Stadtmagazin mit XXL Facebook Traffic & Paid Newsletter – Andreas Rickmann [Podcast] [Case Study]

Andreas Rickmann war viele Jahre mitverantwortlich für den Social Media Bereich der BILD, als Head of Social Media und zuletzt als Director Digital Growth, bevor er sich im Dezember 2020 selbständig machte.

Neben seiner Beratungstätigkeit betreibt er das Online-Stadtmagazin Verliebt in Köln mit 300.000 monatlichen Besuchern – hauptsächlich über Facebook (!) – sowie einen kostenpflichtigen B2B-Newsletter.

Im Selbständig im Netz Podcast erzählt Andreas Rickmann (LinkedIn, Website, Newsletter),

  • wie er bei Axel Springer innerhalb weniger Jahre vom Volontär zum Head of Social Media der BILD-Gruppe aufstieg – und warum er sich dann mitten in der Corona-Zeit selbständig machte
  • wie er sich als führender Social-Media-Berater für Verlagsangebote etabliert hat, es aber nicht dabei belassen wollte
  • wie er für Verliebt in Köln lokale Facebook-Gruppen mit inzwischen 300.000 Mitgliedern aufgebaut hat – und warum
  • wie er heute noch mehrere Hunderttausend monatliche Besucher über Facebook gewinnt
  • wie er monatlich vierstellig mit einem Paid B2B Newsletter verdient – und darüber auch noch Kunden gewinnt

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Geschichte, Gründer, Angebot

Andreas Rickmann

Nach seinem Sportjournalismus-Studium orientierte sich Andreas Rickmann zunächst in Richtung Redakteurstätigkeit, mit einem Volontariat an der Axel Springer Akademie. 2013 stieg er dann in die Digital-Redaktion der BILD ein und war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, als Social Media plötzlich allgegenwärtig war.

In den Folgejahren hatte Andreas mehrere Führungspositionen bei Axel Springer inne. Schon 2014 war er Head of Social Media bei BILD, später dann Editorial Director New Platforms BILD-Gruppe und zuletzt Director Digital Growth. In den Management-Posten arbeitete er schon mehr strategisch als redaktionell.

Im Dezember 2020 machte sich Andreas dann selbständig – mitten in der Corona-Zeit und mit Frau und Kind daheim. Zuvor hatte er die Kündigung schon monatelang in seiner Tasche gehabt.

In die Selbständigkeit startete Andreas als Berater für Social Media und Digital-Strategien vor allem bei Medienverlagen, denen er sagt, warum ein Engagement in sozialen Netzwerken auch 2025 noch eine gute Idee ist – und in was für einer Form. Über seine BILD-Zeit hatte er hier bereits Kontakte und natürlich ganz viel Reputation im Themenfeld.

Begleitend zu seiner beratenden Tätigkeit baute Andreas den B2B-Newsletter Social Media Best Practise auf. Von insgesamt rund 2.200 Abonnenten bezahlen etwa 100 Abonnenten einen niedrigen zweistelligen Betrag pro Monat für Premium-Content wie „Diese Art von Postings funktioniert aus diesen Gründen:“.

Zusätzlich startete Andreas Rickmann mit Beginn seiner Selbständigkeit das Online-Stadtmagazin Verliebt in Köln. Zielgruppe der Seite, die Andreas von Berlin aus und inzwischen mit Unterstützung von Werkstudenten und freien Mitarbeitenden betreibt, ist die Altersgruppe 40+.

Der größte Teil der aktuell 300.000 monatlichen Besucher kommt über Facebook. Auf der Facebook-Seite posten Andreas und sein Team 3-6 Beiträge pro Tag, mit Ausreißern nach oben. Daneben administriert Andreas mehrere große lokale Facebook-Gruppen (Events in Köln, Fotografie in Köln, …) mit zusammengenommen rund 300.000 Mitgliedern.

Kölschgläser im Verliebt in Köln Shop

Auf der Einnahme-Seite verdient Andreas Geld über Display-Werbung (RPM: 5-6 Euro), über Leser-Spenden, über Kooperationen mit lokalen Dienstleistern und über physische Produkte wie Anhänger, Schlappen und natürlich Kölsch-Gläser.

Andreas könnte inzwischen allein von Verliebt in Köln leben, schätzt aber die breite Aufstellung. Aktuell – mit den ersten Einstellungen und dem Umzug in ein eigenes Büro – befindet er sich auf dem Sprung vom Solo-Selbständigen zum Unternehmensinhaber.

Learnings & Analyse

Die wichtigsten Takeaways:

Smarte Diversifizierung. Die verschiedenen Einnahmequellen funktionieren nicht nur autonom, sondern befruchten auch einander. Andreas kann bei Verliebt in Köln Artikel-Formate und Strategien ausprobieren, die er dann in seinem Social Media Best Practise Newsletter aufgreift. Und umgekehrt.

Der Newsletter fungiert dazu natürlich ebenfalls als Akquise-Kanal für seine Beratertätigkeit. Wo ein eigenes Best-Practise-Projekt wie Verliebt in Köln – und darüber auch laufende praktische Erfahrungen – sicherlich ebenfalls nicht hinderlich sind.

Auch innerhalb der Projekte gibt es etliche Synergien. Die riesigen Facebook-Gruppen dienen gleichermaßen als Traffic-Kanal, als interne Redaktionskonferenz und zur Validierung physischer Produkte, die dann im eigenen Online-Shop verkauft werden.

Daten-Liebe & Mehrfachverwertung. In allen Bereichen arbeitet Andreas extrem datengetrieben. Neben der schon genannten Validierung von Produktideen über seine Facebook-Gruppen lässt er darüber auch Ranglisten generieren („was sind deine liebsten kölschen Schimpfwörter?“). In dem daraus resultierenden Artikel wird wiederum ein Quiz eingebunden („kennst du diese Kirchen-Schimpfwörter“), über das E-Mail-Adressen für den Newsletter eingesammelt werden.

Was für Artikel sind es wert, bei Instagram-Storys geteilt zu werden? Auch hier erfolgt eine Selektion nach Daten, genauer nach den Klickraten auf die Artikel bei Facebook und im Newsletter.

Finde deine Nische. Mit Verliebt in Köln betrat Andreas im Frühjahr 2021 einen scheinbar bereits übervollen Markt. Neben zahlreichen unabhängigen Projekten und dem Köln-Ableger von Mit Vergnügen gibt es in der Millionenstadt auch auflagenstarke Zeitungshäuser mit entsprechender Man-Power für den Online-Auftritt.

Andreas fokussierte sich darum von Tag 1 auf seine Stärken – die Gewinnung von Sichtbarkeit im Social Web – und auf eine Zielgruppe, die er hierüber passgenau ansprechen kann. Die Altersgruppe 40+ ist riesig und auch finanzstark, wird aber gerade von vielen Newcomern im Social Web sträflich vernachlässigt. Und kann über Facebook perfekt adressiert werden.


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Johannes Haupt

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