Mallorca-Immobilien + Franchising – Sebastian Grote (Isleño) [Podcast] [Case Study]

Sebastian Grote ist Inhaber von Isleño, einem Projekt-Entwickler auf Mallorca. Isleño kauft Wohnungen im Großraum Palma, saniert sie und verkauft sie dann weiter. Zu Preisen im Bereich 200-500.000 Euro und mit der Zielgruppe Remote Worker.

Perspektivisch soll Isleño zu einem Franchise System mit zentraler Verwaltung und 20 Standorten in aller Welt werden. Ein Playbook, das Sebastian schon einmal erfolgreich durchgespielt hat.

Im Selbständig im Netz Podcast erzählt Sebastian Grote (LinkedIn, Instagram),

  • wie er mit seiner Lead Generation Webdesign Agentur eine Zeit lang jedes neue Unternehmen in Deutschland angeschrieben haben
  • wie er mit Gecco Media das Marketing von mehr als 300 Fahrschulen zentralisiert hat
  • warum dieses Franchise-System in einem anderen Themenfeld dann nicht funktionierte
  • wie er heute mit Isleño Island Homes hochstrukturiert Wohnungen im Großraum Palma ankauft und herrichtet
  • warum er gezielt Digital Natives und Remote Worker anspricht
  • wohin Isleño als nächstes expandiert und wie er dafür Franchise-Partner findet

Folge bei Spotify | Folge bei Apple Podcast | Folge bei YouTube


Im Selbständig im Netz Podcast (Spotify, Apple Podcast, Youtube) bekommst du nutzwertige Werkstattberichte von und für Selbständige.

  • Wie genau kamen erfolgreiche Selbständige dahin, wo sie sind?
  • Was für Fehler haben sie unterwegs gemacht?
  • Wie organisieren sie sich und ihre Arbeit?
  • Was für Tools und Techniken – mit und ohne KI – kommen zum Einsatz?

Selbständig im Netz steht seit 2007 für hochwertige Inhalte, auf die du dich verlassen kannst. Abonniere den Podcast und freue dich jeden Donnerstag auf ein spannendes neues Interview (plus manchmal auch Montags).


Geschichte, Gründer, Angebot

Isleño

Schon während seiner Schulzeit hat sich Sebastian selbständig gemacht, mit einer Werbeagentur mit dem Schwerpunkt Lead Generation.

Bereits damals legte er Wert auf strukturierte Prozesse. So schrieben seine Angestellten eine Zeit lang jede neu gegründete Firma an, als Grundlage dienten die Anmeldungen ins Handelsregister. Zeitweise verschickten sie 30.000 Briefe, mit einem Call Center wurde nachtelefoniert.

Mit der Zeit spezialisierte sich seine gecco media GmbH auf bestimmte Branchen und hier auf Franchise-Systeme etwa in der Gastronomie , um mehr Hebel ins Geschäft zu bringen. Einmal gebaute Prozesse konnten so bei mehreren gleichartigen Kunden respektive bei mehreren Standorten des gleichen Kunden ausgerollt werden.

Als nächsten Schritt startete Sebastian mit seinem Geschäftspartner ein eigenes Franchise-System. Bei Fahrschulen, weil sie gesehen hatten, dass Kunden aus diesem Feld viel Marketing-Budget bei ihm ausgaben und er ihnen hier gut helfen konnte.

In der Spitze hatte Gecco Media 300 Standorte von Fahrschulen in seinem Franchise-System. Die Fahrschulen bezahlten abhängig von der Größe und dem Umfang der Dienstleistungen 500-4.000 Euro im Monat und bekamen dafür neben einem Co-Branding eine Website, Unterstützung bei der Vermarktung und so weiter.

Das Business war hochprofitabel – Sebastian und sein Geschäftspartner machten mit der Firma etwa eine halbe Million Euro Gewinn pro Jahr plus ihre Gehälter -, das Wachstum aber begrenzt. Auch weil verschiedene Versuche scheiterten, das Geschäft auf breitere Beine zu stellen (eigene Fahrschulen, andere Branchen, SaaS der eigenen Software-Plattform für andere Franchise-Systeme).

Nach mehr als zehn Jahren verkaufte Sebastian dann seine Anteile an seinen Geschäftspartner (der später die komplette Firma verkaufte) und schaute sich nach neuen Opportunitäten um.

Zu Isleño kam es während der Corona-Zeit, als Sebastian zum Spaß Immobilien in seinem ohnehin schon regelmäßigen Aufenthaltsort Mallorca kaufte, herrichtete und dann zum Verkauf stellte. Eine von Beginn an riesige Nachfrage bewegten ihn dazu, daraus ein Geschäft zu machen.

Das Angebot von Isleño richtet sich an Leute, die remote arbeiten, also vornehmlich Unternehmer und gut verdienende Freelancer. Die Projektentwicklungsfirma kauft auf verschiedensten Akquise-Wegen Immobilien von Locals an (Zielmarke: 3 Objekte im Monat). Hauptsächlich rund um Palma, weil hier das „richtige“ Leben auf Mallorca stattfindet, in der Saison und darüber hinaus.

Innerhalb kurzer Zeit werden die Wohnungen mit einem strukturierten Prozess saniert und möbliert, unter anderem mit einem komfortablen Arbeitsplatz. Die Wohnungen – vom Studio bis etwa 120qm – werden dann schon wenige Monate nach dem Kauf wieder auf Immobilienbörsen eingestellt, zu Preisen zwischen 200-500.000 Euro.

Die Marge beim Verkauf liegt für Isleño bei rund 20 Prozent. Die angebotenen Wohnungen werden Sebastian förmlich aus den Händen gerissen. Trotzdem will er sie nicht deutlich verteuern, weil er durch die Eigenfinanzierung auf einen stetigen Cash Flow angewiesen ist.

Der langfristige Plan von Isleño ist wiederum ein Franchise-System. Mit aktuell rund 15 Mitarbeitenden baut Sebastian auf Mallorca aktuell den Management Layer und die Prozesse aus, über den die Expansion zu mittelfristig 20 Standorten gelingen soll.

Zunächst bleibt Sebastian in Spanien – Menorca (wo es bereits einen Kontakt gibt), Malaga, Valencia und die Kanaren sind die Ziele. Für die Standorte sucht Sebastian unternehmerisch denkende Partner mit Ortskenntnissen. Erfahrungen in der Immobilienwirtschaft und eingebrachtes Kapitel brauchen die Franchise-Nehmer nicht, wohl aber starke Skills im Projektmanagement.

Learnings

Die wichtigsten Takeaways.

Franchise: prozentuale Beteiligung > fix fee. Im Fahrschul-Franchise-System hatte Sebastians Firma einige Fahrschulen, die sehr stark gewachsen sind. Durch die weitgehend fixen Gebühren konnte er aber nur begrenzt partizipieren.

Gründe für Franchise statt Filialen: Kapital & Involvement. Sebastian und sein Partner entschieden sich nach einigen Versuchen gegen den Ausbau eines eigenen Netzes von Fahrschulen, weil die Arbeit vor Ort sehr kleintilig und voraussetzungsreich ist.

So brauchen Fahrlehrer eine bestimmte Ausbildung und müssen mit einem bestimmten Schlag an Mitarbeitern umgehen können. Kein Business, was zentral leicht skalierbar ist.

Natural Demand = Unternehmertum auf Easy Mode. Hat ein Angebot einen natürlichen Sog und trifft etwa den Zeitgeist, geht es nur noch um die Skalierung. Wie etwa bei trendingen Food-Franchises, aber auch bei Isleño.

Dass er innerhalb kurzer Zeit mehr als 200 Anfragen auf eine Mallorca-Immobilie hatte und die Wohnung dann auch schnell verkaufte, war für Sebastian der Startschuss für Isleño als Business.


Der unfaire Vorteil für dein Online Business

Schließe dich mehr als 10.000 erfolgreichen Selbständigen, Unternehmern und Online Marketing Profis an und bringe dein Geschäft aufs nächste Level.

Im wöchentlichen kostenlosen Newsletter von Selbständig im Netz erwarten dich

  • inspirierende Case Studies
  • spannende Growth Hacks und Tools, die dich wirklich voranbringen
  • tolle Chancen in wenig beachteten Nischen
Johannes Haupt

Schreibe einen Kommentar