Vibe Coded SaaS & Content Marketing Agentur – Nicolas Sacotte (Contentking)

Nicolas Sacotte ist Geschäftsführer von Contentking, einer SEO und Content Marketing Agentur. Dazu betreibt er zwei erfolgreiche SaaS-Projekte, die er mit Vibe Coding Tools gebaut hat.


Im Selbständig im Netz Podcast erzählt Nicolas (Website, LinkedIn),

  • mit welchen Tools er als Nicht-Entwickler zwei komplexe SaaS-Anwendungen gebaut hat
  • warum er mit seiner Agentur weiterhin nach Stunden abrechnet und wenig von Umsatzbeteiligungen hält
  • warum er keine KI-Beratung anbietet
  • warum er sich bewusst gegen Wachstum entschieden hat

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Geschichte, Gründer, Angebot

Nicolas Sacotte

Nicolas Sacotte ist ein absolutes Urgestein der deutschen Online Marketing Landschaft. Die ersten Suchmaschinen, für die er Inhalte optimiert hat, waren Yahoo und Altavista.

Contentking ist bereits Nicolas’ drittes Agentur Business und betreut seit 12 Jahren Kunden an der Schnittstelle von Content Marketing und SEO. Nicolas führt seine Firma als Einzelunternehmer und hat nur 5 Mitarbeitende. Trotzdem arbeitet er seit vielen Jahren für Kunden wie Sixt, Raiffeisen und die Commerzbank.

Daneben betreibt Nicolas zwei sehr unterschiedliche Online-Projekte.

  • Womosuche ist ein Marktplatz zum Mieten und Vermieten von Wohnwagen. 2020 gestartet und durch smartes SEO zeitweise von mehreren Hunderttausend Menschen monatlich besucht, hat Nicolas das Portal gerade von WordPress auf eine eigens gebaute Software migriert.
  • das vor wenigen Monaten gestartete Tasketeer positioniert sich an der Schnittstelle von SEO Suite und Projektmanagement-Tool. Zielgruppe sind Dienstleister wie Freelancer und Agenturen, die über das Tool Aufträge verwalten und ihre Kunden auf dem Laufenden halten können. Tasketeer ist ebenfalls eine Eigenentwicklung.

Nicolas ist kein Entwickler, hat aber beide Projekte mit dem Vibe-Coding-Tool Cursor von Grund auf gebaut.

Learnings

Die wichtigsten Takeaways.

Warum Contentking bewusst klein bleibt. Nach zweieinhalb Jahrzehnten Selbständigkeit in unterschiedlichen Konstellationen hat Nicolas für sich ein Setup gefunden, mit dem er sich wohl fühlt. Bezogen auf den Arbeitsort (ein eigenes Büro, wo auch seine Mitarbeitenden sind), aber auch auf die Teamgröße.

Eine kleinere Agentur bedeutet für Nicolas weniger Vertriebsstress. Dazu gibt es keinerlei externen Druck von Stake Holdern oder Investoren.

Im Ergebnis ist Contentking eigentlich permanent überbucht und hält die Palette der angebotenen Dienstleistungen bewusst klein (das Wort „KI“ sucht man auf der Firmenseite vergebens), gleicht den Ressourcenmangel aber nicht durch Neu-Einstellungen aus.

Stundensätze > „Valued Based Pricing“. Zu einem unter Dienstleistern heiß diskutierten Thema hat Nicolas eine klare Meinung. Er zieht eine Abrechnung nach geleisteten Stunden und Retainer immer einer erfolgsabhängigen Vergütung vor.

So seien viele Kriterien zur erfolgsabhängigen Vergütung schwer messbar oder lägen nicht in der Hand der Agentur.

Vor allem aber seien Zielkonflikte vorprogrammiert. Etwa wenn gewinnabhängig abgerechnet wird und das Unternehmen kurz vor Jahresende noch schnell neues Mobiliar kauft. Oder bei einer Umsatzbeteiligung, wenn Produkte teurer angeboten werden, um höhere Margen zu erzielen (mit allerdings weniger Umsatz).

Warum Nicolas eigene Projekte betreibt. Im Selbständig im Netz Podcast waren bereits einige Agenturinhaber zu Gast, die sich zum Start ein ähnliches hybrides Modell vorstellten, wie es Nicolas praktiziert. Allerdings zwang das Wachstum der Agentur dann immer zu klaren Priorisierungen, an deren Ende immer ein reines Dienstleistungsgeschäft stand.

Für Nicolas Sacotte, der sich selbst als „Vibe-Unternehmer“ bezeichnet, waren eigene Projekte hingegen auch immer eine Spielwiese. Dort konnte er SEO- und Content-Marketing-Strategien ausprobieren, die er im Erfolgsfall dann bei seinen Kunden implementierte.

Vieles entsteht auch einfach aus persönlichem Bedarf. So ist das Ergebnis von Herausforderungen im Agenturalltag von Contentking, wo Nicolas ein solches Tool selbst brauchte und dann baute.

Johannes Haupt

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