Kannst du als Nicht-Entwickler mit Vibe Coding Tools tatsächlich schon heute Anwendungen bauen, die tausende Nutzer begeistern und dir in kurzer Zeit ein fünfstelliges Monatseinkommen bescheren? 3 erfolgreiche Online Apps zeigen, was geht – und was nicht.
Wohl kaum ein Thema polarisiert im KI-Kosmos – wo es ohnehin nicht an Emotionalität mangelt – so sehr wie Vibe Coding.
- bringen dich Vibe Coding Tools wie Cursor und Replit mit wenigen Prompts und ohne Programmierkenntnisse zu einer Online App, die ohne weiteres Zutun mehrere Zehntausend Euro Monatsgewinn abwirft?
- oder entsteht in mühsamer Kleinarbeit Code-Salat, der bestenfalls in einem fehleranfälligen Endprodukt mündet – und bei einer professionellen Weiterentwicklung solche Folgekosten verursacht, dass du mit händischer Programmierung von Beginn an günstiger und stressfreier dran gewesen wärst.
Wie so oft beim online Geld verdienen (und noch mehr beim Geld verdienen mit KI) liegt die Wahrheit dazwischen.
Loom-Klon über Nacht gebaut mit Vibe Coding
KI-Experte Jens Polomski erzählte im Selbständig im Netz Podcast, er baut als Nicht-Entwickler mittels Vibe Coding aktuell jede Woche eine neue App. So neulich etwa einen Klon der beliebten Online-Recording-App Loom, komplett mit sharable URL.
Die neuen No-Code-Tools stellen für Jens vor allem eine Möglichkeit dar, seine Ideen sofort auszutesten. Die Ergebnisse seien meist noch nicht „production ready“, böten aber eine Chance zu einem ersten Einstieg in einen Markt.
3 boomende Vibe Coding Projekte
Replit, Loveable & Co stecken noch in den Kinderschuhen, haben aber schon in kurzer Zeit erstaunliche Projekte hervorgebracht. Mit denen tatsächlich bereits sehr reales Geld verdient wird.
Print Pigeon – Briefe online verschicken
Mit der Online-App Print Pigeon kannst du mit wenigen Klicks einen Brief online verschicken. Laut Website wurden in der letzten Woche 1.200 Briefe verschickt. Man habe bereits mehr als 50.000 Kunden.
Das Angebot richtet sich primär an Briten und bietet dort auch die besten Preise (3 Pfund/Brief inklusive Standardversand). Für 5-10 Pfund extra gehen Briefe aber auch in mehr als 200 andere Länder weltweit.
Gebaut wurde Print Pigeon von einem griechischen Digital Marketer, der dafür die schwedische Vibe Coding App Loveable nutzte. Im Interview im Loveable Blog beschreibt der Entwickler (der inzwischen übrigens selbst bei Loveable arbeitet), wie er Print Pigeon innerhalb von nur 3 Tagen und zum Preis von 38 US-Dollar in Loveable Credits ins Netz stellte.
Im Kern ging es bei der Entwicklung darum, externe Dienste und APIs von Stripe bis zu transaktionalen E-Mails zu verbinden. Mit 100 US-Dollar in Google Ads validierte er seine Idee, das Wachstum kommt durch SEO-Traffic und durch lokalisierte Landing Pages für Long Tail Keywords („Sende Brief von Land A nach Land B“).
Neben dem Kernprodukt gibt es inzwischen auch angepasste Versandoptionen an Behörden, Gefängnisse – und natürlich einen KI-Editor zum besseren Schreiben. Auf der 2do-Liste steht unter anderem eine Erweiterung auf Paketversand. Das Ziel: Ein neues Produkt pro Monat.
fly.pieter.com – Flugsimulator im Web-Browser

Bekannt geworden durch die Jobbörse RemoteOK und die Digital-Nomad-Community Nomads.com (ehemals nomadlist), machte sich Pieter schnell in der KI-Welt und hier vor allem im Bereich Bildgenerierung breit.
Mit PhotoAI (aktueller Monatsumsatz: 140.000 US-Dollar) kannst du dich selbst als digitales Model klonen und ablichten, Interior AI (aktueller Monatsumsatz: 36.000 US-Dollar) hilft dir bei der Inneneinrichtung.
Die noch namenlose Combat Sim ist weitgehend „free to play“, Geld verdient Pieter über Upgrades wie schnellere Flugzeuge und vor allem über In Game Advertising.
Und das nicht zu knapp: Im ersten Monat kamen bereits 87.000 US-Dollar rein, was hochgerechnet aufs Jahr einem ARR von einer Million US-Dollar entspräche.
Ein krasses Erfolgsmodell, das allerdings mit zwei „abers“ zu betrachten ist. Zum einen ist Pieter Levels ein erfahrener Entwickler, was ihm auch beim Vibe Coding geholfen haben wird. Zum anderen kann er zum Launch eines neuen Projekts seine riesige Community aktivieren und hat damit von Tag 1 eine enorme traction, die natürlich nicht replizierbar ist.
Ohana – Plattform für sichere Untervermietungen

Rund zwei Jahre nach dem Start hat Ohana 16 Millionen US-Dollar Umsatz vermittelt, verneunfachte sich in den letzten 12 Monaten und ist bereits profitabel. Gebaut wurde die Online-Plattform mit dem Vibe Coding Tool Bubble.
Im Blog von Bubble beschreiben die Gründer, wie sie unter anderem die in ihrem Themenfeld essentiellen Sicherheitsfunktionen mittels Vibe Coding implementiert haben. Und das vier der heute sieben Mitarbeitenden des Startups direkt mit Bubble arbeiteten.
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