33 simple Tipps zur Conversion-Optimierung, die deinen Online-Erfolg direkt steigern können

33 simple Tipps zur Conversion-Optimierung, die deinen Online-Erfolg direkt steigern könnenJeder, der über das Internet Kunden gewinnen möchte, sollte sich früher oder später mit dem Thema der Conversion-Optimierung auseinandersetzen.

Denn: An den Besuchern kann man oft nicht wesentlich viel ändern, an einer überzeugenden Website beziehungsweise dem Kauferlebnis umso mehr. Klickpreise bei bezahlten Werbeformen wie Google Adwords oder Facebook Ads steigen stetig, sodass sich Werbetreibende (und das ist ja fast jeder mit einer eigenen Website und der Absicht, Umsatz zu machen) um Alternativen bemühen müssen – oder sich in die Materie der Optimierung einarbeiten sollten.

Im Folgenden liste ich 33 Tipps zur Conversion-Optimierung auf.

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33 simple Tipps zur Conversion-Optimierung

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Für Optimierungen an unserem Startup nutze ich gerne eine Kombination aus den Tools Mouseflow und VWO (Visual Website Optimizer) – dazu aber noch mehr weiter unten in den Tipps.

  1. Starte niemals einen A/B-Test, ohne einen A/A-Test durchgeführt zu haben. Ein sogenannter “A/A”-Test ist ein Test, bei dem die gleiche Website oder Landingpage ohne Änderungen gegeneinander getestet wird. Je nach Splittesting-Tool (ich empfehle VWO) kann es alleine schon durch das System zu verzerrten Testergebnissen kommen und dies soll vermieden werden.

  2. Je nach Zielgruppe/Art der Besucher auf der Website solltest du besonders auf den Datenschutz achten. Beim Hosing-Anbieter All-Inkl beispielsweise ist ein SSL-Zertifikat bei vielen Paketen inklusive, damit du deine Website gesondert schützen kannst. Dies solltest du natürlich auch so an Formularen oder sonst auf der Website kommunizieren – durch Icons/Symbole von Fotolia.de oder Thenounproject.org.

  3. Du hast Gastbeiträge in bekannten Magazinen veröffentlicht oder wurdest dort erwähnt? Nutze diese Logos nach Absprache auf deiner Website oder deinen Landingpages, um noch mehr Vertrauen zu gewinnen.

  4. Die Telefonnummer sollte immer mindestens oben rechts auf der Website stehen – das schafft zusätzlichen Trust und sorgt für beste Erreichbarkeit.

  5. Immer noch sehe ich Webseiten mit kleinen Schriften, für die man fast eine Lupe braucht. Verwende große Schriften und prominente Überschriften.

  6. Wie wäre es, wenn du ein Foto von dir als Geschäftsführer/Gründer mitsamt deiner Unterschrift (oder eine Unterschrift-Font) als “eigenes” Testimonial veröffentlichst?

  7. Lange Formulare solltest du in mehrere Schritte aufteilen und im besten Falle einen Fortschrittsbalken verwenden, der mit jedem Step wächst.

  8. Immer wieder sehe ich, dass Kontaktformulare mit “Jetzt absenden” oder “Kontaktformular abschicken” beschriftet werden. Warum nicht “Angebot erhalten” oder “Jetzt Antwort erhalten” testen?

  9. Deine Website/Landingpage sollte nicht sonderlich breit (800-1000 Pixel), stattdessen eher logisch und verkaufstechnisch clever von oben nach unten aufgebaut sein.

  10. Wenn du Werbeanzeigen oder Banner für deine Website erstellst, schaue dir den Werbetext vorher ganz genau an und erstelle diese erst im Anschluss, nicht umgekehrt. Es sollte ein möglichst weicher Übergang stattfinden.

  11. Wenn Nutzer auf deiner Website ein Angebot anfordern können, nutze eine Grafik, die ein solches Angebot zeigt – so haben die Besucher ein Element zum “anfassen”.

  12. Je nach Branche oder Marktumfeld macht es Sinn, besonders kurze oder besonders lange Webseiten und Landingpages zu testen. VWO ist hier dein Freund!

  13. Du solltest auf einer Landingpage nur ein einziges Ziel verfolgen: Einen Anruf, das Ausfüllen eines Formulars oder ein direkter Kauf auf der Website.

  14. Besonders beliebt bei Verbänden oder Gemeinden: Frage nicht mehr Informationen ab als du tatsächlich benötigst. Warum sollte der Nutzer seine Faxnummer oder Adresse herausgeben sollen, wenn er nur eine Antwort per E-Mail erwartet?

  15. Nutze Remarketing (bei Google Adwords und Facebook Ads), um Besucher deiner Website wieder zurückzuholen und Ihnen dein Angebot erneut zu zeigen. Dazu binde einfach einen Pixel-Code auf deiner Website ein und lass’ Google Daten sammeln. Sind genügend Nutzer vorhanden, wird deine Werbeanzeige diesen bereits interessierten Besuchern ausgespielt und die Chance auf einen Verkauf beziehungsweise eine Conversion ist grundsätzlich höher.

  16. Nutze deine Danke-Seiten! Das Formular wurde erfolgreich abgeschickt? Dann frage den User doch nach einem Like deiner Facebook-Fanpage oder einer Newslettereintragung.

  17. Deine Landingpage besteht aus einem langen Text? Dann denke daran, zwischendurch immer wieder Call-to-Actions einzubauen, also Buttons, die auf ein Kontaktformular oder eine Verkaufsseite verlinken.

  18. Jeder Webseitenbetreiber sollte auch Werbetexter sein. Es ist wichtig, dass der Nutzer auf der Website direkt “abgeholt” und auf sein Problem bzw. seine gewünschte Lösung angesprochen wird. Versetze dich dazu in die Lage des Nutzers. Ideal ist dafür auch ein Ortswechsel (setze dich zum Beispiel in ein Cafe, um ungestört zu sein), der einen Perspektivenwechsel einfacher macht.

  19. Wenn du kurze Formulare nutzt, binde sie direkt in den Content mit ein, damit ein Nutzer nicht zwei verschiedene Unterseiten aufsuchen muss.

  20. Eigentlich selbstverständlich, trotzdem wird es in der Praxis nicht immer umgesetzt: Wenn du PPC-Quellen wie Google Adwords nutzt, leite die Besucher auf eine gesonderte Landingpage und nicht auf deine Startseite.

  21. Bei langen Werbetexten: Schreibe erst alle möglichen Fragen des potentiellen Kunden auf, ordne diese nach Priorität beantworte sie dann in einem Fließtext.

  22. Nutze Mouseflow um zu gucken, wie lange ein Nutzer auf deiner Website bleibt oder warum er abbricht – oft wird am Formularende/Prozessende optimiert, dabei ist schon (oder nur) der Anfang der Kundenkette fehlerhaft

  23. Nutze eine sogenannte “Presell-Page”, falls dein Produkt erklärungsbedürftig oder dein Formular sehr lang ist. Dies ist eine vorgeschaltete Landingpage, die zum Beispiel vor der eigentlichen Verkaufsseite eingeblendet wird. So gibst du dem Nutzer vorab genügend Informationen und Entscheidungshilfen, ohne dass er überfordert ist.

  24. Nutzer brauchen eine klare Anweisung: “Füllen Sie jetzt das Formular aus und Sie erhalten innerhalb von 12 Stunden ein unverbindliches Angebot”

  25. Wiederhole deine Call-to-Action am Seitenende, damit der Nutzer zurückscrollt und wieder auf das eigentliche Ziel der Website gesteuert wird.

  26. Erkläre, warum du bestimmte Felder (z.B. Telefonnummer, wenn er Angebote per E-Mail erwartet) in deinen Formularen abfragst. Idealerweise mit einem kleinen Infokasten daneben, der bei einem Überfahren mit der Maus ein entsprechendes Argument liefert.

  27. Beende einen Splittest nicht zu früh, sondern erst nach mindestens 100 gesammelten Conversions. Wie oft habe ich mich schon zu früh gefreut, weil die neue Variante 100% bessere Conversions erzielte – insgesamt aber nur 10 Leads getrackt wurden.

  28. Macro-Conversions sind besser als Micro-Conversions. Es geht nicht darum, die Klickrate zu verbessern, sondern das “große Ganze”. Ist dein Ziel mehr Verkäufe? Dann gehe in die Helikopterperspektive und finde neue Ideen für einen Splittest.

  29. Schaue dir regelmäßig Webseiten und Abläufe der Konkurrenz und auch in anderen Branchen an, um schnell zu lernen und anzupassen.

  30. Mobile: Oft macht es Sinn, eine separate Mobile-Website aufzusetzen (aus Conversion-Gründen) oder zumindest eine responsive Variante der aktuellen Version anzubieten. Je nach Branche oder Produkt kann die Anzahl der mobilen Nutzer schon einmal die 50 oder 60%-Marke übersteigen.

  31. Teste nie mehr als ein Element auf einmal, alles andere ist nur Glück. Du weißt nachher nicht, welche Änderungen funktionieren und welche nicht.

  32. Sprich die Sprache der Nutzer, wenn du deine Website gestaltest und textest. Bist du sicher dass dein Großvater weiß, was z.B. ein “Tablet” ist?

  33. Du sollst mit deiner Website keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, sondern in erster Linie Umsatz und Verkäufe erwirtschaften. Schau dir PlentyOffFish oder Craigslist an – diese Webseiten sind hochgradig erfolgreich, aber alles andere als “Models” des Internet.

Fazit zur Conversion-Optimierung

Conversion-Optimierung ist ein Prozess, in den sich jeder kommerzielle Webseitenbetreiber einarbeiten sollte – gerade diejenigen, die mit bezahlten Werbeformen wie Google Adwords oder Facebook Ads arbeiten. Gearbeitet werden sollte von innen nach außen. Das bedeutet, dass es zu Beginn nicht wichtig ist, ob der Kaufbutton nun grün oder blau ist. Viel wichtiger ist das Testen komplett verschiedener Seiten/Variationen, bevor ins Detail gegangen wird.

Nach dem Test ist vor dem Test: Conversion Optimierung ist ein Prozess, der nie endet. Grundsätzlich empfehlen wir je nach Anzahl der Besucher auf der Website oder des Onlineshops maximal 1-2 Splittests pro Woche.

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Autor

Valentin Drießen ist leidenschaftlicher Online-Marketer und Gründer aus Bremen. Als Webdesigner vor über sieben Jahren gestartet, hat er sich Online-Marketing in Eigenregie beigebracht und das fehlende digitale Know-How der Handwerkerbranche erkannt – so ist die Plattform Hausfrage.de entstanden.

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8 Gedanken zu „33 simple Tipps zur Conversion-Optimierung, die deinen Online-Erfolg direkt steigern können“

  1. Sehr guter Punkt 1.) so offensichtlich dass ich noch nie dran gedacht habe mal die gleichen Webseiten gegeneinander zu testen.
    Danke für die Empfehlung von Mouseflow werde ich mir mal genauer angucken, sieht interessant aus.
    Meiner Meinung nach helfen freundliche Gesichter von Mitarbeiter immer auf der Homepage!:)

    Antworten
  2. Zur Erinnerung ist so ein Artikel schon immer wieder recht nützlich … obwohl ich mich bei einigen Punkten schon frage …
    Zum Beispiel Punkt 4: “Die Telefonnummer sollte immer mindestens oben rechts auf der Website stehen”: Das macht sich bei einem kleinen Nischenseitenbetreiber sicherlich gut, wenn im Hauptjob das Telefon bimmelt und der ‘Kunde’ nach den Vorteilen des angebotenen Katzenklos fragt. Es muss also schon eine sehr große professionelle hauptberufliche Seite sein, wo das Sinn macht. Bei Valentins Seite steht oben rechts übrigens keine Telefonnummer. Oder habe ich jetzt was falsch verstanden?
    Oder Punkt 6: “ein Foto von dir als Geschäftsführer/Gründer mitsamt deiner Unterschrift (oder eine Unterschrift-Font) als „eigenes“ Testimonial veröffentlichst?” Eigenes Testimonial ist für mich ein Widerspruch in sich. Außerdem habe ich als Kind gelernt, Eigenlob stinkt.
    Oder Punkt 30: “Oft macht es Sinn, eine separate Mobile-Website aufzusetzen (aus Conversion-Gründen) oder zumindest eine responsive Variante der aktuellen Version anzubieten.” Ach ne …

    Antworten
    • Zum einen ist natürlich nicht jeder der 33 Tipps für jede Website sinnvoll. Da muss man natürlich den Verstand einschalten und schauen, was Sinn macht und was nicht. Punkt 4 ist für einen Handwerker sehr gut, für eine Nischenwebsite natürlich nicht. Wie du schon sagst.

      Aber wer schon 10 Dinge aus dieser Liste bei sich umsetzt, wird davon profitieren.

      Antworten
      • Dann darf bei Punkt 4 aber auch nicht ‘immer’ stehen … ich weiß, Korinthenkacker die zweite … ;-) …
        Und manche Punkte verstehe ich tatsächlich beim Besten Willen nicht. Zum Beispiel Punkt 9: Warum soll weine Webseite gerade 800-1000 Pixel breit sein?!? Und was bedeutet ‘logisch und verkaufstechnisch clever von oben nach unten aufgebaut’ … ?!?

        Antworten
        • Da hast du natürlich recht. Es ist immer problematisch etwas “immer” zu empfehlen. Ich werde es mal abändern.

          Was die anderen Punkte angeht, so setzen diese teilweise schon Kenntnisse im Bereich der Landingpage Gestaltung oder des Webdesigns voraus. Für ausführliche Erläuterungen war in diesem Artikel aber natürlich kein Platz.

          Ich werde das Thema Conversion Optimierung auf jeden Fall in Zukunft noch aufgreifen und dann auf solche Dinge genauer eingehen.

          Bzgl. Punkt 9: Das ist eher eine generelle Webdesign-Weisheit. Zu breite Texte sind schlechter zu lesen und zu erfassen. Und der logische Aufbau der Inhalte (z.B. Problemstellung > Beispiele > Lösung > mehr Details) ist auch etwas, was mit Erfahrung und Know How zu tun hat.

          Antworten
          • Prima! Vielen Dank für die ausführliche Antwort!
            Auf den Artikel (oder die Artikelserie) zum Thema ‘Conversion Optimierung’ freue ich mich schon. Auch detailliertere Infos zum logischen Aufbaus eines Artikels fände ich sehr interessant.

  3. Hi Peer,
    viele gute Ansätze zusammengefasst, da kann man bei fast jeder Seite noch was verbessern.
    Vielen Dank für den guten Beitrag.

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