Home Office Tipps – Ablenkungen, Einrichtung, Motivation, Planung und mehr

Home Office Tipps - Ablenkungen, Einrichtung, Motivation, Planung und mehrIm Home Office zu arbeiten ist für mich normal, aber viele tun sich in der ersten Zeit damit sehr schwer. Gerade in den aktuellen Corona-Zeiten ist das Heimbüro eine gute Alternative für viele, aber man sollte dabei auch auf einige wichtige Dinge achten.

Im heutigen Artikel mit Home Office Tipps möchte ich unter anderem über die Vor- und Nachteile der Arbeit von zu Hause sprechen, über die Einrichtung des Home Office ein paar Worte verlieren und so einiges mehr.

Natürlich freue ich mich auch über eure Erfahrungen und Meinungen dazu in den Kommentaren.

Ist das Home Office eine Alternative?

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Als Alternative zu einem externen Büro ist das Home Office in vielen Fällen geeignet, aber sicher nicht immer. Es hängt stark von der eigenen Tätigkeit ab. Wer auch im externen Büro nur am PC arbeitet, für den ist das eine gute Möglichkeit.

Diese Tätigkeit unterscheidet sich natürlich von den Anforderungen her stark von anderen Berufszweigen und Branchen. Und selbst bei der Zielgruppe “Selbstständige im Netz” gibt es sicher unterschiedliche Schwerpunkte und Wünsche für das eigene Büro. Die folgenden Tipps sind also als Anregung zu sehen und keinesfalls in Stein gemeißelt.

Deshalb sollte man sich bei der Einrichtung eines eigenen Home Office erst einmal einige Fragen stellen:

  • Habe ich einen eigenen Raum für mein Heimbüro?
  • Wie viel Platz brauche ich zum arbeiten und z.B. für Unterlagen?
  • Habe ich Kundenverkehr oder arbeite ich ausschließlich allein?
  • Bin ich viel unterwegs bei Kunden oder hauptsächlich im Büro?
  • Welche speziellen Dinge (z.B. Technik) benötige ich im Büro?
  • Wie stark lasse ich mich von meinem privaten Lebensraum ablenken?

Die Antworten auf diese Fragen sorgen schon dafür, dass man die ersten Entscheidungen treffen kann, denn es ist wichtig, dass man sich vorher schon Gedanken über das eigene Büro macht, bevor man Geld und Zeit investiert und sich dann im eigenen Home Office nicht wohlfühlt bzw. dort nicht gut arbeiten kann.

Das Home Office neben Bett und Couchtisch

Viele starten ihre (nebenberufliche) Selbstständigkeit im Wohn- oder Schlafzimmer. Und das ist aus Platzgründen bei vielen auch verständlich. Man sollte seine tägliche Arbeit und seine eigene Effektivität in diesem Arbeitsumfeld aber genau und selbstkritisch analysieren.

Nicht selten endet so ein Arbeitstag dann doch schon Mittags vor dem Fernseher und das ist nicht hilfreich, um erfolgreich zu sein.

Ich persönlich habe ein eigenes kleines Büro in meinem Haus. Und dort habe ich versucht, private Dinge möglichst nicht zu integrieren. Zumindest nicht solche privaten Dinge, die ablenken. Es gibt also keinen Fernseher, keine Spielekonsole, keine Hobby-Bücher oder Hobby-Zeitschriften etc.

In den ersten Monaten meiner Selbständigkeit war es teilweise nicht so einfach, immer im Büro zu bleiben und den Verlockungen, z.B. des Wohnzimmers, zu widerstehen. Nach kurzer Zeit war das aber kein Problem mehr.

Aber diese Trennung von Arbeit und Privatleben unter einem Dach ist eben deutlich schwerer, wenn man im Wohnzimmer oder Schlafzimmer arbeitet.

Dann sollte man zumindest dafür sorgen, dass es mindestens eine richtige Arbeitsecke gibt. Also nicht auf Couch oder Bett sitzend arbeiten, sondern an einem extra dafür eingerichteten kleinen Schreibtisch. Wobei es hier sicher auch Leute gibt, die mit Laptop auf der Couch effektiv arbeiten können. Für die meisten wird das aber eher nicht zutreffen und die Ergonomie auf der Couch oder dem Bett ist auch die nicht beste.

Deshalb ist für viele Selbstständige das Wohn- / Schlafzimmer nur für den Start eine Option. Später sollte dann in ein richtiges Home Office gewechselt werden.

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Ein eigener Raum als Home Office

Für viele ist sicher ein eigener Raum in der Wohnung oder im Haus das optimale Home Office.

Ein eigener Raum in der Wohnung/im Haus hat viele Vorteile:

  • Ablenkung

    Man ist in einem separaten Heimbüro natürlich weit weniger abgelenkt, als z.B. im Wohnzimmer. Die Einrichtung des Home Office sollte aber natürlich auch auf die Selbstständigkeit ausgerichtet sein. Das bedeutet nicht, dass man es nicht individueller und gemütlicher einrichten kann, als ein typisches Büro in einer Firma. Im Vordergrund sollte allerdings stehen, dass man dort optimal seine Arbeit erledigen kann.

  • Familienleben

    Wer zu Hause arbeitet, für den ist es wichtig auch ein Leben mit der Familie, den Freunden etc. zu haben und nicht 24 Stunden zu arbeiten. Wenn man dann allerdings arbeitet, dann sollte man das auch zu 100% tun. Dabei ist ein eigener Raum natürlich sehr hilfreich, da man auf diese Weise privates und berufliches Leben sehr gut trennen kann. Zudem kann man im Home Office viel flexibler auf das Familienleben reagieren und z.B. nachmittags frei machen und dafür Abends nochmal ins Heimbüro gehen.

  • Platz

    Je nach Tätigkeit benötigt man auch genügend Platz für Unterlagen, Technik etc.. Das lässt sich in einem separaten Home Office natürlich meist eher bewerkstelligen, als im Schlafzimmer.

  • Psyche

    Ich finde es zudem sehr wichtig ein richtiges Home Office zu haben, da dies deutlich macht, dass es sich um eine richtige Selbstständigkeit bzw. um richtige Arbeit handelt. Ein PC in einer Ecke des Wohnzimmers oder Schlafzimmers hat doch etwas semiprofessionelles und hobbymäßiges an sich. Zumindest mir hilft das Heimbüro bei der richtigen mentalen Einstellung zu meiner Selbstständigkeit.

Aber ein Heimbüro kann auch Nachteile mit sich bringen:

  • Wachstum

    Ein Home Office wird meist nicht sehr groß ausfallen und das reicht je nach Entwicklung der eigenen Selbstständigkeit. Spätestens beim ersten Mitarbeiter ist ein Heimbüro aber zumindest nicht mehr die erste Wahl.

  • Kosten der Einrichtung

    Ein Heimbüro einzurichten kostet natürlich mehr, als auf der Couch zu arbeiten. Man kann aber auch bei der Einrichtung sparen und muss nicht gleich ein Luxusbüro einrichten.

  • Trennung von Beruf und Privatleben

    Ein Home Office kann es schwerer machen, das Arbeitsleben zu unterbrechen und zum Privatleben überzugehen. Während man im Wohnzimmer ab Nachmittag nicht mehr arbeiten kann, da Partner und ggf. Kinder dort “aktiv” sind, kann man in seinem Heimbüro die Tür zumachen und rund um die Uhr arbeiten. Man muss lernen Feierabend zu machen.

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8 Tipps für das Heimbüro

Im Folgenden ein paar Tipps für das eigene Heimbüro.

  1. günstige Einrichtung

    Eine richtige Büroeinrichtung ist sehr hilfreich beim Arbeiten. Wenn man zudem Kundenverkehr hat, sollte man schon darauf achten, dass die Büroeinrichtung die eigene Corporate Identity entsprechend rüber bringt. Sonst wirkt es sehr schnell unprofessionell. Nicht zu vergessen den extra Besprechnungstisch mit Stühlen, wenn man diesen braucht.

    Jedoch sollte man gerade am Anfang auch auf die Ausgaben achten. Man bekommt zwar die Mehrwertsteuer zurück, aber trotzdem muss man ja den Nettopreis bezahlen. Man bekommt also nichts geschenkt und sollte auch nicht alles auf Pump kaufen.

    Es gibt bei den großen Möbelhäusern und auch bei Online-Händlern wie Otto-Office oder Viking immer mal wieder Sonderangebote für Büromöbel. Also einfach mal eine Weile die Augen offen halten und Angebote abwarten. Oder man kauft gebrauchte Einrichtung auf eBay oder bei speziellen Anbietern.

    Achtet zudem auf die 80/20 Regel. Die ist auch hier anwendbar und bedeutet, dass bestimmte Dinge für den Großteil der Effektivität verantwortlich sind. Umgekehrt gibt es aber auch Dinge, die sehr viel kosten, aber nur wenig zur Arbeitseffektivität beitragen und daher nicht so wichtig sind.

  2. Ergonomie

    Ergonomie am Arbeitsplatz ist für viele Selbständige ein Fremdwort. Dabei ist es wirklich wichtig, auch auf die weichen Faktoren des eigenen Arbeitsplatzes zu achten.

    Es gibt viele Tipps zur Ergonomie im eigenen Büro. So z.B. zu den Lichtverhältnissen, zum Raumklima, zur Akustik und mehr.

  3. Grün

    Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, ein wenig Grün in sein Heimbüro zu bringen. Die ein oder andere Pflanze kann da schon Wunder wirken. Zudem sollte man die Möglichkeit haben, regelmäßig aus dem Fenster schauen zu können. Je nachdem, welchen Ausblick man da hat, hilft dies dabei die Augen zu entspannen.

    Und es gibt noch andere Möglichkeiten, wie man sein Home Office grün macht.

  4. Fenster und Licht

    Nicht unterschätzen sollte man das Fenster. Neben wichtigem Tageslicht (achtet dabei auch darauf, ob z.B. die Morgensonne euch blendet oder den Bildschirm unlesbar macht) ist natürlich auch Frischluft sehr wichtig. Gerade mit Computer und Drucker im Raum leidet sonst die Gesundheit und die Konzentration.

    Zudem habe ich zusätzliche Lichtquellen, wenn das Tageslicht mal nicht ausreichend sein sollte oder ich Abends arbeite. Licht empfinde ich als sehr wichtig und Motivations- und Stimmungsfördernd.

  5. Stuhl und Tisch

    Extrem wichtig finde ich den Bürostuhl. Da sollte man wirklich nicht an der falschen Stelle sparen. Hochwertige Bürostühle schonen den Rücken und sorgen für eine optimale Haltung. Der Stuhl sollte auch mit dem Tisch abgestimmt sein. Denn im Home Office verbringt man viel Zeit am PC.

    Eine wichtige Erfahrung war für mich das Laminat. Durch meinen Arbeitsstuhl und seine Rollen wurde das Laminat nach einer Weile leicht beschädigt, so dass ich mir eine Bürostuhl-Unterlage aus Kunststoff besorgt habe.

    Ich habe mich für eine L-Form meines Arbeitstisches entschieden, da ich auf diese Weise sehr viel mehr Platz habe, um Unterlagen abzulegen und auch einen zweiten Rechner aufzubauen. Natürlich hängt die Entscheidung für eine bestimmte Form des Arbeitstisches sehr stark von den Gegebenheiten des eigenen Heimbüros ab. Man sollte deshalb darauf achten, die genauen Maße mit ins Möbelhaus zu nehmen und nicht auf Verdacht zu kaufen.

  6. Die Technik

    Sehr wichtig ist auch die Büro-Technik. Es muss nicht immer die aktuelle Technik-Generation sein. Mir ist es z.B. nicht wichtig, den aktuell schnellsten PC zu haben. Der kostet einfach zu viel und diese Leistung ist für das Home Office meist nicht notwendig.

    Jedoch sollte man auch nicht auf zu alte Technik setzen. Schließlich sollte die Arbeit am PC zügig gehen und man will nicht nach jedem Klick warten. Zudem war mir die Geräuschentwicklung wichtig. Ich habe großen Wert darauf gelegt, dass mein neuer Rechner sehr, sehr leise ist, nachdem der vorherige einfach zu laut war.

    Die Auswahl eines guten Monitors ist ebenfalls wichtig, vor allem wenn man sehr lange vor dem PC sitzt. Sonst tut man seinen Augen keinen Gefallen und bekommt leichter Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme. Es muss nun kein Luxus-Monitor sein, aber man sollte eben nicht nur auf den Preis achten, sondern auch auf Gütesiegel und ähnliches. Ich möchte mittlerweile nicht mehr auf 2 Monitore verzichten, da ich da viel effizienter arbeiten kann.

  7. Organisation

    Es hilft meist sehr, wenn man das eigene Home Office gut organisiert. Die Ablage sollte ordentlich sein und die Ordner gut geordnet. ;-) Schließlich will man produktiv arbeiten und nicht seine Zeit mit dem Suchen von Unterlagen verbringen.

    Auch andere Abläufe sollten gut organisiert sein, denn das alles sorgt für ein effektiveres Arbeiten und verringert oft die Zahl der Überstunden.

    “Kreatives Chaos”, wie es manche für sehr wichtig halten, ist oft auch nur ein Ausrede, weil sie es nicht schaffen ihr Büro gut zu organisieren. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht trotzdem ein inspirierendes und persönliches Büro haben kann.

  8. Regeln

    Zu guter letzt sollte man Regeln aufstellen. Wann ist die Kernarbeitszeit? Wie kleide ich mich “auf Arbeit”? Wie sollen Partner und Kinder mit dem Home Office umgehen? Was geschieht, wenn man Überstunden machen muss? Was bedeutet es für Familie und Freunde, wenn ich im Heimbüro und eben nicht “zu Hause” bin?

    Solche Regeln helfen gerade in der Anfangszeit im Home Office effektiv zu arbeiten.

Die Einrichtung des eigenen Büros ist natürlich umso wichtiger, je mehr Zeit man darin verbringt. Es gibt viele Freiberufler, die bei Kunden an Projekten arbeiten und eher selten daheim. In diesen Fällen ist es natürlich nicht ganz so entscheidend einen eigenen Raum zu haben usw..

Deshalb sollte man diese genannten Hinweise und Tipps auch immer im Zusammenhang mit den ganz oben gestellten Fragen betrachten.

Steuerlich betrachtet

Ich bin kein Steuerberater und deshalb will ich hier gar nicht allzu viele Worte verlieren.

Es gab jedoch schon wichtige Entscheidungen im Zusammenhang mit der steuerlichen Absetzbarkeit des Heimbüros. Gerade wenn man relativ wenig im Heimbüro arbeitet (z.B. weil man als Gutachter viel unterwegs ist), konnte man früher nicht von steuerlichen Vorteilen profitieren.

Seit längerem ist das aber möglich. Man sollte sich aber mit einem Steuerberater über den Einzelfall unterhalten, um hier keine Ersparnisse zu verschenken.

Und auch bei der Abschreibung der Technik und Einrichtung ist es wichtig, sich entweder mit der Thematik zu beschäftigen oder eine Experten damit zu beauftragen.

Heimbüro oder Coworking?

Das Thema Coworking wird immer beliebter. Coworking bringt einige Vorteile, aber sicher auch ein paar Nachteile mit sich. Für mich wäre es nichts, aber das muss jeder für sich entscheiden.

Weitere Tipps und Links zum Home Office

Hier noch ein paar Links zu Artikeln, die sich mit der Arbeit im Home Office beschäftigen.

Effektiver Arbeiten von zu Hause:

Tipps für den optimalen Arbeitstag:

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9 Gedanken zu „Home Office Tipps – Ablenkungen, Einrichtung, Motivation, Planung und mehr“

  1. Danke für den sehr umfassenden Artikel. Auch ich bin seit über einer Woche im Homeoffice. Dabei bin ich froh, dass ich ein kleines Büro habe (in dem ich normalerweise meine Website pflege) und mich so ganz gut abschotten und dann auch konzentriert arbeiten kann. Weiterhin hilft es mir, morgens immer zur gleichen Zeit aufzustehen, zu duschen und ordentlich anzuziehen. Das bringt etwas Struktur in den Tag, wodurch ich dann mit Elan an die Arbeit gehe. Das führen einer täglichen To-Do Liste ist ein weiterer Punkt, den ich absolut empfehlen kann. Sie hilft, alle Arbeiten kontinuierlich abzuarbeiten und zum Schluss motiviert das streichen eines Punktes zusätzlich.

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  2. Ich mache das ähnlich wie Timo (im Kommentar oben).
    Regelmässigkeit ist hier wichtig, sonst komme ich ins schludern.
    Du hast auch das Licht als wichtigen Punkt angesprochen. Da mein Büro im Keller liegt und ich manchmal nur von kollegen im Chat oder am Telefon erfahre, wie das Wetter denn so ist, habe ich mir eine große Panel-Leuchte von IKEA angeschafft. Es sind unterschiedliche Farbtemperatuen einstellbar, so dass ich auch abends die Blauanteil wegschalten kann.

    Problem im Homeoffice sehe ich (zur Corona-Zeit) eigentlich mehr bei den “Neuzugängen” im Büro, die sonst tagsüber in der Schule sind und nun auch plötzlich mal den Drucker oder Scanner brauchen (von Dads Catering-Service mal abgesehen).

    Bleibt gesund und washct die Hände!
    Tom

    Antworten
    • Ja, mit den Kindern klarkommen ist nicht so einfach. Wenn sie groß genug sind, muss man halt klare Zeiten setzen. Ich stehe auch weiterhin früh auf, da meine Kinder dann auch erstmal ausschlafen. :-)

      Antworten
  3. Interessant sind die Abstimmungsergebnisse, das die meisten sich zu abgelenkt fühlen. Ich habe gerade Angst, noch bis in den Sommer hinein im Homeoffice arbeiten zu müssen. Hier gibt es nämlich keine Klimaanlage. Das wäre hier im Dachgeschoss schon etwas hart.

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  4. Auch ich befinde mich, Stand heute, nun in der 3. Woche im Home-Office. Ich kann eigentlich nicht groß klagen, da ich die Arbeit im Home-Office gewöhnt bin. Ich habe in meiner beruflichen Laufbahn bereits mehrere Jahre im Home-Office gearbeitet und habe dieses nur verlassen, wenn ich Pause gemacht habe oder ich zu meinen Kunden fahren musst. Daher ist die Situation keine große umstellung für mich.

    Im Prinzip kann es jeder schaffen, effektiv im Home-Office arbeiten zu können. Dies hängt aber meiner Meinung nach von verschiedenen Faktoren ab. Es fängt an, wie man sich selbst den Tag organisiert als auch wie der Partner oder die Partnerin, falls vorhanden, die arbeit zuhauses berücksichtigt.

    Ich arbeite derzeit vom Schlafzimmer aus. Während meiner Kernzeit (8:00-12:00 Uhr und 12:30-16:30), lässt meine Partnerin mich in ruhe arbeiten. Falls doch irgendwas sein sollte, fragt sie vorher ob es gerade passt. Somit obliegt mir die Entscheidung, ob ich nun die Arbeit gerade unterbrechen kann oder nicht.

    Da ich in meinem Hauptjob zu 99% telefoniere, ist es hier auch schwer, einfach zu unterbrechen. Ich kann ja schlecht meinem anrufer sagen “Warte mal, meine Partnerin möchte gerade quatschen!”! :)
    Aber mal abgesehen davon ist denke ich das größte Problem, was man im Home-Office haben kann, der innere Schweinehund.

    Man muss sich selber beibringen, wie man den Tag so Organisiert, dass man effektiv arbeiten kann und sich nicht ablenken lässt.

    Ein bekannter von mir hat sich z.B. einige Regeln aufgestellt und diese ausgedruckt und sich an den Monitor geklebt. Dort steht sowas wie “Konzentriere dich auf die Arbeit”, “Fernsehn und Netflix ist zwar vorhanden, brauchst Du jetzt aber nicht”, “private angelegenheiten kannst Du in der Pause klären” oder “Social Media ist für die Pause da, nicht für die Arbeitszeit”!.

    Ich finde diese Möglichkeit gar nicht so verkehrt. Eine solche Liste kann jemandem helfen, der sich immer wieder durch andere Sachen ablenken lässt.

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    • Ablenkung war bei mir zu Anfang auch ein Problem, aber nach einer gewissen Zeit funktionierte das problemlos. Es ist, wie so vieles, Gewöhnungssache. Ein paar klare Regeln helfen da natürlich.

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  5. Hallo Peer,

    als Softwareentwickler sind für mich immer wieder ein oder zwei Tage Home Office in der Woche möglich gewesen, aber tatsächlich die ganze Woche von zu Hause aus arbeiten zu können ohne Vor-Ort-Terminen in der Firma oder bei Kunden ist auch für mich neu.

    Was mir besonders hilft sind die Tagesstrukturen wie sie auch in “normalen” Zeiten gegeben sind. So haben wir im Team eine tägliche Videokonferenz, in welcher jeder kurz erzählt, was er den letzten Tag über geschafft hat, woran er gerade arbeitet und wo es Probleme gab/gibt. Dieses Meeting hilft mir enorm, da ich bis dahin einfach abliefern muss. Das ist für mich dann auch Ansporn und die Messlatte des Tages.

    Dafür fällt es mir eher schwer, pünktlich Feierabend zu machen und der persöliche & direkte Kontakt zu den Arbeitskollegen lässt sich nicht durch eine Videoschaltugn ersetzen. In Summe ist für mich das Home Office dennoch ein wahrer Segen. Allein die tägliche Pendelei zur Arbeit entfällt. Das “schenkt” mir rund 2 Stunden am Tag, die ich anderweitig nutzen kann.

    Schönen Gruß

    P.S.: Als Tipp kann ich jedem, der sich im Home Office gerne ablenken lässt, die Pomodoro Technik empfehlen. Im Grunde geht es dabei darum, einen festen Timer zu stellen (z.B. 25 Minuten). In dieser Zeitspanne konzentriert man sich nur auf eine Aufgabe – ohne Ablenkung, Social Media, Emaisl checken, WhatsApp, etc. Danach gibt es eine zweite kurze Zeitpause von 25 Minuten als Pause. In dieser darf man dann gerne all das nachholen, das man sich in der vorherigen Pause nicht erlaubt hat. Ich nutze dafür ein Browser-PlugIn.

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  6. Toller Artikel und sehr interessante Abstimmungsergebnisse. Ich hätte nicht erwartet, dass doch der Lärm auf Platz 1 liegt. Es ist auch nochmal interessant den Artikel vom jetzigen Standpunkt aus zu betrachten, da nun auch schon ein Jahr vergangen ist und man sich an das Leben im Home Office weitestgehend gewöhnt hat. Das Thema Motivation ist, denke ich nach wie vor ein großes Problem, gerade jetzt im erneuten Lockdown und mit keinem baldigen Ende in Sicht, da wird es immer schwieriger sich für die Arbeit zu motivieren und produktiv zu sein. Letztendlich können wir nur hoffen, dass das ganze bald ein Ende hat und man mehr impft.

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