Webseiten-Übersetzung und -Internationalisierung – Darauf muss man achten!

Im heutigen Gastartikel von Tobias Holzner geht es um ein Thema, welches mich auch seit längerem beschäftigt.

Eine englischsprachige Version meines Blogs hatte ich vor Ewigkeiten schon mal angedacht, aber dann aus Mangel an Englischkenntnissen (zumindest sind sie nicht gut genug, um 1.000 Wort-Artikel fehlerfrei zu übersetzen) wieder aufgegeben.

Doch auch und gerade für Firmenwebsites ist eine Umsetzung in anderen Sprachen sinnvoll und wichtig. In diesem Gastartikel zeigt Tobias die Herausforderungen internationaler Websites und gibt Tipps und Hinweise für die länderspezifische Anpassung.

Arbeiten über Grenzen hinweg wird nicht nur für Großunternehmen immer wichtiger. Auch für Kleinunternehmen und Selbständige gehört die Arbeit an internationalen Projekten und Aufträgen mittlerweile zum Standard.

Diese stehen aber oft vor der Herausforderung sich gegen internationale Konzerne und Wettbewerber im In- und Ausland internationales Gehör zu verschaffen. Denn was hilft das beste Produkt oder der beste Service, wenn man dem Abnehmer unbekannt ist?

Internationale Handelskammern sind hier ein guter Ansprechpartner, um über Networking Kontakte zu schaffen. Viele Unternehmen setzen aber in ihrer Beschaffung verstärkt auf des Internet. Recherchen über potentielle Lieferanten und Partner starten oft im Web. Unternehmer, die langfristig internationalen Erfolg haben wollen, müssen mit einem entsprechendem Webauftritt multinationale Kunden ansprechen können.

Dabei gilt es jedoch eine Menge unterschiedlicher Herausforderungen zu meistern.

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Bereits in der Planungsphase international denken

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Für viele Unternehmen und Selbständige, die keine eigenen Übersetzer und It-Kräfte beschäftigen, ist es häufig die beste und einfachste Strategie Ihre Webseite zunächst nur in ihrer Originalsprache zu erstellen. Gleichzeitig ist es wichtig die Seite bereits in der Gestaltungsphase so auszurichten, dass sie ohne große Herausforderungen in andere Sprachen übertragen werden kann. Horizontal ausgerichtete Menüs helfen z.B. in Ländern in denen von rechts nach links gelesen wird.

Inhalt und Design können, wie nachfolgend dargestellt wird, bereits in der Planungsphase auf internationale Kunden ausgerichtet werden.

Was es bei der Internationalisierung zu beachten gilt:

Inhaltliche länderspezifische Besonderheiten

  • Inhalt
    Achten Sie bei der Übersetzung Ihrer Inhalte auf das Zielland. So ist bspw. Englisch nicht gleich Englisch. Besonders wenn technisches Vokabular übertragen werden muss, sind oft große Diskrepanzen zwischen USA und Großbritannien zu finden.

    Gleiches gilt auch für Französisch. In Frankreich wird bspw. das Wort Email auch als email wiedergegeben. Im französisch-sprachigen Teil Kanadas wird Wort aus direkt dem Englischen als „courrier électronique“ übersetzt.

    Auch die Datumsangaben sind zwischen verschiedenen Ländern unterschiedlich. So gibt es neben dem deutschen Format TT.MM.JJ  MM/TT/JJ sowie JJ/MM/TT. Ein einzelnes Datum im Format „02/04/03“ könnte auf drei Arten interpretiert werden.

    Gleiches gilt auch für 1000er-Trennzeichen. Hier werden einmal Punkte verwendet, andererseits auch das Komma. Dieses wird aber in vielen Ländern als Dezimalbruch-Trennzeichen verwendet. Um hier keine Fehler zu machen, lohnt es sich stets in professionelle Übersetzungen zu investieren.

  • Bildsprache
    Unterschiedliche Kulturkreise haben auch unterschiedliche Vorstellungen von Darstellungsformen und Bildern.

    Besonders in islamischen Kulturen können viele in Europa gängige Darstellungen auf Ablehnung stoßen oder auch zum Bann der übersetzten Seite führen. Besonders bei der Darstellung von Personen muss der Kulturkreis gewürdigt werden. So können Frauen in Miniröcke oder mit freier Schulter schon negative Reaktionen hervorrufen sein.

    Auch bei der Verwendung von Flaggensymbolen ist teilweise Vorsicht angebracht. Viele Unternehmen verwenden bspw. die Saudi-Arabische Flagge als Symbol für Arabisch. Sie enthält aber das Glaubensbekenntnis des Islam, die Schahada. Daher darf sie bspw. nicht einfach anteilig gezeigt werden und ist mit größtem Respekt zu behandeln.

Eigene Domain

Verwendet man für die übersetzte Seite eine eigene Domain (bspw. www.ihrefirma.it für Italien) oder aber nur eine Unterseite innerhalb der bestehenden Domain (bspw. www.ihrefirma.de/en)?

Eine eigene Domain für die übersetzten Seiten bringt eindeutige Vorteile. Die meisten suchen potentielle Kunden bevorzugt in den Suchmaschinen ihrer Landessprache. Hier erreicht man als Kleinunternehmen oder Mittelständler mit seiner .de-Domain meist keine guten Platzierungen. Das Angebot geht unter.

Weiterhin helfen verschiedene Domains das Ranking der Seite insgesamt zu verbessern. Voraussetzung dafür ist eine kluge Verlinkung zwischen den Websites. Diese wird von Suchmaschinen honoriert.

Internationalisierung von Blogs – Eine besondere Herausforderung

Blogs stehen bei der Internationalisierung vor einer besonderen Herausforderung: Sie haben im Vergleich zu gängigen Firmenwebseiten sehr viel Text. Professionelle Übersetzungen werden daher sehr teuer. Hier können mehrere 100.000 € anfallen.

Kostenlose Übersetzungen bietet bspw. Google Translate. Auf Grund der geringen Qualität schreckt dies viele professionelle Blogger, die auch Geld mit ihrer Seite verdienen, ab.

Neben der kostenlosen Möglichkeiten stellt die sogenannte “post edited machine translation” eine Möglichkeit zur kosteneffizienten Übersetzung dar. Hier wird die automatische Übersetzen (bspw. Google Translate) von einem professionellen Übersetzer nachkorrigiert.

Dabei werden nicht alle Feinheiten und länderspezifischen Besonderheiten explizit angepasst, aber die Ergebnisse sind annehmbar. Dafür entstehen viel geringere Kosten als bei komplett menschlichen Übersetzungen.

Aktualität auch bei übersetzten Seiten
  • Inhalt
    Die kontinuierliche Pflege der übersetzten Seiten ist für eine gute Platzierung in Suchmaschinen wichtig. Eine einmalige, statische Übersetzung reicht hier meist nicht aus. So sieht bspw. Google die Aktualität als wichtiges Kriterium für das Ranking. Inhalte die älter als wenige Monate sind werden von google zunehmend schlechter gerankt.

    Natürlich ist es nicht einfach und vor allem auch zeitaufwendig ständig aktuellen Content zu schaffen und diesen auch noch kostenpflichtig übersetzen zu lassen. Gerade für Selbstständige und kleine Unternehmen stellt daher ein Blog oder eine Newsseite, die in die eigene Seite integriert ist (anders wird sie von Google nicht automatisch mit der Originalseite assoziiert) eine gute Möglichkeit dar, schnell und einfach Aktuelles zu generieren. Diese Einträge können in Englisch verfasst werden und in alle Seite kopiert werden. So bleibt der Aufwand überschaubar.

    Eine weitere, wenn auch nicht kostenlose, Möglichkeit bieten Webseiten-Übersetzer, die eine automatische Aktualisierung der übersetzten Seiten anbieten. Dabei scannen diese Dienste die Originalseite und aktualisieren bei Änderungen die übersetzen Seiten. Dies hat den Vorteil, das die fremdsprachigen Seiten in der jeweiligen Landessprache stets aktuell sind. Dies wird vom Besucher honoriert.

    Darüber hinaus sollte die übersetze Seite inhaltlich mit der Originalseite übereinstimmen. Dies gilt besonders, wenn das Geschäftsmodell voranschreitet. Der Kunde darf auf der Originalseite keine andere Leistungen erhalten als auf der übersetzten Seite. Hier bedarf es aber immer einer Aktualisierung in den jeweiligen Landessprachen. Wenig wirkt unprofessioneller wie ein Sprachmix auf der Startseite. Dies ist nur in News oder Blog ok.

  • Design
    Ein konsequente Verfolgung einer einheitlichen Corporate Identity auf allen Seiten ist für die professionelle Erscheinung der eines Unternehmens unabdingbar. Auf einer übersetzten Seite noch ein altes Design zu verwenden wirkt unprofessionell und schreckt Kunden eher an. Daher sollte auch das Design aller Seiten stets konsistent gehalten sein.

    Das alles ist natürlich mit hohem Aufwand verbunden. Gleichzeitig lohnt es sich, von Anfang an eine umfassende Internationalisierungsstrategie für seine Onlineauftritte zu fahren.

    Wird eine von Anfang an so angepasste Seite übersetzt, sind die Kosten hierfür sehr viel geringer, da kaum Anpassungen gemacht werden müssen.

    Auch können so Webseiten-Übersetzungs-Services, wie sie bspw. das Startup viseto anbietet schnelle, einfach und kostengünstig realisiert werden.
    viseto übersetzt Webseiten ab 29 € pro Monat inklusive Hosting* der Seite unter eigener Domain sowie automatischer Design- und Inhalts-Aktualisierungen bei Änderungen auf der Originalwebseite.

Über den Gastautor

Tobias Holzner ist der Geschäftsführer des Webseiten-Übersetzung-Unternehmens viseto, dem Spezialisten für Komplettlösungen für Webseiten-Internationalisierung. viseto bietet seinen Kunden die Möglichkeit ihre Webseiten in mehr als 100 Sprachen übertragen zu lassen. Dabei übernimmt viseto nicht nur die Übersetzung sondern auch das Hosting und die Aktualisierung der übersetzten Seiten.

Anmerkung des Bloginhabers:
Es gilt auf viele Sachen zu achten und sich, wenn man selber nicht wirklich fit in der Fremdsprache und der fremden Kultur ist, professionelle Hilfe zu holen. Die Google Translate Übersetzung von einem Profi nachbearbeiten zu lassen halte ich aber zumindest für problematisch. Das müsste ich mal intensiver testen, aber die automatischen Übersetzungen sind doch meist nicht so toll (nicht nur von der Satzstellung, sondern vor allem vom Sinn her). Da geht doch gerade bei fachlichen Texten einiges verloren.

Da macht es in meinen Augen mehr Sinn, dass man den Text selber übersetzt und diesen Text dann nochmal zur Korrektur gibt. Aber wie gesagt, da müsste ich erst einmal Erfahrungen sammeln.

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22 Gedanken zu „Webseiten-Übersetzung und -Internationalisierung – Darauf muss man achten!“

  1. Macht es eigentlich einen signifikanten Unterschied, ob man eine englischsprachige Seite in Deutschland hostet oder zum Beispiel in GB oder den USA?
    Oder spielt es keine Rolle, ob sich die Seite auf einem deutschen Server befindet?

    Ich gehe nicht davon aus, dass das Unterschiede macht, aber ich hab im Hinterkopf, dass ich so etwas irgendwann irgendwo mal gelesen hab.

    Antworten
  2. Wenn man sich nicht wirklich sehr gut mit einer Fremdsprache auskennt kann ich nur dazu raten, von vornherein die Dienste eines professionellen Übersetzers in Anspruch zu nehmen. Das mag zwar auf den ersten Blick etwas mehr kosten, im Endeffekt ist diese Lösung jedoch viel günstiger als die dargestellten Alternativen Machine Translation (MT) und Post Editing.

    MT bietet, wie Peer schon sagt, einfach nicht die Qualität, die man in diesem Fall (unbedingt!) braucht und Post-Editing eines MT-Textes kostet einen Übersetzer in vielen Fällen genauso viel Zeit wie eine Neu-Übersetzung. Das gilt vor allem dann, wenn es um Werbe- und Marketingtexte geht. Auf einer Firmen-Website möchte man sich ja möglichst gut präsentieren. Gerade hier ist es extrem wichtig, dass die Texte nicht nur den sprachlichen sondern auch den kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten des Ziellandes angepasst werden (Stichwort “Lokalisierung”).

    Die hier genannten “mehrere 100.000 €” halte ich übrigens für völlig überzogen. Eine solche Dimension findet man nur bei größeren Unternehmen und dann nur bei Großprojekten. Kein Blogbetreiber wird so viel Geld für Übersetzungen ausgeben (müssen/wollen).

    Herzliche Grüße
    Alexandra

    Antworten
  3. Hallo,

    @Benni
    Nein, es macht kein Unterschied. Eine Seite für Bürger aus Frankreich kann auch in Italien auf einem Server liegen.

    Zitat:
    “…. Blogs stehen bei der Internationalisierung vor einer besonderen Herausforderung: Sie haben im Vergleich zu gängigen Firmenwebseiten sehr viel Text. Professionelle Übersetzungen werden daher sehr teuer. Hier können mehrere 100.000 € anfallen. …”

    Das halte ich für eine ziemlich gewagte Aussage. Ich denke auch, dass diese Summe nichts mit der Realität zu tun hat. Übersetzungen von Akademikern kann man je nach Sprache, Herkunft und Wohnsitz des Übersetzers schon ab 0,04 Cent pro Wort einkaufen. Das braucht man bei geringem Budget auch nur in der Anfangsphase.

    Wer einen Blog in einer anderen Sprache betreibt oder betreiben möchte, sollte die Sprache entweder beherrschen oder jemanden fest anstellen. Zudem, gibt es viele Länder, in denen Akademiker mit kleinem Geld fest angestellt werden können. – Alles andere ist eine Milchmädchen-Rechnung

    LG Daniel

    Antworten
  4. Danke. Dann hab ich wohl eher Wirrwarr im Kopf gehabt.
    Bzgl. der Angabe der Kosten > 100.000 € kann ich nur sagen, dass es darauf ankommt, wie man es rechnet. Für die reine Übersetzung ist dieser Wert sicherlich vollkommen überzogen. Kommt zu der Übersetzung von Texten aber zum Beispiel auch die Notwendigkeit einer technischen Anpassung des gesamten Systems (und damit mein ich jetzt nicht so einen in 4 Wochen zusammengebastelten 0815-Wordpress-Blog), dann kann es durchaus sein, dass sich die Kosten relativ schnell in die Höhe treiben lassen.
    Da kommt es dann darauf an, wie viele Leute wie lange an der Umstellung arbeiten .. und was pro Arbeitsstunde an Kosten veranschlagt wird.

    Antworten
  5. @Benni

    Es macht durchaus einen Unterschied. Google bewertet Seiten die auf einem Ami Server liegen und sich an Ami User richten durchaus höher als wenn der selbe Content auf einem DE Server liegt. Zumindest ist bei mir der Traffic der von Google kommt seit ich mit einer Seite die sich an US Bürger richtet auf einen US Server übersiedelt bin höher als vorher.

    @Alexandra

    I agree, man sollte sich auf alle Fälle die Dienste eines professionellen Übersetzers in Anspruch nehmen. Wenn man sich das nicht leisten kann/will sollte man die Internationalisierung überdenken. Wenn die fremdsprachliche Version keinen finanziellen Vorteil bringt btaucht man sie auch nicht und wenn sie einen bringt kann man auch Geld für eine professionelle Übersetzung ausgeben. Sonst wirds peinlich und man landet auf http://www.uebersetzungsfehler.com od. ähnlichen Seiten. Wieviel eine Übersetzung ggf. kosten kann man nicht so pauschal sagen. Es gibt viele vertrauenswürdige Übersetzer und Übersetzerinnen da draussen und ein Mail mit einer Anfrage und dem kongreten Umfang der Übersetzung bringt Licht ins Dunkel.

    Antworten
  6. Ich danke vor allem Benni und Tom für die Eröterung des Traffic-Aspekts, beim Umzug auf einen nicht deutschen Server. Ich vermute das die US-Server bei Google einen höheren “Trust” haben und/oder länger am Netz sind und damit wie alte Domains bekannter sind – bietet Google eigentlich Web-Hosting an :-)

    Antworten
  7. @Tom:
    Hast du da irgendwo mal einen guten Text, wo man das nachvollziehen kann? Irgendeinen Test oder so? Das wäre mal hilfreich.

    Kannst du einen US-Hoster empfehlen?

    Antworten
  8. @Benni – Ich kann persönlich Hostgator empfehlen – bin damit recht zufrieden. Vor allem die Funktion “Add-on Domain” ist eine gute Sache, damit kann man einfach beliebig viele Domains ohne zusätzliche Kosten aufschalten – also du kannst dir eine günstige ‘Einweg-Domain’ beim Anbieter X mit einer CNAME bzw. IP Weiterleitung holen und dann dort aufschalten. Natürlich sollte man es aus Performancegründen nicht übertreiben, aber im Prinzip ohne Begrenzung. Durch das CPanel UI ist die Verwaltung auch recht einfach. Wie gesagt, ich kann den Anbieter nur empfehlen – bin sehr zufrieden für den Preis (7,95 $ im Monat) – da passt das.

    Antworten
  9. Wer schon wieder damit beginnt das eine gute Übersetzung für 0,04 Euro pro Wort zu bekommen ist der kauft wohl nur wieder Mist ein.

    Nein ehrlich, wenn ich als Muttersprachler (Englisch) ein deutschen Text ins Englische übersetzen will und hier auch eine gute Qualität erreichen will kann man nicht mit Werten von 0,04 Euro pro Wort arbeiten. Hier müsste man nur schnell viele Wörter übersetzen und könnte sich kaum über Satzbau und andere Sache kümmern.

    Diese wären aber wichtig um ein wirklich guten Text zu bekommen, wobei es sicherlich Unterschiede in Bezug auf die benötigte Zeit für eine wirklich gute Übersetzung geben wird.

    In 1 Stunde kann man je nach Text zwischen 150 und maximal 500 Wörter übersetzen wobei ein Schnitt von rund 300 wohl als Maas genommen werden kann. Nimmt man zudem an das ein gute Übersetzer mit Stundensätze zwischen 60 und 90 Euro rechnen muss, kann jeder selber erkennen wie viel es pro Wort kosten würde.

    Jeder der jetzt meint ein gute Übersetzung darf nicht mehr wie 0,04 Euro pro Wort kosten, der sollte mal schauen was er/sie für diesen Preis bekommt. Meist nur Schrott.

    Eigentlich verstehe ich die Welt von manche nicht.

    Die haben Blogs und Internetseiten wo sogar entsprechende Einnahmen generiert werden. Aber für Texte egal ob in Deutsch oder eine Fremdsprache wollen die Leute einfach nichts bezahlen.

    Sicherlich könnte ein Profi Übersetzer auch auf andere Weise entlohnt werden z.B Projekt bezogen. Bei größere Texte Mengen geht dies sicherlich auch.

    Dann zum Server Standort.

    Zwar wird immer darüber gesprochen das Google englischsprachige Seiten die in die USA gehostet sind besser bewertet. Leider gibt es keine gesicherte Erkenntnisse ob dies wirklich der Fall ist und zudem stellt sich auch die Frage wo hoch diese Vorteil wirklich ist. Hier kommt mir die Diskussion ein wenig ähnlich vor wie im Bereich SEO. Hier werden auch oft Annahmen genommen und nicht alles muss stimmen.

    Antworten
  10. Hallo @Peter

    Das hat nichts mit –nichts für Texte zahlen wollen – zu tun. Die Möglichkeiten sind einfach da und um mich hier einmal kurz selber zu zitieren.

    „Übersetzungen von Akademikern kann man je nach Sprache, Herkunft und Wohnsitz des Übersetzers schon ab 0,04 Cent pro Wort einkaufen.“

    Wenn ich meine Leistung von Fachkräften im Ausland kostengünstiger erledigen lassen kann, dann ist das eine gute Sache. Das ist in der Wirtschaft auch nichts was erst seit dem Internet passiert.

    Dass ein in Deutschland lebender Texter oder Übersetzer durch diese Möglichkeiten, die sich durch Globalisierung und Internet für den kleinen und mittleren Mittelstand ergeben, wahrscheinlich Einbußen hinnehmen muss, ist nicht das Problem der Einkäufer. Die Käufer sind nicht für die Wirtschaftlichkeit und die Erhaltung der Dienstleister verantwortlich.

    Sich jetzt hinzustellen und einfach mal pauschal zu behaupten, dass alles was nicht dem eigenen Preis- und Leistungsempfinden entspricht, nur Mist und Schrott ist, das ist einfach nur in die hohle Hand gehustet (vielleicht auch aus Frust – das kann und mag ich nicht beurteilen). Das hat auch in meinen Augen nichts mit einer gesunden Sicht auf die Dinge zu tun, sondern ist einfach nur eine persönliche Meinung.

    Fachkräfte und Akademiker aus dem Ausland leisten sehr gute Arbeit.

    Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung und soll auch keineswegs ein Angriff auf deine Person sein.

    LG Daniel

    Antworten
  11. Viele gute Anregungen (gleich favorisiert ;-)).
    Das mit dem Datumsformat ist international natürlich wichtig, aber die beschriebene Problematik, dass email im französischsprachigen Teil Kanadas ein wichtiger Punkt ist, ist schon ein wenig übertrieben, oder?

    Antworten
  12. Also ich zahle 0,11 Euro pro Wort und tue das gerne. Weil meine Übersetzerin mitdenkt. Wenn sie im deutschen Text einen Rechtschreibfehler findet, dann sagt sie mir das. Und wenn Sie eine Satzkonstruktion nicht versteht, dann fragt sie nach anstatt irgendwas unkonkretes zu schreiben. Ihr müsst euch nur mal eine beliebige stümperhaft auf Deutsch übersetzte Homepage ansehen. Dort würdet ihr sicher auch nichts kaufen wollen.

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  13. Wenn you buy cheep you don’t buy good (frei übersetzt wer billig kauft kauft auf längere Sicht meist nicht gut) ist ein Grundsatz der auch Heute in unsere Gobalisierte Welt immer noch Wahrheit ist.

    Ich weiß genau wo du hinaus willst, ein paar Übersetzungen aus Indien kaufen weil du meinst das dies besser wäre?

    Erstens es gibt z.B in Indien gut 2000 Leute die Texte z.B von Deutsch ins Englische und umgekehrt übersetzen können. Nur haben hier die meisten schon feste Verträge mit Stammkunden so das diese nicht auf jemand angewiesen ist der vielleicht ein kleinen Auftrag bringt.

    Zudem gibt es auch da Qaulitätsunterschiede so das es nicht gesagt ist das dein Angebot für 0,04 Euro pro Wort wirklich was taugt. Zudem steigen auch in Indien die Preise so das man die Preise die vielleicht im Jahre 2008 verlangt wurden nicht mit die von heute vergleichen kann.

    Ich habe ein Bekannten in New Dehli der auch u.a Texte von Englisch ins Deutsche aber auch in Spanisch übersetzt. Er hat mir erst vor kurzen erzählt das man auch in Indien wirklich gute Qualität auch nicht mehr so billig bekommt. Genaue Zahlen hat er damals nicht genannt aber das es mehr wie 0.04 Euro pro Wort ist bin ich mir sicher. Übrigens ich habe Ihm eine Mail geschickt mit der Bitte mal seine aktuelle Preise zu nennen. Bekomme ich diese schreibe ich vielleicht noch ein Kommentar.

    Antworten
  14. Ich möchte hier noch erwähnen, dass gewisse Texte (wenns nicht allzu technisch ist) auch von einer zweisprachigen virtuellen Assistentin übersetzt werden können. Sie hat zwar kein Übersetzer-Diplom, ist aber zweisprachig aufgewachsen und bietet qualitative und kostengünstige Übersetzungen.

    Sarah

    Antworten
  15. Sicherlich kommt es auch auf den Art von Text an. Manche sind einfacher und damit schneller zu übersetzen wie andere. Schließlich muss der Übersetzer auch irgendwie leben.

    Übrigens mein genannte Bekannte aus Indien arbeitet für Preise die aufs Wort herunter gerechnet so zwischen 7 und 14 Eurocent liegen. Er meinte auch das wären in etwa die Preise die man derzeit in Indien verlangt. Ich weiß zwar nicht ob es noch andere Länder gibt wo es billiger geht (bitte nicht mit Osteuropa kommen – da ist es auch nicht mehr so billig). Vielleicht gibt es auch welche die für echte Dumpingpreise arbeiten, aber entweder ist deren Qualität nicht so gut oder die verschwinden kurz oder lang vom Markt weil man so nicht wirtschaftlich arbeiten kann.

    Überhaupt ist die gesamte Branche Text eigentlich geprägt von einem . Viele suchen zwar externe Schreiber die ihre Texte in sehr gute Qualität abliefern sollen, aber wenn es um die Entlohnung geht dann heißt es oft Geiz ist Geil.

    Dabei sollte jeder mal selber überdenken wie viele Wörter er/sie innerhalb von eine Stunde schaffen kann(hier ein wenig real denken). Wer diese Zahl mit ein normalen Stundensatz der mindestens bei 35 Euro liegen muss um dies als Vollzeit ausüben zu können teilt, der kann ein Preis pro Wort selber errechnen.

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  16. Bei CMS-Systemen kann man ja den Text “parallel” führen, aber bei Bildern mit beinhaltetem Text ist dies dann nicht mehr so einfach. Ausserdem können die Übersetzungen in andere Sprachen die Webseite durch ihre unterschiedliche Länge sozusagen “optisch zersprengen”. An das alles sollte man unbedingt vor Beginn eines Projektes denken …

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  17. Zitat: “Bildsprache
    Unterschiedliche Kulturkreise haben auch unterschiedliche Vorstellungen von Darstellungsformen und Bildern. ”
    Ich wohne ca. 500m von dem Mann entfernt, der die Mohammed-Zeichnungen gemacht hat. Kulturkreise sind wichtig, aber komischerweise werden sie umso wichtiger je geringer der Bildungsstand der jeweiligen Gesellschaft ist. Nichtsdestotrotz verstehe ich es bis heute nicht, wie ein Däne soetwas tun konnte. Ich denke schon es war Provokation.
    Persönlich versuche ich solche Dinge immer zu berücksichtigen.

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  18. Guter Beitrag, nur ein Aspekt kommt mir hier ein bisschen zu kurz, und zwar der technische: Viele Unternehmen, die ihre Website übersetzen lassen wollen, sind sich nicht darüber im Klaren, welche technischen Voraussetzungen dafür nötig sind – oder andersrum, was möglich ist. Ein großes Problem an übersetzten Websites – und das hat bestimmt jeder schon mal gesehen, ist, dass kaum jemand an den versteckten Text auf den Pages denkt. Fehlermeldungen sind hier ein klassisches und noch relativ unkompliziertes Beispiel. Gute Übersetzungs-Anbieter können direkt in der xml-Datei oder mit dem CMS der Website arbeiten, damit wirklich alles am Ende auch übersetzt ist…

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  19. Sehr guter Beitrag. Auch ich habe meine Website mehrsprachig aufbauen lassen und dabei besonderes Augenmerk auf die Qualität der Übersetzungen und ein leichtes Umschalten der Sprachen gelegt. Mit einem CMS ist die mehrsprachige Site auch kein so großes Problem. Allerdings muss man halt alle Seiten dann auch mehrfach pflegen. Eine Alternative wäre die Site in der eigenen Landesprache ausführlich zu füllen und für die weiteren Sprachen lediglich Basis-Informationen zur Verfügung zu stellen, die sich nicht so häufig ändern. Das spart dann Ressourcen.

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  20. Ein sehr guter Beitrag! Wenn man eine seriöse Website betreibt und sie ins Englische übersetzen möchte, sollte man sich nicht scheuen professionelle Hilfe aufzusuchen! Liebe Grüße, Lena

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