LinkedIn ermöglicht Werbung für Newsletter

Einige Monate nach dem Start von gesponserten LinkedIn-Nachrichten haben Unternehmen jetzt auch die Möglichkeit, ihren innerhalb des sozialen Netzwerks betriebenen Newslettern gegen Geld mehr Reichweite zu bescheren. Eine wesentliche Option fehlt allerdings noch.

Über den LinkedIn Kampagnen-Manager können ab sofort einzelne Newsletter-Ausgaben werblich hervorgehoben werden, wie das Fachmagazin Social Media Today zuerst entdeckte. Die Funktion ergänzt eine gleichartige Werbefunktion für Unternehmensartikel.

Werbung für Newsletter von Mitgliedern “in Zukunft”

Großer Wermutstropfen für Content Creator, die ihren Newsletter über ihr privates Profil laufen lassen: Aktuell steht die Funktion nur für Newsletter von Unternehmensseiten zur Verfügung. Auf einer Hilfeseite bei LinkedIn heißt es dazu: “Es können nur Newsletter-Artikel eines Unternehmens und Teil eines organischen Unternehmensseite Beitrags gesponsert werden. Es ist nicht möglich, von Mitgliedern verfasste Newsletter-Artikel zu sponsern. Diese Funktion ist aber in Zukunft verfügbar”.

Erst vor wenigen Wochen hat die Microsoft-Tochter eine ganze Reihe von Neuerungen zur besseren Gestaltung von Newslettern eingeführt und dabei die Bedeutung des Mediums auf der Plattform betont. Demnach gebe es schon mehr als 184.000 Newsletter auf LinkedIn (wobei etwas unklar ist, ob tatsächlich Newsletter oder einzelne Newsletter-Ausgaben gemeint ist). Im Jahresvergleich sei die Zahl der publizierten Newsletter-Artikel um 59 Prozent gestiegen, die Aktivität mit Newslettern habe sich um 47 Prozent erhöht.

LinkedIn-Newsletter: Netzwerk-Effekte, aber kein direkter Leser-Zugang

Für Content Creators sind LinkedIn-Newsletter ein zweischneidiges Blatt. Einerseits kann man sich die enorme Reichweite des Karrierenetzwerks nebst entsprechender Netzwerk-Effekte zunutze machen. Andererseits ist – wie bei jedem sozialen Netzwerk – der Zugang zu Lesern und Abonnenten limitiert und abhängig von Algorithmen, die sich bekanntermaßen jederzeit ändern können.

Folgerichtig fungieren LinkedIn-Newsletter häufig eher als Ergänzung zu einem “echten” Newsletter außerhalb der Plattform, wo es keinen Gatekeeper zwischen Betreiber und Abonnent gibt und der Publisher Zugriff auf alle Analyse- und Adressdaten hat.

Johannes Haupt

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