vor zu viel Bastelei und nicht auf die vielen Tipps hören, die man online so findet.

Fazit

Die Entscheidung für die SSD war gut und richtig. Ich merke das bei der täglichen Arbeit durchaus, da die Wartezeiten auf Windows und die Programme deutlich kürzer geworden sind. Firefox startet z.B. deutlich schneller, ebenso wie Photoshop.

Der Einbau war einfach und auch die Installation von Windows nicht anders als vorher bei einer normalen Festplatte.

Und da die Preise mittlerweile im erschwinglichen Rahmen liegen, kann man mit einer SSD nicht viel falsch machen.

Weitere Informationen zur SSD und günstige Angebote.


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