
Zuletzt ging es vor allem kleinen und mittelgroßen redaktionellen Portalen an den Kragen. Mehrere Google-Updates, die zunehmende Chatbot-Nutzung plus AI Overviews und immer weniger organische Treffer auf Suchergebnisseiten bedeuteten den perfekten SEO-Sturm.
Was für Online Businesses sind 2025 noch eine gute Idee zum online Geld verdienen – und auch darüber hinaus? Zur Beantwortung lohnt ein Blick auf Verkaufsplattformen.
Verkaufbar = skalierbar und zukunftssicher
Denn was bei Flippa, Empire Flippers & Co. erfolgreich gehandelt wird, erfüllt drei spannende Voraussetzungen, die auch für jeden Starter (vs. Käufer) eines Businesses relevant sind.
- das Business generiert ein passives Einkommen und/oder kann soweit delegiert werden, dass du als Besitzer wenig damit zu tun hast. Oder es sogar verkaufen kannst.
- es war und ist nicht nur profitabel, sondern wird es auch zumindest mittelfristig noch sein. Ansonsten gäbe es schlicht keine Nachfrage.
- das Business ist verkaufbar. Neben den regelmäßigen Einnahmen eine höchst willkommene Erlösquelle. Und eine Perspektive, falls du mal Lust auf etwas anderes bekommen solltest (oder sogar build to sell als Geschäftsmodell planst).
Ich habe mir die 202 aktuellen Listings bei Empire Flippers angeschaut, dem weltweiten Marktführer für plattformseitig geprüfte Content-Projekte.
Dank viel Käufer-Traffic geht ein Großteil der Listings auf dem Marktplatz auch tatsächlich über den Tisch – wenn naturgemäß auch nicht immer zum inserierten Preis.
Die gelisteten Online Businesses bei Empire Flippers kosten zwischen etwa 50.000 US-Dollar und mehreren Millionen US-Dollar. Der Großteil liegt im Bereich von etwa 150.000 bis 400.000 US-Dollar.
Wurden in der Vergangenheit vor allem über Display Advertising (seltener Affiliate Marketing) monetarisierte Online-Portale und FBA/E-Commerce Businesses gehandelt, sind die Schwerpunkte heute deutlich anders.
Strukturell bedingt eher dünn ist das Angebot an SaaS- und Services/Subscription Businesses, die über Empire Flippers angeboten werden.
Zum einen gibt es hier oft einen starken lokalen Bezug bei Angebot und Kundschaft. Empire Flippers als globaler Marktplatz ist dazu kein geeigneter Verkaufsplatz.
Sowohl bei Dienstleistern als auch bei SaaS-Tools hat der Verkäufer dazu häufig eine spezifische Expertise, die nicht ohne weiteres mit SOPs, Videos & Co. übertragen werden kann. Was nicht nur beim Verkauf, sondern auch bei einer Skalierung schnell zum Problem wird und möglichst als solches angegangen werden sollte.
YouTube-Kanäle
Auf Selbständig im Netz haben wir bereits einen Faceless YouTube Kanal porträtiert, der 20.000 Euro monatlich erlöst und bei Flippa für 300.000 Euro zum Verkauf gestellt wurde. Kein Einzelfall, wie ein Blick auf Empire Flippers zeigt.
Für einen erfolgreichen Verkauf müssen YouTube-Kanäle nicht notwendigerweise faceless sein. Es erleichtert die Übertragung, Fortführung und Skalierung aber natürlich immens, wenn Abonnenten den Kanal nicht mit einer sichtbaren Person und dessen Expertise verknüpfen.
Die Verticals und Monetarisierungen der zum Verkauf stehenden YouTube-Kanäle sind dabei vielfältig.
Dieser YouTube-Kanal (2.700 US-Dollar Monatsgewinn, 70.000 USD Verkaufspreis) hat sich etwa auf Deals & Coupons spezialisiert und erzielt 74 Prozent seiner Einnahmen über Affiliate-Marketing. “Nur” 15 Prozent kommen übers YouTube-Partnerprogramm.
Dieser Kanal (2.000 USD Monatsgewinn, 70.000 USD Verkaufspreis) mit Wildwest-Fokus und dieser Politik-Kanal (6.400 USD Monatsgewinn, 141.000 USD Verkaufspreis) setzen hingegen ganz auf YouTube-Anzeigen.
Und sind – weil sie Inhalte Dritter bearbeiten – latent bedroht von einer Demonetarisierung gemäß den frisch aktualisierten YouTube-Richtlinien. Ein Thema, was potenzielle Käufer auf dem Schirm haben sollten und auch schon die Multiples drückt.

Deine Faceless Youtube Videos generieren dir ein ständig wachsendes echtes passives Einkommen. Du kannst jeden Schritt automatisieren und outsourcen – oder auch nicht, ganz wie du willst.
Du musst nichts verkaufen oder gar deine Freunde zu Kunden machen. Stattdessen erstellst du tolle Inhalte, auf die du stolz bist und die deine Zuschauer lieben.
Newsletter
“The money is in the list” – das Geschäftsmodell ist ein absoluter Evergreen. Und weil sich niemand zwischen dich und die E-Mail-Inbox deiner Adressaten stellen kann, ist es maximal resilient gegen Algorithmus-Abhängigkeiten und KI-Traffic-Klau.
Newsletter sind bei vielen Geschäftsmodellen ein unverzichtbarer Online-Marketing-Kanal, fungieren aber auch immer häufiger als eigenes Business. Ein Hybrid ist dieses Business (5.500 USD Monatsgewinn, 185.000 USD Verkaufspreis).
Es handelt sich um Ad Arbitrage mit drei Newslettern und zwei Websites als wesentlichen Komponenten. Der Funnel: Über Ads werden Newsletter-Abonnenten generiert (aktuell 59.000), die auf die über Display Ads monetarisierten Online-Portale geleitet geleitet werden.
Die Differenz zwischen den Akquise-Kosten für Newsletter-Abonnenten und den Werbeeinahmen durch die Abonnenten ist dein Gewinn. Ein sehr robustes Geschäft, solange du die beiden zentralen Stellschrauben unter Kontrolle hast.
Nischenseiten mit Facebook Traffic/Pinterest Traffic
Spätestens seit dem Frühjahr 2024 suchen Online Publisher fieberhaft nach Alternativen zu Google als Traffic-Quelle für ihre Inhalte. Oft werden sie bei Facebook und bei Pinterest fündig.
Vor kurzem hatten wir den Social-Media-Spezialisten Andreas Rickmann im Selbständig im Netz Podcast, dessen lokale Nachrichtenseite Verliebt in Köln jeden Monat eine sechsstellige Besucherzahl allein über eine Facebook-Seite bekommt. Dazu betreibt Andreas noch lokale Facebook-Gruppen mit mehreren Hunderttausend Mitgliedern.
Auch Pinterest als Alternative zu Google-Traffic steht hoch im Kurs, benötigt aber gewisse Inhalte und eine entsprechende Zielgruppe.
Ein Beispiel ist dieses Listing (4.000 USD Monatsgewinn, 112.000 USD Verkaufspreis): Der nicht einmal zwei Jahre alte Blog bekommt 75 Prozent seines Traffics über “organic social” (fast ausschließlich Pinterest) und weniger als 1% über Google.
Thematisch lässt sich die Seite unter “visuelle Life Hacks für mittelalte Frauen” einsortieren. Eine Kombination wie für Pinterest gemacht. Beziehungsweise natürlich ganz real für Pinterest gemacht.
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