Messen & Testen zur Steigerung der AdSense-Einnahmen – AdSense Guide Teil 8g

AdSense Guide - 8gIn den vorherigen Teilen dieser Artikelserie habe ich bereits die wichtigsten Stellschrauben erklärt und wie man mit diesen die eigenen AdSense-Einnahmen steigern kann.

In diesem Artikel stelle ich nun ein paar “Werkzeuge” vor, mit den man messen und testen kann, welche AdSense-Anzeigen wie viele Einnahmen bringen.

Zudem gehe ich auf spezielle Methoden ein, die ich zur Steigerung meiner AdSense-Einnahmen nutze.

Dieser Artikel ist Teil des 15-teiligen AdSense Guides.

Für Werbe-Links auf dieser Seite zahlt der Händler ggf. eine Provision. Diese Werbe-Links sind am Sternchen (*) zu erkennen. Für dich ändert sich nichts am Preis. Mehr Infos.

Wieso Messen und Testen?

Lexoffice
Werbung

In den vorherigen Teilen habe ich Möglichkeiten gezeigt, wie man die AdSense-Einnahmen steigern kann. Doch nicht alle diese Maßnahmen funktionieren überall gleich und deshalb sollte man viel testen und die Ergebnisse vergleichen.

Deshalb gehe ich im Folgenden auf die wichtigsten Methoden ein, wie man z.B. verschiedene AdSense-Banner testen kann und wie man die Ergebnisse vergleicht.

Leistungsberichte

Die wichtigste Anlaufstelle, um die Performance von AdSense zu überprüfen, sind die AdSense-Statistiken. Diese finden sich im Reiter “Leistungsberichte”.

Dort hat man verschiedene Berichtsarten, die jeweils bestimmte Aspekte und Daten verdeutlichen.

Leistungsberichte - Gesamtes Konto nach Tag
Anzeige der Einnahmen pro Tag

Standardmäßig sieht man die Verlaufskurve für die AdSense-Einnahmen nach Tagen: Gesamtes Konto nach Tag.

Das ist zwar an sich interessant, aber wirklich Erkenntnisse zur Optimierung der Einnahmen kann man daraus nicht gewinnen.

Gleiches gilt für die Berichte “Gesamtes Konto nach Woche” und “Gesamtes Konto nach Monat”.

Interessant wird es im Bericht Benutzerdefinierte Channels. Dort sieht man alle angelegten benutzerdefinierte Channels (was das genau ist, erfahrt ihr weiter unten) und was diese für Geld eingebracht haben.

Hier kann man verschiedene “AdSense-Anzeigen-Pakete” miteinander vergleichen sieht z.B. an welcher Stelle diese mehr Geld einbringen.

Hat man mehrere Website, auf denen man AdSense anzeigen lässt, kann man im Bericht Website sehen, wie viel AdSense-Einnahmen je Website zusammengekommen sind.

Auch hier bekommt man interessante Werte, wie z.B. die Anzahl der Klicks, die CTR und der durchschnittliche CPC

Unter Anzeigenblöcke sieht man alle angelegten AdSense-Blöcke und ebenfalls die wichtigsten Daten.

So ist es möglich genau zu sehen, welcher AdSense-Block welche Einnahmen generiert. Testet man z.B. mehrere AdSense-Blöcke im Splittest (mehr Infos dazu weiter unten) gegeneinander, dann kann man deren Werte hier vergleichen.

Die weiteren Berichte, wie z.B. Anzeigengrößen und Anzeigentypen können auch ganz interessant sein, ich nutze sie aber weniger, da ich in der Regel auf AdSense-Block-Ebene optimiere und einzelne Blöcke vergleiche.

Weiter unten gibt es noch ein paar Kurzberichte, die einen schnellen Überblick ermöglichen und eine Auflistung von Ereignissen, wie z.B. das Anlegen neuer AdSense-Blöcke.

Wichtigster Wert (Key Performance Indicator)
Man kann mit den AdSense-Statistiken eine Menge anfangen und ich will hier nicht jede Möglichkeit vorstellen, da das den Rahmen sprengen würde.

Ich möchte nur kurz darauf eingehen, was für mich der wichtigste Wert ist, wenn ich die Leistung von AdSense-Anzeigen auswerte.

Wenn ich die einzelnen Anzeigen oder die benutzerdefinieren Channels in den Statistiken auswerte, dann kommt es mir vor allem auf den Seiten-RPM an. Dabei handelt es sich um die Einnahmen pro 1.000 Einblendungen.

Dieser Wert wird wie folgt berechnet: Einnahmen / Seitenaufrufe * 1.000

Diesen Wert finde ich deshalb so wichtig, weil er indirekt auch die Klicks und die Einnahmen pro Klick einbezieht.

Natürlich ist eine hohe Klickrate auf die AdSense-Anzeigen (CTR) wichtig, aber wenn die Einnahmen pro Klick (CPC) dabei sehr niedrig sind, bringt das nicht so viel.

Unter dem Strich ist wichtig, dass wir die AdSense-Einnahmen pro 1.000 Einblendungen maximieren.

Optimiert man allerdings einzelne Aspekte, wie z.B. die Klickrate, dann sind natürlich auch diese Werte wichtig in der Auswertung. So könnte man durch andere Farben versuchen, speziell die CTR zu steigern, ohne dass sich an den Klickpreisen oder den Einblendungen etwas ändert.

Fazit
Wie ihr seht, ist die AdSense-Statistik recht umfangreich und nicht mal eben in einem Abschnitt komplett zu erklären.

Wichtig ist nur, dass ihr bei Änderungen an den AdSense-Anzeigen, deren Platzierung usw. euch das Datum dieser Änderungen notiert und dann nach einer gewissen Zeit in den Statistiken nachschaut, was die Änderung gebracht hat.

Nur so könnt ihr wirklich herausfinden, welche Änderungen positives bewirkt haben und welche Änderungen nicht.

WERBUNG
Günstige Online-Rechnungssoftware Easybill nutzen Rechnungen, Angebote, Lieferscheine und mehr kannst du ganz einfach mit Easybill in der Cloud erstellen und von überall darauf zugreifen. Der deutsche Service ist günstig und sicher. www.easybill.de

Channels nutzen

Es gibt 2 Channel-Arten bei AdSense. Die Einstellungen dazu findet man unter dem Reiter “Meine Anzeigen”.

benutzerdefinierte Channels
Zum einen gibt es die benutzerdefinierten Channels. Diese dienen dazu, die Performance von Gruppen von Anzeigen-Blöcken zu erfassen.

Lässt man also z.B. an einer Stelle in der eigenen Website mehrere AdSense-Blöcke abwechselnd anzeigen, so kann man diese in einem benutzerdefinierten Channel zusammenfassen und bekommt dann zusätzlich die gemeinsamen Stats dieser AdSense-Blöcke.

Alternativ könnte man auch bestimmte Anzeigen nach Größe zusammen fassen und alle Anzeigen, die in der Sidebar intergriert werden.

Ein weiterer Vorteil der benutzerdefinierten Channels ist es, dass man diese potentiellen Werbekunden anbieten kann. Dazu macht man bei der Erstellung eines benutzedefinierten Channels ein Häkchen bei “Werbetreibenden diesen benutzerdefinierten Channel als Anzeigen-Placement anzeigen, für das eine Ausrichtung möglich ist.”

Nun können Werbekunden nur in den AdSense-Blöcken dieses Channels Werbung schalten.

Ordnet man einen AdSense-Block einem benutzerdefinierten Channel zu, dann ändert sich der Code des AdSense-Blocks und man muss den geänderten Code dann auf seinen Seiten einbauen.

URL-Channels
Die zweite Channel-Art nennt sich URL-Channel. Diese dienen dazu AdSense-Statistiken nach ganzen Websites, Kategorien oder einzelnen Seiten anzuzeigen.

So könnte man z.B. für alle Kategorie des eigenen Blogs jeweils einen eigenen URL-Channel anlegen und dann vergleichen, welche Kategorien bei AdSense am profitabelsten sind.

Bisher habe ich URL-Channels noch nicht so intensiv genutzt, aber das werde ich demnächst ändern.

Die Auswertungen dieser beiden Channel-Arten findet sich im Reiter “Leistungsberichte”, wie oben schon kurz erwähnt.

Analytics und AdSense

Eine weitere Auswertungsmöglichkeit bietet Analytics. Man kann sein AdSense-Konto mit seinem eigenen Analytics-Account verknüpfen.

Voraussetzung dafür ist, dass sowohl das AdSense- als auch das Analytics-Konto dem selben Google-Konto angehören.

Analytics und AdSenseZur Verknüpfung geht man in Analytics oben rechts auf “Verwaltung” und wählt dann das Analytics-Konto aus, mit dem man AdSense verknüpfen will (in der Regel gibt es dort nur ein Analytics-Konto).

Darunter findet man unter anderem die Option “AdSense-Verknüpfung”. Dort folgt man dann den weiteren Schritten.

Es dauert ein wenig, bis die AdSense-Daten in Analytics angezeigt werden, aber dann kann man sich unter “Content > AdSense” die Werte anzeigen lassen.

Dort werden unter anderem für jede einzelne Seite der eigenen Website die AdSense-Einnahmen, Klicks, CTR, eCPM und mehr angezeigt.

Auf diese Weise kann man Einzelseiten finden, die besonders gute AdSense-Einnahmen bringen oder eine hohe Klickrate haben und diese weiter optimieren oder z.B. mehr Traffic dort hinbringen.

Zudem kann man sich anzeigen lassen, wie hoch die AdSense-Einnahmen bei den Besuchern von anderen Websites sind.

Stellt man zum Beispiel fest, dass der AdSense-eCPM der Besucher von Domain XY besonders gut ist, sollte man versuchen von dort noch mehr Besucher zu bekommen, z.B. durch Kooperationen.

Splittests

Ich teste vor allem mit Splittest, um den am besten performenden AdSense-Block zu finden.

Viele machen es so, dass sie für 1 Woche die AdSense-Anzeige A laufen lassen und danach 1 Woche lang die AdSense-Anzeige B. Das ist aber nicht ideal, da in der ersten Woche andere Umstände herrschen können, als in Woche 2. Das würde die Werte verfälschen und einen Vergleich erschweren.

Besser ist es, parallel 2 (oder mehr) AdSense-Anzeigen laufen zu lassen. Diese werden immer abwechselnd angezeigt und auf diese Weise kann man die Werte sehr gut vergleichen.

Ich nutze dazu ein Banner-Plugin, wie z.B. den Simple Ads Manager. Ich lege in dem Plugin einen Bannerplatz (AdsPlace) an und darin erstelle ich 2 Banner, in die ich jeweils den Code einer AdSense-Anzeige integriere.

Die Gewichtung mache ich bei beiden Banner gleich, so dass sie jeweils zu ungefähr 50% der Seitenaufrufe angezeigt werden. Hat man sehr viel Traffic und möchte kein Risiko eingehen, dann könnte man das bewährte AdSense-Banner bei 90% der Aufrufe einblenden lassen und das neue Banner bei 10%.

Nach einer gewissen Zeit vergleiche ich dann u.a. den eCPM-Wert der beiden AdSense-Blöcke in der Testzeit miteinander und welches davon besser lief hat gewonnen. Der benötigte Test-Zeitraum hängt vom eigenen Traffic ab. Die AdSense-Blöcke sollten schon jeweils ein paar tausend mal eingeblendet worden sein, um verlässliche Daten zu bekommen.

Man kann in solchen Splittest verschiedene Dinge testen. So z.B. eine andere Linkfarbe, ein anderes Format oder eine andere Ausrichtung (linksbündig vs. rechtsbündig). Wichtig ist nur, dass man möglichst nur einen Aspekt ändert und nicht sowohl die Farbe, die Ausrichtung und das Format.

Unterscheiden sich die zu testendem AdSense-Blöcke in mehr als 1 Aspekt, dann weiß man am Ende nicht genau, was genau für den Unterschied in den Statistiken verantwortlich ist.

AdSense Publisher Toolbar

Ein nettes AddOn gibt es für den Chrome-Browser. Die AdSense Publisher Toolbar läuft im Hintergrund und zeigt beim Überfahren des kleines Icons neben der Browser-Adresseleiste allgemeine Daten an, wie z.B. die heutigen und die gestrigen Einnahmen.

Interessanter für die Analyse und Optimierung ist jedoch das Overlay, welches über die auf der eigenen Website gefundenen AdSense-Anzeigen gelegt wird.

Indem man auf dieses Overlay klickt, wird ein PopUp geöffnet, in dem statistische Daten zu diesem AdSense-Anzeigen-Block angezeigt werden. Dort sieht man auch den Verlauf von Klickrate und eCPM und wie sich diese Werte verändert haben.

Das ermöglicht die Analyse der Banner direkt auf der eigenen Seite, was für manch einen vielleicht einfacher ist, als sich durch die Leistungsberichte zu kämpfen.


So geht es weiter

Im nächsten Teil der Artikelserie stelle ich den Google Service “Doubleclick for Publishers” vor und erkläre was das ist und wie man damit seine AdSense-Einnahmen optimieren kann.

ALL-INKL.COM - Webhosting Server Hosting Domain Provider
Werbung

8 Gedanken zu „Messen & Testen zur Steigerung der AdSense-Einnahmen – AdSense Guide Teil 8g“

  1. Hallo Peer,

    mal wieder ein sehr guter und ausführlicher Artikel in Deiner Adsense-Reihe. Adsense selbst, bringt mich noch zum verzweifeln. Ich bin ständig am Basteln, aber mehr als ein Seiten-CTR von 1,5 % scheint bei mir einfach nicht drin zu sein. Dann hab ich an einem Tag endlich mal einige Klicks, aber der CPC sackt auf unter 10 Cent ab, obwohl er einen Tag eher noch bestimmt 4-5 Mal so hoch lag. Ich werde mir mal den Admanager anschauen. Manchmal kann man echt Frust kriegen;-)

    Gruß Andree

    Antworten
  2. Ganz herzlichen Dank für diesen exzellenten Artikel! Ich bin schon jetzt sehr gespannt, ob und wie ich diese Informationen für mich einsetzen kann.

    Antworten
  3. Danke auch von mir für den Artikel. Noch nutze ich Adsense nicht aktiv, habe es jedoch mal bei einem meiner alten Blogs im Einsatz gehabt und recht gute Erfahrungen gemacht. Werde wohl früher oder später wieder auf Adsense umsatteln.

    Antworten
  4. Danke für den Artikel. An Splittests für Adsense Anzeigeblöcke habe ich noch nie gedacht, dabei macht das ja druchaus sehr viel Sinn. Eine tolle Gedankenanregung!

    Antworten
  5. Hallo Peer,

    Apropos A/B-Test, Google hat ja seit einigen Wochen die Test-Funktion in der Beta-Phase freigegeben. Ich finde das gar nicht mal so schlecht. Verschiedene Anzeigengrößen lassen sich darüber zwar nicht testen, dafür braucht man keine Plugins oder muss selbst beispielsweise per Javascript nachhelfen. Habe heute mal zwei Tests angestoßen, um die Leistungsunterschiede zwischen Text- oder Display-Anzeigen zu messen. Da hier seitens AdSense optional (und auch empfohlen) noch zusätzlich die Auslieferung optimiert wird, wären Erfahrungsberichte und vielleicht auch ein Artikel zu dieser neuen Funktion nicht schlecht.

    Grüße
    Steve

    Antworten

Schreibe einen Kommentar