Freelancer – Vorteile, Kundengewinnung, Tipps und mehr – Interview mit freelancermap.de

Freelancer stellen eine besondere Form der Selbständigkeit dar und haben teilweise andere Anforderungen und Probleme.

Im Interview mit einem Freelancing-Experten geht es um die Besonderheiten von Freelancern, Tipps zur Kundengewinnung, Anforderungen an Online-Profile und mehr.

Dabei werden viele praktische Tipps für angehende Freelancer gegeben, aber auch für schon länger aktive Freelancer. Zudem wird die Plattform freelancermap.de etwas genauer vorgestellt.

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Guten Tag Herr Preischl. Bitte stellen Sie sich meinen Lesern vor.

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Guten Tag, Herr Wandiger! Meine Name ist Philipp Preischl, ich bin zuständig bin ich für das Marketing des Projektportals freelancermap.de.

Darüber hinaus verfolge ich die Möglichkeiten, die soziale Netzwerke sowie Businessportale heutzutage den Akteuren des Marktes zur Verfügung stellen und fasse Beobachtungen rund um dieses und andere Themen in redaktionellen Artikeln auf verschiedenen Portalen zusammen.

Welche Erfahrungen im Web konnten Sie bisher sammeln? Welche Projekte haben Sie bisher realisiert?

Zur Studienzeit habe ich mich bereits mit verschiedenen Formen des Marketings, Designs und dem redaktionellen Arbeiten beschäftigt. Vieles davon war im Veranstaltungsbereich angesiedelt, in welchem man traditionell sehr vielfältigen und modernen Werbeformen begegnet.

Im Zuge einer eigenen Radiosendung auf eradio-one.de ließen sich nicht nur sehr wertvolle Erfahrungen im Streaming-Bereich sammeln, man war auch ständig mit allen Feldern des Marketings in Berührung.

Während meiner Tätigkeit in der Redaktion von unternehmer.de beschäftigte ich mich parallel sehr stark mit den Erfahrungen, Chancen und Problemen von kleinen Unternehmen, Start-Ups und Freelancern. Der Weg zu freelancermap war somit geebnet.

Seitdem ich zum freelancermap-Team hinzugestoßen bin, haben wir einige spannende Neuerungen an der Seite selbst, aber auch der Philosophie durchgeführt.

Ein Highlight in dieser Hinsicht war sicherlich das Redesign zu Beginn des Jahres 2012. Nicht nur technisch gesehen war dies ein sehr ambitioniertes Projekt, auch beim Gesamtkonzept und der Kommunikation mit unserer Zielgruppe konnten wir ganz neue Akzente setzen.

Es hat sehr viel Spaß gemacht, ein Produkt zu präsentieren, von dem man selbst völlig überzeugt ist – die immense Arbeit dahinter habe ich dadurch stets als angenehm empfunden.

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Was unterscheidet Freelancer von Selbständigen? Wo liegen die Vor- und Nachteile?

Im umgangssprachlichen Gebrauch werden beide Begriffe oft stellvertretend füreinander verwendet, wobei “Selbständig” eher als ein Sammelbegriff zu sehen ist.

Hier ist zu unterscheiden, dass Freelancer in der Regel nicht gewerbesteuerpflichtig sind und eine vereinfachte Buchführung betreiben können. Zudem sind Freiberufler tendenziell dem reinen Dienstleistungsbereich zuzuordnen, während Selbstständige oftmals in Industrie und Handel anzutreffen sind.

Letztendlich entscheidet jedoch das Finanzamt, wie diese Einstufung erfolgt – IT-Fachleute können jedoch meist die Vorzüge der Freiberuflichkeit nutzen.

Welche typischen Probleme haben Freelancer bei der Kundenakquise nach Ihrer Erfahrung?

Ein typisches, aber durchaus vermeidbares Problem liegt in der Pflege des Online-Profils auf den jeweils genutzten Business-Netzwerken. Oft werden die eigenen Referenzen und Fähigkeiten sehr knapp und unstrukturiert beschrieben, wodurch Freelancer viel Potential in der Außenwirkung verschenken.

Der Profilbesuch des Projektanbieters ist der Moment, welcher über Kontaktaufnahme oder dem Klick zu einem anderen Profil entscheidet. Daher sollte man mit seiner Eigenbeschreibung soweit wie möglich ins Detail gehen und eine ansprechende äußere Form wahren. Ein fehlerbehafteter Text, Inkonsistenzen bei Absätzen und andere Mängel schaffen Zweifel an der Professionalität eines Freelancers.

Der Gesamteindruck wird natürlich auch von der Wahl eines angemessenen Stundensatzes beeinflusst. Auch wer noch nicht allzu viele Referenzen in der freiberuflichen Karriere sammeln konnte, sollte sich nicht völlig abseits des Marktdurchschnitts bewegen – eine außergewöhnlich niedrig angesetzte Vorstellung wirkt eher abschreckend als attraktiv auf Unternehmen, welche Ihre Projekte in guten Händen wissen wollen.

Was genau ist freelancermap.de und welche Leistungen bieten Sie dort an?

freelancermap ist ein Online-Projektportal, auf dem Unternehmen und Freelancer zusammentreffen und Kontakte knüpfen können.

Freiberufler haben die Möglichkeit, ein detailliertes Profil einzustellen, die Kontaktanfragen von Projektanbietern abzuwarten oder sich aktiv auf ausgeschriebene Projekte zu bewerben.

Unternehmen können Ihre Projekte ausschreiben und die Bewerbungen von Freelancern entgegen nehmen oder gezielt in den Freelancer-Verzeichnissen nach geeigneten Experten suchen. Detaillierte Such- und Filterfunktion erleichtern diese Arbeit und sorgen dafür, im Handumdrehen geeignete Kandidaten bzw. Projekte zu finden.

Darüber hinaus bieten wir mit freelancerwissen.de ein Infoportal mit zahlreichen Infos rund um das freiberufliche Leben an.

Welche Kosten sind damit verbunden?

Die Basis-Mitgliedschaft ist bei freelancermap sowohl für Freelancer als auch für Unternehmen kostenlos und bietet ausreichend Möglichkeiten, um Kontakte zwischen den Entscheidungsträgern herzustellen.

Die kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft eröffnet jedoch viele weitere Funktionen wie das bevorzugte Listing inklusive Bild, erweiterte Profilausgestaltung und uneingeschränkten Zugriff auf das interne Mailsystem.

Speziell an den Bedürfnissen von Unternehmen ausgerichtet sind hingegen unsere Business- und Enterprise-Mitgliedschaften. Unternehmen können hier verschiedene User-Zugänge zum freelancermap-System sowie Expertenprofile verwalten. Ebenfalls integriert ist eine XML-Schnittstelle, mit der ein automatisierter Projektimport bei freelancermap direkt aus der eigenen Datenbank erfolgen kann.

Dabei versuchen wir die Preise so moderat wie möglich zu halten: Die Premium-Mitgliedschaft gibt es bereits ab 7,49 Euro im Monat, die Business-Lösungen sind mit 29 Euro im Monat auch für kleinere Unternehmen finanzierbar.


Welche Vorteile bzw. Besonderheiten bieten Sie gegenüber ähnlichen Konkurrenz-Plattformen?

Durch unsere Preisgestaltung möchten wir eine kostengünstige Alternative zu Projektvermittlern bieten, welche sich oft mit immensen Provisionen am Projektvolumen beteiligen. Bei Provisionsmodellen zahlt letztlich der Freelancer die Rechnung, da er entweder selbst zur Kasse gebeten wird oder die Unternehmen die Vermittlungsgebühr auf die Stundensätze umschlagen.

Daher überlassen wir die vertragliche Ausgestaltung den Akteuren selbst und erheben keinerlei Kosten für die Vermittlung, womit unsere Mitgliedschaften mit hohem Funktionsumfang auch für kleine Unternehmen und junge Freelancer erschwinglich sind.

Dadurch erleben wir ein rasantes Wachstum der Mitgliederzahlen, was natürlich jedem User in Sachen Vielfalt der Experten und Projekte entgegenkommt.

Wir lassen jedoch nicht zu, dass dadurch der Support und Kundenkontakt leidet. Bei uns kann sich jeder User sicher sein, dass sein Feedback gelesen und intern diskutiert wird – nur so können wir die Plattform bleiben, auf der sich bereits mehr als 80.000 registrierte Freelancer und Unternehmen wohlfühlen.


Wie sind Sie auf die Idee zu dem Projekt kommen und wie lief die Umsetzung?

Unsere Unternehmensgruppe konnte das 2005 gegründete Portal freelancermap im Jahr 2008 an sich binden. Schon damals war freelancermap eine beliebte Plattform mit sehr viel Potential.

Während der Kern von freelancermap – die zahlreichen Projekte und Freelancer – hervorragend war, gab es an anderen Stellen viel Nachholbedarf: Kundensupport und Usability war bei weitem noch nicht auf dem Niveau, welches wir als Maßstab setzten.

Bei der Umsetzung war und bleibt uns das Feedback der Community auf freelancermap eine große Hilfe. Es liegt in der Natur der Sache, dass diejenigen, welche sich tagtäglich mit der Projektakquise und Expertensuche befassen, auch die Ausrichtung der Plattform prägen sollten.


Wie vermarkten Sie die Plattform?

Wir wissen natürlich ob der finanziellen Situation, in denen sich kleine mittelständische Unternehmen und Freelancer am Anfang Ihrer Karriere befinden – und bemühen uns, die Preise so festzusetzen, dass sie für alle Akteure ohne Probleme finanzierbar bleiben.

Der enorme Zulauf bestätigt uns darin, ein massenkompatibles Konzept zu schaffen, anstatt teure Lösungen für Vermittlungen, bei denen entweder Unternehmen oder Freiberufler einen wesentlichen Teil des Projektvolumens an externe Dienstleister abgeben.


Was kann man als Auftraggeber outsourcen und wie findet man passende und gute Freelancer?

An und für sich ist das Outsourcing – auch ins Ausland – kein großes Problem. Unsere internationale Plattform freelancermap.com ist speziell für das Outsourcing über Grenzen hinweg optimiert.

Natürlich bleiben gewisse Risiken, wie die oft zitierten interkulturellen Unterschiede und sprachliche Barrieren, bestehen. Hierzu sollte man sich hinterfragen, inwieweit die Kräfte im eigenen Hause diese potentiellen Kommunikationhürden schultern können.

Was den qualitativen Aspekt anbelangt, gelten im Ausland dieselben Grundsätze wie im Inland: Die Referenzen sind der verlässlichste Anhaltspunkt, inwieweit der Freelancer dem Anforderungsprofil entspricht.

Auch die äußere Form und Rechtschreibung zeugt von der Sorgfältigkeit des freiberuflichen Experten. Ob man wirklich miteinander kann, klärt sich dann in der Verhandlungsphase.


Ihre besten Tipps für angehende Freelancer sind …

  1. Mit Profilen auf verschiedenen Plattformen für die Sichtbarkeit im Netz sorgen.
  2. Gut ausformulierte, aufschlussreiche Referenzen und bisherige Arbeitsbeispiele angeben.
  3. Anfangs die richtige Balance zwischen Spezialisierung, Marktwert und finanziellen Zugeständnissen finden.
  4. Auch nach dem Projekt den Kontakt halten, Hilfe anbieten und sich nach der Zufriedenheit erkundigen.
  5. Bestehende Kontakte, z.B. aus dem vorherigen Berufsleben, pflegen und nutzen.


Danke Herr Preischl

für das interessante Interview und die vielen praktischen Tipps für angehende Freelancer.

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8 Gedanken zu „Freelancer – Vorteile, Kundengewinnung, Tipps und mehr – Interview mit freelancermap.de“

  1. Das klingt ein bisschen so, als wären die Freelancerportale der einzige Weg für Freelancer, an Aufträge zu kommen. Ich selbst war drei Jahre (bis letztes Jahr) Freelancer, und habe den Großteil meiner Aufträge über meine Website und über Kontakte bekommen, ein paar noch über mein XING-Profil. Meiner Erfahrung nach sind die Stundensätze bei Projekten über Freelancerportale niedriger als bei direkt zustande kommenden Projekten.

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  2. Gute Idee die es ja in den US und auf globaler Ebene schon sehr lange gibt. Finde ich aber sehr von Nutzen jetzt auch deutsches Personal wesentlich einfacher finden zu koennen. Herr von Studnitz versteht vielleicht denn Sinn nicht dahinter, da ich als Arbeitgeber nicht mit grossem Zeitaufwand Leute ueber deren eigenen Webseiten etc. durchforsten muss, sondern einfach eine groessere Auswahl an Leistungen die ich benoetige auf einen Blick vor mir habe.

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  3. An der Suche müsst ihr noch Arbeiten. Habe jetzt paarmal nach etwas gesucht und habe zwar Ergebnisse bekommen, aber meist war nichtmal der Begriff in der Projektanzeige zu finden.

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  4. Auch ich habe eher Kunden über meine Webseite erlangt, dennoch halte ich auch viel von Freelancerportalen, durch welche ich schon tolle Angebote an Wasser gezogen habe!
    Mir gefällt die Übersichtlichkeit solcher Portale sehr gut ;)

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  5. Ich habe mich bei freelancermap angemeldet und werde das Portal mal mit einem Probeauftrag testen.
    Die Seite sieht sehr übersichtlich aus und man findet sich gut zurecht.

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  6. Sehr informativer Beitrag, danke.
    Ob es sich bei der Preistreiberei auf solchen Portalen wirklich noch lohnt Aufträge zu bekommen, sei mal dahingestellt.
    Neue Möglichkeiten zu probieren, kann ja erstmal nicht schaden.

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  7. Sich regional umzusehen sollte man auch nicht vergessen. Trotzdem macht der tägliche Blick in Freelancer Portale das Leben eindeutig gemütlicher.

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