So wird man (bezahlter) Event-Blogger

In den letzten Monaten häufen sich die Anfragen von Veranstaltern und Firmen, ob ich nicht für ein paar Tage von einem bestimmten Event bloggen möchte.

Solche Anfragen bekam ich schon von einem großen Technik-Unternehmen für die CeBit und gerade erst von einem Verlag und einem Veranstalter.

Welche Möglichkeiten man als Blogger hier mittlerweile bekommt und was die Vor- und Nachteile solcher Events sind, erfahrt ihr in diesem Artikel.

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Blogger werden immer wichtiger

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Immer mehr Unternehmen und Veranstalter erkennen die Macht der Blogger. Zumindest bekanntere Blogger mit einem guten Ruf können großen Einfluss auf die Meinungsbildung haben.

Aus diesem Grund sind z.B. Modeblogger(innen) immer öfter in den vordersten Reihen bei Modeschauen zu sehen oder Technikblogger berichten live von Produkt-Launches.

Ich selber habe in den letzten Monaten mehrere Anfragen erhalten. So z.B. von einem großen Technik-Konzern, für den ich ein paar Tage live von der CeBit bloggen sollte.

Erst vor ein paar Tagen hat mich ein Verlag eingeladen, exklusiv von einer Veranstaltung auf der Photokina zu berichten.

Ein ganz besonderes Angebot kam dann Anfang dieser Woche. Die Bewerbung als Jury-Mitglied beim On.Line Medienpreis der ERGO Direkt Versicherungen.

Was bringt mir das als Blogger?

Das hängt natürlich von der jeweiligen Veranstaltung ab. Oft hat man exklusive Einblicke und kann auf diese Weise nicht nur interessante Artikel für den Auftraggeber schreiben, sondern auch Ideen und Material für den eigenen Blog sammeln.

Exklusive Interview-Partner auf Messen oder Fotos von einer Produkt-Präsentation sind eben was besonders. Damit kann man seinen Blog noch deutlicher gegenüber der Konkurrenz abgrenzen.

Man muss hier aber zwischen 2 Varianten unterscheiden. Die Einladung zu einem besonderen Event, über den man dann im eigenen Blog berichtet ist die eine Sache. Bekommt man so etwas regelmäßig, dann hat man sich als Experte in seiner Sparte etabliert. In der Regel gibt es hier aber keine Vergütung, sondern nur die exklusiven Einblicke.

Die andere Variante sind kurzfristige Aufträge. Also z.B. das Bloggen von der CeBit, wobei ich da nicht in meinem eigenen, sondern im Blog des Auftraggebers veröffentlicht hätte. Oder eben der oben verlinkte Medienpreis, wo man von der Veranstaltung in Text-, Foto- und Videoform berichtet und das direkt im Blog des Veranstalters.

Dafür gibt es aber auch eine Vergütung. Beim Medienpreis kann man z.B. die zur Verfügung gestellte digitale Spiegelreflexkamera behalten und bekommt noch 1.000 Euro oben drauf. Das kann sich also auch aus finanzieller Sicht lohnen.

Doch wie schon gesagt, sind die finanziellen Anreize nicht das einzig interessant.

Als Blogger profitiert man sehr davon, wenn man neue Kontakte knüpfen kann. Auf solchen Veranstaltungen trifft man Leute, zu denen man sonst wohl kaum Kontakt bekommen würde. Man würde beim ERGO Medienpreis in der Jury unter anderem mit dem Nachrichtenchef der Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien und dem Geschäftsführer der dpa-Tochter news aktuell sitzen. Solche Kontakte können Gold Wert sein.

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Gibt es Nachteile?

Es kann durchaus negative Auswirkungen haben, wenn man sich für solche Aktionen hergibt.

Wird man für eine gewisse Zeit dafür engagiert, auf einem Event-Blog oder ähnlichem zu bloggen, dann gibt man seinen Ruf als Blogger natürlich dafür her. Man sollte sich vorher genau überlegen, ob man für das betreffende Unternehmen bzw. die Veranstaltung mit seinem Namen stehen möchte.

Zudem sollte man sich bewusst sein, dass von einem erwartet wird möglichst positiv zu berichten. Das kann durchaus schlecht bei den Lesern ankommen, die einen sonst vielleicht kritischer kennen.

Wird man auf exklusive Präsentationen etc. eingeladen bloggt man zwar auf seinem eigenen Blog, aber auch hier gibt es die Gefahr, dass man zu positiv berichtet. Schließlich will man das nächste mal auch wieder eingeladen werden.

Man sollte sich bewusst sein, dass man auf Dauer nur mit ehrliche Berichten erfolgreich bleibt und treue Leser gewinnt/behält. Kurzfristig mag es verlockend sein alles hochzujubeln, was man bei solchen Präsentationen sieht, aber das kann auch recht schnell den eigenen Ruf ruinieren.

Zusammenfassend kann man sicher sagen, dass man sich als Blogger die Unabhängigkeit bewahren muss, was nicht immer so einfach ist.

Fazit

Wer als Blogger in seiner Branche schon etwas bekannter ist, kann heute mehr Einblicke und exklusive Möglichkeiten bekommen, als das früher das Fall war. Und ich glaube, dass dies noch zunehmen wird.

Man sollte sich aber von exklusiven Infos und/oder einer Bezahlung nicht blenden lassen und sich immer bewusst sein, dass man seinen Namen hergibt und auf Dauer nur mit Ehrlichkeit erfolgreich wird/bleibt.

Ich habe bisher solche Angebot noch nicht angenommen, da mir oft die Zeit fehlt oder ich keine wirklich sinnvolle Verbindung zu meinem Blog sehe. Aber das bedeutet nicht, dass ich so was in Zukunft nicht doch mal machen werde. Es muss halt passen und ich muss dabei ein gutes Gefühl haben.

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22 Gedanken zu „So wird man (bezahlter) Event-Blogger“

  1. Spannend ist in diesem Kontext auch die Frage nach der Versteuerung dieser Leistungen.

    Handelt es sich dabei um einen geldwerten Vorteil, der gegenüber dem Finanzamt erklärt werden muss?

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  2. “Wird man für eine gewisse Zeit dafür engagiert, auf einem Event-Blog ohne ähnlichem zu bloggen”
    Das soll bestimmt “oder” statt “ohne” heißen oder?
    Ansonsten ein sehr interessanter Beitrag. Wenn sich Blogger für Firmen hergeben kann das ja wirklich sehr schnell ins Auge gehen – siehe Herr Lobo damals für Vodafone…

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  3. Also ich finde das ist eig eine gute Sache. Allerdings würde ich es nur für sehr wenige Unternehmen machen, die eh schon einen guten Ruf besitzen. Damit schrumpft dann wohl auch die Wahrscheinlichkeit solch einen Auftrag zu bekommen. Spontan fallen mir eine Menge Unternehmen ein, mit denen man sich viel zu schnell die Leser vergrault.

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  4. Ich bin auf dieses Thema erst durch meinen eigenen Online-Shop und die hereinströmenden Anfragen von Bloggern aufmerksam geworden, die nach “Produktproben” oder besser gesagt Gratis-Produkten fragen. Ich denke für den Blogger ist es tatsächlich eine Gratwanderung, nicht selten habe ich reine Produkttest-Blogs gesehen, die wirklich alles andere als attraktiv waren. Ich kann mir kaum vorstellen, dass solche Blogs feste Leser haben.

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  5. Man sollte den Auftraggebern von Anfang an klar machen, das ein Artikel auch kritisch ausfallen kann. Dann kann man seinen Ruf bewahren und so ehrlich sein wie man will.

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  6. Ich denke, in Zukunft wird das Bloggen das Internet noch viel mehr beeinflussen. Schließlich machen sich Menschen die Mühe Artikel zu schreiben, sich eine Meinung zu bilden und auch andere von dieser Meinung zu überzeugen. Es sind reale Artikel welche noch sehr großen Einfluss auf das Internetmarketing in der Zukunft nehmen werden.

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  7. Viele Blogger stellen ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel, wenn zu positiv über ein Produkt berichtet wird. Daher bin ich schon der AUffassung, das man objektiv berichten sollte.

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  8. Die Frage ist doch, unabhängig vom Aussehen des Blog’s, ob die Artikel Mehrwerte bieten.
    Ebenso lasse ich Kommentare hierzu zu und habe ich schon eine Shitstorm Strategie.

    Ansonsten ist das Blog Thema ein riesiges und man muss für sich, sein Unternehmen oder seine Produkte/Dienstleistungen hierzu nur die richtige Strategie festlegen

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  9. Wenn die Artikel negativ ausfallen, hat das Unternehmen zumindest zentrale Ansatzpunkte für eine Verbesserung und damit wichtige Informationen gewonnen. Man muss Kritik eben sportlich sehen.

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  10. Nun ja, ich denke die Firmen werden eh nur Blogger anwerben wolllen, der Blog eine große Reichweite hat. Im Prinzip ist das dann eh nur eine gekaufte Werbung.

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  11. Ich finde es gut bin recht neu dabei aber aber konnte allein durch diesen Beitrag wieder was lernen was ich später auch Umsetzen kann. Aber Ehrlichkeit wärt halt am längsten das stimmt schon. Danke Peer

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  12. Ich persönlich finde ein unabhängiges freies Internet gut. Deshalb weiss ich nicht ob mir die Idee des bezahlten Bloggens gefällt. Aber andererseits möchte ich auf niemanden herabschauen der versucht sich ein bischen Geld zu verdienen. Ob er nun Hundefriseur oder bezahlter Blogger ist…

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  13. Bezahlter Even Blogger sein, ist kompliziert. Man muss sorgen dass die Unabhängigkeit garantiert ist, und dass man seine richtige Meinung aussprechen kann.
    Falls es den Blogger nicht gefällt, muss er es aufschreiben können.
    Wie FlashGordon geschrieben hat, ist ein unabhängiges Internet besser. Wenn auch man dafür bezahlt wurde, ist das natürlich super!

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  14. Also ich finde das ist eigentlich eine gute Sache oder?
    Allerdings würde ich schon darauf achten für wenn oder was ich Bloge.
    Im Prinzip ist es ja nichts anderes als ein Werbe Artikel.

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  15. Solche Anfragen landen jedem Tag in meinem Mail-Postfach. Klar, muss man dahinter stehen, worüber man schreibt, aber ich denke, wenn die Bezahlung stimmt, dann fällt es leichter.

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  16. Die Anfragen sind nicht das Problem, eher die Unternehmen die dahinterstehen. Immerhin will ich mich ja nicht mit allen Unternehmen identifizieren oder mich dafür hergeben. So musste ich bis heute fast alle Anfragen ablehnen. Wahrscheinlich besser so.

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  17. Das liest sich doch sehr gut. Ich hätte gerne Sponsoring von Unternehmen. Da würde ich aber fast nix ablehnen. Leider ist mein Blogthema nicht so geeignet um ein event Blogger zu werden.

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  18. Ich schreibe auf e-byz.ch regelmässig vom Zürcher “Internet Briefing” über Web-bezogene Präsentationen. Daneben blogge ich auch für den HR-Blog jobupag.ch, kürzlich von der “Social Media Recruiting Conference” in Zürich und für den modeblog.ch meiner Nichte.

    Ich beobachte in allen Fällen, wie der Veranstalter den Blogartikel mit-promoted und damit zu erhöhten Zugriffen verhilft. Das führt u.a. auch zu neuen Links von Seiten, auf die man gar nie gekommen wäre. Und zwar als one-way Links, was Google ja viel lieber mag als einen Linktausch…

    In diesem Sinne kann ich solche “Gastartikel” nur empfehlen: Man kommt mit Leuten in Kontakt, die man sonst nie getroffen hätte.

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